Einladung zu einem öffentlichen Rundgang über den Goslarer Friedhof Hildesheimer Straße am 30. August 2019 anlässlich des Jahrestages des Überfalls auf Polen
Goslar. Unsere Friedhöfe verraten viel über den Umgang mit der Geschichte und Kultur einer Stadt oder Gemeinde. Der Friedhof Hildesheimer Straße in Goslar mit seiner historischen Parkanlange vermittelt hierbei ein besonders interessantes Geschichtsbewusstsein. Grabanlagen und Mausoleen dokumentieren die gesellschaftliche Stellung der Verstorbenen. Das Nebeneinander von Tätern und Opfern der NS-Gewaltherrschaft macht diesen Friedhof zu einem besonderen Ort der Erinnerung, der Mahnung und des Gedenkens.

Am 1. September 1939 – vor 80 Jahren – begann der Zweite Weltkrieg mit dem Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen. Anlässlich dieses historischen „Antikriegstages“ bietet der Verein Spurensuche Harzregion e.V. einen etwa zweistündigen Rundgang über den Friedhof Hildesheimer Straße an. Die beiden Vereinsmitglieder Erika Hauff-Cramer und Oliver Turk werden über die Struktur des Friedhofs informieren und Geschichte(n) zu einigen ausgewählten Grabstätten erzählen. Zu diesem Rundgang, auf dem das lokale Wissen und Gewissen um das Kapitel des NS-Geschehens in Goslar bereichert werden kann, laden wir Sie herzlich ein.

Der Rundgang beginnt am Freitag, 30. August um 16:00 Uhr am Haupteingang des Friedhofs an der Hildesheimer Straße. Die Teilnahme ist kostenfrei, zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!
http://www.spurensuche-harzregion.de/

Sonderausstellung im Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg „Die Schätze der Natur mit Objektiv und Bleistift“
von Roman Bystricky und Sarka Gottlandova
Eröffnung am Samstag, 31.8.2019 um 14.30 Uhr
Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 17.11.2019
Di - So von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen) geöffnet.
Der Eintritt ist frei.

Gewinnerbilder des Fotowettbewerbs HarzNATUR 2019 stehen fest - Nationalpark-Kalender ab sofort im Handel
Ameisen-Foto von Thomas Hinsche aus Dessau-Roßlau gewinnt – Fotoausstellung mit den besten Motiven im Museum Schloss Herzberg in Herzberg am Harz

Harz. Jüngst wurden die diesjährigen Gewinner des Fotowettbewerbs „HarzNATUR 2019“ im Schloss Herzberg ausgezeichnet. Der Nationalpark Harz hatte zusammen mit der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH aus Herzberg zum sechsten Mal einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Mit ihren Motiven von spannenden Tierbegegnungen, atemberaubenden Landschaften oder den kleinen Wundern am Wegesrand können Hobby- und Profi-Fotofreunde ihre Faszination für die Natur im Nationalpark Harz mit anderen teilen.

Gesucht wurden Bilder in vier Kategorien:
A. Es rennt, fliegt oder krabbelt – Tiere im Nationalpark
B. Sagenumwobene Bergwildnis – Landschaftsaufnahmen
C. Kleine Welt am Wegesrand – Makrofotografie
D. Wald im Wandel zur Wildnis – Vom großen Ganzen bis ins Detail

Die Jury hatte die schwere Aufgabe, aus den mehr als 1.000 eingereichten Fotos die besten auszuwählen. Im Rittersaal des Schlosses Herzberg wurden nun die Gewinner der vier Kategorien durch Reiner Bremer, Jungfer Druckerei und Verlag GmbH, und Andreas Pusch, Nationalpark Harz, ausgezeichnet.

Der erste Preis in der Kategorie C und der Gesamtsieg gingen für das Foto „Kraftsportler“ an Thomas Hinsche aus Dessau-Roßlau. Er überzeugte die Jury mit der Makroaufnahme einer Ameise. Das Foto „Erlenzeisig-Streit“ von Jürgen Borris aus Holzminden errang in Kategorie A den ersten Platz. Mit ihrer Landschaftsaufnahme „Steine am Reitstieg“ gewann Dr. Marion Müller aus Goslar die Kategorie B. In der in diesem Jahr erstmalig vertretenen Kategorie D siegte Hans-Joachim Gleichmann aus Clausthal-Zellerfeld mit seiner Schwarzweiß-Aufnahme „Der Alte“.

Eine Ausstellung mit den schönsten Bildern ist bis zum 31.10.2019 im Museum Schloss Herzberg zu sehen. Die Sonderausstellung ist mittwochs bis sonntags von 10 – 16 Uhr geöffnet. Im Anschluss wandert die Ausstellung in das Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg.

Weiterhin wurden 14 Bilder des Wettbewerbs für den Nationalpark-Kalender 2020 ausgewählt. Dieser ist zum Preis von 14,95 € ab sofort in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen erhältlich. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen zu 100 % dem Luchsprojekt Harz (www.luchsprojekt-harz.de) zugute, denn der Kalender wird der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. von der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH zur Verfügung gestellt. Bestellt werden kann der Kalender auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.
Der Nationalpark Harz und die Jungfer Druckerei und Verlag GmbH Herzberg kooperieren seit 2010 im Zusammenhang mit dem Fotowettbewerb und dem Kalender „HarzNATUR“. Für die Jungfer Druckerei ist die Vermeidung von Emissionen und die Verbesserung der Effizienz ihrer Maschinen wesentlicher Bestandteil ihres umweltfreundlichen Betriebskonzeptes. Ihr Einsatz für das Luchsprojekt ist Ausdruck ihrer Verbundenheit mit der Harzregion und ihrer vielfältigen Natur.
http://www.nationalpark-harz.de

Gewinnerbilder des Fotowettbewerbs HarzNATUR 2019 stehen fest

Ameisen-Foto von Thomas Hinsche aus Dessau-Roßlau gewinnt – Fotoausstellung mit den besten Motiven im Museum Schloss Herzberg in Herzberg am Harz – Nationalpark-Kalender ab sofort im Handel

Am 17.8.2019 wurden die diesjährigen Gewinner des Fotowettbewerbs „HarzNATUR 2019“ im Schloss Herzberg ausgezeichnet. Der Nationalpark Harz hatte zusammen mit der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH aus Herzberg zum sechsten Mal einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Mit ihren Motiven von spannenden Tierbegegnungen, atemberaubenden Landschaften oder den kleinen Wundern am Wegesrand können Hobby- und Profi-Fotofreunde ihre Faszination für die Natur im Nationalpark Harz mit anderen teilen.

Gesucht wurden Bilder in vier Kategorien:
A. Es rennt, fliegt oder krabbelt – Tiere im Nationalpark
B. Sagenumwobene Bergwildnis – Landschaftsaufnahmen
C. Kleine Welt am Wegesrand – Makrofotografie
D. Wald im Wandel zur Wildnis – Vom großen Ganzen bis ins Detail

Die Jury hatte die schwere Aufgabe, aus den mehr als 1.000 eingereichten Fotos die besten auszuwählen. Im Rittersaal des Schlosses Herzberg wurden nun die Gewinner der vier Kategorien durch Reiner Bremer, Jungfer Druckerei und Verlag GmbH, und Andreas Pusch, Nationalpark Harz, ausgezeichnet.

Der erste Preis in der Kategorie C und der Gesamtsieg gingen für das Foto „Kraftsportler“ an Thomas Hinsche aus Dessau-Roßlau. Er überzeugte die Jury mit der Makroaufnahme einer Ameise. Das Foto „Erlenzeisig-Streit“ von Jürgen Borris aus Holzminden errang in Kategorie A den ersten Platz. Mit ihrer Landschaftsaufnahme „Steine am Reitstieg“ gewann Dr. Marion Müller aus Goslar die Kategorie B. In der in diesem Jahr erstmalig vertretenen Kategorie D siegte Hans-Joachim Gleichmann aus Clausthal-Zellerfeld mit seiner Schwarzweißaufnahme „Der Alte“.

Eine Ausstellung mit den schönsten Bildern ist bis zum 31.10.2019 im Museum Schloss Herzberg zu sehen. Die Sonderausstellung ist mittwochs bis sonntags von 10 – 16 Uhr geöffnet. Im Anschluss wandert die Ausstellung in das Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg.

Weiterhin wurden 14 Bilder des Wettbewerbs für den Nationalpark-Kalender 2020 ausgewählt. Dieser ist zum Preis von 14,95 € ab sofort in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen erhältlich. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen zu 100 % dem Luchsprojekt Harz (www.luchsprojekt-harz.de) zugute, denn der Kalender wird der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. von der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH zur Verfügung gestellt. Bestellt werden kann der Kalender auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.

Der Nationalpark Harz und die Jungfer Druckerei und Verlag GmbH Herzberg kooperieren seit 2010 im Zusammenhang mit dem Fotowettbewerb und dem Kalender „HarzNATUR“. Für die Jungfer Druckerei ist die Vermeidung von Emissionen und die Verbesserung der Effizienz ihrer Maschinen wesentlicher Bestandteil ihres umweltfreundlichen Betriebskonzeptes. Ihr Einsatz für das Luchsprojekt ist Ausdruck ihrer Verbundenheit mit der Harzregion und ihrer vielfältigen Natur.

Pflanzung und Käferbekämpfung waren im Nationalpark Harz niemals ein Tabu – Mehr Vielfalt im Wald – Herbstliche Buchenpflanzungen im Nationalpark Harz – schon über 4 Mio. Buchen gepflanzt
Wernigerode. Die Natur darf sich in der Kernzone des Nationalparks Harz frei entfalten. Im Moment ist der natürliche Waldwandel vom ehemaligen Wirtschaftswald hin zum wilden Naturwald zu erleben. In den Hochlagen ist die Fichte von Natur aus heimisch, deshalb wird sie in diesen Gebieten auch weiter die Hauptbaumart bleiben. Neben jungen Fichten wachsen hier auch Laubbäume wie Eberesche, Bergahorn oder Weide – sie kommen von allein, entwickeln sich gut und benötigen keine Pflanzungen.

In tieferen Lagen schlagen in den ehemaligen Fichtenforsten vor allem verschiedene Laubbäume Wurzeln. Von Natur aus würden hier vor allem Buchen wachsen, deren Rückkehr der Nationalpark mit Pflanzungen, vorrangig junger Buchen, unterstützt. Die Natur bekommt mit diesen Initialpflanzungen ein Werkzeug in die Hand und der „Reparaturprozess“ hin zu mehr Naturnähe und natürlicher Entwicklung wird unterstützt – „Hilfe zur Selbsthilfe“ für die Natur.

Im Nationalpark Harz werden daher in diesen tieferen Lagen seit Jahren in erheblichem Umfang Pflanzungen zur Erreichung der Schutzziele nach Maßgabe der Gesetze und Managementvorgaben des Schutzgebiets durchgeführt. In der Naturentwicklungszone werden verschiedene Laubbaumarten, vorrangig Buchen, in ehemalige Reinbestände mit standortsfremden Fichten gepflanzt. In diesen Flächen gibt es zu wenige und teilweise über mehrere hundert Hektar hin keine alten Buchen, die als Samenbäume dienen könnten. Damit dienen die Buchenpflanzungen den Vorgaben des Nationalparkgesetzes entsprechend der Steigerung der Naturnähe.

Diese Anpflanzungen sind in den letzten Jahren aufgrund der zunehmenden Aktivitäten der Borkenkäfer nochmals verstärkt worden. Die Schwerpunkte bilden die Außengrenzen des Schutzgebietes, wo Wirtschaftswald angrenzt.

Insgesamt wurden auf diese Weise innerhalb der letzten 10 Jahre ca. 4,3 Millionen Laubbäume in den Wäldern des Nationalparks gepflanzt, um die Waldentwicklung von Fichtenreinbeständen zu Mischwäldern zu forcieren. Neben der Buche waren es in geringen Stückzahlen auch Bergahorn, Roterle, Weiden, Aspen und Birken.

Die Anzahl von insgesamt ca. 670.000 gepflanzten Buchen (410.000 im sachsen-anhaltischen Teil) im Jahr 2018 spiegelt dabei die nochmals verstärkten Bemühungen wider.

Eine weitere sehr kurzfristige Steigerung dieser Zahlen ist kaum möglich, da die Erhöhung der Pflanzenproduktion von der Saatgutverfügbarkeit und Baumschul- und Pflanzkapazitäten abhängig ist. Die Pflanzungen werden auf gleich hohem Niveau fortgesetzt.

Hintergrund: Wo wird gepflanzt? Sind es Aufforstungen?

Unter Wiederaufforstung werden Maßnahmen zur Pflanzung, zur Nachbesserung, zur Pflege und zum Schutz der Kulturen verstanden. Als Wiederaufforstung gilt auch eine durch forstliche Maßnahmen herbeigeführte oder sich spontan einstellende Verjüngung, wenn diese geeignet ist, eine sachgerechte Verjüngung im Sinne einer nachhaltigen Bewirtschaftung sicherzustellen. In diesem Sinne „forstet“ der Nationalpark nicht auf, sondern er setzt Pflanzungen dort, wo das geboten ist.

Gepflanzt wird in der Naturentwicklungszone, siehe Zonierungskarte. In ihr befinden sich Flächen, die sich in der Folge von schonenden Waldentwicklungsmaßnahmen unbeeinflusst zu Naturdynamikzonen weiterentwickeln können. Der Anteil dieser Zone an der Nationalparkfläche beträgt derzeit 38,5 %.

Die Naturdynamikzone enthält Flächen, die sich bereits in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden. International werden diese wertvollen Gebiete in der Regel als "Kernzonen" bezeichnet. Ihr Anteil am Nationalpark Harz umfasst derzeit 60,3 % – hier finden keine waldbaulichen Maßnahmen mehr statt. Dennoch werden in einem Randbereich zu benachbarten Waldgebieten zum Schutz der hier befindlichen Wirtschaftswälder die Borkenkäfer bekämpft – auch angesichts der aktuellen Klimaentwicklung örtlich eine wichtige Maßnahme.

Als Nutzungszonen sind kulturhistorisch wertvolle Flächen wie Bergwiesen, Bergheiden und Schwermetallrasen sowie die touristischen Erholungsbereiche ausgewiesen. Hier werden auch langfristig auf weniger als 1 % der Nationalparkfläche Pflegemaßnahmen wie die Mahd von Wiesen durchgeführt. 0,5 % des Nationalparks besteht aus Wasserflächen.

Die internationalen Naturschutzregeln legen fest, dass Entwicklungsnationalparke nach ca. 30 Jahren auf mindestens 75 % der Fläche die natürliche Entwicklung der Ökosysteme gewährleisten sollen. Hier finden dann keine Pflegearbeiten und Nutzungen mehr statt – ganz im Sinne der Nationalpark-Leitlinie „Natur Natur sein lassen“. Dieses Ziel wird 2022 erreicht sein.

Anlagen: Buchenpflanzungen im Nationalpark Harz, Foto Juliane Schenk (Nationalpark Harz), und Zonierungskarte, beide frei mit dieser PI.
http://www.nationalpark-harz.de

Ackerrittersporn in Weddinger Feldflur wiederentdeckt
Goslar - Weddingen. Das Ackerwildkraut, der Feld- oder auch Ackerrittersporn, ist im Landkreis Goslar sehr selten geworden. Als umso erfreulicher werten BUND, NABU und Natur- und Umwelthilfe Goslar nun die Tatsache, dass die kräftig dunkelblau blühende Wildblume auf Weddinger Äckern wieder zu finden ist. Der Ackerrittersporn ist durch die Unkrautbekämpfung mit Herbiziden, eine effektive Saatgutreinigung und den Verlust von Ackerrändern durch immer größere Ackerschläge sehr selten geworden. Er gehört in die heute vom Aussterben bedrohten Ackerwildkrautgesellschaften.

Wie kam es zu dem Fund? Weddingens Biobauer Detlef Vollheyde hat beim Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) eine Naturschutzbegutachtung seines Betriebes beauftragt. Beim sog. Blütencheck wurden die Fachberater auf zwei Flächen fündig. Vollheyde hat vor 30 Jahren seinen Betrieb umgestellt und freut sich nun über die Ergebnisse seiner umweltschonenden Wirtschaftsweise. Durch den Einsatz des Hackstriegels fördert er die Ackerbegleitflora. So haben bei ihm die verschiedenen Kräuter noch Überlebenschancen, weil sie nicht alle vernichtet werden. Beim Einsatz des chemischen Pflanzenschutzes mit seiner oft hundertprozentigen Wirkung bleiben zumeist nur die Kulturpflanzen übrig.

Wolfgang Moldehn vom NABU, Rainer Schlicht von der Natur- und Umwelthilfe Goslar und Dr. Friedhart Knolle vom BUND beobachten noch eine weitere Problematik in der Kulturlandschaft – das kaum nötige Schreddern der Feldränder. Die Ackerränder, so führen sie aus, sind so genannte Saumbiotope. Mit der Erhaltung und Pflege von bunten Wegrändern, Uferstreifen, Hecken und auch Feldrainen wird ein wesentlicher Beitrag für das Landschaftsbild und zum Erhalt der Biodiversität geleistet. In diesen Saumbiotopen wimmelt und brummt es förmlich von Insekten. Sie sind oft letzte Lebensräume für eine große Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten und haben daher einen besonderen Wert für die Natur. In Weddingen lässt Biobauer Vollheyde diese Feldrandstreifen weitestgehend stehen – hier behalten sie ihre ökologische Funktion. Das ist ein wichtiger Beitrag zur gesetzlich vorgeschriebenen Biotopvernetzung im Harzvorland, an dem gerade gearbeitet wird.

Der Heideluchs – ein Harzer? Damen der Bundesligamannschaft der Handball-Luchse im Harz
Bad Harzburg. Ein Luchs streift durch die Lüneburger Heide. Zufällig bei Amelinghausen und Uelzen und auch an anderen Orten entstandene Wildkameraaufnahmen bestätigen diese außergewöhnliche Tatsache. Der sog. Heideluchs könnte ein Zuwanderer aus dem Harz sein, wo zwischen 2000 und 2006 Luchse im Nationalpark Harz ausgewildert wurden und inzwischen eine vitale Population der Tierart entstanden ist. Die Harzluchse breiten sich seit ein paar Jahren aus. Bis in die Lüneburger Heide war zuvor aber noch kein Tier vorgedrungen. Ist der Heideluchs tatsächlich aus dem Harz gekommen, so ist er das bislang am weitesten bis nach Norden vorgedrungene Individuum.

Den umgekehrten Weg schlagen nun die Damen der Bundesligamannschaft der „Handball-Luchse“ aus Buchholz in der Nordheide ein. Der frischgebackene Meister startet mit 40 Personen im Zuge der Saisonvorbereitung 2019/20 zum Besuch nach Bad Harzburg in den Nationalpark Harz, berichtet Manfred Popp, Marketing-Mitarbeiter des Vereins.

Ole Anders, Leiter des Harzer Luchsprojektes, freut sich auf das Treffen mit den Handballerinnen, die die Reise als Teambuilding-Maßnahme nutzen wollen.

Am 27. Juli erwartet die Handball-Luchse ein sportliches Programm in Bad Harzburg: Besuch des Baumwipfelpfades, vier Kilometer Wanderung bergauf über den Luchspfad, Beobachtung und Fütterung der Luchse im Gehege, Abstieg vom Burgberg oder Seilbahnfahrt in das Tal und anschließend Grillen mit allen Beteiligten im Biergarten/Kurpark.

Die Freundschaft zwischen den Handball-Luchsen und den Harzer Naturschützern begann im August 2018 mit einem Besuch von Ole Anders in der Nordheide aus Anlass des 2. Buchholzer Handballtages.

Beide „Luchsprojekte“ sehen sich auch als Botschafter Ihrer Region. Im Harz soll dieser Kontakt nun ausgebaut werden. Es wird Gespräche über gemeinsame Unternehmungen und Aktionen geben, da sind sich Ole Anders und Manfred Popp sicher.
http://www.nationalpark-harz.de

31.7.2019, 10 - 16 Uhr: Veranstaltung anlässlich des Internationalen Ranger-Tags (World Ranger Day) am Natur-Erlebniszentrum HohneHof bei Drei Annen-Hohne
Wernigerode – Drei Annen Hohne. Wer kennt sie nicht, die Harzer Ranger im Nationalpark Harz? Aber haben Sie auch schon mal bei einem Besuch in einem anderen Schutzgebiet einen der dortigen Ranger oder Rangerinnen kennen gelernt? Oder sogar in einem Nationalpark außerhalb Deutschlands? Immerhin fast 5000 Nationalparke gibt es auf der Welt.

Ranger gibt es weltweit und nicht überall ist ihr Einsatz für Mensch und Natur so ungefährlich wie in unserem Land. Vor allem in Afrika und Asien sterben jedes Jahr Ranger beim Kampf gegen Wilderer. Auch, um auf diese Situation aufmerksam zu machen, hat die Internationale Ranger-Organisation (IRF) den 31. Juli zum Internationalen Ranger-Tag erklärt. Er hat zum Ziel auf die wichtige Arbeit der Ranger für den Schutz des Natur- und Kulturerbes dieser Erde aufmerksam zu machen und den Rangern zu gedenken, die während ihres Dienstes verletzt oder getötet wurden. Der „Welt-Ranger-Tag“ wurde von der International Ranger Federation (IRF) ins Leben gerufen und wird von der Thin Green Line Foundation (TTGLF) und anderen Organisationen unterstützt. The Thin Green Line Foundation ist eine Stiftung, die die Familien getöteter Ranger unterstützt und sich für die Arbeit der Ranger weltweit einsetzt. In jedem Jahr wird ein „Role of Honor“, eine Liste mit dem Namen der getöteten Ranger erstellt, um ihren Einsatz für Mensch und Natur unvergessen zu machen. Alle Ranger und Unterstützer sind aufgerufen, an diesem Tag durch öffentliche und private Veranstaltungen auf die Arbeit der Ranger und ihren oft lebensbedrohlichen Einsatz aufmerksam zu machen.

Der Schutz von Natur und Landschaft kann aber nur erfolgreich sein, wenn es gelingt, die Bevölkerung und die Besucher bei dieser Arbeit mit einzubeziehen. Denn jeder einzelne kann durch sein Verhalten im Schutzgebiet mithelfen, die Natur für uns und die nächsten Generationen zu erhalten.

Die jüngsten Unterstützer der Ranger im Harz sind übrigens die Harzer Junior-Ranger - siehe https://www.nationalpark-harz.de/de/naturspass-fuer-kids/juniorranger/ - aber auch viele andere Menschen im Harz unterstützen die Arbeit der Ranger.

Anlässlich des Internationalen Ranger-Tages führen die beiden Harzer Ranger Robby Meißner und Mathias Prinz am 31.7.2019 von 10 - 16 Uhr am Natur-Erlebniszentrum HohneHof eine Informationsveranstaltung durch. Dabei soll über die Arbeit und den Einsatz der Ranger in Deutschland und weltweit informiert werden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht ein halbstündiger Film, der über die Arbeit der Ranger z.B. Südafrika, USA, Indien, Australien oder Uruguay informiert. Sean Willmore, der Präsident der International Ranger Federation, war ein Jahr mit der Kamera in den Nationalparken der Welt unterwegs und hat ihn gedreht.

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Wir freuen uns über zahlreiche Gäste.
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Harzer Wandernadel hat ein neues Thema im Blick - Burgen und Schlösser
Die neue Wander-Aktion der Harzer Wandfernadel beschäftigt sich mit den Burgen und Schlössern im Harz.Im ersten Schritt wurden 32 Orte ausgewählt, die zum Teil bereits im Stempelsystem der Wandernadel zu finden sind, andere sind werden bis spätestens Ende August eingerichtet allerdings als Sonderstempel. Dazu gibt es natürlich auch ein Wanderstempelheft für die die 32 Zielorte.
Alle weiteren Informationen finden Sie aquf der Homepage der Wandernadel:
https://www.harzer-wandernadel.de/

Ferienprogramm am HohneHof im Nationalpark Harz
Wernigerode – Drei Annen Hohne. In der Zeit der Sommerferien hat das Natur-Erlebniszentrum HohneHof einige spezielle Angebote vorbereitet, die sich besonders an Kinder und Familien richten, so Irmtraud Theel vom HohneHof. So laden wir jeden Dienstag ab 10.30 Uhr zu einer Entdeckertour auf den Löwenzahnpfad ein. Vom Parkplatz Drei Annen Hohne aus geht es dann zu den verschiedenen Spiel-, Lern- und Erlebnisstationen, bei denen auch für Eltern und Großeltern so manches Wissenswerte zu erfahren ist. Die Tour endet dann am HohneHof, wo man sich bei einem kleinen Imbiss stärken und den Spielplatz erkunden kann, bevor man dann wieder den Heimweg antritt.

An jedem Mittwoch ist ab 11.00 Uhr „Ranger-Tag“ mit speziellen Angeboten rund um das Natur-Erlebniszentrum. Ob nun bei Wasseruntersuchungen, Wissenswertem zum Thema „Wiesenkräuter“ oder Beobachtungen am Insektenhotel – für Groß und Klein wird es sicher viel Neues zu entdecken geben.

Am Donnersteg, den 25. Juli ab 10.30 Uhr wird dann auf die „Spuren von Winnetou und Robin Hood“ eingeladen, wo man nach einer Erkundungstour durch den Wald dann selbst Pfeil und Bogen bauen kann, um auf das Leben in der Wildnis vorbereitet zu sein. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich (039455/8640), da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Außerdem ist ein Teilnehmerbeitrag von 2,- € für Materialkosten einzuplanen.

Am Donnerstag, den 1. August geht es dann noch einmal in die Wildnis. Hier kann man dann der Fantasie freien Lauf lassen, wenn es unter der Überschrift „Gestrandet im Wald“ um Überlebensstrategien fernab von Häusern und Supermarkt geht. Treffpunkt ist auch hier der Parkplatz Drei Annen Hohne. Eine Anmeldung für die organisatorische Vorbereitung wäre hierfür sehr hilfreich.

Unser Angebot am Donnerstag, den 8. August, wendet sich dann an die etwas größeren Feriengäste. Unter der Überschrift „Wo wachsen Greiskraut, Himbeere und Fichte?“ geht es dann gemeinsam mit einem der Wissenschaftler des Nationalparks zu einer kurzen Wanderung für große und kleine Naturforscher. Hier bekommt man eine Vorstellung, was zur Arbeit eines Botanikers im Nationalpark gehört, welche Zusammenhänge es in der Natur gibt und wie sich unser Wald mit den klimatischen Veränderungen gerade entwickelt. Auch diese Tour startet auf dem Parkplatz in Drei Annen Hohne und endet am Natur-Erlebniszentrum.

Wir hoffen, dass wir bei bestem Ferienwetter möglichst viele Kinder mit ihren Eltern zu unseren Veranstaltungen begrüßen können. Auch an allen anderen Ferientagen ist der HohneHof von 10 bis 17 Uhr geöffnet, wo wir uns immer über möglichst viele neugierige Gäste freuen, so Irmtraud Theel vom Natur-Erlebniszentrum HohneHof des Nationalparks Harz.
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Das war das Junior-Ranger-Wildniscamp 2019 des Nationalparks Harz
Braunlage. Unter dem Motto „ Tatort Spurensuche“ hat das diesjährige viertägige Wildniscamp des Nationalparks Harz stattgefunden, zu dem erstmals Junior-Ranger aus ganz Deutschland eingeladen waren. Mit dem Ziel herauszufinden, inwiefern alte Harzer Berufe die Harzer Landschaft gestaltet haben, fanden sich insgesamt 19 Junior-Ranger bei uns ein. Dabei gab es neben Junior-Rangern aus dem Harz unter anderem Besuch aus dem Nationalpark Unteres Odertal, dem Nationalpark Hainich und dem Biosphärenreservat Thüringer Wald.

Die Organisation des Camps lag beim Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg unter tatkräftiger Mitwirkung der Nationalparkranger und der Commerzbank-Umweltpraktikantin Wiebke Brand.

Eingebettet in eine Geschichte wurden mittels einer Zeitreise ein Köhler an seinem Meiler und ein Bergmann besucht. Schließlich erfuhren die jungen Ranger in der Grube Samson viel über den historischen Bergbau. Auch das Thema der Waldentwicklung zur Wildnis wurde den Kindern mit einer Wanderung zur Achtermannshöhe anschaulich näher gebracht.

Doch auch Spiel und Spaß kamen im Camp nicht zu kurz und so konnten sich die Kinder im Tauziehen, Bogenschießen und Korbflechten messen sowie bei Spielen in der Dunkelheit ihre Sinne schulen. Trotz des eher herbstlichen Wetters waren die Kinder begeistert!

Informationen zum Junior-Ranger-Programm des Nationalparks Harz erhalten Sie im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg, Tel. 05582/9164-0, oder unter
https://www.nationalpark-harz.de/de/naturspass-fuer-kids/juniorranger/

Freiwilliges Ökologisches Jahr – eine Orientierungszeit im Nationalpark Harz
Torfhaus. Viele Schulabgänger sind noch unentschlossen, welchen Berufsweg sie einschlagen möchten. Wer eine Auszeit zur Orientierung nehmen und sich gleichzeitig für Natur und Umwelt einsetzen möchte, kann ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren.

In Niedersachsen stehen über 200 Einsatzstellen für diesen Freiwilligendienst zur Verfügung. Eine davon ist das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus inmitten der Bergwildnis des Nationalparks Harz. Die Freiwilligen führen verschiedene Besuchergruppen – von der Schulklasse bis zur Seniorengruppe durch die wiederentstehende Wildnis. Dabei werden Themen wie die Naturdynamik und Klimawandelfolgen, Hochmoorökologie, der Luchs, die Rückkehr des Wolfes und vieles mehr den Gästen nähergebracht. Zudem betreuen die Freiwilligen die Ausstellungsbesucher und stehen ihnen für verschiedenste Fragen rund um den Nationalpark, die Nationalparkregion und zu Naturschutzstrategien zur Verfügung. Für eigene Projektideen und Umsetzungskonzepte erhalten die Freiwilligen Unterstützung seitens ihrer Einsatzstelle.

Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahres in Niedersachsen ist die Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz. Diese bewirbt u.a. die Einsatzstellen und stellt öffentlichkeitswirksame Schilder bereit, damit die Einsatzstelle auch von außen gleich erkennbar ist. Die beiden Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus Sophie Schreiber (links im Bild) und Jakob Husar (rechts) haben das Schild nun am Besucherzentrum befestigt. Sophie Schreiber wurde jüngst medial sehr bekannt, weil sie wichtige Elemente der aktuellen Anti-Müll-Kampagne des Nationalparks Harz konzipiert hat.
http://www.nationalpark-harz.de

Fliegerhorst Goslar – ein neuer Goslarer Stadtteil und seine Geschichte
Goslar. Zu den „vergessenen Orten“ des Harzes gehörte über Jahrzehnte der Fliegerhorst Goslar. In der NS-Zeit ab 1935 aufgebaut, von den Alliierten 1945 übernommen und 1958 der Bundeswehr übergeben, wurde das Gelände bis 2010 als militärischer Standort genutzt.



Der Fliegerhorst trägt die architektonische Handschrift der NS-Zeit. Er diente der Aufrüstung und Kriegsvorbereitung sowie auch der Stabilisierung der NS-Ideologie. Der vorliegende Wegweiser möchte einen Beitrag zur Aufarbeitung und differenzierten Bewertung der dortigen baulichen Zeugnisse der NS-Zeit bieten. Er behandelt die Geschichte des Fliegerhorstes, seine Funktion im NS-Staat, aber auch seine Rolle als Bundeswehrstandort und seine militärische sowie städtebauliche Anlage und Architektur.



Da die Nutzung als Flugplatz 1945 aufgegeben und das Rollfeld mit dem neuen Stadtteil Jürgenohl bebaut wurde, blieb das ursprüngliche bauliche Erscheinungsbild des Fliegerhorstes fast vollständig erhalten. 1994 wurde er daher in seiner Gesamtheit als Denkmal unter Schutz gestellt. Das hinderte die Klosterkammer nach dem Erwerb des östlichen Bereiches für den symbolischen Preis von einem Euro nicht, sich selber die Genehmigung zum Abriss des völlig intakten Offizierscasinos auszustellen. Doch auch der nicht erwartete Protest der Bevölkerung, eine mehrere tausend Unterschriften umfassende Liste und eine Petition beim Niedersächsischen Landtag konnten den zwischen Stadt, Klosterkammer und Landesamt für Denkmalpflege verabredeten „Deal“ nicht mehr stoppen.



Umso wichtiger erscheint es den Autoren, die den Band seitens des Geschichtsvereins Goslar gemeinsam mit dem Arbeitskreis Fliegerhorst jüngst herausgegeben haben, die Geschichte dieses Standortes zu vermitteln. Dazu will der Arbeitskreis, wie er im Band feststellt, die weitere Entwicklung der Konversion dieses Geländes kritisch-konstruktiv begleiten, denn dieser neue Goslarer Stadtteil ist weder hinreichend für Fußgänger und Radfahrer mit dem angrenzenden Stadtteil Jürgenohl vernetzt, noch werden attraktive Grünverbindungen für die unterversorgten Jürgenohler durch den neuen Stadtteil in das Grauhöfer Holz angeboten. Die sehr freizügigen Vorgaben für die Neubebauung ermöglichen die Grundstücksverwertung – nicht jedoch ein spannungsvolles Miteinander von Alt und Neu.



Neben den Kapiteln, die sich mit der Geschichte des Fliegerhorstes und seiner Architektur befassen, werden das Gelände und dessen Bebauung in einzelnen Teilbereichen vertieft: technische Zone am Nordrand des ehemaligen Flugfeldes mit der Flugleitung und den einzelnen Flugzeughallen, Unterkunfts- und Verwaltungsbereiche, Wohnviertel der Offiziere u.a.m. In einem weiteren Kapitel wird auch das Umfeld des Fliegerhorstes angesprochen, beispielsweise der Stadtteil Jürgenohl auf dem ehemaligen Rollfeld, das SS-Lager an der Grauhöfer Landwehr und das Außenlager Goslar des Konzentrationslagers Buchenwald.



Den Autoren geht es in erster Linie um die Baugeschichte, nicht um die politische Geschichte des Fliegerhorstes. Die baulichen Hinterlassenschaften dürfen den Blick nicht trüben für ihre Funktion. Hinsichtlich der NS-Hinterlassenschaften wird (wenn auch knapp) ganz Goslar betrachtet, denn zum baulichen Erbe der Zeit von 1933 – 1945 gehören in Goslar auch die Sudmerbergsiedlung, die Reichsbauernhochschule (gegenüber der Post) und das Rammelsbergprojekt. Ihrer pauschalen Ablehnung als „Nazi-Architektur“ möchte dieser Wegweiser entgegentreten. Er soll einen Beitrag zur Aufarbeitung und differenzierten Bewertung der baulichen Zeugnisse der NS-Zeit bieten. Insbesondere soll er dazu beitragen, dass der neue Stadtteil Fliegerhorst kein unbekanntes Terrain bleibt, sondern von der Bevölkerung kennengelernt und angenommen wird.



Der Band wurde von den beiden Sponsoren Sparkasse Hildesheim Goslar Peine und Harz Energie GmbH & Co. KG gefördert. Die Nachfrage ist derzeit immens, was nicht verwundert, denn der Preis ist günstig und das Layout mit vielen aktuellen und historischen Fotografien, Grundrissen, Schnitten und Karten spricht an. Von der Auflage in Höhe von 1300 Exemplaren wurden innerhalb von vier Wochen mehr als 2/3 verkauft, was das Nachholbedürfnis, dieses unbekannte Gelände kennenzulernen, belegt. Der Band beschreibt alle Gebäude so präzise, dass sie gut auffindbar sind und liefert so eine Dokumentation des gegenwärtigen Zustandes. Das große Interesse am Band garantiert sicherlich eine 2. Auflage, in der Ergänzungen und kleinere Korrekturen vorgenommen werden können.



Die Autoren kennen den Fliegerhorst seit Jahrzehnten: Oberfeldarzt der Reserve Dr. Donald Giesecke war seit 1977 mit dem Bundeswehrstandort vertraut, zunächst als Rekrut, dann als Zahnarzt und später als Sektionsleiter der Gesellschaft für Sicherheitspolitik. Dipl.-Ing. Günter Piegsa, Architekt und Stadtplaner, leitete das Planungsamt des Landkreises Goslar, bevor er beim Land Niedersachsen in der Raumordnung und Landesplanung für Südost-Niedersachsen mitwirkte. Er ist Vorsitzender des Geschichtsvereins Goslar e.V.



Donald Giesecke und Günter Piegsa: Fliegerhorst. Ein Wegweiser durch die bauliche Geschichte des neuen Goslarer Stadtteils. 120 S., zr. zumeist farb. Fotos und Bauzeichnungen, ein ausklappbarer Lageplan, Broschur, ISBN 978-3-7395-1225-9, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2019, 9,90 €

Sankt Andreasberg: Auf Stempeltour im Nationalpark
Sankt Andreasberg. Am kommenden Donnerstag, den 18. Juli, bietet das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg eine geführte Stempeltour an. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr am Parkplatz „Dreibrode“. Nacheinander werden die Stempelstellen Dreibrodesteine, Rehberger Grabenhaus und Rinderstall erwandert. Nebenbei gibt es vom Leiter des Nationalparkhauses viele Informationen zum Nationalpark und der Waldentwicklung.

Unterwegs versorgt man sich aus dem Rucksack. Die Einkehr in den beiden Waldgaststätten ist eingeplant, die Teilnahme aber nicht verpflichtend. Die Rückkehr zum Ausgangspunkt ist gegen 15:30 Uhr vorgesehen.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz „Dreibrode“ an der L 519, nördlich von Sankt Andreasberg am Abzweig zum Rehberger Grabenhaus. Für die Veranstaltung wird vor Ort eine Gebühr erhoben. Erwachsene zahlen 9,- €, Kinder 6,- € und Familien 20,- €. Informationen und Anmeldung im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg oder telefonisch unter 05582 / 92 30 74.

Thomas Appel, Leiter Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
http://www.nationalpark-harz.de

Umweltskandal bei Liebenburg-Othfresen – was tun die zuständigen Behörden?
Liebenburg. Immer wieder macht das Gelände der Grube Ida bei Liebenburg-Othfresen negativ von sich reden – hier hat der private Eigentümer Gangolf Schwochert einen Teil des ehemaligen Grubengeländes regelrecht in eine Altlast verwandelt.

Anwohner beobachten das Treiben auf dem Grundstück seit langer Zeit mit großer Skepsis. Zum einen ist dort eine Vielzahl von alten Autos, Baumaschinen sowie Kühl- und Gefriergeräten gelagert worden, zum anderen wurden in unregelmäßigen Abständen von LKWs ganze Ladungen dubioser Materialien abgeschüttet. Unter den Ladungen waren auch Materialien aus Straßenaufbrüchen. Auch wurden Verbrennungsaktionen beobachtet. Was dort verbrannt wurde, weiß niemand.

2017 gab es einen Brand auf dem Gelände. Beteiligte Feuerwehrleute berichteten anschließend von haarsträubenden Beobachtungen auf dem Gelände. Nach dem Brand am 29. Mai 2017 hatte Bündnis 90/Die Grünen nach einigen Hinweisen den Verdacht geäußert, dass es sich hierbei um eine "Deponie Morgenstern im Kleinen" handeln könnte. Diese Vermutung wurde von Anwohnern bestätigt. 183 Männer der Feuerwehr waren über fünf Stunden im Einsatz und berichteten von starker Rauchentwicklung. Bis heute wurde nicht wirklich geklärt, welches Gewerbe auf dem Grundstück ausgeübt wird. Der Besitzer spricht von einem „Wertstoffdepot“. Nach Auskunft des Landkreises Goslar vom 18.8.2017 auf Anfrage der Kreistagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 11.6.2017 existierten jedoch für das Grundstück keine Gewerbegenehmigungen, weder vom Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig noch vom Landkreis Goslar.

„Es darf dabei auch nicht außer Acht gelassen werden, dass dieser Bereich in einem Karstgebiet liegt, also mit sehr durchlässigen und wasserlöslichen Gesteinen. Sämtliche vorhandene Giftstoffe können also ungehindert bis ins Grundwasser und auch zum naheliegenden Flusslauf der Innerste (FFH-Gebiet) dringen“, warnt der BUND. In der vorstehend erwähnten Auskunft des Landkreises Goslar wurde auch beschrieben, dass auf dem Grundstück eine – teilweise offene – Quelle vorhanden sei. Darüber hinaus war davon die Rede, dass "kein erheblicher Schaden für die Gewässerökologie" eingetreten sei. Abschließend wird aber dargestellt, dass die Priorität in Bezug auf die Altlasteneigenschaft neu bewertet werde und geplant sei, 2018 eine orientierende Untersuchung des Bodens sowie der Grund- und Oberflächengewässer durchzuführen. Ein Ergebnis dieser Untersuchung ist uns leider nicht bekannt. Mittlerweile hat der Eigentümer jedoch Vorkehrungen gegen skeptische Blicke der Anwohner getroffen. Durch Bepflanzungen und speziell aufgeschüttete Hügel ist das Gelände nicht mehr einsehbar. Das kann niemanden beruhigen.

Beim zuständigen Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig war zu erfahren, dass eine sogenannte „Task Force“ bezüglich Grundstück und Eigentümer ins Leben gerufen worden sei. Geschehen ist bislang aber nichts Sichtbares. Auch die Gemeinde Liebenburg und der Landkreis Goslar sind zwar auf dem Papier aktiv geworden, aber offenbar nicht vor Ort, so die Beobachtungen des BUND Westharz, dessen Vorstandsmitglied Marco Rehberg nahe der Neu-Altlast wohnt.

Für ihn und die weiteren Anwohner ist die Situation „undurchsichtig und zwielichtig“. „Ich wünsche mir nunmehr eine Aufklärung der Angelegenheit und sehe alle erwähnten Behörden in der Pflicht. Der Großbrand im Mai 2017 zeigt ja, dass dort sehr explosive und umweltschädigende Materialien gelagert werden. Es muss meines Erachtens dringend etwas passieren“, mahnt der Othfresener schon lange.

Im Mai 2019 wurden mit einem sehr heruntergekommenen LKW (Kennzeichen konnte nicht erkannt werden) erneut mehrere Tonnen stark verunreinigter Bodenaushub oder Ähnliches abgelagert. Die Fotos zeigen, dass u. a. Beton, Eisen/Stahl und Kunststoff dabei war. Um dies genauer zu untersuchen, müsste das Gelände betreten werden, was der BUND jedoch nicht darf.

Gestern hat es nun erneut auf dem Gelände gebrannt, wie uns eine Anwohnerin mitteilte. Weitere Details sind unbekannt.

Wir haben diese Beobachtungen immer und immer wieder den zuständigen Behörden, insbesondere dem Landkreis Goslar, dem Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig und auch dem Ordnungsamt der Gemeinde Liebenburg sowie der Polizei mitgeteilt. Die Gemeinde Liebenburg teilte jüngst mit, dass der Besitzer Schwochert „bis Mai 2019“ für Ordnung zu sorgen habe. Davon bemerken wir wenig und erwarten nunmehr dringend eine nachhaltige Verbesserung auf dieser unter den Augen der zuständigen Behörden entstandenen Altlast, so der BUND Westharz abschließend.
https://www.bund-westharz.de/

7.7.2019, 9 bis 12 Uhr: Schwermetalle und Dioxin – alte und neue Belastungen im Kalten Feld – Wanderung mit Dr. Friedhart Knolle
Oker-Harlingerode. BUND Westharz und NABU Goslar laden gemeinsam für den Sonntag, 7.7.2019, zu einem spannenden Spaziergang über das Kalte Feld zwischen den industriellen Emittenten von Oker und der Ortslage von Bad Harzburg-Harlingerode ein.

Immer wieder macht das sog. Kalte Feld von sich reden – und das nicht ohne Grund. Es handelt sich um eine früher vollständig landwirtschaftlich genutzte Fläche. Doch das Kalte Feld gehört zu den in Niedersachsen am höchsten mit Schwermetallen belasteten Flächen. Daher sind zahlreiche Ackerflächen heute gar nicht mehr zu bewirtschaften und liegen brach. Hier hat sich eine besondere Schwermetallvegetation entwickelt. Zudem wurden hier bereits in den 1980er Jahren erhöhte Dioxingehalte in den Böden festgestellt. Auch das Grundwasser im Kalten Feld ist mit Schwermetallen belastet – die Grundwasser-Messpegel zeugen davon. Und bis heute werden industrielle Immissionen eingetragen, die z.T. über den sog. IW-Werten der TA Luft liegen. Sie werden in sog. Bergerhoff-Gefäßen gemessen. Eine Nothilfe gegen die belasteten Stäube sind die Immissionsschutzwälder, die die Bevölkerung von Harlingerode notdürftig schützen sollen.

Alle diese Themen werden auf der Wanderung berücksichtigt und die entsprechenden Örtlichkeiten besucht.

Treffpunkt: Harlingerode, Westende Kaltenfelder Straße, 9 Uhr. Dauer ca. 3 Stunden.

Für die Teilnahme wird keine Gebühr erhoben, Spenden sind jedoch willkommen.
https://www.bund-westharz.de/

Alle Jahre wieder: Harmlose Schlupfwespen auf Brocken-Gipfeltour Wespeninvasion auf der Brockenkuppe ist ungefährlich
Nahezu jedes Jahr findet sich mit den ersten warmen Tagen im Sommer eine Heerschar großer, gelbschwarz gefärbter Wespen auf dem Brockengipfel ein. Es handelt sich um die Gelbe Schlupfwespe. Da sie nicht sticht, stellt sie keinerlei Gefahr für Menschen dar.

An manchen Sommertagen suchen Gelbe Schlupfwespen auf dem Brockengipfel nach Abkühlung (Foto: Klaus-Dieter Aumann)
Nahezu jeden Sommer erreichen die Nationalparkverwaltung besorgte Anfragen, weil zahlreiche große, gelbschwarz gefärbte Wespen den Brocken belagern. Die bedrohlich wirkenden Insekten fliegen an manchen Tagen massenhaft die Gebäude auf dem höchsten Berg Norddeutschlands an.
Es handelt sich um die Gelbe Schlupfwespe (Amblyteles armatorius). Auch wenn sie eine gewisse Ähnlichkeit mit den uns wohlbekannten und durchaus wehrhaften sozialen Faltenwespen haben, stellen diese Tiere für uns Menschen aber keinerlei Gefahr dar.
Schlupfwespen bauen keine Nester, in denen sie ihre Brut aufziehen und die sie deshalb gegen vermeintliche Eindringlinge verteidigen müssten. Die Tiere stechen uns nicht. Die Art entwickelt sich vielmehr parasitisch, indem die Weibchen im Herbst ihre Eier in die Raupen von Eulenfaltern, vornehmlich der Hausmutter (Noctua pronuba), legen. Dort ernährt sich die Wespenlarve vom Körpergewebe der Raupe, bevor die fertige Wespe im nächsten Frühsommer die Puppenhülle verlässt.
Von der Gelben Schlupfwespe ist bekannt, dass die Weibchen im Sommer gezielt hohe Berge in den Mittelgebirgen anfliegen. Da Untersuchungen gezeigt haben, dass die Weibchen bei ihren Gebirgsflügen noch keine reifen Eier in sich tragen, kann man davon ausgehen, dass die Tiere zur Übersommerung ins Gebirge fliegen und so den heißen Sommertagen im Tiefland entfliehen. An den Gebäuden der Brockenkuppe sind die Tiere auf der Suche nach Versteckmöglichkeiten. Interessanterweise zeigt der Hauptwirt, die Hausmutter, das gleiche Verhalten der Übersommerung im Gebirge.
Es gibt also keinen Grund für uns Menschen, uns vor diesen Tieren mit ihrer interessanten Biologie zu fürchten.
http://www.nationalpark-harz.de

Die Präsidenten von BUND, Prof. Dr. Hubert Weiger, und NABU, Olaf Tschimpke, informieren sich im Nationalpark Harz über die aktuellen Waldbilder – Der Klimawandel beeinflusst auch die Wildnisentwicklung im Schutzgebiet
Wernigerode - Braunlage. Am 24.6.2019 besuchten auf Einladung des Nationalparks Harz die beiden Präsidenten der größten deutschen Naturschutzverbände BUND und NABU den Nationalpark Harz. Grund des Besuches waren die Schlagzeilen, die die vielen absterbenden Fichten im Nationalpark zurzeit hervorrufen. Gleichzeitig ergriffen sie die Gelegenheit, die von ihrem jeweiligen Verband betriebenen Nationalpark-Informationseinrichtungen in Torfhaus und Sankt Andreasberg zu besuchen.

Nationalparkleiter Andreas Pusch erläuterte auf einer Exkursion rund um den Achtermann bei Braunlage die aktuelle Waldentwicklung, die durch das extrem trocken-heiße Jahr 2018 in dramatischer Weise beschleunigt wurde: „Das Zulassen eigendynamischer Naturprozesse ist die wichtigste Naturschutzaufgabe eines Nationalparks. Insofern betrachten wir das Absterben von Bäumen, auch wenn es großflächig ist, nicht als Katastrophe, sondern als Teil der natürlichen Waldentwicklung. Das Werden und Vergehen schafft Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren, die es in unserer überwiegend intensiv genutzten Kulturlandschaft andernorts oft schwer haben. Gleichwohl stellt uns die dramatische Entwicklung des vergangenen Jahres vor erhebliche Herausforderungen, insbesondere was die Information der Öffentlichkeit und die Durchführung von Verkehrssicherungsmaßnahmen angeht.“

Weiger und Tschimpke sagen dazu: Wir haben vollstes Verständnis dafür, dass viele Nationalparkbesucher sich um den Fortbestand des Waldes sorgen.“ - “Aus ökologischer Sicht sind tote Bäume keine Katastrophe. Sie sind wichtiger Bestandteil natürlicher Ökosysteme wie auch der Borkenkäfer natürlicher Bewohner des Lebensraumes Fichtenwald ist,“ so Weiger. „Nur auf 0,6 % der Landfläche Deutschlands kann sich die Natur wie hier im Nationalpark Harz nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickeln. Aus Naturschutzsicht ist die hier entstehende Wildnis deshalb sehr zu begrüßen. Trotzdem muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Häufung von Extremwetterlagen wie im vergangenen Jahr sowie die Zunahme der Jahresdurchschnittstemperatur Ausdruck eines nicht mehr abzustreitenden Klimawandels ist, dem unsere Gesellschaft und jeder Einzelne endlich mit Nachdruck entgegenwirken muss.“

Dem kann sein Kollege vom NABU, Olaf Tschimpke, nur zustimmen: „Wir freuen uns über die entstehende Wildnis im Nationalpark und können den Nationalpark nur darin bestärken, diesen Weg weiter zu gehen. Mit großem Interesse haben wir die Forschungsergebnisse der Nationalparkverwaltung zur Kenntnis genommen, die belegen, dass die Artenvielfalt von dieser ungelenkten Naturentwicklung enorm profitiert. Den Kritikern dieser Waldbilder möchte ich entgegnen, dass nicht das Prinzip „Natur Natur sein lassen“ unser Umweltproblem ist, sondern unser verschwenderischer und oft rücksichtsloser Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen.

Beide Präsidenten wiesen darauf hin, dass BUND und NABU sich aktiv und mit hoch engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im jeweiligen, von ihnen betriebenen Nationalparkhaus an der Information und Aufklärung der Besucherinnen und Besucher beteiligen. Dazu gehört auch zu zeigen, wie der Wald im Wandel zur Wildnis sich weiter entwickelt. Beispiele dafür gibt es nicht nur im Nationalpark Harz in Bereichen, in denen der Borkenkäfer bereits in den 1990er Jahren Fichtenbestände zum Absterben brachte. Prof. Weiger erzählt: „Vor Jahrzehnten hatten wir die ersten Waldbilder dieser Art im Nationalpark Bayerischer Wald. Die damalige Diskussion war kontrovers und die erste ihrer Art in ganz Deutschland. Wir haben sie seitens des BUND stets aktiv begleitet und konnten viel zur Versachlichung beitragen. Denn der Wald starb auch damals im Bayerischen Wald nicht. Er hat sich lediglich erneuert. Heute sind die neu entstandenen Waldbilder so attraktiv, dass sie eine wichtige Grundlage des dortigen florierenden Nationalparktourismus darstellen.“

Olaf Tschimpke ergänzt: „Die unbeeinflusste Natur wird auch unter geänderten Klimabedingungen ihren Weg finden. Es dürfte deshalb auch für die künftige Bewirtschaftung der genutzten Wälder von großem Interesse sein, Vergleichsflächen zu haben, auf denen die Natur uns zeigt, wie sie auf Veränderungen der Umweltbedingungen reagiert.“

Mi Blick auf die an den Nationalpark angrenzenden Wirtschaftswälder, die von der Trockenheit und dem Borkenkäfer ebenso betroffen sind wie der Nationalpark weist Schutzgebietsleiter Pusch auf die schwierige Lage der dort tätigen Forstleute hin: Holz ist einer der wichtigsten und naturverträglichsten Rohstoffe unseres Landes. Aufgabe unserer Kollegen ist die nachhaltige Bewirtschaftung dieser Wälder zur Sicherung des Rohstoffes Holz auch für künftige Generationen. Die dramatischen Entwicklungen der vergangenen Monate bedeuten für die Förster viele Sorgen und eine enorme Arbeitsbelastung. Die Nationalparkverwaltung führt deshalb mit Hochdruck im sogenannten Borkenkäfer-Sicherungsstreifen entlang der Nationalparkgrenze Bekämpfungsmaßnahmen durch, um eine Ausbreitung der Käfer in die Wirtschaftswälder zu verhindern.

Die Entwicklungen sowohl innerhalb wie auch außerhalb des Nationalparks machen es überaus deutlich, wie wichtig sofortige Maßnahmen zum Klimaschutz sind.
https://www.nationalpark-harz.de/

Freundschaftskonzert im Rahmen des 11. Internationalen Johannes-Brahms-Chorfestival und Wettbewerb
Am Freitag, den 05.07.2019 um 17.00 Uhr findet im Großes Schloss Blankenburg ein
Freundschaftskonzert im Rahmen des 11. Internationalen Johannes-Brahms-Chorfestival und Wettbewerb statt.

Großes Schloss Blankenburg<br>
Großes Schloss 1 <br>
38889 Blankenburg <br><br>

Zufahrt zum Schloss über Schleinitzstrasse - Schieferberg - Herzogsweg<br>

Mitwirkende: Villanella (Belgien) Vokalensemble Familie Kraft (Deutschland)
The Voice of Wanquehne.de (China)
http://www.rettung-schloss-blankenburg.de

Vergifteter Wanderfalke im Nationalpark Harz
Wernigerode - Sankt Andreasberg. Durch die Projektgruppe Wanderfalkenschutz Niedersachsen wurde im Mai 2019 ein toter Wanderfalke im Nationalpark Harz aus seiner Brutnische geborgen. Es handelte sich dabei um einen Altvogel, dessen Zustand auf einen Todeszeitpunkt ca. Mitte April schließen ließ.

Ebenfalls in der Brutnische wurde eine Taubenfeder gefunden, die eine rosa Paste aufwies. Wanderfalken rupfen ihre Beute häufig in der Nähe ihrer Brutplätze, weshalb davon auszugehen ist, dass der Falke auch diese Taube gefressen hat. Bei der toxikologischen Untersuchung dieser Feder wurden Rückstände von Parathion (E 605) nachgewiesen, ein Kontaktinsektizid. Die Anwendung oder Abgabe von Parathion enthaltenden Pflanzenschutzmitteln sind in der EU seit Februar 2003 verboten. Es muss davon ausgegangen werden, dass eine Taube bewusst mit dem Gift versehen wurde, um gezielt Wanderfalken zu vergiften.

Nach schweren Bestandseinbrüchen ab Mitte des 20. Jahrhunderts und einem völligen Verschwinden des Wanderfalken als Brutvogel im Harz aufgrund von Vergiftungen und Verfolgung konnte sich die Population ab den 1980er Jahren mithilfe von gezielten Auswilderungen wieder erholen.

Der Wanderfalke ist eine streng geschützte Vogelart und unterliegt dem Schutz der EU-Vogelschutzrichtlinie sowie des Bundesnaturschutzgesetzes. Wanderfalken dürfen nicht getötet, gefangen oder in irgendeiner Weise verfolgt werden. Jede Nachstellung von Greifvögeln erfüllt einen Straftatbestand und kann mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden.

Die Nationalparkverwaltung Harz hat Strafanzeige erstattet. Sachdienliche Hinweise nimmt die Nationalparkverwaltung Harz entgegen (pertl@nationalpark-harz.de oder Telefon 05582-9189-32).
http://www.nationalpark-harz.de

#NoTrash-Aktion mit Sonderstempel Kampagne gegen Müll im Nationalpark Harz startet im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Pünktlich zum Pfingstwochenende startet im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus eine Anti-Müllkampagne für einen sauberen Nationalpark. Der Zeitpunkt ist gut gewählt, denn am vergangenen Himmelfahrtswochenende ist wieder einiges an Müll im Wald gelandet. Auch vorher war der Naturgenuss gerade rund um Torfhaus bereits arg getrübt. Flaschen, Dosen, Hundekotbeutel, Zigarettenstummel, Plastikverpackungen und sogar Windeln - zahlreiche Hinterlassenschaften achtloser Besucher säumten die Wanderwege. Das Pilotprojekt soll dem nun etwas entgegensetzen und zum Umdenken und Mitmachen animieren. Als Dankeschön gibt es unter anderem einen Sonderstempel der Harzer Wandernadel.
Die FÖJlerin Sophie Schreiber (2.v.rechts) hat mit Unterstützung weiterer Freiwilliger des Nationalparks Harz und der Nationalparkverwaltung eine Kampagne zur Müllvermeidung für einen sauberen Nationalpark entwickelt. Den Startschuss zur Aktion gab sie gemeinsam mit Heike Albrecht-Fechtler, Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus (l.), Nicole Jordan - FÖJlerin im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg (2.v.l.) und Dr. Friedhart Knolle von der Nationalparkverwaltung (r.) (Foto: Sebastian Berbalk)
Initiatorin ist Sophie Schreiber. Sie absolviert gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus und ist auf ihren Führungen täglich mit dem wachsenden Müllproblem konfrontiert. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen des Nationalparks entwickelte sie Ideen und Aktionen zur Müllvermeidung und entwarf das Luchsmaskottchen und die Hashtags der Kampagne.
So sollen Menschen angesprochen werden, die Naturerlebnisse schätzen und deshalb auch selbst für einen sauberen Wald aktiv werden wollen. Das Mitmachen ist einfach: Müllzangen und Mülltüten gibt es im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus gegen eine geringe Ausleihgebühr. Derart ausgestattet, können Naturfreunde nun auf ihre Wanderungen starten und dabei die Natur vom Müll befreien. Wer die gefüllte Mülltüte nach der Wanderung wieder im Nationalpark-Besucherzentrum abgibt, erhält ein kleines Dankeschön und einen der beliebten Sonderstempel der Harzer Wandernadel mit dem Aktions-Hashtag #NoTrash.
Natürlich gelten auch für Aktions-Teilnehmer die Nationalpark-Regeln. Die Müllsammler müssen also auf den Wegen bleiben. Die Mülltüten bestehen übrigens aus Maisstärke. Damit die Aktion selbst nicht noch mehr Plastikmüll produziert.

Auf der Aktionspostkarte ist Platz für den Sonderstempel
Wenn das Pilotprojekt auf TorfHaus erfolgreich anläuft, soll es auf weitere Nationalpark-Einrichtungen ausgeweitet werden. Ziel ist es dabei nicht nur, den Wald vom vielen Müll zu befreien. Es soll auch das Bewusstsein dafür gestärkt werden, dass Müll in der Natur nichts zu suchen hat. Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, die Hinterlassenschaften anderer aufzusammeln, wird kaum seinen eigenen Abfall achtlos in die Landschaft werfen, sondern ordentlich zuhause entsorgen.
Zuhause deshalb, weil in der Nationalpark-Fläche keine Mülleimer aufgestellt werden. Das ist Absicht, damit keine Tiere angelockt werden, die den Müll dann als Nahrungsquelle missverstehen könnten. Zudem werden so hohe Kosten für die Entsorgung vermieden. Wenn jeder seinen Müll einfach wieder mit nach Hause nimmt, können davon alle profitieren: die Natur, die sauber bleibt, und der Mensch, der diese Natur unbeschwert genießen kann. Dafür sollen zukünftig auch kreative Anti-Müllbanner an ausgewählten Parkplätzen rund um Torfhaus werben, deren Inhalte im Rahmen eines Kreativworkshops der Nationalpark-Freiwilligen entstanden.
http://www.gfn-harz.de

Buchneuerscheinung „Historischer Bergbau im Thalenser Revier“ Ein etwas anderer Wanderführer: Thale, Cattenstedt, Wienrode, Timmenrode, Warnstedt, Weddersleben, Neinstedt, Stecklenberg, Bad Suderode, Allrode, Friedrichsbrunn, Treseburg, Altenbrak
Gernrode. Sucht man einen Reiseführer für den Harz, so stößt man auf ein breites Angebot für die unterschiedlichsten Interessengebiete.

Jedoch ist der Harz, vom Territorium her betrachtet, recht weitläufig. Das führt dazu, dass viele dieser Führer sich mit ihren Informationen auf das Notwenigste beschränken müssen.



Nun gibt es die verschiedensten Interessengebiete: Zwei davon sind die Geologie und der Bergbau. Beide sind im Harz in einer seltenen Vielfalt und Ausprägung aufzufinden. Für die Region Thale hat sich der Heimatforscher Günter Wilke dieser Themen angenommen und in langjähriger, beschwerlicher Entdecker- und Forschertätigkeit 162 bergbauliche Relikte in dieser Region erkundet und zusammengetragen. Gemeinsam mit dem Autor Bernd Sternal wurde daraus ein kleiner, spezieller Führer durch die bergbauliche Vergangenheit der Region Thale.



Mit größtmöglicher Sorgfalt wurden alle aufgefundenen Objekte in eine Karte eingezeichnet, so dass sie hoffentlich von Interessenten aufgefunden werden können.



Leider gab es bei Beginn dieses Projektes noch kein GPS, was natürlich die genaue Positionsbestimmung erheblich verbessert hätte. Dennoch hoffen die Autoren, bergbaulich Interessierten eine hilfreiche Entdecker-Lektüre in die Hand geben zu können.



Das kleine Buch im Taschenformat ist mit 16 schwarz-weiß Fotos sowie einer farbigen Karte illustriert, die zur Besserung Deutung und zum besseren Auffinden der einzelnen Objekte auf 12 Buchseiten verteilt wurde. Das Buch im Paperback-Einband hat 72 Seiten und ist unter ISBN: 978-3-7347-9497-1 überall im Buchhandel zu beziehen oder zu bestellen. Zudem ist es bei Amazon, bei zahlreichen anderen Online-Buchhändlern sowie über den eigenen Buch-Shop https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/index/?q=Bernd+Sternal&cont_id=1142150 erhältlich. Das Buch kostet 14,99 Euro und demnächst wird es auch ein E-Book für 6,99 Euro geben.
https://www.bod.de/buchshop/historischer-bergbau-im-thalenser-revier-bernd-sternal-9783734794971

Pfingst-Events: 30 Jahre Fall der Brocken-Mauer und Grünes Band Vortrag & historische Brockenwanderungen mit dem ehemaligen Brocken-Grenzsoldaten Dietmar Schultke
Brocken. 28 Jahre war der Brocken für Normalbürger "verbotene Zone". Dietmar Schultke, Autor des Buchs "Keiner kommt durch", berichtet am Pfingstwochenende bei drei Veranstaltungen über seine Erlebnisse als wehrpflichtiger Grenzsoldat 1987/1988. Die Zeitreise beginnt am 7. Juni um 15 Uhr mit einer Beamer-Präsentation in der Stadtbibliothek Ilsenburg. Schultke wurde in Ilsenburg zum Hundeführer ausgebildet. Er berichtet im Vortrag von seiner Brieffreundschaft, die er mit einer in New York lebenden Deutsch-Amerikanerin unterhielt und die ihn als Grenzer auf eine Flucht in den Westen hoffen ließ. Der Brocken selbst gehörte „nur“ zum Hinterland und der rigide Überwachungsapparat sowie der Schießbefehl setzten ihm zu. Im Vortrag stellt Schultke detailliert das Grenzregime der DDR vor, wobei seine Erlebnisse im Harz im Mittelpunkt stehen.

Am Pfingstsonntag und Pfingstmontag führt Schultke als History-Ranger ab 10 Uhr von der Tourist-Information Schierke Interessierte hinauf zur Brockenkuppe. Die Wanderung führt über das Eckerloch zur einstigen Brockenmauer bis zum Gipfel. Auf verschiedenen Stationen berichtet er von seiner Ausbildung zum Hundeführer, zeigt alte Schnitzereien an Bäumen, die von den Grenzsoldaten aus Frust und Langeweile angefertigt wurden, und er erklärt den perfiden Überwachungsapparat im Gelände, u.a. wo Stolperdrähte und akustische Signalanlagen aufgebaut waren. Darüber hinaus berichtet er von Passierscheinkontrollen und Fluchtversuchen am Brocken. Schultkes treuester Begleiter wurde seine Schäferhündin Nena vom Brockenblick – auch über sie und die ca. 3.000 Hunde (1988) in den Laufanlagen wird er bei seiner Wanderung berichten.

Vortrag Freitag, 7. Juni um 15 Uhr, Eintritt: 5,- Euro

Stadtbibliothek Ilsenburg, Marienhöfer Straße 9b

Brockenwanderung, Pfingsten: 9. und 10. Juni ab 10 Uhr
Treff: Tourist-Information Schierke, Brockenstraße 10
Preis pro Person: 5,- Euro

Projekttage der Ganztagsschule Neinstedt im Nationalpark Harz - praktischer Naturschutz in der Region
Wernigerode - Neinstedt. Eine Gruppe der 5. Klasse der Ganztagsschule Neinstedt entschied sich für Thema "Naturschutz in der Region" und führte jüngst drei Projekttage in der Nationalpark-Försterei Hohne durch.

Nach einer Pflanzaktion mit rund 300 Rotbuchen wurde am Harzer Hexenstieg und am Wormkegraben nach Sturm und Überschwemmung Hand angelegt. Dabei gab es tatkräftige Unterstützung vom Kaltblutpferd Etwin und den Waldarbeitern der Nationalpark-Revierförsterei Hohne. Auch am Bau des neuen Löwenzahnpfads wurde tatkräftig mitgeholfen.

Ein Einblick in die Gebirgswasserwelt beendete die erlebnisreichen Projektstunden.
http://www.nationalpark-harz.de

31. Mai 2019, Stiege, Ostharz - Herzliche Einladung an alle Freunde der Orgelmusik
das Konzert mit Milena Aroutjunowa in der Stieger Kirche soll der Auftakt einer ganzen Reihe von Konzerten in unserer kleinen Gemeinde Stiege im Harz werden.

Ein glücklicher Zufall führte die europaweit und darüber hinaus tätige Konzert-Organistin zum Konzert in unseren Ort.

Das aus Anlaß des 200. Geburtstages von Clara Wieck-Schumann zusammengestellte Programm und der Ruf der Künstlerin verspricht einen sehr schönen Konzertabend mit klassischen Werken großer Komponisten auf unserer historischen Engelhard-Orgel.

Dazu laden wir alle Kunstinteressierten in die Stieger Kirche am 31.5.2019 um 18 Uhr recht herzlich ein.

Buchneuerscheinung „Das Gernröder Wasserwirtschaftssystem – ein Relikt der bergbaulichen Aktivitäten des 18. Jahrhunderts“
Gernrode. Das Oberharzer Wasserregal ist in aller Munde: Für dieses Bergbaurelikt wurde ein Weltkulturerbe-Titel vergeben, der die Bedeutung dieses technischen Denkmals würdigt. Das Unterharzer Wasserwirtschaftssystem, mit dem Zentrum in der Harzgeröder Region, das bis in den Südharz reicht, ist hingegen weitgehend unbekannt und nur Bergbau-Enthusiasten bekannt.

Dass es jedoch noch ein kleines, völlig unabhängiges Wasserwirtschaftssystem im Gernröder Bergbaurevier gab, ist wohl bisher fast völlig unbekannt geblieben. Erst durch die Forschungen des Thalenser Heimatforschers Günter Wilke ist dieses kleine Wasserregal wiederentdeckt worden.

Zusammen mit ihm hat sich der Harzautor Bernd Sternal die Aufgabe gestellt, die Erkenntnisse über dieses Wasserwirtschaftssystem, das weitgehend im 18. Jahrhundert entstanden ist, in einem kleinen Buch der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das kleine Buch ist mit 41 Farbfotos sowie 6 Karten und 2 weiteren schwarz-weiß Abbildungen illustriert. Es erschien im Paperback-Einband, hat 60 Seiten und ist unter ISBN 978-3-7347-3421-2 überall im Buchhandel zu beziehen oder zu bestellen. Zudem ist es bei Amazon, bei zahlreichen anderen Online-Buchhändlern sowie über den eigenen Buch-Shop https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/index/?q=Bernd+Sternal&cont_id=1142150 erhältlich. Das Buch kostet 14,99 Euro und demnächst wird es auch ein E-Book für 6,99 Euro geben.

Buchneuerscheinung „Der Harz – Malerei, Lyrik und Wissenswertes“
Gernrode. "Ubi bene, ibi patria" ist ein altes lateinisches Sprichwort und besagt: Wo es mir gut geht, da ist meine Heimat.

Die Heimat des Autorenteams Angela Peters und Bernd Sternal ist der Harz. Zwar ist sie nicht im Harz, sondern 1963 in Magdeburg geboren worden, die Liebe brachte Angela jedoch 2003 nach Elbingerode und der Harz wurde ihre Heimat. Bernd Sternal hingegen ist ein echter Harzer und wurde 1956 in Gernrode geboren. Beide haben jedoch noch mehr gemeinsam als die Harzer Heimat - sie sind Ingenieure.

Angela Peters absolvierte zudem von 1976 - 1989 im Abendstudium bei Prof. Wilhelm Paulke ein umfassendes Studium im freien Zeichnen nach der Natur, im figürlichen Zeichnen und im Aktzeichnen. Nach ihrer Heirat und dem Umzug nach Elbingerode verschrieb sie sich der Kunstmalerei. Seit 2006 gibt sie jährlich einen Kunstkalender mit Harzer Motiven heraus. Auf zahlreichen Ausstellungen in der Harzregion hat sie ihre Werke bereits präsentiert und sich dadurch einen Namen als "Harzmalerin" gemacht.

Bernd Sternal war viele Jahre als Ingenieur in Managementfunktionen tätig, seit 1990 ist er Unternehmer und Freiberufler. Zunächst war er im technischen Bereich kreativ tätig und erwarb zahlreiche Patente und andere gewerbliche Schutzrechte. Zudem gründete er Internetportale und Blogs und begann für diese zu schreiben. 2010 gründete er den Verlag Sternal Media.

Beide Autoren gingen ihren Leidenschaften nach - sie wurde zur Malerin mit zunehmenden poetischen Anwandlungen, er zum Publizisten und Autor. Sie hat bereits hunderte von Bildern gemalt, er über 40 Bücher geschrieben.

Angela und Bernd lernten sich durch die Vermittlung eines gemeinsamen Bekannten 2018 kennen. Schnell war ersichtlich, dass sie auf einer Wellenlänge liegen, was Grundvoraussetzung für jedes gute Gemeinschaftsprojekt ist. Sie beschlossen, ein erstes gemeinsames Buch zu machen: Bilder und Poesie von der Malerin Angela Peters und dazu sachliche, wissensvermittelnde Texte von Bernd Sternal.

Die Bilder, poetischen Verse sowie Märchen von Angela sind aus der Liebe zum Harz entstanden und aus tiefer Überzeugung die Natur schützen und erhalten zu müssen. Das sind auch Antriebsfedern von Bernd, jedoch ist sein Werk weniger romantisiert; er legt in seinen Schwerpunkt auf Wissen, Bildung und Aufklärung und das alles möglichst unideologisch.

Das Buch ist mit 18 farbigen Ölgemälden, 3 Aquarellen, 1 Foto sowie 3 weiteren Zeichnungen illustriert. Gestaltet und herausgegeben hat dieses Buch mit farbig-strukturiertem Paperback-Einband der Verlag Sternal Media in Gernrode. Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Das Buch hat 84 Seiten und ist unter ISBN 978-3-7494-5154-8 überall im Buchhandel zu erwerben oder zu bestellen oder auch online unter https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/index/?q=Bernd+Sternal&cont_id=1142150 und kostet 16,99 Euro. Auch eine E-Book-Version ist demnächst für 8,49 Euro im Handel erhältlich.

Sonderausstellung „Ilse –Poesie eines Bergbaches“ und „ZEITGEFORMT“
Zur Eröff nung der neuen Sonderausstellung
„Ilse –Poesie eines Bergbaches“ und „ZEITGEFORMT“
von Karl Heinz Schlierbach
laden wir Sie herzlich nach Ilsenburg in das Nationalparkhaus Ilsetal ein.
Die Eröff nung fi ndet am Dienstag, 28.5.2019 um 16.30 Uhr statt.
Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 25.8.2019
Di - So von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen) geöff net und eintrittsfrei.
http://www.nationalpark-harz.de

Natur erleben in der Abenddämmerung am 24. Mai 2019
Jährlich begehen die Großschutzgebiete in Europa den 24. Mai als den „Tag der Parke“. An diesem Tag wurde im Jahr 1909 in Schweden der erste Nationalpark in Europa ausgewiesen. Daher wurde dieses Datum ausgewählt, um auf die Bedeutung von Schutzgebieten zum Erhalt der natürlichen Vielfalt in ganz Europa hinzuweisen.

Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof lädt an diesem Tag zu einem Waldspaziergang besonderer Art ein. Bei einer Mischung aus spielerischem Lernen, Wissensvermittlung und besinnlichem Genießen der Abendstimmung kann man den Nationalpark mal auf eine ganz andere Art erkunden, so Irmtraud Theel vom Natur-Erlebniszentrum HohneHof.

Diese Wanderung eignet sich für große und kleine Naturliebhaber gleichermaßen, so dass es vielleicht genau das richtige Angebot für einen Familienausflug bietet.

Treffpunkt ist am Freitag, den 24.Mai um 20 Uhr am Wandertreff auf dem Parkplatz Drei Annen Hohne. Wetterfeste Kleidung für die Abendstunden ist empfehlenswert und für den Rückweg ist auch eine Taschenlampe hilfreich. Für unsere Planungen bitten wir um eine Anmeldung unter Telefon 039455/8640. Wir freuen uns auf viele große und kleine Naturfreunde!
http://www.nationalpark-harz.de

Museumstag 2019 am Sonntag, 19. Mai – Schwerpunkt Grünes Band - Mehr sehen mit einem geführten Ausstellungsrundgang im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Torfhaus. Unter dem Motto ‚Museen – Zukunft lebendiger Traditionen‘ findet am Sonntag, dem 19. Mai, zum 42. Mal der Internationale Museumstag statt. Im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus werden dazu um 10, 12 und 14 Uhr Führungen durch die abwechslungsreiche Ausstellung angeboten.

Schwerpunkt ist dabei naturgemäß der Nationalpark Harz mit seinem Schutzkonzept. Daneben beleuchten wir in diesem Jahr besonders die Ausstellung zum Grünen Band. Der Fall des Eisernen Vorhangs jährt sich 2019 zum 30sten Mal und ist Anlass, auf diese besondere Verknüpfung eines historischen Mahnmals und eines für Tiere und Pflanzen bedeutenden Grünkorridors hinzuweisen.

Am Grünen Band konnten mittlerweile mehr als 1200 besonders schützenswerte Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen werden. Auch die Fülle an unterschiedlichsten Lebensräumen wie Halbtrocken- und Trockenrasen, Bergwiesen, Heiden oder verschiedenen Waldtypen bis hin zum Brockenurwald verblüfft. Nicht umsonst steht das Grüne Band in Thüringen bereits als Nationales Naturmonument unter Schutz. In Sachsen-Anhalt soll die Ausweisung zum 9. November 2019 erfolgen.

Wir laden Sie herzlich zu diesem besonderen Tag im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ein.

Führungen: 10, 12 und 14 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Hintergrundinformationen
Nationalpark Harz
Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen. Der Waldwandel zur Wildnis führt zu erklärungsbedürftigen Waldbildern – wir erläutern sie Ihnen gern.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Es beherbergt eine spannende Ausstellung über den Nationalpark Harz, die Hochmoore, das Grüne Band und die Harzgeologie. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz sowie der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus bietet eine breite Palette an Führungen, Exkursionen und Seminaren an und ist Einsatzstelle für zahlreiche Freiwillige.

Es ist täglich von 9 - 17 Uhr geöffnet, ab November dann wieder Di. - So. von 10 - 16 Uhr.
http://www.nationalpark-harz.de

Kräuter-Exkursion über die Bergwiesen
Am Samstag, den 18. Mai, bietet das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg eine Exkursion über die Bergwiesen an. Zum Abschluss der ca. vierstündigen Veranstaltung gibt es im Nationalparkhaus für alle Teilnehmer einen gemeinsamen Kräuterimbiss.
Die Bergwiesen umgeben die ehemals freie Bergstadt wie ein grüner Gürtel und stehen zu großen Teilen unter Naturschutz. Entstanden vor Jahrhunderten in der Bergbauzeit als Wiesen zur Heugewinnung für das Vieh der Bergleute, stellen sie ein besonderes botanisches Juwel dar. Die Entstehungsgeschichte der Bergwiesen wird unter anderem ein Thema bei der Kräuterexkursion sein.
Für die Veranstaltung wird vor Ort eine Gebühr erhoben. Erwachsene zahlen 12,- € und Kinder 5,- €. Informationen und Anmeldung beim Nationalparkhaus Sankt Andreasberg unter 05582 / 92 30 74.
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Hilfe für den wilden Wald - Ethikunterricht einmal anders
Wernigerode. Gymnasialschüler des Wernigeröder Stadtfeld-Gymnasium aus der 6. Klasse unterstützen jüngst durch einen Pflanzeinsatz den Nationalpark Harz. In Drei Annen-Hohne wurden rund 800 Rotbuchen auf eine durch Sturm und Borkenkäfer beeinträchtigte Fläche gepflanzt. Am Ende der kräfteraubenden Aktion überreichten die Schüler Nationalparkleiter Andreas Pusch und Revierförster Martin Bollmann noch eine Spende von 150 € für weitere Pflanzaktionen im Nationalpark Harz. Wir bedanken uns ganz herzlich für das tolle Engagement!

Zwei Drittel der Waldflächen des Nationalparks Harz waren ursprünglich Buchenwälder, zur Zeit ist es nur knapp ein Fünftel. Fichtenwälder kamen von Natur aus nur in den Hochlagen vor. Durch das Pflanzen junger Buchen in den ehemaligen Fichtenforsten der mittleren und tieferen Höhenlagen unterstützt der Nationalpark deshalb die Rückkehr der natürlichen Laubwälder. Sozusagen als Starthilfe für die Natur. Aus den kleinen gepflanzten Buchen sollen sich die Samenbäume für zukünftige Waldgenerationen entwickeln.
http://www.nationalpark-harz.de

Brockengartensaison startet am 13. Mai - Erste Brockenanemonen und weitere Hochgebirgsarten blühen bereits
Brocken. Die Blüte der Brockenanemone gab in den vergangenen 29 Jahren den Startschuss für den Beginn der Brockengartensaison. Da die ersten Pflanzen nun ihre Blütenpracht zeigen, beginnt die Brockengartensaison wie vorgesehen Mitte Mai. Die erste Gartenführung der Saison 2019 findet am Montag den 13. Mai 2018 um 11:30 Uhr statt. Es wird dann bereits eine Vielzahl blühender Primelgewächse, Steinbrecharten, blühende Felsenblümchen und natürlich die Brockenanemone zu bestaunen sein.

Ab dem 13. Mai bis Mitte Oktober können Brocken- und Nationalparkgäste wieder regelmäßig montags bis freitags 11.30 und 14.00 Uhr in Begleitung von Gartenmitarbeitern die botanische Anlage auf der Brockenkuppe besuchen. An den Wochenenden ist die Besichtigung des Brockengartens in Kombination mit der Rundwanderwegführung mit dem Ranger möglich, die um 12.15 beginnt. Zusätzlich werden botanisch-gärtnerisch interessierte Gruppen in der Woche, aber auch an den Wochenenden nach Anmeldung unter 0170 5709015 und 03943 55022-0 durch die Anlage geführt.

Die Frühjahrsinstandsetzungsarbeiten rund um den Brockengarten konnten bereits Anfang April beginnen. Aufgrund eines erneuten Wintereinbruches Anfang Mai mussten die Arbeiten im Garten noch einmal unterbrochen werden. Der Witterungsverlauf der zweiten Maiwoche trug dazu bei, dass der Schnee schnell wieder verschwand.

"Da die meisten im Brockengarten kultivierten Hochgebirgspflanzenarten am Naturstandort eine lange Schneebedeckung gewohnt sind oder diese sogar zum guten Gedeihen benötigen, war der Witterungsverlauf des letzten Winters eher günstig", erklärt Brockengartenleiter Dr. Gunter Karste. "Allerdings rechnen aufgrund des letzten trockenen Sommers auch wieder mit einigen Ausfällen bei den Pflanzen. Genau können wir das aber erst ab Mitte Juni 2019 einschätzen".

Aktuell gibt es im Brockengarten schon viel zu sehen, da Pflanzenarten, die in den oberen Regionen der Hochgebirge ihr zu Hause haben, in der Regel gut an kurze Vegetationszeiten angepasst sind. Kurze Vegetationszeit bedeutet in der Regel einen frühen Blühbeginn. Genau diese Spezialisten zeigen zurzeit im Brockengarten ihre Blüten. Ein Besuch lohnt sich also.
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Neues Sagenbuch von Carsten Kiehne erschienen
Der Harz ist sicher die sagenreichste Region Deutschlands, wobei der Nordharz mit seiner weltgeschichtlichen Bedeutung, den Kultur- und Naturschätzen glänzt. Dabei war die heutige Weltkulturerbestadt Goslar einst das Zentrum des Reiches, Kaiserpfalz und ergiebigste Stätte für Erz- und Silberabbau mit dem anliegenden Rammelsberg. Weit vor den Römern, in der Bronzezeit, begann hier das Schürfen unter Tage und das Anlegen erster, fester Siedlungen. - Zum Schutze dieses Reichtums in den Bergen, begann Heinrich IV damit, die größte Feste des Harzes, die damals als uneinnehmbar geltende Harzburg, zu errichten. Solche glanzvolle Größe auf der einen Seite und die Armut und Not der einfachen Leute auf der anderen, sorgten seit gut 1000 Jahren für Neid, Unruhe und große Umbrüche. - Auch Wernigerode, die Bunte Stadt am Harz, besticht nicht nur wegen ihrer Nähe zum höchsten Gipfel, dem sagenumwobenen Blocksberg. Hunderte von wunderbar verzierten, skurrilen Fachwerkhäusern, die Wehranlagen und nicht zuletzt das wunderschöne Schloss, warten aufs Bestaunen. Ich höre die Brockenbahn tausend Geschichten erzählen, wenn sich dieses dampfende Eisenross auf die verschneite Brockenspitze schnauft.

Heute befahren wir die Berge um auszuruhen, durchwandern still die anmutige Natur, um wieder ganz in unserer Mitte anzukommen. Vor vielen hundert Jahren aber schaute man mit bangem Blicken in die unwirtliche Wildnis der rauen und zerklüftenen Täler. Das Oker- und Ilsetal besuchte man nur, um Holz zu schlagen, zu jagen oder Pilze und Beeren zu sammeln. Doch wem, wäre hier wohl zumute, inmitten der Gefahr, von Räubern überfallen zu werden oder viel schlimmer, eine Wohnstatt von Nixen, Elfen, Riesen oder Zwergen zu betreten? Viele jener Orte wurden vom neuen Glauben, mit einer Kirche überbaut, oder, wo das nicht möglich war, verteufelt. Heute wissen wir, dass auf so mancher Klippe, nicht nur die Hexen und Unholde tanzten, sondern unsere Ahnen ihre altheidnischen Feste feierten: So auf der Klus, dem Treppenstein und beim Alten der Oker, dem Elfen- und dem Ilsestein, der alten Wallburg unter der Harzburg und dem Krodoquell, der Harburg und vielen anderen mehr. Jene sagenumwobenen Orte wurden seit tausenden von Jahren von den Menschen als Kraftplätze aufgesucht und noch heute spüren wir: Der Harz ist magisch ..., auf dessen Gipfeln ist man seinem Gott näher ... und, wer den hier dargestellten 100 Sagen und Märchen mit dem Herzen zu lauschen versteht, dem entblättern sich seine Geheimnisse.
https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3744885666/harzurlaub

Harzklubzweigverein Bodetal baut neue Schutzhütte
Zwischen Altenbrak und Treseburg wurde eine chutzhütte durch die Winterstürme und umstürzende Bäume derart beschädigt, dass eine Reparatur nicht mehr möglich war.
Mit Unterstützung der Firma Holzfachmann Torsten Fräsdorf aus Hasselfelde, des Bauhofes Thale und der Dachdeckerfirma Wiese aus Altenbrak konnte der Harzklubzweigverein Bodetal eine neue Schutzhütte errichten.
Der Harzklubzweigverein bedankt sich für die Unterstützung und dankt den Sponsoren und fleißigen Helfern.
Nun können Wanderer die Schutzhütte wieder als Unterstellmöglichkeit und Rastplatz nutzen.
Das mdr-Serie "Mitmachen statt Meckern"begleitete die Aktion, der Beitrag ist in der Mediathek des mdr zu finden.

Am Tag des Wandern am Dienstag, den 14. Mai 2019 ist die Stabkirche Stiege am Albrechtshaus geöffnet
Am landesweiten Tag des Wanderns am 14. Mai wird der Verein zur Rettung der Stabkirche Stiege am Albrechtshaus die kleine Kapelle wieder für Besucher öffnen.
Es werden Führungen durch die Kiche angeboten, dabei wird das Vorhaben der Rettung erläutert sowie auf die Geschichte der Kirche eingegangen. Die "Harzer Wandernadel" stellt für diesen besonderen Tag wieder einen Sonderstempel bereit und organisiert zwei geführte Wanderungen. Die Touren gehen über fünf bzw. 10 Kilometer und beginnen um 10 Uhr ab Stabkirche.

Weitere Öffnungszeit für die Stabkirche ist der 19. Mai von 12 - 17 Uhr mit Führungen, Sonderstempel, Souvenir, Dokumentationen sowie Verpflegung.
Am nachmittag gibt die Blankenburger Singgemeinschaft ein Benefizkonzert an der Kirche.
https://www.stabkirche-stiege.de

Kampfjet MiG-21 landet im Fahrzeugmuseum in Benneckenstein
Das Fahrzeug- und Technikmuseum von Mario Tänzer in Benneckenstein hat einen neues Highlight auf seinem Gelände, ein Kampfflugzeug aus der ehemaligen Sowjetunion.
Das flugzeug hat eine qweite Reise hinter sich. In Zentralpolen gibt es eine Sammelstelle für alte Sowjet-Militärgeräte, von dort wurde der Abfangjäger mit einem Spezialtransport in den Harz gebracht.
Das Besondere an der 16 Meter langen Maschine, das gesamte Triebwerk ist erhalten, im Cockpitsind alle Instrumente und der Schleudersitz noch im Originalzustand.
Wenn die MiG fertig montiert ist, können Besucher auf anfrage auch ins Cockpit.
https://www.ausflugsziele-harz.de/ausflugsziele-sehenswertes/action-freizeit/benneckenstein-fahrzeugmuseum.htm

Ehrenamtlicher Brockengarten-Arbeitseinsatz am 4. Mai trotz Schnee – Brockengartenführungen beginnen am 13. Mai 2019
Brocken. Obwohl in diesem Jahr die Biotoppflegemaßnahmen auf dem Brocken zwei Wochen später stattfanden als im vergangenen Jahr, bestand wieder die Sorge, dass es zum Arbeitseinsatz am 4. Mai winterlich werden könnte. Und so war es dann auch. Trotz des rauen Wetters nahmen 14 Ehrenamtliche am Brocken-Arbeitseinsatz teil, so Dr. Gunter Karste, der den Tag koodiniert hatte.

Der Arbeitseinsatz fand mittlerweile zum 30. Mal statt – wieder in Zusammenarbeit von Nationalparkverwaltung Harz und NABU-Kreisverband Harz. Ziel ist die Verbesserung der Wuchsbedingungen für die autochthonen Pflanzenarten der Brockenkuppe wie zum Beispiel der Brockenanemone.

Da sich die Brockenanemone und auch andere „Brockenarten“ in den so genannten subalpinen Zwergstrauchheiden besonders wohl fühlen, wurden in den vergangenen Jahren mehrere Hundert Heidepflanzen pro Arbeitseinsatz, natürlich Brockenherkünfte auf vorher vorbereiteten Flächen, in die Erde gesetzt. Daraus wurde in diesem Jahr auf Grund des Wintereinbruchs nichts.

Im Ergebnis dieser kontinuierlichen Biotoppflegemaßnahmen in den vergangenen 29 Jahren konnte der Bestand der weißblühenden Brockenanemone kontinuierlich erhöht werden. Dies war nur möglich, weil fast alle Brockenbesucher dank der Lenkungseinrichtungen des Nationalparks diszipliniert auf den Wegen bleiben und somit kaum Trittschäden an der wertvollen Vegetation des Brockens oberhalb der natürlichen Waldgrenze entstehen.

Diese Besucherlenkungseinrichtungen wie Zäune und Gatter sehen allerdings in jedem Frühjahr sehr ramponiert aus, so dass ihre Reparatur im weiteren Umkreis des Brockengartens stets ein Arbeitsschwerpunkt bei den Brockeneinsätzen ist. Im Laufe des Jahres werden von den Forstwirten des Nationalparks alle weiteren Handläufe auf dem Brocken repariert.

Trotz des winterlichen Wetters wurde viel geschafft und die Teilnehmer konnten im Schnee schon die ersten Blütenknospen der Brockenanemonen sehen. Ab dem 13. Mai können dann wieder alle Besucher auf den regelmäßigen Brockengartenführungen die Pflanzen bestaunen. Bis dahin bleibt aber erfahrungsgemäß im Schauteil des Brockengartens noch viel zu tun, so Dr. Karste.
http://www.nationalpark-harz.de

Mehr Busse und HATIX im Südharz - „Harz-nah-dran“ - Mit dem ÖPNV den Harz entdecken
Die Marketingkampagne des Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) für das verbesserte Linien-Busangebot im Südharz ist jetzt auch im Bereich Osterode/Bad Grund nicht mehr zu übersehen.

Wer in der Natur unterwegs ist oder zur Arbeit pendelt, trifft auf Großflächenplakate mit Motiven zur umweltfreundlichen Anreise mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Der ZVSN möchte unter dem Thema „Harz-nah-dran“ für mehr Fahrten im Linienbus werben und so einen Beitrag zur Reduzierung des Individualverkehrs leisten.

Personen, die im Internet unterwegs sind, entdecken zudem freundliche Bannerwerbung auf dem Portal ihrer Heimatzeitung. Ein Radiospot informiert über die Vorteile des ÖPNV für Familien. Plakatwerbung und Wandervorschläge werden in öffentlichen Einrichtungen und bei den touristischen Partnern vorgehalten. Eine Verteilung der Fahrpläne an die Haushalte in Bad Grund, Osterode und Clausthal-Zellerfeld komplettiert die Kampagne.

Unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Politik, Verkehrsunternehmen und Verbänden hat der ZVSN am 3. Mai in Bad Grund als besonderen Hingucker einen der Kampagne angepassten Linienbus der Verkehrsgesellschaft Südniedersachsen mbH vorgestellt, der insbesondere in den Bereichen Bad Grund, Osterode und Clausthal-Zellerfeld unterwegs ist.

„Unser Beitrag zum Klimaschutz ist eine umweltfreundliche Mobilität, mit der wir auch jene Bürger*innen sensibilisieren möchten, die derzeit noch nicht zu unseren Kunden zählen. Mit der Website www.harz-nah-dran.de zeigen wir, dass der Linienverkehr in der Region bereits deutlich aufgewertet wurde. Nun geht es darum, dass die von vielen Menschen eingeforderten zusätzlichen Fahrten auch genutzt werden“, so Michael Frömming, ZVSN-Verbandsgeschäftsführer.

Neben den Pendler*innen zählen Gäste der Region zur Zielgruppe der ZVSN-Marketingkampagne. Für den ZVSN spielen die touristischen Verkehre insbesondere auch mit Blick auf die derzeit geführte Diskussion zur Einführung von HATIX in den Kommunen entlang der Buslinien eine wichtige Rolle. „Der ZVSN wird – sofern die Vertragsverhandlungen zwischen der HARZ AG und den Kommunen im Landkreis Göttingen abgeschlossen sind – für das Jahr 2020 eine einmalige Übernahme der HATIX-Gebühren übernehmen. Für den Bereich des Südharzes ist HATIX eine sehr positive Entwicklung, um den Tourismus in unserer Region weiter nach vorne zu bringen“, so Christel Wemheuer, Erste Kreisrätin und Vorsitzende der ZVSN-Verbandsversammlung.

„Wir machen nicht Halt am Südharz mit unseren Bemühungen für eine klimafreundliche Mobilität. Auch in anderen Bereichen der Landkreise Göttingen und Northeim informieren Kampagnen über unsere neuen Angebote“, so ZVSN-Geschäftsführer Frömming.

Die ZVSN-Marketingkampagne im Südharz flankiert die Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Bahn AG, dem Nationalpark Harz und verschiedener Umweltverbände, die seit vielen Jahren unter dem Motto „Fahrtziel Natur“ den Harz bundesweit als Reiseziel zum „Urlaub ohne Auto“ bewirbt.

Weitere Informationen zu den zusätzlichen Fahrten-Angeboten im ZVSN-Gebiet entnehmen Sie bitte auch unseren Pressemeldungen auf www.zvsn.de.
http://www.harz-nah-dran.de/

‚Reise ins Innere der Erde‘ – Geologische Exkursion am Samstag, 11. Mai 2019 Mit dem Diplom-Geologen Carsten Pohle unterwegs
Altenau-Torfhaus. Sind Sie neugierig, wie es im "Inneren der Erde" aussieht? Teilweise stehen wir auf Jahrmillionen alten Gesteinen, ohne es zu wissen. Carsten Pohle öffnet den Wanderern den Blick für die Geheimnisse, die zwischen den Kristallen, Mineralen und Gesteinen lauern. Am Ende verstehen wir, warum man Teile des Harzes die Klassische Quadratmeile der Geologie nennt und was unter dem Kreislauf der Gesteine zu verstehen ist.

Die Zeitreise folgt einem Rundweg über die Wolfswarte und den Clausthaler Flutgraben. Ein wenig Trittsicherheit und eine normale Grundkondition sind erforderlich.

Mit diesem geologischen Angebot kommt das Besucherzentrum seiner Funktion nach, die es als offizielles Geopark-Informationszentrum neben der Nationalparkarbeit seit 2011 ebenfalls erfüllt.

Termine 2019: 11. Mai 10 Uhr | 15. Juni 10 Uhr | 1. Juli 13 Uhr | 6. August 13 Uhr | 15. September 13 Uhr | 3. Oktober 10 Uhr

Dauer: ca. 3,5 Stunden

Anerkennungsbeitrag: Kinder 5 €, Erwachsene 10 €, Familien 20 € (2 Erwachsene und Kinder bis 16 Jahre)

Treffpunkt: Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Anmeldung erforderlich unter post@torfhaus.info oder Tel. 05320-331790

Hintergrundinformationen
Nationalpark Harz
Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Geopark Harz • Braunschweiger Land • Ostfalen
Der UNESCO Global Geopark Harz • Braunschweiger Land • Ostfalen erstreckt sich vom Mansfelder Land im Osten bis zur Gemeinde Kalefeld im Westen über Teile der Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Er umfasst den gesamten Harz, seine unmittelbar angrenzenden Vorländer und das weiter nördlich davon gelegene Braunschweiger Land. Zwischen Harz und Flechtinger Höhenzug befindet sich eine besondere geologische Struktur mit Salzstöcken sowie Eisenerz- und Braunkohlelagerstätten. Der Harz mit seinen Vorländern bietet Sedimente, Gesteine vulkanischen Ursprungs und Karstlandschaften. Besondere Bedeutung hat die 6.000 Jahre zurückreichende Bergbaugeschichte. Als „Klassische Quadratmeile der Geologie“ ist international eine Gegend am Nordharzrand bekannt, die mit ihrer Aufrichtungszone Einblicke in die Sedimentablagerung der riesigen Zeitspanne von vor 65 bis vor 250 Millionen Jahren gewährt.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es federführend vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Seit 2011 ist es auch Geopark-Infozentrum.
http://www.nationalpark-harz.de

8.5.2019, 19:00 Uhr, Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: Vortrag Dr. Friedhart Knolle: 6000 Jahre Bergbau im Harz und der Wandel von der Natur- zur Kulturlandschaft
Sankt Andreasberg. Der Harzraum ist eines der ältesten Bergbau- und Industriegebiete Mitteleuropas. Schon vor 6000 Jahren gab es hier Feuersteinbergwerke und in der Bronzezeit vor etwa 4.000 Jahren begann der Abbau von Kupfermineralen. Sogar Kriege wurden um diese Schätze geführt – nach Ansicht einiger Forscher war es auch der Metallreichtum, der Karl den Großen im Zuge der Sachsenkriege veranlasste, den Harzraum dem Fränkischen Großreich einzuverleiben.

Später brachte insbesondere die Gewinnung von Blei, Kupfer und Silber eine Blüte der Stadt Goslar und der Oberharzer Bergstädte. Dieser Reichtum an bergbaulicher Kultur und Fachwerk ist noch heute zu erleben – nicht umsonst sind die Städte Goslar und Quedlinburg, der Rammelsberg und auch die Oberharzer Wasserwirtschaft sowie die Luther-Gedenkstätten in Eisleben heute Teil des UNESCO-Welterbes der Menschheit.

Doch der Bergbau hatte und hat eine Kehrseite – Boden, Grund- und Oberflächenwasser sowie die Luft und auch Flora, Fauna und der Mensch wurden hier über lange Zeit stark mit Metallen belastet, insbesondere im Umfeld von Clausthal-Zellerfeld, Goslar und Langelsheim. Tiere und Pflanzen wurden ausgerottet und die artenreichen Buchen- und Mischwälder des Harzes wichen artenarmen Fichtenmonokulturen. Diese Tatsache stellt die Kehrseite des UNESCO-Welterbes im Harz dar.

Raubbau und Naturlandschaft – und trotzdem eine chancenreiche Zukunft, sogar mit einem Nationalpark und neuer Wildnis – wie passen diese Nutzungskonflikte zusammen?

Folgen Sie dem Referenten Dr. Friedhart Knolle, Geologe und Mitarbeiter des Nationalparks Harz, auf einer Zeitreise durch 6000 Jahre Bergbaugeschichte im und am Harz.

Eintritt frei, eine Spende für das Haus ist möglich.
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Festkonzert "Tausend Takte aus 190 Jahren" am 11. Mai 2019 um 16 Uhr in der Aula des GutsMuths-Gymnasium
Festkonzert anlässlich des 190-jährigen Bestehens des Fritz-Priess-Chor unter der Leitung von Cornelia Richter
Rezitationen: Annette Broede und Silvin Khurana; Klavier: Torsten Michel
Eintritt: 8,- Euro, ermäßigt: 5,- Euro,
https://fpc-quedlinburg.de

Rubbelposter zur Harzer Wandernadel erschienen
Der beliebte Stempelspaß für Wanderer im Harz geht jetzt zu Hause weiter mit Rubbelspaß für Groß und Klein. Im Schmidt-Buch-Verlag erschien zum Saisonstart der Harzer Wandernadel die erste Karte mit allen Stempelstellen zum Aufhängen für die Wand. Der Clou: Die Stempelstellen und Abzeichen befinden sich hinter einer silberfarbenen Lackschicht und werden erst durch Abrubbeln, zum Beispiel mit einer Münze, sichtbar.

"Wir erhielten immer wieder Anfragen von Wanderern, die gern eine Übersichtskarte vom Harz für die Wand kaufen würden. Leider ist der Aufwand für solche Einzelanfertigungen viel zu hoch", berichtet Maximilian Schmidt, der die Idee zu dem Projekt hatte. Daher hat man sich im Verlag intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt.

Auf der Suche nach einer umsetzbaren Lösung kombiniert mit einer pfiffigen Idee für eine Wand-Karte vom Harz stießen die Verlagsmitarbeiter auf Rubbelposter-Weltkarten, die am Markt mittlerweile Kult sind. "Eine solche Karte vom Harz wäre doch super! Am besten mit den Stempelstellen der Harzer Wandernadel", schwärmt Schmidt. Der Vorsitzende der Harzer Wandernadel Klaus Dumeier und sein Team waren ebenfalls sogleich von der Idee begeistert. "Und nicht nur wir. Nach der Ankündigung des Posters auf unserer Webseite, erhielten wir Anrufe von begeisterten Stempelsammlern!", berichtet Christina Grompe, Chefin des Service-Büros der Harzer Wandernadel.

Nach einer langen Vorbereitungsphase, in der zum Beispiel das Layout entwickelt, die Wirkung der Rubbelflächen getest und das geeignete Papier ausgesucht wurde, entstand schließlich eine 70 mal 100 Zentimeter große, dekorative Wandkarte zum Rubbeln, die Lust auf Erkundungen im Harz macht. 222 kleine Rubbelfächen befinden sich auf der übersichtlichen Karte im Maßstab 1:100.000, die der hauseigenen Verlagskartografie entstammt. Sie zeigt nicht nur die Stempelstellen, sondern gibt auch Auskunft zu vielen wichtigen Informationen wie Parkplätzen, Bushaltestellen und natürlich den Sehenswürdigkeiten im Harz. So kann man seine Erfolge freirubbeln und gleich links und rechts schauen, was es noch im Harz zu entdecken gibt. "Außerdem eignet man sich so leicht geografisches Wissen zu unserer Region an und schult seinen Orientierungssinn", findet Schmidt. Ein Register der Stempelstellen erleichtert im Zusammenspiel mit einem dezenten Planquadratgitter das Suchen auf der Karte. In der rechten Spalte befindet sich die "Trophäensammlung". Hier können die bereits erreichten Abzeichen freigerubbelt werden.

Zunächst wurden 1000 Stück des Rubbelposters gefertigt, das exklusiv im Büro der Harzer Wandernadel und in deren Onlineshop sowie im Onlineshop des Schmidt-Buch-Verlags vertrieben wird. Der Verkaufsstart findet zur Saisoneröffnung der Harzer Wandernadel auf dem Markt in Quedlinburg am Sonntag, dem 28. April ab 12 Uhr, statt. Neugierige Wanderer und Fans der Harzer Wandernadel können hier vor Ort einen Blick auf das Poster werfen und eines der ersten Exemplare erstehen.

Rubbelposter „Harzer Wandernadel“
Wand-Karte Harz mit den 222 Stempelstellen zum Rubbeln
1. Auflage Schmidt-Buch-Verlag 2019 • Preis: 25 Euro
Hochwertige Kartografie im Maßstab 1:100.000, Stempelstellen und Abzeichen der Harzer Wandernadel unter Rubbellack, Sehenswürdigkeiten, Register der Stempelstellen, Planquadrat
Format: 70x100cm, qualitätvolles 250-Gramm-Papier, UV-Lack-Beschichtung, Rubbellack-Flächen

Harzer Wandernadel • Schnappelberg 6 (Touristinformation)• 38889 Blankenburg (Harz)
Telefon: 03944-9547148 • E-Mail: info@harzer-wandernadel.de

Schmidt-Buch-Verlag Wernigerode • Die Winde 45 • 38855 Wernigerode
Tel.: (03943) 23246 • Fax (03943) 45010 E-Mail: info@schmidt-buch-verlag.de
http://www.harzer-wandernadel.de

Wie kommen die „Elefantenohren“ in den Wald? Buchen-Naturverjüngung im Nationalpark Harz
Augen auf beim Spaziergang im jetzt ergrünenden Wald. Wer jetzt aufmerksam schaut, wird in der Nähe alter Buchen kleine grüne „Elefantenohren“ im vorjährigen Laub entdecken können.

Wenn es auch auf Anhieb nicht gleich zu vermuten ist – das sind winzig kleine Rotbuchensämlinge. Sie keimen aus den Bucheckern, die im vergangenen Herbst auf den Waldboden fielen. Wieviel davon werden wohl einmal ein stattlicher Baum werden wie diese über 200 Jahre alte Buche am Molkenhaus im Nationalparkrevier Plessenburg?

Auf dem Weg zu einem Baummethusalem lauern viele Gefahren. Bucheckern sind beliebte Winternahrung für Hirsch, Wildschwein und Reh, aber auch für Mäuse, Eichhörnchen und Vögel, z. B. den Buchfink.

Im Frühjahr werden die Keimlinge gern von Wildtieren gefressen, sozusagen als „grüner Salat“. Aber auch später als kleine Bäumchen ist das Leben der jungen Buchen nicht ungefährlich. Von Tausenden Sämlingen werden nur ganz wenige zu richtigen Buchen heran wachsen, die wieder Bucheckern produzieren – und der Waldkreislauf beginnt von vorn, so Sabine Bauling, Fachbereichsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

Übrigens waren zwei Drittel der Waldflächen des Nationalparks Harz ursprünglich Buchenwälder, derzeit ist es nur knapp ein Fünftel. Die Waldentwicklungsmaßnahmen des Nationalparks leisten u.a. durch das Pflanzen von Buchen in naturfernen Fichtenforsten der unteren und mittleren Höhenlagen des Harzes einen Beitrag zu mehr Naturnähe in den Wäldern. Aus den kleinen gepflanzten Buchen werden sich die Samenbäume für zukünftige Waldgenerationen entwickeln.

So geht der Nationalpark Harz entsprechend seines Zonierungskonzepts einen Mittelweg zwischen „Natur Natur sein lassen“ wo es schon geht und „Natürliche Entwicklungen fördern“ wo es noch nötig ist. Näheres zu dieser Gliederung in Zonen siehe
https://www.nationalpark-harz.de/de/der-nationalpark-harz/wir-ueber-uns/gebietsgliederung/

Wetter Extrem – der Klimawandel im Norden – Einladung nach Goslar
Goslar. Die gemeinnützige Redaktion CORRECTIV widmet dem Klimawandel eine Lokalredaktion und vier Veranstaltungen in Goslar: Wir wollen zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern erfahren, wie sich der Norden mit der Erderwärmung verändert. Und wie wir hier weiterhin gut leben können.

Denn die extremen Wetter sind in unserem Alltag angekommen: Der Harzer Brocken, der früher an 300 Tagen im feuchten Nebel lag, ist plötzlich ständig zu sehen. Stieg das Wasser vom Starkregen in der historischen Altstadt von Goslar 2017 noch bis zu den Hüften an, trockneten viele Flüsse nur einen Sommer später in Norddeutschland fast aus. Wir hangeln uns von einem Extrem ins Nächste.

Wir wollen deshalb über den Klimawandel aufklären. Für dieses Projekt hat sich CORRECTIV mit dem Norddeutschen Rundfunk zusammen geschlossen. Der NDR wird drei Reportagesendungen drehen, 90 Minuten geballte Informationen über Klima-Opfer und Klima-Lösungen. CORRECTIV ist tagsüber im Großen Heiligen Kreuz direkt am Marktplatz tagsüber für sie da, um von Ihnen zu erfahren, was Ihnen unter den Nägeln brennt: Der sintflutartige Starkregen beispielsweise, oder auch die austrocknenden Moore. Abends wollen wir von Alltagsexpertinnen und -experten wissen, wie der Klimawandel unseren Alltag verändert. Wir sprechen mit Feuerwehrleuten, Vogelexpertinnen, Meteorologen, Bürgermeistern und Aktivistinnen von Fridays for Future.

Von Montag den 29. April bis zum Donnerstag den 2. Mai laden wir sie zu diesen Gesprächsrunden ins Mönchehaus-Museum Goslar (Mönchestraße 1, 38640 Goslar) ein. Die Veranstaltungen sind kostenlos.
https://correctiv.org/eventbrite-event/starkregen-wie-haeufig-er-kommt-wie-wir-uns-schuetzen/

Borkenkäfer – der Buchdrucker wird aktiv
Die Ostertage brachten endlich den ersehnten Frühling. Sonne und Wärme sind aber auch genau das, was die Borkenkäfer alias Buchdrucker lieben und für ihre Entwicklung benötigen.

In den nächsten Tagen wird es also lebendig unter der Rinde und im Waldboden, wo die Käfer überwintert haben. Winter ist das Stichwort, es war eher ein Winter „light“ er konnte nicht dazu beitragen, dass die Käferpopulation kleiner geworden ist. Im Gegenteil, warme Tage im Februar und März haben dazu beigetragen, dass viele als dritte Generation im Spätsommer 2018 angelegte Bruten ihren Reifungsfraß vollenden konnten und nun zusätzlich als Jungkäfer auf günstige Startbedingungen warten, so Sabine Bauling, die Fachbereichsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

Das letzte Jahr war eines der wärmsten und niederschlagsärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und es führte zu einem gewaltigen Anstieg der Borkenkäferpopulation. Der Klimawandel hat uns voll im Griff. Die Fichte, geschwächt durch Stürme, Wärme und Trockenheit bot dem gefräßigen Insekt daher reichlich Nahrung.

Die Niederschläge im Winter reichten bei weitem nicht, die Wasserdefizite im Boden aufzufüllen. Forstwissenschaftler gehen davon aus, dass 2019 ein schwieriges Jahr für die Wälder in Mitteleuropa und darüber hinaus wird, insbesondere für die Fichte.

Im Nationalpark Harz wird in einem 500 m breiten Borkenkäfersicherungsstreifen konsequent Windwurfholz aufbereitet und der Borkenkäfer bekämpft. Dies geschieht durch Aufarbeitung der Hölzer und raschem Abtransport, aber auch durch Schälen insbesondere einzelner Bäume. Damit wird dem Borkenkäfer die Grundlage zur Vermehrung entzogen, so Sabine Bauling.

Anders verhält es sich in den Hochlagen des Nationalparks, die überwiegend in der Naturdynamikzone liegen. Hier gilt das Prinzip des Zulassens natürlicher Entwicklungen weg vom Fichtenforst hin zu natürlichen Bergfichtenwäldern. Dieser Weg ist geprägt von teilweise verstörenden Bildern, doch die neue Waldgeneration entwickelt sich in relativ kurzen Zeiträumen vielfältig und strukturreicher, wie es z. B. am Bruchberg, am Quitschenberg, am Meineberg und vielen anderen Stellen zu beobachten ist.
http://www.nationalpark-harz.de

25. April 2019: Lesung von Dr. Ernst Paul Dörfler aus seinem neuen Buch „Nestwärme“ in der Remise des Kunstvereins Wernigerode – ein Termin nicht nur für Vogel-Interessierte
Paul Jüttners Buchhandlung lädt am Donnerstag, 25.4.2019 um 19 Uhr in die Remise des Wernigeröder Kunst- und Kulturvereins, Marktstraße 1, 38855 Wernigerode, zu einer Lesung mit Dr. Ernst Paul Dörfler ein. Der Autor liest aus seinem neuen Buch „Nestwärme“.

Ernst Paul Dörfler ist nicht nur ein überregional bekannter Naturschützer – er ist auch ein hervorragender Kenner bedrohter heimischer Vogelarten. Ein Leben mit der Sonne statt nach der Uhr, faire partnerschaftliche Beziehungen, Gewaltverzicht und klimaneutrale Mobilität – was können wir nicht alles von Vögeln lernen! "Nestwärme" ist ein überraschendes Buch über das Sozialverhalten unserer gefiederten Nachbarn, ein Plädoyer für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – und eine augenzwinkernde Aufforderung, das eigene Leben hin und wieder aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Der vielfach ausgezeichnete Naturschützer Ernst Paul Dörfler hat ein berührendes Buch über das geheime Leben der Vögel geschrieben, die oft friedvoller und achtsamer miteinander umgehen als wir Menschen.

Ernst Paul Dörfler, geboren 1950 in Kemberg bei Wittenberg, ist promovierter Ökochemiker und leidenschaftlicher Vogelliebhaber. Sein Buch „Zurück zur Natur?“ (1986) wurde zum Kultbuch der ostdeutschen Umweltbewegung. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem EURONATUR-Preis der Stiftung Europäisches Naturerbe. Fernsehtipp:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ndr_talk_show/Oekologe-und-Vogel-Experte-Ernst-Paul-Doerfler,ndrtalkshow4970.html

Sagen- und Mythenwanderung in Sankt Andreasberg
Am Freitag, den 26. April, bietet das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg um 20:00 Uhr eine Sagen- und Mythenwanderung an. Dabei geht es vom Parkplatz „Dreibrode“ aus durch den abendlichen Wald der „sagenumwobenen Bergwildnis“. Unterwegs erhält man spannende Informationen über alte Harzer Sagen und was es mit der Walpurgisnacht und den Hexen auf sich hat. Die Wanderung dauert ca. zwei Stunden. Es wird empfohlen, eine Taschenlampe mitzunehmen.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der L 519, nördlich von Sankt Andreasberg am Abzweig zum Rehberger Grabenhaus. Für die Veranstaltung wird vor Ort eine Gebühr erhoben. Erwachsene zahlen 6,- €, Kinder 4,- € und Familien 14,- €. Informationen dazu gibt es im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg oder telefonisch unter 05582 / 92 30 74.
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Der Feldlerche zuliebe: Hunde bitte immer an der Leine lassen: In Wald und Flur gilt von 1. April bis 15. Juli die Leinenpflicht
Goslar. Endlich ist es wieder soweit – im Frühling gönnen sich Hundebesitzer mit dem „besten Freund des Menschen“ wieder den dringend benötigten Auslauf in der freien Natur. Dabei heißt es nicht selten „Leinen los“. Doch Vorsicht – hier droht Gefahr! Die Goslarer Umweltverbände BUND, NABU sowie Natur- und Umwelthilfe Goslar appellieren an alle Hundebesitzer: „Lassen Sie Ihren Hund bitte an der Leine!“

Während der Brut- und Aufzuchtzeit des Nachwuchses sind Vögel und andere wildlebende Tiere besonders störempfindlich. Da kann ein freilaufender Hund großen Schaden anrichten, wenn sein Jagdtrieb erwacht und die Rufe von Herrchen oder Frauchen unbeachtet bleiben.

Rehkitze, aber auch der Nachwuchs der bodenbrütenden Vogelarten sind derzeit besonders gefährdet. Ein typischer Bodenbrüter ist zum Beispiel der Vogel des Jahres, die Feldlerche. Ihr Bestand schrumpft in den letzten Jahrzehnten bedrohlich.

Wie im letzten Jahr mehren sich bei den Verbänden wieder Anfragen von Bürgern, die sich über mangelnde Kontrolle und Umsetzung der gültigen gesetzlichen Regelungen beschweren. Hier appellieren die Verbände an alle Hundebesitzer, die Festlegung der derzeitigen Hundeanleinpflicht zu beherzigen, und an alle zuständigen Kommunen, stärkere diesbezügliche Kontrollen durchzuführen, denn was nützen die besten Gesetze, wenn deren Einhaltung nicht überwacht wird!

Hundebesitzer, die ein Herz für die wilden Tiere haben, lassen beim Spaziergang ihren Liebling an der Leine. Freien Auslauf gibt es in der Brut- und Setzzeit nur im heimischen Garten oder auf ausgewiesenen Flächen in Städten und Gemeinden, die für Parks und Grünanlagen gesonderte Regelungen schaffen können.

Im Nationalpark Harz gilt eine ganzjährige Leinenpflicht.
https://www.nabu-goslar.de/

Nationalpark warnt vor Waldbrandgefahr Aufruf zu achtsamen Verhalten zur Verhütung von Waldbränden
Wegen des ungewöhnlich warmen Frühjahrs warnt die Nationalparkverwaltung Harz kurz vor Ostern vor der schon jetzt großen Waldbrandgefahr. Die Vegetation ist in den mittleren und oberen Lagen des Gebirges noch nicht grün und es liegt noch trockenes Gras und Laub auf dem Waldboden - so können schnell Brände entstehen.

Der Nationalpark ruft die Bevölkerung zur Mithilfe bei der Verhütung von Waldbränden auf. Wenn die zahlreich erwarteten Besucher die Regeln auf den Waldeingangstafeln beachten, können sie einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Natur leisten. Auf keinen Fall darf offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe gemacht werden. Grillen ist nur an den dafür freigegebenen Plätzen erlaubt. Zudem gilt vom 15. Februar bis zum 31. Oktober im Wald ein allgemeines Rauchverbot.

Insbesondere sind folgende Punkte zu beachten:
- Kein offenes Feuer, nicht nur im Wald!
- Rauchverbot beachten!
- Autos mit Katalysatoren nicht über trockenem Gras abstellen
- Jeden Waldbrand unter der Notrufnummer 112 sofort melden!

Die Gefahr wird nach den Waldbrandgefahrenstufen des Deutschen Wetterdienstes (1 gering bis 5 sehr hoch) eingeschätzt.

Tagesaktuelle Informationen können Sie ganz einfach in www.agrowetter.de erhalten, dort finden Sie auch Prognosen für die Folgetage.
http://www.nationalpark-harz.de/

4.5.2019: Pflanzen für die Wildnis von morgen
Wernigerode. Im Nationalpark Harz dürfen ehemalige Wirtschaftswälder wieder zu wilden Naturwäldern werden. In einigen Bereichen leisten wir der Natur noch kurzzeitig Starthilfe und unterstützen mit Buchenpflanzungen die Rückkehr der ursprünglich in den tieferen und mittleren Lagen heimischen Laubwälder.

Wer die Entwicklung der neuen Wildnis aktiv unterstützen möchte, ist zu unserer Buchen-Pflanzaktion am 4. Mai 2019 im Nationalpark-Revier Schierke herzlich eingeladen. Bitte unbedingt bis zum 25.4.2019 unter Tel. 0160 7148822 oder eggert@nationalpark-harz.de anmelden.

Los geht’s um 9 Uhr am Schierker Stern. Dauer ca. 5 Stunden.
http://www.nationalpark-harz.de

Pressemitteilung UNSER HARZ April 2019*

Inhalt des Heftes:
- Ernst Kiehl: 1100 Jahre König Heinrich – die Memoria und das Festjahr 2019
- Dr. Heinz-Gerd Röhling und Dr. Friedhart Knolle: Das „Gestein des Jahres 2019“ – Schiefer und seine Gewinnung im UNESCO Global Geopark Harz · Braunschweiger Land · Ostfalen
- Barbara Ehrt: Die romanische Pfalzkapelle Sankt Ulrich in Goslar – eine der ältesten Kapellen mit einem Ulrich-Patronat?
- Gedichte: Ostergedanken (Dieter Herrmann), Walpurgisnacht im Harz (Joachim Härtel)

Die April-Ausgabe führt uns zeitlich weit zurück in das ausklingende Frühmittelalter – eine Zeit, die von Auseinandersetzungen zwischen Fürsten und König ebenso geprägt war wie durch die Abwehrkämpfe gegen die Ungarn. Das Christentum war eine entscheidende Macht, sowohl real-politisch wie auch spirituell-ideologisch. Dies wird in dem Artikel „1100 Jahre König Heinrich – die Memoria und das Festjahr 2019“ von Ernst Kiehl deutlich.

Barbara Ehrt stellt in ihrem Beitrag „Die romanische Pfalzkapelle Sankt Ulrich in Goslar – eine der ältesten Kapellen mit einem Ulrich-Patronat?“ den Bischof Ulrich von Augsburg als Namensgeber der Kapelle in Goslar und seine Verehrung durch z.B. Heinrich II. vor.

Beide Beiträge verweisen damit auch auf die sich wandelnde Rezeption historischer Ereignisse und Menschen in den nachfolgenden Jahrhunderten.

Dr. Heinz-Gerd Röhling und Dr. Friedhart Knolle wiederum widmen sich dem Gestein des Jahres 2019, dem Schiefer, seiner Gewinnung und Nutzung im UNESCO Global Geopark Harz · Braunschweiger Land · Ostfalen. Schiefer war – und ist – über Jahrhunderte ein beliebter Baustoff und prägt so manches Stadt- und Ortsbild bis heute. Dieser Beitrag steht auch online und ist zu finden unter https://www.researchgate.net/publication/332036594_Das_Gestein_des_Jahres_2019_-_Schiefer_und_seine_Gewinnung_im_UNESCO_Global_Geopark_Harz_Braunschweiger_Land_Ostfalen

Siehe zu diesem Beitrag auch das anl. Foto.

Besonders freut sich das Redaktionsteam über die freundlichen und positiven Zusprüche zweier langjähriger Leser, Dieter Herrmann und Joachim Härtel. Von beiden haben wir, passend zur Jahreszeit, Gedichte bekommen, die wir gerne veröffentlichen.

So hoffe ich, dass auch dieses Heft wieder zur Begeisterung und zu neuen Erkenntnissen bei unserer Leserschaft beiträgt!

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

- Altenau: GLC-Touristinformation

- Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B

- Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark

- Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16

- Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus

- Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage

- Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi Bergmann-Str. 11.

Harzer Urania Wernigerode eröffnet Saison an der Rappbodetalsperre
Am 16. April eröffnet die Harzer Urania Wernigerode wieder ihren Vortragsplatz oberhalb der Rappbode-Talsperre. Jeweils Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17.30 Uhr können sich die Besucher wieder über die Anlage der Talsperren im Harz, aber auch zu heute wichtigen Themen, wie dem Fichtensterben, dem Borkenkäfer und den Klimaänderungen informieren lassen.
Der Vortragsplatz wurde erweitert um die Schautafel zum Thema Klima, welche in Zusammenarbeit mit der Brocken-Wetterwarte entstanden ist. Außerdem wurde die Übersichtskarte zu den Harzer Talsperren erneuert und enthält erstmals Tabellen mit wichtigen Daten zur Hydrologie und zur Bewirtschaftung des Bode-Talsperren-Systems. Die Refernten stehen bereit und freuen sich schon auf die zahlreichen Besucher, um ihr Wissen mit ihnen zu teilen.
http://www.harzer-urania-wernigerode.de/

Neues Highlight: Gläserner Globus in Derenburger Glasmanufaktur ausgestellt
Der Glas-Email-Globus des Künstlers Manfred Küttner aus Wernigerode wird ein Zuhause in den Ausstellungsräumen der Derenburger Glasmanufaktur erhalten. Ein Sternen-Schauraum mit Wänden, an denen der unendliche Weltraum zu sehen ist bildet den Rahmen um die künstliche Erde.
Manfred Küttner arbeitete 20 Jahre an seinem Kunstwerk, in 10.000 Arbeitsstunden entstand der 1,28 Meter im Durchmesser große Erdball. 578 emaillierte Metallsegmente in transparentem Steg-Email zeigen das Land, Flussläufe und Seen. 500 Städtenamen und die Namen der Kontinente sind auf dem Globus verteilt. Jede, der kleinen Kupferplatten musste bei 1.000 Grad mit dem farbigen Glasschmelz überzogen werden. Ab Gründoonerstag wird täglich für Besucher eine Führung um 12.30 Uhr und 14.30 Uhr stattfinden. damit
https://www.harzkristall.de/

Harzer Wandernal-Saison beginnt am 28. April 2019
Die Stempeljagd auf die Harzer Wandernadel beginnt am 28. April, diesmal in der Welterbestadt Quedlinburg.
Zwei Wanderungen zur Saisoneröffnung werden angeboten:
1. Wanderung ab Treffpunkt 9 Uhr Parkplatz Wipertistraße/Ecke Langenbergstraße. Sie führt über die Langenbergstraße, weiter Grüntalsweg, Grüntal, Hasenköpfe, Altenburg, Brühl, Wordgarten zum Marktplatz. Die Strecke ist ca. 6,5 Kilometer lang und man wandert etwa 2,5 Stunden.
2. Wnaderung ab Treffpunkt Nettoparkplatz (Schillerstraße) um 9 Uhr. Diese führt über die Taubenbreite, weiter Am Weinberg, Helmsteinberg, ehem. Panzerweg zur alten B6, D.-Milde-Weg, Weinberg, Grüntal, Langenbergstraße, unterer Schlossberg zum Marktplatz. Die Strecke ist ebenfalls ca. 6,5 Kilometer lang und man benötigt etwa 2,5 Stunden.
Auf dem Marktplatz wird dann offiziell die Wandernadel- Saison eröffnet.
Dazu wird das aktuelle Wandernadelheft 2019 vorgestellt und auch das Begleitheft "Harzer Baudenstieg", in diesem Haft finden sie die schönsten Waldgaststätten zwischen Bad Grund und Walkenried. Quedlinburg bietet für diesen Tag eine Sonderführung durch die Innenstadt an, dabei sollen fünf Sonderstempel gesammelt werden können.
Also liebe Wanderfreunde - auf in die neue Saison!
https://www.harzer-wandernadel.de/

Bürgerpark Wernigerode eröffnet die Saison am 13. April
Wie in jedem Jahr beginnt die Arbeit der Mitarbeiter im Bürgerpark schon lange bevor die Saison eröffnet wird.
10.000 Frühblüher mussten in die Erde, damit zur Eröffnung der Park in einer Blütenpracht erscheint.
Der "Kleine Harz", die Miniaturstadt im Park feiert in diesem Jahr ein Jubiläum - 10 Jahre können die Besucher schon die Sehenswürdigkeiten aus dem ganzen Harz als Miniaturbauten bewundern. Auch die kleine Bahnanlage wurde überholt. Neu in diesem Jahr ist die Miniatur des Großen Schlosses Blankenburg.Auf dem Gelände des Bürgerparks wurde ein Hortensiengarten eingerichtet. Auch der Spielplatz an der Zaunwiese ist neu, er wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt errichtet. Wieder werden auch Ausstellung im Park zu sehen sein, ab dem 16. April die Ausstellung unENDLICH-bunt der Künstlerin Melanie Kuna-Drechsler und die nächste beginnt am 25. Mai, sie wird von Lesern der Volksstimme gestaltet. Weitere Highlights im Park werden der Modellbautag, der Tag der Vereine, der Harzer Firmenlauf, der Tag der Biene, zahlreiche Konzerte, Kinderfeste, das Harzer Open Air usw. sein. Wir wünschen eine tolle Gartensaison.
https://www.buerger-und-miniaturenpark-wr.de/

Freilichtmuseum "Schwedenschanze" bei Stiege geöffnet
Die alte Militäranlage bei Stiege aus dem 18. Jahrhundert ist wieder für Besucher geöffnet. Allerdings hat die im Volksmund genannte "Schwedenschanze" gar nichts mit den Schweden zu tun. Höchst wahrscheinlich ist die Anlage aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges, französische Truppen rückten damals von Westen in den Harz und diese Wallanlage sollte sie aufhalten.Die um 1760 errichtete Schanzanlage der Hannoveraner wurde auf einer älteren aufgebaut, ob diese allerdings aus dem 30-jährigen Krieg stammt und die Schweden abhalten sollte , ist nicht bekannt. Der eigentliche Name ist deshalb "Kanonenplatz" und diese steht nun wieder als Modell auf diesem Platz. Die AFG, die Koba und der Tourismusbetrieb Oberharz hat den Platz wieder hergerichtet, so können Interessierte wieder ein Stück Geschichte unseres Harzes ansehen.
https://www.oberharzinfo.de/ausflugsziele/museen-technik/freilandmuseum-schwedenschanze.html

Löwenzahn-Entdeckerpfad öffnet wieder zu Ostern
Der Löwenzahnpfad bei Drei Annen Hohne wird wieder für den Sommerbetrieb hergerichtet. Höreule, Drehfiguren, Naturmemory und Schautafeln stehen schon wieder an ihren Orten. Nur der Barfußpfad musste umgesetzt werden, da eine große alte Buchean Altersschwäche gestorben ist. Ein Teil der buche steht noch, aber ein anderer Teil liegt nun am Boden, deshalb ist das Gelände um die Buche noch abgesperrt. Der Nationalpark will nun die Buche in eine Totholzstation umwandeln, damit die Besucher sehen können wie der Wald sich mit der Zeit wandelt. Der 1,2 Kilometer lange Löwenzahnpfad beginnt in der Nähe des Bahnhofs der Brockenbahn in Drei Annen Hohne und endet am Natur-Erlebniszentrum Hohnehof, hier können sich die Entdecker auch stärken, die Forscherecke erhunden und sich auf dem Abenteuerspielplatz austoben.
https://www.nationalpark-harz.de/de/besucherzentren/hohnehof

Der denkmalgeschützte Schlosspark Langenstein soll gerettet werden
Der Schlosspark am Schloss Langenstein nahe Halberstadt ist ein eindrucksvolles Ensemble aus dem 19. Jahrhundert, leider wuchs er nach der Wende fast zu und ähnelte eher einem Dschungel als einem Landschaftspark. 2018 fanden sich KoBa Harz und die AWZ (Aus-und Weiterbildungszentrum GmbH) Halberstadt sowie die Stadt zusammen, um den Park zu retten.
In den letzten acht Monaten wurde der Wildwuchs im Park entfernt und die Sichtachsen und Baumgruppen des Landschaftsgärtners Eduard Petzold aus dem 19. Jahrhundert freigelegt.
Seltene Gehölze, wie 200 Jahre alte Solitärbäume sowie seltene Baumarten aus Südeuropa und Asien können nun wieder ihre Pracht auf der 20 Hektar großen Fläche entfalten.
Auch die Einwohner des Ortes Langenstein begrüßen die Renaturierung des Parks, der Höhlenverein möchte im Park Informationstafeln zur Geschichte sowie zum Beispiel zur Erklärung der "Branconi-Säule" aufstellen lassen.Ein besonderes Projekt soll den Baumbestand des Parkes verjüngen, es sollen "Hochzeitsbäume" gepflanzt werden.
Im Schloss soll ein Hochzeitszimmer eingerichtet werden, dann können die Brautpaare nach der Trauung im Park ihren "Hochzeitsbaum" pflanzen.

Grube Glasebach startet am 1. April 2019 in neue Saison
Das Schaubergwerk Grube Glasebach in Straßberg bei Harzgerode wird ab 1. April 2019 von der Arbeitsfördergesellschaft Harz (AFG) übernommen.
Für die Besucher des Schaubergwerkes Glasebach wird einiges anders. In Zukunft wird die Grube ganzjährig und täglich geöffnet sein.
Und es gibt zahlreiche neue Ideen, um den Standort attraktiver zu machen. Zum Beispiel soll die Rad- und Wanderwegestruktur besser gepflegt und überarbeitet werden, auch ein Schauschmieden und Schmiedekurse sind angedacht.
Die Grube Glasebach war bis 1990 ein Bergwerk des Flussspat- und Silberabbaus. Mitte 1995 wurde das Bergwerksmuseum eröffnet, es zeigt den untertätigen Bergbau zwischen dem 17. - 19. Jahrhundert sowie den obertätigen bis 1990.
http://www.grube-glasebach.de

Musikmaschine aus dem 17. Jahrhundert im Kloster Michaelstein wieder in Gang gesetzt
Das Kloster Michaelstein in Blankenburg hat eine neue Sehenswürdigkeit, eine Musikmaschine des französischen Ingenieurs und Gartenarchitekten Salomon de Caus (1576 - 1626). Er war zu seinen Lebzeiten ein Experte für hydraulische Konstruktionen und hatte sich damit in ganz Europa einen Namen gemacht.
Zehn Jahre war die Musikmaschine ausgelagert, heute präsentiert sie sich in einem eigens für sie geschaffenen Pavillon. Sie musste eine aufwendige Sanierung über sich ergehen lassen, die Wasserräder aus Eichenholz, die Nymphenfigur und auch die Orgel mussten überarbeitet werden.
Auf Knopfdruck bewegen sich die Wasserräder und treiben lederne Blasebälge an, welche die Orgel mit den von einer Stiftwalze gesteuerten 64 Pfeifen zum Klingen bringen. Gleichzeitig bewegt sich eine Nymphenfigur, die in einer von Delfinen gezogenen Muschel sitzt durch ein Wasserbecken.
Die Musik der Maschine stammt von Peter Philips, es ist das Madrigal "Chi fará fed´al cielo" aus dem Jahre 1615.
Die Entstehungsgeschichte der Maschine sowie weitere Informationen zu ihrer Rekonstruktion durch die Technische Hochschule Aachen 1998 werden auf zwei Informationstafeln ausgiebig beschrieben.
Am 7. April 2019 wird die Musikmaschine erstmals öffentlich zugänglich sein, danach wird jeden ersten Sonntag im Monat bis Oktober um 15 Uhr die Maschine in Gang gesetzt.
http://www.kloster-michaelstein.de/

Die Feldlerche – Vogel des Jahres 2019 - Bildvortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg am 2. April 2019
Braunlage - Sankt Andreasberg. Am 2. April 2019 hält der Diplombiologe Walter Wimmer vom NABU Salzgitter in Sankt Andreasberg einen Vortrag zum Vogel des Jahres.

Die Feldlerche ist als Kulturfolger einst ein „Allerweltsvogel“ gewesen. Sie war weit verbreitet und ihr Gesang auf nahezu allen landwirtschaftlich genutzten Flächen zu hören. Als Landwirtschaft noch ohne chemische Gifte und kleinflächig strukturiert betrieben wurde, schuf sie geradezu paradiesische Zustände für die Feldlerche, die ihre Verbundenheit mit der Landwirtschaft sogar im Namen trägt. Doch die jahrzehntelang zunehmende Intensivierung der Anbaumethoden verschlechterte die Lebensbedingungen der Feldlerche kontinuierlich. Seit langem ist sie überall auf dem Rückzug, die Bestände sind teils dramatisch eingebrochen.

Wenn die Feldlerche, die man durchaus als Stellvertreterin für die ehemals große Artenvielfalt in unseren Agrarlandschaften ansehen kann, eine Zukunft haben soll, muss sich an der Art und Weise sowie der Praxis der Fördermittelvergabe, welche die Landwirtschaft heute dominiert, einiges ändern.

Walter Wimmer zeigt viele attraktive Fotos und reichert seinen Vortrag mit detaillierten Ortskenntnissen aus dem nördlichen Harzvorland an, um die Situation des „Vogels des Jahres“ in der Region und darüber hinaus zu beschreiben.

Eine Anmeldung ist nicht nötig, der Eintritt ist frei.

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Datum: Dienstag 2.4.2019
Zeit: 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Sonderausstellung "Wege nach Frankreich" im Hüttenmuseum Thale
Der Künstler Bernd Schobeß veranstaltet vom 23. März bis zum 12. Mai 2019 eine Sonderausstellung im Hüttenmuseum Thale zu dem Thema "Wege nach Frankreich". Die Ausstellung zeigt Bilder und Vorortskizzen des Künstlers sowie des Mittlers der deutsch-französischer Lebensart Uwe Parthey. Tauchen Sie ein in die französische Landschaft und genießen Sie dieses Flair. Die Öffnungszeiten der Ausstellung orientieren sich an denen des Museums.
https://www.schobess-art.de

US-Generalkonsul und US-Rangerin besuchen Nationalpark Harz Austausch über gemeinsame Herausforderungen und Strategien bei Naturschutz und Umweltbildung
Jüngst hat der Generalkonsul der USA für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Timothy Eydelnant, den Nationalpark Harz besucht. Er informierte sich im Natur-Erlebniszentrum HohneHof über die Arbeit und Bedeutung des Parks und die Kooperation zwischen zwei Bundesländern.

Anlass seines Besuchs war ein ganz besonderer Gast: Im Rahmen des Gastredner-Programms der US-Botschaft Berlin war US-Nationalpark-Rangerin Lee Taylor vor Ort im Nationalpark Harz, um sich mit ihren deutschen Kollegen über gemeinsame Herausforderungen und Strategien bei Naturschutz und Umweltbildung auszutauschen. Die Leiterin des Olympic National Park im US-Bundesstaat Washington nutzte die Gelegenheit, um ihren Park in einem Vortrag vor Mitarbeitern im Harz vorzustellen und entdeckte bei der anschließenden Tour durch den Nationalpark viele Gemeinsamkeiten.

Die Exkursion führte zunächst zum Nationalparkhaus Ilsetal und zur Rangerstation Scharfenstein. Über Mittag stand dann ein Treffen mit Rangerkollegen im Natur-Erlebniszentrum HohneHof auf dem Programm. Der Austausch drehte sich um die Themen Junior-Ranger, Nationalparkmanagement und Zukunftsperspektiven. Auch der alle Parke weltweit betreffende Klimawandel wurde diskutiert. Zusammen mit Generalkonsul Eydelnant ging es zum Abschluss des Tages auch auf den Brocken und ins Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus.

„Ich habe heute viel Neues über die Region gelernt“, sagt Generalkonsul Eydelnant. „Es ist schön zu sehen, dass in diesem ehemaligen Grenzgebiet heute die Zusammenarbeit im Vordergrund steht und gut funktioniert. Gemeinsam erreicht man oft mehr als allein. Darum wollen wir mit unserem Gastredner-Programm auch den internationalen Dialog fördern. Es freut mich, dass es heute einen so intensiven Austausch einer US-Rangerin mit ihren deutschen Kollegen gegeben hat.“ Sehr beeindruckt zeigte sich die US-Kollegin auch von den Wernigeröder Fachwerkbauten und der für den Harz so typischen engen Verzahnung von Natur und Kultur, so Henning Möller, der Ranger-Einsatzleiter für Sachsen-Anhalt, der die Exkursion leitete.
http://www.nationalpark-harz.de

Führungen im Großen Schloss Blankenburg beginnen wieder - vom 16.03.2019 bis 14.12.2019
Das landschaftsprägende barocke Schloss - einst von Hermann Korb für Herzog Ludwig Rudolf von Braunschweig-Wolfenbüttel , Fürst von Blankenburg als Residenzschloss erbaut - ist ein Kulturdenkmal von europäischen Rang. Interessante Führungen zeigen die wichtigsten Repräsentationsräume des Ensembles, das sich derzeit in der Sanierung befindet.Einschränkungen im Führungsablauf sind wegen der Baumaßnahmen möglich.
Zu während der Führungszeiten ist das Schloss-Cafe und der Schloss-Shop ebenfalls geöffnet.
Das Schloss ist ferner von Dienstag bis Freitag sowie am Sonntag zwischen 10.00 Uhr -16.00 Uhr geöffnet , allerdings finden an diesen Tagen keine Führungen statt.
Uhrzeit: von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr jeweils nur am Samstag , beginnend am 16.03.2019 - 14.12.2019
Eintrittspreis: Eintritt: 4,-- Euro, Kinder (6 - 15 Jahre) 2,50 Euro, Kinder unter 6 Jahre / freier Eintritt
Sonderführungen auf Bestellung möglich -per e-mail: fuehrungen@rettung-schloss-blankenburg.de oder 03944-3676223 ( Anrufbeantworter)
bis 5 Personen : 35,-- Euro (Kinder unter 6 Jahre freier Eintritt), ab der 6. Person: Erwachsener (ab 16 Jahre) je 7,-- Euro, Kinder (6 - 15 Jahre) je 3,-- Euro
Zufahrt zum Schloss über Schleinitzstrasse - Schieferberg - Herzogsweg
Parkmöglichkeiten begrenzt, bitte auch andere Parkplätze nutzen ( z.B. Schnappelberg, Kleines Schloss)
Telefonnummer: 03944-3676223
Homepage:
http://www.rettung-schloss-blankenburg.de

Fahrtziel Natur-Jahresbroschüre 2019 erschienen Den Nationalpark Harz autofrei erleben
Mehr Menschen für einen Besuch im Nationalpark Harz mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zu begeistern – dafür engagiert sich die Nationalparkregion Harz als Partner in der Kooperation „Fahrtziel Natur“. In der neu erschienenen Broschüre „Naturschätze entspannt und umweltfreundlich erleben“ präsentiert sich auch der der Nationalpark Harz auf einer Seite. Naturbegeisterten Gästen wird aufgezeigt, wie sie dieses Gebiet entspannt mit der Bahn erreichen und vor Ort autofrei mobil bleiben.

Für alle 23 Fahrtziel Natur-Gebiete in Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet die Broschüre einen kompakten Überblick zur An- und Abreise mit der Bahn, Mobilität vor Ort und zu attraktiven Ameropa-Reisen. Die Broschüre liegt in DB-Reisezentren in ganz Deutschland aus und ist auch im Nationalpark Harz erhältlich.

Jeder Gast, der umweltfreundlich verreist, spart CO2-Emissionen ein und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Klimaschutz. Natur genießen statt im Stau zu stehen – das sind überzeugende Argumente, um im Urlaub auf den öffentlichen Verkehr und das Fahrrad umzusteigen.

Im Ostharz gibt es zudem HATIX – das Harzer Urlaubsticket. Es macht mobil, denn dieses besondere Angebot können Sie bei Ihrem Urlaub im Harz kostenfrei nutzen. Das Ticket erhalten Sie bei Übernachtung und Zahlung des aktuellen Gästebeitrags in einem der teilnehmenden Orte. Es ermöglicht Ihnen freie Fahrt auf allen öffentlichen Bus- und Straßenbahnlinien im Landkreis Harz sowie auch auf ausgewählten Linien im Landkreis Mansfeld-Südharz. Die Ausweitung auf den Westharz ist in Vorbereitung.

Anreise leicht gemacht
Goslar und Bad Harzburg sind von den ICE- und IC-Halten Braunschweig und Hildesheim aus stündlich erreichbar. Bad Lauterberg, Barbis und Bad Sachsa stehen via Göttingen (ICE-Halt) als Tore in den Nationalpark zur Verfügung. Nordhausen als Tor zum Südharz erreichen Sie mit dem Nahverkehr aus den ICE-/ICBahnhöfen Kassel-Wilhelmshöhe, Erfurt und Halle (Saale). Von Halle und Magdeburg aus gibt es zudem direkte Nahverkehrszüge z. B. nach Goslar, Wernigerode und Halberstadt. Weitere Infos unter https://www.fahrtziel-natur.de/natur/view/gebiet/harz/ueb-harz.shtml

Fahrtziel Natur, die Kooperation der drei großen Umweltverbände BUND, NABU, VCD und der Deutschen Bahn, setzt sich seit 2001 für umweltfreundliche Mobilität und nachhaltigen Naturtourismus ein. Vom Alpenraum bis zum Wattenmeer vereinigt die Kooperation 23 Fahrtziel Natur-Gebiete. Alle setzten sich vor Ort dafür ein, dass attraktive Tourismusangebote mit klimafreundlichen Mobilitätskonzepten verknüpft werden. Auf diese Weise können Urlauber Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke entspannt und umweltschonend erleben.

Mehr Informationen zur Kooperation Fahrtziel Natur erhalten Sie unter www.fahrtziel-natur.de
https://www.fahrtziel-natur.de/natur/view/gebiet/harz/ueb-harz.shtml

Endspurt im Fotowettbewerb HarzNATUR
Spannende Tierbegegnungen, atemberaubende Landschaften oder kleine Wunder am Wegesrand – schon zahlreiche tolle Fotos erreichten uns beim diesjährigen Fotowettbewerb HarzNATUR. Noch bis zum 15. März 2019 können Fotofans mit ihren Bildern die Faszination für die Natur im Nationalpark Harz mit anderen teilen. Außerdem winkt die Teilnahme in der HarzNATUR-Ausstellung und im Nationalpark-Kalender sowie weitere Gewinne. Jetzt noch schnell mitmachen. Alle Infos gibt es auf www.fotowettbewerb-harznatur.de.
http://www.fotowettbewerb-harznatur.de

15.3., Torfhaus: Wanderung in den wilden Nationalpark Harz - Einblicke in den Urwald von morgen
Wann? 15.3.2019, Freitag, 12.30 Uhr in Altenau-Torfhaus

Wo? Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Wilder Nationalpark Harz - Einblicke in den Urwald von morgen (ca. 3 Stunden)

Ein kleines Wildnisabenteuer rund um Torfhaus. Für Jung und Alt. Wir bringen Ihnen den Wandel der Wälder und die Naturdynamik näher.

Kosten: 5 € Kinder, 10 € Erwachsene, 20 € Familien (2 Erw. und Kinder bis 16 J.)

Anmeldung bis 14.3. erbeten unter Tel. 05320-33179-0
oder post@torfhaus.info
http://www.torfhaus.info/

Fledermausforschung im Nationalpark Harz - Bildvortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Am Mittwoch, den 13. März findet um 19:00 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg der Vortrag „Fledermausforschung im Nationalpark Harz“ statt.

Die Referentin Annika Schröder ist im Nationalparkhaus beschäftigt und betreut unter anderem auch die dortige Dauerausstellung „FledermausReich“. Im Rahmen ihrer Masterarbeit erstellte sie ein Habitatmodell für die gesamte Fläche des Nationalparks. Hierfür wurden mit Bat-Rekordern Fledermausrufe erfasst um diese anschließend in Zusammenhang mit der vorherrschenden Vegetation zu bringen. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden vorgestellt. Annika Schröder wird aber auch auf die spannende Tiergruppe der Fledermäuse ganz generell eingehen sowie über die Fledermausforschung im Nationalpark Harz berichten.

Eine Anmeldung zu der 90-minütigen Veranstaltung ist nicht nötig. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Nationalparkhaus zu geben.

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Ausschreibung für die Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ und den Andreas-Kunstpreis 2019 beginnt
Es ist wieder soweit – die Bewerbungsunterlagen für die 25. Kunstaustellung „NATUR – MENSCH“ sind online – Bewerbungsschluss ist der 17. Mai 2019.

Die Ausstellung wird vom 15. September bis 13. Oktober 2019 in der höchstgelegenen Bergstadt des Oberharzes, in Sankt Andreasberg, stattfinden – heute ein Teil der Stadt Braunlage.

Professionell tätige Künstlerinnen und Künstler sowie Studierende der Kunsthochschulen sind eingeladen, an der Ausstellung mitzuwirken und sich mit einem Werk zum Thema der spannenden und spannungsgeladenen Beziehung von Natur und Mensch zu bewerben. Zugelassen sind alle Sparten der Bildenden Kunst.

Höhepunkt der Kunstausstellung wird die Verleihung des mit 2.000 € dotierten Andreas-Kunstpreises im Rahmen der Vernissage am 14. September 2019 sein.

An drei Standorten – Rathaus-Scheune, Martini-Kirche und St. Andreas-Kirche – präsentieren wir entlang einer Kunstmeile Werke internationaler Künstler aus den Bereichen Bildhauerei, Malerei, Grafik, Fotografie, Installation und Video.

Der Anspruch: Berühren, Reflektieren, Erkenntnis gewinnen! Die Ausstellung will mit den Mitteln der Kunst einen emotionalen Zugang zur Natur schaffen. Die Kunst ist gewissermaßen Seismograph, Pädagoge, Katalysator und Visionär zugleich – eine feinfühlige Herausforderung, die zum Nachdenken anregt. Und diese Herausforderung ist heute wichtiger denn je.

Die Bewerbungsunterlagen erhalten Sie auf www.nationalpark-harz.de unter „Kunst und Kultur“.
http://www.nationalpark-harz.de

Die Geschichte der Treseburg auf einer Informationstafel
Der Fremdenverkehrsverein Bodetal hat eine Informationstafel zur Geschichte der Treseburg erstellen lassen. Daruf sind auch einige Abbildungen sichtbar, ein Grundriss, eine Rekonstruktionszeichnung und zwei weitere Darstellungen. Historische Belege für die Existenz der Treseburg sind rar, das sie schon in längst vergangener Zeit zerstört wurde. Die Schautafel steht in Mitten des Ortes und nur wenige Meter entfernt vom Beginn des Aufstiegs zum vermutlichen Standort der Treseburg. Von dort oben kann man einen herrlichen Ausblick ins Bodetal geniessen.

7.3.2019, Northeim: Vortrag "Der Erste Weltkrieg in deutschen und französischen Schulgeschichtsbüchern, 1918-1945"
Am Donnerstag, 7. März 2019, ab 18:00 Uhr findet im Bürgersaal der Stadt Northeim der dritte Vortrag der Vortragsreihe zur Sonderausstellung „Der Erste Weltkrieg in Northeim – Kriegsende 1918. Und dann?“ statt.

Der Referent, Dr. Rainer Bendick ist Bildungsreferent im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Bezirksverband Braunschweig.

Thema seines Vortrages ist:
Der Krieg im Frieden: Der Erste Weltkrieg in deutschen und französischen Schulgeschichtsbüchern, 1918-1945.
http://www.volksbund-niedersachsen.de/

Rutsche aus dem Transall auf die Terrasse des Luftfahrtmuseums in Wernigerode
Die Transall C-160 auf dem Dach des Luftfahrtmuseums in Wernigerode wird um eine Attraktion reicher.

In Zukunft können die Besucher aus der Transall heraus auf die Terrasse des Museums über eine Wendelrutsche hinab gleiten.

Die Transall C-160 wurde 2018 auf dem Dach des Museums installiert und ist ein weithin sichtbares Ausstellungsobjekt.
https://www.luftfahrtmuseum-wernigerode.de

BUND untermauert seine Kritik an der geplanten Mansfelder Deponie am Freiesleben-Schacht
Der BUND Sachsen-Anhalt hat termingerecht Einwendungen im Planfeststellungsverfahren zur geplanten neuen Abfalldeponie der Fa. Martin Wurzel HTS Baugesellschaft erhoben, siehe Anlagen. In zwei Stellungnahmen bekräftigt der BUND seine Kritik, so der Landesvorsitzende Ralf Meyer.

Auf Teilen des ehemaligen Freiesleben-Schachts soll eine Fläche von über 10 ha mit der Deponie überschüttet werden. Über einen Zeitraum von 25 Jahren sollen fast 3 Mio. Tonnen Inertabfälle eingelagert werden – dagegen protestiert der BUND.

Auch eine Bürgerinitiative, andere Umweltgruppen und auch Kommunen vor Ort lehnen es ab, in der mit Schwermetallen und anderen Giften hochbelasteten Region des Mansfelder Landes weitere Deponien zuzulassen.

Ein wichtiger Kritikpunkt sind die Luftschadstoffe. Die Immissionsprognose in den ausgelegten Unterlagen ist nicht geeignet, die Umweltweltverträglichkeit des Vorhabens nachzuweisen. Die freigesetzten Staubemissionsfrachten wurden viel zu niedrig angesetzt. Dies betrifft insbesondere die Staubemissionen durch Umschlag- und Transportvorgänge sowie durch die Staubabwehungen. Dessen ungeachtet ist bereits auf Basis der prognostizierten Zusatzbelastungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Immissionswert für die maximale Überschreitungshäufigkeit des Tagesmittelwertes von 35 Überschreitungen örtlich nicht eingehalten werden kann – das betrifft vor allem die unmittelbar benachbarte Wohnbebauung.

„Damit ist bereits aus diesem Grund das Vorhaben nicht genehmigungsfähig. Der Antrag auf Planfeststellung ist daher

abzulehnen“, so Hans-Jürgen Paasch als Sprecher der BUND-Kreisgruppe Mansfeld-Südharz.

Weiterhin wurden die Belastungen durch Schwermetalle im Staubniederschlag im Umfeld der geplanten Deponie nicht untersucht. Berechnungen von Umweltexperten zeigen, dass insbesondere beim Parameter Arsen der Immissionswert der TA Luft örtlich überschritten werden kann. Die Bleibelastungen im Staubniederschlag können nahezu den Immissionswert erreichen.

Darüber hinaus kann eine Reihe der beantragten Abfälle so hohe Schwermetall-konzentrationen aufweisen, dass gemäß TA Luft die wirksamsten Maßnahmen zur Staubminderung anzuwenden sind. Dies ist aber auf der geplanten Deponie nicht der Fall.

Auch das Lärmgutachten enthält eine Vielzahl von Fehlern und Schwachstellen. Die Annahmen zu den Emissionsquellen entsprechen nicht dem zu fordernden Ansatz. Es ist daher davon auszugehen, dass bei fachlich korrekter Berücksichtigung der Schallleistungspegel und der Lage der Emissionsquellen die jeweils anzuwendenden Immissionsrichtwerte der TA Lärm durch das Vorhaben überschritten werden.

Der Bedarf für die geplante Deponie wird im Antrag von der Firma Martin Wurzel HTS Baugesellschaft mbH nicht dargelegt. Es fehlt sowohl eine Bedarfsanalyse wie auch ein Nachweis, in dem aufzeigt wird, ob die Abfälle für die geplante Laufzeit der Deponie überhaupt vorhanden sind und ob diese Abfälle zumindest durch Vorverträge oder Absichtserklärungen dauerhaft für die geplante Deponie zur Verfügung stehen. Im Antrag ist ebenfalls keine Planrechtfertigung zu finden, nach dem ein Bedarf für die Entsorgungssicherheit der Region durch den Anlagenbau gerechtfertigt wäre. Auf der Landtagssitzung zur Beantwortung der Kleinen Anfrage zur geplanten Deponie in Großörner am 23.11.2016 wies die Umweltministerin Prof. Dr. Dalbert darauf hin, dass im Lande kein Bedarf an weiteren Deponien der DK 0 und DK I besteht. Sie führte wörtlich hierzu aus: „Nach aktuellem Planungsstand ist es so, wenn wir auf die Deponien der Klasse 0 zu sprechen kommen: Für Deponien der Klasse 0 sehen wir in Sachsen-Anhalt keinen weiteren Bedarf. Mittelfristig, muss ich sagen, sehe ich überhaupt keinen Bedarf für Deponien der Klasse 0, weil es sich um Material handelt, das man verwerten kann, indem man es aufträgt oder indem man es recycelt.“

Zur Frage des Bedarfsnachweises für die Deponie in Großörner wurde von der Ministerin ausgeführt: „Der konkrete Bedarf für das Deponieneubauvorhaben Freieslebenschacht ist im Rahmen des Zulassungsverfahrens durch den Antragsteller nachzuweisen und wird derzeit neben weiteren fachtechnischen Aspekten von der zuständigen Genehmigungsbehörde, der unteren Abfallbehörde des Landkreises Mansfeld-Südharz, geprüft. Der Antragsteller muss nachweisen, dass die Deponie notwendig ist. Das ist seine Aufgabe. Dann prüft die Genehmigungsbehörde, die untere Abfallbehörde, in diesem Fall des Landkreises Mansfeld-Südharz, ob die Rechtfertigung gelungen ist“.

Der Gemeinde- und Städtetag Sachsen-Anhalt äußert sich in einem Schreiben vom 19.1.2019 an die Gemeinde Mansfeld in ähnlicher Weise zum Bedarfs-nachweis. Es besteht daher derzeit kein Bedarf für die Errichtung einer Deponie der Klasse 0 auf der Halde Freiesleben-Schacht Mansfeld. Der Vorhabensträger legte bislang keinerlei Nachweise vor, die die Aussagen des Abfallwirtschaftsplans für Sachsen-Anhalt widerlegen, so die beiden BUND-Sprecher.

7. März 2019: Lesung von Dr. Ernst Paul Dörfler aus seinem neuen Buch „Nestwärme“ im Café der Goslarschen Höfe – ein Termin nicht nur für Vogel-Interessierte
Die Goslarer Umweltverbände laden am 7.3.2019 zu einer Lesung mit Dr. Ernst Paul Dörfler in das Café der Goslarschen Höfe ein. Der Autor liest aus seinem neuen Buch „Nestwärme“.

Ernst Paul Dörfler ist nicht nur ein überregional bekannter Naturschützer – er ist auch ein hervorragender Kenner bedrohter heimischer Vogelarten. Ein Leben mit der Sonne statt nach der Uhr, faire partnerschaftliche Beziehungen, Gewaltverzicht und klimaneutrale Mobilität – was können wir nicht alles von Vögeln lernen! "Nestwärme" ist ein überraschendes Buch über das Sozialverhalten unserer gefiederten Nachbarn, ein Plädoyer für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – und eine augenzwinkernde Aufforderung, das eigene Leben hin und wieder aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Der vielfach ausgezeichnete Naturschützer Ernst Paul Dörfler hat ein berührendes Buch über das geheime Leben der Vögel geschrieben, die oft friedvoller und achtsamer miteinander umgehen als wir Menschen.

Ernst Paul Dörfler, geboren 1950 in Kemberg bei Wittenberg, ist promovierter Ökochemiker und leidenschaftlicher Vogelliebhaber. Sein Buch „Zurück zur Natur?“ (1986) wurde zum Kultbuch der ostdeutschen Umweltbewegung. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem EURONATUR-Preis der Stiftung Europäisches Naturerbe. Fernsehtipp:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ndr_talk_show/Oekologe-und-Vogel-Experte-Ernst-Paul- Doerfler,ndrtalkshow4970.html

Die Lesung wird im Rahmen des Projekts „Buchlesungen aus Natur und Umwelt“ durch die Goslarer Umweltverbände NABU, BUND sowie Natur- und Umwelthilfe Goslar e.V. angeboten. Die Goslarer Buchhandlung Bücher Bär unterstützt uns bei diesem Projekt, das wir in Zukunft kontinuierlich in den Goslarschen Höfen anbieten wollen.

Der Termin auf einen Blick
Was: Lesung Dr. Ernst Paul Dörfler: „Nestwärme“
Wann: 7. März 2019, 19 Uhr
Wo: Hofcafé der Goslarschen Höfe, Okerstr. 32, 38640 Goslar
Referent: Dr. Ernst Paul Dörfler

Nur tote Bäume im Nationalpark Harz? Antwort: NEIN - Waldwandel zur Wildnis im Film erklärt
Wenn man heute durch den Nationalpark Harz wandert, bietet sich auf einigen Waldflächen ein bizarres Bild. Graue Holzgerippe abgestorbener alter Fichten dominieren die Landschaft und wirken auf zahlreiche Einheimische und Gäste befremdlich. Viele sorgen sich um den Wald und stellen Fragen zu seinem Zustand.

Ein neuer Film, der im Auftrag des Nationalparks Harz von der Firma movit in Hardegsen produziert wurde, erklärt jetzt die Zusammenhänge in dieser ganz besonderen Baustelle der Natur. Er gibt Einblicke in den Wandel zur Wildnis, lässt Experten aus anderen Nationalparken zu Wort kommen und zeigt, dass der Wald trotz vieler toter Bäume so lebendig und dynamisch ist, wie selten zuvor – schauen Sie mal rein.

Der Film steht online unter www.youtube.com/nationalparkharz, ist auch auf der Nationalpark-Facebook-Seite verlinkt und ebenfalls auf der Nationalpark-Webseite unter "Aktuelles".
http://www.youtube.com/nationalparkharz

Einzigartige Landschaft und Arbeitsplätze im Südharz erhalten - Naturschutzverbände rufen Ministerpräsidenten im Dreiländereck zum Handeln auf
Hannover - Erfurt - Magdeburg. In einem Offenen Brief haben acht Landesnaturschutzverbände von BUND, NABU, NaturFreunde und der Niedersächsische Heimatbund die Ministerpräsidenten der Länder Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt aufgefordert, die europaweit einmalige Gipskarstlandschaft im Südharz für nachfolgende Generationen zu erhalten. Der Schutz der natürlichen Lebensräume und Kulturlandschaften müsse dabei Hand in Hand mit der Sicherung nachhaltiger Arbeitsplätze in der Südharzregion gehen.

„Die Gipskarstlandschaft im Südharz ist ein Hotspot der Artenvielfalt, einmalig in ganz Europa“, betonen die Naturschutzverbände. „Durch den Gipsabbau wird das Gestein entfernt, dem die Landschaft ihren ungewöhnlichen und reichen Formenschatz verdankt. Die natürliche Artenzusammensetzung und das Landschaftsbild werden nachhaltig verändert. Übrig bleiben mit Gipsabraum aufgefüllte und gefällig modellierte Steinbrüche mit Allerweltsvegetation.“ Die Verbände fordern daher seit Langem eine Umstellung der Anhydrit- und Gips-Baustoffbranche auf Recycling- und Sekundärgipse sowie nachwachsende Rohstoffe. Die sich bietenden Möglichkeiten werden im Südharz noch nicht konsequent genug umgesetzt, weil der Abbau der Gipsvorkommen günstiger und einfacher ist.

„Es ist statistisch belegt, dass im Südharz viele Arbeitsplätze im Tourismussektor und nachfolgendem Gewerbe gebunden sind“, so die Verbände. „Mit der Fortführung des Naturgipsabbaus wird die Landschaft endgültig und unwiederbringlich ihres Potenzials einer nachhaltigen Tourismusentwicklung beraubt.“ Derzeit etabliert sich die Südharzregion länderübergreifend mit hoffnungsvollen Ansätzen im Bereich der touristischen Vermarktung. Mit der Schaffung von regionalen Wirtschaftskreisläufen mittels Vermarktung heimischer Produkte und des in Sachsen-Anhalt etablierten Biosphärenreservats „Karstlandschaft Südharz“ hat die Region einen Platz im Ranking der Nationalen Naturlandschaften gefunden, den es auszubauen gilt.

Einen nachhaltigen Abbau gibt es nicht. Zwar entwickeln sich Abbauflächen kurzfristig zu teilweise hochwertigen Offenlandbiotopen und weisen vorübergehend Arten auf, die es vorher dort nicht gab. Die dann vorkommenden Pflanzen- und Tierarten sind jedoch nicht mehr typisch für die naturnahen Lebensräume auf Gips- bzw. Karstgestein wie artenreiche Magerrasen, orchideenreiche Kalkbuchen-wälder, natürliche Erdfälle und die ganze Fülle der Gipskarstformen, die es zu schützen gilt. Die Naturschutzverbände appellieren daher an die Ministerpräsidenten der drei Länder, jetzt die politischen Weichen für einen länderübergreifenden, flächendeckenden Schutz zu stellen und einen offenen Diskurs über die Zukunft der Südharz-Region zu führen.

HINTERGRUND

Die Betriebsräte der in der Region Südharz tätigen gipsverarbeitenden Unternehmen Knauf (Rottlebe-rode), Casea (Ellrich) und Saint Gobain Formula (Walkenried) hatten sich zum Jahreswechsel in einem Brief an die Ministerpräsidenten gewandt und gegen die angebliche Gefährdung ihrer Arbeitsplätze durch die staatliche Verhinderung von notwendigen Abbauflächen protestiert.
Im niedersächsischen Karst sind bereits über 50 % Prozent der Flächen mit oberflächennah vorkommendem Gips abgebaut, in Thüringen aufgrund der größeren Vorkommen etwas weniger.

Mit dem „Hotspot der Biodiversität“ im Südharz und Kyffhäuser sind vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) ausdrücklich „natürliche Biotope“ mit den „typischen Arten“ genannt, die sich über 10.000 Jahre seit der letzten Eiszeit hier entwickelt haben. Diese Natur kann durch noch so intensive Renaturierung nicht wieder hergestellt werden. Die Einmaligkeit der Karstlandschaft besteht neben der Biodiversität in ihrer ganz besonderen Geologie. Nur im Südharz treffen teilweise hohe Niederschläge, kalkfreie Bäche und Flüsse aus dem Harz und oberflächennah vorkommender Gips aufeinander. Bäche schaffen Steilwände, Naturhöhlen entstehen, fallen wieder ein und lassen oberirdisch Senken, Erdfälle, Bachschwinden, periodische Seen, Abhänge und Rutschungen entstehen.
http://www.bund-niedersachsen.de/

Hochkarätige Naturmotive der „Glanzlichter 2017“ gastieren in Ilsenburg Wanderausstellung vom 12. Februar bis 22. Mai 2019 im Nationalparkhaus Ilsetal zu Gast
Auch für den Glanzlichter-Jahrgang 2017 hatte Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, die Schirmherrschaft übernommen. Die Auszeichnung mit dem Patronat des „Deutschen Verbandes für Fotografie“ ist ebenfalls eine Würdigung des hohen Glanzlichter-Standards. Die Glanzlichter-Sponsoren aus der Fotoindustrie stellten die Preise im Gesamtwert von 28.000 € zur Verfügung.
Vier Tage nahmen sich die Juroren die Zeit, um alle Bilder zu beurteilen. Erst dann standen die Gewinner der Glanzlichter 2017 fest. Die Jury bestand 2017 aus Isabel Synnatschke, Naturfotografin und Buchautorin, Jörg Ehrlich, Naturfotograf und Reiseveranstalter, sowie die Veranstalterin des Naturfoto-Wettbewerbs und Naturfotografin Mara Fuhrmann.
Die Siegerehrung der Gewinner fand während der 19. Internationalen Fürstenfelder Naturfototage am Freitagabend, 12. Mai 2017 statt. Nach der Ausstellungseröffnung sahen die Besucher erstmals die neuen Glanzlichter in der großen Foto-Ausstellung und bei der Siegerehrung der Gewinner auf der Bühne.
Nun wandern die Glanzlichter 2017 zwei Jahre durch Deutschland und Italien und werden dort in Museen, Naturparks und Nationalparks sowie in Galerien gezeigt. Vom 12. Februar bis 22. Mai 2019 macht die Ausstellung Station im Nationalparkhaus Ilsetal. Weitere Ausstellungsdaten finden Sie auf der Glanzlichter-Webseite.
Buch zur Ausstellung
Das Buch zur Ausstellung mit allen Bilder und ausführlichen Informationen ist im Nationalparkhaus Ilsetal erhältlich. Darin sind auf 136 Seiten die Aufnahmedaten und Geschichten zum jeweiligen Bild nachzulesen. Wer keine Gelegenheit hat, vorbei zu kommen und sich die Gewinnerbilder in der Ausstellung anzuschauen, kann das Buch auch unter www.glanzlichter.com erwerben.
https://www.nationalpark-harz.de/de/besucherzentren/nlp-haus-ilsenburg/

Die Walkenrieder Zisterziensermönche sind nicht die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft, waren aber führend im Harzer Hüttenwesen Aktuelle Harz-Zeitschrift 2018 erschienen – Beiträge zur Harzgeschichte von Quedlinburger Keramik über die Rolle der Walkenrieder Mönche im Harzer Hüttenwesen und Martin Luther bis zur NSDAP in Bad Sachsa
Wernigerode. Soeben erschien im Lukas-Verlag Berlin der 70. Jahrgang der Harz-Zeitschrift für das Jahr 2018, die für den in Wernigerode ansässigen Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e. V. von Dr. Jörg Brückner herausgegeben wird. Die Zeitschrift hat eine lange Geschichte – sie erschien erstmals 1868.

Der aktuelle Band beschäftigt sich mit historischen Fachthemen zahlreicher Orte aus dem gesamten Harz. Die Reihe der Aufsätze zur Harzgeschichte beginnt mit einem Beitrag von Tobias Gärtner zu spätmittelalterlicher Keramik aus Quedlinburg. Fritz Reinboth und Friedhart Knolle haben zur Rolle der Klöster Walkenried und Neuwerk in Goslar im Bergbau und Hüttenwesen des Harzes recherchiert – die Walkenrieder Zisterziensermönche sind nicht die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft, waren aber führend im Harzer Hüttenwesen.

Es folgt ein weiterer Beitrag von Joachim Stüben über die Vorlagen für Luthers Editionen der Theologia Deutsch und einen unbekannten Sammelband aus der Bibliothek des Klosters Himmelpforten bei Wernigerode. Eine Südharzer Momentaufnahme der Industriegeschichte hat Hans-Heinrich Hillegeist verfasst – sein Beitrag lautet „Von der Gewehrfabrik zur Reckhammer- und Feilenfabrik auf Oderfeld bei Lauterberg“. Rudolf G.?A. Fricke liefert sodann einen Forschungsbericht über den aus Braunschweig stammenden Carl Geitel, den er als „Forstwirt, Politiker und Gelegenheitslyriker“ charakterisiert. Markus Jaeger schließt die Reihe der Hauptbeiträge des Bandes mit einer Untersuchung zur Rolle der NSDAP und den staatlichen Behörden in Bad Sachsa am Südharz 1931/32.

Harzverein für Geschichte und Altertumskunde e.V. (Hg.)
Harz-Zeitschrift 2018
70. Jahrgang 2018
Harz-Zeitschrift [70]

156 Seiten, 28 Abb., 170 x 240 mm, Broschur, Schwarzweißabbildungen
Januar 2019
ISBN 978-3-86732-319-2
Erschienen im Lukas-Verlag http://www.lukasverlag.com

Schierker Wintersportwochen vom 01.02. - 17.02.2019
Beschreibung: Schierke bietet in der Winterzeit eine Vielzahl von Wintersportaktivitäten. Ob Skilaufen, Eislaufen oder Rodeln, es ist für alle Ansprüche etwas dabei.
Ein besonderer Höhepunkt sind die jährlich in den Winterferien stattfindenden Schierker Wintersportwochen. Innerhalb von 14 Tagen werden dann besondere Veranstaltungen rund um den Wintersport in Schierke geboten.
https://www.wernigerode-tourismus.de/fileadmin/Mediendatenbank/Bilder/event-schierke/wintersportwochen/2019/FB_WiSpoWo_2019_BYNZ_Veranstaltungen.pdf

Keine neuen Belastungen für das Mansfelder Land – BUND Sachsen-Anhalt lehnt neue Abfalldeponie in Mansfeld-Großörner ab
Derzeit liegen die Unterlagen für eine neue Abfalldeponie der Fa. Martin Wurzel HTS Baugesellschaft, Mansfeld, aus, die auf Teilen des ehemaligen Freiesleben-Schachts eine neue Abfalldeponie zu errichten. Dazu läuft derzeit ein Planfeststellungsverfahren. Die Deponie soll eine Fläche von über 10 ha einnehmen. Über einen Zeitraum von 25 Jahren sollen fast 3 Mio. Tonnen Inertabfälle eingelagert werden.

Bürgerinitiativen, Umweltgruppen und auch Kommunen vor Ort lehnen es ab, in der mit Schwermetallen und anderen Giften hochbelasteten Region des Mansfelder Landes weitere Deponien zuzulassen.

„Ziel müsse es vielmehr sein, die Region mit viel mehr Tempo zu sanieren und vorhandene Belastungen abzubauen“, so der Landesvorsitzende des BUND Sachsen-Anhalt, Ralf Meyer.

Zahlreiche Untersuchungen haben immer wieder gezeigt, dass das Mansfelder Land zu den am stärksten mit Schwermetallen belasteten Regionen Sachsen-Anhalts gehört. Über den Schlüsselstollen fließen stark erhöhte Schwermetallgehalte aus dem Mansfelder Land über die Saale und Elbe bis in den Hamburger Hafen und die Nordsee. Der Altlastensanierung und dem Bodenschutz kommt daher im Interesse der Umwelt und der hier lebenden Menschen eine hohe Priorität zu. Die Schwermetallbelastungen in den Böden und Pflanzen sind hier so hoch, dass es zu Vegetationsschädigungen, Ertragsausfällen und teilweise zu Belastungen des landwirtschaftlichen Erntegutes kommt. Hieraus ergeben sich Probleme für die landwirtschaftliche Nutzung und ein nicht unerhebliches Gefährdungspotential für die Nahrungskette bis hin zum Menschen. Hier besteht ein großes Handlungsdefizit und der Landkreis Mansfeld-Südharz steht in der Verantwortung, ein Bodenplanungsgebiet einzurichten, wie es im ebenfalls hochbelasteten Landkreis Goslar schon seit langem existiert. Diese Forderung wird auch von Gutachtern erhoben, die festgestellt haben, dass die Schäden am Boden im Raum Mansfeld zum Teil massiv und irreversibel sind, so dass die Umsetzung der Bundesbodenschutz-verordnung im Rahmen des Bundesbodenschutzgesetzes dem Rechnung tragen muss. Teilweise Stilllegungen von Flächen sind in den Untersuchungsgebieten ökologisch wie ökonomisch unvermeidlich. Der Staat und besonders die Region sind in diese Verantwortung mit einzubeziehen. Hier besteht ein erhebliches Handlungsdefizit.

„Es ist kontraproduktiv, in einer so stark belasteten Region weitere Deponien einzurichten“, so Ralf Meyer abschließend.
http://www.bund-sachsen-anhalt.com/

Vortrag zur Vogelforschung im Nationalpark Harz am 7.2.2019
Schierke. Die Ornithologin Caren Pertl erforscht die Vogelwelt im Nationalpark Harz. Ihre Erkenntnisse zu den Auswirkungen des aktuellen Waldwandels auf verschiedenste Vogelarten sind derzeit in vielen Medien präsent.

Am 7. Februar 2019 berichtet sie ab 17 Uhr im Rathaussaal Schierke über ihre Arbeit. Anhand aktueller Monitoring-Ergebnisse zeigt sie den Einfluss der natürlichen Waldentwicklung im Nationalpark Harz auf die Artenvielfalt der Vogelwelt. Sie stellt Forschungsmethoden und besondere Arten wie z. B. Schwarzstorch, Ringdrossel oder Raufußkauz vor.

Der Eintritt ist frei.

Treffpunkt: Rathaussaal Schierke, Brockenstraße 5, 38879 Wernigerode OT Schierke.
http://www.nationalpark-harz.de

Auf Spurensuche nach dem Gartenschläfer im Harz - Vorträge am 4. und 5. Februar in Sankt Andreasberg und Goslar
Sankt Andreasberg und Goslar. Am 4. Februar 2019 geht es im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg auf Spurensuche zum Gartenschläfer. Die kleine Schlafmaus mit der Zorro-Maske ist bedroht. Die Dipl.-Biologin Andrea Krug vom BUND Niedersachsen berichtet in einem rund 1,5 stündigen Vortrag über die Lebensweise dieses kleinen Verwandten des Siebenschläfers. Wo kommt er vor? Was frisst er? Wie verhält er sich in seinem Lebensraum? Los geht es um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Spende für die Bildungsarbeit des Hauses ist jedoch immer herzlich willkommen.

Ein weiterer Vortrag findet am 5.2. in Goslar statt.
http://www.nationalpark-harz.de

Hamburger gründet neues Outdoor-Portal für den Harz
Hamburg, den 29.01.2019 – Die Webseite www.harz-abenteuer-wandern.de möchte Outdoor-Begeisterte und Familien mit Abenteuerlust für den Harz begeistern.

Der Gründer Gerhard Prein fährt seit 2006 regelmäßig mit der Familie und Freunden in den Harz. Erst zum Mountainbiken, in den letzten Jahren vermehrt auch zum Wandern und Zelten. „Jedes Mal, wenn ich von meinen Ausflügen in den Harz in meinem Bekanntenkreis erzählte, merkte ich, wie verstaubt das Image des Harzes in meinem Umfeld war.“ Motiviert von dieser Erkenntnis gründete Gerhard Prein 2018 mit seiner Freundin und seinem Bruder die Webseite www.harz-abenteuer-wandern.de. Dabei half ihnen ihre jahrelange Erfahrung in der Entwicklung von Webseiten und im Online-Marketing.

Seit dem Start kommen jeden Monat Tausende Besucher aus ganz Deutschland auf die Webseite, um sich über lohnenswerte Ausflugsziele, über den Urlaub mit Kindern im Harz und schöne Wanderrouten zu informieren. „Wir sind sehr überrascht davon, wie gut die Resonanz auf die Webseite und in den Sozialen Medien ist.“, sagt Prein. „Das motiviert uns weiterhin interessante Inhalte zu erstellen. Im Laufe des Jahres haben wir festgestellt, dass zahlreiche Besucher aus Dänemark und den Niederlanden unsere Seite besuchen. Daher gibt es seit Anfang 2019 auch ein Angebot für die Niederlande und Dänemark.“

Seit kurzem sind Gerhard Prein und seine Freundin Anna Eltern. Tipps zu Aktivitäten für Familien mit Kindern werden daher in Zukunft stärker im Fokus stehen.

Über Harz Abenteuer Wandern
Das Outdoor-Portal www.harz-abenteuer-wandern.de wurde 2018 von Gerhard Prein, seiner Freundin Anna und seinem Bruder Robert gegründet und aufgebaut. Ziel des Portals ist es, Outdoor-Begeisterten Informationen über Events und lohnenswerte Aktivitäten & Ausflugsziele im gesamten Harz zu bieten.

Zur Person
Gerhard Prein ist leidenschaftlicher Wanderer, Mountainbiker, Hobbyfotograf und hat in den letzten Jahren das Winterzelten für sich entdeckt.

Freiwilliges Ökologisches Jahr mit Wildnisfeeling - FÖJ-Stelle für ein halbes Jahr im Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus zu besetzen
Torfhaus. Nach der Schule erst einmal etwas anderes machen? Das Studium hält doch nicht, was es versprochen hat? Im Herzen des Nationalparks Harz besteht jetzt die Gelegenheit, für ein halbes Jahr in die Wildnis einzutauchen, sich im Rahmen von Nationalparkexkursionen auszuprobieren und sich den Bergwind um die Nase wehen zu lassen.

Auch die spannende Arbeit am Infotresen mit den Gästen aus Nah und Fern gehört zu den Aufgaben der FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr)-Stelle, die ab sofort für sechs Monate im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus besetzt werden kann. „Ich hatte die Möglichkeit, mit vielen interessanten Menschen in der Ausstellung und als Teilnehmende auf den Bildungsveranstaltungen ins Gespräch zu kommen und ihnen die beeindruckende Harznatur nahezubringen“, so eine ehemalige Freiwillige.

Um den Freiwilligen diese Mitarbeit zu ermöglichen, werden sie zunächst umfassend vom Team des Nationalparks ausgebildet. Sowohl die Waldökologie mit der harztypischen Tier- und Pflanzenwelt als auch pädagogisches und didaktisches Grundwissen gehören zum Ausbildungsprogramm. Weitere Seminare erfolgen über die Niedersächsische Naturschutzakademie. Während des FÖJ kann bei Bedarf ein Zimmer auf Torfhaus zur Verfügung gestellt werden.

„Wir freuen uns auf die Mitarbeit von jungen Leuten, die immer wieder für frischen Wind in unserer Einrichtung und in unseren Köpfen sorgen“, so die Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus Heike Albrecht-Fechtler.

Die Bewerbung kann ab sofort über E-Mail an post@torfhaus.info erfolgen. Beginn des FÖJ ist der 15.2. oder 1.3.2019.

Hintergrundinformationen

Nationalpark Harz
Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist Einsatzstelle für bis zu 2 FÖJler*innen und weiterer Freiwilliger.
http://www.torfhaus.info

Danstedter Bockwindmühle bekommt neue Flügel
Die 200 Jahre alte Bockwindmühle"Mathilde" wird seit 2018 restauriert, bis Ende März 2019 sollen nun die Arbeiten abgeschlossen sein.
Die Mühle bekommt neue Flügel, da die alten so verwittert waren das diese erneuert werden mussten. Im März ist es dann soweit, die Flügel sollen mit Hilfe eines Kranes an der Mühle befestigt werden.
Auch weitere Arbeiten sind im letzten Jahr durch den Mühlenverein erledigt worden. So ist der Giebel der Mühle neu beschlagen wurden und die Fenster wurden erneuert.
Am Pfingstwochenende wird dann die sanierte Mühle eingeweiht. Dazu sind Besucher gern gesehen, um die nun funktionstüchtige Mühle zu bestaunen.

Winter-Ferien-Spaß am HohneHof - Natur erleben bei jedem Wetter – Ferienprogramm Natur-Erlebniszentrum in Drei Annen Hohne
Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof lädt auch in diesem Jahr mit einem bunten Ferienprogramm zu einem Besuch in den Nationalpark Harz ein. Egal ob Schnee oder Frühlingswetter – es gibt viel Wissenswertes in der Natur zu entdecken.

Papierschöpfen mit Naturmaterialien

Dienstag, den 12.2.2019 - 11 Uhr

Bei einem kleinen Spaziergang zum HohneHof erfahren wir, welche Naturmaterialien beim Papierschöpfen hier verwendet werden können und stellen einen eigenen Papierbogen her.

Treffpunkt Eingang Löwenzahn-Entdeckerpfad
Ab 6 Jahre
Anmeldung unter 039455 8640
Wir entdecken die Harzer Natur und Sagenwelt

Mittwoch 13.2.2019 - 11 Uhr

Bei einem kleinen Spaziergang entdecken wir winterliche Besonderheiten rund um den HohneHof. Hinterher stärken wir uns bei Selbstgebackenem und Kleinoden aus der Schmuckschatulle des Harzer Sagenschatzes.

Treffpunkt Natur-Erlebniszentrum HohneHof
Wie überstehen Vögel die kalte Jahreszeit?

Donnerstag 14.2.2019 - 11 Uhr

Auf dem Weg zum HohneHof entdecken wir Vögel und ihre Spuren. Welche Arten kann man im Winter beobachten? Mit welchen Tricks schaffen sie es, im Winter bei Kälte und Nahrungsmangel zu überleben? Brauchen die Vögel unsere Hilfe und wie können wir sie unterstützen?

Treffpunkt Eingang Löwenzahn-Entdeckerpfad
Wenn möglich bitte ein Fernglas mitbringen
Da wir zu unseren Erkundungen auch in der Natur unterwegs sein wollen, sind unbedingt warme Sachen und feste Schuhe erforderlich. Auch an Rucksackverpflegung für den kleinen Hunger sollte gedacht werden. Bei schlechtem Wetter gibt es ein entsprechendes Programm im und um den HohneHof.

Und auch sonst lohnt sich ein Besuch im HohneHof. Das Natur-Erlebniszentrum hat im Winterhalbjahr täglich von 10 - 16 Uhr geöffnet.
http://www.nationalpark-harz.de

NABU-Kreisgruppe Goslar - Vortrag „Hochwasserschutz im Wald“
Sankt Andreasberg. Regenwasser-Sedimentrückhaltung in den Wäldern mit gleichzeitiger Förderung der Biodiversität ist das Thema eines Vortrags von Bruno Scheel (NABU Rinteln)

am Donnerstag, 14. Februar 2019 ab 19.00 Uhr

im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, Sankt Andreasberg.

Bruno Scheel vom NABU Niedersachsen beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Problem der Regenwasserrückhaltung in den Wäldern. Ebenso hat er eine Lösung entwickelt, wie die Sedimentrückhaltung im Wald umgesetzt werden kann – ein wichtiger Beitrag zum vorbeugenden Hochwasserschutz.

Die verstärkt auftretenden Überschwemmungen im Harzvorland sind auch darauf zurückzuführen, dass jeder versucht, das anfallende Wasser möglichst schnell durch sein Gebiet zu führen. Doch hierdurch werden die flussabwärts liegenden Gebiete verstärkt von Hochwasser bedroht. Das von ihm eingesetzte System von Grabentaschen und Wegseitentümpeln vermindert diese Bedrohungen und hilft außerdem den Amphibien bei ihrem Überlebenskampf.

Herr Scheel zeigt hiermit einen Weg auf, wie hier mit veränderten Wegseitengräben ein verzögerter Wasserabfluss erreicht werden kann und wie Hochwasserspitzen leicht abgeschnitten werden können. Außerdem fördert dieses System die Grundwasserneubildung, die Bildung von Kleingewässern und das Waldklima wird regional feuchter. So entstehen mit recht einfachen Möglichkeiten permanente und temporäre Gewässer. Herr Scheel hat dieses System im Duinger Wald (Forstamt Grünenplan) mit 309 Grabentaschen und Wegseitentümpeln auf 10 km erfolgreich getestet.

Vielleicht erhalten wir auf diesem Wege eine Teillösung für die permanenten Bedrohungen im Vorharzbereich. Die Goslarer Umweltverbände und das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg wollen mit diesem Vortrag auf bisher kaum genutzte Möglichkeiten hinweisen, um in Zeiten des Klimawandels die immer wiederkehrenden Bedrohungen durch das Wasser nachhaltig zu vermindern.

Für die Teilnahme wird keine Gebühr erhoben, angemessene Spenden sind jedoch willkommen.
http://www.nabu-goslar.de/

Buchneuerscheinung „Harzer Persönlichkeiten – Lebensbilder“, Band 3
Gernrode. Der Harzer Buchautor Bernd Sternal hat seinen dritten Band über Harzer Persönlichkeiten herausgegeben und Lebensbilder folgender bekannter und weniger bekannter Harzer dafür gezeichnet: Otto Könnecke, Novalis, Friedrich Gottlieb Klopstock, Theodor Osterkamp, Jacob Christian Schäffer, Friedrich Dehne, Martin Luther, Johannes Andreas Auge, Georg Henning Behrens, Clara Blüthgen, Rudolf Christian Boettger, Minna Bollmann, Ernst Datan, Gottfried Jordan, Carl Samuel Hermann, Rudolf Huch, Johannes Bürger, Lily Braun, Carl Reuß, Albert Schneider und Eike von Repgow.

Diese 21 Lebensbilder werden durch 17 farbige und 100 schwarz-weiße zeitgenössische Abbildungen und Fotos ergänzt. Das Buch ist mit einem strukturgeprägten Paperback-Einband ausgestattet und hat 176 Seiten. Unter der ISBN 978-3-7481-7561-2 ist es überall im Buchhandel zu beziehen oder zu bestellen. Das Buch kostet 17,99 Euro, zudem gibt es für 7,99 Euro ein E-Book. Natürlich ist das Buch auch im Online-Buchhandel bei Amazon oder auf der verlagseigenen Webseite https://www.bod.de/buchshop/harzer-persoenlichkeiten-bernd-sternal-9783748175612 zu bestellen.

Inzwischen ist auch der 4. Band in Arbeit, der im Laufe des Jahres 2019 erscheinen wird und weitere bekannte und weniger bekannte Harzer Persönlichkeiten vor dem Vergessen bewahren soll.
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Jubiläum wirft Schatten voraus – 25. Kunstausstellung NATUR – MENSCH vom 15.9. bis 13.10.2019
Wernigerode - Braunlage. Die Kunstausstellung NATUR – MENSCH mit der Verleihung des Andreas-Kunstpreises feiert in diesem Jahr ein rundes Jubiläum: Vom 15.9. bis 13.10.2019 findet die 25. Kunstausstellung in der Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg statt. Eröffnung und Preisverleihung erfolgen im Rahmen einer Vernissage am 14.9. um 19 Uhr in der Rathausscheune in Sankt Andreasberg. Bewerbungsschluss für die Künstler ist der 17.5.2019. Die Bewerbungsunterlagen werden rechtzeitig online gestellt.

Hintergrund und Rückblick: Das war die 24. Kunstausstellung NATUR – MENSCH

60 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/Skulptur hielt die 24. Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies vom 16.9. bis 14.10.2018 in Sankt Andreasberg für ihre Gäste bereit. Eine fachkundige Jury hatte aus 327 Bewerbungen von professionellen Künstlern auch internationaler Herkunft, unter anderem Russland, Iran, Südkorea, Irland, Kanada und Japan, die Ausstellung zusammengestellt.

Die Jury setzte sich 2018 aus folgenden Persönlichkeiten zusammen:
Prof. Karl Oppermann – Maler und em. Prof. der Universität der Künste Berlin
Peter Peinzger – Bildhauer und Philosoph
Dieter Utermöhlen – Maler und Bildhauer
Jens Kilian – Maler und Leiter der Freien Akademie für Malerei Düsseldorf
Detlef Kiep – Maler und Grafiker
Stefan Grote – Bürgermeister der Stadt Braunlage
Andreas Pusch – Leiter des Nationalparks Harz
Dr. Andrea Kirzinger – Biologin im Nationalpark Harz
Walter Merz – Pastor der ev. Martini-Kirche
Theresa Thomas – Vertreterin der kath. Sankt Andreas-Kirche
Olaf Heuer – Leiter Finanzzentrum Goslar der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine.

Die Preisjury fand am 11.9.2018 statt.

Die Ausstellung ist traditionell dem Thema und positiven Spannungsfeld von Natur und Mensch gewidmet. Sie greift damit das besondere Anliegen der beiden Veranstalter Nationalpark Harz und Stadt Braunlage auf, die Menschen für die Natur und den Naturerhalt zu gewinnen. Mit den Mitteln der Kunst will die Ausstellung einen emotionalen Zugang zu nationalpark- und naturbezogenen Themen ermöglichen, denn Künstler können wichtige Botschafter für den Naturschutz sein.

Dank der wichtigen Unterstützung der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine ist der Andreas-Kunstpreis mit einem Preisgeld von 2.000 € dotiert. Neben dem Hauptpreis wurden auch 2. und 3. Plätze mit jeweils 500 € ausgelobt. Die Sparkasse führt damit auch nach ihrer Fusion die erfolgreiche Kooperation mit Nationalpark Harz und Stadt Braunlage fort und würdigt damit die Kunstaustellung als eine regional bedeutsame Kulturveranstaltung. Gleichzeitig zeigt sie ihre Verbundenheit mit der Harzer Landschaft und den Zielen des Nationalparks. Ein weiterer wichtiger und langjähriger Partner war und ist der Regionalverband Harz. In seiner Funktion als niedersächsischer Landschaftsverband für das Gebiet des Landkreises Goslar förderte er die Kunstausstellung mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

Der Höhepunkt der Kunstausstellung war die Verleihung des Andreas-Kunstpreises am 15.9.2018 in der Rathaus-Scheune in Sankt Andreasberg im Rahmen der Vernissage. Den Preis erhielt Kalle Juhani Spielvogel für seine Installation „Organic Cube“. Auszeichnungen von 500 € erhielten Achim Robert Kirsch für seine Installation „Plastique“ und Salomé Berger aus Münster für ihre Malerei „An hundert Stellen ist es noch Ursprung“. Die Preise wurden von Umweltstaatssekretär Frank Doods übergeben.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren erschienen. Die Arbeiten nationaler und internationaler Künstler vermittelten den Betrachtern auf beeindruckende Weise das Zusammen- oder auch Gegenspiel von Natur und Mensch. Einige Arbeiten fanden auch 2018 einen Liebhaber und neuen Eigentümer. Die teilnehmenden Arbeiten sind in einem hochwertigen Ausstellungskatalog dokumentiert, der noch erhältlich ist.
http://www.nationalpark-harz.de

Gespräche bei Zanthier am Kamin - Dr. Friedhart Knolle - Borkenkäfer sind nicht alles! - Wie funktioniert das Wildnismanagement im Nationalpark Harz?
Am Dienstag, dem 29. Januar 2019 um 19 Uhr

im Gartensaal des Klosters Ilsenburg - Eintritt frei!

Mitten in Deutschland gelegen, entstand der länderübergreifende Nationalpark Harz 2006 durch die Vereinigung der Nationalparke „Hochharz“ in Sachsen-Anhalt und „Harz“ in Niedersachsen. Er schützt und entwickelt eine einzigartige Mittelgebirgslandschaft mit Wäldern, Mooren, Fließgewässern und zahlreichen weiteren Lebensräumen. Über 7000 Tier- und Pflanzenarten kommen hier vor, von denen viele vom Aussterben bedroht sind. Der Nationalpark ist größtenteils auch als Natura 2000-Gebiet (FFH- und Vogelschutzgebiet) der Europäischen Union ausgewiesen.

Der Nationalpark Harz hat schon eine lange Geschichte - schon Hermanns Löns plante ein solches Schutzgebiet bei Bad Harzburg und auf Flächen, die heute innerhalb des Parks liegen. Heute hat der Nationalpark Harz zu jeder Jahreszeit viel zu bieten. In seiner Mitte liegen die bekannten Tourismusmagneten Brocken und Torfhaus mit attraktiven Nationalpark-Besucherzentren. Auch in allen Nationalparkgemeinden rund um das Schutzgebiet finden Sie Informations- und Bildungsangebote. Ein jährlich neu aufgelegtes Naturerlebnisprogramm gibt einen Überblick – das aktuelle Programm wird der Referent mitbringen – und noch viel mehr Information. Speziell wird der Referent auch auf die Rolle des Borkenkäfers im Park und die aktuellen Waldbilder eingehen, die für viel Diskussionsstoff sorgen.

Wie funktioniert ein natürlicher Wald? Welches Leben gibt es im Totholz und warum sehen die Nationalparkwälder teilweise braun aus? Das emotional besetzte Thema des Absterbens alter Fichten infolge der Massenvermehrung des Borkenkäfers wird aufgegriffen und mit zahlreichen Hintergrundinformationen erläutert. Doch der Käfer ist im Nationalpark kein Grund zur Sorge. Am Ende steht nicht ein toter Wald, sondern sprießendes Leben aus jungen Fichten, Ebereschen, Weiden und Birken – ein Wald, der vielfältiger und artenreicher ist als zuvor. Allerdings wird dieser ökologische Prozess durch den Klimawandel beschleunigt.

Der Nationalparkwald im Wandel zur neuen Wildnis Vortrag von Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz
Wie funktioniert natürlicher Wald? Welches Leben gibt es im Totholz und
warum sehen die Nationalparkwälder teilweise braun aus? Das emotional
besetzte Th ema des Absterbens alter Fichten infolge der Massenvermehrung
des Borkenkäfers wird vom Nationalparkleiter aufgegriff en und mit zahlreichen
Hintergrundinformationen erläutert. Denn am Ende steht kein toter Wald,
sondern sprießendes Leben aus jungen Fichten, Ebereschen, Weiden und Birken
- ein Wald, der vielfältiger und artenreicher ist als zuvor.
Sie sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.
Termin: Dienstag, 22. Januar 2019
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: Kurgastzentrum Altenau
http://www.nationalpark-harz.de

10 Jahre Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Am 1.1.2009 öffnete das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus inmitten des länderübergreifenden Nationalparks Harz erstmalig seine Türen.

Damit gelang der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz und des BUND ein Quantensprung – denn mehr als 1.170.000 Gäste fanden seither den Weg in die Ausstellungs- und Informationsräumlichkeiten. Dort können sie sich über die lebendige Naturdynamik der Bergwildnis des Nationalparks kundig machen, die einzigartigen Hochmoore und die Bedeutung des Grünen Bandes kennenlernen und sich über die vielfältige Geologie des Harzes informieren. Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus wird federführend vom Bund für Umwelt und Naturschutz Niedersachsen e.V. betrieben und setzt die erfolgreiche Arbeit des ehemaligen, seit 1995 aktiven Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus fort.

An den über 4300 Veranstaltungen des BUND-Teams nahmen seit 2009 mehr als 45.000 Personen teil. Nicht nur bei Vorträgen und Seminaren, geführten Wanderungen in die Bergwildnis, Hochmoorexkursionen, Bildungsurlauben und Wildniscamps, sondern auch bei Betriebsausflügen, Schulklassen- und Jugendgruppenveranstaltungen u.v.m. fließt die langjährige Erfahrung der vier hauptamtlichen Biologen, die von einem Historiker und Freiwilligendienstlern unterstützt werden, in die umfangreiche Themenpalette der Veranstaltungsangebote ein. Die Vermittlung und Moderation naturdynamischer Prozesse liegt dem BUND-Team ganz besonders am Herzen. Infolge von Monokulturwirtschaft und Klimaveränderungen wandeln sich die Fichtenbestände durch Borkenkäfer-Massenvermehrungen rasant. „Wir haben hier die große Chance, sehr viele Menschen für das Nationalparkziel Natur Natur sein lassen zu begeistern. Gleichzeitig können wir Akzeptanz schaffen für den radikalen und regional großflächigen Wandel ehemaliger Fichtenforste, der oftmals als verstörend empfunden wird, hin zu einer artenreicheren, lebendigen und abwechslungsreichen Wildnis“, so die Leiterin Heike Albrecht-Fechtler.

Aktuell ist geplant, das Zentrum zu erweitern und attraktiver zu gestalten, um die Gäste einzuladen, länger zu verweilen und immer wieder zu kommen. Neue interaktive und barrierefreie Vermittlungsmethoden werden die zentralen Botschaften dann spielerisch, humorvoll und verblüffend präsentieren und den Entdeckergeist der Besucher wecken. Die Einzigartigkeit und Schutzwürdigkeit des Harzes sowie des Nationalparks als sein wildes Herz stehen im Mittelpunkt. Dafür werden die bereits vorhandenen Ausstellungselemente überarbeitet und ergänzt und auch neue Themen integriert, wie z.B. die Harznatur, der Klimawandel und ein Wechselausstellungsbereich.

Nach Verzögerungen soll die Umsetzung der Erweiterung nun im Jahr 2019 Fahrt aufnehmen. Die Fördermittel stehen der Nationalparkverwaltung Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld sowie dem projektleitenden BUND zum Abruf bereit. Sie kommen aus dem Förderprogramm Landschaftswerte und dem Südniedersachsenprogramm sowie von der Allianz-Umweltstiftung, der Bingo-Umweltstiftung und den Harzwasserwerken.
http://www.torfhaus.info/

Vortrag >>> Wolfenbüttel – Harzer Schwermetalle in der Umwelt – alte und neue Lasten mit unsichtbaren Gefahren – wie stark ist die Region Wolfenbüttel belastet?
Wolfenbüttel. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen. Nach über 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr, aber zahlreiche Hüttenbetriebe zeugen bis heute von dieser Zeit.

Für die Umwelt haben Bergbau und Hüttenwesen gravierende Folgen: Die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet. Denn bei der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink, Kupfer und Cadmium angereichert. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie bis heute über Innerste und Oker in das Harzvorland. In der Folge weisen sie örtlich eine besondere Schwermetallflora auf. Und ständig kommen neue Belastungen durch die Emissionen der heutigen Industriebetriebe hinzu.

Wie hat sich diese Belastung historisch entwickelt? Wo genau findet sie sich? Wer ist betroffen und was wird dagegen gemacht? Was kann man zu den Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung sagen? Auf diese Fragen geht der Harzer Geologe und BUND-Referent Dr. Friedhart Knolle auf Einladung des Kreisverbandes Wolfenbüttel von Bündnis 90/DIE GRÜNEN ein am

16. Januar 2019 in der Kommisse, Kommißstraße 5, Wolfenbüttel, um 19.30 Uhr

Eintritt frei. Zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!

Naturerlebnis-Programm 2019 des Nationalparks Harz ist da - fast 1000 Termine und Veranstaltungen für Natur-Fans
Das Naturerlebnis-Programm 2019 des Nationalparks Harz steht ab sofort in Druckform und auf der Nationalpark-Webseite online zur Verfügung. Auch im nächsten Jahr können unsere Gäste wieder an fast 1000 Terminen und Veranstaltungen teilnehmen. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Fledermaus-Exkursionen, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.
http://www.nationalpark-harz.de

Einladung zum 4. Schladener Bienentag Die Bedeutung von Bienen und anderen Insekten in Landwirtschaft, Garten und Natur
Freitag, 01. Februar 2019, 15:00 bis 18:00 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Schladen, Am Weinberg 6, 38315 Schladen
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
wir freuen uns, Sie zu unserer 4. Veranstaltung zum Thema Bienen einzuladen. Es erwartet Sie wieder ein abwechslungsreiches Programm mit Fachvorträgen, Frühlingsliedern, verschiedenen Informationsständen, Verkauf von Imkereiprodukten und der beliebten Honigverkostung. Dabei bleibt auch noch genug Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen. Auch erhält jeder Besucher eine kostenlose Tüte mit einer insektenfreundlichen Blühmischung. Schwerpunkte der Fachvorträge sind in die-sem Jahr die Themen „Imkern in der Stadt“ und „Der bienenfreundliche Garten“. Beide Themen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Lassen Sie sich überraschen, welche interessanten Einblicke die Referenten in die Themen geben werden. Wir wünschen Ihnen schon jetzt einen schönen Nachmittag in Schladen und freuen uns auf Ihre Anmeldung.
Programm 15:00 bis 18:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Schladen
(Am Weinberg 6, 38315 Schladen)
? Musikalischer Auftakt durch die Kindertagesstätte Hornburg mit Frühlingsliedern
? Begrüßung durch Andreas Memmert, Bürgermeister der Gemeinde Schladen-Werla und
Frank Oesterhelweg, Landtagsvizepräsident
? „Imkern in der Stadt“, Erfahrungen der Stadtimkerei „HannoverBienen“, Matthias Winter wird über seine Erfahrungen als Stadtimker berichten, auf unterschiedliche Standortfaktoren eingehen und auch Probleme aufzeigen, die sich im städtischen Bereich ergeben können
Kaffeepause, u. a. mit: Honigprodukten zum Probieren, Besichtigung der Ausstellung (u. a. Imker der Ge-meinde Schladen-Werla, Firma Klaus Möller, Imkereitechnik (www.imkereitechnik.eu), Wasserversorger LSW Energie GmbH & Co.KG/Gerries-Ing., Informationen des Naturerlebniszentrums Haus Entenfang in Braunschweig zum Thema „Wildbienen - Bestäubungswunder mit Stinkefüßen“ sowie Ausgabe von bienen-freundlichen Blühmischungen durch den Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel.
? „Der bienenfreundliche Garten“, Vortrag von Norbert Behrens, Wolfsburg, mit Tipps, wie der hei-mische Garten zum Paradies für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge wird
? Diskussionsrunde und Abschluss

Anmeldung:
Ute Kabbe

Gemeinde Schladen-Werla
Am Weinberg 9
38315 Schladen
Tel.: 05335 / 801-65
Fax.: 05335 / 801-52
mailto:ute.kabbe@schladen.de

Neuausrichtung des Nationalpark-Partnerprogramms im Harz – eine Jahresbilanz 2018 – 2019 werden die ersten neuen Nationalpark-Partner ausgezeichnet
Wernigerode – Braunlage. Eine erfolgreiche Jahresbilanz zieht der Nationalpark Harz für das Projekt der Neuausrichtung seiner Partner-Initiative. Das System der sog. Nationalpark-Partner gibt es bundesweit in vielen Nationalparken und anderen Großschutzgebieten. Im Harz wird das Nationalpark-Partnerprogramm nach nunmehr 12 Jahren analysiert und neu ausgerichtet. Mit der Projektdurchführung ist die Firma inspektour GmbH – Tourismus- und Regionalentwicklung aus Hamburg beauftragt.

Für eine erfolgreiche und nachhaltige Neugestaltung wurden relevante Akteure schon frühzeitig in einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe beteiligt. Im Verlauf des Jahres 2018 hat die Arbeitsgruppe, aufbauend auf Befragungsergebnissen und Workshopanalysen, die Projektziele neu formuliert sowie das Selbstverständnis des Nationalpark-Partnerprogramms entwickelt. In einem weiteren Workshop zum Bewerbungsverfahren am 6.11.2018 konnten Ideen und Gedankenansätze für das Bewerbungsverfahren gesammelt und auf realistische Umsetzung in der Praxis geprüft werden. Dabei waren wichtige Fragen zu beantworten: Wie kann ein stabiles und wirkungsvolles Bewerbungssystem für das Nationalpark-Partnerprogramm Harz langfristig aussehen? Welche Kriterien sollen touristische Akteure erfüllen, um Nationalpark-Partner werden zu können?

Teilnehmer waren:
Nationalpark-Partner
Nationalpark-Waldgaststätten
Tourist-Informationen
HTV
Reiseveranstalter „Wandern im Harz“
Mountainbike-Guides
Interessierte Gaststätten und Beherbergungsbetriebe
Verkehrs- und Mobilitätsbetriebe
Interessierte Touristenführer/-guides
Nationalpark-Einrichtungen
Weitere freizeittouristische Einrichtungen
Aufbauend auf den Ergebnissen aus den Workshops und verschiedenen Umfragen im Nationalpark und in der Region werden nun 2019 u. a. die Kriterien und das zukünftige Bewerbungs-/Zertifizierungsverfahren entwickelt. Geplant ist, dass 2019 die ersten Partner nach dem neuen System ausgezeichnet werden.

Ein Meilenstein – Partner-Betriebe und Initiative ServiceQualität Deutschland (SQD)

Ein interessanter Mehrwert des Projekts ergab sich erst jüngst, angestoßen von der langjährigen Nationalpark-Partnerin Sabine Günther, die mit ihren Ferienwohnungen am Markt in Wernigerode schon seit vielen Jahren die SQD-Zertifizierung durchläuft. Um ServiceQ-Betrieb zu werden, muss ein Unternehmen einen Qualitäts-Coach in seinen Reihen haben. Zudem muss der Betrieb eine Servicekette untersuchen, zwei unternehmensadäquate Werkzeuge bearbeiten und einen Maßnahmenplan erstellen. Verhandlungen haben nunmehr ergeben, dass alle Partner-Betriebe – auch bundesweit – ihre Partner-Auszeichnung als Qualitätsauszeichnung im Bereich der „Anerkennungswerkzeuge“ zur SQD-Zertifizierung heranziehen können. Mehr Informationen unter www.q-deutschland.de.

Hintergrund
Im Nationalpark-Partnerprogramm Harz arbeiten Schutzgebiet und Nationalpark-Partner eng zusammen. Ziel ist es, den Nationalpark-Gedanken in einer aktiven Partnerschaft innerhalb der Region und bei unseren Gästen zu festigen, den umweltfreundlichen und nationalparkorientierten Tourismus weiterzuentwickeln und damit die Region nachhaltig zu fördern. Die Nationalpark-Partnerbetriebe sind Botschafter des Nationalparks und ein Bindeglied zwischen Nationalparkverwaltung, Einwohnern und Gästen.

Seit 2006 sind 47 Beherbergungsbetriebe in der Nationalparkregion ausgezeichnet und vernetzt. Um eine Weiterentwicklung zu ermöglichen, wurde das Projekt „Neuausrichtung der Nationalpark?Partnerschaft“ entwickelt. Ergebnis soll ein regional angepasstes und nachhaltiges Strategie-, Organisations- und Finanzierungskonzept sein, um einen langfristigen Erfolg der Partnerschaft sicherzustellen. Mit neuen Ideen und Impulsen werden Maßnahmen entwickelt und im Projektzeitraum sowie darüber hinaus umgesetzt.

Die bisherige Nationalpark-Partnerschaft ist hier dargestellt: www.nationalpark-harz-partner.de
https://www.nationalpark-harz.de

Blankenburger Blüten zum Fest – neues Buch von Bernd Wolff erschienen
Blankenburg. Da ist er nun also doch noch fertig geworden, der neue Städte-Bildband von Bernd Wolff über seine Heimatstadtstadt Blankenburg, die Blütenstadt im Grünen. Freilich ist das ein Ehrenname, den man sich täglich neu erobern muss.

Bei Wolff liest sich das so: „Um aber so gastfreundlich zu sein, dass es sich herumspricht und die Besucher in Scharen hierhertreibt, bedarf es noch mancher Anstrengungen. Souveränität, Heiterkeit, Liebenswürdigkeit, Gastfreundschaft, Weltoffenheit, das sind Markenzeichen, die jeder Bürger sich zu eigen machen muss, damit seine Heimatstadt so edel wirkt, wie es ihr zukommt. Und vielleicht eine Blüte im Knopfloch oder auf dem Fensterbord, an der Frontscheibe der die Straßen zuparkenden Fahrzeuge. Blütenstadt, das geht nur mit allen...“

Wort und Bild zeigen, wie unnachahmlich sich in Blankenburg Architektur und Natur verzahnen, welch ein Juwel die kleine, in die Mulde der Berge und aufs Vorland hinausschauende Harzstadt sein kann samt ihren sieben Ortschaften, die sie umgeben von der Teufelsmauer bis in die Bergbaugegenden hinauf. Wolff wird nicht müde, ihr Blühen in Wort und Bild zu preisen, von der Geschichte bis in die Gegenwart.

Zu haben ist der Bildband „Blankenburg (Harz) – Blütenstadt im Grünen“ vom Stadt-Bild-Verlag Leipzig zum Preis von 24,95 € in der Tourist-Info Blankenburg im Kleinen Schloss am Schnappelberg oder im Buchhandel (96 Seiten, ISBN 978-3-942146-96-8)

Sterne statt Feuerwerk zum Schutz der Natur - Nationalpark Harz wünscht schöne Feiertage und erinnert an das ganzjährige Feuerwerksverbot
Im Nationalpark Harz gilt zum Schutz der Natur ganzjährig ein Verbot, Feuerwerkskörper zu zünden. Zum Schutz der Tiere und Pflanzen bittet die Nationalparkverwaltung Harz alle Bürger und Gäste, diese Regel strikt einzuhalten – nicht nur auf dem Brocken, sondern grundsätzlich auf allen Flächen des Schutzgebiets.

Mit ein wenig Glück lässt sich stattdessen ein ganz anderes – natürliches – Himmelsfeuerwerk betrachten. Da der Nationalpark Harz zu den dunkelsten Regionen Deutschlands gehört, kann man hier in klaren Nächten zahlreiche Sterne und die Milchstraße besonders gut sehen. Und das ganz ohne Böllerlärm und Raketengeheul – die Tiere des Waldes und zahlreiche Haustiere, deren Besitzer hoffen in den stillen Regionen Zuflucht zu finden, werden es Ihnen danken.

Die Nationalparkverwaltung Harz wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern ein geruhsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes neues Jahr 2019!
https://www.gfn-harz.de

Fotowettbewerb HarzNATUR startet wieder - Einsendeschluss ist der 15. März 2019
Der Nationalpark Harz ruft gemeinsam mit der SilverLynx Media GmbH aus Herzberg Fotografinnen und Fotografen auf, ihre schönsten und spektakulärsten Bilder aus dem Harzer Nationalpark beim Fotowettbewerb HarzNATUR 2019 einzureichen. Mit ihren Motiven von spannenden Tierbegegnungen, atemberaubenden Landschaften oder den kleinen Wundern am Wegesrand können Hobby- und Profi-Fotofreunde ihre Faszination für die Natur im Nationalpark Harz mit anderen teilen. Die schönsten Bilder begeistern regelmäßig viele Menschen in einer vielbeachteten Foto-Ausstellung und im jährlich erscheinenden Nationalpark-Fotokalender HarzNATUR.

Beim Fotowettbewerb HarzNATUR geht es vor allem darum, die eigene Begeisterung für die Harzer Natur in beeindruckenden Fotomotiven auszudrücken. Teilnehmen kann, wer Spaß am Fotografieren hat. Die Teilnahme ist kostenfrei. Einsendeschluss ist der 15. März 2019. Das Einhalten der Nationalparkregeln ist selbstverständlich auch beim Fotografieren Pflicht.

Alle Informationen zu den vier Wettbewerbskategorien, was es zu gewinnen gibt und die genauen Teilnahmebedingungen gibt es auf www.fotowettbewerb-harznatur.de oder per Post oder Telefon beim Nationalpark Harz, Außenstelle Oderhaus, 37444 Sankt Andreasberg, Telefon 0 55 82 / 91 89 – 41.

Alle Teilnehmenden unterstützen aktiv die Harzer Luchse und ihre Erforschung, denn 100 % der Erlöse des Fotokalenders kommen dem Luchsprojekt Harz zugute: Dieses ermöglichte mit einer erfolgreichen Wiederansiedlungskampagne die Rückkehr der großen Samtpfoten in den Harz und ihre Ausbreitung in angrenzende Gebiete. Heute widmet sich das Projekt vor allem der Dokumentation der weiteren Entwicklung und der Forschung beispielsweise zu den Ausbreitungswegen der Harzer Luchse.
https://www.nationalpark-harz.de

Filzkurse mit feiner Merinowolle vor und nach Weihnachten – Allerlei Filzerei mit Brigitte Rieger gibt es am 21. und 28. Dezember 2018 im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Sankt Andreasberg. Um die Weihnachtstage herum finden im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg wieder zwei der beliebten Filzkurse mit feiner Merinowolle statt. Die erste Gelegenheit zur Teilnahme gibt es am Freitag, den 21. Dezember. Der zweite Kurs findet am Freitag, den 28. Dezember statt.

Vom 24. bis zum 26. Dezember ist das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg geschlossen. Auch am Neujahrstag ruht der Betrieb. Vom 27. bis einschließlich 31. Dezember ist das Haus jedoch wie gewohnt von 10 Uhr bis 17 Uhr für Besucher geöffnet.

Wer mit den Händen feine Merinowolle verarbeitet, kann auf intensive Weise diesen Naturstoff erleben und im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“. Thematische Verknüpfungen zur Ausstellung des Nationalparkhauses sind dabei kein Zufall. Über die Kleidung der Andreasberger Bergleute oder die Schafe, die noch heute Teile der Bergwiesen beweiden und damit zum Erhalt dieser geschützten und landesweit einzigartigen Biotope beitragen, lässt sich beim Besuch der Ausstellung mehr erfahren. Vielleicht inspiriert aber auch das FledermausReich zu einem kleinen Wollkunstwerk beim Kurs und resultiert in einer kleinen gefilzten Fledermaus, die über sehr lange Zeit Freude bereiten kann.

Die familiären Filz-Seminare mit Brigitte Rieger von Allerlei Filzerei richten sich am 21. und 28. Dezember jeweils von 13 Uhr bis 17 Uhr an Erwachsene und Kinder ab 4 Jahren, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Jeder Teilnehmer erschafft mindestens ein einzigartiges Unikat.

Der Besuch des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg ist unabhängig von den Kursen möglich und kostenfrei. Die Teilnahmegebühr für einen Filzkurs beträgt 20,- € pro Person incl. Material. Die vorherige Anmeldung zum Kurs ist notwendig. Sie erreichen das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg unter Tel. 05582 923074 sowie an den Feiertagen unter Tel. 05582 1495.
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Buchneuerscheinung „Thüringen – Burgen, Schlösser & Wehrbauten“, Band 1
Gernrode. Thüringen ist europaweit dafür bekannt, dass es von der vor- und frühgeschichtlichen

Zeit über das Mittelalter bis in die Neuzeit hinein eine bewegte Geschichte aufzuweisen hat. Es gilt als eines der deutschen Bundesländer mit einer besonders hohen Kulturdenkmaldichte, die etwa 80.000 historische Baudenkmäler umfasst. Vor allem die zahlreichen Burgen, Schlösser und Wehrbauten ragen hierbei heraus.

Der Autor Dr. Lothar Groß hat über 1.000 Objekte selbst besichtigt und gemeinsam mit Bernd Sternal, der bereits Autor der fünfbändigen Buchserie „Burgen und Schlösser der Harzregion“ ist, eine Buchserie entwickelt. Diese Bücher wenden sich an historisch interessierte Leser, Wanderer und Touristen. Ihnen liefern sie eine Vielzahl von Informationen über Burgen, Schlösser und andere Wehrbauten im heutigen Freistaat Thüringen: detaillierte Lage mit Adresse, GPS-Daten, Anfahrt, öffentlichen Verkehrsanbindungen und Fußwegen, bauliche Beschreibung der Objekte aus Vergangenheit und Gegenwart, Wissenswertes, Nutzung und Gastronomie, detaillierte Geschichtsdaten sowie historische und aktuelle Fotos, Skizzen, Zeichnungen und Grundrisse.

Die Serie liefert den Lesern eine komprimierte Übersicht ohne längere Textpassagen. Die Inhalte basieren dabei auf der Auswertung zahlreicher Werke und intensiven Recherchen, ergänzt mit eigenen Anschauungen der Autoren. In der mehrbändigen Serie werden zukünftig Burgen und Burgruinen, Schlösser, Stadtbefestigungen und Warten sowie Wehrkirchen vorgestellt.

Der vorliegende erste Band stellt 65 Burgen, die sich im Wesentlichen noch in ihrem Ursprungszustand befinden, in Text und Bild vor. Eine detaillierte Beschreibung wird vorgenommen, wenn zumindest noch Burgreste vorhanden sind. Abgegangene Burgen und vermutete Standorte werden in Übersichten dargestellt.

Eine Anzahl Vorzeigebauten hat Eingang in fast alle gängigen Reiseführer gefunden. Zahlreiche historische Objekte jedoch erfahren nicht die erforderliche Aufmerksamkeit und ihnen stehen auch keine großzügigen finanziellen Mittel zur Verfügung. Mit der Zeit verfallen sie immer weiter und verschwinden eines Tages aus unserem Gedächtnis. Die Buchreihe soll einen Beitrag dazu leisten, dass genau dies nicht geschieht.

Das Buch hat einen strukturgeprägten Paperback-Einband, ist mit 94 schwarz-weißen und 77 farbigen Abbildungen wie Fotos, Grundrissen, Rekonstruktionen und Stichen illustriert und hat 168 Seiten. Es ist unter ISBN 978-3-7528-4138-1 überall im Buchhandel zu erhalten und kostet 20,99 Euro. Zudem ist es bei Online-Anbietern erhältlich sowie über die verlagseigene Webseite https://www.bod.de/buchshop/thueringen-burgen-schloesser-und-wehrbauten-band-1-dr-lothar-gross-9783752841381. Demnächst ist für 9,99 Euro auch ein E-Book verfügbar.
https://www.bod.de/buchshop/thueringen-burgen-schloesser-und-wehrbauten-band-1-dr-lothar-gross-9783752841381

Wegweisende Neuerungen - Überarbeitung von Hinweisschildern und Wanderwegemarkierungen im Nationalpark Harz
Wer dieser Tage durch den Nationalpark Harz wandert, findet an vielen Stellen erneuerte oder neu installierte Beschilderungen der Wanderwege. Bis zum Ende der Wandersaison 2018 wurden zahlreiche Markierungen im Nationalparkgebiet überarbeitet und auch neue Ziele in die Wegweiser aufgenommen. Wenn Eis und Schnee im Harz Einzug halten, werden die Außenarbeiten weitgehend beendet sein. Über die Wintermonate werden weitere Schilder in den Nationalpark-Werkstätten aufgearbeitet und die Besucherlenkung für noch ausstehende Nationalpark-Teile optimiert.

Mit den aktuellen Änderungen in der Beschilderung nimmt der Nationalpark Harz auch zahlreiche Bürgerhinweise auf. So wurde beispielweise vor kurzem die Ausschilderung des beliebten Rundwanderwegs „Rund ums Torfhausmoor“ bei Torfhaus erneuert. Besonders beliebte Wanderziele wie der WaldWandelWeg oder das neue Luchsdenkmal am Kaiserweg wurden ergänzt. Auch die Beschilderung der Mountainbike-Routen wurde überarbeitet. Weitere Markierungsarbeiten erfolgten auf dem Hölle-Landmann-Pfad, der auch als „Eulenstieg“ bekannt ist. Ein neues, orangefarbenes Eulensymbol weist nun den Weg auf diesem sehr anspruchsvollen Pfad durch eine besonders wilde Gegend des Schutzgebiets. In naher Zukunft werden hier an unübersichtlichen Stellen noch weitere Wegweiser ergänzt, ebenso wie am Höllenstieg zum Brocken.

Auf dem Brockengipfel soll im kommenden Jahr ein neues Wegeleit- und Informationssystem installiert werden. Bei den extremen Wetterbedingungen der Brockenkuppe müssen diese Schilder natürlich besonders robust sein. Erste Probebohrungen für die sturmfeste Verankerung sind deshalb bereits im November diesen Jahres erfolgt. Die Aufstellung der neuen Wegweiser ist für das kommende Frühjahr geplant.

Einen wichtigen Hinweis möchte der Nationalpark Harz dennoch allen Wanderern mit auf den Weg geben: Für den Fall der Fälle gehört immer eine gute Wanderkarte in den Rucksack! Trotz aller Bemühungen für besucherfreundliche Markierungen und Hinweisschilder dient diese Absicherung der Hilfe zur Selbsthilfe. Sturm kann selbst stabile Schilder umwerfen, die Navigationssoftware auf dem Handy kann ausfallen. Moderne Karten geben Sicherheit und liefern heute zahlreiche weitere Informationen über das Wandergebiet.
http://www.nationalpark-harz.de

Warum liegen auf dem Clausthaler Russenfriedhof an den Pfauenteichen auch Zwangsarbeiter der Ilseder Hütte? Eine Spurensuche von Matthias Klingenberg – Lesung im Oberharzer Bergwerksmuseum am 21. Dezember 2018
Clausthal-Zellerfeld. Am Freitag, den 21. Dezember 2018 um 19 Uhr liest der Buchautor Matthias Klingenberg aus seinem Band „Ein kleines Leben. Eine Spurensuche“. Die Veranstaltung findet im Oberharzer Bergwerksmuseum, Rotes Haus in der Bäckerstraße 7, Clausthal-Zellerfeld, statt. Der Eintritt ist frei.

Alexej Martschuk starb als Kriegsgefangener mit der Nummer 78534 am 29.9.1942, er wurde 36 Jahre alt. Im Dorfmuseum steht sein Grabschild. Es ist aus schwarz angepinseltem Holz mit weißer Aufschrift, angebracht an einem Stock, den man wohl so, am Kopfende des Grabhügels, in den Boden gerammt hatte, als Grabsteinersatz sozusagen. Wie ist Alexej wohl ums Leben gekommen? [Seite 122 des Buchs]

Eine Stele mit Namen in kyrillischer Schrift wird in Clausthal-Zellerfeld gefunden. Woher stammt der halb verrottete Betonpfeiler? Wieso wurde Martschuk hier begraben? Was hat es mit den Namen auf sich?

Eine Gruppe Interessierter machte sich auf die Suche nach Antworten. Vor allem interessierten uns zwei Fragen: Wer waren die Menschen, die dort unweit vom Dorf begraben waren? Und: Wieso wurden sie nach Clausthal umgebettet bzw. wer initiierte die Auflösung des Friedhofes in unserem Heimatdorf? [Seite 124 des Buchs]

Langsam offenbart sich ein Stück bundesdeutsche Nachkriegsgeschichte. Es geht um Aufarbeitung und Verdrängung. Um Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Um ein Stahlwerk und die Behörden. Um ein Dorf und den Zweiten Weltkrieg. Und um uns.

Sollte jedoch die Ilseder Hütte AG an einer Umbettung interessiert sein, um von ihrer Verpflichtung zur Unterhaltung der Grabstelle entbunden zu werden, so würde ich grundsätzlich Bedenken gegen eine Umbettung nicht erheben. [...] Die Kosten für Exhumierung und Überführung der Toten von Gadenstedt nach Clausthal-Zellerfeld könnten allerdings mit öffentlichen Mitteln nicht bestritten werden. [S. 130 des Buchs]

Schon als kleiner Junge hatte der Autor wissen wollen, welche Rolle sein Großvater Karl als Angehöriger der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg gespielt hat. Schwankend zwischen Faszination und Grauen hört er in den 1980er Jahren den Schilderungen des Großvaters über den großen Krieg zu. Dann, als Anfang Vierzigjähriger, siebzig Jahre nach Kriegsende, macht er sich selbst auf die Suche: Mit der Instamatic-Kamera seines verstorbenen Großvaters, für die nur noch längst abgelaufene Filme existieren, und alten Fotos reist er an die Orte, an denen der junge Karl sich einst als Soldat aufgehalten hat. Über seinen Opa findet der Autor nur wenig Neues heraus, stattdessen aber umso mehr über sich selbst, seine Familie und die transgenerationale Verarbeitung von Erinnerungen. Plätze, Menschen, Begegnungen und historische Relikte sprechen für sich selbst und für ganze Nachkriegsgenerationen im In- wie im Ausland, ob Ukraine, Frankreich, Polen, Tschechien, West- oder Ostdeutschland. Obwohl er oft im Konflikt ist, ob seine Recherchen Sinn machen, kommt er am Ende zu dem Schluss, dass das Fragen nach der Vergangenheit wichtige Antworten für die Jetztzeit bereithält und über die eigene Identität Aufschluss gibt.

Matthias Klingenberg wurde 1972 in Niedersachsen geboren und studierte in Braunschweig und Heidelberg Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft. Sein zeithistorisches und gesellschaftskritisches Interesse verband er schon früh mit seinem kulturellen Engagement: Neben der Leitung eines Off-Theaters in Heidelberg in den 1990er Jahren stand er auch selbst auf der Bühne und wurde mit der Gruppe Les Trixteurs durch Musikperformances und offene Lesungen aktiv. An seinen verschiedenen Stationen im In- und Ausland, darunter Kasachstan, Usbekistan und Georgien, setzte er sich für interkulturelle Verständigung und Versöhnung zwischen den Völkern ein. Sein persönliches Steckenpferd ist die Durchführung von Geschichts- und Oral-History-Projekten. Derzeit lebt und arbeitet er in Papua-Neuguinea.

Der Band Band „Ein kleines Leben. Eine Spurensuche“ erschien im Berliner Vergangenheitsverlag und hat die ISBN 978-3-86408-233-7.

Eine Veranstaltung des Vereins Spurensuche Harzregion e.V., des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde e.V. und des Oberharzer Bergwerksmuseums.
http://www.spurensuche-harzregion.de/

Weihnachtsstimmung am HohneHof
Am kommenden Samstag, den 15. Dezember, lädt das Natur-Erlebniszentrum HohneHof wieder zu Weihnachtsbasteln mit Naturmaterial ein. In der Zeit von 11.00 bis 15.00 Uhr kann an verschiedenen Stationen das ganz persönliche Weihnachtsgeschenk gestaltet werden, wobei für die unterschiedlichsten Fertigkeiten jeweils ein passendes Angebot vorbereitet ist. So lohnt sich also ein Ausflug mit der ganzen Familie, wo jeder eine Beschäftigung findet. Für alle, die für Basteleien nicht das richtige Geschick und Geduld haben, ist unsere große Feuerschale vorbereitet, wo man bei Stockbrot und heißen Getränken verweilen und die vorweihnachtliche Stimmung genießen kann.

Wir hoffen auf etwas winterliche Stimmung im Nationalpark und freuen uns auf möglichst viele Besucher, so Irmtraud Theel vom Natur-Erlebniszentrum HohneHof.
http://www.nationalpark-harz.de

Noch sechs Wochen bis zum Bewerbungsschluss – wieder vier Open-Air-Nationalpark-Semester ausgeschrieben – Commerzbank-Umweltpraktikanten können sich bis zum 15. Januar 2019 bewerben
Wernigerode – Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2018. Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com

Im Nationalpark Harz waren es 2018 vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum Hohne-Hof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Zahlreiche Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.
http://www.umweltpraktikum.com/

Lebendiger Adventskalender am HohneHof Natur erleben an der Feuerschale
Am 4. Dezember öffnet sich das Türchen des diesjährigen Lebendigen Adventskalenders der Stadt Wernigerode am Natur-Erlebniszentrum HohneHof. Bei Stockbrot und Kinderpunsch können Groß und Klein am Lagerfeuer gemütliche Weihnachtsstimmung genießen!
Das barrierefrei gestaltete Natur-Erlebniszentrum HohneHof mit Café, Abenteuerspielplatz und abwechslungsreichem Außengelände gehört zu den zahlreichen Besuchereinrichtungen im Nationalpark Harz und bietet Groß und Klein zahlreiche Möglichkeiten, die Natur zu erleben, zu entdecken und zu genießen. Der HohneHof ist zudem ein idealer Start- oder Zielpunkt für Wanderungen, Familienausflüge oder Mountainbike-Touren in die sagenhafte Bergwelt des Harzes. Es ist besonders bei Familien mit Kindern sehr beliebt.
Mit der Aktion zum Lebendigen Adventskalender möchte das HohneHof-Team auf besondere Weise auf die Weihnachtszeit einstimmen und zu einem stimmungsvollen Naturerlebnis an der Feuerschale einladen. Los geht es um 14:30 Uhr am Natur-Erlebniszentrum HohneHof in Drei Annen Hohne.
http://www.nationalpark-harz.de

Weihnachten im Harz
Die Vorweihnachtszeit bringt wieder viele Veranstaltungen, Advent- und Weihnachtsmärkte rund um das besinnliche Weihnachtsfest. Lassen Sie sich einstimmen in die schönste Zeit des Jahres. Wir wünschen allen unseren Besuchern eine tolle Zeit im Harz mit viel Spaß und Freude.
Alle weiteren Infos rund um das Weihnachtsfest finden Sie unter:
http://weihnachten.harz-urlaub.de/

Ausstellung mit Bildern der Malerin Gabriele Brantin bis 30.12.2018
im Schloss Ballenstedt in Kooperation mit "Schloss und Schlosspark" Ballenstedt e.V.
Im Regendunst liegende Straßenzüge, Wildtiere auf schneebedeckten Flächen, ein neugierig und herausfordernd blickendes Frauengesicht, umgeben von einem wilden Farbrausch – die Bilder der in Reinstedt (Gemeinde Falkenstein/Harz) lebenden Malerin Gabriele Brantin sind vielfältig in den Inhalten, die sie aufgreifen und in den Perspektiven, die sie einnehmen.
Ort: Schloss Ballenstedt (Nordflügel)
Öffnungszeiten: Mo. geschlossen, Di.-So. 10:00 Uhr – 16:00 Uhr

Mehr Vielfalt im Wald – Herbstliche Buchenpflanzungen 2018 – eine Zwischenbilanz
Wernigerode – Braunlage – Herzberg am Harz. 2018 begann die Pflanzsaison für die Buchen im Rahmen der Nationalpark-Waldentwicklung aufgrund der langen Trockenheit später. Ab Oktober wurden wieder ca. 60.000 Containerpflanzen in den Boden gebracht. Diese vorangezogenen Containerpflanzen werden mit Wurzelballen geliefert. Dies ermöglicht es, schon vor der Zeit des Laubabfalls zu pflanzen. Die kleinen Buchen stammen aus Saatgut, das im Nationalparkrevier Scharfenstein am Brocken geerntet wurde. Sie wurden dann in einer Baumschule herangezogen.



Im Pflanzeinsatz waren neben unseren Forstwirten auch Schülerinnen und Schüler aus dem Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle des Nationalparks Harz und ortsansässige Unternehmer.



In diesem Jahr wurden insgesamt ca. 620.000 kleine Buchen gepflanzt – die Containerpflanzen eingeschlossen. Damit kommt der Nationalpark Harz dem Ziel wieder etwas näher, mehr Naturnähe in die monotonen Fichtenforsten der mittleren und unteren Höhenlagen zu bringen. In diesem Herbst mussten aber insbesondere vorrangig die Bereiche bepflanzt werden, in denen die Stürme aus dem letzten Winter und Trockenheit in diesem Sommer in der sog. Naturentwicklungszone große Narben hinterlassen haben. Die kleinen Buchen sollen sich zu Samenbäumen für zukünftige Waldgenerationen entwickeln und somit die Buche als heimische Baumart wieder in größerem Umfang zurückbringen.



Im Revier Scharfenstein wurden Netze ausgelegt, um unter den alten Buchen im Sandtal Saatgut für die neue Waldgeneration zu gewinnen. Diese Pflanzen werden dann ab Herbst 2020 gepflanzt werden können.



Warum und wo wird gepflanzt?



Gepflanzt wird in der Naturentwicklungszone, siehe Karte. In ihr befinden sich Flächen, die sich in der Folge von schonenden Waldentwicklungsmaßnahmen unbeeinflusst zu Naturdynamikzonen weiterentwickeln können. Der Anteil dieser Zone an der Nationalparkfläche beträgt 38,5 %.



Die Naturdynamikzone enthält Flächen, die sich bereits in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden. International werden diese wertvollen Gebiete in der Regel als "Kernzonen" bezeichnet. Ihr Anteil am Nationalpark Harz umfasst derzeit 60,3 % – hier finden keine waldbaulichen Maßnahmen mehr statt. Dennoch werden in einem Randbereich zu benachbarten Waldgebieten zum Schutz der hier befindlichen Wirtschaftswälder die Borkenkäfer bekämpft – auch angesichts der aktuellen Klimaentwicklung örtlich eine wichtige Maßnahme.



Als Nutzungszonen sind kulturhistorisch wertvolle Flächen wie Bergwiesen, Bergheiden und Schwermetallrasen sowie die touristischen Erholungsbereiche ausgewiesen. Hier werden auch langfristig auf weniger als 1 % der Nationalparkfläche Pflegemaßnahmen wie die Mahd von Wiesen durchgeführt. 0,5 % des Nationalparks besteht aus Wasserflächen.



Die internationalen Naturschutzregeln legen fest, dass Entwicklungsnationalparke nach ca. 30 Jahren auf mindestens 75 % der Fläche die natürliche Entwicklung der Ökosysteme gewährleisten sollen. Hier finden dann keine Pflegearbeiten und Nutzungen mehr statt – ganz im Sinne der Nationalpark-Leitlinie „Natur Natur sein lassen“. Dieses Ziel wird 2022 erreicht sein.
https://gfn-harz.de/

Jürgen Steimecke: Strecken und Bahnhöfe der Schmalspurbahnen im Harz, Teil 1
Die als Handbuch konzipierte Beschreibung der schmalspurigen Eisenbahnstrecken im Harz, heute betrieben von der Harzer Schmalpurbahnen GmbH (HSB), liegt nunmehr in vollständig überarbeiteter Fassung vor. Dargestellt wird der streckentechnische Ausbauzustand mit Stand August 2018.

Die Neuauflage soll vor allem Eisenbahnfreunden das nötige Rüstzeug mit auf den Weg geben, um sich vor Ort im Harz fachkundig orientieren zu können. Aber auch technisch und heimatgeschichtlich interessierte Urlauber sowie Natur- und Wanderfreunde werden links und rechts der Strecken und Bahnhöfe der HSB viele interessante und nützliche Anregungen finden, die zu kleinen Entdeckungstouren auf zumeist verschlungenen Pfaden einladen.

Die einzelnen Stationen werden in laufender Reihenfolge knapp aber informativ der Lage nach beschrieben und um historische Daten ergänzt. Erwähnung finden auch die inzwischen nicht mehr vorhandenen Stationen und Gleisanschlüsse. Ebenso wurden für ausgewählte Bahnhöfe Planungsentwürfe mit aufgenommen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen durch die Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft (NWE) nicht realisiert werden konnten.

Das Streckennetz der Harzer Schmalpurbahnen GmbH gliedert sich heute in sechs Teilstrecken. Sie bilden zusammen mit einer Länge von 140,87 km Deutschlands größtes zusammenhängendes schmalspuriges Streckennetz. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der HSB ist bis heute der vorrangige Einsatz von Dampflokomotiven im Regelzugbetrieb.

Eine Aufteilung in zwei Bände ist der großen Materialfülle geschuldet: Band 1 beschreibt die Strecken 1 (Nordhausen – Wernigerode) und 2 (Drei Annen Hohne – Brocken) und listet darüber hinaus alle Triebfahrzeuge, Güterwagen und Personenwagen auf. Band 2 erscheint 2019 und beschreibt die Strecken 3 (Stiege – Eisfelder Talmühle), 4 (Gernrode – Hasselfelde), 5 (Alexisbad – Harzgerode) und 6 (Quedlinburg – Gernrode). Im technischen Anhang befindet sich eine vollständige Auflistung aller Testfahrzeuge. Diese nur temporär und zu Testzwecken auf den Strecken der Harzquerbahn, Brockenbahn und Selketalbahn eingesetzten „Erlkönige“ sind zuvor in dieser Detailfreude noch nicht veröffentlicht worden.

Ein Schwerpunkt beider Bände bleibt die reiche Bebilderung: historische Eisenbahntechnik auf landschaftlich reizvollen Harzer Strecken – das bildet die Kulisse für Deutschlands nördlichste Gebirgsbahn. Die Neuauflage ergänzen darüber hinaus nun auch großformatige historische und aktuelle Luftaufnahmen. Ebenso fanden zeitgenössische wie aktuelle Lage- und Gleispläne Eingang in das Buch.

Das komplette Streckennetz der HSB wird erstmals aus der „Vogelperspektive“ visualisiert. Dafür kommen großformatige aktuelle Orthofotos und historische Luftaufnahmen zum Einsatz. Bestandteil des Buchs sind die Gleispläne aller Bahnhöfe auf dem Harzer Schmalspurnetz. Die einzelnen Stationen werden in laufender Reihenfolge knapp, aber informativ der Lage nach beschrieben und

um historische Daten ergänzt. Erwähnung finden auch die inzwischen nicht mehr vorhandenen Stationen und Gleisanschlüsse. Ebenso werden für ausgewählte Bahnhöfe Planungsentwürfe mit aufgenommen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen durch die Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft (NWE) nicht realisiert werden konnten. Darunter befinden sich echte Raritäten wie beispielsweise unveröffentlichte Bauentwürfe für die Bahnhöfe Goetheweg und Brocken von 1922, der Entwurf für ein Bahnhofshotel am Bahnhof Schierke von 1934 und auch die Pläne des Architekten Fritz Höger für den Neubau des Bahnhofs Westentor von 1935. Sämtliche Haltepunkte, Bahnhöfe und Werksanschlüsse werden umfassend bebildert (980 Fotos).

Im historischen Kontext nicht länger ausgespart bleiben auch die infrastrukturellen Streckenerweiterungen der NWE in der Nazi-Zeit im Zuge der Untertage-Verlagerungsprojekte im Raum Niedersachswerfen. Flankierend dazu sind einige NS-Bunkerbauvorhaben, KZ-Außenlager und Lager des Reichsarbeitsdienstes (beispielsweise „M6“, „1/134“, „3/134“, „Anhydrit-Ost“, „T 90/44“, „Achat“ oder „Mergel“) mit aufgenommen worden, soweit sich ein direkter Bahnbezug nachweisen ließ.

Berücksichtigung fand ebenfalls die für 2019 in Planung befindliche neue Dampflokwerkstatt der HSB am Bahnhof Wernigerode Westentor. Das Buch enthält sowohl die Entwürfe für die Halle als auch das neue Gleisbild auf dem Ochsenteichgelände.

Jürgen Steimecke: Strecken und Bahnhöfe der Schmalspurbahnen im Harz, Teil 1, herausgegeben von Söhnke Streckel, Format 23,5 cm x 30,5 cm, 472 Seiten, 980 Abbildungen, Achtfarbendruck auf Profisilk 135 g mattglänzendem Bilderdruckpapier, Hardcover mit Fadenheftung, Gewicht 2,5 kg, ISBN 978-3-935971-93-5, Preis: 39,90 EUR, Bezug beim Herausgeber (soehnke.streckel@googlemail.com) oder im Buchhandel

Buchneuerscheinung „Bergbau im Gernröder Revier – Von den vermutlichen Anfängen im Hochmittelalter bis zum endgültigen Erliegen im 20. Jahrhundert“
Gernrode. Der Bergbau hat den Harz und seine Randgebiete grundlegend geprägt. Über Jahrhunderte hinweg war dieses Gebirge eine der bedeutendsten Bergbauregionen Europas. Die Bergbaugeschichte des Oberharzes, des Hochharzes und auch des Südharzes ist umfangreich dokumentiert. Zudem wird der vor- und frühgeschichtliche Bergbau im Oberharz heute montanarchäologisch gründlich erforscht.

Jedoch hat auch der anhaltische Harz, und in ihm die Gernröder Region, eine lange Bergbaugeschichte. Von dieser ist leider wenig überliefert und entsprechende Forschungen lassen bis heute auf sich warten. Der Autor Bernd Sternal hat versucht, ein Bild dieser spärlich dokumentierten Geschichte im Gernröder Revier zu zeichnen. Dieses weist viele Lücken auf. Der Autor hofft jedoch, dass mit seinem kleinen Werk diese Lücken ein klein wenig geschlossen werden können.

Illustriert wurde das Buch mit 18 schwarz-weiß und 9 Farbabbildungen, darunter Karten, Fotos sowie einige alte Darstellungen. Es hat einen strukturierten Paperback-Einband, 72 Seiten und kostet 12,00 Euro. Das Buch ist unter der ISBN 978-3-7481-6803-4 überall im Buchhandel und Online-Buchhandel zu bestellen sowie auch unter https://www.bod.de/buchshop/bergbau-im-gernroeder-revier-bernd-sternal-9783748168034. Demnächst wird für 5,99 Euro auch ein E-Book verfügbar sein.
https://www.bod.de/buchshop/bergbau-im-gernroeder-revier-bernd-sternal-9783748168034

UNSER HARZ November 2018 erschienen
Aus dem Inhalt: Klaus Schröter: Zum Wirken des Eisenbahnexperten Albert Schneider (1833–1910) im Harz und in Europa; Dr. Karl Sanders: Veränderungen des Landschaftsbildes im Oberharz: Die Siedlung Torfhaus verwandelt sich in ein Harz-Resort; Günter Wilke: Meine Kindheit während der Nazizeit –ein ganz normales Leben? – Teil 3; Nationalpark-Forum: Rückblick auf das Jahr 2018 und ein Dank an die Feuerwehren der Region

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K. Schröter erinnert an den Eisenbahnexperten Albert Schneider, der viel für den Harz und seine Bevölkerung getan hat. Berufsbedingt in ganz Europa unterwegs, ließ er sich in Blankenburg nieder und wurde dort 1873 Direktor der HBE. Auf ihn geht die Harz-Zahnrad-Bahn von Blankenburg nach Tanne zurück, die zu einem viel beachteten Konsultationsobjekt wurde.
Um die Veränderung des Landschaftsbildes geht es im Artikel von Dr. K. Sanders. Er beschreibt die Veränderungen der Siedlung Torfhaus hin zum „Harz-Resort“. Die geschilderten Eingriffe können nicht isoliert betrachtet werden, man denke an den Umgang mit Baudenkmälern oder den Ausbau der Skianlage am Wurmberg. Auch zukünftig wird der Umgang mit Harzer Natur für Diskussion sorgen, etwa bei der geplanten Erweiterung des Tagebaus „Huneberg-Ost“.
Im dritten Teil der Lebenserinnerungen von G. Wilke berichtet er über den Kriegsalltag, seine militärische Ausbildung und schließlich seine unwahrscheinliche Flucht von der Front und die Kapitulation. Seine lebhafte Schilderung mahnt uns, diese Zeit nicht zu vergessen und uns für den Frieden einzusetzen.
Im Nationalparkforum wird über das Programm „Natürliche Waldentwicklung (NWE)“ und seine Umsetzung im Nationalpark, die Borkenkäferüberwachung und die vielen – durch die Feuerwehren zum Glück rasch gelöschten – Waldbrände dieses heißen Jahres berichtet.
UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

Altenau: GLC- Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

HohneHof zeitweise geschlossen
Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof ist in der Zeit vom 21. bis zum 23. November 2018 aus betrieblichen Gründen geschlossen. Bereits ab Samstag, den 24.11.2018 ist das Haus aber wieder von 10.00 bis 16.00 Uhr für Besucher geöffnet. Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste!!
https://www.nationalpark-harz.de/de/besucherzentren/hohnehof

Brocken erstmals in diesem Jahr flächendeckend in weiß
Am Samstagabend begann es auf dem höchsten Gipfel im Harz zu schneien. Etwa vier Zentimeter Schnee liegen auf dem Brocken. Auch auf den umliegenden Straßen und Orten, wie Schierke, liegt ein wenig Schnee. Am Sonntagmorgen erreichten die Temperaturen bis zu -10°C in einzelnen Orten im Harz. Ein radikaler Umschwung von davor +3 °C, Winterreifen sind im Harz unbedingt erforderlich. Teilweise sind Straßen mit einer Eisdecke überzogen.

Naturmythenpfad geht in den Winterschlaf Veränderungen der Stationen im kommenden Jahr notwendig
Mit dem Ende der Wandersaison im Nationalpark Harz werden auch die Erlebnisstationen des Naturmythenpfades abgebaut und in den Winterschlaf geschickt. Für einige Stationen dieses Pfades wird es aber leider ein längerer Winterschlaf werden.

Auch auf dem Naturmythenpfad hat durch die diesjährige langanhaltende warme und trockene Witterung der Waldwandel verstärkt eingesetzt. Gerade in den menschengeprägten, älteren Fichtenforsten haben solche Wetterextreme und die Stürme des letzten Winters zahlreiche Bäume geschwächt. In den gleichaltrigen Fichten-Monokulturen fand der Borkenkäfer damit gute Bedingungen. Am Duft kann der Käfer den Gesundheitszustand einer Fichte erkennen und frisst sich unter die Rinde. Er und seine Larven kappen damit die Versorgungsleitungen des Baumes und bringen ihn zum Absterben.

Trotz regelmäßiger Kontrolle und der sensiblen, aber konsequenten Entnahme von betroffenen Fichten hat die Nationalparkverwaltung zahlreiche Borkenkäferfichten auf dem Naturmythenpfad kartiert und muss nun entsprechend reagieren, denn der Pfad liegt im Borkenkäfer-Sicherungstreifen. Dieser 500 Meter breite Streifen an den Außengrenzen des Nationalparks wurde zum Schutz angrenzender Wirtschaftswälder eingerichtet. Hier werden, anders als im Rest des Nationalparkgebietes, betroffene Bäume in der Regel gefällt und entfernt, um die weitere Ausbreitung des Borkenkäfers einzudämmen.

In den nächsten Wochen wird die Nationalparkverwaltung deshalb in den Fichtenbestand am Naturmythenpfad eingreifen müssen. Die betroffenen Fichten-Bestände werden sensibel entnommen, verändern aber voraussichtlich das Erscheinungsbild des Waldes entlang des Naturmythenpfades.

Im Anschluss an diese Maßnahme wird die Nationalparkverwaltung einige Stationen neu entwickeln und an die Umgebung anpassen. Das kann dazu führen, dass die hiervon betroffenen Stationen im nächsten Jahr vorübergehend nicht erlebbar sind. Die Wege können aber natürlich weiterhin begangen werden.

Der Nationalpark bittet um Verständnis!
http://www.nationalpark-harz.de

Vögel und Vogelforschung im Nationalpark Harz - Bildvortrag von Caren Pertl im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Sankt Andreasbreg. Das Thema der Vogelwelt in den vom Borkenkäfer beschleunigt zur Wildnis umgewandelten Bergfichtenwäldern des Nationalparks ist derzeit in aller Munde. Dabei zeigt sich, dass die Vogelwelt von dieser Entwicklung profitiert.

Caren Pertl, die über diese Frage forscht, arbeitet im länderübergreifenden Nationalpark Harz und ist dort als Ornithologin u.a. auch für das Brutvogel-Monitoring zuständig. Im Rahmen ihres Vortrages im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg berichtet sie von ihrer vielseitigen Tätigkeit. Dabei geht es einerseits um einige besondere Arten wie z. B. Schwarzstorch, Ringdrossel und den Raufußkauz. Andererseits berichtet sie aber auch darüber, welchen Einfluss der gegenwärtig nicht zu übersehende Waldwandel auf die Artenvielfalt hat, was sie anhand von Beispielen verdeutlicht.

Die verschiedenen Erfassungs- und Erforschungsmethoden, die bei den hauptamtlichen, aber auch zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitern zur Anwendung kommen, werden dargestellt.

Der Eintritt ist frei, aber es besteht die Möglichkeit, eine Spende zu geben.

Ort des Vortrags: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Termin: Mittwoch, 21. November, 19:00 Uhr
Dauer: ca. 1,5 Std.
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

BUND protestiert gegen neuen Gipsabbau bei Walkenried und den fortgesetzten Raubbau an der Südharzlandschaft
Walkenried. Die Firma Saint-Gobain Formula GmbH, Walkenried, hat beim Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig die Ausweitung ihres Gipsabbaus im Bereich Juliushütte beantragt. Der Steinbruch soll sogar in das dortige besonders schutzwürdige FFH-Gebiet Nr. 136 (Gipskarstgebiet bei Bad Sachsa) hineingeführt werden und berührt das Grüne Band an der Grenze zum Nachbarland Thüringen. Dagegen protestieren die Naturschutzverbände. Der BUND-Regionalverband Westharz erklärt dazu:

Hier wird nach altbekannter Salamitaktik vorgegangen. Es kann und darf jedoch nicht sein, dass Firmen kleine Flächen zum Abbau beantragen, um die naturschutzfachlichen und UVP-relevanten Fakten durch die Kleinheit der Flächen zu umgehen – und dann, wie auch im vorliegenden Falle, Jahre später die Summe der genehmigten kleinen Steinbrüche auf über 25 ha Fläche zusammenwachsen zu lassen, wenn die UVP-relevanten Fakten abgebaut sind! Im aktuellen Fall darf die FFH-Unverträglichkeit eines Abbaus im FFH-Gebiet nicht aufgrund der Kleinheit der Fläche heruntergespielt werden. Mit diesem System könnte man, so die Flächen nur klein genug gewählt sind, jedes FFH-Gebiet durchlöchern!

Bei dem ohnehin sehr hohen Abbaudruck, der alle nicht geschützten Teile der Gipskarstlandschaft ohnehin trifft, wird es kategorisch abgelehnt, Flächen aus geschützten Gebieten der Karstlandschaft zum Abbau zu genehmigen. Den Abbaufirmen fehlen regelmäßig Ersatzflächen auf Gips, die allein zur normalen Kompensation der bereits bestehenden Abbauflächen nötig wären. Die neu zum Abbau beantragte Fläche könnte harmonisch in die reich strukturierte Biotoplandschaft am Grünen Band integriert werden, indem sie z.B. beweidet und nicht mehr als Acker genutzt wird. Hier könnte ein weiterer Halbtrockenrasen auf Gips generiert werden, z.B. als Ersatz für Abbauflächen bei Juliushütte.

Die geplante Abbaufläche grenzt östlich unmittelbar an die Thüringer Grenze mit dem Grünen Band, das durchgängig als „Green Belt of Europe“ und speziell in Thüringen als „Nationales Naturmonument“ ausgewiesen werden soll. Hier fügen sich FFH-Flächen wie das geplante Abbaugebiet harmonisch den schützenswerten Flächen am Grünen Band an. Es liegen darüber hinaus direkt an die geplante Abbaufläche NSG-Planungen am Grünen Band der TLUG vom Mai 2018 vor.

Es sei an dieser Stelle nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass seitens des Naturschutzes mit Entsetzen beobachtet wird, wie die Abbaufirmen seit Jahrzehnten trotz der bekannten Einmaligkeit der Karstlandschaft keine ernsthaften Bemühungen unternehmen, auf Sekundärgipse UND Gipsersatz umzusteigen. Große Mengen REA-Gipse sind in den vergangenen 25 Jahren nicht genutzt worden, weil der Naturgips eben immer noch billiger abzubauen ist.

Genehmigungsbehörden und Politik werden hier aufgefordert, mit einer den Umgebungsschutz von Schutzgebieten sichernden Vorgehensweise die Zerstörung einer europaweit einmaligen Landschaft einzuschränken. Das Abbaugebiet befindet sich darüber hinaus im besonders wertvollen Hotspot-Gebiet der Biologischen Vielfalt (vgl. an

Die bisher hohen Mengen an REA-Gipsen (ca. 7 Mio. t/Jahr aktuell) gehen seit 20 Jahren zum großen Teil nach Skandinavien, das keinen Naturgips besitzt, eben weil immer neue Abbaugenehmigungen im Naturgips dafür gesorgt haben, dass gute Ersatzstoffe nicht genutzt werden, weil sie geringfügig teurer sind. Eine Tatsache, die durch Nutzung von Zertifikaten wie dem blauen Umweltengel allemal beim Verbraucher hätten aufgefangen werden können.

Wenn Politik und Behörden nicht energisch den Naturgipsabbau zurückfahren, wird die aktuelle Tendenz der Abbaufirmen, weiterhin vorrangig Naturgips aus dem Südharz zu nutzen, zur weiterschreitenden Zerstörung einer einmaligen Landschaft führen, die es weltweit nicht mehr zu finden gibt.

"Die Harzmaler" ein Ausstellungsprojekt in Wernigerode bis 24.11.2018
Die neue Ausstellung "Die Harzmaler" kann an drei verschiedenen Standorten in Wernigerode besucht werden. Im Städtischen Harzmuseum werden Gemälde des 19. Jahrhunderts gezeigt. In der Galerie 1530 im Kunsthof sind Gemälde des 20. Jahrhunderts ausgestellt und im Schiefen Haus kann man Gemälde von Harzmalern bis in die Gegenwart bewundern. Im Harzmuseum und in der Galerie 1530 im Kunsthof sind zusammen ca. 100 Ölgemälde zu sehen, davon einige überhaupt das erste Mal für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Schiefen Haus ist die Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst "Die Harzmaler - neu gesehen im 21. Jahrhundert" der Hallenser Künstlerin Christine Bergmann zu sehen. Die gesamte Ausstellung wird von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt unterstützt.

Bildvortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: „Fledermäuse im Nationalpark Harz – Einblicke in die aktuelle Forschung“
Sankt Andreasberg. Am Donnerstag, den 25. Oktober 2018, findet um 19:00 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg der Vortrag „Fledermäuse im Nationalpark Harz– Einblicke in die aktuelle Forschung“ statt.
Die Referentin Annika Schröder ist im Nationalparkhaus beschäftigt und betreut unter anderem auch die dortige Dauerausstellung „FledermausReich“. Sie hat im Rahmen ihrer Masterarbeit auf der gesamten Fläche des Nationalparks mit Bat-Rekordern Fledermausrufe und Daten zur Vegetationsstruktur erfasst, um damit ein Habitatmodell zu erstellen. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden vorgestellt. Annika Schröder geht aber auch auf die anderen Forschungsarbeiten zur Artengruppe der Fledermäuse des Nationalparks ein, so Thomas Appel, der Leiter des Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.
Eine Anmeldung für die 90-minütige Veranstaltung ist nicht nötig. Der Eintritt ist frei. Es besteht aber die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.
Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
http://www.nationalpark-harz.de

Brockengarten schließt am 17.10.2018 seine Pforten
Wernigerode - Brocken. Am morgigen Mittwoch den 17.10.2018 findet um 14 Uhr die letzte Brockengartenführung in dieser Saison statt. 
Vom 7. Mai bis zum 17. Oktober erfreuten sich viele Nationalpark- und Brockenbesucher an unserer Anlage. Normalerweise beginnt die Brockengartensaison am 15. Mai, wenn dieser nicht gerade auf einen Samstag oder Sonntag fällt. Da in diesem Jahr das Frühjahr auf dem Brocken aber nicht erst Anfang Mai mit den ersten Blüten der Brockenanemone, sondern schon im April begann, führten wir die ersten Gartenrundgänge bereits ab dem 7. Mai durch. 
Das Gartenjahr 2018 war ein schwieriges Jahr. Extreme Trockenheit und hohe Temperaturen auch auf dem Brocken wirkten sich auf den Blühbeginn der Pflanzen im Garten aus. Die meisten hier kultivierten Hochgebirgspflanzenarten zeigten ihre Blüten zwei bis drei Wochen eher und einige Arten schafften sogar die Ausbildung von Zweitblüten. 
Die sog. Brockenenziane waren Mitte Juli, in der eigentlichen Hauptblütezeit, längst verblüht und die Wellensittichenziane sowie die Silberdistel öffneten ihre Blüten in diesem Jahr bereits am 20. August und nicht erst Mitte September. 
Auf die für Brockenverhältnisse hohen Temperaturen hatten wir natürlich keinen Einfluss, doch durch tägliches Gießen konnte ein Absterben der Arten, verursacht durch die extreme Trockenheit, verhindert werden. 
Erwartungsgemäß sind die meisten Hochgebirgspflanzenarten im Brockengarten in diesem Jahr Anfang Oktober zum größten Teil verblüht, weil sie am Naturstandort an kurze Vegetationszeiten angepasst sind und daher in der Regel sehr frühzeitig im Jahr ihre Blüten zeigen. Selbst die in Asien verbreiteten sog. Wellensittich-Enziane (Gentiana farreri, Gentiana sino-ornata) haben ihre Entwicklung abgeschlossen. Nur der kleine Zwillingsbruder Gentiana ternifolia zeigt noch seine letzten Blüten. 
In der Zeit von Anfang Mai bis Mitte Oktober 2018 besuchten bei sonnigem und trockenem Wetter insgesamt ca. 5595 Nationalparkbesucher den Brockengarten – 905 mehr als im vergangenen Jahr. 4218 Brockenbesucher wurden von den Mitarbeitern des Brockengartens durch die Anlage geführt. Hinzu kamen 23 Sonderführungen für Fachleute, aber auch Studenten und Schüler, an denen insgesamt 497 Personen teilnahmen. Außerdem begleiteten die Nationalparkranger 880 Gäste durch unsere Anlage. Dies erfolgte meist an den Wochenenden in Kombination mit der Brockenrundweg-Führung. Auch am Tag des offenen Denkmals am 9.9.2018 wurde eine Sonderführung durch den Brockengarten angeboten. 
Besonders freuen wir uns natürlich über die Mitgliedschaft des Brockengartens im Netzwerk „Gartenträume“ des Landes Sachsen Anhalt seit Oktober 2017. Zu Beginn der Gartensaison erhielt Nationalparkleiter Andreas Pusch aus den Händen vom Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Armin Willingmann Urkunde und Plakette. 
Dass der Harz auch für ausländische Gäste ein attraktives Urlaubsgebiet ist, wird u.a. im Brockengarten deutlich. So besuchten uns Gäste u.a. aus Dänemark, Schweden, Korea, Japan, China, Russland, Belgien, Bulgarien, Frankreich, England, den USA, der Schweiz, und den Niederlanden.
http://www.nationalpark-harz.de

Wieder Brandentwicklung durch verlassene Lagerfeuer im Nationalpark
Wernigerode. Nationalpark-Mitarbeiter und Wanderer haben erneut beginnende Waldbrände im Schutzgebiet entdeckt und konnten mit Hilfe der alarmierten Feuerwehr zum Glück Schlimmeres verhindern. Von vermutlich nicht vollständig gelöschten Lagerfeuerstellen hatten sich Schwelbrände bereits ausgebreitet und teilweise schon erste größere Baumteile entzündet.

Auch wenn es in letzter Zeit hin und wieder etwas geregnet hat: In den Wäldern ist es immer noch sehr trocken, die Böden sind nach dem regenarmen Sommer bis in tiefere Schichten ausgetrocknet. Es ist deshalb nicht zu verantworten, dass ungeachtet dessen immer wieder Menschen im Wald Feuer entzünden. Damit gefährden sie nicht nur die Natur, sondern auch Menschen. Aus gutem Grund ist das Feuermachen im Nationalpark Harz ganzjährig untersagt und bis zum 31. Oktober gilt im Wald auch noch ein allgemeines Rauchverbot.
http://www.nationalpark-harz.de

Vortrag zur Stadtgeologie und den historischen Baustoffen der Stadt Goslar am 11.10.2018
Goslar. Vortrag zum Thema:

- Die Klassische Quadratmeile der Geologie und die Bausteine der Stadt Goslar

- 11.10.2018 um 19.30 Uhr

- Großer Sitzungssaal des Landkreises Goslar, Klubgartenstraße 6

Eintritt frei

Herbstlicher Ferien-Spaß am HohneHof - Herbstferienprogramm am Natur-Erlebniszentrum in Drei Annen Hohne
Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof lädt auch in den Herbstferien wieder mit einem bunten Ferienprogramm zu einem Besuch in den Nationalpark Harz ein. Es gibt viel Wissenswertes in der Natur zu entdecken.

Dienstag, den 9. Oktober 2018
Führung für Familien auf dem Löwenzahnpfad
Treffpunkt: Eingang Löwenzahnpfad
Zeit: 10 Uhr

Mittwoch, den 10. Oktober 2018
Rangertag - Herbstliche Entdeckungen zur goldenen Jahreszeit
Wir lüften die geheimen Vorbereitungen der Bäume auf den Winter und lernen sie spielerisch kennen. Im Anschluss basteln wir mit selbst gesammelten Naturschätzen.
Treffpunkt: HohneHof
Zeit: ab 11 Uhr

Donnerstag, den 11. Oktober 2018
Wir fangen die Farben des Herbstes beim Stofffärben ein
Auf einer kleinen Wanderung lernen wir Pflanzen kennen, die man zum Färben verwenden kann. Gemeinsam stellen wir einen Farbsud her und färben Stoff.
Treffpunkt: Eingang Löwenzahnpfad
Zeit: 11:00 – 14:00 Uhr
Wichtig: Für das Färben bitte voranmelden unter Tel. 039455 8640

Auch an allen anderen Tagen lohnt sich ein Besuch im Natur-Erlebniszentrum HohneHof und auf dem Löwenzahn-Entdeckerpfad. Im Oktober ist der HohneHof täglich von 10 - 17 Uhr geöffnet, der Löwenzahnpfad ist frei zugänglich geht Ende Oktober/Anfang November jedoch in den Winterschlaf.
https://www.nationalpark-harz.de/de/besucherzentren/hohnehof.php

Nationalpark-Kalender 2019 erscheint am 6. Oktober 2018 - Einnahmen unterstützen das Harzer Luchsprojekt
Wernigerode - Ilsenburg - Herzberg am Harz. Am 6. Oktober 2018 ist es soweit: Der Verkauf des schon vielfach nachgefragten Nationalpark-Kalenders 2019 startet. Bereits zum neunten Mal erscheint der Kalender mit den besten Bildern aus den Fotowettbewerben HarzNATUR der Jahre 2011 – 2017 und erneut unter der Schirmherrschaft von Hannes Jaenicke.

Die Einnahmen für den Kalender unterstützen auch in diesem Jahr wieder zu 100 % das Harzer Luchsprojekt (www.luchsprojekt-harz.de), denn der Kalender wird der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. von der silverLynx Media GmbH aus Herzberg zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen der Eröffnung der Fotoausstellung „Natürlich Niedersachsen“ durch die Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (Regionalgruppe Niedersachsen) am 6. Oktober 2018 um 15 Uhr im Nationalparkhaus Ilsetal fällt der Startschuss für den Verkauf des Kalenders. Dazu laden wir Sie hiermit herzlich ein.

Der Kalender im Format 48 x 35 cm erscheint in einer limitierten Auflage von 1.200 Exemplaren. Zum Preis von 14,95 € ist er in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen der Region erhältlich. Bestellt werden kann er auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.

Fotografen aus der Region im Kalender: Eckhardt Borzym, Goslar; Marc Kinkeldey, Schierke; Helmut Meier, Steinlah; Ramona Reichpietsch, Beendorf (früher Goslar).
http://www.nationalpark-harz.de

Mehr Vielfalt im Wald – Herbstliche Buchenpflanzungen
Wernigerode - Braunlage. 2018 wird die Pflanzsaison für die Buchen im Rahmen der Nationalpark-Waldentwicklung aufgrund der anhaltenden Trockenheit später beginnen. Ab Oktober werden wieder ca. 60.000 Containerpflanzen in den Boden gebracht. Diese vorangezogenen Containerpflanzen werden mit Wurzelballen geliefert. Dies ermöglicht es, schon vor der Zeit des Laubabfalls zu pflanzen. Die kleinen Buchen stammen aus Saatgut, das im Nationalparkrevier Scharfenstein geerntet wurde. Sie wurden dann in einer Baumschule herangezogen.

Im Pflanzeinsatz sind neben unseren Forstwirten auch Schülerinnen und Schüler aus dem Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle des Nationalparks Harz und ortsansässige Unternehmer.

In diesem Herbst werden voraussichtlich insgesamt ca. 550.000 kleine Buchen gepflanzt – die Containerpflanzen eingeschlossen. Damit kommt der Nationalpark Harz dem Ziel wieder etwas näher, mehr Naturnähe in die monotonen Fichtenforsten der mittleren und unteren Höhenlagen zu bringen. In diesem Herbst müssen aber insbesondere vorrangig die Bereiche bepflanzt werden, in denen die Stürme aus dem letzten Winter und Trockenheit in diesem Sommer in der sogenannten Naturentwicklungszone große Narben hinterlassen haben. Die kleinen Buchen sollen sich zu Samenbäumen für zukünftige Waldgenerationen entwickeln und somit die Buche als heimische Baumart wieder in größerem Umfang zurückbringen.

Derzeit sind im Revier Scharfenstein wieder Netze ausgelegt, um unter den alten Buchen im Sandtal Saatgut für die neue Waldgeneration zu gewinnen. Diese Pflanzen werden dann ab Herbst 2020 gepflanzt werden können.

Warum und wo wird gepflanzt?
Gepflanzt wird in der Naturentwicklungszone, siehe Karte. In ihr befinden sich Flächen, die sich in der Folge von schonenden Waldentwicklungsmaßnahmen unbeeinflusst zu Naturdynamikzonen weiterentwickeln können. Der Anteil dieser Zone an der Nationalparkfläche beträgt 38,5 %.

Die Naturdynamikzone enthält Flächen, die sich bereits in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden. International werden diese wertvollen Gebiete in der Regel als "Kernzonen" bezeichnet. Ihr Anteil am Nationalpark Harz umfasst derzeit 60,3 % – hier finden keine waldbaulichen Maßnahmen mehr statt. Dennoch werden in einem Randbereich zu benachbarten Waldgebieten zum Schutz der hier befindlichen Wirtschaftswälder die Borkenkäfer bekämpft – auch angesichts der aktuellen Klimaentwicklung örtlich eine wichtige Maßnahme.

Als Nutzungszonen sind kulturhistorisch wertvolle Flächen wie Bergwiesen, Bergheiden und Schwermetallrasen sowie die touristischen Erholungsbereiche ausgewiesen. Hier werden auch langfristig auf weniger als 1 % der Nationalparkfläche Pflegemaßnahmen wie die Mahd von Wiesen durchgeführt. 0,5 % des Nationalparks besteht aus Wasserflächen.



Die internationalen Naturschutzregeln legen fest, dass Entwicklungsnationalparke nach ca. 30 Jahren auf mindestens 75 % der Fläche die natürliche Entwicklung der Ökosysteme gewährleisten sollen. Hier finden dann keine Pflegearbeiten und Nutzungen mehr statt – ganz im Sinne der Nationalpark-Leitlinie „Natur Natur sein lassen“. Dieses Ziel wird 2022 erreicht sein.
http://www.nationalpark-harz.de

Sabbatical in der Wildnis Engagierte Bundesfreiwillige verabschiedet sich nach einem Jahr vom Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus
„Die Großstadt Hamburg gegen die Waldwildnis des Nationalparks Harz einzutauschen, das war eine großartige Erfahrung", blickt Musikwissenschaftlerin und Übersetzerin Geertje Lenkeit auf das letzte Jahr zurück. Sie verbrachte ein Sabbatical als Bundesfreiwilligendienstlerin im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Vorher hatte sie als Redakteurin unter anderem klassische Musiktexte übersetzt und Orchesterinterviews bearbeitet.
Kleines Präsent zum Abschied: Die Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, Heike Albrecht-Fechtler (r.), dankte Bundesfreiwilligendienstlerin Geertje Lenkeit (l.) für ihr engagiertes Jahr im Nationalpark Harz
„Gerade für mich, die sonst häufig nur am Schreibtisch ihre Arbeitszeit verbrachte, war es eine große Bereicherung", sagt die junge Frau. Am Infotresen des Nationalpark-Besucherzentrums betreute sie die Gäste mit ihren Anliegen und Fragen. „Ich hatte die Möglichkeit, mit vielen interessanten Menschen als Gäste in der Ausstellung und als Teilnehmende auf den Bildungsveranstaltungen ins Gespräch zu kommen und ihnen die beeindruckende Harznatur nahezubringen. Es hat mich sehr erfüllt, Kinder zu begeistern und sie über den Tellerrand in ganz andere Lebenswelten wie z. B. das Ökosystem Moor blicken zu lassen. Gleichzeitig hat sich auch für mich als biologisch ‚Unbeleckte' ein ganz neuer Wissensbereich eröffnet", beschreibt Geertje Lenkeit ihre Erfahrung.
„Wir freuen uns, dass Frau Lenkeit sowohl den Eindruck und das Wissen um die Schönheit und Vielfalt des Nationalparks Harz als auch über die erheblichen Veränderungsprozesse in den Nationalparkwäldern hin zu struktur- und artenreicheren Lebensräumen und die großen Herausforderungen durch den Klimawandel mit in die Großstadt Hamburg trägt", so die Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus Heike Albrecht-Fechtler.

24. Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies noch bis zum 14.10.2018 in Sankt Andreasberg zu sehen – Auch ein Bad Lauterberger Künstler dabei
Braunlage – Sankt Andreasberg. Jüngst eröffneten Nationalparkleiter Andreas Pusch und der Bürgermeister der Stadt Braunlage Stefan Grote im Rahmen einer feierlichen Vernissage die Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ in Sankt Andreasberg nun schon zum 24. Mal – ein konstant wichtiger Baustein in der Zusammenarbeit zwischen Stadt Braunlage und Nationalpark Harz.

Den mit 2.000 € dotierten Andreas-Kunstpreis erhält in diesem Jahr Kalle Juhani Spielvogel für seine Installation „Organic Cube“. Der in Eckernförde geborene deutsch/finnische Künstler hat seinen Abschluss „Bachelor Of Fine Arts“ an der Muthesius-Kunstschule (Medienklasse beim Prof. Arnold Dreyblatt) in Kiel gemacht. Seine künstlerischen Schwerpunkte beziehen sich aktuell auf Licht- und Soundinstallationen. In den Arbeiten geht es um die Sensibilisierung unserer Wahrnehmung. Wie nehmen Personen Dinge wahr? Sinne wie Sehen, Hören und Tasten sind hierbei in den Arbeiten die am häufigsten verwendeten Elemente. Auch das Thema Natur ist ein oft wiederkehrendes Element. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Experimentieren mit allen erdenklichen Materialien. Wie verhalten sich Materialien zueinander? So entstehen durch die gesammelten Erfahrungen „Mixart-Arbeiten". Das Material ist hierbei durch seine Eigenschaften (oft zweckentfremdet) die Vorlage für zahlreiche seiner Arbeiten. Weitere Tätigkeiten sind gestalterische Elemente mit der Natur.

Zwei weitere Werke wurden mit Auszeichnung im Wert von 500 € prämiert.

Die erste Auszeichnung geht an Achim Robert Kirsch für seine Installation „Plastique“. Der in Windeby lebende Künstler hat 1994 sein Studium der Philosophie, Germanistik und Kunst in Köln und Wuppertal abgeschlossen, auf das eine Assistenz beim Bildhauer Wolfgang Metzler folgte. Seiner seit 2003 freischaffenden Tätigkeit als Animator, Trickfilmzeichner und Regisseur für verschiedene Trickfilmprojekte war eine Weiterbildung an der internationalen Filmschule Köln im Bereich Trickfilm und Animation vorgeschaltet.

Eine weitere mit 500 € dotierte Auszeichnung erhält Salomé Berger aus Münster für ihre Malerei „An hundert Stellen ist es noch Ursprung“. Die aus Bern (Schweiz) stammende Künstlerin hat an der Kunstakademie Münster bei Prof. Cornelius Völker studiert.

Die Preise wurden vom Niedersächsischen Umweltstaatssekretär Frank Doods übergeben.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren erschienen, um sich die Ausstellung anzuschauen und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Die über die Jahre gewachsene und an Bedeutung gewonnene Ausstellung vermittelt in Werken nationaler und internationaler Künstlern das Zusammen- oder auch Gegenspiel von Natur und Mensch – Mensch und Natur.

Immer wieder gelingt es Künstlern in unterschiedlichsten Werken mit variierenden Stilen – Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerei, Installation u.a. Methoden – die Seelen der Besucher zu berühren, nachdenklich zu stimmen und zu sensibilisieren für die kleinen Dinge, die sich im Großen zusammenfügen.

Den Kunstpreis stiftet die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine. Eine weitere Förderung erhält die Ausstellung vom Regionalverband Harz e.V. in seiner Funktion als Landschaftsverband in Niedersachsen für das Gebiet des Landkreises Goslar mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

Über 60 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/ Skulptur zeigt die diesjährige Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies noch bis zum 14.10.2018 in Sankt Andreasberg.
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24. Kunstaustellung NATUR – MENSCH
Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei
Laufzeit bis 14.10.2018
Täglich von 11 - 17 Uhr in Sankt Andreasberg: Rathausscheune, Atrium der Sankt Andreas-Kirche und Martini-Kirche
http://www.nationalpark-harz.de

Goethes berühmte Reisen durch den Harz - Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus lädt am 30. September zu zwei Vorträgen mit Dietmar Busold - Warum Goethe den heutigen sog. Goetheweg nicht kennen konnte
Brocken. Autor und Herausgeber Dietmar Busold kommt mit seinem interessanten Goethe-Vortrag inklusive spannender Foto-Präsentation auf den Brocken. Am Sonntag, dem 30. September 2018 nimmt er die Zuhörer im Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus zweimal mit auf die vier berühmten Harz-Reisen des Dichters Goethe.

Um 13 und 15 Uhr geht er der Frage nach, welche Motive Goethe immer wieder von Weimar in den Harz zogen? Welche Anregungen brachten Goethe der Harz und insbesondere der Brocken bei seinem literarischen Schaffen und bei seinen Natur-Studien?

Busold bespricht die Höhepunkte der Reisen und zeigt die historischen Routen. Eintritt: 5 Euro.
http://www.nationalpark-harz.de

Großes „Wimmelbild“ im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg vollendet
Sankt Andreasberg. Vor mehr als zwei Jahren hatte Eva Schulz, die 2015 bis 2016 ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg absolvierte, mit der großformatigen Wandbemalung im Seminarraum begonnen. Das Motiv hatte sie zuvor selbst entworfen. Es zeigt die Artenvielfalt im Nationalpark im Stil eines „Wimmelbildes“, wie man es aus Kinderbilderbüchern kennt.

Seitdem haben alle FÖJler und Praktikanten des Hauses in mehr oder weniger großem Umfang an dem Werk weitergemalt. Eva Schulz, die jetzt an der Universität Hamburg Kunstgeschichte studiert, war bei einem zweitägigen Besuch begeistert vom Ergebnis. Sie gab dem Bild nochmals den „letzten Schliff“ und vollendete es damit.

Hausleiter Thomas Appel brachte seine große Dankbarkeit zum Ausdruck und betonte, wie positiv und wichtig das ehrenamtliche Engagement von Eva Schulz und aller anderen Freiwilligen für das Nationalparkhaus sei, denn Honorare können für die Arbeiten nicht gezahlt werden.

Besucher der Kunstausstellung NATUR – MENSCH 2018, die noch bis zum 14. Oktober in Sankt Andreasberg zu sehen ist, können einen Abstecher in das Nationalparkhaus an der Erzwäsche 1 machen, um dort das Wimmelbild im XXL-Format zu besichtigen und mit einem Besuch der Ausstellung im Nationalparkhaus die Kunsteindrücke um Eindrücke aus dem Bereich der Natur und Harzgeschichte zu ergänzen.
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Das Grüne Band erleben Vom Todesstreifen zur Lebenslinie - auf historischen Pfaden durch den Nationalpark
Auch 28 Jahre nach der Wiedervereinigung finden sich noch Überbleibsel der menschenverachtenden Grenzanlagen. Gleichzeitig gibt es Pflanzen und Tiere, die gerade im Grenzstreifen einen Rückzugsort gefunden haben. Wir laden ein zu einer Reise in die Vergangenheit: auf den Spuren der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Kommt mit auf eine spannende Entdeckungswanderung!

Wann? 3. Oktober 2018, 10 - ca. 14.30 Uhr
Wo? ab Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Was? Wanderung ca. 10 km, Einkehrmöglichkeit am Ende der Tour,
Rucksackverpflegung empfohlen

Anmeldung erforderlich unter 05320-331790 oder post@torfhaus.info

Anerkennungsbeiträge:
Erwachsene € 10,-; Kinder € 5,-; Familien (2 Erwachsene und bis zu 2 Kinder unter 16 Jahren) € 20,-
https://www.torfhaus.info/torfhaus/de/start/

Sturmböen über dem Harz!
Derzeit auf dem Brocken schwere Sturmböen, zeitweise orkanartige Böen. Im Tiefland Windböen, teils Sturmböen, zum Abend nachlassend. Am Samstag erneut Sturmböen auf dem Brocken und Windböen im Tiefland.
Es sind zahlreiche Bäume umgefallen und auch Straßen zeitweise blockiert. Auch die Brockenbahn hat Probleme zu fahren.

Vor dem Betreten des Waldes wird aktuell gewarnt!
http://www.nationalpark-harz.de

24. Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies noch bis zum 14.10.2018 in Sankt Andreasberg zu sehen – Andreas-Kunstpreis geht an Kalle Juhani Spielvogel für seine Installation „Organic Cube“
Braunlage – Sankt Andreasberg. Jüngst eröffneten Nationalparkleiter Andreas Pusch und der Bürgermeister der Stadt Braunlage Stefan Grote im Rahmen einer feierlichen Vernissage die Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ in Sankt Andreasberg nun schon zum 24. Mal – ein konstant wichtiger Baustein in der Zusammenarbeit zwischen Stadt Braunlage und Nationalpark Harz.

Den mit 2.000 € dotierten Andreas-Kunstpreis erhält in diesem Jahr Kalle Juhani Spielvogel für seine Installation „Organic Cube“. Der in Eckernförde geborene deutsch/finnische Künstler hat seinen Abschluss „Bachelor Of Fine Arts“ an der Muthesius-Kunstschule (Medienklasse beim Prof. Arnold Dreyblatt) in Kiel gemacht. Seine künstlerischen Schwerpunkte beziehen sich aktuell auf Licht- und Soundinstallationen. In den Arbeiten geht es um die Sensibilisierung unserer Wahrnehmung. Wie nehmen Personen Dinge wahr? Sinne wie Sehen, Hören und Tasten sind hierbei in den Arbeiten die am häufigsten verwendeten Elemente. Auch das Thema Natur ist ein oft wiederkehrendes Element. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Experimentieren mit allen erdenklichen Materialien. Wie verhalten sich Materialien zueinander? So entstehen durch die gesammelten Erfahrungen „Mixart-Arbeiten". Das Material ist hierbei durch seine Eigenschaften (oft zweckentfremdet) die Vorlage für zahlreiche seiner Arbeiten. Weitere Tätigkeiten sind gestalterische Elemente mit der Natur.

Zwei weitere Werke wurden mit Auszeichnung im Wert von 500 € prämiert.

Die erste Auszeichnung geht an Achim Robert Kirsch für seine Installation „Plastique“. Der in Windeby lebende Künstler hat 1994 sein Studium der Philosophie, Germanistik und Kunst in Köln und Wuppertal abgeschlossen, auf das eine Assistenz beim Bildhauer Wolfgang Metzler folgte. Seiner seit 2003 freischaffenden Tätigkeit als Animator, Trickfilmzeichner und Regisseur für verschiedene Trickfilmprojekte war eine Weiterbildung an der internationalen Filmschule Köln im Bereich Trickfilm und Animation vorgeschaltet.

Eine weitere mit 500 € dotierte Auszeichnung erhält Salomé Berger aus Münster für ihre Malerei „An hundert Stellen ist es noch Ursprung“. Die aus Bern (Schweiz) stammende Künstlerin hat an der Kunstakademie Münster bei Prof. Cornelius Völker studiert.

Die Preise wurden vom Niedersächsischen Umweltstaatssekretär Frank Doods übergeben.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren erschienen, um sich die Ausstellung anzuschauen und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Die über die Jahre gewachsene und an Bedeutung gewonnene Ausstellung vermittelt in Werken nationaler und internationaler Künstlern das Zusammen- oder auch Gegenspiel von Natur und Mensch – Mensch und Natur.

Immer wieder gelingt es Künstlern in unterschiedlichsten Werken mit variierenden Stilen – Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerei, Installation u.a. Methoden – die Seelen der Besucher zu berühren, nachdenklich zu stimmen und zu sensibilisieren für die kleinen Dinge, die sich im Großen zusammenfügen.

Den Kunstpreis stiftet die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine. Eine weitere Förderung erhält die Ausstellung vom Regionalverband Harz e.V. in seiner Funktion als Landschaftsverband in Niedersachsen für das Gebiet des Landkreises Goslar mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

Über 60 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/ Skulptur zeigt die diesjährige Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies noch bis zum 14.10.2018 in Sankt Andreasberg.
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24. Kunstaustellung NATUR – MENSCH
Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei

Laufzeit bis 14.10.2018

Täglich von 11 - 17 Uhr in Sankt Andreasberg: Rathausscheune, Atrium der Sankt Andreas-Kirche und Martini-Kirche
http://www.nationalpark-harz.de

2018 - ein Ausnahmejahr für den Wald auch im Nationalpark Harz – ein Dankeschön an die Bürger und die Feuerwehren der Region
Wernigerode. Ohne die große Aufmerksamkeit zahlreicher Bürger, die kleine Brände noch im Anfangsstadium bemerkten und sofort meldeten, und ohne die hohe Einsatzbereitschaft und das Engagement der Feuerwehren der Nationalparkregion, die viele Feierabende und Wochenenden opferten, hätte es in diesem Ausnahmesommer im Nationalpark Harz mehrfach zu größeren Bränden kommen können. „Dafür sagen wir ausdrücklich einen großes Dankeschön“, so Andreas Pusch, der Harzer Nationalparkleiter. Es gilt weiterhin aufmerksam zu sein, denn allein am letzten Wochenende gab es erneut Brände im Bereich des Nationalparks und auch in der Region. Es ist unverständlich, dass es so viele unverantwortliche Menschen gibt, die entgegen jeder Vernunft und abseits der Wege Lagerfeuer anlegen und auf diese Weise auch Menschenleben in Gefahr bringen!

Die Hitze und die langanhaltende Trockenheit haben den Waldboden bis in tiefe Schichten austrocknen lassen und nennenswerte Niederschläge sind noch nicht in Sicht. Diese Situation bleibt auch im Herbst gefährlich, weil sich Brände in den Humusschichten ausbreiten und rasch Flächenbrände entstehen können. Das Bodenleben wird für lange Zeit zerstört.

Die Hintergründe der aktuellen Lage haben eine lange Vorgeschichte und werden uns vermutlich auch die nächsten Jahre massiv beschäftigen. Der Starkregen vom Juli 2017, kleine lokale und große Stürme wie Herwart Ende 2017 und Friederike Anfang 2018 hatten auch im Nationalpark viele Bäume geworfen und teilweise destabilisiert. Oft sehen Wanderer diese Effekte an den Bäumen nicht, z. B. die Abrisse im Wurzelbereich. Sie machen sich aber später gravierend bemerkbar.

Die Fichte ist eine Baumart, die ein ausgeglichenes feuchtkühles Klima bevorzugt. Kürzere Hitzeperioden verkraftet sie. Doch 2018 startete nach den Stürmen bereits mit einem Niederschlagsdefizit und der Frühling fiel praktisch aus. Seit dem April haben wir nahezu durchgängig hohe Temperaturen und eine ausgeprägte Dürre. Das ist eine extreme Belastungsprobe für den Wald, nicht nur für die Fichte und nicht nur im Harz.
http://www.nationalpark-harz.de

Nationalpark Harz - Was macht der Borkenkäfer mit unserem Wald? Der Harzklub lädt zur Diskussionsrunde am 25. September 2018 um 18 Uhr ins Harzresort Welcome Center Torfhaus
Altenau-Torfhaus. Das Thema "Waldentwicklung im Nationalpark" bewegt derzeit viele Menschen in der Harz-Region und das bekanntermaßen durchaus kontrovers – auch innerhalb des Harzklubs. Der Hauptvorstand des Harzklubs e.V. hat deshalb beschlossen, den unterschiedlichen Sichtweisen einen Raum zu geben und die sachliche Diskussion zu befördern.

Unter der Fragestellung „Nationalpark Harz – Was macht der Borkenkäfer mit unserem Wald?“ lädt der Harzklub e.V. deshalb seine Mitglieder und weitere Interessierte am 25. September 2018 um 18 Uhr zur Diskussionsrunde ins Harzresort Welcome Center auf Torfhaus.

Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, und Karsten Peiffer, Forstdirektor a.D. bei den Niedersächsischen Landesforsten, diskutieren und informieren unter der Moderation von Andreas Rietschel, ehemaliger Chefredakteur der GZ, über aktuelle Fragen, Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven. Die Veranstaltung wird eröffnet von Dr. Oliver Junk, Präsident des Harzklubs.

Die Podiumsteilnehmer Andreas Pusch und Karsten Peiffer sowie der Vorsitzende des Harzklubs, Dr. Oliver Junk, stehen im Anschluss an die Diskussion für Nachfragen gern zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.
http://www.nationalpark-harz.de

UNSER HARZ September 2018 ist erschienen
Ernst Kiehl: Eine Wanderung von Goslar nach Walkenried im Jahre 1817 – Teil 2; Günter Wilke: Meine Kindheit während der Nazizeit – ein ganz normales Leben? – Teil 1; Nationalpark-Forum: Keine Angst vor dem Waldwandel und toten Altfichten!

Noch immer bewegen die abgestorbenen Fichten im Harz die Gemüter. In den Himmel ragende Baumskelette passen nicht gut zu unserer mitteleuropäischen Vorstellung von Wald, wie er zu sein hat. Aber vielleicht ist es an der Zeit, die Natur nicht mehr unseren Vorstellungen anzupassen, sondern unsere Vorstellungen über die Natur zu verändern? Der Beitrag im Nationalparkforum von Christian Lux regt uns an, genau hinzusehen, „Mutter Erde“ mit neuen Augen zu betrachten und ihr staunend zu begegnen. Interessante fotografische Zeitreihen, von denen eine dieser Medieninformation anhängt, verdeutlichen, wie zügig und effizient sich der Wald im Nationalpark Harz von selbst regeneriert.

Staunend waren auch die Studenten aus Kiel im Harz unterwegs. Auf Schusters Rappen wanderten sie am Harzrand entlang von Blankenburg durch den Unterharz nach Walkenried, dargestellt von Ernst Kiehl im zweiten Teil seines Artikels. Wunderbare Naturerlebnisse, Kleinstaaterei, Kultur aber auch Kulturverfall erlebten sie auf dieser historischen Wanderung im Jahre 1817.

Einblicke in die jüngere Vergangenheit gibt Günter Wilke, der seine Lebenserinnerungen eingebettet in einen historischen Rahmen erzählt. Geboren 1928, erlebt Wilke die Nazizeit als Kind und Jugendlicher – eine normale Kindheit? Der erste Teil des Artikels begleitet ihn bis in die Mittelschule.

Neue Mountainbike-Trail-Karte für Bad Harzburg erschienen
Die beliebten MTB-Trail-Karten vom Harz bekommen Zuwachs. Mountainbiker können in Zukunft auch das Gebiet zwischen Bad Harzburg und Torfhaus, Altenau und Ilsenburg mit einer speziellen Trail-Karte erkunden, die gerade im Schmidt-Buch-Verlag Wernigerode erschienen ist.

Autor Maximilian Schmidt hat hierfür 50 Trails in dem neuen Gebiet aufgespürt, getestet und mit professioneller GPS-Technik aufgezeichnet. „Viele Trails mussten in beide Richtungen und bei unterschiedlicher Witterung befahren werden, um sie zuverlässig bewerten zu können, berichtet der 28-jährige Wernigeröder. „Wertvolle Unterstützung, viele Tipps und Hinweise erhielt ich diesmal von erfahrenen Mitgliedern der MTB-Gruppe des Harzklubs Goslar.“

So gelangten die Klassifizierungen der schönsten Trails, Empfehlungen für die Fahrtrichtung und Warnhinweise zu gefährlichen Stellen oder gesperrten Bereichen in das Kartenwerk. Zur Orientierung im Gelände dienen die Harzklub-Markierungen und Nummerierungen, sowie ein UTM-Gitter.

Im Trail-Guide auf der Rückseite des wasser- und reißfesten Blattes werden 20 dieser Trails detailliert beschrieben. Für alle, die ohne Vorbereitung sofort losfahren möchten, hat der MTB-Experte wieder drei schöne Touren zusammengestellt.

Digitale Ergänzungen stehen im web-special www.radtouren-harz.de zum Download bereit. Neben den Touren-Tracks finden sich hier auch Wegpunkte der Trail-Einstiege und aktuelle Informationen sowie wertvolle Praxistipps zur Verbindung von analogen und digitalen Geo-Daten.

Die neue Trail-Karte „Bad Harzburg“ im Maßstab 1 : 25 000 vervollständigt das „MTB-Brocken-Trio“, das der Schmidt-Buch-Verlag gemeinsam mit der Deutschen Initiative Mountainbike (dimb) im vergangenen Jahr inhaltlich entwickelt hat. Zusammen mit den Anschlusskarten „Wernigerode“ und „Braunlage“ steht den Mountainbikern jetzt Kartenmaterial zu den schönsten Trails aller Schwierigkeitsstufen rund um den Brocken zur Verfügung.

Die Karten sind im Buchhandel und in Touristinformationen des Harzes erhältlich.

Maßstab 1 : 25 000, UTM-Gitter für GPS, Höhenlinien in 20 m-Schritten, Schummerung, Harzklubmarkierung und -nummerierung, Stempelstellen der Harzer Wandernadel

Format 75 x 160 mm, 675 x 480 mm (offen)
wasser- und reißfest (auf hochwertiger Folie gedruckt)

MTB-Karte Nr. 1 Wernigerode ISBN 978-3-945974-14-8 EUR 6,95

MTB-Karte Nr. 2 Braunlage ISBN 978-3-945974-15-5 EUR 6,95

MTB-Karte Nr. 3 Bad Harzburg ISBN 978-3-945974-20-9 EUR 6,95

Schmidt-Buch-Verlag Wernigerode • Die Winde 45 • 38855 Wernigerode

Tel.: (03943) 23246 • Fax (03943) 45010 E-Mail: info@schmidt-buch-verlag.de
http://www.schmidt-buch-verlag.de/index.php

Von Steinen und Schätzen - Zeitreise durch die Harzgeologie zum Tag des Geotops am 16. September 2018
Torfhaus. Wir begeben uns auf eine kleine Reise durch die Geologie des Harzes. Wie ist der Harz entstanden? Wie alt sind seine Gesteine – wirklich bis zu 500 Millionen Jahre? Was ist der ‚Kreislauf der Gesteine‘ und wie entsteht überhaupt ein Gestein, welche Prozesse sind dafür nötig? Und woraus besteht der Brocken – was ist Granit? Und was ist der wahre Grund für die Höhe des Brockens? Denn die Härte des Granits ist nicht der Grund! Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns auf einer halbtägigen Wanderung am Tag des Geotops am Sonntag, dem 16. September 2018.

In der geologischen Ausstellung im Nationalparkbesucher- und Geoparkinfozentrum TorfHaus gewinnen wir einen ersten Eindruck von der Vielfalt der Geologie im Harz. Anschließend begeben wir uns ins Gelände, entdecken die ‚Geologie zum Anfassen‘ und erreichen einen Aussichtspunkt mit (hoffentlich) weitem Blick über den Nationalpark Harz. Was können wir von einem Stein lernen? Wie kommt er dort hin, wie wurde er gebildet und was ist seine Besonderheit?

Am Ende der Exkursion werden wir die unbelebte Natur um uns herum schon mit etwas anderen Augen sehen.

Die Wanderung beginnt um 14 Uhr dauert etwa 3,5 Stunden. Start und Ziel ist am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Geführt wird sie von dem Diplom-Geologen Carsten Pohle aus Goslar.

Anmeldung erforderlich unter
Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, www.torfhaus.info, post@torfhaus.info, Tel. 05320-331790
Anerkennungsbeiträge
Erwachsene € 10,-; Kinder € 5,-; Familien (2 Erwachsene und bis zu 2 Kinder unter 16 Jahren) € 20,-


Hintergrundinformationen

Geopark Harz • Braunschweiger Land • Ostfalen
Der UNESCO Global Geopark Harz • Braunschweiger Land • Ostfalen erstreckt sich vom Mansfelder Land im Osten bis zur Gemeinde Kalefeld im Westen über Teile der Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Er umfasst den gesamten Harz, seine unmittelbar angrenzenden Vorländer und das weiter nördlich davon gelegene Braunschweiger Land und den Raum Ostfalen. Zwischen Harz und Flechtinger Höhenzug befindet sich eine besondere geologische Struktur mit Salzstöcken sowie Eisenerz- und Braunkohlelagerstätten. Der Harz mit seinen Vorländern bietet Sedimente, Gesteine vulkanischen Ursprungs und Karstlandschaften. Besondere Bedeutung hat die über 3.000 Jahre alte Bergbaugeschichte. Als „Klassische Quadratmeile der Geologie“ ist international ein Gebiet zwischen Goslar und Bad Harzburg am Nordharzrand bekannt, das mit seiner Aufrichtungszone Einblicke in die Sedimentablagerung der riesigen Zeitspanne von einigen 100 Millionen Jahren gewährt. Geologische Literatur dazu gibt es im Shop des Besucherzentrums.

Nationalpark Harz
Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Seit 2011 ist es auch Geopark-Infozentrum.
http://www.nationalpark-harz.de

Auszeichnungsaktion der Junior-Ranger des Nationalparks Harz in Ilsenburg
Wernigerode - Ilsenburg. Jüngst trafen sich die Familien der Kinder der Junior-Ranger-Gruppen des Nationalparks Harz zu ihrer diesjährigen Auszeichnungsaktion am Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg.

Mit dabei waren Kinder von folgenden Gruppen: Wölfe aus Braunlage, Luchse und Bären aus Bad Harzburg sowie Rehe und Hirsche aus Drei Annen Hohne. Nach einer spannenden Kinder-Rallye und einer Exkursion für die Eltern übergab Nationalparkleiter Andreas Pusch feierlich Urkunden, Jahres- oder Scoutplaketten und Ehrenauszeichnungen an die jungen Naturfreunde.

Wie man Junior-Ranger werden kann und welche Gruppen es im Nationalpark Harz gibt, erfährt man auf www.nationalpark-harz.de/de/naturspass-fuer-kids/juniorranger oder unter Telefonnummer 05582/9164-0 im Nationalpark-Bildungszentrum.
http://www.nationalpark-harz.de

Unterstützung für den Waldwandel - Postler packen im Nationalpark Harz mit an
Braunlage - Brunnenbach. Für einen Tag tauschten elf Mitarbeiter der Deutschen Post AG ihren gewohnten Arbeitsplatz zugunsten eines freiwilligen Arbeitseinsatzes im Nationalpark Harz. Unter fachkundiger Anleitung waren die drei Frauen und acht Männer des gelben Logistikunternehmens in der Nationalparkförsterei Bruchberg tätig, um der Natur unter die Arme zu greifen.

Ausgestattet mit Handsägen und Astscheren sowie festem Schuhwerk traf man sich zeitig morgens in Braunlage am Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle, bevor man gemeinsam mit versierten Forstwirten der Nationalparkverwaltung Harz zum Arbeitseinsatz aufbrach. Viel körperliche Arbeit an frischer Luft wartete auf das Team von Postkollegen: Junge Buchen, die später als Samenbäume der nächsten Waldgenerationen dienen werden, wurden von Fichten freigestellt. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung und können direkt vor Ort mit den Freiwilligen den Wandel zur Wildnis von morgen nicht nur erklären, sondern auch unterstützen“, stellt Thomas Schwerdt, der Leiter des Jugendwaldheims Brunnenbachsmühle, dar.

„Für uns ist das ein „Global Volunteers Day“ – ein Tag, an dem die Post ihre Mitarbeiter unterstützt, wenn sie sich in den Dienst einer sozialen Sache stellen und das in 220 Ländern dieser Welt“, weiß Vertriebsmanager Frank Baumann zu berichten. Baumann, der für die Deutsche Post DHL arbeitet, hatte als gebürtiger Braunlager seine Kontakte genutzt und im eigenen Kollegenkreis zu einem freiwilligen Arbeitseinsatz in der Nähe seines Wohnortes im Harz aufgerufen.

Mit im Gepäck hatten die Postler auch einen Scheck ihres Arbeitgebers in Höhe von 500,- Euro, der bei der Beschaffung von weiteren Laubbäumen für die kommende Herbstpflanzung helfen wird.
http://www.nationalpark-harz.de

Allianz-Umweltstiftung überreicht Förderbescheid für das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Torfhaus. „Das Projekt zur Erweiterung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus inmitten des länderübergreifenden Nationalparks Harz passt gut zu unserer Stiftung, da wir sowohl Natur und Umwelt als auch den Menschen und seine Bedürfnisse im Blick haben. Bei dem Projekt ist uns insbesondere die innovative und gewinnende Natur- und Umweltkommunikation und ihre Verknüpfung mit einer qualitativ hochwertigen Bildungsarbeit ein Anliegen. Auch die Fokussierung auf eine vorrangig barrierefreie neue Ausstellungserneuerung kann Modellcharakter übernehmen und so vorbildhaft die Teilhabe Aller ermöglichen“, so Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz-Umweltstiftung.

Nachdem die Allianz-Umweltstiftung bereits 2017 die Förderung der Ausstellungserneuerung im Rahmen des Projektes zur Erweiterung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus zugesagt hatte, fand nun jüngst die offizielle Übergabe des Förderbescheides über 100.000,- € an den Nationalparkleiter Andreas Pusch und die Leiterin des Zentrums Heike Albrecht-Fechtler statt.

„Für uns ist es eine große Bereicherung, dass die Allianz-Umweltstiftung neben ihrer großzügigen Förderung auch ihre Expertise in die bevorstehenden Ausstellungsplanungen einbringen wird“, freut sich Fr. Albrecht-Fechtler darüber, dass die Allianz-Umweltstiftung das Fördervorhaben aktiv mitgestaltet.
http://www.nationalpark-harz.de

Nationalparkhaus Sankt Andreasberg trotz Straßensperrung erreichbar
Sankt Andreasberg. Wegen der Baumaßnahmen zur Erneuerung der Fahrbahn ist die Anfahrt über die Obere Grundstraße und die Untere Grundstraße voraussichtlich bis zum 6. September wegen der Vollsperrung nicht möglich. Besucher des Nationalparkhauses sollten bis dahin am Besucherbergwerk Grube Samson parken. Von dort aus sind es nur ca. 150 m Fußweg bis zum Nationalparkhaus. Die Zufahrt während der Baustellenphase ist ausgeschildert und erfolgt vom nördlichen Ortseingang aus über die Straßen An der Rolle und Katharina-Neufang-Straße. Die Erreichbarkeit von den Bushaltestellen bzw. zu Fuß aus dem Stadtzentrum ist nicht beeinträchtigt. Auch hier handelt es sich jeweils nur um wenige hundert Meter.

Für die Unterhaltung der K 40 investiert der Landkreis Goslar rund 200.000,- Euro. Für die Zukunft ist damit auch eine gute Erreichbarkeit des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg gewährleistet.
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Sonderausstellung "Visionen in der deutschen Aufklärung" im Gleimhaus in Halberstadt
Die Ausstellung ist bis zum 21. Oktober 2018 immer sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Johann Wilhelm Ludwig Gleim erlebte in seinem langen Leben wichtige Phasen der deutschen Aufklärung: von der Frühaufklärung über die Spätaufklärung mit den Entwicklungen des literarischen Rokoko, der Empfindsamkeit, des Sturm und Drang, bis zur Klassik und Romantik.
Über Gleims Wirken hinausgehend stellt die Ausstellung Visionen vor, die für die kulturelle Entwicklung im 18. Jahrhundert zentral waren. Sie spannt einen Bogen von der Idee der Humanität als Richtschnur menschlichen Handelns über den „ewigen Frieden“ zwischen den Völkern bis hin zur freien Autorschaft. So manche dieser Visionen beschäftigt uns bis heute.
Bei all diesen Phänomenen wird Gleim zwar nicht im Mittelpunkt stehen, sondern die jeweiligen Protagonisten und Ereignisse. Doch Gleim hat sich auf vielfältige Weise in die kulturellen Prozesse und Diskurse seiner Zeit eingebracht und manche maßgeblich beeinflusst (z. B. Veränderung der Briefkultur und -literatur, Netzwerkbildung, Geselligkeit, literarisches Nachlassbewusstsein). (Text Gleimhaus Halberstadt - Ausstelungsbeschreibung)
https://www.gleimhaus.de/en/ausstellungen-veranstaltungen/sonderausstellungen.html

FireAbend – Entspannt mit dem Ranger eine Auszeit nehmen - Abendveranstaltungen am 31. August und 14. September 2018
Braunlage - Königskrug. Zweimal laden die Ranger des Nationalparks Harz in diesem Jahr zu einer besonderen Abendveranstaltung ein. Zu kulinarischen Leckerbissen aus der Bergwildnis werden im Outdoor-Kino stimmungsvolle Bilder und Wissenswertes aus dem Nationalpark präsentiert. Der Kostenbeitrag für den Verzehr beträgt 15 €/Person (Getränke nicht incl.). Ein Mückenschutzmittel ist ratsam.

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Waldbrandgefahrenstufe muss ggf. auf ein Lagerfeuer verzichtet werden. Doch auch ohne dieses erwartet die Gäste ein stimmungsvoller Abend.

Treffpunkt ist am 31. August um 20 Uhr und am 14. September um 19.30 Uhr auf dem Parkplatz an der B 4 im Braunlager Ortsteil Königskrug.

Achtung: Für diese Veranstaltungen ist bis zum 24.8.18 bzw. 7.9.18 eine Anmeldung unter Tel. 05520 923039 erforderlich (Anrufbeantworter, bitte Telefonnummer hinterlassen).
http://www.nationalpark-harz.de

Sternmarsch zur Rettung der Rüdigsdorfer Schweiz im Südharz am 29. August 2018
Südharz. Die Menschen im Südharz sind in Mehrheit gegen neue Steinbrüche in ihrer Heimat. Parteiübergreifend treten auch die lokalen Politiker dafür ein. Selbst die Thüringer Landesregierung versprach, sich dafür einzusetzen, dass keine neuen Abbaugebiete östlich der B 4 entstehen. Mit der Bestätigung des Abbaus am Kuhberg zwischen Niedersachswerfen, Harzungen und Rüdigsdorf wird der Willen der Bevölkerung ignoriert und die systematische Zerstörung der einmaligen Gipskarstlandschaft fortgesetzt.

Der Abbau beginnt in diesen Tagen. Wie wird es danach weiter gehen? Wenn wir uns nicht wehren, folgen bald weitere Brüche in der Rüdigsdorfer Schweiz: Harzfeld, Winkelberg …

Bürger, meldet euch zu Wort! Treten wir gemeinsam auf, für den Erhalt unserer einmaligen Natur- und Kulturlandschaft! Beziehen wir Position gegen neue Gipsabbauflächen im Südharz – für uns und alle kommenden Generationen! Zeigen wir durch unsere Anwesenheit, dass wir keine neuen Steinbrüche wollen!

Der Neustädter Kur- und Fremdenverkehrsverein lädt deshalb alle Bürger zur gemeinsamen Sternwanderung zum Kuhberg ein.

Wann: Mittwoch, den 29. August 2018 um 18.00 Uhr
Wo: Kuhberg (Gemarkung Niedersachswerfen)
https://gfn-harz.de/images/aktuell/sternmarsch08-2018-ATT00143.pdf

Umweltverbände warnen vor Intensivierung der Fichtenwirtschaft in der Stadtforst Goslar – noch mehr Ökonomie ist auch ökonomisch schädlich!
Goslar. Derzeit befindet sich das Gutachten zur betriebswirtschaftlichen Beurteilung der Stadtforst Goslar“ von Göttinger Forstökonomen in der politischen Beratung. Es plädiert für noch mehr Ökonomie in der Stadtforst Goslar, die jetzt schon das Primat auf die Finanzen legt, so die Goslarer Umweltverbände.

Das Gutachten geht sogar so weit, das Leitbild „Stadtforst 2020“ in Frage zu stellen und versucht auch, der Politik nahezulegen, die wenigen Erfolge mit den zukunftsweisenden Laubholzpflanzungen in der Stadtforst über den Haufen zu werfen, indem es formuliert „Die angestrebte Steigerung der Wertleistung kann durch die Erhöhung des Laubholzanteils nicht bewirkt werden“. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Bemühungen, in die monotonen Fichtenwälder der Goslarer Stadtforst ein wenig mehr Biodiversität zu bringen!

Zwar gibt das neue Gutachten auch Empfehlungen, die zukunftsweisend sind, aber eine noch stärkere Dominanz der Fichte würde nicht nur ökologischen Schaden anrichten, sondern wäre auch in Zeiten des massiven Klimawandels die falsche Zukunftsentscheidung. Fichtenreinbestände ohne Arten- und Strukturvielfalt sind nicht klimastabil, lassen Hochwässer gerade in den steilen Lagen der Stadtforst schnell (zu schnell) ablaufen und sind daher auch ökonomisch letztlich keine kluge Entscheidung. Vielmehr gilt es, die Goslarer Stadtforst so weiterzuentwickeln, dass die im Bundeswaldgesetz vorgeschriebene Gleichwertigkeit von Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen hergestellt wird und aktuelle umweltbezogene Entwicklungen aufgegriffen werden.

Der Goslarer Stadtwald ist der größte Stadtwald Niedersachsens. Er gehört zu einem Naturraum mit besonderer Bedeutung für die biologische Vielfalt und die Naherholung. Der Wald darf jedoch auch in Zeiten knappen Geldes nicht nur auf seine ökonomische Komponente reduziert werden, sondern muss, wie es nach § 1 des Niedersächsischen Wald- und Landschaftsgesetzes (NWaldLG) vorgegeben ist, im Hinblick auf alle Funktionen ganzheitlich betrachtet werden. Im Rahmen der internationalen und nationalen Bemühungen, den Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen, kommt den Kommunen als maßgebliche Akteure vor Ort eine wichtige Funktion im Umgang mit Natur und Landschaft zu. „Bei der Bewirtschaftung von Grundflächen der öffentlichen Hand sollen die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege in besonderer Weise berücksichtigt werden“ (§ 2 Abs. 4 Bundesnaturschutzgesetz). Das betrifft auch Boden-, Grundwasser- und Hochwasserschutz. Vor dem Hintergrund des laufenden Klimawandels ist der Goslarer Stadtwald auch als Hochwasser-Schutzwald weiterzuentwickeln – das würde eine verstärkte Fichtenwirtschaft unmöglich machen. In diesem Sinne warnen die Goslarer Umweltverbände die politischen Entscheidungsträger dringend vor Weichenstellungen in die falsche Richtung!
http://www.bund-westharz.de/

Neue Schauvitrine zur Müllverrottung am HohneHof bekommt Anerkennungspreis der Stiftung SUNK

FÖJlerin Chantal Liebisch will Nationalpark-Besucher für das Thema Müll sensibilisieren

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Eine neue Informationstafel mit dazugehöriger Schauvitrine macht seit kurzem die Besucher des Natur-Erlebniszentrums HohneHof auf eine Thematik aufmerksam, die nicht nur den Nationalpark Harz beschäftigt – das Thema „Müll in der Natur“. FÖJlerin Chantal Liebisch hat eine „Müllverrottungssimulation“ entwickelt, um die Spuren oft unbedachter Müllentsorgung in der Natur sichtbar zu machen und für das Thema zu sensibilisieren.

Gerade in den letzten Jahren kommt es zunehmend vor, dass Besucher, die eigentlich den Harz besuchen, um ungestörte Natur zu genießen, mitgebrachten Verpackungsmüll achtlos in der Natur entsorgen. Besonders an Hauptwanderwegen und Rastplätzen bleiben Abfälle wie Flaschen, Alufolie oder Plastikmüll oft einfach unter der Bank oder am Wegesrand liegen. Über tausend Säcke Müll sammeln allein die Nationalpark-Ranger jedes Jahr im Schutzgebiet. Müll in der Landschaft ist dabei nicht nur unschön anzuschauen, er ist auch gefährlich für viele Tiere oder kann sogar Waldbrände verursachen.

Deshalb hat sich Chantal Liebisch, Teilnehmerin im Freiwilligen Ökologischen Jahr am Natur-Erlebniszentrum HohneHof, dieses brisanten Themas angenommen. Mit ihrem Projekt möchte sie die Nationalpark-Besucher wachrütteln und darüber informieren, wie lange die Spuren ihrer unbedachten Müllentsorgung in der Natur bleiben. Unter naturnahen Bedingungen kann man in der von ihr angelegten Schauvitrine beobachten, wie lange beispielsweise eine Glasflasche im Wald liegen bleibt. Mit dem aktuellen Datum versehen, zeigt die Vitrine, wie schnell verschiedene Abfallarten verrotten und dass Glasflasche, Coladose und Co. auch in einigen Jahren noch genauso unverändert dort liegen werden. Für die Wanderer wäre es nur eine Kleinigkeit, den Verpackungsmüll in seinem Rucksack wieder mit nach Hause zu nehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Natur hat dagegen noch viele Jahre mit dem Müll zu kämpfen.

Bei der Umsetzung ihrer Idee erhielt Chantal Liebisch Unterstützung von den Kollegen der Nationalpark-Werkstatt Drängetal. Damit keine Tiere zu Schaden kommen, ist die Müllsimulation mit einem Drahtgitter gesichert. Beim diesjährigen Umweltpreis 2018 der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (SUNK) wurde das Projekt mit einem Anerkennungspreis gewürdigt.

Das barrierearm gestaltete Natur-Erlebniszentrum HohneHof ist täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Ebenso wie der nahegelegene Löwenzahn-Entdeckerpfad bietet es Groß und Klein zahlreiche Möglichkeiten, die Natur zu erleben, zu entdecken und zu genießen. Der HohneHof ist zudem ein idealer Start- oder Zielpunkt für Wanderungen, Familienausflüge oder Mountainbike-Touren in die sagenhafte Bergwelt des Harzes. Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof ist rund 1 km von Parkplatz und Bahnhof Drei Annen Hohne und mit einem ca. 15-minütigen Spaziergang zu erreichen.
http://www.nationalpark-harz.de

Gemeinsame Presse-Information vom 10. August 2018 von HSB und Nationalpark Harz - Mit dem Dampfsonderzug der Harzer Schmalspurbahnen durch den Brockenurwald zur neuen Sonderbriefmarke der Deutschen Post
Wernigerode - Brocken. „Harz – Bergfichtenurwald“ – so lautet der Titel der attraktiven neuen Brocken-Briefmarke, die am gestrigen 9. August von der Deutschen Post gemeinsam mit den Harzer Schmalspurbahnen und dem Nationalpark Harz im Goethesaal auf dem Brocken der Öffentlichkeit übergeben wurde. Zahlreiche Ehrengäste wohnten dieser Briefmarkenvorstellung bei – Dr. Sebastian Putz, Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, die Bundestagsabgeordnete Heike Brehmer, Norbert Rosing, der Fotograf des Briefmarkenmotivs, der aus Kanada angereist war, und sogar der ehemalige Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, der es sich als bekennender Philatelist nicht nehmen ließ, der Einladung auf den Brocken zu folgen. Sie waren es denn auch, die gemeinsam mit den Einladenden Matthias Wagener, Geschäftsführer der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), und Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, die ersten druckfrischen Ersttagsbriefe der neuen Briefmarke aus der Hand von Susanne Graul, Deutsche Post AG, entgegennahmen.

Die neue Briefmarke wurde vom Bundesministerium der Finanzen als Sonderpostwertzeichen im Rahmen der Serie „Wildes Deutschland“ herausgegeben. Anlässlich der Erstausgabe richtete das Erlebnis-Briefmarken-Team der Deutschen Post auf dem Brocken eine Sonderpostfiliale ein, in der auch die Sonderbriefmarke, die beiden Sonderstempel sowie die limitierten Sonderbriefumschläge erhältlich waren. Eine Mitfahrt im Sonderzug war auch für alle anderen Interessierten möglich. Diese Gäste erhielten von der HSB ein philatelistisches Präsent – den limitierten Sonderumschlag mit exklusivem Stempel anlässlich "100 Jahre HSB-Dampflokomotive 99 5906" und die Sonderbriefmarke "125 Jahre Schmalspurbahnen im Harz".

Die Rückfahrt vom Brocken erfolgte wiederum mit dem mit einer historischen Lokomotive bespannten Sonderzug. Die Gäste genossen das überwältigende Panorama des Nationalparks Harz sowie den phantastischen Ausblick bis weit ins Vorland und auf die Nationalparkwälder, die sich im Umbruch befinden. Alte Fichten sterben ab, die neuen Bäume folgen jedoch schnell und so bietet der Bergfichtenurwald am Brocken immer wieder neue Ein- und Ausblicke. Genau das zeigt die neue Briefmarke – der Wald ist im ständigen Wandel und die alten Fichten sind das Keimbett der neuen Waldgeneration in der Kernzone des Nationalparks. Genau dieser Wald ist das verbindende Element von Harzer Schmalspurbahnen und des Nationalparks Harz – und er muss immer wieder aufs Neue erklärt werden, denn ein Nationalparkwald ist kein normaler Wirtschaftswald, sondern entwickelt sich nach den Regeln der Natur. Er ist also immer wieder eine Reise wert – auch mit der Brockenbahn!
http://www.nationalpark-harz.de/

1.111.111. Gast im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus begrüßt - Familie aus Nordrhein-Westfalen freute sich über Geschenke aus dem Nationalpark Harz
Alice Peil und ihre Familie staunten nicht schlecht, als sie bei ihrem Besuch im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus von Leiterin Heike Albrecht-Fechtler mit einem Präsent überrascht wurden. Als Gast Nr. 1.111.111 konnte sich die Urlauberin über eine für Wildbienen attraktive Heilziest-Staude, eine Nationalpark-Broschüre, einen TorfHaus-Buff und eine Wanderkarte des Harzes freuen. Familie Peil ist im nordrhein-westfälischen Viersen zu Hause und verbringt gerade einen zwei wöchigen Urlaub in der Nationalpark-Region mit Beherbergung in Langelsheim. „Das ist ja ein toller Einstieg in unseren Wanderurlaub gleich am 1. Ausflugstag“ freute sich Alice Peil über die Aufmerksamkeit und machte sich auch gleich Gedanken über die Platzierung der Bienenpflanze im heimischen Garten.

Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus inmitten des länderübergreifenden Nationalparks Harz ist eine attraktive naturtouristische Einrichtung. Neben den vielen Besonderheiten der sagenumwobenen Bergwildnis des Nationalparks Harz wie den Bergfichtenwäldern oder den ursprünglichen Hochmooren werden auch Managementmaßnahmen des Nationalparks und das Grüne Band in der Ausstellung thematisiert und viele Veranstaltungen für Klein und Groß angeboten.

„Insbesondere der Wandel des Waldes von einem Nutzwald hin zu einer wiederentstehenden Wildnis mit seinem aktuellen Erscheinungsbild interessiert unsere Gäste sehr und wir begeistern viele Menschen für die Wildnisentwicklung und die artenreichen Lebensräume im Nationalpark“, berichtet Heike Albrecht-Fechtler. „Damit der Blick in die Waldwildnis des Nationalparks aber nicht nur theoretisch ist, bietet unser Team zahlreiche thematische Exkursionen und Wanderbegleitungen in die Bergwildnis mit ihren Hochmooren an. Wir freuen uns über Anfragen nach erlebnisorientierten Veranstaltungen für Kinder- und Jugendgruppen, über fachthematische Veranstaltungen für Fach- und Fortbildungsgruppen bis hin zur Organisation von ganz besonderen Betriebsausflügen“, so Albrecht-Fechtler.

Der Nationalpark Harz und der Trägerverband des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, bestehend aus der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. (GFN) und dem federführenden Betreiber BUND für Umwelt und Naturschutz e.V., planen zudem mit einer innovativen baulichen Erweiterung die Aufenthaltsqualität in der räumlich beengten Einrichtung und somit auch die Standortattraktivität für die Harzgäste zu verbessern.
http://www.nationalpark-harz.de

Anpacken für die Wildnis von morgen - Teilnehmer aus neun verschiedenen Ländern im Workcamp des Nationalparks Harz
Braunlage - Wernigerode-Schierke. Die Sonne steht senkrecht am Himmel, das Thermometer ist längst über 30 °C geklettert, und trotzdem lassen sich Giovanna, Diego, Dasha und andere junge Menschen aus aller Welt nicht bremsen: Sie bauen einen Zaun in der Nationalpark-Revierförsterei Schierke ab.

Das Camp mit dem Namen „Wild life in the forest“ wurde organisiert vom Landesverband Sachsen-Anhalt des IJGD, dem Internationalen Jugendgemeinschaftsdienst. Angemeldet haben sich insgesamt 15 Jugendliche und junge Erwachsene, die neben dem aktiven Einsatz für die Natur auch den Nationalpark Harz 10 Tage lang kennenlernen möchten. Die Unterbringung erfolgt im Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle, einer Umweltbildungseinrichtung des Nationalparks Harz mit Übernachtungsbetrieb. Einige der Teilnehmer haben einen weiten Weg hinter sich: Aus Mexiko, China und verschiedenen europäischen Ländern sind sie angereist. Die Gruppe verpflegt sich während ihres Aufenthaltes selbst, aus diesem Grund hat auch das Essen jeden Tag eine andere landestypische Note.

„Der Arbeitseinsatz findet vormittags statt, während der Nachmittage besuchen wir mit den Workcamp-Teilnehmern unterschiedliche Ziele im Nationalpark, um ihnen die Ziele unserer Arbeit zu verdeutlichen und natürlich ein paar Highlights zu zeigen“, erläutert Jugendwaldheimleiter Thomas Schwerdt. Eine Wanderung auf den Brocken mit einem kurzen Blick auf die deutsche Geschichte darf dabei natürlich nicht fehlen.

Besucht werden aber nicht nur die zumeist bekannten Ziele, wie das Luchsgehege oder der Oderteich, auch eine Wanderung mit dem Ranger vom Natur-Erlebniszentrum HohneHof aus zum „Landmann“ mit seiner Klippenformation aus Granit steht dabei auf dem Programm. Beeindruckt zeigen sich die Teilnehmer besonders von den unterschiedlichsten Waldbildern. „Es ist uns wichtig, dass wir den natürlichen Prozess verdeutlichen, der auf dem Weg zur Wildnis abläuft“, führt Schwerdt weiter aus. So kann unter abgestorbenen Altfichten eine Vielzahl von Laubbäumen ausgemacht werden, der dazu anregt, sich den zukünftigen Wald vorzustellen. „Dann ist der Borkenkäfer für dieses Ziel sogar hilfreich“, fasst Edwin aus Hongkong zusammen. Er hat es verstanden und nimmt, wie die anderen auch, viele Impressionen und Erinnerungen mit nach Hause.
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Müllablagerungen im Nationalpark Harz bei Herzberg am Harz häufen sich – Illegales Handeln kann teuer werden – Anzeigen erstattet
Herzberg am Harz. Dass Abfallentsorgung in der freien Natur verboten ist, ist allgemein bekannt. Dennoch gibt es immer wieder dreiste Zeitgenossen, die es versuchen – oft bei Nacht und Nebel. Dennoch sind die Verantwortlichen immer noch zu identifizieren und dann kann es teuer werden – so wie beim jüngsten Fall von Bitumenabfall bei Herzberg-Sieber.

Dass auch Grünschnitt im Wald als Abfall, d.h. entsorgungspflichtiger Müll, eingestuft ist und dass man diesen ebenfalls nicht einfach in der Natur deponieren darf, ist weniger bekannt. Beim sog. Grünmüll fehlt vielen Menschen das Unrechtsbewusstsein und manche glauben, dass Bioabfälle dem Wald nicht schaden. Das ist jedoch ein Irrtum.

Es ist nicht nur so, dass diese Grünmüllhaufen unschön aussehen. Einmal abgesehen von der Wildschweinproblematik, die nicht ohne Risiko ist, vergehen oft mehrere Jahre, bis ein nennenswerter biologischer Abbau in solchen Haufen stattfindet. Zudem verdrängen Brennnesseln, Brombeeren und andere Stickstoff liebende Pflanzen an Stellen, wo verstärkt Grünschnitt abgelagert wurde, die natürliche Vegetation. Auch das Bundesamt für Naturschutz warnt daher ausdrücklich vor dieser illegalen Entsorgung, denn Grünschnitt in der Natur ist rechtlich gesehen Müll. Und eine Entsorgung von Gartenabfällen in Feld und Flur ist alles andere als ein Kavaliersdelikt. Durch Fäulnisbildung setzt insbesondere Rasenschnitt den Wurzeln der Bäume zu, Mikroorganismen im Boden schaden dem natürlichen Nährstoffkreislauf und Gartenabfälle können auch Wurzeln, Zwiebeln, Knollen oder Samen von nichtheimischen, konkurrenzstarken Pflanzen enthalten. Daher werden auch diese illegalen Grünschnittentsorgungen angezeigt. Derzeit häufen sie sich im Nationalpark-Randbereich von Herzberg-Mühlenberg. Der Nationalpark ist dankbar für sachdienliche Hinweise auf die Verursacher dieser Ablagerungen.
http://www.nationalpark-harz.de

Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: Vortrag über Fledermäuse im Harz von Siegfried Wielert
Braunlage. Am Mittwoch, den 8. August findet um 19:00 Uhr der Vortrag „Fledermäuse im Winter – Schutzmaßnahmen und Erfolge an Harzer Überwinterungsquartieren“ im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg statt. Referent Siegfried Wielert ist Fledermaus-Regionalbetreuer auf dem Gebiet des Landkreises Goslar. Er berichtet über die Erfahrungen aus seiner ehrenamtlichen Tätigkeit, hier speziell über die Bemühungen, vorhandene Winterquartiere zu sichern und neue zu schaffen.

Durch seine natürlichen Höhlen einerseits und die vielen von Menschen geschaffenen künstlichen Höhlen in Form von alten Bergbaustollen, kommt dem Harz eine herausragende Rolle in Bezug auf das Überwintern der Fledermäuse zu, und zwar nachgewiesenermaßen überregional.

Gäste können spontan ohne Anmeldung zum ca. einstündigen Vortrag kommen. Der Eintritt ist frei, es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Direkt im Anschluss findet nach einer kurzen Einführung ab 20:00 Uhr eine ca. zweistündige Fledermausexkursion statt. Dazu ist eine Anmeldung nötig unter Tel. 05582 923074. Die Teilnahmegebühr beträgt 4,- € für Kinder, 6,- € für Erwachsene und 14,- € für Familien. Es wird empfohlen, eine Taschenlampe mitzunehmen.

Ort: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Deutsche Post präsentiert Sonderbriefmarke „Harz – Bergfichtenurwald“ auf dem Brocken
Berlin/Wernigerode, 1. August 2018. Das Bundesministerium der Finanzen gibt am Donnerstag, den 9. August 2018, das Sonderpostwertzeichen aus der Serie „Wildes Deutschland“ mit dem Motiv „Harz – Bergfichtenurwald“ heraus. Anlässlich der Erstausgabe stellt die Deutsche Post die Sonderbriefmarke an diesem Tag gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Tourismus sowie des Nationalparks Harz und der Harzer Schmalspurbahnen GmbH im Goethesaal auf dem Brocken vor.

Wahl zum Naturwunder 2018 - auch die Oberharzer Hochmoore stehen zur Wahl!
Auch 2018 findet wieder die Wahl des schönsten Naturwunders durch EUROPARC Deutschland e.V. und die Heinz Sielmann Stiftung statt.

Das Thema lautet in diesem Jahr „Letzte Refugien für bedrohte Insekten“.

Abstimmen (und in diesem Jahr auch gewinnen) kann man unter:
https://www.sielmann-stiftung.de/naturwunder//

Besonderes internationales Engagement findet seinen Abschluss - Praktikant aus Mexiko verabschiedet sich nach drei Monaten vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Wernigerode – Torfhaus. „Adios, Torfhaus“, so heißt es jetzt für den 21-jährigen Biologiestudenten José Roberto Torres de Lira. Im Rahmen eines Auslandsjahres und gefördert durch den Deutschen Akademischen Auslandsdienst verbrachte der engagierte Mexikaner zunächst zwei Semester an der Georg-August-Universität Göttingen. Im Anschluss absolvierte er ein dreimonatiges Praktikum im Bereich der Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Nationalpark Harz, das am 31. Juli endet.

Seine Einsatzstelle war das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Dort begleitete er Schulklassen auf unterschiedlichen Führungen und Exkursionen in die Waldwildnis des Nationalparks und auf den Brocken. Am Infotresen betreute er die Gäste mit ihren Anliegen und Fragen. Eine Hauptfrage war natürlich die nach den vielen toten Altfichten im Bereich Torfhaus und Brocken. Hier konnte er die Auskunft geben, dass sich der Wald in der Kernzone des Nationalparks Harz im Wandel befindet und keinesfalls abstirbt, wie es den Anschein hat. Im Gegenteil – der Waldkreislauf erneuert den Wald recht schnell und schon nach wenigen Jahren zeigt er ein ganz anderes Bild, siehe Fotoanlage. Diese Zeitreihen der Waldentwicklung waren für viele Besucher immer wieder etwas Neues, weil die meisten Menschen nur den heutigen Anblick des Waldes im Kopf haben und nicht die lange Entwicklung sehen. „Der Wald baut sich selbst um – und er wird nach seiner Renaturierung sogar vielfältiger und vor allem klimastabiler sein“ – das konnte der Biologiestudent sehr eindrücklich und anschaulich erläutern.

„Ich habe immer das positive Gefühl genossen, wenn ich das Lächeln der Kinder während eines Umweltbildungs-Spiels sah, oder wenn sich die Augen weit öffneten, weil sie etwas Interessantes und Unbekanntes in der Natur kennenlernten“, so berichtet Roberto Torres über seine neu gewonnenen Erfahrungen. „Gleichzeitig hatte ich die Gelegenheit, mein Wissen über Biologie zu nutzen und zu teilen, um die Komplexität und Größe eines Waldökosystems zu erklären“, schwärmt der junge Student.

Ein großer Dank gilt der Commerzbank, die jedes Jahr durch ihr großzügiges Engagement in insgesamt 27 Schutzgebieten Praktikanten fördert, sowie der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e. V. (GFN), die für den administrativen Teil das Praktikums im Nationalpark Harz zuständig ist. Im Nationalpark Harz sind es jährlich vier Einsatzstellen, eine weitere im Naturpark Harz. So haben junge Studenten die Möglichkeit, sich abseits des Unialltags in der Praxis der Öffentlichkeitsarbeit und der Umweltbildung auszuprobieren.

Hintergrundinformationen
Nationalpark Harz

Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Seit 2011 ist es auch Geopark-Infozentrum.
https://www.nationalpark-harz.de

Die Commerzbank-Umweltpraktikanten 2018 in Sankt Andreasberg – Daria Ernst und Dirk Netter
Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

Im Nationalpark Harz sind es 2018 wieder vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum HohneHof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald?“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

Im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ist Dirk Netter aktiv; er studiert Soziologie und Sozialforschung – eher ungewöhnlich für einen Commerzbank-Praktikanten. Daria Ernst hatte sich für ein Praktikum im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg entschieden – sie studiert Geographie an der Universität Bonn. Sie hat ihr Praktikum bereits abgeschlossen.

Daria Ernst berichtet: „Da in meinem Studienverlauf ein mindestens sechswöchiges Berufspraktikum vorgesehen ist, fing ich gegen Ende des Studiums mit der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz an. Durch eine Kommilitonin habe ich dann vom Umweltpraktikum der Commerzbank erfahren. Die Vorstellung, in einem Schutzgebiet zu arbeiten, hat mir gleich gefallen. Ich wusste zwar, dass mein Praktikum in Richtung Natur- und Umweltschutz gehen soll, hatte bisher aber eher Umweltverbände als mögliche Arbeitgeber im Blick. Die Aussicht auf ein Praktikum mit Praxisbezug im Freien brachte mich dann aber dazu, mich für ein dreimonatiges Umweltpraktikum im Nationalpark Harz zu bewerben. Mit dem Thema Umweltbildung hatte ich im Vorhinein zwar noch keine Berührungspunkte, das stellte sich während des Praktikums aber auch nicht als Problem dar – im Gegenteil! Für mich war die Praktikumszeit eine schöne und lehrreiche Zeit, in der ich sehr viele Eindrücke gesammelt habe. Es hat mir Sicherheit in der Frage nach meinem präferiertem Berufsfeld sowie einer möglichen Masterarbeit gegeben. Ich möchte auf jeden Fall weiterhin im Bereich des Natur- und Umweltschutzes bleiben und hier noch weitere Berufserfahrungen und Qualifikationen sammeln. Sehr gut hat mir auch die Atmosphäre im Nationalpark wie auch in meiner Einsatzstelle im Nationalpark-Bildungszentrum gefallen. Das hier entgegengebrachte Vertrauen und die Freiheit haben dazu geführt, dass es mir sehr leicht fiel, mich in den Bereich der Umweltbildung einzuarbeiten. Außerdem konnte ich immer wieder viele verschiedene Menschen kennen lernen und mich mit ihnen austauschen.“

Kräuterkundliche Wanderung auf den Bergwiesen in Sankt Andreasberg

Dirk Netter hat im Praktikum viele Erfahrungen gemacht, die sein Soziologiestudium bisher nie zu bieten hatte: „Im Rahmen meines Commerzbank-Umweltpraktikums unterstützte ich beispielsweise meine Kollegin Victoria Dietrich auf einer Kräuterexkursion über die Bergwiesen in Sankt Andreasberg. Um Punkt 8.30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Berghotel, wo wir mit unserer Gruppe verabredet waren. Die 17 Erwachsenen, die durch die Einrichtung „Arbeit und Leben Hamburg“ ihren Weg in den Harz gefunden hatten, sollten im Rahmen ihres Bildungsurlaubes nun etwas über die Bergwiesen erfahren. Nach einer knappen Vorstellung ging es erst einmal bergauf zur Jordanshöhe, wo wir den Teilnehmenden die typischen Pflanzen dieser Jahreszeit vorstellten. Der Waldstorchschnabel, der die Wiesen noch bis vor kurzem in ein malerisches Violett getaucht hat, konnte zwar nicht mehr in voller Blüte betrachtet werden – trotzdem bot sich ein reichlicher Bestand an Bärwurz, Schlangenknöterich, Harzer Labkraut und sogar Arnika und Knabenkraut. Neben einigen allgemeinen botanischen Hinweisen gaben wir den Teilnehmern sowohl Informationen über die heilkundliche Anwendung verschiedener Pflanzen sowie deren kulinarischen Wert. Immer wieder nahmen wir uns die Zeit, um Fragen zu beantworten und auch weitere Pflanzen gemeinschaftlich zu bestimmen. Während ich mich hauptsächlich den biologischen und geographischen Fragen widmete, gab Victoria Informationen über den Ursprung der Bergwiesen und warum diese für die Bergleute wichtig waren, wer die Wiesen heute bewirtschaftet und welche Bedeutung sie für den Erhalt der Artenvielfalt haben. Nach etwa einer eineinhalbstündigen Wanderung konnten wir nun einen kurzen Augenblick halt machen und den Blick auf den Brocken genießen, während wir uns in lockerer Runde über den Nationalpark Harz und andere Parks unterhielten, um immer auch wieder auf den Grundsatz „Natur Natur sein lassen“ zurück zu kommen. Die nächste Station auf unserer Wanderung war die Kräuterspirale im Kurpark – dort wurden beliebte Heilpflanzen wie das Johanniskraut, Baldrian und die Minze vorgestellt. Einigen Teilnehmenden fiel dabei mit Freuden auf, dass selbst die so unbeliebten „Unkräuter“ im eigenen Rasen, wie zum Beispiel Gundermann und Habichtskraut, auch einen Platz in der Kräuterapotheke finden können. Schließlich begaben wir uns auf den Weg zum Nationalparkhaus, wo auf die Gruppe Informationen über den Nationalpark, die Bergbaugeschichte und den NABU warteten. Dieser Tag war eine runde Sache – für die Gruppe, aber auch für uns!“

Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com
https://www.umweltpraktikum.com/

Unterwegs mit dem Botaniker am HohneHof am Freitag, den 27. Juli 2018
Am Freitag, den 27. Juli 2018 lädt das Natur-Erlebniszentrum HohneHof bei Drei Annen-Hohne unter dem Thema „Unterwegs mit dem Botaniker“ zu einer kleinen Nationalpark-Wanderung ein.

Ab 10.30 Uhr startet diese Tour am Wandertreff auf dem Parkplatz Drei Annen-Hohne und möchte unter anderem die Frage beantworten: „Warum heißt der Storchschnabel denn Storchschnabel?“ und "Was hat der Bärwurz mit dem Bären zu tun?“

Im Mittelpunkt der Exkursion stehen Lebensgemeinschaften in der Pflanzenwelt, die einfach erklärt und gezeigt werden.

Eingeladen sind alle Besucher, die schon immer mal etwas mehr über die Pflanzenwelt vor unserer Haustür erfahren wollten. Die Teilnahme ist kostenfrei, über eine kleine Spende würden wir uns jedoch sehr freuen.
http://www.nationalpark-harz.de

Kornblumen und mehr - neue Artenvielfalt am Hellebach in der Ackerflur von Weddingen
Weddingen. In voller Blüte zeigen sich in diesen Tagen Teile des Hellebachs bei Weddingen. Im letzen Jahr noch frühzeitig ackerseitig geschröpft, ist der Bach nun die Heimat vielerlei Insekten, Hummeln und Schmetterlingen. In der weiten Feldflur der einzige Lebensraum dieser Tiere weit und breit. Diese Maßnahme ist ein erster Erfolg der gemeinsamen Initiative von Landkreis Goslar, Gemeindevertretern, Landwirtschaft, Jägerschaft, Angelvereinen und Umweltverbänden, den gesetzlich vorgeschriebenen Biotopverbund im Kreis voranzubringen. Denn nur wenn die vorhandenen und oft gefährdeten Lebensräume in Form einen Verbundes vernetzt werden, haben viele Tiere und Pflanzen eine Chance zu Überleben.

Grundlage siehe hier:
https://www.landkreis-goslar.de/index.phtml?sNavID=94.96&La=1

Waldentwicklung mit stehenden Totholzbäumen war Schwerpunktthema der Waldführer- und Partnerfortbildung des Nationalparks Harz
Wernigerode – Braunlage. Im Nationalpark Harz befindet sich der Wald auf dem Weg zu neuer Wildnis. Dieser Anblick ist für viele Menschen zunächst befremdlich, sehen sie doch im Moment vielerorts erst einmal abgestorbene Fichten im Alter von über 60 Jahren – jüngere Bäume sind nicht betroffen. Dennoch ein Anblick, der viele Fragen aufwirft. Die Millionen von nachwachsenden jungen Bäumchen – Fichten, Ebereschen, Weiden, Birken und andere – fallen den Betrachtern auf den ersten Blick leider oft nicht auf. Diese Fragen erreichen auch die Nationalpark-Waldführer bei ihren Führungen oder z.B. die Nationalparkpartner in ihren Beherbergungsbetrieben.

Um die ehrenamtlichen Waldführer und Nationalpark-Partner auf den aktuellsten Stand zu bringen, aber auch noch einmal Grundlagen zu wiederholen, trafen sich jüngst 20 Teilnehmende in Braunlage-Königskrug, um mit der zuständigen Fachbereichsleiterin für die Waldentwicklung des Nationalparks, der Försterin Sabine Bauling, bei einer dreistündigen Veranstaltung das Wissen zu dieser Thematik aufzufrischen. Die Themen reichten dabei von der Geschichte über die Biologie bis zur Artenvielfalt des Waldes.

Bei einer Rundwanderung um Königskrug konnte Frau Bauling alle aktuellen Stadien der Waldentwicklung am Objekt thematisieren und viele Fragen beantworten. Die Bandbreite reichte von entnommenen Fichten über frisch abgestorbene Fichten bis zu bereits wieder mit jungen Bäumen bestandenen Flächen, die die Walddynamik eindrucksvoll wiederspiegeln. Dabei wurden auch Fraßbilder des Buchdruckers, des nur wenige Millimeter großen Borkenkäfers, der maßgeblich am Absterben der Fichten beteiligt ist, gezeigt und seine Entwicklungszyklen thematisiert. Dabei waren die vom Nationalpark fotografierten Zeitreihen der Waldentwicklung an verschiedenen Stellen, z.B. am Bruchberg bei Altenau , eine instruktive Hilfe – zeigen sie doch, wie zügig sich der Wald von selbst „repariert“ und in einem dauerhaften Waldkreislauf von der Totholzphase wieder zur Verjüngung übergeht.

Alle Teilnehmer waren sich am Ende einig: Die zunächst ungewohnten Waldbilder sind für einen natürlichen Wald gar nicht ungewöhnlich – sie müssen nur immer wieder erklärt und erläutert werden.
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Es wird brandheiß - starke Waldbrandgefahr im Nationalpark, speziell auch in den Mooren
Wernigerode. Trotz örtlicher Regenschauer am Wochenende ist die Brandgefahr in den Wäldern des Nationalparks – und nicht nur dort – weiter sehr hoch. Aufgrund der Wettervorhersage für die nächsten Tage wird sich die Situation weiter verschärfen. Sehr hohe Temperaturen, ungebremste Sonneneinstrahlung und kein Regen in Sicht – das ist eine brisante Mischung.

Trotz der Warnhinweise in allen Medien gibt es immer wieder unvernünftige Zeitgenossen, die meinen, bei größter Trockenheit im Wald grillen oder ein Lagerfeuer anzünden zu können. Deshalb noch einmal der eindringliche Hinweis auf das Rauchverbot und das Verbot, Feuer zu entfachen. Ebenso sind keine Autos an den Waldeingängen zu parken, weil die heißen Katalysatoren die vertrocknete Vegetation entzünden können.

Brandstiftung ist ein Straftatbestand!

Aber mindestens genauso schwerwiegend sind die Folgen für die Natur. Viele Kleinlebewesen können den Flammen nicht entkommen, ebenso werden wertvolle Pflanzenarten, Moose und Flechten vernichtet. Die große Besonderheit des Hochharzes sind seine Moorflächen – sie sind besonders gefährdet. In vielen Wäldern ist aufgrund der klimatischen Verhältnisse in den Hochlagen eine dicke Rohhumus- oder Torfschicht ausgebildet. Aufgrund der langen Trockenheit sind diese Bereiche derzeit stark ausgetrocknet. Das Gefährliche an Moorböden ist, dass sich das Feuer tagelang unerkannt unterirdisch „durchfressen“ kann, um dann unvermittelt bei Luftzufuhr an anderer Stelle wieder aufzuflammen. Gerade die Moore gehören zu unseren wertvollsten Naturräumen – hier würden über viele Jahrzehnte unwiederbringliche Verluste entstehen. Außerdem bergen solche Moorbrände auch Gefahren für Leib und Leben vieler Menschen.

Diese Dinge sollen sich alle Menschen klarmachen, die den Wald besuchen.

Wir wollen ausdrücklich keine Sperrungen von Waldgebieten, gerade in der Ferienzeit, aber das erfordert das umsichtige Verhalten jedes Einzelnen, damit viele Menschen den Nationalpark Harz erleben können.
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Junior-Ranger aus dem Nationalpark Harz erkunden Solling - Stiftung Zukunft Wald sponsert Junior-Ranger-Fahrt
Braunlage - Wernigerode. Die Stiftung Zukunft Wald ist eine Waldstiftung der Niedersächsischen Landesforsten, die unter anderem waldbezogene, pädagogisch wertvolle Umweltbildungsprojekte in Niedersachsen fördert und durchführt. Die Stiftung hat sich auf die Fahnen geschrieben, in Zeiten der Naturentfremdung Kinder und Jugendliche wieder raus in die Natur zu bringen, sie für den Wald zu begeistern und zu ermutigen, sich selbst für den Wald einzusetzen.

Diese Ziele passen perfekt zum Junior-Ranger-Programm des Nationalparks Harz. Vorrangiges Ziel ist es auch hier, Kinder und Jugendliche verstärkt für die Natur zu begeistern. Dabei lernen die Teilnehmenden auf aktive, kreative und spielerische Weise die Natur kennen und schätzen. Gleichzeitig soll ihr Bewusstsein für die Bedeutung von Natur und insbesondere von Großschutzgebieten für eine nachhaltige Entwicklung geschärft und sie selbst sollen so zu deren Mitgestaltung befähigt und aktiviert werden. Der Besuch im Naturpark Solling ermöglichte es den Teilnehmenden, eine andere Art von Schutzgebiet kennen zu lernen und sich mit Unterschieden, aber auch Gemeinsamkeiten vertraut zu machen.

Den Auftakt zur viertägigen Junior-Ranger-Fahrt bildete nach der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bad Harzburg nach Silberborn ein angeleitetes Teamklettern im Kletterpark TreeRock. Da die 16 Kinder aus verschiedenen Junior-Ranger-Gruppen im ganzen Nationalpark Harz stammten, war dieser Auftakt perfekt, um als Team zusammenzuwachsen. Mit diesem Spirit ging es die nächsten drei Tage weiter und die Gruppe besuchte den Wildpark Neuhaus, um sich dort intensiv mit Wolf und Wildkatze zu beschäftigen. Auch die Greifvogelschau und ein Treffen mit der Falknerin durften nicht fehlen. So ist das Studium direkt am Objekt sehr einprägsam und bleibt nachhaltig im Gedächtnis. Vor allem die vielen Jungtiere hatten es den Junior-Rangern angetan. Am dritten Tag lag der Schwerpunkt auf dem Unterschied zwischen den Schutzgebietskategorien „Nationalpark“ und „Naturpark“ und die Gruppe traf dazu den ortsansässigen Förster, der sie ein Stück auf ihrer Wanderung begleitete.

Schließlich muss bei einer Bildungsfreizeit auch etwas Erholung dabei sein und so beschloss die Gruppe, das Programm nach einer Wanderung mit einem Besuch im Freizeitsee Uslar-Schönhagen abzurunden. So ganz zu Ende war das Programm dann aber doch noch nicht, denn jeden Abend wurde alles Geschehene auf einer Wandzeitung festgehalten, die nun auch als Dokumentation der Fahrt für die Stiftung Zukunft Wald dient. Wenn man die Wandzeitung studiert, sieht man schnell, wie informativ und vielfältig diese Fahrt war. Die Betreuer freuten sich sehr über den gestärkten Gemeinschaftssinn der Gruppe als Junior-Ranger des Nationalparks Harz und bedankten sich noch einmal bei der Stiftung Zukunft Wald.
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Kunstwerke zwischen Natur und Mensch: 24. Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ – 62 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/Skulptur werden vom 16. September bis 14. Oktober 2018 in Sankt Andreasberg gezeigt
Wernigerode – Braunlage. Die 24. Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ wirft ihre Schatten voraus. 62 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/Skulptur wird die diesjährige Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies vom 16.9. bis 14.10.2018 in Sankt Andreasberg zeigen.

Eine fachkundige Jury hat aus etwa 327 Bewerbungen von professionellen Künstlern internationaler Herkunft, unter anderem aus Russland, Iran, Südkorea, Irland, Kanada und Japan) die diesjährige Ausstellung NATUR – MENSCH zusammengestellt. Bereits zum 24. Mal findet die Ausstellung an verschiedenen Stellen in der Oberharzer Bergstadt und Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg statt.

Die Jury setzt sich 2018 aus folgenden Persönlichkeiten zusammen: Prof. Karl Oppermann – Maler und em. Professor der Universität der Künste Berlin, Peter Peinzger – Bildhauer, Dieter Utermöhlen – Maler und Bildhauer, Jens Kilian – Maler und Leiter der Freien Akademie für Malerei Düsseldorf, Detlef Kiep – Maler und Grafiker, Stefan Grote – Bürgermeister der Stadt Braunlage, Andreas Pusch – Leiter des Nationalparks Harz, Dr. Andrea Kirzinger – Biologin Nationalpark Harz, Walter Merz - Pastor ev. Martini-Kirche und Theresa Thomas – Vertreterin der kath. Sankt Andreas-Kirche.

Die Ausstellung ist traditionell dem Thema und positiven Spannungsfeld Natur – Mensch gewidmet. Sie greift damit das besondere Anliegen der beiden Veranstalter, Nationalpark Harz und Stadt Braunlage, auf, die Menschen sowohl für den allgemeinen Umwelt- und Naturschutz als auch für die Wiederanreicherung menschlicher Lebensräume mit „Naturbausteinen“ zu gewinnen. Mit den Mitteln der Kunst will die Ausstellung einen emotionalen Zugang zu nationalpark- und naturbezogenen Themen ermöglichen. Die Kunst ist gewissermaßen Seismograph, Pädagoge, Katalysator und Visionär zugleich. Weiteres Ziel ist es, einen Beitrag zur Regionalentwicklung für die Stadt Braunlage mit ihrem Ortsteil Sankt Andreasberg zu leisten. Hinzu kommen die Kooperation mit den Künstlern und die sich daraus entwickelnden Wirkungen der Kunstförderung – denn Künstler können wichtige Botschafter für den Naturschutz sein. In diesem Sinne macht die Verknüpfung von Naturschutz und Kulturerlebnis diese Ausstellung zu etwas ganz Besonderem.

Der Ausstellung wird am 15. September 2018 um 19 Uhr in der Rathaus-Scheune in Sankt Andreasberg im Rahmen einer Vernissage eröffnet. Im Anschluss daran ist die Ausstellung vom 16. September - 14. Oktober 2018 täglich von 11 - 17 Uhr in der Sankt Andreasberger Rathausscheune, im Atrium der Sankt Andreas-Kirche und in der Martini-Kirche zu sehen.
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Neues Faltblatt erklärt Hintergrün­de des Waldwandels und die Waldbilder dieser Übergangsphase im Nationalpark Harz
Wernigerode. Getreu dem Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen" darf sich die Natur in großen Teilen des Nationalparks Harz frei entfalten. Dadurch bietet sich die seltene Gelegenheit, den natürlichen Waldwandel vom ehemaligen Wirtschaftswald hin zum wilden Natur­wald zu erleben. In einigen Bereichen geht dieser Wandel aktuell sehr rasant von statten und die Waldbilder dieser Übergangsphase wirken auf viele Menschen zunächst befremdlich.

Unser neuer Flyer „Wald im Wandel zur neuen Wildnis" erklärt die Hintergrün­de des Waldwandels und warum tote Bäume nicht das Ende des Waldes, sondern den Beginn der neuen Waldwildnis bedeuten. Das Faltblatt ist in den Nationalpark-Einrichtungen und zahlreichen Infostellen sowie als Download im Internet unter www.nationalpark-harz.de erhältlich.

Der Wald stirbt nicht, er ist im Wandel
Im Nationalpark Harz sind in den letzten Jahren neue Waldbilder zu sehen. Die grauen Silhouetten abgestorbener Fichten ragen in den Himmel oder liegen – teilweise wild übereinander – im Gelände oder an den Straßenrändern.

Dieser Anblick ist für viele Menschen zunächst befremdlich. Doch auch wenn aktuell viele tote Bäume zu sehen sind, ist dieser Wald so lebendig und dynamisch wie selten zuvor. Initiiert durch Stürme und ein durch den Klimawandel begünstigtes kleines Insekt – den Borkenkäfer „Buchdrucker“ – entsteht hier neue Wildnis, artenreich und vielseitig.

Getreu dem Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen“ darf sich die Natur in großen Teilen des Nationalparks frei entfalten und wir haben die einmalige Gelegenheit, sie auf ihrem Weg vom ehemaligen Nutzwald zum wilden Naturwald zu beobachten.

Tote Bäume – neues Leben
Weil sie zum Kreislauf von Werden und Vergehen dazugehören, bleiben in großen Teilen des Nationalparks abgestorbene Bäume im Wald. Dieses Totholz bildet eine wichtige Grundlage für die neue Waldwildnis, denn schätzungsweise 20 bis 30 % der im Wald lebenden Arten sind darauf angewiesen.

Totholz ist eine wichtige Nahrungsquelle und Lebensraum für viele Pilze, Insekten und Mikroorganismen. Sie zersetzen das Holz und machen seine Nährstoffe für Pflanzen verfügbar. Viele Totholz-Bewohner sind aktuell gefährdet.

Zwischen den liegen gebliebenen Stämmen findet eine neue Generation von Bäumen Schutz vor hungrigen Wildtieren und kann so besser gedeihen. Je nach Höhenlage können auch verschiedene Laubbäume wieder Fuß fassen. Mehr Platz und Licht bieten zahlreichen weiteren Pflanzen die Möglichkeit, sich anzusiedeln. Diese wiederum ziehen Insekten wie Schmetterlinge, Wildbienen und Käfer an.

Die Sämlinge der Fichte wachsen gern direkt auf morschen Stämmen. Diese dienen auch zahlreichen Amphibien, Reptilien und Säugetieren wie der Wildkatze oder dem Luchs als Unterschlupf.

Stehendes Totholz bietet ebenfalls vielen Tieren Nahrung und Unterkunft. Die Mopsfledermaus, eine von 18 verschiedenen Fledermausarten im Nationalpark Harz, hat ihre Wochenstuben und Schlafquartiere beispielsweise bevorzugt unter abstehender Borke an noch stehenden, abgestorbenen Bäumen. Auf den Freiflächen geht sie auf Jagd nach Mücken oder Nachtfaltern. Auch der Specht hat im Totholz lebende Insekten zum Fressen gern und zimmert seine Höhlen in die Stämme. Diese Baumhöhlen bieten in den darauffolgenden Jahren noch vielen anderen Tieren einen willkommenen Nistplatz oder dienen als Wohn- und Winterquartier, zum Beispiel für den Sperlingskauz – die kleinste Eulenart in Mitteleuropa.

Warum sterben aktuell so viele Fichten?
Alle Wälder, die heute im Nationalpark Harz liegen, sind vom Menschen geprägt. Für den Harzer Bergbau und die Reparationshiebe der Nachkriegszeit wurden große Teile der ursprünglichen Waldflächen abgeholzt. Die Wiederaufforstung erfolgte oft mit schnell wachsenden Fichten, die ursprünglich nur oberhalb von rund 700 Höhenmetern wuchsen.

Stürme, Schnee- und Eisbruch, Luftverschmutzung oder lange Hitze- und Trockenperioden setzen den Fichten zu. Vorgeschädigte, gestresste Bäume sind leichte Beute für den Buchdrucker. Der kleine Käfer ist nach seinem Fraßbild benannt, das an ein aufgeschlagenes Buch erinnert. Er ist der häufigste Fichten-Borkenkäfer im Nationalpark Harz.

Am Duft kann der Käfer den Gesundheitszustand einer Fichte erkennen und frisst sich unter die Rinde geschwächter Bäume. Er und seine Larven kappen damit die Versorgungsleitungen des Baums und bringen ihn zum Absterben. Besonders gern mag der Buchdrucker Fichten, die mindestens 60 Jahre alt sind.

Schon seit rund 5000 Jahren entwickeln sich Borkenkäfer gemeinsam mit den natürlichen Fichtenwäldern im Harz und sind Teil des Ökosystems. Besonders in den menschengeprägten, oft strukturarmen ehemaligen Fichtenforsten können sie sich jedoch nach Vorschädigungen massenhaft vermehren und großflächig die alten Bäume befallen.

Sicherheit und Naturnähe
In großen Teilen des Nationalparks werden Borkenkäfer nicht bekämpft. Sie dürfen der Natur dabei helfen, aus ehemals bewirtschafteten Forsten wieder natürliche, wilde Wälder mit einer Vielfalt an Strukturen entstehen zu lassen. Nur an der Nationalparkgrenze werden Maßnahmen ergriffen, um angrenzende Wirtschaftswälder zu schützen.

Im Rahmen der Verkehrssicherung müssen entlang öffentlicher Verkehrswege, an besonderen touristischen Zielen sowie entlang der Schienen der Harzer Schmalspurbahnen tote oder absterbende Bäume konsequent gefällt werden. Ihr Holz wird dabei jedoch ebenfalls im Wald belassen.

Damit auch stehendes Totholz für Specht, Fledermaus und Co. zur Verfügung steht, werden manche Bäume in unterschiedlichen Höhen abgeschnitten. Besonders an der Brockenstraße kann man das gut sehen.

Der Anblick der verschieden hohen Baumstümpfe erscheint zwar zunächst seltsam – es ist jedoch ein guter Kompromiss zwischen Sicherheit und Naturnähe für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.

Wo lässt sich der Wandel zur Waldwildnis erleben?

Wie schnell die natürliche Waldentwicklung nach einem Borkenkäferbefall vonstattengeht, lässt sich in verschiedenen Stadien im Nationalpark Harz gut beobachten.

Entlang der B 4 zwischen Bad Harzburg und Braunlage, rund um Torfhaus, am Oderteich oder beim Aufstieg auf Achtermannshöhe und Brocken lassen sich aktuell sehr unterschiedliche Waldbilder vom monotonen Forst über gerade zusammenbrechende Waldbereiche bis hin zur beginnenden Waldwildnis entdecken.

Weiter fortgeschritten ist die Entwicklung beispielsweise am Quitschenberg, auf dem Bruchberg entlang des Clausthaler Flutgrabens bei Torfhaus oder am Meineberg bei Ilsenburg. Auf lichtliebende krautige Pflanzen folgten hier Birken und Ebereschen, bevor sich je nach Höhenlage Buchen oder wieder Fichten durchsetzen werden. In diesen Bereichen lässt sich schon klar erkennen, dass der vorübergehend scheinbar „tote“ Wald nur ein kurzer Zwischenschritt in der Entwicklung hin zur natürlichen Waldwildnis ist.

Wer mehr über die neue Waldwildnis erfahren möchte, kann außerdem unsere Themenpfade erkunden: Der WaldWandelWeg am Schubenstein zeigt auf 180 m bereits heute den „Urwald von morgen“ mit seiner dynamischen Waldentwicklung. Man erreicht ihn auf einem kurzen Spaziergang oder als Teil einer Rundtour mit Startpunkt am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.

Auf dem Borkenkäferpfad bei Ilsenburg erfahren Sie, wie ein Wald neu entsteht und wie sich aus einer vermeintlichen Katastrophe Chancen für die Natur ergeben. Der ca. 3 km lange, teilweise steile Pfad beginnt in der Nähe des Nationalparkhauses im Ilsetal.
http://www.nationalpark-harz.de

Die Nationalparkwälder rund um den Brocken auf dem Weg zur Waldwildnis Vortrag von Nationalparkleiter Andreas Pusch am 19. Juli 2018 in Schierke
Andreas Pusch, der Leiter der Nationalparkverwaltung Harz, hält am 19. Juli 2018 um 19 Uhr im Rathaus Schierke einen Vortrag zur Waldentwicklung im Nationalpark Harz. Wie funktioniert ein natürlicher Wald? Welches Leben gibt es im Totholz und warum sehen die Nationalparkwälder teilweise braun aus? Das emotional besetzte Thema des Absterbens alter Fichten infolge der Massenvermehrung des Borkenkäfers wird vom Nationalparkleiter aufgegriffen und mit zahlreichen Hintergrundinformationen erläutert.

„Es beseht kein Grund zur Sorge", so Nationalparkleiter Andreas Pusch: „Am Ende steht nicht ein toter Wald, sondern sprießendes Leben aus jungen Fichten, Ebereschen, Weiden und Birken - ein Wald, der stabiler, vielfältiger und artenreicher ist als zuvor."

Wollen Sie mehr wissen? Dann sind Sie herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.
https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2018/2018_07_11_Vortrag_Schierke/

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies besucht Nationalpark Harz - Natürliche Waldentwicklung positiv
Altenau-Torfhaus. Im Rahmen seiner diesjährigen Sommerreise hat Umweltminister Olaf Lies heute (Donnerstag) den Nationalpark Harz besucht. Gemeinsam mit Vertretern der Nationalparkverwaltung, des BUND und des NABU Niedersachsen sowie Landtagsabgeordneten und regionalen Akteuren besuchte Umweltminister Olaf Lies das Besucherzentrum TorfHaus sowie das Wildkatzenzentrum des NABU in Bad Harzburg. In Altenau-Torfhaus informierte sich Umweltminister Lies über die Entwicklung und die Fortschritte des 2017 beschlossenen Landesprogramms „NWE 10“, das auf zehn Prozent der Landeswaldflächen die natürliche Waldentwicklung vorsieht. Aktuell werden im Harz weitere 2.800 Hektar Nationalparkfläche sukzessive in die Naturdynamikzone entlassen. Entlang der Außengrenze des Nationalparks wird der 500 Meter breite Borkenkäfer-Sicherungsstreifen aufgelöst und die Borkenkäferbekämpfung von den angrenzenden Forstämtern der Landesforsten übernommen.

Umweltminister Olaf Lies: „Der Nationalpark Harz ist als Natura 2000-Gebiet von europaweiter Bedeutung für den Naturschutz. Die Moore und Bergfichtenwälder der Hochlagen tragen ganz wesentlich zu diesem hohen Naturschutzwert bei. In den letzten Jahren sind hier neue Waldbilder entstanden. Aus einem Wirtschaftswald wird ein Naturwald. Fichten-Monokulturen verschwinden, Laubbäume kommen. Stürme und der Borkenkäfer haben diesen von uns gewollten Umwandlungsprozess beschleunigt. Mit dem Projekt „Natürliche Waldentwicklung" leistet Niedersachsen einen wichtigen Beitrag zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt in Deutschland. Davon profitieren viele im Wald beheimatete Tier- und Pflanzenarten, ihre Lebensräume und die genetische Vielfalt und der Nationalpark macht einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung seines Schutzziels, auf mindestens 75 Prozent seiner Fläche die Natur sich selbst zu überlassen.“

Nationalparkleiter Andreas Pusch ergänzte bei seiner Führung: „Wir können mit der Entwicklung des Harzwaldes zufrieden sein. Dieser Wald ist so lebendig und dynamisch wie selten zuvor. Hier entsteht eine neue Wildnis, artenreich und vielseitig. Viele Pilze, Insekten, Vögel wie der seltene Sperlingskauz und Fledermäuse finden hier hervorragende Lebensbedingungen. Es handelt sich nicht um ein Waldsterben wie in den Achtziger Jahren, denn unter den abgestorbenen Bäumen wächst der junge Wald wieder heran. Bis 2022 wird die Borkenkäferbekämpfung schrittweise an die angrenzenden Forstämter abgegeben. Dabei unterstützen die Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung in der Anfangsphase die Forstämter bei den durchzuführenden Maßnahmen – hierzu wurden bereits zahlreiche Gespräche und Abstimmungen durchgeführt, um auch in Zukunft einem Übergreifen des Borkenkäferbefalls auf den Nationalpark angrenzende Wirtschaftswälder vorzubeugen.“ Aktuell wurde im Bereich zwischen Torfhaus und Stieglitzeck begonnen, diese Planung konkret umzusetzen. Die Borkenkäfer-Bekämpfung wird hier vom Forstamt Clausthal übernommen, während in den anderen Grenzbereichen die Nationalparkverwaltung wie bisher weiter tätig wird. Die weiteren abzugebenden Abschnitte werden jährlich mit den Forstämtern gemeinsam festgelegt.

Die Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, die BUND-Biologin Heike Albrecht-Fechtler, betonte: „Auch wir werden derzeit oft auf die toten Fichten angesprochen – und können die Sorgen zumeist schnell nehmen. Denn getreu dem Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen“ darf sich die Natur in großen Teilen des Nationalparks frei entfalten, und wir haben die einmalige Gelegenheit, sie auf ihrem Weg vom ehemaligen Nutzwald zum wilden Naturwald zu beobachten“, so Albrecht-Fechtler. Die Aufgabe, Gäste für Natur und Umwelt zu sensibilisieren, sieht Heiner Baumgarten, Landesvorsitzender des BUND, als wesentlich an: „Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine von 12 BUND-Einrichtungen in Niedersachsen, in denen wir Besucher über Bildungsangebote, Vorträge, geführte Wanderungen und vieles mehr an die Natur heranführen“. Und zwar erfolgreich, wie die Zahlen belegen: Mit mittlerweile rund 1,1 Mio. Besuchern und mehr als 100.000 jährlichen Gästen gehört das Zentrum zu den besucherstärksten Einrichtungen im Oberharz und soll daher bald ausgebaut werden - die Landesregierung unterstützt die Arrondierung des Hauses finanziell aus dem Förderprogramm „Landschaftswerte“ mit Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und mit einer Kofinanzierung für Kommunen über die Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld aus dem Südniedersachsenprogramm. „Angesichts der erfolgreichen Arbeit des Zentrums und der zahlreichen Herausforderungen, die Wildnisentwicklung im Schutzgebiet den Besucherinnen und Besuchern nahezubringen, ist unsere Unterstützung eine gute Investition in die Zukunft des Harzes“, so Minister Lies.

Die vielfältigen und seltenen Naturräume sowie die speziellen Lebensbedingungen im Nationalpark Harz und der umgebenden Mittelgebirgs- und Harzvorland-Landschaft waren schon immer ein Rückzugsraum für die Wildkatze. „In anderen Regionen ist die Rückkehr des faszinierenden Raubsäugers, welcher stellvertretend für naturnahe Waldlebensräume steht, ein Paradebeispiel für die Problematiken der Zerschneidung der Landschaft durch Infrastrukturmaßnahmen. Aber sie zeigt auch, wie sich Naturschutzmaßnahmen positiv auf gefährdete Tierarten auswirken können“, berichtet Inez Schierenberg, Landesgeschäftsführerin des NABU Niedersachsen bei der Besichtigung des NABU-Wildkatzenzentrums in Bad Harzburg. Das NABU-Wildkatzenzentrum öffnete erst Ende des vergangenen Jahres seine Pforten. Über die Aussichtsplattform des Informationszentrums kann man vier scheue Tiere und weitere Bewohner wie Waschbären und Ziegen beobachten. Zusammen mit einem angrenzenden Wildkatzenlehrpfad von BUND und NABU sowie einer geplanten interaktiven Ausstellung des NABU soll das bestehende Angebot ausgebaut werden. Bereits kurz nach der Eröffnung am 28. Oktober stellte ein Herbststurm die Betreiber vor Herausforderungen: Orkantief „Herwart“ entwurzelte zahlreiche Bäume, die auch das Wildkatzengehege in Mitleidenschaft zogen. Die Wildkatzen blieben unversehrt, flohen nicht aus ihren zerstörten Gehegen und das Zentrum konnte innerhalb von sechs Wochen wieder instandgesetzt werden. Vorübergehend verbrachten die tierischen Bewohner die Zeit in umliegenden Tierparks. Im Januar erfolgte öffentlichkeitswirksam die Namensfindung der Wildkatzen. Erst eine der Katzen hatte bereits vorher einen Namen: Clarence – wegen ihres Augenfehlers benannt nach dem schielenden Löwen aus dem gleichnamigen Spielfilm – mittlerweile Mutter der ersten Jungtieren des Geheges. Während der ersten Woche nach Eröffnung des Geheges kamen fast 1.000 Besucher*innen, bis Mitte Juni 2018 haben insgesamt 13.870 Menschen das Wildkatzengehege besucht.
http://www.nationalpark-harz.de

Vortrag und Fledermaus-Exkursion im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Am Mittwoch, den 11. Juli findet der Vortrag „Fledermäuse – Jäger der Nacht“ um 19:30 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg statt. Referent Wolfgang Rackow ist Fledermaus-Regionalbetreuer und Fledermausexperte des NABU Osterode. Er befasst sich seit mehr als 30 Jahren mit den fliegenden Säugetieren, so Thomas Appel, Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg.

Im bildreichen Vortrag berichtet er über die Biologie der Fledermäuse und stellt speziell die im Harz vorkommenden Arten vor. Auch die Gefahren, denen die Fledermäuse ausgesetzt sind, sowie die dagegen wirksamen Schutzmaßnahmen sind Thema des Vortrages.

Gäste können ohne Anmeldung spontan zum ca. 90-minütigen Vortrag kommen. Der Eintritt ist frei, es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Direkt im Anschluss findet nach einer kurzen Einführung ab 21:00 Uhr eine ca. zweistündige Fledermausexkursion statt. Dazu wird eine Anmeldung erbeten unter Tel. 05582 923074. Die Teilnahmegebühr beträgt 4,- € für Kinder, 6,- € für Erwachsene und 14,- € für Familien. Es wird empfohlen, eine Taschenlampe mitzunehmen.

Ort: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
https://www.nabu.de

Commerzbank-Umweltpraktikanten 2018 rund um Braunlage, Torfhaus und den Brocken aktiv in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
Braunlage - Torfhaus - Wernigerode. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten.

Im Nationalpark Harz sind es 2018 wieder vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum HohneHof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald?“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

Im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist Roberto Torres aktiv; er stammt aus Mexiko und studiert Biologie an der Universität Göttingen. Elisabeth Koc unterstützt die Umweltbildungsarbeit im Natur-Erlebniszentrum HohneHof – sie befindet sich im Masterstudium Biologie an der TU München. Im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ist Dirk Netter beschäftigt – sein Studienfach ist Soziologie und Sozialforschung. Daria Ernst hat sich für ein Praktikum im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg entschieden – sie studiert Geographie an der Universität Bonn.

Wir haben zwei der vier Praktikanten interviewt. Elisabeth Koc berichtet: „Gerade die Arbeit mit Kindern finde ich unheimlich erfüllend. Ich hatte eine Führung mit einer 2. Klasse, in der ein Junge war, der sonst als „Rabauke“ bekannt war. Dieser Junge wich mir nicht von der Seite und war sehr wissbegierig. Nachdem ich mich mit ihm länger unterhalten hatte, stellte sich heraus, dass er noch nie im Wald war. Zum Abschied drückte er mich und bedankte sich für den schönen Tag.“

Roberto Torres spricht – auch aufgrund seines Studiums an der Universität Göttingen – so gut Deutsch, dass ihm die Umweltbildungsarbeit gut von den Lippen geht. Natur kennt keine Grenzen – so ist es auch bei der ökologischen Bildung. Sein Zwischenfazit lautet: „Als Praktikant im Besucherzentrum TorfHaus kann man viele Erfahrungen sammeln, da es eine intensive und ständige Teilnahme an der Umweltbildung von Schulgruppen gibt. Dies gibt mir die Möglichkeit, etwas über das Unterrichten von Kindern zu lernen und, was noch wichtiger ist, ein Teil der Umweltförderung einer neuen Generation von Menschen zu sein, die die Umwelt wirklich schützen wollen. Es gehört zu meiner Arbeit, Besucher im Park zu empfangen, tägliche Fragen über die schönsten und aufregendsten Routen des Schutzgebiets zu beantworten und die Sorge so vieler Menschen um den "bösen" Borkenkäfer zu zerstreuen und zu erklären, dass unsere Wälder nicht sterben, sondern sich selbst und ganz neu entwickeln.“

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com
http://www.umweltpraktikum.com/

Zwei neue Überwege am Teufelsstieg bei Elend
Der Talsperrenbetrieb und die Stadt Oberharz am Brocken haben gemeinsam zwei Fußgängerbrücken über die Kalte Bode im Elendstal saniert und für Wanderer freigegeben. Bereits Johann Wolfgang Goethe nutzte diese Pfade zum Teufelsstieg. Nun kann man wieder das idyllische Elendstal mit der Kalten Bode und den Nebenarmen sicher und trockenen Fußes bewandern. Der Teufelsstieg bei Schierke, Elend und Königshütte wird von zahlreichen Gäste bewandert, auch ist er zum Teil in Elends Rundwanderweg eingebunden. Zahlreiche weitere Brücken wurde in der letzten Zeit saniert, so die Brücke zur Königsburg in Königshütte, die Brücke über die Wormke bei Mandelholz sowie auch die Fußgängerbrücke in Tanne.

Buchneuerscheinung „Harzer Persönlichkeiten – Lebensbilder“, Band 2
Gernrode. Mit seinem zweiten Band „Harzer Persönlichkeiten – Lebensbilder“ knüpft Autor Bernd Sternal an den erfolgreichen ersten Band an. Erneut stellt er Menschen vor, die in der Harzregion ihren Geburtsort oder diese zu ihrer Heimat erkoren haben und Außergewöhnliches leisteten oder in die Geschichtsbücher eingingen. Einige der Persönlichkeiten werden dem Namen nach bekannt sein, von andern werden viele Leser wohl erstmals mit Harzbezug hören: Earl Christian Agthe, Luise Aston, Eulalia Therese Merx, Ernst und Hans Röver, Dietrich Wilde, Julius Barheine, Johann Christian Ruberg, Friedrich Schell, Caroline Bardua, Benno von Meißen, Polykarp Kusch, Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil, Theodor Heinrich Wilhelm von Lerche, Papst Clemens II., Martin Bormann, Gustav Adolf Dippe, Friedrich Heine, Henning Calvör, Christian von Braunschweig, Justus Jonas der Ältere, August Ephraim Kramer und Johann Karl Ehrenfried Kegel.

Die Buchreihe, die auf Bernd Sternals Radiosendung „Harzliches“ bei Radio Harz-Börde-Welle zurückzuführen ist, wird Anfang 2019 mit einem dritten Band fortgesetzt.

Das Buch im strukturierten Paperback-Einband hat 172 Seiten und ist mit 16 farbigen sowie 66 Schwarz-Weiß-Abbildungen ausgestattet. Gestaltet und herausgegeben hat den Band der Verlag Sternal Media in Gernrode, Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Der Titel ist unter ISBN 978-3-7528-7791-5 überall im Buch- und Onlinehandel zu erwerben oder zu bestellen, zudem unter www.buch.sternal-media.de, und kostet 17,99 Euro. Demnächst ist auch ein E-Book für 6,99 Euro verfügbar.
http://www.sternal-media.de/

„Keiner kommt durch“ - Ehemaliger DDR-Grenzer stellt im Juli in Schierke sein Buch vor und führt zum Brocken
„Keiner kommt durch – Die Geschichte der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer“ erschien bereits in der 4. Auflage beim Aufbau-Verlag Berlin. In dem spannend zu lesenden Buch berichtet der Autor Dietmar Schultke u.a. über seinen Einsatz als Hundeführer in den Jahren 1987/88 am Brocken im heutigen Nationalpark Harz.

Mit einem Lichtbildervortrag stellt er im alten Rathaus Schierke am 25. Juli 2018 von 17 -18 Uhr sein Buch vor. Zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!

Am 15. Juli, 17. Juli, 19. Juli, 21. Juli, 22. Juli, 24. Juli, 26. Juli, 28. Juli und 29. Juli 2018 führt Dietmar Schultke öffentliche Wanderungen zum Brocken durch, auf denen er seine Erlebnisse authentisch berichten wird. Start ist in Schierke an der Tourist-Information um 9.30 Uhr. Es wird ein Unkostenbeitrag von 5,- Euro erhoben, Kinder bis 12 Jahre 3,- Euro.

Erlebnisse eines DDR-Grenzsoldaten auf dem Brocken

Dietmar Schultke ist Autor und DDR-Zeitzeuge zur Geschichte der Deutschen Teilung mit Schwerpunkt Harz. Als 19-jähriger erhielt Schultke den Einberufungsbefehl an den Eisernen Vorhang, doch sein sehnlichster Wunsch war die Überwindung der einst sichersten Grenze der Welt. Bereits seit seinem zehnten Lebensjahr unterhielt Schultke eine Brieffreundschaft mit der in New York lebenden Elisabeth Rosner. Sie lud ihn in den Sommerferien in die USA ein, doch laut DDR-Reisegesetz war das verboten. Erst mit Erlangung des Rentenalters hätte Schultke reisen dürfen.

Auf seinen Wanderungen erzählt Schultke von seinen Erlebnissen als Grundwehrdienst-Soldat am Brocken. Er berichtet auch vom engen Kontakt zu seiner Grenzerhündin Nena vom Brockenblick und dem harten Alltag innerhalb des Grenzregimes – jeder zehnte Grenzer war ein IM. Ganz nach oben auf die Brockenkuppe durfte er nicht, davor stand die Brockenmauer, hinter der Mauer waren die Rote Armee und die Stasi.

Niemandem konnte Schultke von seiner Freundin in New York erzählen. Sollte er in seiner Grenzerzeit eine Fluchtchance erhalten? Antwort darauf geben seine Veranstaltungen, die spannend zu werden versprechen.

Weitere Informationen zum Autor:
http://dietmar-schultke.com

Wie viele Luchse gibt es im Harz? Auswertung von Fotofallenbildern aus dem nordöstlichen Teil des Mittelgebirges liegt vor
Wernigerode. Im Winter 2014/2015 fand erstmals im Harz eine systematische Fotofallen-Untersuchung statt, um der Zahl der Luchse in diesem Mittelgebirge auf die Spur zu kommen. Nach vergleichbaren Studien im westlichen und mittleren Teil des Gebirges nahm die Nationalparkverwaltung nun auch den Nordosten des Harzes zwischen Wernigerode und Mansfeld unter die Lupe. Auf einer Fläche von 780 Quadratkilometern standen zwischen August und Dezember 2017 an 60 Standorten 120 Kameras und nahmen automatisch insgesamt 8.131 Fotos vorbeilaufender Tiere auf. Dabei entstanden auch 455 Bilder von Luchsen, deren Auswertung nun abgeschlossen werden konnte.

Anhand der typischen Fleckenzeichnung war es möglich, die Tiere voneinander zu unterscheiden. Demnach passierten 23 ausgewachsene (selbständige) Luchsindividuen die Kamerastandorte, darunter auch sechs Luchsweibchen mit zusammen 13 Jungtieren.

Demnach leben im untersuchten Gebiet des Harzes pro 100 Quadratkilometer Fläche 2,9 selbständige Luchse. Zählt man auch den Nachwuchs mit, sind es auf derselben Fläche sogar 4,6 Tiere. Dabei handelt es sich um den höchsten Dichtewert, der in den drei Harzer Untersuchungsgebieten bislang ermittelt werden konnte.

Die Nationalparkverwaltung Harz schätzt anhand der nun vorliegenden Daten, dass etwa 55 selbständige und 35 Jungluchse, insgesamt also 90 Luchse, in dem 2.200 Quadratkilometer großen Mittelgebirge leben.

Mit 756 Aufnahmen ist übrigens auch die Zahl der im Nordostharz entstandenen Wildkatzenfotos deutlich höher als bei den vorherigen Untersuchungen.
http://www.nationalpark-harz.de

Zwangsarbeit im Harzer Wald, auch im heutigen Nationalpark Harz – Buchvorstellung im Haus der Natur Bad Harzburg am 15. Juni 2018
„Dass die deutsche Kriegsforstwirtschaft wie selbstverständlich von der Verschleppung und Ausbeutung ungezählter Menschen profitierte, ist bedrückend“, betont der Forsthistoriker Dr. Peter-Michael Steinsiek. Am kommenden Freitag, 15. Juni 2018, stellt der Autor auf Einladung des Vereins Spurensuche Harzregion im Haus der Natur um 18.30 Uhr sein Buch über forstliche Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs vor. Der Eintritt ist frei – zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen.

Am Beispiel von Harz und Solling dokumentiert die Untersuchung, in welchem Ausmaß und unter welchen Umständen zwischen 1939 und 1945 Zwangsarbeit in den staatlichen Forsten auf dem Gebiet des heutigen Landes Niedersachsen stattgefunden hat. Nahezu in allen der untersuchten 40 Forstämter gab es Lager, in denen Kriegsgefangene und zivile ausländische Zwangsarbeiter, in einigen Fällen auch Zwangsarbeiterinnen untergebracht waren. Der Bedarf stieg mit zunehmender Kriegsdauer permanent an, weil der einheimische Waldarbeiterstamm kriegsbedingt schrumpfte und zugleich die Nachfrage nach Holz stetig wuchs. So ging es in der alltäglichen Arbeit um eine „Leistungssteigerung“ mit allen verfügbaren Kräften, erklärte Steinsiek. Über die Gefangenen sei verfügt worden, als handele es sich um „Sachen“. Formale Gesetze und Verordnungen hätten diesen ein ordentliches Verfahren oder gar Rechtsstaatlichkeit vorgegaukelt.

Die Zwangsarbeit im Wald war ein bislang vernachlässigter Aspekt in der Aufarbeitung der Schrecken des Nationalsozialismus. Die Studie kann nachfolgenden Generationen als Gedächtnis dienen. Zeitzeugen werden immer rarer, daher ist es umso wertvoller, dass das Buch ihre Aussagen für die Nachwelt sichert. Mit der Studie wollen die Landesforsten, so ihr Präsident Dr. Merker, die forstliche Zwangsarbeit erstmalig in einen größeren räumlichen Zusammenhang stellen. Dazu habe Dr. Steinsiek zahlreiche neue Quellen ausgewertet und Zeitzeugen zu den unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter befragt. „Die Landesforsten kommen mit der Studie ihrer Verantwortung als heutiger Flächeneigentümer nach. Der akribischen Recherche Dr. Steinsieks ist es zu verdanken, dass wir dieses schreckliche Kapitel nun so aufarbeiten konnten. Die Studie soll Mahnung für die Zukunft sein, dergleichen nie wieder geschehen zu lassen, und sie soll den von Verschleppung, Entrechtung und Demütigung Betroffenen ein Andenken bewahren“, erläuterte Dr. Merker.

Dr. forest. Peter-Michael Steinsiek ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Universität Göttingen. Er forscht seit vielen Jahren zu verschiedenen forstgeschichtlichen Themen. Sein Spezialgebiet ist die Forstgeschichte in den Jahren 1933 bis 1950.

Navi-Anschrift: Haus der Natur im Kurpark Bad Harzburg, Vortragsraum, Nordhäuser Straße 2e.

Eintritt frei. Zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!
http://www.spurensuche-harzregion.de/

Haus der Natur wird zum HarzWaldHaus - Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies übergab Fördermittelbescheid zum Umbau des Hauses in Bad Harzburg
Bad Harzburg. Im Rahmen der Förderrichtlinie „Landschaftswerte“ hat Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies heute (Mittwoch) einen Förderbescheid für das neue HarzWaldHaus in Höhe von 623.000 Euro übergeben. Unter neuem Namen soll im bisherigen Haus der Natur im Kurpark von Bad Harzburg die seit 2002 bestehende Ausstellung erneuert werden. Neben der Neugestaltung der Ausstellung erwartet die künftigen Besucher ein attraktiver Außenbereich mit zeitgemäßer Besucherlenkung. Das neu konzipierte HarzWaldHaus soll der zentrale Anlaufpunkt inmitten einer vielfältigen Umweltbildungslandschaft werden. Zusammen mit weiteren attraktiven Einrichtungen wie dem Luchsgehege, dem Baumwipfelpfad oder dem Wildkatzenpfad erweitert sich der Kreis von abwechslungsreichen Angeboten rund um die Stadt Bad Harzburg.

Der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies übergab den Förderbescheid persönlich. Vor Ort betonte er: „Es gibt einen Bildungsauftrag für unsere Großschutzgebiete. Wir müssen die Idee des Nationalparks Harz den Menschen vermitteln. Informationshäuser wie das HarzWaldHaus bieten dazu eine gute Gelegenheit.“ Insgesamt fördert das Umweltministerium im Rahmen der Richtlinie „Landschaftswerte“ in diesem Jahr landesweit 41 Projekte mit mehr als 11 Millionen Euro.

Die Kooperationspartner Nationalpark Harz und Niedersächsische Landesforsten stellen in diesem Haus ihre Strategie des gemeinsamen nachhaltigen Handelns im Harz vor. Dabei ist den beiden Partnern wichtig, anschaulich über die vielfältigen Funktionen von Naturschutz, die nachhaltige Nutzung des regional bedeutenden Rohstoffs Holz und die touristische Bedeutung des Harzes als Tourismusregion zu informieren.

Das Projekt „Feinkonzept und Umsetzung einer Ausstellung im HarzWaldHaus“ steht nunmehr kurz vor der Umsetzung.

Die von der Nationalparkverwaltung Harz beantragte Zuwendung von 623.000 € kommt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen aus der Förderrichtlinie „Landschaftswerte“, die der Aufwertung des niedersächsischen Natur- und Kulturerbes und der Sicherung der Biologischen Vielfalt dient. Das Vorhaben soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein.

Insbesondere werden Kinder und Jugendliche durch die Ausstellungsgestaltung und die Gesamtangebotspalette am HarzWaldHaus angesprochen: Junior-Ranger, Schulklassen des Regionalen Umweltbildungszentrums und des örtlichen Waldpädagogikzentrums. Die Ausstellung soll soweit als möglich barrierefrei gestaltet werden. Da sehr viele Schulklassen das Haus besuchen, sind Inklusion und Integration von großer Bedeutung.

Im Rahmen der Ausstellungs-Idee soll unter anderem ein elektronischer "Media-Guide" eingebunden werden, der speziell für die Anforderungen der Barrierefreiheit entwickelt wurde. So ist die interaktive Darstellung der Spielinhalte z.B. in verschiedenen Sprachen, für Menschen mit Sehschwächen und in leichter Sprache möglich, ohne die in den Ausstellungsräumen dargebotenen Inhalte mit einem Übermaß an individuell optimierten Texten zu belasten.

Neben der Ausstellung wird auch der Außenbereich mit Hausfassade und Besucherlenkung im Umfeld im Hinblick auf eine bessere Wahrnehmung der Einrichtung optimiert.

Hintergrund
Das heutige „Haus der Natur“ in Bad Harzburg kann bereits auf eine lange Geschichte als naturkundlicher Ausstellungsort zurück blicken. Seit den späten 1950er Jahren waren dort Teile einer umfangreichen und bundesweit einmaligen Privatsammlung von Tierpräparaten zu besichtigen. In den 1970er Jahren wurde dann an gleicher Stelle die Ausstellung „Wald und Wild im Naturpark Harz“ eingerichtet – verantwortlich zeichneten die Kurbetriebsgesellschaft Bad Harzburg als Eigentümer und die Niedersächsische Landesforstverwaltung für die Inhalte. Bereits kurz nach seiner Gründung 1994 beteiligte sich der Nationalpark Harz an der Erneuerung der Ausstellung und richtete hier 1995 eine Informationsstelle ein. Seit der Neukonzeptionierung der Ausstellung und deren Eröffnung 2002 wurde das Haus von einer Trägergemeinschaft aus Nationalpark Harz, Niedersächsischen Landesforsten und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Niedersachsen, betrieben. Seit dem 15.7.2015 besteht die Trägergemeinschaft nur noch aus Niedersächsischen Landesforsten und Nationalpark Harz. Beide Einrichtungen wollen das Haus auch in Zukunft gemeinsam führen und haben zu diesem Zweck eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Die Immobilie gehört der Stadt Bad Harzburg. Da auch die vorhandene Ausstellung inzwischen zu großen Teilen wieder „in die Jahre gekommen ist“ und es darüber hinaus im direkten Umfeld des Hauses in jüngster Zeit erhebliche Umgestaltungen und Angebotserweiterungen gegeben hat, ist eine Neuausrichtung und Aktualisierung dringend erforderlich.

Der Standort ist für ein Ausstellungshaus mit Umweltbildungs- und Naturerlebnisangeboten rund um das Thema Harznatur optimal. In unmittelbarer Nähe zum Wald gelegen, befindet sich das Haus in Bad Harzburg, einem der nördlichen Tore in den Harz, direkt an der B 4 und trotzdem im ruhigen und grünen Harzburger Kurparkbereich. Im gleichen Gebäude sind eine Rangerstation der Nationalparkwacht und das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) des Nationalparks untergebracht. Direkt angrenzend befinden sich die Burgberg-Seilbahnstation, gute Parkmöglichkeiten und direkte Anbindungen an öffentliche Verkehrsmittel. Weitere Attraktionen mit Naturbezug sind der im Mai 2015 neu eröffnete Baumwipfelpfad, der ebenfalls neu eröffnete Baumwurzelpfad, das Luchsgehege an den Rabenklippen sowie der Wildkatzenerlebnispfad. Des Weiteren gibt es einen Märchenwald und einen Hochseilgarten. Im Eingangsbereich befindet sich ein Kinderspielplatz – Bänke und Tische laden zum Verweilen ein. Das Haus ist Startpunkt für geführte Wanderungen und zahlreiche Umweltbildungsaktionen. Auch die Fußgängerzone mit vielen touristisch und gastronomisch interessanten Anlaufpunkten ist in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen, genau wie die Wälder des Nationalparks und der Landesforsten.

Die Besucherzahlen lagen in den letzten Jahren konstant bei ca. 21.000 pro Jahr. 2016 war eine deutliche Steigerung der Besuchszahlen zu verzeichnen (26.970), was sicherlich auf das erhöhte Besucheraufkommen am Baumwipfelpfad zurückzuführen ist.

Die Umbenennung in HarzWaldHaus war u.a. das Ergebnis einer von den Niedersächsischen Landesforsten finanzierten Studie und des in den vergangenen zwei Jahren erarbeiteten neuen Grobkonzepts für das Haus.
http://www.nationalpark-harz.de

Einfälle statt Abfälle - FÖJlerinnen organisieren Upcycling-Workshop mit den Junior-Rangern
Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Nicht nur im Rahmen der aktuellen Nachhaltigkeitsdiskussion ist Upcycling gerade voll im Trend. Dabei werden Abfallprodukte oder scheinbar nutzlose Stoffe mit ein wenig Fantasie zu neuwertigen Produkten umfunktioniert. So widmeten sich die Junior-Ranger des Nationalparks Harz in einem Wochenendworkshop dem Thema Müll, seinen Gefahren und Folgen für die Umwelt und den Möglichkeiten, aktiv etwas dagegen zu tun. Geleitet wurde der Workshop von Pia und Lisanne. Beide absolvieren gerade ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalpark Harz. Die Ergebnisse stellte die Gruppe im Rahmen des Geocaching-Müllsammelevents zu Walpurgis und beim Naturschutztag des Harzklubs im Mai einer breiten Öffentlichkeit vor.

Pia und Lisanne absolvieren zurzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalpark Harz. Pia ist dabei im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg im Einsatz, Lisanne unterstützt das Bildungszentrum im selben Haus. Die beiden organisierten den Workshop für die Junior-Ranger zum Thema „Müll und Upcycling“. Ein ganzes Wochenende lang ging es mit acht Junior-Rangern und drei weiteren Freiwilligen ins Nationalpark-Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle.

Der Workshop startete am Samstagmorgen. Nach einer kurzen Hausführung und dem Beziehen der Zimmer sammelte die Gruppe zunächst Ideen, Gedanken und Anregungen rund um die Problematik Plastikmüll. Nach einem kalten „Mittagsmampf“ und verdienter Mittagspause ging es weiter mit einer Leserecherche zu Folgen und Gefahren von Plastikmüll im allgemeinen und den Müll in unseren Meeren im speziellen. Daraus entstanden im Anschluss spannende Infoplakate.

Am späteren Nachmittag widmete sich die Gruppe dann dem Hauptthema des Wochenendes, dem Upcycling - eine Form der Wiederverwertung. Es funktioniert ähnlich wie das Recyceln, jedoch kommt es hierbei zu einer stofflichen Aufwertung, das heißt, die Dinge werden cooler, schicker und moderner gemacht. Einfach gesagt: aus altem Schrott baut man etwas Neues. Und genau das haben die Kids auch geschafft! Mit zuvor gesammelten Materialien legten sie los. Aus alten Tastaturen, Büchern, Gabeln oder Milchkartons wurden Zeitungständer, Handtaschen, Schlüsselboards, Portemonnaies und vieles mehr. Nach einem anstrengenden Tag klang der Abend gemütlich am Lagerfeuer mit Stockbrot aus.

Am Sonntagmorgen hatten die vier Jungs und vier Mädels noch einmal Zeit, sich ihren Plakaten zu widmen und diese fertig zu stellen. Nach einer kleinen Pause ging es mit den Upcycling-Projekten weiter. Nach Mittagessen, Abschlussrunde und einer großen Aufräum- und Putzaktion ging das Wochenende mit ein paar Spielen zu Ende.
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Rot- und Schwarzmilan im Fokus
Aktuell ist im Foyer der Nationalparkverwaltung in Wernigerode eine kleine Wanderausstellung zu Gast. Auf informativen Aufstellern stellt das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz die Greifvögel Rot- und Schwarzmilan und ihre Lebensräume vor. Interessierte Gäste können die Ausstellung noch rund zwei Wochen montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr in der Lindenallee 35 in Wernigerode besuchen.
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Radfernfahrt „Deutsche Alleenstraße“ von Rügen bis zum Bodensee auch durch Sachsen-Anhalt! Eine Aktion für den bundesweiten Alleenschutz Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Radsportler fahren für den Alleenschutz über 1.900 km von Rügen bis zum Bodensee entlang der Deutschen Alleenstraße
Am 4. Juni 2018, um 16:30 Uhr, erreichen die Radsportler der Radfernfahrt das Etappenziel Halberstadt. Oberbürgermeister Andreas Henke, Radsportlegende „Täve“ Schur, Susan Sziborra-Seidlitz, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Daniel Szarata, Mitglied des Bundestages (CDU) empfangen die Sportler und Sportlerinnen sowie den BUND am Rathaus, Holzmarkt 1.
Um 17:00 Uhr findet im Lindenweg eine symbolische Baumpflanzung statt. Ab 18:00 Uhr lädt der BUND alle Interessierten zu einem Vortragsabend „Kostbare Ränder – Alleen, Ihre Geschichte, ihre Bedeutung, ihre Gefährdung und ihr Platz in der heutigen Zeit“ mit einem Kurzfilm über das Leben in den Bäumen und anschließender Diskussion in den Ratssitzungssaal des Rathauses am Holzmarkt 1 ein. „Wir freuen uns sehr, dazu auch bundesweit bekannte Experten begrüßen zu können wie Prof. Dr. Dirk Dujesiefken vom Institut für Baumpflege Hamburg, Dr. Axel Schneidewind, Versuchsleiter im Kompetenzzentrum Garten- und Landschaftsbau Quedlinburg und Thomas Amtage, Inhaber des Landschaftsarchitektur und Sachverständigenbüros mit Sitz in Sachsen-Anhalt“, sagt Katharina Dujesiefken, Leiterin des Alleenprojektes BUND Mecklenburg-Vorpommern.

In 15 Städte der insgesamt 9 Bundesländern, durch die die Radfernfahrt verläuft, werden beim Zieleinlauf Bäume gepflanzt und mit Prominenten aus Politik, Bürgermeistern, Mitarbeitern der Straßen- und Umweltbehörden und Alleenfreunden über den Erhalt der Alleen diskutiert. Mit Vorträgen und Filmvorführungen werben die Akteure für den Schutz der Alleen entlang der Strecke.
Die „Deutsche Alleenstraße“ ist mit insgesamt 2.900 km nicht nur ein aktiver Beitrag zum Alleenschutz, sondern auch eine Ferienstraße durch die schönsten Regionen Deutschlands. „Sie ist ganz besonders geeignet, auf den unschätzbaren Wert der Alleen als Natur- und Kulturerbe und auch als touristische Attraktion hinzuweisen und für den Schutz und die Neuanpflanzungen von Alleen bei Behörden und Politik zu werben“, sagt Katharina Dujesiefken.

Zum Schutz dieses einzigartigen Kulturgutes gründeten sich im Jahre 1992 die „Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße“, initiiert durch den ADAC, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. (SDW) und viele weitere Verbände. Im Jahre 1993 wurde das erste Teilstück von Sellin bis nach Rheinsberg in Brandenburg eingeweiht. Das 25-jährige Jubiläum haben der Radsportverein „Tour d' Allée“ und der BUND Mecklenburg-Vorpommern nun zum Anlass genommen, die „Deutsche Alleenstraße“ mit einer besonderen sportlichen Aktion, einer Radfernfahrt entlang dieser längsten Kulturstraße Deutschlands, hervorzuheben. In Etappen geht es von Sellin auf Rügen bis zum Bodensee nach Reichenau. „Ein richtig großes Projekt“, sagt Herbert Trilk, Vorsitzender des Radsportvereins. „Aber unser Name ist uns Verpflichtung. Wir möchten allen die Schönheit der grünen Tunnel zeigen und daran erinnern, dass es unsere Aufgabe ist, diese Alleen zu erhalten. Zu viel wurde auch auf unserer schönen Insel schon gefällt, die Lücken werden immer größer!“, so Herbert Trilk.

Die erste Teilstrecke von Sellin bis Eisenach wird von 15 Radsportlern des RSV „Tour d‘ Allèe Rügen“ e.V. absolviert. Am 8. Juni wird in Eisenach der Staffelstab „Deutsche Alleenstraße“ an andere Radsportfreunde, zum Beispiel vom Radfahrer-Verein „Weingarten“ aus Baden-Württemberg und aus der Pfalz feierlich übergeben, die die Fahrt zum Bodensee fortsetzen werden.
Die Tour führt durch die Bundesländer: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.
Während der Tour wird ein Streckentagebuch (www.BUND M-V) erstellt und es wird mit aktuellem Bild- und Filmmaterial von der Tour berichtet. Etappen(-zwischen)ziele werden für Pressetermine und Informationsveranstaltungen mit Journalisten, Politikern, Mitarbeitern von Behörden, mit engagierten Alleenschützern, Vereinen und interessierten Anwohnern genutzt.

Rückfragen über BUND Mecklenburg-Vorpommern, Landesgeschäftsstelle Schwerin Tel.: 0385 52311914, oder 0172384854
http://www.bund-mv.de

Schwermetalle in und an der Innerste – alte und neue Umweltlasten mit unsichtbaren Gefahren
Baddeckenstedt. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz überregional Schlagzeilen – auch im Landkreis Wolfenbüttel. Nach über 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr, aber zahlreiche aktive Hüttenbetriebe zeugen bis heute von dieser Zeit.

Für die Umwelt haben Bergbau und Hüttenwesen gravierende Folgen: Die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet. Denn bei der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie bis heute über Innerste und Oker durch ganz Niedersachsen.

Bei Überschwemmungen der Flussauen werden belastete Sedimente auf Weiden und Äckern abgelagert. Der Klimawandel lässt noch häufigere Starkregenereignisse und damit auch Überflutungen erwarten. Und ständig kommen neue Belastungen durch die Emissionen der heutigen Industriebetriebe hinzu.

Wie haben sich diese Belastungen historisch entwickelt? Wo genau finden sie sich? Wer ist betroffen und was wird dagegen gemacht? Was kann man zu Gesundheitsgefahren sagen? Wie wirken sich die Belastungen auf die Landwirtschaft aus?

Auf diese Fragen geht der Harzer BUND-Geologe und Referent Dr. Friedhart Knolle ein am

6. Juni 2018 um 19.30 Uhr im Saal des Gasthauses Woltmann, Insel 1 in Baddeckenstedt.

Eintritt frei. Zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!
http://www.bund-westharz.de/

Der Oderteich – eine historische Talsperre Erlebnisführung zum UNESCO-Welterbetag am 3. Juni 2018
Auf einer Erlebniswanderung mit einem Nationalpark-Ranger und einem Welterbe-Guide können Interessierte am 3. Juni 2018 die Natur und Geschichte rund um die einstmals größte Talsperre Deutschlands kennenlernen. Mitten im Nationalpark Harz gelegen, ist der Oderteich heute Teil des UNESCO-Weltkulturerbes "Oberharzer Wasserwirtschaft“. An seinen Ufern wachsen einige der ältesten Fichten des Naturschutzgebiets. Auch den fleischfressenden Sonnentau oder die quirlige Gebirgsstelze kann man hier mit etwas Glück entdecken.

Die 3 - 4 stündige Wanderung startet um 10 Uhr am Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 05320 269. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die rund 10 km lange Tour hat kaum nennenswerte Steigungen, verläuft aber teilweise auf schmalen Bohlenstegen und Wurzelpfaden, so dass an einigen Stellen eine gewisse Trittsicherheit erforderlich ist. Für Kinderwagen und kleine Kinder ist die Tour deshalb nicht geeignet.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Nationalpark Harz und der Stiftung Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft. Information zum Welterbetag unter www.welterbeimharz.de.
http://www.welterbeimharz.de

Bergwiesen-Exkursion am 9.6.2018 ab 10 Uhr in Sankt Andreasberg
Sankt Andreasberg. Am Vortag des Sankt Andreasberger Wiesenblütenfestes nimmt Sie Dr. Hans-Ulrich Kison mit auf eine Exkursion über die Bergwiesen des Ortes. Dabei lernen die Teilnehmer u.a. die typischen Pflanzen dieses besonderen Lebensraumes kennen. Wir starten um 10 Uhr am Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Im Anschluss bietet sich ein Besuch unserer interaktiven Ausstellung und im Erlebniskino an. Starten Sie mit Ihren Kindern in die Haus-Ralley und ergründen Sie im neuen „FledermausReich“ die Geheimnisse der kleinen Jäger der Nacht. Im Café können Sie bei einer kleinen Erfrischung in zahlreichen Natur-Büchern schmökern.

Die Veranstaltung dauert rund 2 - 3 Stunden. Der Eintritt ist frei. Über Ihre Spende zur Unterstützung des Nationalparkhauses freuen wir uns jedoch sehr.
http://www.nationalpark-harz.de

Tag „de Luchs“ - Luchs-Vortrag am 30.5.2018, 10 bis 11:30 Uhr
Lust auf Luchse? Widmen Sie sich an diesen Tag doch einmal ganz intensiv den größten europäischen Katzen. Einen umfassenden Einstieg in das Thema bekommen Sie bei unserem Luchs-Vortrag. Unser Nationalpark-Ranger berichtet dabei ausführlich über aktuelle Forschungsergebnisse und das Leben der Harzer Luchse.

Der Vortrag beginnt um 10 Uhr im Seminarraum am Haus der Natur in Bad Harzburg und dauert rund 1,5 Stunden. Bitte melden Sie sich vorher unter Tel. 05322 784337 an. Die Teilnehmerzahl ist auf max. 20 Gäste begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Über eine Spende für die Bildungsarbeit des Nationalparks freuen wir uns.

Kombination mit weiteren Nationalparkangeboten

Für einen kompletten Tag „de Luchs“ empfehlen wir im Anschluss einen Besuch im Haus der Natur (Eintritt nicht inklusive). In der interaktiven Walderlebnisausstellung auf 400 Quadratmetern gibt es spannende und unterhaltsame Informationen rund um die Tier- und Pflanzenwelt des Harzes und die Luchs-Information Harz. Besonders für Kinder gibt es viele Stationen zum Entdecken, Ausprobieren und Mitmachen. Attraktion des Hauses ist Deutschlands größtes Formicarium.

Anschließend lohnt sich die Wanderung zum Luchsgehege an der Rabenklippe. Dort können Sie die Harzer Luchse live erleben. Mittwochs und samstags ist immer um 14:30 Uhr Fütterungszeit, so dass Sie unseren Luchsen bei ihrer Mahlzeit zuschauen können. Dazu erfahren Sie hier weiteres Wissenswertes über die sonst so scheuen Katzen und das erfolgreiche Wiederansiedelungsprojekt im Nationalpark Harz. Für die Luchsfütterung ist eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Luchsgehege ist auch außerhalb der Fütterungen jederzeit frei zugänglich.

Sie erreichen das Luchsgehege von Bad Harzburg aus über ausgewiesene Wanderwege. Die Strecke beträgt rund 4 Kilometer, planen Sie deshalb bitte genügend Zeit für die Wanderung ein. Etwa 200 Höhenmeter sparen Sie, wenn Sie mit der Burgberg-Seilbahn von der Talstation Bad Harzburg auf den Burgberg fahren. Von der Bergstation wandern Sie ca. 60 Minuten bis zum Luchsgehege. Beachten Sie dafür bitte auch unsere Tourenempfehlung „Unterwegs zu den Luchsen“.

Von April bis Anfang November verkehrt die Buslinie „Grüner Harzer“ (KVG-Buslinie 875) zwischen Bad Harzburg und dem Luchsgehege an der Rabenklippe. Die Fahrt dauert ab Haltestelle Berliner Platz oder Märchenwald, Bad Harzburg ca. 20 Minuten. Bei Gruppen ab 20 Personen ist für die Busfahrt eine Anmeldung unter 05322 52017 notwendig. Damit Sie pünktlich zur Luchsfütterung kommen, nutzen Sie bitte spätestens den Bus um 13:56 ab Haltestelle Märchenwald.

Weitere Termine: 27.6., 25.7., 29.8., 26.9. und 24.10.2018, jeweils 10 - 11.30 Uhr.
http://www.nationalpark-harz.de

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus wird erweitert
Torfhaus. „Erweiterung und Ergänzung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus. Optimierung, Weiterentwicklung und Attraktivitätssteigerung der naturorientierten und landschaftsbezogenen Bildungs- und Tourismusangebote des Nationalparks Harz“ – so heißt das Großprojekt, das die Nationalparkverwaltung Harz, die Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld und der BUND Niedersachsen gemeinsam umsetzen werden.

Am 25. Mai wurden die Bewilligungsbescheide aus dem Förderprogramm „Landschaftswerte“ mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durch Herrn Staatssekretär Frank Doods des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz offiziell an die Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, vertreten durch die Bürgermeisterin Britta Schweigel, und den Leiter der Nationalparkverwaltung Harz, Herrn Andreas Pusch, übergeben.

2009 öffnete das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus – kurz „TorfHaus“ – seine Pforten. Der Umzug aus einem ehemaligen Dienstgebäude der Polizei in den Neubau hatte einen starken Effekt für die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz, denn die Besucherzahlen liegen seit der Eröffnung bei ca. 120.000 Personen pro Jahr. Mittlerweile konnten rund 1,1 Mio. Besucher begrüßt werden – diese Zahlen nehmen einen Spitzenplatz in der Harzer Museumslandschaft ein. Unter den Gästen sind sämtliche Harzbesucher vertreten – Durchreisende, Motorradfahrer, Wanderer, Sportler, Naturfreunde und Nationalparkbesucher im engeren Sinn. Mehr als 4.500 Personen jährlich nehmen an den Bildungsveranstaltungen teil, die das TorfHaus anbietet. Allerdings sind bisher Verweildauer und Aufenthaltsqualität aufgrund der räumlichen Enge beeinträchtigt und die vielfältigen Angebote der Einrichtung können nicht wirkungsvoll genug präsentiert werden.

Durch die Aktivitäten der Torfhaus Harzresort GmbH befindet sich Torfhaus derzeit in einem dynamischen Umbruch. Die bauliche Erweiterung des TorfHaus und die Optimierung, Weiterentwicklung und Attraktivitätssteigerung der Ausstellung sind jetzt folgerichtige Schritte zur Stärkung der Innovationskraft der touristischen Angebote des länderübergreifenden Nationalparks Harz. So kann ein wirkungsvollerer Beitrag für den nachhaltigen Tourismus in der Region geleistet und auch dem gesellschaftlichen Auftrag der Inklusion, also der Teilhabe Aller an den Ausstellungsinhalten, Rechnung getragen werden.

Bauliche Erweiterung
Die bauliche Erweiterung des NBZ TorfHaus soll sich harmonisch in das bestehende Gesamtensemble einfügen und den Besuchern immer wieder einzigartige Aussichtspunkte Richtung Brocken bieten. Im Obergeschoss soll durch Öffnen des Giebels ein beeindruckender Blick über die Naturdynamikflächen des Nationalparks zum Brocken als „Schaufenster in die Naturdynamik“ entstehen. Der größte Flächengewinn erfolgt durch eine unterirdische Erweiterung. Hier soll ein anspruchsvoller architektonischer Entwurf umgesetzt werden, der sich unauffällig in das Landschaftsbild einfügt. So bleibt die Freifläche hinter dem Gebäude erhalten und lädt auch zukünftig zum Verweilen und Naturgenießen ein.

Ausstellungserweiterung/-ergänzung
Es ist geplant, die Ausstellungsfläche von derzeit 210 m² auf 500 m² zu vergrößern. Die Erfahrungen aus dem bisherigen Betrieb sowie die Ergebnisse von verschiedenen Evaluationen fließen in die Erweiterung und Überarbeitung der Ausstellung ein. So werden die Raumgliederung und Besucherlenkung verbessert sowie die unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Besucher (Inklusion) stärker berücksichtigt. Um Anreize für Mehrfachbesuche zu setzen, wird ein Bereich für Wechselausstellungen geschaffen. Die Ausstellung soll die Besucher zukünftig mit spannungsreichen und emotional ansprechenden Erlebnisszenarien fesseln – einfache Botschaften werden spielerisch, humorvoll und verblüffend präsentiert, um den Entdeckergeist der Besucher zu wecken. Im Zentrum stehen dabei die Einzigartigkeit und Schutzwürdigkeit des Harzes sowie der Nationalpark als sein wildes und dynamisches Herz. Dafür werden die bereits vorhandenen Themen überarbeitet und ergänzt, aber auch neue Themen integriert.

Trägergemeinschaft
Betrieben wird das TorfHaus federführend vom BUND-Landesverband Niedersachsen e.V. in einer Trägergemeinschaft mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. (GFN) und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld in enger Kooperation mit der Nationalparkverwaltung Harz. Die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt fördern den Betrieb des Zentrums im Verhältnis 1,8 : 1 im Rahmen der niedersächsischen Förderrichtlinie für Nationalparkhäuser mit 160.000 € jährlich.

Antragsteller und Kostenkalkulation
Zur Umsetzung der baulichen Erweiterung wurden der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld Mittel aus dem Förderprogramm „Landschaftswerte“ mit Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 871.862,32 € bewilligt. Zusätzlich fließt eine MI-Kofinanzierung für Kommunen in die Baumaßnahmen in Höhe von 664.154,95 € aus dem Südniedersachsenprogramm. Weitere 207.707,37 € steuert aktuell der BUND-Landesverband Niedersachsen bei.

Für die Planung und Umsetzung der Ausstellungserweiterung erhält die Nationalparkverwaltung Harz 700.902,41 € EFRE-Mittel sowie 490.902,42 € Landesmittel aus dem Förderprogramm „Landschaftswerte“. Die Allianz-Umweltstiftung sowie die Bingo-Umweltstiftung beteiligen sich mit jeweils 100.000,- € und die Harzwasserwerke mit 10.000,- € an der Neugestaltung der Ausstellung.

Wo und wann sind wir zu finden?
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist täglich geöffnet von April bis Oktober ab 9 und 17 Uhr, von November bis März Dienstag - Sonntag ab 10 bis 16 Uhr (in den Ferien und an Feiertagen auch montags), am 24. Dezember geschlossen. Kontakt: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Torfhaus 8, 38667 Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05320/33179-0, Fax 05320/33179-19, Email: post@torfhaus.info, www.torfhaus.info
http://www.torfhaus.info/

Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V. Arbeitskreis „Archäologie des Harzes“
Einladung
Am Samstag, dem 26. Mai 2018 lädt der
Arbeitskreis „Archäologie des Harzes“
zu einer Tagung mit Exkursion in den
Ostharz nach Ballenstedt
herzlich ein.
Datum: 26. Mai 2018
Treffpunkt: um 9.30 Uhr in Ballenstedt, Schlosshotel „Großer Gasthof“, Schlossplatz 1
Programm
Ablauf: 9.30 Uhr Begrüßung
9.45 - 10. 30 Uhr: Vortrag von Georg Drechsler, Goslar, Das
BMBF-Projekt Altbergbau 3D
10.30 – 11.15 Uhr: Vortrag von Bernd Bahn, Weimar, Erforschung und bodendenkmalpflegerische
Betreuung von Altwegeresten sowie
Wegbegleitern
11.15 – 12.00 Uhr: Vortrag von Udo Münnich, Pansfelde, Besiedlung und Wüstungsprozess im Unterharz
12.00 – 12.45 Uhr: Vortrag von Mathias Sopp Großheyrath, Die archäologischen Ausgrabungen im Alten Schloss zu Sangerhausen
13.00 – 14.00 Uhr: Mittagessen im Hotel
14.00 – 14. 45 Uhr: Vortrag von Björn Rauchfuß, Schwerin,
Besiedlungsspuren der jüngereisenzeitlichen Przeworsk-Kultur in Mitteldeutschland
14.45 – 15.30 Uhr: Vortrag von Mario Küssner, Weimar, Neue Entdeckungen zum Neolithikum im Südharzvorland
15.30 – 16.00 Uhr: Vortrag von Herrn Karl-Heinz Meyer, Ballenstedt zur Geschichte der NAPOLA in
Ballenstedt und Besichtigung der Anlage
Die Organisatoren freuen sich auf eine zahlreiche Teilnahme von
Mitgliedern und Freunden des Harzvereins an dieser Veranstaltung.

22. Naturschutztag des Harzklubs am Natur-Erlebniszentrum HohneHof - Harzklub-Zweigverein Wernigerode lädt am 26. Mai 2018 zum Erlebnistag für Groß und Klein nach Drei Annen Hohne
Harzklub-Zweigverein Wernigerode lädt am 26. Mai 2018 zum Erlebnistag für Groß und Klein nach Drei Annen Hohne

2018 findet der Naturschutztag des Harzklubs bereits zum 22. Mal statt. Austragungsort wird in diesem Jahr das Natur-Erlebniszentrum HohneHof in Drei Annen Hohne sein. Der Harzklub-Zweigverein Wernigerode und der Nationalpark Harz wollen einen unvergesslichen Tag gestalten.

Direkt am Löwenzahn-Entdeckerpfad und inmitten von Bergwiesen liegt dieser idyllische Hof. Harzklubmitglieder und Gäste erwartet ein reichhaltiges Programm. Kinder können Geochaching ausprobieren, an zahlreichen Ständen knifflige Aufgaben rund um die Natur lösen oder das Harzer Höhenvieh live erleben. Daneben ist für Naturfreunde jeden Alters etwas dabei, so z.B. Harzer Imkerei, Wildfischverein, naturverträgliches Mountainbiking oder ein Kettensägenkünstler. Der Nationalpark stellt sich und seine Junior-Ranger vor. Diese präsentieren interessante Ideen zum Thema Upcycling, die sie in einem Projekt gemeinsam mit den Freiwilligen des Nationalparks entwickelt haben. Weiterhin wird auch das Harzer Luchsprojekt vorgestellt und Harzklub-Zweigvereine berichten aus ihrer Arbeit und zeigen eigene Projekte.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Auf die Gäste warten selbstgebackener Kuchen und regionale Spezialitäten, wie die Bratwürste vom Harzer Höhenvieh. Musikalisch begleitet die Big Band der Musikschule Schicker durch den Tag. Offizieller Beginn ist am 26. Mai 2018 ab 13 Uhr. Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof ist bereits ab 10 Uhr geöffnet.

Anreise und Barrierefreiheit
Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof erreichen Sie nach einem ca. 15-minütigen Fußweg vom Parkplatz oder Bahnhof in Drei Annen Hohne.
Der HohneHof ist weitgehend rollstuhlgerecht im Außenbereich und komplett rollstuhlgerecht in der 1. Etage des Innenbereichs. Behindertengerechte Toiletten und zahlreiche barrierefreie Angebote stehen zur Verfügung.
http://www.nationalpark-harz.de

„Wald Sinfonie“ - Impressionistische Fotografie vom 31. Mai bis 30. September 2018 im Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg
Ab dem 31. Mai 2018 lässt die Berliner Fotokünstlerin Antje Schulz im Nationalparkhaus Ilsetal den Wald auf ungewöhnliche Art und Weise erklingen. Ihre impressionistischen Fotografien, ausschließlich „gemalt“ mit der Kamera, vereinen Formen, Farben und Licht. Sie erinnern an Werke von Malern wie Vincent van Gogh und Caspar David Friedrich.

Alle Natur- und Fotofreunde sind zur Eröffnung der Ausstellung um 17.30 Uhr herzlich eingeladen oder können sie im Anschluss zu den Öffnungszeiten des Nationalparkhauses besuchen.

Der Eintritt ist kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Stille Landschaften und traumhafte Wälder verschmelzen zu einer Sinfonie visueller Imagination, die die Betrachter einladen möchte, die Natur intensiv zu spüren und ihr neu zu begegnen. Hierfür entwickelte die Fotografin eine eigene abstrakte Fototechnik, bei der die Bilder digital nicht verfremdet werden. Neben bekannten Werken der Künstlerin werden bisher unveröffentlichte abstrakte Fotografien gezeigt.

Begleitet wird die Ausstellungseröffnung in Anwesenheit der Fotografin von einem Klangwelten-Film mit sphärischer Musik von Antje Schulz, die neben der Fotografie auch Musik ausschließlich nach Gehör komponiert. Darüber hinaus findet zur Eröffnung eine kostenlose Führung statt, bei der die Fotografin Interessierten Einblicke in die Arbeitsweise der abstrakten Fotografie bietet.

Weitere Informationen zur Künstlerin finden Sie unter
https://www.nationalpark-harz.de/de/kunstkultur/fotoausstellungen/2018_Waldsinfonie_AntjeSchulz/?r=96132830

BUND-Infostand in der Wernigeröder Innenstadt
Wernigerode. In dieser Woche steht bis einschließlich Samstag, den 12. Mai 2018 ein Team des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) am Nicolaiplatz in Wernigerode, um über den BUND und seine Projekte zu informieren.

Zudem haben Sie die Möglichkeit, beim größten Umwelt- und Naturschutzverband Deutschlands Mitglied zu werden.

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung unserer gemeinnützigen Arbeit.

UNSER HARZ Mai 2018
Fritz Reinboth: Auf den Spuren des Lithographen Friedrich Trackert: Orte
des Stiftsamts Walkenried um 1848
Uwe Fricke: Auslösung K atastrophenalarm im Landkreis Goslar
Eva Brandt: Caspar, Melchior un Balthasar
Friedhart Knolle und Fritz Reinboth: Banedick, Bavendik oder Bauuendiek?
– Mitteilungen zur Geschichte des ältesten Teichs im Oberharz
Nationalpark-Forum: Zum 90. Geburtstag von Forstmeister Heinz Quitt
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Welche Herausforderungen der Klimawandel durch vermehrte Unwetter mit sich bringt, stellt Kreisbrandmeister Uwe Fricke im Artikel „Auslösung des Katastrophenalarms im Landkreis Goslar“ dar. Die Bilder der Überschwemmung sind sicherlich jedem Harzer noch im Gedächtnis.Ein Mensch, der sich für die Natur einsetzt und schon lange eingesetzt hat, ist der Forstmeister Heinz Quitt, aktiver Naturschützer seit 67 Jahren und zeitweise 2. Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks (GFN). Anlässlich seines 90. Geburtstages würdigen Wegener, Knolle und Karste im Nationalparkforum sein Engagement.
Zwei Artikel befassen sich mit historischen Themen: F. Reinboth vergleicht die Ansichten einiger Orte des Stiftsamts Walkenried, die
Friedrich Trackert um 1848 in Lithographien festgehalten hat, mit den heutigen Motiven. Im Artikel „Banedick, Bavendik oder Bauuendiek? – Mitteilungen zur Geschichte des ältesten Teichs im Oberharz“ geht er zusammen mit F. Knolle den Spuren der älteren Bergbaugeschichte nach.
Obwohl die Geschichte in ostfälischer Mundart über die Sternensinger besser in den Januar passt, ist ihr Anliegen doch zeitlos. Wie Sascha aus Kasachstan über die religiösen Grenzen zwischen katholisch und evangelisch hinweg Geld für arme Kinder in Uganda sammelt, öffnet das Herz. Der Autorin, Eva Brandt, gelingt es, große Themen ganz im Alltag, „bei uns“, ankommen zu lassen.


UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist
ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation,
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B,
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark,
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12,
Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus,
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage,
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr.
Willi-Bergmann-Str. 11.

Neuer Buchenwald in Kisten
Wernigerode. „Natur Natur sein lassen“ ist das Leitmotiv der Nationalparke, auch im Harz. Doch es gilt entsprechend den gesetzlichen Vorgaben vorwiegend in der Kernzone, der sogenannten Naturdynamikzone, die den größten Teil der Nationalparkfläche einnimmt. In der umgebenden Naturentwicklungszone, die noch knapp 39 % des Nationalparks umfasst, wird der Natur Hilfe zur Selbsthilfe hin zu mehr natürlicher Dynamik gegeben.



Dazu kommen in diesem Frühjahr zum ersten Mal Containerpflanzen in größerem Umfang bei der Nationalpark-Waldumwandlung hin zu naturnahen Wäldern zum Einsatz, so Sabine Bauling, Leiterin des Wald-Fachbereichs im Nationalpark Harz.

Die kleinen Buchenpflanzen wurden im Frühjahr 2017 in Containern ausgesät und können jetzt im Alter von einem Jahr in die Waldumwandlungsflächen im Nationalpark gepflanzt werden.

Das Saatgut, die Bucheckern, stammt aus dem Nationalparkrevier Scharfenstein, wo es 2016 geerntet wurde. Insgesamt wurden 70.000 Containerpflanzen angeliefert – daraus können ca. 35 ha neuer Naturwald werden.

Der Vorteil der Containerpflanzen ist, dass die Wurzeln von Erde umhüllt sind und somit sich die Pflanzzeit verlängern lässt. Das ist gerade in diesem Turbo-Frühjahr von Vorteil. Die Laubbäume haben in einem sehr kurzen Zeitraum ausgetrieben, so dass die Zeit für die herkömmliche Pflanzung mit wurzelnackten Pflanzen rasch vorbei ist.

Mit der Frühjahrspflanzung von Buchen kommt der Nationalpark Harz seiner Zielstellung, mehr Naturnähe in die Wälder zu bringen und verdrängten Pflanzenarten, hier der Buche, wieder einen Platz zu geben, ein weiteres Stück näher, so Bauling.

Die Buche war in der Vergangenheit bis zu einer Höhenlage von ca. 750 m über NHN die dominierende Baumart im Harz. Zwei Drittel der Nationalparkfläche wären von den natürlichen Waldgesellschaften her Buchenwälder.

Die Rückkehr der Buche in den Nationalpark Harz ist ein langer Weg. Die ersten Ergebnisse sind aber sichtbar, gerade jetzt, wo das frische Laub austreibt. Es wird etwa 80 Jahre dauern, bis die kleinen Buchen selbst Bucheckern tragen und zur Waldverjüngung beitragen werden.
http://www.gfn-harz.de

BUND-Infostand in der Goslarer Innenstadt
Goslar. Ab dem heutigen Montag, den 7. Mai 2018 bis einschließlich Samstag, den 12. Mai 2018 steht ein Team des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) in der Rosentorstraße in Goslar, um über den BUND und seine Projekte zu informieren.

Zudem haben Sie die Möglichkeit, beim größten Umwelt- und Naturschutzverband Deutschlands Mitglied zu werden.

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung unserer gemeinnützigen Arbeit.
https://www.bund-niedersachsen.de/

Klimawandel – was kommt da auf uns zu? Bildvortrag von Dr. Friedhart Knolle im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Wernigerode - Braunlage. Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Industriegesellschaft - darin sind sich die meisten Forscher und Verantwortlichen einig. Doch was bedeutet das konkret und auf den Harz bezogen?

In einem Bildvortrag beleuchtet Nationalpark-Pressesprecher Dr. Friedhart Knolle am 15. Mai ab 19 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg Fakten, Hintergründe und Zukunftsperspektiven des Themas am Beispiel unseres Mittelgebirges.

Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden für das Haus sind jedoch willkommen.

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Datum: Dienstag, 15.5.2018
Zeit: 19:00 Uhr bis ca. 20:00 Uhr
http://www.nationalpark-harz.de

Stabkirche Stiege am Albrechtshaus zu besichtigen
Geschichte der Stabkirche Stiege / Albrechtshaus

Im Jahre 1897 wurde im Selketal nahe Stiege die Lungenheilstätte Albrechtshaus eröffnet. Direkt neben dem Gebäudekomplex der Heilanstalt wurde im Jahre 1905 die Holzkirche nach dem Vorbild der Stabkirche zu Wang im Riesengebirge errichtet. Entworfen wurde sie vom Zimmermeister R. Witte aus Osterwieck. Die Einweihungsfeier fand am 20.05.1905 statt, bei der auch der Prinzregent Albrecht und weitere Würdenträger anwesend waren.

Die Holzkirche ist noch heute im Original erhalten. Die Holzschindeln auf dem Dach wurden durch Ziegel ersetzt. Zusätzlich wurden einige Sicherungsmaßnahmen gegen Diebstahl und Vandalismus installiert.

Laut Überlieferung soll die Stabkirche durch einen skandinavischen Patienten als Dank für die Heilung von der Tuberkulose gestiftet worden sein.

Öffnungstermine im Mai:
10. Mai 10 - 17 Uhr offene Kirche
14. Mai 10 - 17 Uhr offene Kirche
20. Mai 10 - 17 Uhr offene Kirche

Stempelstelle der Harzer Wandernadel

Anfahrt: zwischen Stiege und Güntersberge (B242) Einfahrt Albrechtshaus
http://www.stabkirche-stiege.de/

Wilhelm Raabe-Warte bei Blankenburg ab 12. Mai 2018 wieder zugänglich
Die Blanenburger Raabe-Warte kann am 12. Mai nach 13 Jahren Dornröschenschlaf besichtigt werden, dazu lädt der Harzklub-Zweigverein Blankenburg herzlich ein. Für Wanderstempelfreunde wird es an diesem Tag einen Sonderstempel geben. Zahlreiche Sanierungsarbeiten wurden in den vergangenen Jahren ausgeführt, so zum Beispiel der Ersatz von der maroden Brüstung und neue Scheiben für den Ausstellungsraum.
Für das leibliche Wohl wird ebenfalls am 12.5. gesorgt.
http://www.harzklub-blankenburg.homepage.t-online.de/

Alles neu macht der Mai – Nationalparkwerkstätten aktiv für den Wandertourismus und die Besucherlenkung
Wernigerode - Braunlage. Die Mitarbeiter der Nationalparkwerkstätten Oderhaus und Wernigerode sind jetzt wieder in der Nationalparkfläche unterwegs.
Witterung, Sturm und der Zahn der Zeit haben einigen Besucherlenkungseinrichtungen zugesetzt. Die Wintermonate wurden genutzt, um Schilderbäume, Hinweistafeln und vieles mehr zu erneuern oder zu überarbeiten. Nun beginnen die Außenarbeiten mit dem Aufstellen der neuen Schilder.
http://www.nationalpark-harz.de

Brockengartensaison startet schon am 7. Mai
Blüten der Brockenanemonen geben den „Startschuss“ für die erste Gartenführung eine Woche früher erwartet
Der Klimawandel lässt grüßen: Durch die milde Witterung des vergangenen Monats haben die Brockenanemonen in diesem Jahr bereits am 27. April ihre ersten Blüten ausgebildet. Im vergangenen Jahr waren am 10. Mai noch keine Blüten zu entdecken. Da die Blüte der Brockenanemone in den vergangenen 28 Jahren den Startschuss für den Beginn der Brockengartensaison gegeben hat, soll das auch in diesem Jahr so sein. Die erste Gartenführung der Saison 2018 findet daher nicht wie vorgesehen am 14. Mai, sondern schon eine Woche eher, am Montag den 7. Mai 2018 um 11:30 Uhr statt. Es wird dann bereits eine Vielzahl blühender Primelgewächse, Steinbrecharten, blühender Felsenblümchen und natürlich die Brockenanemone zu bestaunen sein.
http://www.nationalpark-harz.de

Was lebt im Bach?
Sankt Andreasberg. Am 27. April 2018 lädt das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg zu einem Vortrag mit Exkursion zum Thema „Was lebt im Bach? - Über das Innenleben unserer Fließgewässer“ ein.

Nach einem rund einstündigen Vortrag des Biologen Dr. Claus-Jürgen Schulz aus Bad Sachsa geht es dann per Fahrgemeinschaften auf eine kleine Exkursion an die Sperrlutter, wo mit dem Kescher die Theorie in der Praxis geprüft werden kann. Los geht’s 15 Uhr im Nationalparkhaus.

Die Veranstaltung ist besonders auch für Familien mit Kindern geeignet und natürlich für alle anderen, die an der Natur interessiert sind.

Anmeldung unter 05582 923074. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden für das Haus sind jedoch willkommen. Wer am Bach selbst aktiv dabei sein will, braucht Gummistiefel.
http://www.nationalpark-harz.de

Gemeinsames Engagement für einen naturnahen Wald – über 50 Freiwillige mit dem Bergwaldprojekt im Nationalpark Harz
Vom 22. April bis 5. Mai 2018 ist das Bergwaldprojekt e.V. mit insgesamt über 50 Freiwilligen aus ganz Deutschland erneut im Nationalpark Harz im Einsatz, um verschiedene Naturschutz-Arbeiten durchzuführen. Unter den Teilnehmenden sind in der ersten Woche 20 junge Erwachsene, die im Rahmen der Bergwaldprojekt Waldschule für die biologische Vielfalt ein alternatives Seminar während ihres Freiwilligen Ökologischen Jahrs besuchen. Kooperationspartner sind die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste aus Brandenburg. Außerdem nehmen sechs Forstauszubildende vom Staatsbetrieb Sachsenforst an dem Projekt teil. In der integrativen zweiten Woche sind vier Teilnehmende mit Beeinträchtigungen und ihre Betreuerinnen und Betreuer der Förderschule des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland aus Elze dabei. Ziele der Einsätze sind, die ökologische Situation am Projektstandort zu verbessern und die Ehrenamtlichen auch über die Projektwochen hinaus für einen schonenden Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen zu sensibilisieren. Unterstützt werden die Projektwochen von der Umweltstiftung Fondation Yves Rocher.

Unter der Anleitung von Projektförster Jonathan Schüppel vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie der Revierleiter des Nationalparks Harz werden die Freiwilligen in der Waldumbauzone des Parks insgesamt 5.000 standortheimische Rotbuchen und Schwarzerlen im Voranbau unter den lichten Schirm der labilen Fichten-Althölzer pflanzen, um den ökologischen Umbau instabiler Fichtenwälder hin zu natürlichen Buchenmischwäldern und zur Wildnisentwicklung zu fördern. Darüber hinaus werden ein Hordengatter zum Schutz der Pflanzungen vor Wildverbiss und ein Erdsitz zur Unterstützung der Wildbestandsregulierung errichtet. Außerdem bauen die Freiwilligen nicht mehr benötigte Wildschutzzäune ab und führen Laubholzpflege sowie Entfichtung zugunsten stabiler und gemischter Jungwälder durch. Auch die Pflege eines Felsbiotops und eine Bachrenaturierung stehen auf dem Programm.

Neben der Arbeit ist unter anderem auch eine Exkursion vorgesehen, um die dynamischen Abläufe innerhalb des Waldes am Projektstandort und auch allgemein besser verständlich zu machen und die vielfältigen Funktionen dieses Ökosystems, nicht nur für den Menschen, näher zu beleuchten.

Ein wichtiges Anliegen der Einsatzwochen ist es, den Nationalpark-Gedanken mit all seinen Facetten zu vermitteln. Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, dazu: „Der Wald ist ein idealer Lehrer für die Nachhaltigkeit. Nur wer pfleglich mit ihm umgeht und seine natürliche Dynamik zulässt, erhält seine Funktionen auch für kommende Generationen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterstützen uns bei dieser Arbeit und erleben den Wald in der Einsatzwoche einmal ganz neu.“ Auch die soziale Komponente kommt nicht zu kurz, wie Jonathan Schüppel vom Bergwaldprojekt e.V. weiß: „In den zwei Wochen treffen ganz unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Voraussetzungen aufeinander. Gemeinsam arbei-ten alle an dem gleichen, wichtigen Ziel.“ Es bietet Teilnehmenden die Möglichkeit, ihr erworbenes Wissen und ihre Erfahrungen mit nach Hause zu nehmen und auch den eigenen Alltag naturverträglicher, ressourcenschonender und somit nachhaltiger zu gestalten.

Engagement der Umweltstiftung Fondation Yves Rocher

Seit 2010 unterstützt die Umweltstiftung Yves Rocher zusammen mit dem Bergwaldprojekt e.V., das seit 20 Jahren mit Freiwilligeneinsätzen für den Wald vor Ort ist, das Vorhaben der Waldentwicklung hin zur Wildnis im Nationalpark. Bei den Einsatzwochen von 2010 bis 2017 wurden bereits insgesamt 40.000 standortheimische Laubbäume gepflanzt, um den ökologischen Waldumbau zu fördern. Dieses Engagement ist Teil der Kampagne 100 Millionen Bäume, in der sich die Stiftung verpflichtet, bis zum Jahr 2020 weltweit 100 Millionen Bäume zu pflanzen.

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt mit Sitz in Würzburg bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr über 2.000 Menschen in die Natur. 2018 finden 102 Projektwochen an 46 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt. Davon finden 17 Wochen im Rahmen der Waldschule für die biologische Vielfalt in Kooperation mit Bildungseinrichtungen statt, acht Einsatzwochen sind dieses Jahr als integrative Projekte ausgeschrieben.

Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden, Anmeldung zu den Projektwochen unter: www.bergwaldprojekt.de.
http://www.bergwaldprojekt.de/

Gespra?che bei Zanthier - Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser - Vortrag am 24.4.2018 in Ilsenburg - Dr. Friedhart Knolle und Arne Bastian
Am Dienstag, dem 24. April2018 um 19 Uhr
im Zanthier-Zimmer des Klosters Ilsenburg - Eintritt frei!

Was ist nur mit dem Wetter los? Unter diesem Thema steht ein Vortrag von Dr. Friedhart Knolle und Dipl.-Ing. Arne Bastian.




Einem zu warmen Winter folgte 2017 ein verregneter Sommer. Ende Juli kam es zu schweren Unwettern im Nordharz, Teile von Bad Harzburg, Goslar, Ilsenburg und Wernigerode versanken im Wasser. Auch Seesen und andere Kommunen waren betroffen, von Städten im Harzvorland ganz zu schweigen.

Innerhalb von drei Tagen fielen über 250 mm Niederschlag, kleine Gebirgsbäche wurden zu reißenden Strömen mit verheerenden Auswirkungen. War dies nur ein Zufall oder müssen wir auch in Zukunft mit solchen Unwettern rechnen? Die Antwort der Fachleute lautet leider: Dies ist ein Dauerthema, das Thema wird uns zunehmend beschäftigen und die nächsten Hochwässer stehen bevor.

Der Vortrag beleuchtet einige Hintergründe der Hochwassergefahr, gibt einen Einblick in 20 Jahre Wetteraufzeichnungen der Wetterstation Torfhaus/Bad Harzburg und Tipps, was jeder einzelne in seinem Haus und auf seinem Grundstück vorsorglich gegen die steigende Gefahr der Hochwassereinwirkung tun kann. Denn sicher ist nur eins: das nächste Hochwasser wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Sie sind herzlich eingeladen!
Ihre Gesellschaft der Freunde und Förderer e.V STIFTUNG KLOSTER ILSENBURG
http://www.kloster-ilsenburg.de

Geocacher unterstützen Nationalpark Harz mit Müllsammelaktion
CITO-Event startet zum 13. Mal an Walpurgis ab 11 Uhr am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Wenn die Hexen tanzen, schlägt es 13 und die guten Geister aus schwärmen aus – so beginnt keine Gruselstory, sondern eine echte Erfolgsgeschichte zu Walpurgis. Bereits zum 13. Mal treffen sich am 30. April 2018 Geocacher aus ganz Deutschland im Harz. Seit 8 Jahren sammeln sie dabei zur Abwechslung keine Caches, sondern den Müll anderer Leute. Damit wollen sie der Natur, in der sie ihr erlebnisreiches Hobby ausüben, etwas zurückgeben und Vorbild für andere sein. Mit einem „Cache-in-Trash-out"-Event unterstützt die Community seit acht Jahren den Nationalpark Harz bei der Bekämpfung eines wachsenden Müllproblems. Denn nicht nur im Nationalpark Harz, sondern vielerorts in der Natur nehmen die Müllprobleme leider wieder zu.

Die Welt ist ihr Spielfeld. Geocacher auf dem ganzen Globus verstecken Caches, übersetzt „geheime Lager", und vermerken ihre GPS-Koordinaten, damit andere Geocacher sie finden können. Allen Caches gemein ist der Gedanke, den Suchenden einen besonderen Ort zu zeigen. Auch im Nationalpark Harz warten zahlreiche Caches darauf, entdeckt zu werden. In einem sensiblen Schutzgebiet wie einem Nationalpark ist die Naturverträglichkeit der Caches und der damit zusammenhängenden Versteck- und Suchaktionen natürlich besonders wichtig. Deshalb arbeiten Geocaching-Akteure und der Nationalpark Harz seit vielen Jahren zusammen.

Eine dieser Kooperationen ist eine Umweltaktion zu Walpurgis, die jedes Jahr aufs Neue hunderte Geocacher in den Harz lockt und säckeweise Müll aus dem Wald holen lässt. Ins Leben gerufen wurde sie vom Hannoveraner Geocaching-Experten und Autor der deutschsprachigen Standardwerke über das Geocaching, Markus Gründel, gemeinsam mit dem Nationalpark Harz.

„Wer einmal müllsammelnd durch den Wald gegangen ist, achtet danach viel stärker darauf, keinen Müll in der Landschaft zu hinterlassen. Dieses Bewusstsein und die Achtsamkeit für die Natur wollen wir stärken", erläutert Gründel den Hintergrund der Aktion. Mit einem Augenzwinkern ergänzt er: „Und Spaß macht es natürlich auch".

Unter dem Motto „Das große Aufräumen" startet das 13. Geochacher-Walpurgis-Event am 30. April 2018 im Nationalpark Harz. Die Initiatoren von cacherban.de haben gemeinsam mit den Nationalpark-Rangern insgesamt zehn verschiedene Touren ausgearbeitet, um einen möglichst großen Bereich des Naturschutzgebietes vom Müll des letzten Jahres zu befreien. An neun Müllsammelpunkten nehmen Revierförster und Ranger die vollen Säcke entgegen.

International werden solche Aktionen von den Geocachern CITO-Aktionen genannt – „Cache in, trash out" oder sinngemäß auf Deutsch: Wer einen Cache in die Natur einbringt, soll als Ausgleich auch Müll wieder herausbringen. Konkret geht es darum, der freien Natur, die die Grundlage des Geocachens ist, etwas zurückzugeben – deshalb wird mit vereinten Kräften Zivilisationsmüll gesammelt und mit aktiver Unterstützung der Nationalpark-Ranger entsorgt.

Die Aktion startet ab 11 Uhr am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Dort erhalten Teilnehmende das Arbeitsmaterial und eine kleine Überraschung. Um 18 Uhr findet der Event mit einem gemeinsamen Essen in der Bavaria Alm seinen Ausklang. Eine Verlosung und die Vorstellung der diesjährigen limitierten Coin-Edition runden den Abend ab. Für Stempeljäger gibt es zudem den ganzen Tag eine Sonder-Stempelstelle der Harzer Wandernadel am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.
http://www.nationalpark-harz.de

Bürgergarten Wernigerode - Neue Saison startet
Am 14. April startet die neue Saison im Bürgergarten in Wernigerode mit 4.500 blühenden Tulpen. Im Miniaturenpark "Kleiner Harz" sind mehr als 60 Modelle zu bestaunen. Nach der Winterpause sind die Frühblüher in vollem Gange, ca. 5.000 Hornveilchen, Stiefmütterchen, Goldlack, Vergissmeinnicht, Ranunkeln und Bellis wenden ihre Blüten der Sonne zu. Das Team des Bürgerparks freut sich auf ihren Besuch.

Orte der Stille
Nicht weit weg vom Harz gibt es einen Ort der Stille - im Kloster Huysburg. Wer einmal dem Alltag entfliehen möchte, kann dort das klösterliche Leben des Ordens des Heiligen Benedikt bei einer Auszeit kennen lernen.
https://huysburg.de

Domschatz in Halberstadt feiert Geburtstag
Vor 10 Jahren am 13. April wurde die Dauerausstellung zum Halberstädter Domschatz eröffnet. Dieses Jubiläum wird nun ebenfalls am 13. April begannen mit Tanz, Musik, Kunst, Pantomime und Sonderführungen. Los geht die lange Domschatz-Nacht um 20 Uhr.
http://www.die-domschaetze.de/de/dom-und-domschatz-halberstadt/

Westernstadt in Hasselfelde startet in die Saison 2018
Die Westernstadt Pullman-City Harz öffnet am Osterwochenende ihre Tore zur neuen Saison.
In den Öffnungszeiten von 10 Uhr bis Nachts gibt es wieder zahlreiche Angebote für die Besucher, Live-Musik, Shows, 20 Ladengeschäfte, Museen, Tiere und natürlich Wildwest-Feeling.

Vorschau auf das Programm:
Osterwochenende
30. März 2018, 10:00 bis 2. April 2018, 18:00

Line Dance Weekend
7. April 2018, 10:00 bis 8. April 2018, 18:00

1. RCHA & RACE Cowboy Turnier
14. April 2018, 10:00 bis 15. April 2018, 18:00

Civil War Weekend
20. April 2018, 10:00 bis 22. April 2018, 18:00

http://www.westernstadt-im-harz.de/

Museum der Rübelandbahn am Ostersamstag geöffnet
Am 31. März fährt die Rübelandbahn mit der Lok 95027 "Bergkönigin" zweimal nach Rübeland, um 11 Uhr und um 14 Uhr ab Blankenburg.
Der Osterhase ist an Bord und hält für die Gäste Überraschungen bereit.
In Rübeland ist auch der historische Lokschuppen mit dem Eisenbahnmuseum geöffnet, er liegt an der Straße nach Neuwerk.
Ein großer Bücherbasar mit dem Thema Eisenbahnlektüre wird veranstaltet und die Dampflok Mammut kann fotografiert werden.
http://www.foerderverein-ruebelandbahn.de/

Urania-Info-Punkt an der Rappbodetalsperre wieder geöffnet
Am 27.03. wurde der Info-Punkt des Vereines Harzer Urania wieder oberhalb der Rappbodetalsperre für die Saison 2018 eröffnet.
Besucher können sich wieder über die Baugeschichte der höchsten Betonstaumauer Deutschlands, über das Wasserkraftwerk und über die Bewohner in den Stauseen informieren.Von 9.30 bis 17 Uhr ist die Informationsterrasse geöffnet.
http://www.harzer-urania-wernigerode.de

Die Osterfeuer brennen wieder im Harz
Wie in jedem Jahr waren die Osterfeuervereine und die Freiwilligen Feuerwehren in den Harzer Orten fleißig, um die Osterfeuer vorzubereiten.

Am Samstag ist es soweit - überall brennen die Feuer, um den Winter zu vertreiben, worauf wir uns dieses Jahr besonders freuen, da der Schnee nicht schmelzen will.

Die Vereine freuen sich auf zahlreiche Besucher und bieten wie immer Speisen und Getränke für das leibliche Wohl an.

Frohe Ostern!

Nationalpark Harz übergab Waldführer-Plaketten 2018 - 32 Nationalpark-Waldführerinnen und Waldführer schlossen ihre Fortbildungen 2017 erfolgreich ab
Wernigerode - Braunlage. Neben den hauptamtlichen Rangern begleiten im Nationalpark Harz auch zahlreiche ehrenamtliche Nationalpark-Waldführerinnen und -Waldführer fachkundig Wandertouren und Exkursionen. Die Zulassung dafür erfolgt erst nach einer umfangreichen Schulung. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten die Ehrenamtlichen eine Plakette, die sie sich durch laufende Fortbildung jährlich neu erarbeiten müssen. Jüngst erhielten 32 Nationalpark-Waldführerinnen und Waldführer ihre Plaketten für das Jahr 2018. Dafür haben sie an mindestens fünf dreistündigen Veranstaltungen der Fortbildungsreihe des Nationalparks in 2017 teilgenommen.

Pünktlich zur Plakettenübergabe im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg wurde das neue Fortbildungsprogramm vorgestellt. 2018 bietet der Nationalpark Harz wieder sieben dreistündige und drei ganztägige Fortbildungsveranstaltungen an, die von Kollegen aus allen Nationalpark-Fachbereichen abgedeckt werden.

Neben aktuellen Themen wie dem Wildtier des Jahres 2018, der Wildkatze, der aktuellen Borkenkäferstrategie des Nationalparks oder Ergebnissen der Luchsforschung wird es auch Informationen zur Wolfsverbreitung, Waldforschung, Amphibien und Neophyten im Nationalpark oder der Bestandsaufnahme von Flechten geben. Eine Veranstaltung zur Führungsdidaktik und ein Arbeitseinsatz zur Bekämpfung von Neophyten runden das Angebot ab. Darüber hinaus wird den ehrenamtlichen Waldführerinnen und Waldführern auch die Teilnahme an den wissenschaftlichen Tagungen des Nationalparks und anderen Fortbildungen ermöglicht.

Im Anschluss an die Verleihung der Plaketten wurde über die Zukunft des Waldführersystems diskutiert. Die Ehrenamtlichen führten 2017 eigene Wanderungen durch und unterstützten die Nationalparkverwaltung sowie die Nationalparkhäuser bei diversen Veranstaltungen. Mit ihrem Engagement trugen sie so wieder hervorragend zum Verständnis für die Nationalparkziele und die Nationalparkphilosophie sowohl inner- als auch außerhalb der Region bei. Da noch weiteres Potenzial besteht, dienen die Ergebnisse der Diskussion als Grundlage für eine Umstrukturierung des Waldführersystems in 2019.
http://www.nationalpark-harz.de

Natur-Erlebniszentrum HohneHof lockt zu Entdeckungen in der Natur
Wernigerode - Drei Annen-Hohne. In der Osterferienwoche möchte das Natur-Erlebniszentrum HohneHof mit verschiedenen Angeboten zum Start in den Frühling einladen.

So sind wir am Dienstag, den 27. März, auf der Suche nach dem Frühling. Bei einem kleinen Spaziergang rund um den HohneHof sammeln wir verschiedene Naturmaterialien, die anschließend bei Bastelarbeiten für die Osterdekoration verarbeitet werden.

Am Mittwoch, den 28. März, laden wir bei möglichst schönem Frühlingswetter zu einer spannenden Wanderung auf den Spuren von Glasmachern und Köhlern ein. Gemeinsam mit dem Ranger geht es bei einer ca. dreistündigen Entdeckungstour zu den Wirkungsstätten früherer Harzbewohner. Bei schlechtem Wetter gibt es ein Alternativprogramm rund um den HohneHof.

Am Donnerstag, den 29. März, stimmen wir uns bereits auf das Osterwochenende ein. Unter der Überschrift „Eierfärben einmal anders“ wird getestet, wie auch mit Zutaten aus der Natur Eier gefärbt werden können.

Alle diese Veranstaltungen beginnen jeweils um 11 Uhr direkt am Natur-Erlebniszentrum HohneHof!

Besonderer Höhepunkt wird auch in diesem Jahr wieder das große Ostereiersuchen am Samstag, den 31. März sein. Unter dem Motto „Finde das Goldene Ei“ laden wir zum Frühlingsausflug mit der ganzen Familie ein. Pünktlich um 11 Uhr beginnt die Suchaktion, bei der es wieder viele Überraschungen und attraktive Preise zu gewinnen gibt.

Auch an allen anderen Tagen freuen wir uns natürlich über viele kleine und große Besucher. Übrigens startet, wenn das Wetter es zulässt, der beliebte Löwenzahnentdeckerpfad wieder in die neue Saison und ist somit ein lohnenswertes Ziel für den Osterspaziergang!
http://www.nationalpark-harz.de

Walkenrieder Gipsindustrie zerstört weiter die Südharzlandschaft, zahlt aber kaum noch Gewerbesteuer vor Ort
Walkenried. Es ist inzwischen vor Ort ein offenes Geheimnis: Die Firma Saint-Gobain Formula GmbH hat die Zahlung von Gewerbesteuern am Standort Walkenried auf das gesetzlich unumgängliche Minimum reduziert. Damit kommt die Gemeinde Walkenried in große finanzielle Schwierigkeiten und muss offenbar sogar 600.000 Euro zurückzahlen.

Die Entscheidung ist wohl nicht im Südharz gefallen, sondern in der Zentrale in Aachen. Man kann froh sein, dass sich wenigstens die Arbeits- und Ausbildungsplätze nicht zur Zentrale des Konzerns verlegen lassen, sonst hätte die Firmenzentrale das womöglich auch noch entschieden…

Am Ergebnis ändert das nichts. Es wird weiter Landschaft zerstört, es werden Straßen zerfahren und verschmutzt, aber Geld gibt es für den Südharz weniger denn je. Wieviel oder wie wenig es am Ende wird, ist allerdings noch offen. Diese Entscheidung der Zentrale steht wohl noch aus, also welcher Standort dann wieviel erhält.

Durch die Entscheidung von Formula ist die Kommune nun in großen Schwierigkeiten und muss eine Bedarfszuweisung beantragen. Ein landschaftszerstörender Betrieb sollte sich gegenüber der zerstörten Region anders aufstellen – und genau ein solches Verhalten hat die Gipsindustrie immer behauptet. Offenbar wollte man damit der Öffentlichkeit Sand in die Augen streuen.

Auftragsgutachten der Industrie verschwieg die Schattenseiten des Gipsabbaus

2016 veröffentlichte die Südharzer Gipsindustrie ein Auftragsgutachten zur Wertschöpfung der Gipsabbaubetriebe, worüber seinerzeit viel diskutiert wurde. Der Zweck des Papiers war aber schon damals offensichtlich: Es werden die Wohltaten angepriesen, die wie das „Sponsoring“ allesamt steuerlich absetzbar sind, es wird die offensichtlich für sich allein nicht wirklich überzeugende Zahl der Arbeitsplätze um fragwürdige Hochrechnungen zu weiteren Jobs ergänzt, die quasi im Schlepptau dieser Industrie entstehen, und dergleichen mehr. Die Argumentationsnot muss groß sein, denn man verteilt quasi nebenher Seitenhiebe, zum Beispiel auf die Tourismusbranche. Die kann natürlich nicht florieren, wenn sich Gäste mit Grausen abwenden und Urlaubstage nicht inmitten von Steinbrüchen und lärmenden Fabriken verbringen wollen…

Kein Wort fand sich in diesem Gutachten allerdings zu den immer größer werdenden Landschaftszerstörungen, zu den um sich greifenden Steinbrüchen, die ganze Ortsbilder wie das von Walkenried irreparabel schädigen, zum immensen, straßenschädigenden Lkw-Verkehr, der sich zwischen Brüchen und Werken durch die Orte wälzt.

Beim Blick auf den Kohnstein, den Röseberg oder den Alten Stolberg, um nur einige durch die Gipsindustrie zerstörte Landschaften zu nennen, klingeln die Alarmglocken. „Mit diesem bestellten Gutachten wird der laufende Frontalangriff auf die Südharzer Landschaft flankiert, um die Politiker gefügig zu machen und deren Zustimmung zu immer neuen Abbaufeldern zu erlangen. Deswegen, nur deswegen ist es ernst zu nehmen. Geht es nach der Gipsindustrie, sollen weite Teile der Südharzer Karstlandschaft für immer verschwinden. Mit Hinweisen auf Arbeitsplätze, Steuern und Vereinssponsoring soll der Anspruch auf diese abermalige Zerstörungswelle untermauert werden. Ist der Gips erst einmal weg, sind es die Arbeitsplätze, die Steuern und die Sponsoringgelder auch. Nachhaltigkeit sieht anders aus. Dessen ist sich die Politik oft nicht bewusst – der Fall Formula Walkenried zeigt es wieder sehr deutlich.
http://www.bund-westharz.de/

Mit dem Ranger den Nationalpark entdecken am 06.03.2018 um 10:30
Erkunden Sie auf dieser mittelschweren Wandertour mit dem Ranger die Natur rund um Bad Harzburg und lernen Sie den Nationalpark Harz näher kennen. Tauchen Sie ein in die Wälder, die hier zur neuen Wildnis werden. Erfahren Sie, wie der Nationalpark den Wald auf dem Weg zur Wildnis unterstützt und wie die Luchse hier wieder heimisch geworden sind. Wunderbare Ausblicke, verschiedene Waldarten und allerlei kleine Wunder am Wegesrand warten nur darauf, entdeckt zu werden. Nach der Wanderung lohnt sich ein Besuch im Haus der Natur.
Veranstaltungsort: 38667 Bad Harzburg, Haus der Natur, Dauer ca. 3,5 Stunden
Fahrt mit der Burgberg-Seilbahn ist möglich (Kosten nicht inklusive)
https://www.nationalpark-harz.de

'Augenblick' - Vernissage am 24. Februar um 15 Uhr im Filmmuseum im Ballenstedter Schloss
Schülerinnen der 12.Klasse des Wolterstorff Gymnasiums Ballenstedt, veranstalten im Rahmen des Kunstabschlussprojektes eine Ausstellung rundum die Fotografie.

Am 24. Februar 2018 um 15.00 Uhr eröffnen sie ihre Ausstellung „Augenblick“ mit einer Vernissage im Filmmuseum im Ballenstedter Schloss.

Selber haben sie Spaß am Fotografieren und waren Teil der Foto – AG ihrer Schule. Sie legen Wert darauf, dass alle Bilder unbearbeitet ausgestellt werden. In der Ausstellung werden das Gymnasium und die vielfältige Natur aus einem anderen Blickwinkel gezeigt und die Augenblicke, in denen die Bilder entstanden sind, festgehalten.

Diese Ausstellung kann täglich bis zum 24.04.2018 von Dienstag bis Sonntag 10.00 – 16.00 Uhr kostenfrei besichtigt werden.

Bei der Vernissage erwartet Sie neben den Fotografien auch ein kleiner Sektempfang und Snacks. Wenn Ihr Interesse geweckt wurde, so freuen sich die Schülerinnen, Sie begrüßen zu dürfen.

Ein Projekt von Celina Fengewisch, Lea Goletz, Luisa Hübner und Gina Meier
http://www.ballenstedt.de/

Sonderstempel und „Auerhuhnsprechstunde“ am Auerhuhngehege bei Herzberg-Lonau
Herzberg-Lonau. Derzeit macht der sogenannte Wandernde Stempelkasten der Harzer Wandernadel am Auerhuhn-Schaugehege des Nationalparks Harz nahe des kleinen Herzberger Ortsteils Lonau Station.

Täglich von 10 - 11 Uhr sind die Lonauer Nationalpark-Ranger zur Fütterung und Pflege der Tiere am Auerhuhngehege anzutreffen und beantworten gerne Fragen zu den im Harz als ausgestorben geltenden Tieren. Unabhängig von den Fütterungszeiten ist das Auerhuhngehege auch sonst jederzeit und kostenfrei zugänglich.

Am 25. März 2018 ab 10:00 Uhr laden wir alle Wanderfreunde außerdem zur „Stempeltour im Nationalpark: Auerhahnbalz – hautnah“ ein - dann gibt es noch einen zusätzlichen Sonderstempel zur Tour.

Mehr Infos und Wanderempfehlungen unter:
http://www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/auerhuhngehege

Die Allee des Monats Februar 2018 findet sich im Harz!
Zwischen den Bergstädten Clausthal-Zellerfeld und Wildemann findet sich eine besondere Allee: Versteckt im Wald kann man hier die Allee der Sinne erkunden. In einem relativ dichten Abstand von ca. 5 m finden sich Berg-Ahorne auf einer Länge von knapp 200 m in zwei Reihen parallel zu der Forststraße. Einige Exemplare der Bäume sind bereits über 150 Jahre alt. Die Allee diente ursprünglich als Verbindungsstraße für Pferdegespanne und Wanderer von Clausthal zum alten Johanneser Kurhaus. Der heute parallel dazu verlaufende Forstweg wurde erst später angelegt, da die moderner und größer werdenden Maschinen und Fahrzeuge nicht mehr durch die Allee passten.

Momentan ist die Allee als ein Ausstellungsraum im Freien konzipiert. In einem Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Bahn-Sozialwerk, den Niedersächsischen Landesforsten, dem Klosterhof Clausthal-Zellerfeld, dem Verkehrsverein Wildemann und der Jugendgruppe Bad Eibling entstand im Jahr 2015 eine Kunstausstellung in der Allee. Neben den alten Bäumen kann man nun Skulpturen und Installationen unter freiem Himmel bewundern. Die Leitung bei der Arbeit zur Erstellung des Kunstpfades übernahm der Herzberger Maler und Bildhauer Dieter Utermöhlen. Hilfe kam dabei auch von der Gruppe Bildende Kunst Hannover.

Skulpturen wie eine große Spinne und Installationen wie ein Klangspiel sind trotz Schneedecke auch im Winter gut zu erkennen. Die Allee liegt im Gebiet der Revierförsterei Wildemann und würde von den Mitarbeitern der Niedersächsischen Landesforsten entsprechend gepflegt. Nach Auskunft der verantwortlichen Försterin Lara Laubner blieb die Allee trotz der zum Teil heftigen Winterstürme nahezu intakt und nur wenige Äste brachen heraus. So besteht die Allee weiterhin als beliebtes Ausflugsziel und regt dazu an, die Sinne zu schärfen!

Unter https://www.youtube.com/watch?v=AWkYXtpoJBc findet sich ein kurzes Video zur Entstehungsgeschichte der Kunstausstellung in der Allee.

Zum Hintergrund des Alleenschutzes folgende allgemeine Informationen:

Seit Jahrhunderten prägen Alleen das Landschaftsbild Niedersachsens. Sie sind wertvolles Naturgut und zudem auch kulturhistorisch bedeutsam. Straßenbegleitende Alleen sind allerdings aufgrund des Ausbaus von Straßen und durch fehlende Nachpflanzungen in ihrem Be-stand gefährdet. Bisher besteht auch weder bei Landkreisen noch bei Landesbehörden Kenntnis über den Umfang des Alleennetzes in Niedersachsen.Der Niedersächsische Heimatbund e.V. erstellt daher im Rahmen des von der Niedersächsischen-Bingo-Umweltstiftung geförderten Projekts „Die 500 schönsten und wertvollsten Alleen Niedersachsens" mit Hilfe der Bevölkerung bis Mitte 2018 erstmals eine repräsentative Übersicht der wichtigsten und schönsten Alleen Niedersachsens (www.niedersaechsischer-heimatbund.de/projekte/alleen-in-niedersachsen/). Damit soll eine Grundlage für die Erhaltung der Alleen geschaffen werden. Unter www.alleen-niedersachsen.de kann jede Bürgerin/jeder Bürger uns eine Allee mitteilen. Um das öffentliche Interesse an der Thematik zu vergrößern und ein Bewusstsein für den Alleenschutz zu fördern, stellt der NHB in regelmäßigen Abständen eine besondere Allee im Rahmen der Aktion „Allee des Monats" vor. Weitere Informationen finden sich auf www.facebook.com/alleen.niedersachsen/.
http://niedersaechsischer-heimatbund.de/

Fahrtziel Natur-Jahresbroschüre 2018 erschienen – den Harz und andere Naturschätze entspannt und umweltfreundlich erleben – ganz ohne Auto
Wernigerode. Fahrtziel Natur, die Kooperation der drei großen Umweltverbände BUND, NABU und VCD sowie der Deutschen Bahn, setzt sich seit 2001 für umweltfreundliche Mobilität und nachhaltigen Naturtourismus ein. Partner der Kooperation sind Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate in 23 Fahrtziel Natur-Gebieten in Deutschland, der Schweiz und Österreich – eines davon ist der Nationalpark Harz.

Jetzt ist die Fahrtziel Natur-Jahresbroschüre 2018 erschienen, die mit detaillierten Informationen zur An- und Abreise mit der Bahn, Mobilität vor Ort sowie attraktiven Reiseangeboten in allen DB-Reisezentren ausliegt. Eine große, ausfaltbare Karte mit allen vergleichbaren Angeboten in ganz Deutschland befindet sich im Inneren der Broschüre.

Auch der Harz ist für viele Reisen viel besser mit Bus und Bahn zu erreichen als oft angenommen wird. Eine Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr bietet sich daher an.

Gemeinsam mit dem Partner HATIX fördert der Nationalpark Harz vor Ort die Verknüpfung attraktiver Tourismusangebote mit klimafreundlichen Mobilitätskonzepten. Mit anderen Worten: In sensiblen Naturräumen soll der touristische Verkehr vom Auto möglichst auf den öffentlichen Nahverkehr verlagert werden. Das spart C02-Emissionen ein und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Natur genießen statt im Stau zu stehen oder Parkplätze zu suchen – das sind für viele Gäste Argumente, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen.

Ein praktisches Beispiel für die umweltfreundliche Mobilität vor Ort ist das HATIX-Mobilitätsangebot, siehe www.hatix.info/de. Übernachtungsgäste im Landkreis Harz erhalten in teilnehmenden Betrieben das Ticket, mit dem sie kostenfrei mit dem Bus die Erlebnisregion nutzen können.

Mehr Informationen zur Kooperation Fahrtziel Natur erhalten Sie unter www.fahrtziel-natur.de
http://www.fahrtziel-natur.de/

„Glanzlichter der Naturfotografie“ 2016 in Ilsenburg – Eröffnung am 28.2.2018 durch Nationalparkleiter Andreas Pusch
Zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Glanzlichter 2016 - Gewinner des internationalen Naturfoto-Wettbewerbs“ laden wir Sie herzlich nach Ilsenburg in das Nationalparkhaus Ilsetal ein.
21.654 Bildeinsendungen wurden zu diesem Naturfoto-Wettbewerb aus 38 Ländern eingereicht, der unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Barbara Hendricks und unter dem Patronat des DVF steht. Die Glanzlichter-Sponsoren aus der Fotoindustrie stellen die Preise im Gesamtwert von € 28.000 zur Verfügung.

Diese Zahlen belegen, welche Wertschätzung der größte deutsche Naturfoto-Wettbewerb seit Jahren genießt.

Vier Tage nahmen sich die Juroren die Zeit, um alle Bilder zu beurteilen. Erst dann waren standen die diesjährigen Gewinner der Glanzlichter fest. Die Jury bestand dieses Jahr aus Viola Brandt, Naturfotografin, Andreas Klotz, Naturfotograf und Verleger, sowie die Veranstalterin des Naturfoto-Wettbewerbs und Naturfotografin Mara Fuhrmann.

„Glanzlichter-Naturfotograf 2016“ ist Thomas Kolenbrander aus Deutschland mit "Dramaturgie des Himmels".
Das Siegerbild zeigt einen dramatischen Wolkenhimmel über einer Hochebene auf Island. Hier hat die Natur eine eindrucksvolle Vorgabe gemacht, die der Fotograf mit seiner Kamera optimal einfangen konnte. Es ist die Rückkehr zum Minimalen, um das Maximale auszudrücken – Fotografie pur. Durch die Reduktion auf das Wesentliche gewinnt ein Schwarz-Weiß-Bild seine Ausdruckskraft. Der Fotograf muss schon bei der Aufnahme entsprechend komponieren und die farbige Sichtweise in Schwarz und Weiß sehen.

Die „Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotografin 2016“ ist die 16jährige Eva Haußner aus Deutschland mit ihrem Bild „Aus dem Nichts“. Sie fotografierte die faszinierenden, intensiv grünen Facettenaugen einer Libelle. Diese sollten der Mittelpunkt ihrer Aufnahme werden. So scheint die Libelle wegen der geringen Tiefenschärfe aus dem Nichts zu kommen. Es wirkt, als würde ein Wesen aus einer anderen Welt auftauchen.

Die Siegerehrung der Gewinner fand während der 18. Internationalen Fürstenfelder Naturfototage im Mai 2016 statt. Seitdem wandern die Glanzlichter 2016 zwei Jahre durch Deutschland und Italien und werden dort in Museen, Naturparks und Nationalparks sowie in Galerien gezeigt. Die genauen Ausstellungsdaten finden Sie auf der Website www.glanzlichter.com/Ausstellungen.cfm - nun sind sie bald in Ilsenburg angekommen.

Wer keine Gelegenheit hat, sich die Gewinnerbilder in einer der Ausstellungen anzuschauen, kann alle Bilder mit ausführlichen Informationen zum Bild auch im dazu erscheinenden Buch „Glanzlichter 2016“ sehen. Darin sind auf 136 Seiten die Aufnahmedaten und Geschichten zum jeweiligen Bild nachzulesen.
http://www.nationalpark-harz.de

20. Februar 2018, Vortrag in Braunschweig: Über Braunschweig bis in die Nordsee – Arsen und Schwermetalle als Umweltsünden des Bergbaus im Harz und in der Oker – Altlasten mit unsichtbaren Gefahren und ansehnlicher Flora
Goslar - Braunschweig. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen. Nach über 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr. Doch für die Umwelt hat er bis heute gravierende Folgen: die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind weit über Braunschweig hinaus bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet.

Die Ursachen sind klar: Im Zuge der der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert – im Altkreis Osterode am Harz kommt noch Arsen hinzu. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie über die Harzer Flüsse bis in die Nordsee.

Viele Schwermetalle reichern sich in Tieren und Pflanzen an, wirken giftig und können sogar Krebs auslösen – doch einige Pflanzen haben sich angepasst und sind in der Lage, mit den hohen Schwermetallgehalten zu koexistieren. Sie tragen in der Harzer Mundart so klangvolle Namen wie Hüttenblume oder Kupferblümchen.

Ein Vortrag des Harzer Geologen Dr. Friedhart Knolle am 20. Februar 2018 um 19 Uhr im Hörsaal des Instituts für Pflanzenbiologie, Humboldtstraße 1, 38106 Braunschweig. Veranstalter ist der Verein der Freunde des Braunschweiger Botanischen Gartens e.V.
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SCHIERKER WINTERSPORTWOCHEN vom 03. Februar bis 18. Februar 2018
Schierke bietet in der Winterzeit eine Vielzahl von Wintersportaktivitäten. Ob Skilaufen, Rodeln oder bei Winterwanderungen in den tiefverschneiten Fichtenwäldern, es ist für alle Ansprüche etwas dabei.
Eislaufen wird in diesem Jahr ab dem 16. Dezember 2017 wieder möglich sein.
Ein besonderer Höhepunkt sind die jährlich in den Winterferien stattfindenden Schierker Wintersportwochen. Innerhalb von 14 Tagen werden dann besondere Veranstaltungen rund um den Wintersport in Schierke geboten.

Zum Programm auf pdf-Datei >>>>
http://www.schierke-am-brocken.de/fileadmin/default/Mediendatenbank/Bilder/Schierke/FB_WiSpoWo_17-01-2018__c_BYNZ_Veranstaltungen.pdf

Loipen und die meisten Wege im Nationalpark wieder frei
Wernigerode. Die meisten Loipen und auch Wanderwege im Nationalpark sind am bevorstehenden Wochenende wieder frei, allerdings ist bei ihrem Begehen immer noch Vorsicht wegen der Sturmschäden geboten. Auch darf sich niemand falsche Vorstellungen über den Zustand der Loipen machen – da wir die Wege nur mit Technik freischneiden konnten, siehe Foto aus dem Raum Torfhaus, sind die Loipen teilweise in einem nicht befahrbaren Zustand, zumal Tauwetter herrscht. Eine Ausnahme stellt derzeit noch der steile Bereiche der Hohne in Sachsen-Anhalt dar – dort sind unsere Mitarbeiter noch dabei, die Wege freizuschneiden, weil das Gelände teilweise sehr schwer zugänglich ist. Ebenfalls weiterhin gesperrt ist der Magdeburger Weg – eine Umleitung ist ausgeschildert.

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Nationalparkhaus Sankt Andreasberg wegen Bauarbeiten vom 30. Januar bis 1. Februar geschlossen
Sankt Andreasberg. Das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg muss wegen Bauarbeiten an drei Tagen geschlossen bleiben. Bis Sonntag, den 28. Januar ist das Haus wie gewohnt für die Besucher geöffnet. Am Montag ist im Winter planmäßiger Ruhetag. Vom Dienstag, den 30. Januar, bis Donnerstag, den 1. Februar, ist das Haus wegen der Umbauarbeiten außerplanmäßig geschlossen. Dafür bittet der Naturschutzbund (NABU), der das Haus in Kooperation mit der Nationalparkverwaltung Harz betreibt, um Verständnis. Ab Freitag, den 2. Februar, geht es mit dem planmäßigen Betrieb weiter, so Thomas Appel, der Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg.
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Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das Jahr 2017 erschienen – Schwerpunktthemen Waldwildnis und 50 Jahre Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle
Wernigerode. Der Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das Jahr 2017 liegt vor. In seinem Vorwort betont Nationalparkleiter Andreas Pusch, dass die Arbeiten für die Weiterentwicklung des Nationalparks und der Region erfolgreich fortgesetzt werden konnten. „Der Tätigkeitsbericht ist ein Spiegelbild unserer Bemühungen, den vielfaltigen Aufgaben gerecht zu werden, die uns die Nationalparkgesetze und der Nationalparkplan vorgeben. Die Aktivitäten in den Fachbereichen werden dabei gleichermaßen beleuchtet – sei es die Forschung zur Dokumentation der Naturentwicklung, die Maßnahmen zur Unterstützung einer naturnäheren Waldentwicklung oder die Vermittlung all dessen an unsere Region und die vielen Gäste durch Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. In der Außenwahrnehmung des Nationalparks wurde im abgelaufenen Jahr die Wirkung der Fichtenborkenkäfer wieder dominant. Das Ausmaß, in dem dieses kleine Insekt große Waldflächen innerhalb kurzer Zeit verändert, war zwar zu erwarten, die Rasanz der Entwicklung auch in den höchsten Lagen unseres Mittelgebirges jedoch nicht unbedingt. Im Bereich unserer sehr naturnahen Brockenwälder hatte in der Vergangenheit das kalte Klima eine derart schnelle Entwicklung gebremst. Heute haben wir aber mit ständig steigenden Temperaturen auch in den Hochlagen zu tun, und das in Verbindung mit einem vermehrten Auftreten extremer Witterungserscheinungen, z.B. Trockenperioden. Das schwächt die Fichten und fördert die Entwicklung der Borkenkäfer“, so Andreas Pusch.

Ein Schwerpunktthema des Berichts ist das Jubiläum unseres Jugendwaldheims. Am 20. September war es soweit: Das Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle feierte sein 50-jähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste, darunter auch ehemalige Mitarbeiter, fanden sich zum Jubiläum ein, um gemeinsam mit dem heutigen Team eine Feierstunde mit vielen Erinnerungen, Rückblicken, aber auch Eindrücken der Gegenwart zu verbringen. Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule Cuxhaven sorgten nicht nur für einen musikalischen Einstieg in die Feierstunde, sondern präsentierten auch beispielhafte Arbeitseinsätze. Der Jubiläumstag stand unter dem Motto "Du wirst ein Teil vom Ganzen bleiben", denn ohne die Arbeit und die Hingabe vieler Menschen, die im Jugendwaldheim gearbeitet haben und immer noch arbeiten, wären wir nie so weit gekommen: Allein seit 2003, der Übergabe des Jugendwaldheims an die Nationalparkverwaltung, haben über 6000 Schüler einen Aufenthalt in der Brunnenbachsmühle verbracht.

Im Bericht dargestellt werden auch die Naturschutzarbeiten der Renaturierung, des Artenschutzes sowie die Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, weiterhin die Arbeit der Werkstätten, des Wildtiermanagements und der Leistungen im Bereich EDV sowie Fotomonitoring. Wichtige Themen sind auch die Öffentlichkeitsarbeit, die Besucherinformation und -lenkung sowie Wildnisbildung und Natur-Erleben. Darüber hinaus finden sich Informationen zur Arbeit in und mit der Nationalparkregion, zur Organisation des Parks, zu internationalen Kontakten sowie zur Arbeit des Fördervereins. Den Abschluss bildet ein Verzeichnis der im oder mit dem Nationalpark durchgeführten wissenschaftlichen Qualifizierungsarbeiten, Werkverträge, ehrenamtlichen Kartierungen, externen Projekte sowie der wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Mitarbeiter und von Partnern.

Mit diesem 83 Seiten umfassenden Tätigkeitsbericht steht wieder eine Übersicht der Arbeit der Nationalparkverwaltung zur Verfügung, die über alle Bereiche der Nationalparkarbeit im Harz informiert. Der Bericht kann unter www.nationalpark-harz.de heruntergeladen werden.
http://www.nationalpark-harz.de/

Enthüllunh eines Gedenksteines zum 975. Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung von Hasselfelde
Am 18. Januar 1043 unterschrieb König Heinrich III. in "Hasselvelden" eine Urkunde über einen Besitzerwechsel für ein Stück Land bei Kassel. Nach 975. Jahren wurde nun ein Gedenkstein auf dem Markt vor der St. Antoniuskirche zu diesem Ereignis von Eberhard Köhler enthüllt. Der Grauwacke-Stein mit einer Tafel erinnert nun an den Ursprung der Stadt Hasselfelde. Bei einer anschließenden Feierstunde im Hotel "Zur krone" referierte der Harzklub-Zweigvereinschef Dr. Henning Kurth über die Geschichte, der damals schon wehrhaften Siedlung am Hasselfeld. Dr. Kurth dankte dem Arbeitskreis Heimatgeschichte für deren Engagement bei der Aufarbeitung der
Geschichte. Eberhard Köhler überreichte eine von ihm verfasste Festschrift und berichtete von der Heimholung des eigentlich lange bekannten Schriftstückes.

Pressemitteilung UNSER HARZ Januar 2018
Inhalt: Dr. Donald Giesecke und Günter Piegsa: Auf dem Fliegerhorst wird neu gestartet. Rudolf Zietz: Erinnerungen an die Heidestraße in Herzberg am Harz. Friedrich-W. Wellmer und Jürgen Gottschalk: Leibniz im Harz. Nationalpark-Forum: Neuerscheinung: Quellen im Harz – unterschätzte Lebensräume

Clausthal-Zellerfeld. Die besinnliche Adventszeit liegt nun hinter uns und auch der Jahreswechsel ist mit lautem Knallen oder auch ganz still – je nach Gemüt – vollzogen. Der Beginn eines Jahres ist für viele Menschen eine Zeit, über Veränderungen nachzudenken, Rückschau zu halten und Neues zu beginnen. Rückschau auf das Jahr 1917 halten wir noch nicht, da das Archiv Herrn Hillegeist lange Zeit nicht zugänglich war.

Um Veränderungen geht es im ersten Artikel über den Goslarer Fliegerhorst. Die alten, denkmalgeschützten Gemäuer suchen neue
Verwendung. Dr. Giesecke stellt die Gebäude vor und berichtet über den aktuellen Stand. Ebenfalls um alte Gemäuer und Erinnerungen an deren verschiedenste Besitzer und Nutzung geht es im Artikel von Herrn Zietz, der über die zweitälteste Straße in Herzberg am Harz, die
Heidestraße, berichtet.

Im Januar werden die Tage wieder länger und oft haben wir im Harz zwar kalte aber doch schöne Tage, die zu Spaziergängen einladen – vielleicht auf dem Leibniz-Erkenntnisweg in Clausthal-Zellerfeld? Prof. Wellmer stellt den Weg vor und präsentiert viel Wissenswertes über Leibniz und seine Bedeutung für den Harzer Bergbau.

Im Nationalparkforum wird der neue Band der Schriftenreihe des Nationalparks Harz vorgestellt. Er ist dem vielseitigen und anspruchsvollen Lebensraum "Quelle" gewidmet. Quellen sind in Europa stark bedrohte Biotope und wir dürfen uns glücklich schätzen, dass der Harz so viele davon beherbergt. Erkunden Sie doch "Neuland" oder entdecken sie altbekannte Plätze in einem neuen Blickwinkel.

Was auch immer sie inspiriert – Neues oder Altes – ich wünsche uns allen ein friedvolles, beseeltes Jahr 2018.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Meldung Kloster Michaelstein: Musikmaschine zieht in neuen Musikpavillon
Die historische Musikmaschine wird von den Mitarbeitern der Werkstätten für die Denkmalpflege in Millimeterarbeit in den neu errichteten Musikpavillon des Klosters Michaelstein eingepasst. Der Musikpavillon liegt zentral am Hauptweg, welcher vom Besucherparkplatz über das Torhaus in das Klostergelände führt. Der neue Standort ist für Besucher leicht zugänglich und die Betreiber des Klosters hoffen, dass die Neugierde vieler weiterer Besucher dadurch geweckt wird. Von 2010 bis 2018 musste die Musikmaschine in Teile zerlegt werden, da Sanierungsarbeiten an der Alten Scheune und der Umbau zum Konzertsaal anstanden. Im eigenen Musikpavillon wird sie in neuem Glanz erstrahlen und die Besucher werden die Maschine in Aktion erleben können. Bis Ende April wird der Bau fertig sein, im Sommer wird die Maschine dann präsentiert.
http://www.kloster-michaelstein.de

Quellen im Harz - die unterschätzten Lebensräume Herzliche Einladung zum 17.1.2018 in den Nationalpark Harz, Wernigerode
Wernigerode. Am 17.1.2018 veranstaltet die Nationalparkverwaltung Harz in Wernigerode das Kolloquium "Quellen im Harz". Anlass ist das Erscheinens des Bandes Nr. 15 der Nationalpark-Schriftenreihe zum Thema „Quellen im Harz“.

Es findet von 14 – 16 Uhr in der Nationalparkverwaltung Harz, Wernigerode, Lindenallee 35, statt. Die Medien und die interessierte Öffentlichkeit sind herzlich eingeladen.

Programm:

Dr. Kathrin Baumann (Nationalpark Harz): Begrüßung und kurze Einführung

Mathias Weiland (LHW): Einbindung von Quellen aus der gewässerkundlichen Überwachung

PD Dr. Hans Jürgen Hahn (IGÖ): Untersuchungen zu Quellen und Quellfauna im Harz 2013 - 2015

Otfried Wüstemann (Nationalpark Harz): Renaturierung von Quellbiotopen im Nationalpark Harz
http://www.nationalpark-harz.de

Buchneuerscheinung „Harzer Persönlichkeiten – Lebensbilder“
Gernrode. Die Harzregion hat in der Vergangenheit zahlreiche Persönlichkeiten hervorgebracht, die Besonderes oder sogar Außergewöhnliches geleistet haben. Andere Menschen haben den Harz als ihre Heimat auserkoren und hier mit ihrer Schaffenskraft Bleibendes geschaffen und hinterlassen.

Einige dieser Menschen möchte der Autor Bernd Sternal mit seinem Werk vor dem Vergessen bewahren, denn sie haben es verdient: Wilhelm August Julius Albert, Karl Blossfeldt, Hermann Bruno Otto Blumenau, Friedrich Adolph Roemer, Gustav Adolf Spengler, Johann August Röbling, Dorothea Christiane Erxleben, Wilhelm Schmidt, Georg Heinrich & Elisabeth Concordia Crola, Emil Mechau, Martin Heinrich Klaproth, Roswita von Gandersheim, Gottfried August Bürger, Carl Friedrich Christian Mohs, Georg Christian Konrad Hunaeus, Albert Friedrich Emil Niemann, Claire von Glümer, Heinrich Engelhard Steinweg, Karl Heinrich Adolf Ledebur, Friedrich August Christian Wilhelm Wolf, Christian Friedrich Gille, Johannes Thal, Andreas Werckmeister, Friedrich Reese und Robert Koldewey.

Geboren wurde die Idee zur Vorstellung Harzer Persönlichkeiten für Sternals Radiosendung „Harzliches“ bei Radio Harz-Börde-Welle – und sie stößt dort auf reges Interesse. Wenn sein Werk zudem bei der Leserschaft ankommt, so wir er 2018/19 einen weiteren Band zu Harzer Persönlichkeiten herausgegen, teilt er mit.

Das Buch im strukturierten Paperback-Einband hat 160 Seiten und ist mit 14 farbigen sowie 84 schwarz-weiß Abbildungen ausgestattet. Gestaltet und herausgegeben hat dieses Buch der Verlag Sternal Media in Gernrode, Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Der Titel ist unter ISBN 978-3-7386-5979-5 überall im Buch- und Onlinehandel zu erwerben oder zu bestellen, zudem unter www.buch.sternal-media.de, und kostet 17,99 Euro. Demnächst ist auch ein E-Book für 6,99 Euro verfügbar.
http://www.buch.sternal-media.de

Lust auf ein „Open-Air“-Semester im Nationalpark Harz? Bewerben für ein Commerzbank-Umweltpraktikum bei unseren vier Einsatzstellen - noch bis zum 15. Januar 2018
Wernigerode. Spannende Projekte in Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Besucherbetreuung in der wunderbaren Natur des Harzes erwarten die Bewerber! Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2018. Weitere Informationen und den Link zur Bewerbung gibt es auf www.umweltpraktikum.com.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Im Nationalpark Harz waren schon zahlreiche Studenten tätig. Ihre Einsatzstellen waren das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, das Natur-Erlebniszentrum HohneHof, das Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer oder die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“? Von der Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und Durchführung von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei….

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden.

Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.
http://www.umweltpraktikum.com

Nationalparkverwaltung Harz wünscht schöne Feiertage und erinnert an das ganzjährige Feuerwerksverbot Sterne statt Feuerwerk zum Schutz der Natur
Wernigerode. Der Nationalpark Harz gehört zu den dunkelsten Regionen Deutschlands – hier kann man in klaren Nächten zahlreiche Sterne und auch die Milchstraße besonders gut sehen. Dieses natürliche Himmelsfeuerwerk sollte auch zum Jahreswechsel das einzige Licht am Himmel bleiben, denn im Nationalpark Harz gilt zum Schutz der Natur ganzjährig ein Verbot, Feuerwerkskörper zu zünden.

Die Nationalparkverwaltung Harz bittet alle Bürger, dieses Verbot zum Schutz der Tiere und Pflanzen auch strikt einzuhalten – nicht nur auf dem Brocken, sondern grundsätzlich auf allen Flächen des Schutzgebiets.

Für die im Winter ohnehin oft am Limit befindliche Tierwelt sind sowohl das Knallen als auch die Licht- und Blendwirkung von Feuerwerkskörpern ernst zu nehmende Gefährdungen. Anders als Verkehrsgeräusche oder Beunruhigungen entlang von stark frequentierten Wegen, an die sich die Tiere mehr oder weniger gut gewöhnen können, werden plötzlich und heftig auftretenden Störungen als hochgradige Bedrohung wahrgenommen.

Diese den Tieren völlig unbekannten Erscheinungen können zu plötzlichem Fluchtverhalten, unkoordinierten Reaktionen und am Ende zu lebensbedrohenden Gefährdungen führen. Haustierhalter wissen, dass selbst unsere an Zivilisationslärm gewöhnten Hunde und Katzen teilweise panisch reagieren. Die Blendwirkung von Feuerwerksraketen kann bei Vögeln sogar zu einem Verlust des Orientierungsvermögens führen. Das sollten wir den Wildtieren ersparen.

Die Nationalparkverwaltung Harz wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern ein geruhsames Weihnachtsfest und einen guten, umweltfreundlichen Rutsch in ein gesundes neues Jahr 2018!
http://www.nationalpark-harz.de

Fast 1000 Termine und Veranstaltungen – Naturerlebnis-Programm 2018 des Nationalparks Harz erschienen
Wernigerode. Das Naturerlebnis-Programm 2018 des Nationalparks Harz steht ab sofort in Druckform und im Internet auf www.nationalpark-harz.de zur Verfügung. Fast 1000 Termine und Veranstaltungen werden unseren Gästen angeboten. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Fledermaus-Exkursion, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.

In diesem Jahr hat der Nationalpark einen inhaltlichen Schwerpunkt auf das Thema „Der Nationalparkwald auf dem Weg zur Wildnis“ gelegt. Schon bisher gab es dazu viele Angebote, doch mit dem fortschreitenden Waldwandel mehren sich die Fragen unserer Gäste dazu. 2018 stehen zudem verschiedene Wanderungen zum Thema „Mit der Harzer Wandernadel im Nationalpark unterwegs“ im Fokus. Stempelfans dürfen sich dabei auf einen Sonderstempel freuen, den es nur bei der Teilnahme an den Veranstaltungen der Sonderreihe gibt.

Das neue Naturerlebnis-Programm „Unterwegs im Nationalpark Harz 2018“ ist nicht nur in gedruckter Form sondern auch als Download verfügbar unter http://t1p.de/v2018. Auf der Nationalpark-Webseite finden Interessierte in der Rubrik „Veranstaltungen“ außerdem alle Termine chronologisch geordnet. Auch eine Auswahl nach Ort oder Veranstaltungstyp ist hier möglich. Zur besseren Planung können ab sofort Termine auch direkt in den Handy- oder Outlook-Kalender geladen werden. Eine neue Kartenübersicht macht das Finden des Veranstaltungstreffpunkts noch einfacher.

Das gedruckte Naturerlebnis-Programm enthält zusätzlich zu den Veranstaltungsterminen 2018 wieder viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark darüber hinaus zu bieten hat, angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr.

Das Heft im handlichen Flyer-Format ist in allen Nationalparkhäusern und Informationsstellen, bei den Rangern und in zahlreichen Tourist-Infos der Region erhältlich. Es kann auch bei der Nationalparkverwaltung Harz unter Tel. 03943/5502-31 oder E-Mail unterwegs@nationalpark-harz.de bestellt werden.

Wir wünschen allen Gästen ein frohes Fest und ein erfolgreiches neues Jahr 2018!
http://www.nationalpark-harz.de

Umweltverbände warnen vor neuen Talsperren im Harz
Hannover - Harz. ‚Wir wollen den Ausbau bestehender und die Planung neuer Talsperren und Rückhaltebecken vorantreiben, vor allem im und am Harz.‘ So liest es sich im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung von SPD und CDU in Hannover. Dagegen regt sich Protest. „Talsperren sind technischer Hochwasserschutz im Stil der 1970er Jahre und überholt“, so die einhellige Einschätzung der Umweltverbände BUND, NABU und Niedersächsischer Heimatbund.

„Die jüngsten Hochwässer mit ihrer flächenhaften Wirkung und schwer einschätzbaren lokalen Dynamik haben gerade wieder gezeigt, dass es wirkungsvoller ist, die Renaturierung der Fließgewässer, das Freihalten der Flussauen von Bebauung und die Ausweisung von weiteren Retentionsflächen im Bereich der niedersächsischen Flüsse voranzutreiben“, so Dr. Holger Buschmann, NABU-Landesvorsitzender. Die Harzwasserwerke GmbH hat in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Wasserlieferverträge geschlossen und damit zugleich auch ökologisch sinnvolle Grundwasserwerke verdrängt. Daher stecken hinter der Forderung nach neuen Talsperren offensichtlich eher marktwirtschaftliche Interessen der Harzwasserwerke als gemeinwohlorientierte Überlegungen. „Hier zeigen sich nun die negativen Folgen des Verkaufs der Harzwasserwerke durch die seinerzeitige Landesregierung“, so Dr. Holger Buschmann.

Welche Täler sollen geopfert werden? Der Koalitionsvertrag nennt keine Details, aber nach den örtlichen Gegebenheiten dürfte es den Harzwasserwerken um den Ausbau der Grane- und der Innerste-Talsperre bei Langelsheim sowie – wie auch schon öffentlich diskutiert – um eine Neuaufnahme der in den 80er Jahren gescheiterten Sieber-Talsperrenplanung gehen. Offensichtlich planen die Harzwasserwerke hier vollständig hinter dem Rücken der Öffentlichkeit. „Diese Vorhaben wären ein völlig falsches Signal der Wasserpolitik in Niedersachsen“, so Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler, Landesgeschäftsführer des BUND Niedersachsen. „Vor allem das geschützte Siebertal ist einzigartig mit seiner unberührten Bergnatur. Allein der Gedanke, dort eine Talsperre zu errichten, wäre eine Kriegserklärung an den Naturschutz im Harz.“

Talsperren zerstören nicht nur ganze Harztäler mit ihren Lebensräumen, sondern zerschneiden die natürlichen Fließgewässer und Wanderwege von Fischen und vielen anderen wassergebundenen Lebewesen. Sie tragen auf diese Weise zum Artensterben bei, denn künstliche Talsperren sind nur für wenige Arten ein geeigneter neuer Lebensraum. „Die Umweltverbände fordern die Landesregierung auf, von Plänen für neue Talsperren im Harz abzusehen“, resümiert Dr. Ronald Olomski vom Niedersächsischen Heimatbund für die drei Umweltverbände.

Hintergrund zur Harzwasserwerke GmbH

Bis 1996 waren die Harzwasserwerke eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit dem Land Niedersachsen als alleiniger Eigentümer. Unter Ministerpräsident Gerhard Schröder wurden sie privatisiert und an ein Konsortium aus Energieversorgern und Kunden der Harzwasserwerke verkauft, darunter die Stadtwerke aus Hannover, Göttingen, Hildesheim und Wolfsburg, verschiedene kommunale Versorger sowie die Avacon AG, die Hamburger Wasserwerke und die EWE AG.

Für Rückfragen:
• Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler, Geschäftsführer, BUND Landesverband Niedersachsen, Tel. (0511) 965 69 – 15, cwbd@nds.bund.net
• Elke Meier, NABU Niedersachsen, Tel. (0511) 911 05 - 24, elke.meier@NABU-niedersachsen.de
• Dr. Ronald Olomski, wissenschaftlicher Referent, NHB, Tel. (0511) 368 12 51, olomski@niedersaechsischer-heimatbund.de
http://www.bund-niedersachsen.de/

Weihnachten am HohneHof
Wernigerode - Drei Annen Hohne. Winterliches Wetter mit erstem Schnee lädt zu Spaziergängen für die ganze Familie in den Nationalpark Harz ein. Zur richtigen Einstimmung auf die Vorweihnachtszeit kann man diesen Spaziergang mit einem Besuch im Natur-Erlebniszentrum HohneHof verbinden.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des HohneHofs laden am Samstag, den 16. Dezember 2017 ab 11 Uhr zum alljährlichen Weihnachtsbasteln ein. Hier haben große und kleine Besucher je nach Geduld und Geschick verschiedene Angebote, um vielleicht noch letzte Weihnachtsgeschenke selbst zu gestalten.

Die passende Versorgung mit heißen Getränken und einem kleinen Imbiss findet man in der Cafeteria, so dass man diesen Tag zu einem stimmungsvollen Ausflug für die ganze Familie nutzen kann.

Wer am Samstag nicht dabei sein kann, der ist im Rahmen des „Lebendigen Adventskalenders“ am Dienstag, den 19. Dezember 2017 ab 11 Uhr zu einem Treff an der großen Feuerschale und weiteren Bastelangeboten herzlich willkommen. Ob nun beim Stockbrotbacken oder bei Gestalten von Weihnachtsdekoration, hier kann man sich bestens auf das Weihnachtsfest einstimmen.

Am 24. und 25. Dezember ist das Natur-Erlebniszentrum HohneHof jedoch geschlossen. Ab 26. Dezember freuen wir uns ab 11 Uhr wieder auf viele Gäste!
http://www.nationalpark-harz.de

Aktuelle Harz-Zeitschrift 2017 erschienen – Beiträge zur Harzgeschichte von Kirchenbauten über die Phantasiefigur des „Sachsengotts Krodo“ und die Familie Luther bis zu Julius Elster in Blankenburg und Heinrich Spier in Goslar
Wernigerode. Soeben erschien im Lukas-Verlag Berlin der 69. Jahrgang der Harz-Zeitschrift für das Jahr 2017, die für den in Wernigerode ansässigen Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e. V. von Jörg Brückner herausgegeben wird. Die Zeitschrift hat eine lange Geschichte – sie erschien erstmals 1868.

Der aktuelle Band beschäftigt sich mit historischen Fachthemen zahlreicher Orte aus dem gesamten Harz. Die Reihe der Aufsätze zur Harzgeschichte beginnt mit einem Beitrag von Ludwig Bamberg zu Bauten des Harzraums als Vorbilder für den protestantischen Kirchenbau des Barock.

- Sachsengott Krodo ein "Fake"
Wolfram Janzen entzaubert sodann den „ Sachsengott Krodo“, den es niemals gab – dies wird im Rahmen einer umfangreichen literarischen sowie kunst- und religionsgeschichtlichen Spurensuche dargelegt.

Die Wüstung Linzke im Blankenburger Stadtgebiet ist das Thema von Christoph Georg Rohrbach, gefolgt von einem Beitrag zum Stadtrecht von Aschersleben aus der Feder von Dieter Pötschke. Otmar Hesse schreibt sodann über das Thema „Nach dem Riechenberger Vertrag: Fabian Luther in Goslar“.

- Südharzer Themen
In den Südharz führt der farbig illustrierte Beitrag „Aus den Baurechnungen der Königshütte 1733 - 1737 bei dem damaligen Flecken Lauterberg/Harz“ von Hans-Heinrich Hillegeist. Der aus dem Südharz stammende Braunschweiger Heimatforscher Fritz Reinboth hat sich erneut des Themas „Gipsbrennerei und Gipsindustrie am Harz“ angenommen.

Das einst in Blankenburg lebende Ehepaar namens Elster ist das Thema von Rudolf G.?A. Fricke – es ist nicht irgendein Bürger Elster, sondern der berühmte Physiker Julius Elster, der zusammen mit seinem Freund Hans Geitel 1893 die erste lichtelektrische Zelle, die Fotozelle, erfand. Auch der Begriff der Atomenergie geht auf die beiden Physiker zurück – sie prägten ihn 1899. Zur Erinnerung an den Goslarer Lehrer und Heimatforscher Heinrich Spier (1910 - 1996) schreiben Karl Sanders, Friedhart Knolle, Fritz Reinboth und Heinfried Spier.

Berichte zu Veranstaltungen des Harz-Vereins und Rezensionen runden den Band ab. Er ist mit zahlreichen Abbildungen illustriert, hat einen Umfang von 176 Seiten und kann über den örtlichen Buchhandel oder den Lukas-Verlag http://www.lukasverlag.com bestellt werden.
http://www.lukasverlag.com/

Quellen im Harz – neuer Band der Schriftenreihe des Nationalparks Harz erschienen
Wernigerode. Grundwasser ist unsere wichtigste Ressource und zugleich einer der ältesten Lebensräume. Die Bäche haben ihren oberflächigen Ursprung an den Quellen, dort wo das Grundwasser zu Tage tritt. Quellen sind also Übergangsbiotope zwischen Oberflächengewässer und Grundwasser. Da es vielfältige Beziehungen zwischen dem Grundwasser, den Quellen und dem Oberflächenwasser gibt, sind Quellbereiche sehr individuelle Lebensräume.

Zum Lebensraum Quelle gehören aber nicht nur der unmittelbare Grundwasseraustritt, sondern auch das den Quellbereich umgebende vernässte Gebiet und der Beginn des abfließenden Baches mit seiner Tier- und Pflanzenwelt. Quellbiotope sind durch eine spezielle, auf diese Bedingungen angepasste Fauna und Flora charakterisiert. In Mitteleuropa sind knapp 500 Tierarten wegen dieser einzigartigen Umweltfaktoren-Kombination auf den Lebensraum Quelle angewiesen. Quellen und deren Quellabflüsse gehören deutschlandweit zu den stark gefährdeten Biotoptypen, die zum Teil von der vollständigen Vernichtung bedroht sind.

Über die Besiedlung der Quellen im Harz und insbesondere deren Bezug zum Wasserchemismus ist wenig bekannt. Diese Lücke soll der vorliegende neue Band der Schriftenreihe des Nationalparks Harz schließen.

Zwischen 2013 und 2015 untersuchten Grundwasserspezialisten des Institutes für Grundwasserökologie IGÖ GmbH an der Universität in Landau im Auftrag des Nationalparks Harz und des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) repräsentative Quellstandorte im Nationalpark Harz und dem zu Sachsen-Anhalt zählenden Nord-, Ost- und Südharz. Die Untersuchungen erstreckten sich von der submontanen Zone (bis ca. 500 m ü. NHN) über die montane Zone (500 bis ca. 800 m ü. NHN) bis zur supramontan/hochmontanen Zone (über 800 m ü. NHN). Sie spiegeln somit einen Querschnitt der Quellbiotope des Harzes wieder. Zusätzlich zu den faunistischen Daten wurde durch den Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt für jeden Quellaustritt ein Steckbrief der Hydrochemie erstellt.

Insgesamt bestätigen die Untersuchungen, dass der Harz auch bei der Quellfauna eine biogeographische Sonderstellung einnimmt, die aufgrund der nördlichen Lage und relativ tiefen Jahresmitteltemperaturen schon skandinavischen Verhältnissen entspricht. Die Ergebnisse der dreijährigen Untersuchungen dürften auch deutschlandweit von Bedeutung sein, da sie den Vergleich mit der Quellbesiedlung anderer Mittelgebirge zulassen. Außerdem haben Quellen aufgrund ihrer Indikatorfunktion für das Umweltmonitoring und für die Wissenschaft eine große Bedeutung.

Der vorliegende Band der Schriftenreihe des Nationalparks Harz zu den Quellen im Harz ist ein Gemeinschaftsprojekt der genannten Bearbeiter und des Nationalparks Harz. Nur durch die partnerschaftliche und projektbezogene Zusammenarbeit aller Beteiligten war es möglich, die Untersuchungen in dieser Tiefenschärfe durchzuführen und die Ergebnisse in der vorliegenden Form zu veröffentlichen. Zum Erscheinen des Bandes findet am 17. Januar noch ein Vortrag von Herrn Dr. Hahn (IGÖ) in der Nationalparkverwaltung statt. Die genaue Uhrzeit ist der Lokalpresse zu entnehmen.

Der vollständige Band ist bei der Nationalparkverwaltung Harz und beim LHW für 15,- € zzgl. Versandkosten zu beziehen. Kontakt: poststelle@nationalpark-harz.de oder poststelle@lhw-mlu.sachsen-anhalt.de.
http://www.nationalpark-harz.de

Großzügige Baumspende der Firma "Karten-mal-anders" für die Waldentwicklung im Nationalpark Harz
Wernigerode. Die Fa. „Karten-mal-anders" aus Hohenhameln hat sich auch in diesem Jahr wieder mit einer großzügigen Spende an der Waldentwicklung im Nationalpark Harz beteiligt.

Auf einer durch Sturm und Borkenkäferbefall entstandenen Freifläche konnten im Revier Bruchberg 400 junge Bäume gepflanzt werden.

Es handelt sich um Birken und Weiden, die als schnell wachsende Pioniergehölze diese Fläche bald erobert haben werden. Da diese Bäume auch schon in jungen Jahren Samen ausbilden, wird von hier zusätzlich eine Initialzündung in die benachbarten Flächen ausgehen. Ein weiterer Schritt in Richtung Naturnähe!

Mit ihrer Größe von 100 - 180 cm sind die Bäumchen schon recht stattlich. Mit Bohrgeräten wurden die Pflanzplätze vorbereitet, die Wurzel vorsichtig in das entstandene Loch gesteckt, der Mineralboden wieder von Hand in das Loch gedrückt und anschließend die Pflanze für den neuen Start noch gut fest getreten. Mit der Durchführung der Arbeiten war einer unserer forstlichen Lohnunternehmer, die Firma Jörg Nedden, betraut. Das alles geschah im Nationalpark-Revier Bruchberg etwas nördlich von Torfhaus in der Nähe vom Kaiserweg.

Im nächsten Jahr mit grünem Laub wird die Fa. Karten-mal-anders mit der Nationalparkverwaltung gemeinsam die „Neuankömmlinge“ vor Ort begrüßen.
http://www.nationalpark-harz.de

Harzer Erdgeschichte zum Erleben: Nordwestliches Harzvorland - Die Klassische Quadratmeile der Geologie
Goslar - Wernigerode - Liebenburg. Wie an kaum einem anderen Ort Mitteleuropas kann man im westlichen Teil des Harznordrands und seinem Vorland (besser bekannt als „Klassische Quadratmeile der Geologie“) eine Fülle von Gesteinen vom Erdaltertum bis zu jüngsten Ablagerungen auf engstem Raum finden. Durch tektonische Verschiebungen sind im Gebiet zwischen Salzgitter, Goslar und Wernigerode noch heute neben Gesteinen aus dem Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper, Jura, Ober- und Unterkreide auch die Gesteine des Erdaltertums mit ihren einstmals ausgebeuteten Erzvorkommen zugänglich.

Als Besonderheiten kann man beispielsweise das Weltkulturebe Altstadt Goslar und Bergwerksmuseum Rammelsberg sowie die zahlreichen Salzstöcke, die die Vorharzlandschaft gliedern, herausheben. Bedeutende Lagerstätten mineralischer Rohstoffe bieten bis heute einen Anreiz zu geologischen Untersuchungen.

Auf insgesamt 7 Streifzügen – unter anderem vom Herzen der Quadratmeile (Goslar) über den nördlichen und südlichen Salzgitter-Höhenzug sowie einem Streifzug rund um Wernigerode und Ilsenburg – führen die Autoren in einer Zeitreise durch 500 Millionen Jahre Erdgeschichte und stellen dabei mehr als 90 interessante Geopunkte vor.

Dieser geologische Führer ist Teil der Reihe „Streifzüge durch die Erdgeschichte“ und vermittelt einen anschaulichen, lebendigen und verständlichen Einblick in die spektakulären Prozesse der Entwicklung unserer Erde über Hunderte von Millionen Jahren. Vielfältige, ergänzende Informationen zu Lehrpfaden, Mineral- und Fossilienfundstellen, Museen und Schaubergwerken motivieren die Leser, den Spuren der erdgeschichtlichen Entwicklung im Gelände zu folgen und machen dieses Buch zu einem idealen geotouristischen Begleiter.

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Friedhart Knolle/ Stefan Mohr/ Marion Seitz
Nordwestliches Harzvorland
Die Klassische Quadratmeile der Geologie
144 S., 105 farb. Abb., 1 Tab., kart., 12 x 19 cm
ISBN 978-3-494-01598-9, Best.-Nr.: 494-01598, € 16,95
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3494015988/harzurlaub

Das Nationale Naturerbe – Ausgangslage, Stand der Flächenübertragung und naturschutzfachliche Entwicklungsziele des Nationalen Naturerbes
Das Nationale Naturerbe steht für die beispielhafte Initiative des Bundes, bundeseigene wertvolle Naturschutzflächen nicht zu privatisieren, sondern unentgeltlich an Länder, Naturschutzorganisationen oder Stiftungen zur dauerhaften naturschutzfachlichen Sicherung zu übertragen. Es handelt sich um insgesamt ca. 156.000 Hektar gesamtstaatlich repräsentativer Flächen in drei Tranchen. Hierzu zählen z.B. ehemals militärisch genutzte Gebiete, Flächen entlang der innerdeutschen Grenze („Grünes Band“), Treuhandflächen aus dem DDR-Volksvermögen und stillgelegte DDR-Braunkohletagebaue. Viele Gebiete haben sich über Jahrzehnte hinweg trotz ihrer in Teilen sehr intensiven Nutzung zu einzigartigen Naturräumen entwickelt – als Refugien für viele gefährdete oder seltene Tier- und Pflanzenarten.
Zum Nationalen Naturerbe gehört in Blankenburg (Harz) der Wald der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (S.U.N.K.). Diese 2.400 Hektar große Fläche zwischen Blankenburg und Hüttenrode wurde von der Bundesregierung als bedeutend und schützenswert eingeschätzt und daher übertragen. Damit ist die Auflage verbunden, auf ökonomische Nutzung zu verzichten und eine natürliche Waldentwicklung zuzulassen.
Referent Dr. Tim Mann ist beim Bundesamt für Naturschutz im Fachgebiet Biotopschutz, Biotopmanagement und Nationales Naturerbe tätig.
Treffpunkt ist am 24. November um 18 Uhr am Kleinen Schloss, Schnappelberg 6 in 38889 Blankenburg (Harz). Von dort geht es zur circa 800 Meter entfernten Glasarche 3, die derzeit am Rande des Stiftungswaldes der S.U.N.K. Station macht. Nach einigen erklärenden Worten geht es zurück in den Saal des Kleinen Schlosses. Dort beginnt der Vortrag um 19 Uhr.
Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei. Für den abendlichen Weg zur Arche bitte eine Taschenlampe mitbringen.
http://www.blankenburg.de/

Vorschau Veranstaltungen Großes Schloss Blankenburg
Adventskonzert mit dem Rundfunkjugendchor Wernigerode

Das international anerkannte Spitzenensemble im Bereich der gemischten Jugendchöre stimmt musikalisch auf die Weihnachtszeit ein.
Das Konzert hat keine Pause.
Karten im Vorverkauf gibt es ab 18. November im Schloss-Shop und der Touristinfo Blankenburg

Die Veranstaltung findet im Theater statt.

Eintritt: 15,00 Euro, ermäßigt: 12,00 Euro (Ermäßigung für Kinder bis 16 Jahre)

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Sonntag, 3. Dezember 2017 15.30 Uhr

KInderTheater "Frau Holle "
Theater mit der „Theaterkiste des GVS“

Frei nach dem Märchen der Gebrüder Grimm.
Ein junges Mädchen wird stets von ihrer Stiefmutter vernachlässigt und ausgenutzt. Des Stiefmutters leibliche Tochter wird hingegen stets bevorzugt. Während des Putzens einer Spindel, passiert dem Mädchen ein Missgeschick, es lässt sie in den heimischen Brunnen fallen. Daraufhin und aus Angst vor der Stiefmutter, springt das Mädchen der Spindel hinterher und landet dabei in der geheimnisvollen Brunnenwelt von Frau Holle.

Die Veranstaltung findet im Theater statt.

Eintritt: 4,00 Euro, ermäßigt: 2,00 Euro (Ermäßigung für Kinder bis 14 Jahre)

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Zufahrt zum Schloss über Schleinitzstrasse - Schieferberg - Herzogsweg

Am Schloss nur begrenzte Parkmöglichkeiten - Bitte nutzen Sie die Parkplätze am Kleinen Schloss und Schlosshotel (Schnappelberg). Von dort sind es nur 10 Minuten durch den Schlosspark bis zum Großen Schloss. Weitere, kostenlose Parkmöglichkeiten in Gehweite finden Sie in der Theaterstraße und Gartenstraße von hier laufen Sie etwa 15 Minuten.
http://www.rettung-schloss-blankenburg.de

Auf der Spur der Abwasserleitung des Werks Tanne – Rüstungsaltlasten im Harz – Exkursion am 18. November 2017
Osterode am Harz/Clausthal-Zellerfeld. Am Samstag, 18. November 2017, unternimmt die neugegründete BUND-Ortsgruppe Osterode ab 10 Uhr eine Exkursion in den Harz zum Thema „Rüstungsaltlasten“. Hierfür konnte sie den Clausthaler Geologen Dr. Friedhart Knolle gewinnen, der die Gruppe unter anderem zu den Abwasserleitungen des Werks Tanne führen wird.

In der Sprengstoff-Fabrik Tanne wurde im Zweiten Weltkrieg der Sprengstoff Trinitrotoluol (TNT) hergestellt. Darüber hinaus spielten auch andere Sprengstoffe, die in Bomben, Minen und Granaten abgefüllt wurden, eine Rolle in der Produktion. Ein dritter wichtiger Bereich war die Sprengstoffaufbereitung aus Fehlchargen und Beutemunition. Reste der Sprengstoffe und ihre hochgiftigen Abbauprodukte, die zum Teil krebserregend sind, finden sich bis heute sowohl im Werk selbst als auch im Grundwasser unter dem Werk. Sie belasten die Umwelt schwer. Zwar wurden die Clausthaler Pfauenteiche kürzlich saniert und mit Wasserrückhaltebecken versehen, aber das stoppt nur einen Teil der Belastung. Sogar im Wasser des 13-Lachter-Stollens bei Wildemann und des Ernst-August-Stollens bei Gittelde konnte das Gift aus Werk Tanne nachgewiesen werden. Die Abwässer sind derart giftig, dass eine Abwasserleitung des Werks bis nach Osterode führte, wo die Giftstoffe bei Petershütte einst in sogenannten Schluckbrunnen versenkt wurden. Wohin sie von dort unterirdisch flossen, konnte nie geklärt werden. Insbesondere dieser Leitung wird die Exkursion nachspüren.

Wegen der längeren Wegstrecken erfolgt die Exkursion per Auto. Treffpunkt ist der Haupteingang des Werks Tanne, Altenauer Straße (Beschilderung „Werk Tanne“ folgen). Stopps sind unter anderem an der historischen Kläranlage an den Pfauenteichen und in Buntenbock geplant, wo die Leitung aufgeständert ein Wiesental überquerte. Von dort führte sie weiter ins Bremketal. Hier wurden die giftigen Abwässer über eine Betonkaskade verrieselt. Nächster Halt sind die Teiche am Veilchenweg an der Wäscherei Kellner im Bremketal. Zwar badeten Generationen sorgloser Kinder dort, doch wussten diese nicht, dass die Teiche im Krieg der Zwischenspeicherung der Giftwässer dienten und noch heute eine Altlast darstellen. Letzter Halt werden die Versickerungsschächte der Giftwässer an der Söse im Stadtgebiete von Osterode-Petershütte sein, wo die Exkursion gegen 16 Uhr auch ihren Abschluss findet.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist frei, Spenden sind erwünscht. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
http://www.bund-westharz.de/

Eröffnung der Fotoausstellung „HarzNATUR 2017“ in Ilsenburg
Zur Eröffnung der Fotoausstellung „HarzNATUR 2017“
mit den besten Bildern unseres diesjährigen Fotowettbewerbs
laden wir Sie herzlich nach Ilsenburg in das Nationalparkhaus Ilsetal ein.
Die Eröffnung findet am Freitag, 17. November 2017, um 14 Uhr statt.
Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 18.2.2018 täglich von
8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen) geöffnet und eintrittsfrei.
http://www.nationalpark-harz.de

Lust auf ein „Open-Air“-Semester im Nationalpark Harz? Jetzt bewerben für ein Commerzbank-Umweltpraktikum bei unseren vier Einsatzstellen Torfhaus, HohneHof und in Sankt Andreasberg
Wernigerode - Braunlage. Spannende Projekte in Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Besucherbetreuung in der wunderbaren Natur des Harzes erwarten die Bewerber! Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2018. Weitere Informationen und den Link zur Bewerbung gibt es auf www.umweltpraktikum.com.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Im Nationalpark Harz waren schon zahlreiche Studenten tätig. Ihre Einsatzstellen waren das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, das Natur-Erlebniszentrum HohneHof, das Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer oder die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“? Von der Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und Durchführung von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…. Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden.

Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.
http://www.nationalpark-harz.de

Harzer Hilfe für das Thüringer Auerhuhn-Projekt – zwei Nachwuchs-Hennen aus dem Schaugehege Lonau übergeben
Herzberg-Lonau. Jüngst konnte der Betreuer des Auerhuhn-Schaugeheges Lonau, der Nationalpark-Ranger Jens Heim, zwei erst in diesem Jahr hier geschlüpfte Auerhennen an das Thüringer Auerhuhn-Projekt übergeben. Mit großer Freude übernahm Michael Schmidt, Mitarbeiter des Forstamts Saalfeld-Rudolstadt, die Tiere. „Sie werden unserem Artenschutzprojekt für diese vom Aussterben bedrohten Tiere sehr helfen“, so Michael Schmidt bei der Übergabe.

Das Auerhuhn-Schaugehege des Nationalparks Harz befindet sich im Herzberger Ortsteil Lonau. Es ist durch einen kurzen, ca. 15-minütigen Spaziergang von der Nationalpark-Informationsstelle und Rangerstation im Dorfgemeinschaftshaus Lonau zu erreichen und zeigt in verschiedenen Volieren die beiden Raufußhuhn-Arten Auerhuhn und Birkhuhn. Nach der Auflösung der Revierförsterei Jagdhaus im Jahr 2013 betreuen die Lonauer Ranger das Auerhuhn-Schaugehege, in dem immer wieder auch Nachwuchs ausgebrütet wird. Dies zeigt, dass den Tieren in dem naturnahen Gehege sehr gute Lebensbedingungen geboten werden, so Meike Hullen, zuständige Fachbereichsleiterin im Nationalpark Harz.

Und noch ein Ausblick in das Jahr 2018: Vom 16. Februar bis zum 15. April wird am Auerhuhn-Schaugehege eine Sonderstempelstelle der Harzer Wandernadel eingerichtet.

Hintergrund: Auerhühner im Harz

Zusammen mit den Nadelbäumen haben die Auerhühner nach der letzten Eiszeit Europa besiedelt. Mit der sich verändernden Landschaft wurden die Lebensräume für die anspruchsvollen Raufußhühner immer knapper, so dass sie in die Gebirgs- und Mittelgebirgsregionen abgedrängt wurden. In der jüngeren Vergangenheit haben menschliche Nutzungen vielerorts zum Verschwinden der Auerhühner geführt, so auch im Harz Anfang des 20. Jahrhunderts. Seit 1978 wurden, begonnen durch die Niedersächsische Landesforstverwaltung und fortgeführt durch den Nationalpark Harz, Auerhühner gezüchtet und in den Hochlagen des Harzes ausgewildert. Knapp 1000 Tiere wurden aufgezogen und ausgewildert. Mit Ende des Jahres 2003 wurde das Projekt allerdings mangels absehbaren mittelfristigen Erfolges eingestellt. Zwischenzeitlich ist der Vogel im Harz praktisch wieder ausgestorben.

Dass der Auerhahn früher in hohem Ansehen gestanden hat, lässt sich noch heute an vielen Ortsbezeichnungen erkennen. Der Herzberger Ortsteil Lonau identifiziert sich so stark mit dem Auerhuhn, dass das Tier in das Ortswappen aufgenommen wurde und auf dem Ortseingangsschild die Gäste begrüßt.
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Einladung: Die Flechten im Nationalpark Harz – Kolloquium am 9.11.2017 in Drübeck
Anlässlich der Vorstellung eines neuen Bandes seiner Schriftenreihe am 9.11.2017 um 13 Uhr lädt der Nationalpark zum Kolloquium „Flechten im Nationalpark Harz“ im Evangelischen Zentrum Kloster Drübeck ein. Ein Tagungsbeitrag wird nicht erhoben. Eine Anmeldung zur Tagung ist nicht erforderlich.

Nach langer Bearbeitungszeit kann somit wieder ein neuer Band der Schriftenreihe aus dem Nationalpark Harz und mit ihm ein weiterer Baustein der Dokumentation seines Artenreichtums vorgelegt werden. Er widmet sich den Flechten und somit nach den Pilzen und Moosen einer weiteren wichtigen Gruppe von Kryptogamen.

In Vorträgen erfahren Sie mehr über die Bedeutung der oft wenig beachteten Kryptogamen für die Wald- und Offenland-Ökosysteme des Nationalparks. Die Autoren berichten außerdem über ihre Arbeit und das Zustandekommen des Bandes.

Flechten sind ein elementarer Bestandteil der natürlichen Artenvielfalt der Ökosysteme und haben darüber hinaus oft den Charakter von Leitarten der Lebensgemeinschaften des Nationalparks. Oft wird diese Vielfalt aber gar nicht sichtbar, da Flechten in der Regel sehr unscheinbar sind. Der reich bebilderte Band will sie aus ihrem Schattendasein heraus­ und ins Bewusstsein bringen. Ihre Wuchsorte sind Bäume und Sträucher, Totholz, Gesteine der Klippen und Gewässerläufe, der blanke Erdboden oder auch schwermetallhaltige Schlacken von Hüttenbetrieben.

Mit fast 600 Arten kann der Nationalpark Harz als flechtenreich gelten. Besondere Beachtung verdienen dabei die Flechten der hochgelegenen Klippenstandorte und Blockfelder, an denen zahlreiche Seltenheiten wohl meist nördlichen Ursprungs überdauern konnten.
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Ehrung für den "Gerechten unter den Völkern" Walter Krämer in Siegen – wann endlich auch in Goslar?
Goslar. Im November 2017 wird Walter Krämer in seiner Heimatstadt Siegen mit einer Briefmarke geehrt (siehe Anlage) – und was geschieht in Goslar, wo er ermordet wurde?
Am 6. November 2017 jährt sich der Goslarer Doppelmord an zwei einstmals bekannten niedersächsischen KZ-Opfern zum 76. Mal. Ihr politischer Werdegang war typisch für die Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Aus der Arbeiterbewegung stammend, nahmen sie zunächst mit patriotischer Begeisterung am 1. Weltkrieg teil – Walter Krämer als Matrose, Karl Peix als Soldat. Durch die Weltkriegserfahrung in ihren Anschauungen geprägt wurden sie zu Widerständlern der ersten Stunde und beteiligt sich an den revolutionären Auseinandersetzungen nach dem Krieg. Schließlich stiegen sie in der KPD auf und wurden Abgeordnete im Provinziallandtag Hannover, der mit dem heutigen Niedersächsischen Landtag vergleichbar ist.
Krämer wurde gleich nach der Machtübertragung an Hitler verhaftet, Peix war noch einige Monate an der Organisierung des Widerstandes aus der Illegalität beteiligt. Im KZ Buchenwald trafen sich die beiden wieder und gehörten zur Widerstandszelle im Krankenbau, die für etliche KZ-Häftlinge die Überlebenschance verbesserte. Ihr Wissen um die Korruption im Lager und vor allem die Syphilis-Erkrankung des Lagerführers Koch ließ die beiden zu unliebsamen Zeugen werden. Auf Befehl Kochs wurden sie ins Goslarer „Fliegerhorst-KZ“ geschickt, das Buchenwalder KZ-Außenkommando Goslar, dessen Insassen Zwangsarbeit im Bereich des Fliegerhorstes Goslar verrichten mussten. Dort wurden sie am 6. November 1941 ermordet. Ihre Leichen wurden nach Zeitzeugenaussagen noch am gleichen Tag ins KZ Buchenwald gebracht und dort im Krematorium verbrannt.
Mord im und am Fliegerhorst Goslar
Karl Peix wurde auf dem Gelände des Fliegerhorstes Goslar erschossen, Krämer nahe der Sandgrube Hahndorf am nördlichen Försterberg. Es gibt einen Zeugenbericht von Otto Storch, Häftling im Außenkommando Goslar, von 1946, der Auskunft über die Morde an Krämer und Peix gibt: „Bei Walter Krämer hat sich das Verbrechen folgendermaßen abgespielt: 3 Häftlinge marschierten mit 2 Posten in die etwa eine Stunde vom Lager abgelegene Kiesgrube. Dort befand sich eine kleine Holzbude, in der in der Regel das Essen eingenommen wurde. Bisher war es nicht üblich, frühmorgens, nachdem die Häftlinge dort angekommen waren, Wasser zu holen. An diesem Tage mussten die 2 anderen Häftlinge in dieser Unterkunft bleiben. Sie wurden von den Posten bewacht. Walter Krämer musste einen Eimer nehmen, um von der in der Nähe liegenden Quelle Wasser zu holen. Ich bin überzeugt, dass er völlig ahnungslos war. Der 2. Posten ging hinter ihm her. Nachdem sie die Baubude verlassen hatten, fielen kurz hintereinander zwei Schüsse. Die beiden anderen Kameraden wollten nachsehen, wurden aber von dem Posten daran gehindert." ... "Karl Peix wurde aus dem Kartoffelkeller von dem obengenannten Österreicher herausgeholt, angeblich um Werkzeug zu sammeln. Man hatte außerhalb der Baustellen im Fliegerhorst einige Schaufeln und Hacken hingelegt, und zwar an einem ziemlich einsam gelegenen Ort. Peix ging mit seinem Mörder, um dieses Werkzeug zu holen. Als er sich nach einer Schaufel bückte, bekam er die tödlichen Schüsse."
Krämer wurde im Jahr 2000 posthum durch den Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ für die Rettung von Juden durch die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem geehrt. Im Gegensatz dazu findet der Name Karl Peix in der Geschichtsschreibung kaum Erwähnung – selbst die eigenen Genossen ließen ihn dem Vergessen anheimfallen. Er war homosexuell und eignete sich nicht für eine Legendenbildung.
Am 20. Oktober 1944 starb der dänische Arzt Henry Jens SØrensen im Alter von 46 Jahren im Außenlager Goslar des KZ Neuengamme, das dem SS-Lager Hahndorf angeschlossen war. Über seine Todesursache liegen keine detaillierten Informationen vor. Er liegt im Sammelgrab auf dem Friedhof Hahndorf.
Es ist nunmehr an der Zeit, dass diese drei in Goslar zu Tode gebrachten NS-Opfer würdig geehrt werden. Angebracht ist die Benennung von drei Straßen im neuen Goslarer Stadtteil Fliegerhorst – denn er steht im räumlichen und sachlichen Zusammenhang mit den KZ, in denen sie litten und mittels derer sie umgebracht wurden.
http://www.spurensuche-harzregion.de/

Nationalpark-Informationsstelle in der Tourist-Information Bad Sachsa erweitert – Einladung zur Eröffnung am 25.10.2017 um 11 Uhr
Bad Sachsa. Im Laufe des Jahres 2017 wurde die Nationalpark-Informationsstelle im Kurhaus von Bad Sachsa ausgebaut und erweitert – ein attraktiver neuer Raum ist von der Bad Sachsa Holding zur Verfügung gestellt worden und wurde vom Nationalpark Harz eingerichtet. Dabei stehen die regionalen Themen „Buchenwälder des Südharzes“ und „Die Harzer Wildkatze“ im Vordergrund.

Gemeinsam mit dem neuen Medienraum in der Tourist-Information Bad Sachsa, der ebenfalls in diesem Jahr fertiggestellt wurde, bieten sich nunmehr unseren Gästen neue Informationsmöglichkeiten. Im ehemaligen Leseraum findet sich jetzt ein modernes Kommunikations- und Informationszentrum. Hier kann man sich per Knopfdruck über einen Bildschirm mit Informationen über die Harzregion versorgen. In verschiedenen Videos, unter anderem über Bad Sachsa, den Nationalpark Harz und das Salztal Paradies werden den Besuchern touristische Highlights nahe gebracht. Auch den 75-minütigen Dokumentarfilm über den Karstwanderweg kann man sich in stilvollem und passendem Ambiente anschauen.

Insbesondere den neuen Themenraum „Buchenwälder und Wildkatze“ möchten wir, die Stadt Bad Sachsa, vertreten durch Bürgermeister Dr. Axel Hartmann, der Nationalpark, vertreten durch Herrn Andreas Pusch, und die Bad Sachsa Holding, vertreten durch Geschäftsführer Martin Völz, Ihnen im Zuge einer Eröffnung am Mittwoch, den 25. Oktober 2017 um 11 Uhr im Kurhaus Bad Sachsa vorstellen. Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen. Für einen Imbiss ist gesorgt. Ihre Anmeldung erleichtert unsere Planung.

Bad Sachsa Holding GmbH & Co. KG
Martin Völz, Geschäftsführer
Karen Ruppelt, Leiterin Tourist-Information
Feldstraße 10, 37441 Bad Sachsa
www.salztal-paradies.de

Nationalpark Harz
Andreas Pusch, Leiter
Lindenallee 35
38855 Wernigerode
www.nationalpark-harz.de
http://www.nationalpark-harz.de

Neues Luchs-Denkmal im Nationalpark Harz anlässlich der letzten Luchsjagden im Harz vor 200 Jahren eingeweiht
Torfhaus. Im Jahr 1818 wurde im Harz nach langer Jagd letztmals ein Luchs erlegt. Bereits 1817 fand am Brocken ein anderes Luchsmännchen sein Ende. Präparate beider Tiere existieren heute noch im Naturhistorischen Museum in Braunschweig bzw. im Harzmuseum in Wernigerode. Ob dies jedoch die letzten beiden echten Harzluchse waren, darf bezweifelt werden. Viel wahrscheinlicher ist es, dass es sich um zwei Zuwanderer handelte, die Jahrzehnte nach der eigentlichen Ausrottung den Weg in das Mittelgebirge gefunden hatten. Der Luchsstein bei Lautenthal erinnert heute noch an die Jagd von 1818.

Die letzten Luchsjagden jähren sich nun zum 200sten Mal. Dies war der Anlass, einen Konterpart zum Luchsstein zu schaffen. Der Goslarer Mäzen Dietrich Steinhausen stiftete hierfür eine von der Harzer Künstlerin Anna Barth geschaffene Bronzeplastik. Sie steht auf einem Harzer Diabas aus dem Huneberg-Steinbruch. Am 20.10.2017 wurde das neue Denkmal mit einem kleinen Festakt eingeweiht. Der Bronzeluchs findet sich am Kaiserweg bei Torfhaus an der nunmehr „Luchsbrücke“ genannten Überquerung der Abbe. Ganz in der Nähe dieses Ortes befand sich das Luchs-Auswilderungsgehege, aus dem alle zwischen 2000 und 2006 im Nationalpark Harz ausgewilderten Luchse ihren Weg in die Freiheit begannen. Das Denkmal steht somit – wie auch der Luchsstein nahe des Sternplatzes bei Lautenthal – an einem historischen Ort.
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Die Grottenolme in Rübeland - Öffentlicher Vortragsabend - 24.10.2017
18:00 Uhr
Begrüßung durch den Betriebsleiter des Tourismusbetriebes der Stadt Oberharz am Brocken, Rübeländer Tropfsteinhöhlen, Thomas Schult, die Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz e.V., Siegfried Wielert und Dr. Friedhart Knolle, und Dr. Anne Ipsen, wissenschaftliche Leitung des Grottenolmprojektes
18:15 Uhr
Dr. Wolf-Rüdiger Große: Menschenfischlein, Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Samm-lungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: „Europäische Grottenolme im Harz“
18:35 Uhr
Uwe und Ute Fricke, Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz e.V.: „Zur aktuellen Situation der Grottenolme in der Hermannshöhle“
18:55 Uhr
Olivier Guillaume, Höhlen-Laboratorium in Moulis, Frankreich: „A long tradition of research on olm at the cave-laboratory in Moulis, France” (Die lange Tradition der wissenschaftlichen Erforschung der Grottenolme am Höhlenlaboratorium in Moulis, wird ins Deutsche übersetzt)
19:15 Uhr
Gregor & Magdalena Aljan?i?, Society for Cave Biology, Tular Cave Laboratory (Gesellschaft für Höhlenbiologie, Tular Höhlen-Laboratorium), Slovenien: “The story of Proteus” (Die Geschichte des Grottenolms, wird ins Deutsche übersetzt)
19:35 Uhr
Prof. Dr. Thomas Hildebrandt, Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung im Forschungs-verbund Berlin e.V.: "Ultraschalluntersuchung exotischer Tierarten für den Artenschutz"
19:55 Uhr
Dr. Susanne Holtze, Leibniz-Institut für Zoo und Wildtierforschung im Forschungsverbund Berlin e.V.: "Ultraschalluntersuchung der Grottenolme aus Rübeland, Harz"
Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz e.V.
Veranstaltungsort: Gaststätte „Tannengrund“, Blankenburger Str. 31, 38889 Oberharz am Brocken OT Rübeland
Datum: 24.10.2017, 18 Uhr – 20:15, danach gemeinsamer Austausch und geselliges Beisammensein

Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz e.V.
Tel. 03943/5502-32 & 0170/22 09 174

Multivisionsshow „Abenteuer Grünes Band – Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“
Multivisionsshow „Abenteuer Grünes Band – Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ mit dem ehemaligen Grenzflüchtling, Reisefotografen und Abenteurer Mario Goldstein, die ab dem 7.10. in die Landkreise am Grünen Band Thüringen kommt.

Die nächste Veranstaltung in Ihrer Nähe wäre in der Gaststätte „Zur Linde“ in Limlingerode am 21.10.2017 um 19 Uhr.

Am 4.11. kommt er in die Südeichsfeldhalle in Diedorf, am 10.11. ins Victor´s Residenzhotel in Teistungen, jeweils ab 19 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Der Hintergrund:
Das Abenteuer am Grünen Band Thüringen geht weiter:
Bis spätestens Anfang 2018 soll das Gesetz zur Ausweisung als Nationales Naturmonument verabschiedet sein. Als Botschafter für das Grüne Band Thüringen geht der Abenteurer Mario Goldstein ab Oktober 2017 auf Tour – mit den schönsten Bildern seiner Wanderung entlang des gesamten Grünen Bandes Thüringen (763km).
Im Sommer 2016 stellte sich der ehemalige Grenzflüchtling seiner eigenen Geschichte, traf Menschen mit packenden Lebens­geschichten und entdeckte Abenteuer und Vielfalt mitten in Deutschland. In der Multivisionsshow vermittelt er seinem Publikum in eindrucksvollen Bildern, Interviews und Videos das Gefühl, hautnah dabei gewesen zu sein. Erleben Sie mit ihm das zukünftige Nationale Naturmonument!

Alle Termine und Reservierung auch unter www.gruenes-band-monumental.de/#multivision
http://www.gruenes-band-monumental.de/#multivision

Der Niedersächsische Heimatbund kürt die Berg-Ahorn-Allee südlich von Sankt Andreasberg zur Allee des Monats Oktober 2017
Am Freitag den 20. Oktober 2017 ist der "Tag der Allee" und anlässlich dieses Datums gibt der Niedersächsische Heimatbund e.V. (NHB) die Allee des Monats Oktober 2017 bekannt:

Es handelt sich um die Berg-Ahorn-Allee im Oberharz südlich der Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg.

Die Allee liegt mitten im Wald und ist Teil des Baumlehrpfades am beliebten John-Kothe-Weg, der am Südosthang des Glockenberges verläuft. Zunächst führt die Allee über eine kleine Lichtung mit einem schönen Ausblick in den benachbarten Wäschegrund (Foto 1). Anschließend schlängelt sich die Allee in den Wald hinein (Foto 2). Trotz des die Allee umgebenden Waldes geht der Alleencharakter auf einer Länge von knapp 150 Metern nicht verloren und die alten Bäume ergeben ein schönes und homogenes Gesamtbild. Neben dem dominierenden Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) finden sich Gewöhnliche Rosskastanien (Aesculus hippocastanum) und Gewöhnliche Eschen (Fraxinus excelsior) als Einzelbäume in den zwei Baumreihen. Gerade mit den herbstlichen Laubverfärbungen ist der Harz und speziell diese Allee einen Ausflug wert!


Zum Hintergrund des Alleenschutzes
Seit Jahrhunderten prägen Alleen das Landschaftsbild Niedersachsens. Sie sind wertvolles Naturgut und zudem auch kulturhistorisch bedeutsam. Straßenbegleitende Alleen sind allerdings aufgrund des Ausbaus von Straßen und durch fehlende Nachpflanzungen in ihrem Bestand gefährdet. Bisher besteht auch weder bei Landkreisen noch bei Landesbehörden Kenntnis über den Umfang des Alleennetzes in Niedersachsen.

Der Niedersächsische Heimatbund e.V. erstellt daher im Rahmen des von der Niedersächsischen-Bingo-Umweltstiftung geförderten Projekts „Die 500 schönsten und wertvollsten Alleen Niedersachsens“ mit Hilfe der Bevölkerung bis Mitte 2018 erstmals eine repräsentative Übersicht der wichtigsten und schönsten Alleen Niedersachsens (www.niedersaechsischer-heimatbund.de/projekte/alleen-in-niedersachsen/). Damit soll eine Grundlage für die Erhaltung der Alleen geschaffen werden. Unter www.alleen-niedersachsen.de kann jede Bürgerin/jeder Bürger uns eine Allee mitteilen.

Um das öffentliche Interesse an der Thematik zu vergrößern und ein Bewusstsein für den Alleenschutz zu fördern, stellt der NHB in regelmäßigen Abständen eine besondere Allee im Rahmen der Aktion „Allee des Monats" vor. Weitere Informationen finden sich auf

www.facebook.com/alleen.niedersachsen/.
http://www.facebook.com/alleen.niedersachsen/

Letzte Luchsjagden im Harz vor 200 Jahren - Einladung zur Einweihung einer Luchs-Bronzeplastik im Nationalpark Harz am kommenden Freitag um 12 Uhr ab Torfhaus
Torfhaus. Im Jahr 1818 wurde im Harz nach langer Jagd letztmals ein Luchs erlegt. Bereits 1817 fand am Brocken ein anderes Luchsmännchen sein Ende. Präparate beider Tiere existieren heute noch im Naturhistorischen Museum in Braunschweig bzw. im Harzmuseum in Wernigerode. Ob dies jedoch die letzten beiden echten Harzluchse waren darf bezweifelt werden. Viel wahrscheinlicher ist es, dass es sich um zwei Zuwanderer handelte, die Jahrzehnte nach der eigentlichen Ausrottung den Weg in das Mittelgebirge gefunden hatten. Der Luchsstein bei Lautenthal erinnert heute noch an die Jagd von 1818.

Die letzten Luchsjagden jähren sich nun zum 200sten Mal. Dies ist Anlass, einen Konterpart zum Luchsstein zu schaffen. Der Goslarer Mäzen Dietrich Steinhausen stiftete hierfür eine von der Harzer Künsterlin Anna Barth geschaffene Bronzeplastik. Am Freitag dem 20.10.2017 um 12:00 Uhr wird diese in einem kleinen Festakt eingeweiht. Der Bronzeluchs wird seinen Standplatz am Kaiserweg bei Torfhaus finden. Ganz in der Nähe dieses Ortes am Abbegraben befand sich das Auswilderungsgehege aus dem alle zwischen 2000 und 2006 im Nationalpark Harz ausgewilderten Luchse ihren Weg in die Freiheit begannen.

Treffpunkt für Teilnehmer: Torfhaus, B 4 Ecke Goetheweg um 11.30 Uhr, ab dort Shuttle zum Ort der Einweihung.
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Brockengartensaison am 13.10.2017 beendet
Wernigerode - Brocken. Am Freitag den 13.10.2017 findet um 14.00 Uhr die letzte Brockengartenführung in dieser Saison statt – und dieses Datum kann eigentlich nur ein gutes Omen für das kommende Jahr sein.

Da in diesem Jahr die Vegetationsentwicklung etwa 14 Tage früher begann, sind die meisten Pflanzenarten im Brockengarten schon seit Ende September auf Winter eingestellt.

Erwartungsgemäß sind die meisten Hochgebirgspflanzenarten im Brockengarten schon verblüht, da sie am Naturstandort an kurze Vegetationszeiten angepasst sind und daher in der Regel schon sehr frühzeitig im Jahr ihre Blüten zeigen. Die asiatisch verbreiteten sogenannten Wellensittich-Enziane (Gentiana farreri, Gentiana sino ornata und Gentiana ternifolia) sind stets die letzten, die Mitte Oktober noch blühen und mit ein wenig Glück am letzten Gartentag der Saison noch in Augenschein genommen werden können.

In der Zeit von Mitte Mai bis Mitte Oktober 2017 besuchten aufgrund des ungemütlichen Sommerwetters und der Bautätigkeit am Bahnsteig 1 der Brockenbahn deutlich weniger Gäste den Garten als in den vorangegangenen Jahren. Dennoch waren es insgesamt ca. 4690 Gartenbesucher, die sich durch die Anlage führen ließen. War das Wetter schön, war die Anzahl der Gäste erwartungsgemäß deutlich höher als an Tagen mit Regen, Sturm und Nebel. Und davon hatten wir in diesem Jahr sehr viele.

In der Gartensaison 2017 wurden 3906 Brockenbesucher von den Mitarbeitern des Brockengartens durch die Anlage geführt. Hinzu kamen 14 Sonderführungen für Fachleute, aber auch Studenten und Schüler, an denen insgesamt 405 Personen teilnahmen. Darüber hinaus begleiteten die Nationalpark-Ranger 379 Gäste durch unsere Anlage. Dies erfolgte meist an den Wochenenden in Kombination mit der Brockenrundwegsführung.

Wie in den vergangenen Jahren waren auch 2017 viele ausländische Gäste im Brockengarten – u.a. aus Israel, Schweden, Dänemark, Polen, Frankreich, Spanien, Georgien, Südkorea, Russland, Belgien, Bulgarien, den Niederlanden, der Türkei, Italien, England, den USA, Kanada, Japan und China.

Der Brockengarten erfüllt im Nationalpark Harz verschiedene Aufgaben – er dient der Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit. Gleichzeitig ist er ökologische Feldstation, die Renaturierungs-, Artenschutz- und Biotopschutzmaßnahmen auf dem Brockenplateau koordiniert und umsetzt.

Besonders freuen wir uns natürlich über die Inanspruchnahme der Anlage durch die Universitäten, sei es im Rahmen von Master- oder Promotionsarbeiten oder auch von Geländepraktika.

Zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Anlage trug auch in diesem Jahr der Tag des offenen Denkmals am 10.9.2017 bei, an dem sich der 1890 gegründete Brockengarten als Gartendenkmal erneut beteiligte.

Besonders erfreulich ist, dass unsere Anlage in diesem Jahr als Mitglied der „Gartenträume“ des Landes Sachsen-Anhalt aufgenommen werden soll.

Die jetzt beginnende Winterpause ist erst Mitte Mai 2018 beendet, wenn die Brockenanemone ihre Blüten zeigt.
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Heinrich Heine-Weg im Nationalpark Harz bei Ilsenburg wieder begehbar - Hochwasserschäden beseitigt
Ilsenburg. Jüngst konnte die Reparatur des durch die Hochwasserschäden örtlich weggebrochenen Heinrich Heine-Wegs im Wandergebiet des Ilsetals abgeschlossen werden. Der abgerutschte Wanderweg musste aufgrund seiner schlechten Erreichbarkeit ausschließlich in Handarbeit neu aufgebaut werden.

Die Sperrung der Weges ist nunmehr aufgehoben und der beliebte Weg - einer der schönsten, der auf den Brocken führt - kann wieder bewandert werden. Der Namensgeber Heinrich Heine wanderte auf ihm im Zuge seiner Harzreise 1824 übrigens nicht AUF den Brocken, wie man hin und wieder liest und hört, sondern nach einer Übernachtung HERUNTER nach Ilsenburg.
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Fotoausstellungen „Spektakuläres und Alltägliches“ in Ilsenburg 11.06.2017 bis 20.10.2017
„Spektakuläres und Alltägliches“ – fotografiert von Mitgliedern der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (Regionalgruppe Sachsen / Sachsen-Anhalt) - wird in der Fotoausstellung im Nationalparkhaus in Ilsenburg gezeigt.

Die Sonderausstellung ist täglich von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen) geöffnet und eintrittsfrei.

Nationalparkhaus Ilsetal in 38871 Ilsenburg

Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser – Vortrag am 12. Oktober 2017 in Goslar von Arne Bastian und Friedhart Knolle
Goslar. Was ist nur mit dem Wetter los? Unter diesem Thema steht ein Vortrag von Dr. Friedhart Knolle und Dipl.-Ing. Arne Bastian in Goslar am Donnerstag, 12. Oktober 2017 im Saal des Restaurants Platon, Bäringer Straße 6, um 19 Uhr.

Einem zu warmen Winter folgte ein verregneter Sommer. Ende Juli kam es zu schweren Unwettern im Nordharz, Teile von Bad Harzburg, Goslar, Ilsenburg und Wernigerode versanken im Wasser. Auch Seesen und andere Kommunen waren betroffen, von Städten wie Hildesheim und anderen im Harzvorland ganz zu schweigen.

Innerhalb von drei Tagen fielen über 250 mm Niederschlag, kleine Gebirgsbäche wurden zu reißenden Strömen mit verheerenden Auswirkungen. War dies nur ein Zufall oder müssen wir auch in Zukunft mit solchen Unwettern rechnen? Die Antwort der Fachleute lautet leider: Dies ist ein Dauerthema, das Thema wird uns zunehmend beschäftigen und die nächsten Hochwässer stehen bevor. Auch Goslar muss sich wappnen – übrigens gerade Goslar, denn die Innenstadt wurde in das natürliche Überflutungsgebiet der Gose bzw. Abzucht gebaut. Schwermetallbelastungen der Sedimente kommen noch hinzu – sie befinden sich in vielen Gärten.

Der Vortrag beleuchtet einige Hintergründe der Hochwassergefahr, gibt einen Einblick in 20 Jahre Wetteraufzeichnungen der Wetterstation Torfhaus/Bad Harzburg und Tipps, was jeder einzelne in seinem Haus und auf seinem Grundstück vorsorglich gegen die steigende Gefahr der Hochwassereinwirkung tun kann. Denn sicher ist nur eins: das nächste Hochwasser wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Donnerstag, 12. Oktober 2017 im Saal des Restaurants Platon, Bäringer Straße 6, um 19 Uhr.

Der Eintritt ist frei!
http://www.bad-harzburg-wetter.de/

BUND: Skiprojekt Schierke weder zeitgemäß noch genehmigungsfähig Drittes Gutachten weicht von verbindlichen Methoden ab
Wernigerode / Magdeburg: Die Auseinandersetzung um das in Schierke im Harz geplante Wintersportprojekt mit Skipiste, Schneekanonen und Seilbahn geht weiter. Das „3. Gutachten“ wurde nicht nach den für alle geltenden verbindlichen Methoden erstellt. Bei dem Bau würde wertvoller Moorwald zerstört werden. Beides ist für den BUND nicht hinnehmbar. Der Verband erwägt gegebenfalls rechtliche Schritte.

Vor diesem Hintergrund hat sich Prof. Hubert Weiger, Bundesvorsitzender des BUND, und der Landesvorsitzende Ralf Meyer über den aktuellen Stand vor Ort informiert. Im einem Pressegespräch erläuterten sie, warum dieses Projekt auch vor dem Hintergrund des dritten Gutachtens weder zeitgemäß noch zukunftsfähig und aus naturschutzfachlicher Sicht nicht genehmigungsfähig sei.

„Angesichts steigender Temperaturen werden Skigebiete in einer Art Torschlusspanik und nach dem Prinzip Hoffnung aufgerüstet“, kritisierte Prof. Dr. Hubert Weiger, die aktuellen Planungen für das Skiprojekt Schierke. „Moor- und Klimaschutz bleiben dabei auf der Strecke.“ Aus gutem Grund habe sich die Kenia-Koalition im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, dem Moor- und Klimaschutz in unserem Land besondere Beachtung zu schenken. Gerade intakte Moore seien wichtige Kohlenstoffspeicher und tragen zum Klimaschutz bei. Der werde aber mit der Zerstörung des Moorwaldes weiter vorangetrieben, was vor dem Hintergrund, Wintersport touristisch zu vermarkten, besonders absurd anmute.

„Der Umfang der geplanten Eingriffe des Schierke-Projekts in den Natur- und Wasserhaushalt sprengt aus Sicht des BUND Sachsen-Anhalt alle Dimensionen eines vernünftigen, zukunftsorientierten Harztourismus“, ergänzt Landesvorsitzender Ralf Meyer. Daran habe auch das sogenannte „3. Gutachten“ nichts geändert. „Der Eindruck drängt sich auf, dass das vom Verkehrsministerium in Auftrag gegebene Gutachten, einen politischen Hintergrund hat. Die ansonsten verbindliche Kartiermethodik wurde geändert, so konnte der Anteil streng geschützter Lebensräume erheblich kleingerechnet werden.“ Das Vorhaben „Skigebiet Schierke“ werde damit in unzulässiger Weise privilegiert.

Ein Abweichen von der für alle verbindlichen Kartieranleitung der zuständigen Landesfachbehörde (LAU) sei für den BUND nicht akzeptabel. Trotz der Kleinrechnerei wurden die Kartierungen des LAU bestätigt, die im Gebiet streng geschützten Moorwald dokumentierten, dessen Beeinträchtigung oder gar Vernichtung verboten sei. Das Land Sachsen-Anhalt sei gesetzlich verpflichtet, diese seltenen und streng geschützten Lebensräume zu erhalten und zu entwickeln. Durch den Tausch würden diese wertvollen Flächen zerstört werden, das konterkariere die vorgeschriebenen Naturschutzziele. Aus Sicht des BUND sei deshalb das Bauprojekt nicht umsetzbar.

„Der BUND Sachsen-Anhalt hat die volle Rückendeckung des BUND-Bundesverbandes. Wir werden diese Lebensräume schützen und verteidigen, wenn nötig auch mit juristischen Mitteln“, sagt Weiger, der aber betont: „Dem BUND geht es nicht um die Verhinderung von Investitionen. Nur diese müssen in den Naturtourismus fließen, darin liegt die Zukunft.“ An Gesprächen und Runden Tischen über solche zukunftsfähigen Alternativen werde man sich aktiv beteiligen, so Weiger und Meyer abschließend.
http://www.bund-sachsen-anhalt.de/

11.10.2017: Vortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: „Fledermäuse im Nationalpark Harz – Einblicke in die aktuelle Forschung“
Sankt Andreasberg. Am Mittwoch, den 11. Oktober findet der Vortrag „Fledermäuse im Nationalpark Harz– Einblicke in die aktuelle Forschung“ um 19:30 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg statt.

Die Referentin Annika Schröder ist seit Februar 2017 beim NABU im Nationalparkhaus angestellt und schreibt zurzeit ihre Masterarbeit im Bereich Wildtierökologie an der Universität für Bodenkultur Wien. Dafür hat sie an Probepunkten auf der gesamten Fläche des Nationalparks mit Bat-Rekordern Fledermausrufe und Daten zur Vegetationsstruktur erfasst, um damit ein Habitatmodell zu erstellen. Die bisherigen Ergebnisse dieser Arbeiten werden vorgestellt. Annika Schröder geht aber auch auf die anderen Erfassungs- und Forschungsarbeiten zur Artengruppe der Fledermäuse im Nationalpark ein.

Gäste können spontan zum ca. 90-minütigen Vortrag kommen, eine Anmeldung ist nicht nötig. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Dauer: ca. 1,5 Std.
Eintritt: frei
http://www.nationalpark-harz.de

13.10.2017: Vortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: „Schnecken entdecken – Faszination einer übersehenen Tiergruppe“
Sankt Andreasberg. Der Vortrag findet am Freitag, den 13. Oktober 2017 um 19:30 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg statt. Der Referent, der Diplombiologe Walter Wimmer, hat das Nationalparkhaus von 2009 bis 2015 selbst geleitet und ist jetzt beim NLWKN für den regionalen Naturschutz zuständig.

Die Schnecken sind seit dem Studium sein Lieblingsthema und er hat sie stets besonders gerne auch im Bereich Umweltbildung mit einbezogen.

Im Vortrag wird er auf viele interessante Details eingehen und diese mit zahlreichen eindrucksvollen Fotos untermauern.

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Dauer: ca. 1,5 Std.
Eintritt: frei
http://www.nationalpark-harz.de

Harzer NABU-Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" geht erfolgreich weiter
Wernigerode. Der NABU Sachsen-Anhalt startete 2012 mit freundlicher Unterstützung des Umweltministeriums erstmalig die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“.

2016 schrieb der NABU-Kreisvorstand Harz, dass er sich freuen würde, wenn im nächsten Jahr viele Bewerbungen im Rahmen der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ eingehen. Der Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Immerhin waren es 2017 34 Harzer, die sich an der Aktion beteiligten.

Leider werden Schwalben häufig vertrieben. Die Hinterlassenschaften von Mehlschwalben an Hausfassaden oder von Rauchschwalben in Gebäuden werden von vielen Hausbesitzern nicht akzeptiert. Schmutzabweisende Fassadenfarben oder Netze sollen den Bau der Lehmnester verhindern.

Bedauerlicherweise werden bei Haussanierungen die vorhandenen Nester oft einfach entfernt. Die vor allem in Stallanlagen oder anderen Gebäuden brütenden Rauchschwalben finden nur noch wenige Orte, die während der Brutzeit eine Einflugmöglichkeit bieten.

Der NABU möchte daher mit der Auszeichnung von Gebäuden, an oder in denen Schwalben nisten, um Toleranz und Verständnis, aber auch um Akzeptanz für die Vögel werben, auf schwindende Brutmöglichkeiten hinweisen und zum Mitmachen anregen.

Nicht immer sind Schwalben willkommen, und dennoch gibt es viele Menschen, die sich über das Glück freuen, das die Schwalben sprichwörtlich an ihre Häuser bringen. So freut es den NABU-Kreisverband Harz sehr, dass sich auch 2017 die Harzer an der Aktion rege beteiligten. Sie zeigen damit, dass ihnen die Schwalben am Herzen liegen. Nicht nur, dass die Schwalben an den Häusern geduldet wurden – es wurden auch Nisthilfen angebracht.

Die Harzer Schwalbenfreunde erhielten im Namen des Landesverbandes eine Urkunde und eine Plakette. Jürgen Weißleder, Andreas Keßling, Jennifer Wetzig-Mänz, Dr. Gordon Seitz, Otfried Wüstemann und Dr. Gunter Karste vom Vorstand des NABU-Kreisverbandes Harz dankten den Teilnehmern.

Die Auszeichnung erhielten Familie Schmidgunst aus Deesdorf, Annette Baars aus Börnecke, Wolfgang Matthies aus Dedeleben, Hans Klinger aus Blankenburg, Wilfried Schmid aus Stötterlingen, Maruna Reinert aus Langeln, Sylvia Bulwan aus Harzgerode, Familie Zehnpfund aus Siptenfelde, Hartmut Ritzau aus Stapelburg, Renate Besecke aus Königerode, Jan Haunschild aus Reddeber, Thorsten Horn aus Pansfelde, Manfred Hering aus Quedlinburg, Manfred und Elfriede Unglaub aus Thale, Tanja Gräfling aus Blankenburg, Klaus Müller aus Badeborn, Anke und Klaus Bodtke aus Osterode, Johanna Koch aus Rieder, Hans und Claudia Kuhn aus Darlingerode, Klaus Zilonkovski aus Hausneindorf, Reinhard Daus aus Stötterlingen, Edith Jürgens aus Friedrichsbrunn, Albrecht Hiller aus Hedersleben, Familie Tornack aus Schielo, Uwe Ecke aus Friedrichsbrunn, Joachim Gerlach aus Thale, Uwe und Dorothea Eitze aus Darlingerode, Sybille Hentschel aus Osterode, Holger Hüttepohl aus Wedderstedt, Werner Plettner aus Wülperode, Peter Hackmann aus Halberstadt, Frau Wielgoß aus Deersheim und Herr Elgner aus Blankenburg.

Der NABU-Kreisvorstand Harz gratuliert den Ausgezeichneten und würde sich freuen, wenn auch 2018 wieder viele Bewerbungen im Rahmen der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ eingehen.
https://sachsen-anhalt.nabu.de/aktionen-und-projekte/aktionen/schwalbenfreundlicheshaus.html

Herbstliche Buchenpflanzungen im Nationalpark Harz beginnen
Wernigerode - Braunlage. In diesem Jahr beginnt die Pflanzsaison für die Buchen in der Waldentwicklung eher. Seit dieser Woche werden in den Revieren Oderhaus und Acker sogenannte Containerpflanzen gepflanzt, so Sabine Bauling, die Fachbereichsleiterin Waldentwicklung im Nationalpark Harz.

Containerpflanzen werden mit Wurzelballen geliefert. Dies ermöglicht es, schon vor der Zeit des Laubabfalls zu pflanzen. Die kleinen Buchen stammen aus Saatgut, das im vergangenen Jahr im Nationalparkrevier Scharfenstein geerntet wurde, und wurden dann in einer Baumschule herangezogen.

Im Einsatz sind derzeit Schülerinnen und Schüler aus dem Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle des Nationalparks Harz und ein ortsansässiger Unternehmer. In diesem Herbst werden noch ca. 550.000 kleine Buchen gepflanzt. Der zeitige Start hilft uns, Vorlauf zu schaffen, bevor der Winter kommt.

Damit kommt der Nationalpark Harz dem Ziel wieder etwas näher, mehr Naturnähe in die monotonen Fichtenforsten der mittleren und unteren Höhenlagen zu bringen. Die kleinen Buchen sollen sich zu Samenbäumen für zukünftige Waldgenerationen entwickeln und somit die Buche als heimische Baumart wieder hierher zurückbringen.
http://www.nationalpark-harz.de

Sankt Andreasberg: Freiwillige und ihre Betreuer lernen sich kennen
Das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg hatte die Freiwilligen und ihre Betreuer aus der Region zu einem Kennenlern-Grillen eingeladen. Das Treffen fand am 19. September ab 17:30 Uhr am Gaipelplatz neben der Grube Samson und in unmittelbarer Nähe des Nationalparkhauses statt. Rund zwanzig Freiwillige und zehn Betreuer kamen dort am Lagerfeuer zusammen und miteinander ins Gespräch.
Die Teilnehmer kamen neben den Gastgebern vom Nationalparkhaus Sankt Andreasberg (NABU), vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus (BUND), vom Bildungszentrum und Jugendwaldheim der Nationalparkverwaltung und auch vom Internationalen Haus Sonnenberg (IHS) sowie vom Verein Naturerlebnistage Harz aus Hohegeiß.

Unter den Teilnehmern waren junge Leute, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FÖJ), ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), ein Commerzbank-Umweltpraktikum, einen Bundesfreiwilligendienst oder auch ein studienbegleitendes Praktikum absolvieren.

Die Idee zu dem Treffen hatte Timo Steinert, ehemaliger Bildungsreferent des Internationalen Hauses Sonnenberg, zusammen mit Victoria Dietrich und Annika Schröder vom Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, die beide selbst vor nicht langer Zeit als Praktikantinnen hier tätig waren. Auf offene Ohren stießen sie damit bei Thomas Appel, der das Nationalparkhaus leitet, und so wurde die Anregung schnell in die Praxis umgesetzt.

Thomas Appel: „Es ist wichtig, dass die jungen Leute, die sich so über Organisationsgrenzen hinweg kennenlernen konnten, sich auch gegenseitig über interessante Aktivitäten und Termine informieren können, denn alle haben Publikumskontakt und informieren die Öffentlichkeit über ihre Arbeit. So kann die Zeit im Oberharz durch eine lockere Vernetzung noch erfahrungsreicher und spannender werden.“

Und auch die Einrichtungen, bei denen die Freiwilligen eingesetzt sind, können von deren Austausch profitieren. Ohne die tatkräftige Unterstützung der Freiwilligen könnten diese Ihre Angebote im aktuellen Umfang ohnehin nicht aufrechterhalten.
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Jubiläum der besonderen Art im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Altenau-Torfhaus. Das Team des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus staunte nicht schlecht, als es erneut den Namen Conrad Lüschen auf der Teilnahmeliste für den Bildungsurlaub „Wald-Mensch-Forst“ las. Zum 10. Mal nimmt Herr Lüschen nun das Angebot des einwöchigen Bildungsurlaubs der Bremer Volkshochschule in Kooperation mit dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus wahr. Besonders gut gefallen haben dem naturverbundenen, in der Autoindustrie tätigen Bremer die vielfältigen Einblicke in die Harznatur und die differenzierten Informationen zum Nationalparkmanagement und zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung.

„Jedes Mal ist wieder etwas spannendes Neues dabei und auch die Unterbringung ist prima“ so der harzbegeisterte Bremer. Dieses Jubiläum war Heike Albrecht, der Leiterin des Besucherzentrums, eine besondere Anerkennung wert: „ Ich freue mich sehr über dieses besonders große wiederkehrende Interesse an den Themen rund um den Nationalpark Harz“.

Der Bildungsurlaub Wald-Mensch-Forst beleuchtet die Landschaftsgeschichte des Harzes, den Wirtschaftsraum und das komplexe Ökosystem Wald sowie das prozessschutzorientierte Management des Nationalparks Harz.

Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus führt seit knapp 20 Jahren jährlich zwischen 5 und 7 einwöchige Bildungsurlaube für das Bildungswerk ver.di, die Volkshochschule Bremen, die Kreisvolkshochschule Holzminden und die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen durch und ist zudem an Bildungsurlauben des Bildungshauses Zeppelin HVHS Goslar und des DGB Hessen beteiligt.

Die Themenpalette der Bildungsurlaube ist breit gefächert. So geht es in einem Bildungsurlaub um die erfolgreiche Wiederansiedlung des Luchses, in einem anderen um die Bedeutung des Grünen Bandes als Lebensraum entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Weitere Bildungsurlaube befassen sich unter dem Motto „Nachhaltig wild“ mit den Themen Naturdynamik und Prozessschutz oder es geht um das Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft im Nationalpark Harz, um die Entwicklungsgeschichte von einem Industriegebiet zur Nationalparkregion, um die Ökologie und Bedeutung der Harzer Moore oder auch unter der Überschrift Wald-Mensch-Forst um die vergangenen 200 Jahre Waldwirtschaft.

Wer mehr zu den Bildungsurlaubsangeboten wissen möchte, erreicht das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter Tel. 05320-33179-0, Email: post@torfhaus.info oder direkt bei einem Besuch der Ausstellungsräume auf dem Großparkplatz Torfhaus.
http://www.nationalpark-harz.de

23. Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel vom 17.9. bis 15.10.2017 in Sankt Andreasberg- Andreas-Kunstpreis geht an Detlef Backhaus für seine Installation „Hängende Weiden“
Braunlage – Sankt Andreasberg. Am 16. September eröffneten Nationalparkleiter Andreas Pusch und den Bürgermeister der Stadt Braunlage Stefan Grote im Rahmen einer feierlichen Vernissage die Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ in Sankt Andreasberg nun schon zum 23. Mal – ein konstant wichtiger Baustein in der Zusammenarbeit zwischen Stadt Braunlage und Nationalpark Harz.

Den mit 2.000 € dotierten Andreas-Kunstpreis erhält in diesem Jahr Detlef Backhaus für seine Installation „ Hängende Weiden“. Der 1945 in Wendgräben bei Magdeburg geborene und in Bergisch Gladbach aufgewachsene Künstler studierte in Köln Architektur mit freiem Zeichnen, Aktzeichnen und Bildhauerei, bis er sich ab 2007 ausschließlich auf seine künstlerische Arbeit konzentrierte. Seit 2002 stellt Detlef Backhaus regelmäßig aus – nicht nur in seiner heimatlichen Eifel, sondern auch in den USA und Berlin.

Auszeichnungen im Wert von je 500 € erhielten Barbara Czarnojahn für ihre Malerei „vögeln“ und Evelyn Steinmetz für die Fotografie „Die Insel“.

Barbara Czarnojahn, geboren in Berlin, studierte an der Hochschule der Künste in Berlin bei Dieter Hacker Malerei mit dem Abschluss „Meisterschüler“ und erhielt ein Stipendium der Karl-Hofer-Gesellschaft in Berlin. Seit 2002 ist sie Mitglied im Verein Berliner Künstler. Auch sie nahm und nimmt an zahlreichen Ausstellung u.a. in Berlin, München und Potsdam teil.

Evelyn Steinmetz, 1954 in Mölln (Schleswig-Holstein) geboren, studierte Malerei, Grafik, Fotografie an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Seit 1987 unternahm sie Studienreisen ins In- und Ausland (Chile, Mexiko, Italien, USA, Kuba, China u.a.).

Evelyn Steinmetz ist Trägerin verschiedener Kunstpreise und mehrfach Nominierte. Sie war Initialausstellerin für die Einführung der HypeGallery Deutschland in Berlin.

Die Preise wurden gestiftet von der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine.

68 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/ Skulptur wird die diesjährige Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel vom 17.9. bis 15.10.2017 in Sankt Andreasberg zeigen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren erschienen, um sich die Ausstellung anzuschauen und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Die über die Jahre gewachsene und an Bedeutung gewonnene Ausstellung vermittelt in Werken nationaler und internationaler Künstlern das Zusammen- oder auch Gegenspiel von Natur und Mensch – Mensch und Natur.

Immer wieder gelingt es Künstlern in unterschiedlichsten Werken mit variierenden Stilen – Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerei, Installation u.a. Methoden – die Seelen der Besucher zu berühren, nachdenklich zu stimmen und zu sensibilisieren für die kleinen Dinge, die sich im Großen zusammenfügen. Gefördert wird die Ausstellung vom Regionalverband Harz in seiner Funktion als Landschaftsverband in Niedersachsen für das Gebiet des Landkreises Goslar mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.
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23. Kunstaustellung Natur – Mensch
Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei
vom 17.9. bis 15.10.2017
täglich von 11 - 17 Uhr
in Sankt Andreasberg: Rathausscheune, Atrium der Sankt Andreas-Kirche, Martini-Kirche
http://www.nationalpark-harz.de

Rundwanderweg von Hängebrücke an der Rappbodetalsperre zur Köhlerhütte am Stemberghaus
Ein neues Angebot für die zahlreichen Touristen im Harz ist eine Wanderweg zur Köhlerhütte am Stemberghaus und zurück. Der Weg beginnt an der Hängebrücke, von dort geht es in den Wald bergauf, dann bergab, am Pumpspeicherbecken vorbei über die B81 im Wald entlang Richtung Stemberghaus. Dort kann man sich über die Geschichte der Harzköhlerei informieren und oder eine Brotzeit einnehmen. Die Wanderung dauert zirka 45 Minuten, genauso lang ist auch der Rückweg. Allerdings wandert man auf der Stauseeseite der B 81 entlang. Ein toller Ausblick über den Rappbodestausee findet man am Roten Stein, er ist ca. 800 Meter von der Wegstrecke entfernt, aber der kleine Umweg lohnt sich wirklich. Zurück auf dem Hauptweg geht es weiter durch den Wald, bis man wieder auf das Pumpspeicherbecken trifft, von dort ist es nicht mehr weit zur Staumauer.

UNSER HARZ September 2017 – wieder mit einer Fülle von Themen aus dem ganzen Harz: Der WeltWald Harz bei Bad Grund – Ein Wald aus Wäldern Zum Betrieb der Diabas-Steinbrüche bei Neuwerk nach 1945, Teil 2 Drei alte Ansichten vom Kloster Walkenried und die Frage: Wo standen ihre Zeichner? Veränderungen des Landschaftsbildes im Oberharz Einiges über die Eibe (Taxus baccata) im Osteroder Kurpark und Allgemeines über diese älteste Nadelbaumart Venedigersteine in der Nationalparkregion Harz
Clausthal-Zellerfeld. Der WeltWald bei Bad Grund wird in all seiner Schönheit vorgestellt mit vielen brillanten Fotos von demjenigen, der ihn seit über 40 Jahren betreut, dem Leiter der Revierförsterei Grund, Dietmar Mann. Im zweiten Teil des Beitrags über die Diabas-Steinbrüche bei Neuwerk werden abenteuerliche Umstände der Abbaumethoden geschildert, die selbst die Haustiere im Bodetal dazu zwangen, sich nach den Sprengsignalen zu richten und rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Fotos zeigen heute noch sichtbare Relikte aus dieser Zeit. Ein neues Verfahren lässt Standpunkte, von denen aus frühere Abbildungen von Orten hergestellt wurden, genau feststellen, vorgestellt hier am Beispiel Walkenried. Der aktuelle Zustand des Wurmbergs wird geschildert in seinem heutigen Zustand mit Rückschau auf eine lange zurückliegende Wanderung. Die Eibe wird als Baumart vorgestellt und anhand eines mächtigen Exemplars in Osterode erläutert. Das Nationalparkforum klärt auf über Venedigersteine in der Nationalparkregion – ein historisches Thema, über das viele offene Fragen bestehen.

Mit dieser Ausgabe verabschiedet sich die langjährige Schriftleiterin Brigitte Lippmann von ihren Lesern. Sie hatte die Redaktion 2010 von ihrem Vorgänger Herbert Aly übernommen. Unter ihrer Regie konnte „Unser Harz“ seit 2011 inhaltlich weiter profiliert werden, sodass die Zeitschrift heute aus der gesamtharzer Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken ist, so Werner Fischer, der Verleger der Zeitschrift Unser Harz.

Anl. Cover und Foto frei mit dieser PI: Brigitte Lippmann, die von 2011 bis 2017 die Schriftleiterin von Unser Harz war.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

Altenau: GLC-Touristinformation

Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B

Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark

Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16

Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus

Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage

Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser – Vortrag am 13. September 2017 in Bad Harzburg von Arne Bastian und Friedhart Knolle
Bad Harzburg. Was ist nur mit dem Wetter los? Unter diesem Thema steht ein Vortrag von Dr. Friedhart Knolle und Dipl.-Ing. Arne Bastian in Bad Harzburg am kommenden Mittwoch in Bad Harzburg, Wandelhalle um 18 Uhr.

Einem zu warmen Winter folgte ein verregneter Sommer. Ende Juli kam es zu schweren Unwettern im Nordharz - Teile von Bad Harzburg, Goslar, Ilsenburg und Wernigerode versanken im Wasser. Auch Straßenzüge von Seesen und anderen Kommunen waren betroffen, von Städten wie Hildesheim und anderen im Harzvorland ganz zu schweigen.

Innerhalb von 3 Tagen fielen über 250 mm Niederschlag, kleine Gebirgsbäche wurden zu reißenden Strömen mit verheerenden Auswirkungen. War dies nur ein Zufall oder müssen wir auch in Zukunft mit solchen Unwettern rechnen? Die Antwort der Fachleute lautet leider: Dies ist ein Dauerthema, das Thema wird uns zunehmend beschäftigen und die nächsten Hochwässer stehen bevor.

Der Vortrag beleuchtet einige Hintergründe der Hochwassergefahr, gibt einen Einblick in 20 Jahre Wetteraufzeichnungen der Wetterstation Torfhaus/Bad Harzburg und Tipps, was jeder einzelne in seinem Haus und auf seinem Grundstück vorsorglich gegen die steigende Gefahr der Hochwassereinwirkung tun kann. Denn sicher ist nur eins: das nächste Hochwasser wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Mittwoch 13.9.2017, 18.00 Uhr, Wandelhalle Bad Harzburg. Der Eintritt ist frei!
http://www.bad-harzburg-wetter.de

Buchneuerscheinung: Die Harz-Geschichte 6 – Vom Westfälischen Frieden 1648 bis zum Ende der Napoleonischen Kriege 1815
Gernrode. Beginnend mit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges und dem Westfälischen Frieden 1648 schließt dieser 6. Band von Bernd Sternal zeitlich nahtlos an den Vorgängerband zur Harzgeschichte an. Die behandelte Zeitspanne endet mit den Napoleonischen Befreiungskriegen 1815 – wobei man hier trefflich streiten könnte, wer wen befreit hat.



Für die Harzregion zählten diese 167 Jahre wohl zu den friedlichsten, die sie bis dahin durchlebt hatte. Zwar war insbesondere das Fürstentum Halberstadt stark vom Siebenjährigen Krieg betroffen, Opfer gab es jedoch nur wenige. Dennoch gibt es viel Interessantes zu berichten, auch wenn die Quellenlage bei weitem nicht so umfangreich ist wie man erwarten könnte.

Einen Schwerpunkt dieses Buches stellt die Entwicklung des Fürstentums Halberstadt als Teil des Preußischen Königreichs dar. Weiterhin gibt der Autor einen Überblick über die Schlesischen Kriege, die Napoleonischen Kriege bzw. die Befreiungskriege.

Das gebundene Hardcover-Buch hat 156 Seiten und ist illustriert mit 86 Abbildungen. Zahlreiche der Karten, Grafiken und Pläne sind farbig. Gestaltet und herausgegeben hat das Buch der Verlag Sternal Media in Gernrode. Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Das Buch kostet 27,99 Euro und ist unter ISBN 978-3-7448-7017-7 überall im Buchhandel zu erwerben. Es kann auch online unter http://www.buch.sternal-media.de bestellt werden. Zudem gibt es unter ISBN 978-3-7448-9724-2 eine Paperback-Ausgabe, in der die meisten Illustrationen schwarz-weiß sind. Dieses Buch kostet 16,99 Euro; eine E-Book Version, die demnächst im Handel erhältlich sein wird, ist für 10,99 Euro zu erwerben.

Einladung zur Kunst-Vernissage und Andreas-Kunstpreisverleihung durch Umweltminister Stefan Wenzel am 16. September 2017 in Sankt Andreasberg – Kunstwerke zwischen Natur und Mensch
Wernigerode – Braunlage. Die 23. Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ wird konkret. 68 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/Skulptur wird die diesjährige Ausstellung unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel vom 17. September bis 15. Oktober 2017 in Sankt Andreasberg zeigen.

Eine fachkundige Jury hat aus 316 Bewerbungen von professionellen Künstlern internationaler Herkunft, unter anderem aus Russland, Korea, Ukraine, USA, Kasachstan und Norwegen, die diesjährige Ausstellung NATUR – MENSCH zusammengestellt. Bereits zum 23. Mal findet sie an verschiedenen Orten in der Oberharzer Bergstadt und Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg statt.

Dank der wichtigen Unterstützung der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine ist der Andreas-Kunstpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 € dotiert. Neben dem Hauptpreis werden auch 2. und 3. Plätze mit jeweils 500 € ausgelobt. Die Sparkasse führt damit auch nach ihrer Fusion die erfolgreiche Kooperation mit dem Nationalpark Harz und der Stadt Braunlage fort und würdigt die Kunstaustellung als eine regional bedeutsame Kulturveranstaltung. Gleichzeitig zeigt sie ihre Verbundenheit mit der Harzer Landschaft und mit den Zielen des Nationalparks.

Der Andreaskunstpreis wird am 16. September 2017 um 19 Uhr in der Rathaus-Scheune in Sankt Andreasberg im Rahmen einer Vernissage verliehen. Dazu laden wir Sie herzlich ein, siehe auch die Anlage.

Im Anschluss daran ist die Ausstellung vom 17. September bis 15. Oktober 2017 täglich von 11 - 17 Uhr in der Sankt Andreasberger Rathausscheune, im Atrium der Sankt Andreas-Kirche und in der Martini-Kirche zu sehen.

Hintergrund
Die Ausstellung ist traditionell dem Thema und Spannungsfeld NATUR – MENSCH gewidmet. Sie greift damit das besondere Anliegen der beiden Veranstalter – Nationalpark Harz und Stadt Braunlage – auf, die Menschen sowohl für den allgemeinen Umwelt- und Naturschutz zu sensibilisieren als auch für das Zulassen von mehr Natur zu gewinnen. Mit den Mitteln der Kunst will die Ausstellung einen emotionalen Zugang zu nationalpark- und naturbezogenen Themen ermöglichen. Weiteres Ziel ist es, einen Beitrag zur Regionalentwicklung für die Stadt Braunlage mit ihrem Ortsteil Sankt Andreasberg zu leisten. Hinzu kommen die Kooperation mit Künstlern und die daraus resultierende Multiplikationswirkung von Kunst für Natur- und Umweltschutz. Künstler sind in diesem Projekt wichtige Botschafter für ein gemeinsames Anliegen. In diesem Sinne macht die Verknüpfung von Naturschutz und Kulturerlebnis diese Ausstellung zu etwas ganz Besonderem.
http://www.nationalpark-harz.de

16.9.2017, Sankt Andreasberg: Dem Rothirsch im Nationalpark Harz auf der Spur
Braunlage-Sankt Andreasberg. Am Samstag, den 16. September 2017 geht das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg im Rahmen der „Hirschbrunfttage“ auf eine besondere Pirsch: Gemeinsam mit der Wildtierökologin Annika Schröder wird nach Spuren der Wildtiere gesucht.

Dabei geht es allerdings nicht nur um den Rothirsch, der dann allerorten im Mittelpunkt steht. Die Mitarbeiterin des Naturschutzbundes wird das Augenmerk auch auf die unscheinbareren Arten lenken sowie auch die, die nicht dem „jagdbaren Wild“ zugerechnet werden, denn die Artenvielfalt im Nationalpark Harz ist groß.

Die Exkursion ist für alle Altersgruppen – insbesondere auch Familien – geeignet und wird ca. 2 bis 3 Stunden dauern, so dass man direkt danach zum Mittagessen einkehren kann.

Für die Exkursion werden Gebühren in Höhe von 4,- € für Kinder, 6,- € für Erwachsene und 14,- € für Familien erhoben.

Anmeldung zur Exkursion bitte unter 05582/9230-74.

Treffpunkt ist um 10:00 Uhr am Wandertreff vor dem Kurhaus Sankt Andreasberg.
http://www.nationalpark-harz.de

Das Nationalpark-Brockenhaus wird noch besser und ist wegen Umbaus vom 4. bis 18. September 2017 geschlossen
Brocken. Das Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus auf Norddeutschlands höchstem Berg bleibt von Montag, dem 4. September bis einschließlich Montag, dem 18. September wegen Bauarbeiten geschlossen.

Das Brockenhaus bekommt in diesen zwei Wochen eine behinderten- und brandschutzgerechte neue Eingangstür. Da die Baustelle sich auf den gesamten Eingangsbereich des Hauses erstreckt, ist es leider in dieser Zeit nicht möglich, die Besucherinnen und Besucher durch einen alternativen Eingang in das Brockenhaus einzulassen.

Ab Dienstag, dem 19. September 2017 steht das Brockenhaus mit einem rundum erneuerten Eingangsbereich wieder für die Besucher des Berges offen.
http://www.nationalpark-harz.de

Mitmachbäckerei am Nationalpark-HohneHof am 2. September 2017
Am Samstag, den 2. September findet ab 11.00 Uhr am Natur-Erlebniszentrum HohneHof unter dem Motto „Leckereien aus Wald und Wiese“ eine Mitmachbäckerei für Jedermann statt.

Nachdem viele Besucher immer wieder fragten, wann denn der große Backofen am HohneHof mal in Betrieb ist, kann sich am Samstag jeder Besucher als Hobbybäcker betätigen. Es werden natürlich vor allem Zutaten verarbeitet, die rund um den HohneHof zu finden sind. Da ist für jeden Geschmack etwas zu dabei!

Wir freuen uns auf fleißige Helfer, so Irmtraud Theel vom Natur-Erlebniszentrum HohneHof.
http://www.nationalpark-harz.de

Abbenrode - Mühlgraben zwischen den Mühlen Hinze und Siebrecht werden freigelegt
Der Heimatverein von Abbenrode richtet zwischen den beiden Mühlen Hinze und Siebrecht den einstigen Mühlgraben wieder her, um den Besuchern ein weiteres Stück Geschichte des Ortes präsentieren zu können. Der 300 Meter lange Graben führt durch unwegsames Gelände, so dass nur per Hand daran gearbeitet werden kann. Bis zum Deutschen Mühlentag Pfingsten 2019 sollen nicht nur diese Arbeiten geschafft sein, es soll auch einen Rast- und Informationsplatz am Mühlengelände geben!
http://www.museumsmuehle-abbenrode.de/

26.8.2017: Batnight im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg mit Familiennachmittag und Fledermausexkursion
Sankt Andreasberg. Am Samstag, den 26. August findet von 14 Uhr bis 17 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ein Familiennachmittag anlässlich der 21. Internationalen Fledermausnacht statt. In einer Bastelecke können Fledermäuse gebastelt werden, frische Waffeln werden gebacken und bei der Tombola gibt es Preise zu gewinnen. Der Eintritt für den Familiennachmittag ist frei, so Thomas Appel, der Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg.

Um 19:30 Uhr beginnt der einführende Vortrag über Fledermäuse mit der direkt anschließenden Fledermausexkursion. Dabei werden die „heimlichen Jäger der Nacht“ beobachtet und es kann ihren Ultraschall-Rufen mit dem Bat-Detektor gelauscht werden.

Für die Exkursion werden Gebühren in Höhe von 4,- € für Kinder, 6,- € für Erwachsene und 14,- € für Familien erhoben. Es wird empfohlen, eine Taschenlampe dabei zu haben. Anmeldung für die Exkursion unter 05582/923074.

Ort der Veranstaltungen: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
http://www.nationalpark-harz.de

Hoch zu Ross im Nationalpark unterwegs
Altenau-Torfhaus. Nein - es waren lediglich Stahlrösser in Form von geländegängigen Mountainbikes, auf denen eine Gruppe aus Mitarbeitern und Kunden einer harzansässigen Firma im Nationalpark Harz am vergangenen Freitag unterwegs war. Fachkundig geführt durch eine Mitarbeiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, die spannende und interessante Naturphänomene erläuterte, wurde die Rad-Tour auf den Brocken und zurück über Oderbrück nach Torfhaus zu einem spannenden und fröhlichen Gemeinschaftserlebnis, dem auch ein heftiger Regenguss nichts anhaben konnte.

Seit dem Jahr 2012 bietet das Team des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus auch Fahrrad-Begleitungen im Nationalpark an. So haben auch Sportaktive die Möglichkeit, die Phänomene beidseits des Weges besser einzuschätzen und tiefer in die wertvielschichtige, begeisternde sagenumwobene Bergwildnis des Nationalparks einzutauchen. Die Mitarbeiter kennen auch die Strecken, die derzeit aufgrund der Klimaschäden nicht oder nur schwer befahrbar sind.

Das Team des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus ist erreichbar unter Tel. 05320-33179-0 oder post@torfhaus.info
http://www.torfhaus.info/

Gewinnerbilder des Nationalpark-Fotowettbewerbs 2017 stehen fest – Nationalpark-Kalender 2018 vorgestellt
Eisvogel-Foto von Willi Rolfes aus Vechta gewinnt – Fotoausstellung mit den besten Motiven im Museum Schloss Herzberg in Herzberg am Harz – Nationalpark-Kalender ab sofort im Handel

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Herzberg am Harz. Soeben wurden die diesjährigen Gewinner des Fotowettbewerbs „HarzNATUR 2017“ ausgezeichnet. Der Nationalpark Harz hatte zusammen mit der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH aus Herzberg zum fünften Mal einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Schirmherr des Wettbewerbs ist der Schauspieler und engagierte Umweltschützer Hannes Jaenicke.



Beim Wettbewerb sollen Motive von Tieren, Pflanzen oder Landschaften aus dem Nationalpark im nördlichsten Mittelgebirge Deutschlands mit der Kamera eingefangen werden. Geheimnisvolle Waldbilder, schroffe Felsen, rauschende Bäche und jahreszeitliche Farbenpracht können dabei ebenso in Szene gesetzt werden wie eine Vielzahl spannender und zum Teil seltener Tier- und Pflanzenarten.



Gesucht wurden Bilder in drei Kategorien:

Es rennt, fliegt oder krabbelt – Kleine und große Tiere des Nationalparks
Sagenumwobene Bergwildnis – Landschaften des Nationalparks
Kleine Welt am Wegesrand – Makroaufnahmen
Die Jury hatte die schwere Aufgabe, aus den mehr als 700 eingereichten Fotos die besten auszuwählen. Im Rittersaal des Schlosses Herzberg wurden nun die Gewinner der drei Kategorien durch Guido Lang, Geschäftsführender Gesellschafter der Fa. Jungfer, und Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, ausgezeichnet.



Der erste Preis in der Kategorie A und der Gesamtsieg gingen für das Foto „Fischender Eisvogel“ an Willi Rolfes aus Vechta, der die Jury mit seiner eindrucksvollen Momentaufnahme überzeugte. Das Foto „Brockenmilchstraße“ von Matt Aust aus Halle errang in Kategorie B den ersten Platz. Mit seiner Aufnahme des außergewöhnlichen Pilzes „Wetterstern“ gewann Hans-Jürgen Engelmann aus Blankenburg die Kategorie C.

Eine Ausstellung mit den schönsten Bildern ist bis zum 29.10.2017 im Museum Schloss Herzberg zu sehen. Die Sonderausstellung ist mittwochs bis sonntags von 10 – 16 Uhr geöffnet. Im Anschluss wandert die Ausstellung in das Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg.

Weiterhin wurden 14 Bilder des Wettbewerbs für den Nationalpark-Kalender 2018 ausgewählt. Dieser ist zum Preis von 14,95 € ab sofort in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen erhältlich. Der Erlös des Kalenders kommt dem Harzer Luchsprojekt zugute (www.luchsprojekt-harz.de). Bestellt werden kann der Kalender auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.

Der Nationalpark Harz und die Jungfer Druckerei und Verlag GmbH Herzberg kooperieren seit 2010 im Zusammenhang mit dem Fotowettbewerb und dem Kalender „HarzNATUR“. Für die Fa. Jungfer ist die klimaschonende Vermeidung von Emissionen und die Verbesserung der Effizienz ihrer Maschinen wesentlicher Bestandteil ihres umweltfreundlichen Betriebskonzeptes. Ihr Einsatz für das Luchsprojekt ist Ausdruck ihrer Verbundenheit mit der Harzregion und ihrer vielfältigen Natur.
http://www.luchsprojekt-harz.de

FireAbend – Entspannt am Lagerfeuer eine Auszeit nehmen
Wernigerode - Braunlage. Am Freitag, dem 1. September, laden die Ranger des Nationalparks zu einer besonderen Abendveranstaltung ein. Während über dem Lagerfeuer ein kulinarischer Leckerbissen aus der Bergwildnis brutzelt, werden stimmungsvolle Bilder und Wissenswertes aus dem Nationalpark präsentiert.

Treffpunkt ist um 19 Uhr auf dem Parkplatz an der B 4 im Braunlager Ortsteil Königskrug. Der Kostenbeitrag für den Verzehr beträgt 12 €/Person (Getränke nicht incl.). Für diese Veranstaltung ist bis zum 25.8.17 eine Anmeldung unter Tel. 05520 923039 erforderlich (Anrufbeantworter, bitte Telefonnummer hinterlassen).
http://www.nationalpark-harz.de

Brocken-Rundwanderweg wird erneuert - Arbeiten beginnen am 21. August 2017
Wernigerode. Am Montag den 21.8.2017 beginnt der Nationalpark Harz auf dem Brocken mit der Instandsetzung des Brocken-Rundwanderwegs, um die Besucherlenkung auf dem Berg zu optimieren.

Diese Instandsetzungsmaßnahmen stehen nur teilweise mit den hohen Niederschlagsmengen in der jüngsten Vergangenheit in Verbindung, die ebenfalls einige Schäden verursacht haben. Vielmehr waren sie schon seit längerem geplant und zeitlich eingetaktet.

Der Rundwanderweg wird während der Arbeiten abschnittsweise gesperrt. Die Besucher kommen dennoch in jedem Fall auf dem Brocken an alle gewohnten Anlaufpunkte.

Die Arbeiten werden voraussichtlich ca. 3 Wochen dauern.
http://www.nationalpark-harz.de

Eröffnung der Ausstellung „HarzNATUR 2017“
Die Gewinner des Fotowettbewerbs „HarzNATUR 2017“ stehen fest. Zur Eröffnung der Ausstellung mit den besten Fotos des Wettbewerbs und der Bekanntgabe der Preisträger

am Samstag, dem 19.8.2017 um 16 Uhr

im Museum Schloss Herzberg in Herzberg am Harz

laden wir Sie hiermit herzlich ein.

Präsentiert wird außerdem der Nationalpark-Kalender 2018.

Der Nationalpark Harz hat 2017 zusammen mit der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH aus Herzberg zum fünften Mal einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Beim Wettbewerb sollen Motive von Tieren, Pflanzen oder Landschaften aus dem Nationalpark mit der Kamera eingefangen werden. Geheimnisvolle Waldbilder, schroffe Felsen, rauschende Bäche und jahreszeitliche Farbenpracht können dabei ebenso in Szene gesetzt werden wie eine Vielzahl spannender und zum Teil seltener Tier- und Pflanzenarten.

Die Jury hatte auch in diesem Jahr die schwere Aufgabe, aus den über 700 eingereichten Fotos die besten auszuwählen. Eine Ausstellung mit den schönsten Bildern ist im Anschluss an die Eröffnung bis zum 29.10.2017 im Museum Schloss Herzberg zu sehen. Das Museum ist mittwochs bis sonntags von 10 – 16 Uhr geöffnet.

Weiterhin wurden die 14 besten Bilder des Wettbewerbs für den Nationalpark-Kalender 2018 ausgewählt. Dieser ist nach der Ausstellungseröffnung zum Preis von 14,95 € in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen erhältlich. Der Erlös des Kalenders kommt dem Harzer Luchsprojekt zugute (www.luchsprojekt-harz.de). Bestellt werden kann der Kalender auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.

Der Nationalpark Harz und die Jungfer Druckerei und Verlag GmbH Herzberg kooperieren seit 2010 im Zusammenhang mit dem Fotowettbewerb und dem Kalender „HarzNATUR“. Für die Jungfer Druckerei ist die Vermeidung von Emissionen und die Verbesserung der Effizienz ihrer Maschinen wesentlicher Bestandteil ihres umweltfreundlichen Betriebskonzeptes. Ihr Einsatz für das Luchsprojekt ist Ausdruck ihrer Verbundenheit mit der Harzregion und ihrer vielfältigen Natur.

Über Ihr Kommen und eine Terminankündigung würden wir uns sehr freuen.
http://www.nationalpark-harz.de

UNSER HARZ August
Die Harzburg und ihre Kaiser, Teil 2; Zum Betrieb der Diabas-Steinbrüche bei Neuwerk nach 1945; „Dort im wehenden Hain wohnt die Begeisterung!“; Ein Vierteljahrhundert Weltkulturerbe – 25 Jahre Denkmalvermittlung; Nationalparkforum: Commerzbank-Umweltpraktikanten 2017 in vier Einsatzstellen
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Clausthal-Zellerfeld. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts fiel die Harzburg in den Besitz Ottos VI., der sie ausbauen und sich letztendlich auch von der Harlyburg hierher zum Sterben bringen ließ. Diese Zeit der Regentschaft Ottos IV. und die anschließenden wechselnden Besitzverhältnisse der Harzburg bis zu ihrem endgültigen Abriss 1650/51 werden im zweiten Teil des Berichts über diese bekannte Harzer Burg geschildert.

Der Diabas ist das Gestein des Jahres 2017. Über die Diabas-Steinbrüche bei Neuwerk wurde schon einmal in UNSER HARZ 8/2011 berichtet, was den Autor Günter Wilke aus Thale zu weitergehenden Recherchen und Zeitzeugenbefragungen inspiriert hat, ergänzt durch eigenes Erleben. Hier wird vor allem auf die Zeit zwischen 1945 und der Schließung der Steinbrüche 1967 eingegangen mit einer kurzen vorangestellten Übersicht der Aktivitäten und Lage der Steinbrüche in den vorangegangenen Produktionszeiträumen. Die Fortsetzung mit der Beschreibung der technischen Gegebenheiten in den Steinbrüchen wird im nächsten Heft zu finden sein.

Die Serie der Gedichtvorstellungen und -interpretationen wird fortgeführt mit einem Gedicht – einer Ode – von Friedrich Leopold Graf zu Stolberg. Die Ausstellung im Rammelsberg zum Thema „Ein Vierteljahrhundert Weltkulturerbe“ ist bis zum 18. November 2017 verlängert worden – sie wird hier noch einmal detailliert vorgestellt.

Im Nationalparkforum kommen Praktikantinnen des Commerzbank-Praktikums zu Wort und berichten über die vielfältigen Tätigkeitsfelder im Nationalpark Harz und ihre Motivationen.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Rosaroter (Alb)traum - Der Nationalpark bekämpft Bestände des Drüsigen Springkrauts
Wernigerode – Sankt Andreasberg. Bis zu drei Meter hoch, häufig in dichten Beständen, rosarot blühend, stark süßlicher Geruch – das Drüsige Springkraut (Impatiens gladulifera), auch Indisches Springkraut genannt, ist jetzt im Juli wieder unübersehbar an Straßenrändern, Gewässern, Park- und Lagerplätzen und teilweise auch in Gärten zu finden. Was auf den ersten Blick wie ein schöner Farbtupfer wirkt, ist nicht unproblematisch. Die ursprünglich im Himalaya beheimatete Pflanze breitet sich hierzulande rasant aus. Eine Pflanze kann bis zu über 4.000 Samen produzieren. Die reifen Samenkapseln platzen bei Berührung auf und schleudern die Samen bis zu sieben Meter weit. Stehen Pflanzen an einem Bach, geht die Ausbreitung umso schneller vonstatten. Auch über fließendes Wasser transportierte Pflanzenteile können bei geeignetem Untergrund zu ganzen Pflanzen heranwachsen.

Das Drüsige Springkraut bildet häufig sogenannte Dominanzbestände, das heißt die Pflanzen wachsen sehr dicht und dominieren damit einen Standort – andere Pflanzen haben hier schlechte Wachstumschancen. Über die Auswirkungen und die Folgen dieser Ausbreitung gibt es unterschiedliche Ansichten, von „sehr problematisch“ bis „praktisch kein Effekt“ ist alles dabei. Fest steht: Wenn in dichten Springkrautbeständen noch andere Pflanzenarten vorkommen, treten diese mit geringerer Produktion und Dominanz auf.

Dieser Verdrängungseffekt ist auch der Grund, warum der Nationalpark Harz seit mehreren Jahren gegen Bestände auf der Nationalparkfläche vorgeht. Als Eingangstore für invasive Neophyten aller Art (= nicht heimische Pflanzenarten, die sich erfolgreich ausbreiten und unerwünschte Auswirkungen auf Arten, Biotope oder Lebensgemeinschaften haben) erweisen sich immer wieder Parkplätze und Ortsrandlagen. Häufig gelangen Samen oder Pflanzenteile mit Grünabfällen ins Nationalparkgebiet. Der Nationalpark erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass auch die Entsorgung von Grünabfällen im Nationalpark verboten ist.

Da es sich beim Drüsigen Springkraut um eine einjährige, frostempfindliche, nur flachwurzelnde Pflanze handelt, lässt sie sich gut bekämpfen. Dabei gilt es, vor allem das Blühen und die Samenbildung der Pflanzen zu vermeiden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Am besten wirkt das Ausreißen der Pflanzen, da hier selektiv nur Drüsiges Springkraut entfernt wird und andere Pflanzen dann mit dem gewonnen Licht gute Wachstumschancen haben. Sind Flächen bereits zu groß, um die Pflanzen auszureißen, eignet sich auch Mähen oder Mulchen. Der beste Zeitpunkt hierfür ist der Zeitraum Ende Juni, bevor die ersten Pflanzen zu blühen beginnen. Ignoriert man kleinere Bestände, weil man den Eindruck hat, dass „die paar Pflanzen harmlos sind“, hat man innerhalb kürzester Zeit wirklich ein Problem. „Wehret den Anfängen“ ist in diesem Zusammenhang die definitiv beste Einstellung.

Noch unangenehmer wird es, wenn man es mit dem Japanischen Staudenknöterich (Fallopia japonica) zu tun hat. Auch diese Pflanze wird mehrere Meter hoch, blüht aber bei weitem nicht so auffällig. Die Blüten sind in diesem Fall auch nicht das Problem, denn Staudenknöteriche verbreiten sich vegetativ, d. h. über ihr Wurzelwerk. Bestände von Staudenknöterich sind so dicht und hoch, dass andere krautige Pflanzen keine Chance mehr haben. Im Gegensatz zum Drüsigen Springkraut sind Staudenknöteriche keine einjährigen Pflanzen, auch wenn oberirdische Pflanzenteile im Winter absterben. Abgesehen von den ökologischen Folgen, sind die wirtschaftlichen Auswirkungen nicht zu unterschätzen. Durch das ausgeprägte Wurzelwerk dieser Pflanzen sind Schäden an Gebäuden, Asphalt oder Mauerwerk keine Seltenheit. Auch die Bekämpfung gestaltet sich hier mühsamer. Da auch die kleinsten Pflanzenteile wieder austreiben und neue Pflanzen bilden können, müssen sie fachgerecht entsorgt werden. Eine Möglichkeit ist die Verbrennung durch Abfallentsorgungsanlagen.

Hervorragende Zusammenstellungen und weiterführende Informationen finden sich bei KORINA (Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts beim UfU e.V.; www.korina.info) und beim BfN (Bundesamt für Naturschutz; www.neobiota.bfn.de).
http://www.neobiota.bfn.de/

Wegesperrungen wegen Starkregen im Nationalpark Harz – heutige Luchsfütterung im Luchsgehege des Nationalparks entfällt
Wernigerode – Sankt Andreasberg. Der andauernde Starkregen hat auch Auswirkungen im nördlichen Bereich des Nationalparks bei Bad Harzburg und Ilsenburg. Waldwege sind zu reißenden Bächen geworden, so dass einige Waldeingänge gesperrt werden müssen. Bis zum Abfließen des Wassers und der Überprüfung der Wege wird vorm Betreten der Wege gewarnt.

Ausfallen muss wegen der schlechten Erreichbarkeit auch die heutige öffentliche Luchsfütterung beim Luchsgehege an der Rabenklippe um 14:30 Uhr. Die Buslinie 875 Bad Harzburg - Molkenhaus - Bad Harzburg kann wegen der Unpassierbarkeit der Wege bis auf Weiteres nicht fahren.
http://www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/luchsgehege/

Konzert in der "Galerie im Hof
Zu einem ersten Galeriekonzert lädt Bernd Schobeß am 29.07.2017 um 16.30 Uhr in die Bahnhofstr. 4 ein.
Mit seiner unvergleichlichen Stimme zur Gitarre wird Sie Gerry Beil eine Stunde lang mit Country, Rock , Pop, Oldies und aktuellen Hits bestens unterhalten.
http://www.schobess-art.de

Verkehrssicherungsmaßnahmen am Brocken notwendig - Baumfällarbeiten an der Brockenstraße und der Straße Am Bahnhof in Schierke
Schierke. Vom 24. Juli bis zum 4. August 2017 werden zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit umfangreiche Maßnahmen in Form von Baumfällarbeiten an der Brockenstraße und der Straße Am Bahnhof in Schierke notwendig. Während der Arbeiten kann es zu kurzen Wartezeiten für Autofahrer kommen (Befahren der Brockenstraße auch weiterhin nur mit Sondergenehmigung).

Der Bereich befindet sich in der Naturdynamikzone des Nationalparks Harz. In diesen Bereichen greift der Mensch nicht mehr ein. Eine Ausnahme ist die notwendige Gewährleistung der Verkehrssicherung an öffentlichen Straßen.

Warum sind gerade hier soviele Fichten abgestorben?
Der Harz ist im Bereich über 700 m das Wuchsgebiet natürlicher Bergfichtenwälder. Sie sind stufig aufgebaut mit dichteren Bereichen, kleineren offenen Bereichen und ungleichalten Bäumen, begleitet von Ebereschen, Weiden und Birken. In den betroffenen Bereichen herrschen aber strukturarme, gleichaltrige, dicht bestockte Fichtenforste vor. Der Borkenkäfer findet hier auf der kompletten Fläche seinen optimalen Brutraum.

Die Fichte ist durch zunehmend wärmeres Klima und Trockenheit geschwächt und somit anfälliger für den Borkenkäfer. Das erklärt das gegenwärtige Erscheinungsbild. Daher wird es in diesen Bereichen des Nationalparks zu deutlich sichtbaren Veränderungen kommen. Das bietet aber auch die Chance, dass zeitnah natürliche Entwicklungen in Gang kommen. Mehr Licht am Waldboden lässt Laubbäume, Kräuter, Moose und Zwergsträucher wachsen.

31. Juli 2017: Welt-Ranger-Tag 2017 – der Nationalpark Harz ist dabei! Veranstaltung in Bad Harzburg im Haus der Natur
Wernigerode - Bad Harzburg. Am 31. Juli 2017 findet am alljährlichen Welt-Ranger-Tag um 17:00 Uhr ein Vortrag im Haus der Natur im Kurpark von Bad Harzburg statt. Aus diesem Anlass ist der Eintritt zu dieser Veranstaltung frei.

An diesem Tag wird allen Rangern weltweit gedacht, die in Ausübung ihres Berufes ums Leben gekommen sind oder so schwer verletzt wurden, dass sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Die Gründe sind vielfältig, wie man der anliegenden Liste entnehmen kann, aber eine leider herausragende Todesursache sind Wilderer, denen die Ranger bei der Ausübung ihrer illegalen Geschäfte im Wege stehen.

Ein Mitarbeiter der Nationalparkwacht, der Ranger Patrick Preiss von der Rangerstation Bad Harzburg stellt das Berufsbild der Ranger in Deutschland und im Ausland vor. Auch werden verschiedene Organisationen, die für den Beruf des Rangers von Bedeutung sind, dargestellt.



Kinder der Nationalpark-Jugendgruppe „Bären“ aus Bad Harzburg werden als unsere Gäste an diesem Abend gegen eine Spende „Helfende Hände“ verteilen. Die Spenden kommen der Ranger-Hilfsorganisation „Thin Green Line Foundation“ zu Gute. Lassen Sie sich überraschen.
http://www.nationalpark-harz.de

Frischer Wind in der Nationalpark-Umweltbildung durch Commerzbank-Umweltpraktikanten in vier Einsatzstellen in Sankt Andreasberg, Torfhaus und Wernigerode
Wernigerode – Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten.

Im Nationalpark Harz sind es 2017 wieder vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum HohneHof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Erst kürzlich begonnen hat Jacqueline Gräf, die an der Fachhochschule Dortmund den Studiengang „Soziale Arbeit“ absolviert und im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus arbeitet. Im Natur-Erlebniszentrum HohneHof engagiert sich Henrike Wilmsen, die Biologie und Erziehungswissenschaften an der Universität Osnabrück studierte. Stefanie Wude ist ebenfalls Biologie-Studentin, studiert an der Georg-August-Universität Göttingen und ist im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg eingesetzt. Im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg ist Veronika Deikun aktiv – studiert ebenfalls Biologie, gleichfalls an der Georg-August-Universität Göttingen.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

Henrike Wilmsen berichtet: „Ich komme aus der Nähe von Hannover und habe mich schon immer für Natur und Umwelt interessiert. Daher studierte ich dann auch an der Universität Osnabrück Biologie und Erziehungswissenschaften und habe kurz vor dem Praktikum meinen Bachelor absolviert. Die Bachelorarbeit habe ich im Themenbereich Umweltbildung geschrieben und mich mit der Frage auseinandergesetzt, wie man bei Kindern das Umweltbewusstsein entwickeln und fördern kann. Mein Ziel ist es, später in der Umweltbildung zu arbeiten, daher hatte ich auch diese Kombination der Studienfächer gewählt. Ich bin im HohneHof tätig und es war sehr interessant, den Nationalpark kennenzulernen und eigene Führungen zu absolvieren. Auch war ich im Junior-Ranger-Programm für das Wildniscamp eingebunden. Auf dem Programm standen auch Projekttage für Schulklassen und Ferienpassaktionen. Ich mache das Praktikum auf freiwilliger Basis, um praktische Erfahrungen in der Umweltbildung zu sammeln und die Zeit zum Masterstudium zu überbrücken. Vor meinem Studium habe ich ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Seehundstation Friedrichskoog absolviert und dort neben der Tierpflege auch im Bereich der Umweltbildung gearbeitet.“

Stefanie Wude berichtet über sich und ihre Arbeit: „Das vom NABU betriebene Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ist ein wunderbarer Ort für mich, um viel zu lernen, aber auch um mein Wissen und meine Begeisterung für die Vielfalt und Schönheit der Natur weiterzugeben. Gleichzeitig freue ich mich auch über die Chance, Menschen aller Altersgruppen zu arbeiten. Egal ob ich mit einem Strauß Wiesenblumen ins hiesige Seniorenheim gehe oder mit Gästen über die Bergwiesen Sankt Andreasbergs spreche, ob ich mit Kindern den Wald im Nationalpark erkunde, ob wir bei einer Nachwanderung mit dem Batcorder die Fledermäuse belausche oder ob ich die Ausstellung im Nationalparkhaus betreue – jeder Tag ist hochinteressant und voller neuer Erkenntnisse. Schon als Kind verbrachte ich meine Zeit am liebsten in freier Natur. Das war nicht schwer, denn ich wohnte auf einem Bauernhof in Oberbayern direkt am Alpenrand, so hatte ich Wald und Wiesen direkt vor der Haustür. Mein Opa ging am späten Abend gern mit mir direkt an den Waldrand, und wir lauschten in der Dunkelheit nach dem Rufen der Käuze und dem Bellen der Füchse. Gleichzeitig wuchs ich in dem Bewusstsein auf, dass sich am Umgang der Menschheit mit Natur und Umwelt dringend etwas ändern muss, damit die Vielfalt und Schönheit der Natur nicht verschwindet.“

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

Weitere Informationen gibt es in
http://www.umweltpraktikum.com/

UNSER HARZ Juli
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Die Harzburg und ihre Kaiser, Teil 1 Nationalpark Harz und UNESCO-Welterbestätten im Harz: Weltweit bekannte Highlights des Harztourismus Vom Harzer Pflanzenfreund zum Meistergärtner in Südafrika – in memoriam Johannes Andreas Auge (1711 - 1805) Erinnerungen aus meiner Heimat um Herzberg am Harz Die 23. Kunstausstellung in Uehrde Neue Literatur zur Nationalparkgeschichte
Clausthal-Zellerfeld. Die Harzburg, errichtet von Heinrich IV. im 11. Jahrhundert, gehörte zu den wichtigen Zentren der frühen deutschen Reichsgeschichte. Auch wenn sich dem heutigen Besucher auf dem Burgberg nicht mehr allzu viele Reste dieser Burg, die einst größer als die Wartburg war, präsentieren, so gibt es doch eine Menge über ihre Geschichte zu berichten.

Nachgewiesenermaßen stellen die Welterbestätten und der Nationalpark im Harz die touristischen Leuchttürme des Gebirges dar. Was für Angriffe dennoch auf diese „Leuchttürme“ immer wieder stattfinden, wird hier beschrieben.

Im Südharz wurde seine Liebe zu Pflanzen geweckt, im Garten einer niederländischen Schifffahrtslinie in Kapstadt entfaltete sich sein großes Wirken, das der Anlage des Gartens und der Erforschung der afrikanischen Flora galt. Durch politische Unruhen war Johannes Andreas Auge am Ende fast mittellos und vergessen, doch erlebte er noch die Anerkennung, dass eine Pflanze nach ihm benannt wurde.

Ein alt eingesessener Herzberger berichtet sodann über ein Viertel in seiner Heimatstadt.

Alljährlich Ende Juli findet in Uehrde das Museumsfest im Garten der Familie Kreckmann statt – ein kleines kulturelles Ereignis, das mittlerweile viele Anhänger gefunden hat.

Im Nationalparkforum werden diesmal zwei Bücher vorgestellt: Eines von Bundesamt für Naturschutz, das die Verfahren zur Ausweisung der Schutzgebiete und ihre regionale Akzeptanz kritisch beleuchtet, und eines von Dr. Uwe Wegener über den Umgang mit dem Naturschutz am speziellen Beispiel der Harzregion. Gleichzeitig ist dieses Buch eine Lebensgeschichte des überregional bekannten Naturschützers Dr. Wegener – er beschreibt, wie der Schutz zu oft hinter neu geschaffenen Realitäten herhechelt.

Anl. Foto von Walter Wimmer frei mit dieser PI: Der Brocken im Nebel.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

4. Oktober 2017: Schadstoffe im Wasser – Vorträge in Braunschweig
Braunschweig. Mit der Vortragsreihe „Wasser – Lebensgrundlage und Konfliktstoff“ will die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft mit ihren Partnern den Blick für verschiedene Aspekte rund um die Bedeutung des Wassers für die Gesellschaft schärfen. Nationale und internationale Fachleute zeigen, wie ihre Expertise hilft, die Ressource Wasser hier und in anderen Ländern zu schützen und innerstaatliche sowie zwischenstaatliche Konflikte ums Wasser beizulegen. Beiträge zur Abwasserbehandlung und Wiedernutzung in Braunschweig sowie eine Exkursion betonen die regionale Seite des Themas. Weitere Informationen im anliegenden Poster und Gesamtprogramm.

Vorträge am 4. Oktober 2017, 19 – 21 Uhr

Unsere tägliche Spur im (Ab)Wasser und Möglichkeiten der Beseitigung

Prof. Dr. Klaus Kümmerer, Institut für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie, Leuphana Universität Lüneburg

Durch Abwasserreinigung wird der Eintrag von Stoffen in unsere Gewässer deutlich verringert. Inzwischen sind es nicht mehr große Mengen einiger weniger Stoffe, die unsere Gewässer und Wasservorräte verschmutzen, sondern eine Unzahl von Stoffen in niedrigen Konzentrationen. Dies sind Stoffe aus Produkten, die wir täglich nutzen und deren Eintrag ins Abwasser unvermeidlich mit ihrer Nutzung verbunden ist. Lösungsansätze für das Problem werden aufgezeigt.

Wie schützen wir Grund- und Trinkwasser vor der Landwirtschaft?

Prof. Dr. Dr. habil. Dr. h. c. Ewald Schnug, Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Braunschweig

Landwirtschaftliche „Gefährder Nr. 1“ für Grund- und Trinkwasser sind Düngemittel, insbesondere Nitrat. Betriebliche Nährstoffbilanzen sollten Abhilfe schaffen, tun es aber nicht, weil wirksame ordnungsrechtliche Maßnahmen fehlen. Uran aus mineralischen Phosphordüngern belastet zunehmend das Wasser. Das Problem kann bei der Düngemittelherstellung gelöst werden. Toxine und Krankheitserreger in Recyclingdüngern könnten durch Verbrennung beseitigt werden.

Ort: Haus der Wissenschaft Braunschweig, Pockelsstraße 11, 38106 Braunschweig
Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei

Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft
Fallersleber-Tor-Wall 16
38100 Braunschweig
Tel +49 (0) 531 14466
Fax +49 (0) 531 14460
Email info@bwg.niedersachsen.de

Kunstwerke zwischen Natur und Mensch: 23. Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ – 68 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/Skulptur werden 17. September bis 15. Oktober 2017 in Sankt Andreasberg gezeigt
Die 23. Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ wirft ihre Schatten voraus. 68 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/Skulptur wird die diesjährige Ausstellung unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel vom 17. September bis 15. Oktober 2017 in Sankt Andreasberg zeigen.

Der Andreas-Kunstpreis wird am 16. September 2017 um 19 Uhr in der Rathaus-Scheune in Sankt Andreasberg im Rahmen einer Vernissage verliehen. Im Anschluss daran ist die Ausstellung vom 17. September bis 15. Oktober 2017 täglich von 11 - 17 Uhr in der Sankt Andreasberger Rathausscheune, im Atrium der Sankt Andreas-Kirche und in der Martini-Kirche zu sehen.

Eine fachkundige Jury hat aus 316 Bewerbungen von professionellen Künstlern internationaler Herkunft, unter anderem aus Russland, Korea, Ukraine, USA, Kasachstan und Norwegen, die diesjährige Ausstellung NATUR – MENSCH zusammengestellt. Bereits zum 23. Mal findet sie an verschiedenen Orten in der Oberharzer Bergstadt und Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg statt.

Die Jury setzt sich 2017 aus folgenden Mitgliedern zusammen: Stefan Grote – Bürgermeister der Stadt Braunlage, Karl Oppermann – Maler und emeritierter Professor der Universität der Künste Berlin, Dr. Andrea Kirzinger – Biologin im Nationalpark Harz, Eike Geertz – Bildhauerin, Dr. Elfi Krajewski – Kunsthistorikerin, Detlef Kiep – Maler und Grafiker, Andreas Pusch – Leiter des Nationalparks Harz, Dieter Utermöhlen – Bildhauer, Jens Kilian – Maler und Leiter der Freien Akademie für Malerei Düsseldorf, Theresa Thomas – Vertreterin der Andreasberger Kirchen.

Die Ausstellung ist traditionell dem Thema und Spannungsfeld NATUR – MENSCH gewidmet. Sie greift damit das besondere Anliegen der beiden Veranstalter – Nationalpark Harz und Stadt Braunlage – auf, die Menschen sowohl für den allgemeinen Umwelt- und Naturschutz zu sensibilisieren als auch für das Zulassen von mehr Natur zu gewinnen. Mit den Mitteln der Kunst will die Ausstellung einen emotionalen Zugang zu nationalpark- und naturbezogenen Themen ermöglichen. Weiteres Ziel ist es, einen Beitrag zur Regionalentwicklung für die Stadt Braunlage mit ihrem Ortsteil Sankt Andreasberg zu leisten. Hinzu kommen die Kooperation mit Künstlern und die daraus resultierende Multiplikationswirkung von Kunst für Natur- und Umweltschutz. Künstler sind in diesem Projekt wichtige Botschafter für ein gemeinsames Anliegen. In diesem Sinne macht die Verknüpfung von Naturschutz und Kulturerlebnis diese Ausstellung zu etwas ganz Besonderem.

Dank der wichtigen Unterstützung der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine ist der Andreas-Kunstpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 € dotiert. Neben dem Hauptpreis werden auch 2. und 3. Plätze mit jeweils 500 € ausgelobt. Die Sparkasse führt damit auch nach ihrer Fusion die erfolgreiche Kooperation mit dem Nationalpark Harz und der Stadt Braunlage fort und würdigt die Kunstaustellung als eine regional bedeutsame Kulturveranstaltung. Gleichzeitig zeigt sie ihre Verbundenheit mit der Harzer Landschaft und den Zielen des Nationalparks.
http://www.nationalpark-harz.de

Ergebnisse des Luchs-Fotofallenmonitorings 2016/17 liegen vor
Wernigerode - Braunlage. Der Nationalpark Harz hat die Bilder aus dem großflächigen und länderübergreifenden Fotofallenmonitoring im mittleren Harz im Bereich der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ausgewertet. Zwischen August 2016 und März 2017 entstanden an 60 Fotofallenstandorten im Bereich etwa zwischen Goslar - Sieber im Westen und dem Bodetal und Stiege im Osten insgesamt 8689 Fotos von Wildtieren.

502 der Bilder zeigen Luchse. Anhand der charakteristischen Fleckenzeichnung wurden die Tiere voneinander unterschieden. Nach statistischer Auswertung der Daten kann von einer Anzahl von 19 selbständigen Luchsen innerhalb des 779 km² großen Untersuchungsgebiets ausgegangen werden. Dies entspricht einer Dichte von 2,4 selbständigen Luchsen je 100 Quadratkilometer. Vier der fotografierten Luchsinnen hatten Nachwuchs. Zählt man auch die insgesamt 11 Jungtiere hinzu, ergibt sich eine Dichte von 3,9 Luchsen je 100 Quadratkilometer.

Die Harzer Luchspopulation breitet sich nach wie vor aus und so konnten nicht nur innerhalb des Harzes junge Luchse nachgewiesen werden. Erstmals gelang im vergangenen Monitoringjahr (1. Mai 2016 bis 30. April 2017) ein Jungtiernachweis im Solling. Eine Luchsin führte dort sogar vier kleine Luchse. Auch bei Göttingen gab es eine Beobachtung einer solchen Familiengruppe mit zwei Jungtieren. Anders als in den Vorjahren gab es hingegen im Kaufunger Wald und im Hils keine Hinweise auf Luchsnachwuchs. Im Kaufunger Wald ist die Fuchsräude für diese Entwicklung verantwortlich.

Dass es regelmäßigen Austausch zwischen den Reproduktionsgebieten gibt, bewies zuletzt das besenderte Männchen M10. Das Tier wanderte innerhalb kurzer Zeit vom Hils in den Harz. Aber auch das große Mittelgebirge sagte dem Kuder nicht zu. Vor wenigen Wochen überquerte M10 die hessische Grenze und hält sich aktuell bei Hessisch Lichtenau auf. Mit rund 150 Kilometern (Luftlinie) bzw. ungefähr 300 Kilometern bei chronologischer Verbindung aller Nachweispunkte des Tiers ist dies die bislang längste dokumentierte Wanderung eines Harzer Luchses.

Nationalparkverwaltung Harz
Außenstelle Oderhaus
37444 Sankt Andreasberg
Tel: 05582-9189-37
Mobil: 0170-2061123
www.luchsprojekt-harz.de
www.wilde-katzen.eu
http://www.luchsprojekt-harz.de

5.7.2017, Clausthal-Zellerfeld: Das Sprengstoff- und Munitionswerk Tanne und seine Folgewirkungen
Goslar. Am kommenden Mittwoch, 5. Juli 2017 um 19:30 Uhr referiert der Clausthaler Geologe Dr. Friedhart Knolle vom BUND-Regionalverband Westharz in der Evangelischen Studentengemeinde Clausthal-Zellerfeld, Graupenstraße 1a, zum bis heute oft verdrängten Thema der Rüstungsaltlast Werk Tanne in Clausthal-Zellerfeld. Noch in diesem Jahr sollten neue Untersuchungen des Landkreises Goslar auf einer Altlast des Werks Tanne mitten im Stadtgebiet von Clausthal-Zellerfeld beginnen. Was steckt dahinter?

Unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten begannen die ersten Planungen für einen massiven Ausbau der Spreng- und Kampfstoffproduktion in Deutschland. Dazu gehörte auch die heute nur unter seinem Tarnnamen „Werk Tanne“ bekannte TNT-Produktionsstätte am Stadtrand von Clausthal-Zellerfeld. Das Werksgelände ist zum größten Teil bewaldet und befindet sich im Besitz der IVG. Der Großteil der Fläche ist jedoch wegen des dort vorhandenen Gefährdungspotenzials immer noch nicht frei zugänglich. Bereits Anfang 1934 hielten Experten im Oberharz Ausschau nach einem geeigneten Gelände. Dabei wurden sie bei Clausthal fündig. Ende 1936 war die Sprengstoff-Fabrik in ihren Grundzügen bereits fertiggestellt. Wie viele seiner Schwesterwerke war auch Tanne ein sog. "Schlafwerk", das nach seiner Fertigstellung zunächst "eingemottet" wurde, um dann kurz vor dem Überfall auf Polen in Betrieb genommen zu werden.

In der Sprengstoff-Fabrik Tanne wurde zum einen der Sprengstoff Trinitrotoluol (TNT) hergestellt, weiterhin wurden TNT und andere angelieferte Sprengstoffe in Bomben, Minen und Granaten abgefüllt. Ein wichtiger dritter Bereich war die Sprengstoffaufbereitung aus Fehlchargen und Beutemunition. Reste der Sprengstoffe und ihre hochgiftigen Abbauprodukte, die z.T. krebserregend sind, finden sich bis heute im Werk und im Grundwasser unter dem Werk und belasten die Umwelt. Zwar wurden die Clausthaler Pfauenteiche jüngst saniert und mit Wasserrückhaltebecken versehen, aber das stoppt nur einen Teil der Umweltbelastung. Sogar im Wasser des 13 Lachter-Stollens bei Wildemann und des Ernst August-Stollens bei Gittelde konnte das Gift aus Werk Tanne nachgewiesen werden. Die Abwässer waren so giftig, dass eine Abwasserleitung des Werks bis nach Osterode gebaut wurde, wo die Giftstoffe einst in Schluckbrunnen bei Petershütte versenkt wurden. Wohin sie von dort unterirdisch flossen, konnte nie geklärt werden. Der Neutralisationsschlamm der Kläranlage des Werks Tanne wurde z.T. mitten im Stadtgebiet von Clausthal-Zellerfeld abgelagert, so im Bereich des Ostbahnhofs und des ehemaligen TUS-Sportplatzes. Der Schlamm enthält bis heute ein erhebliches Potential krebserregender Stoffe und wird bald näher untersucht.

Als Ergänzung zum Vortrag wird am Samstag, 8. Juli ab 10 Uhr ca. 4-stündige Exkursion ab Eingang Werk Tanne angeboten. Leider darf das Werk selbst aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden, aber es gibt auch im Umfeld genug zu erkunden. Bitte festes Schuhwerk nicht vergessen.

Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, 5. Juli 2017, Vortrag und Fledermaus-Exkursion im Doppelpack
Am Mittwoch, den 5. Juli 2017 findet der Vortrag „Fledermäuse – Jäger der Nacht“ um 19:30 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg statt.

Referent Wolfgang Rackow, Fledermausexperte des NABU Osterode mit über 30-jähriger Fledermaus-Erfahrung, ist auch Fledermaus-Regionalbetreuer. Er wird auf die Biologie der Fledermäuse eingehen und speziell die im Harz vorkommenden Arten vorstellen. Außerdem sind die Gefahren, denen die Fledermäuse ausgesetzt sind, sowie die dagegen wirksamen Schutzmaßnahmen Thema des Vortrages, der mit zahlreichen attraktiven Fotos bestückt ist.

Ohne Anmeldung können Gäste spontan zum ca. 90-minütigen Vortrag kommen. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Direkt im Anschluss findet nach einer kurzen Einführung ab 21 Uhr eine ca. zweistündige Fledermausexkursion statt. Dazu wird eine Anmeldung erbeten unter Tel. 05582 923074. Die Teilnahmegebühr beträgt 4,- € für Kinder, 6,- € für Erwachsene und 14,- € für Familien. Es wird empfohlen, eine Taschenlampe mitzunehmen.

Ort: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
http://www.nationalpark-harz.de

Gemeinsam für die Natur im Nationalpark Harz - Schülerinnen und Schüler des Landschulheims Grovesmühle arbeiten gemeinsam mit Menschen mit Behinderung
Wernigerode - Braunlage. Kurz vor Ende des Schuljahres führten die Sozialtage des Landschulheims Grovesmühle die Schülerinnen und Schüler hinaus ins Arbeitsleben. Die Klasse 6a besuchte in diesem Rahmen am 20. und 21. Juni 2017 den Nationalpark Harz, um bei der Arbeit mit „anzupacken“.

Sie waren nicht allein, denn am zweiten Tag ihres Arbeitseinsatzes wurden sie unterstützt von erwachsenen Menschen mit Behinderung, die über die Harz-Weser-Werkstätten im Nationalpark Harz regelmäßig bei verschiedenen Tätigkeiten mitwirken.

An einem Bachlauf in der Nationalpark-Revierförsterei Bruchberg wurden junge Fichten entfernt, um der Entwicklung der Laubbäume und damit einer natürlichen Vegetation auf die Sprünge zu helfen. Angeleitet wurden die fleißigen Helfer durch Forstwirte des Jugendwaldheims Brunnenbachsmühle, einer Bildungseinrichtung des Nationalparks Harz.

Jugendwaldheim-Leiter Thomas Schwerdt erläutert: „Dadurch, dass Schüler und Erwachsene in gemischten Kleingruppen völlig selbstverständlich an einer gemeinsamen Sache, dem Naturschutz, gearbeitet haben, konnte der Sozialtag der Schule hier wirklich mit Leben gefüllt werden.“

Auch wenn sich die Wege am Ende des Arbeitstages wieder trennten – ein Teil des Bachlaufes hat ein neues und Aussehen und damit etwas ökologisch Bleibendes erhalten. Bleiben werden sicherlich auch die Eindrücke und Erfahrungen aller Teilnehmer.
http://www.nationalpark-harz.de

Sonderausstellung in der Wolfenbüttler Bibliothek
Eine Ausstellung informiert zum Aufbau der Sammlung von Büchern des Herzog August.Jedes buch hat seine Geschichte - wie kam es in die Sammlung und zu welchem Preis.Die hinterlassene Bibliothek ist ein einzigartiges historisches Ensemble. In drei Abteilungen - Schatzkammer, Augusterhalle und Kabinett wird die herausragende Erwerbungsgeschichte einzelner Exemplare präsentiert.
Der Eintritt der Ausstellung ist frei.
http://www.hab.de/

DER CHRISTIAN am 25. Juni 2017 im Nationalpark-HohneHof
Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Am Sonntag, 25. 6. 2017 ist es wieder so weit. Wie bereits in den vergangenen Jahren reist der aus dem KIKA bekannte Schauspieler Christian Bahrmann zum Ferienbeginn in den Harz, um kleine und große Kinder mit seinem Puppentheater zu verzaubern.

Christian Bahrmann hat das Natur-Erlebniszentrum HohneHof im Nationalpark Harz bei seinen jährlichen Auftritten so schätzen gelernt, dass aus seinen Gastspielen mittlerweile eine liebgewonnene Tradition geworden ist.

In diesem Jahr wird er das bekannte Stück „Hase und Igel“ bei uns aufführen, das es in dieser Form noch nie zu sehen gab. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt, so dass ein Familienausflug auf den HohneHof zu einem großen Spaß für Jung und Alt werden wird.

Programm:
11:00 Uhr Puppentheater „Hase und Igel“
14:30 Uhr Mitmachtanzprogramm „Zeig her, wozu Du Füße hast“
15:30 Uhr Puppentheater „Hase und Igel“
http://www.nationalpark-harz.de

UNSER HARZ Juni 2017 erschienen
Zur Geschichte der Rüstungsproduktion der Pulverfabrik Kunigunde bei Liebenburg bis zum Ende des 2. Weltkriegs; Die Haselnuss; Ein historischer Windofen für den Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e. V.; Frühjahrsgedicht; „Auf die Berge will ich steigen“ – Harzgedichte in loser Folge vorgestellt; Waldkauz – der Vogel des Jahres 2017 im Nationalpark Harz

Clausthal-Zellerfeld und Liebenburg-Kunigunde. Die seit mehr als 300 Jahren bestehende Pulverfabrik in Kunigunde (an der B 6 zwischen Goslar und Salzgitter gelegen) produziert noch heute Schwarzpulver und Zündschnüre. Hinsichtlich der Kriegsproduktion dieses Werks wurde ein Gutachten erstellt, das hier erstmals vorgestellt wird. Es ist hochinteressant, was hier im 1. und vor allen Dingen im 2. Weltkrieg unter strikter Geheimhaltung hergestellt wurde - u.a. mit dem Einsatz von Zwangsarbeitern.

Die im Handel angebotenen größeren Haselnüsse kommen meist aus der Türkei oder Italien, sie stammen von einem anderen Strauch als dem bei uns beheimateten Corylus avellana. Dessen Besonderheiten und Verwendungen werden vorgestellt.

Ein neuer historischer Windofen konnte für das Südharzer Eisenhüttenmuseum auf der Königshütte in Bad Lauterberg erworben werden. Sein Aussehen, Maße und Funktionsweise werden in unserem dritten Artikel beschrieben.

Ein Frühjahrsgedicht und eine neue Gedichtinterpretation, diesmal von Heinrich Heines „Auf die Berge will ich steigen“, schließen sich an und im Nationalparkforum wird der Vogel des Jahres 2017 vorgestellt, der Waldkauz, der schon das Titelbild ziert und auch im Nationalpark an verschiedenen Stellen beobachtet werden kann.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grossesche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12 und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

14.6.2017: Öffentlicher Vortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg und anschließende Fledermaus-Exkursion
Der Vortrag „Fledermäuse – Jäger der Nacht“ findet am Mittwoch, den 14. Juni, um 19:30 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg statt.

Referent ist Wolfgang Rackow, Fledermausexperte des NABU Osterode mit über 30-jähriger Fledermaus-Erfahrung. Er wird auf die Biologie der Fledermäuse eingehen und speziell die im Harz vorkommenden Arten vorstellen. Außerdem sind die Gefahren, denen die Fledermäuse ausgesetzt sind, sowie die dagegen wirksamen Schutzmaßnahmen Themen des Vortrages, bei dem zahlreiche attraktive Fotos gezeigt werden, wie Thomas Appel, der Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg, mitteilt.

Gäste können ohne Anmeldung auch spontan zum ca. 90-minütigen Vortrag kommen. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Direkt im Anschluss findet nach einer kurzen Einführung um 21:00 Uhr eine ca. zweistündige Fledermausexkursion statt. Dazu wird eine Anmeldung erbeten unter Tel. 05582 923074. Die Teilnahmegebühr beträgt 4,- € für Kinder, 6,- € für Erwachsene und 14,- € für Familien. Es wird empfohlen, eine Taschenlampe mitzunehmen.

Ort: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
http://www.nationalpark-harz.de

Wildkatzen im Südharz zweifelsfrei nachgewiesen – BUND Thüringen fordert zügige Ausweisung weiterer Naturschutzgebiete in der Gipskarstlandschaft
Nordhausen. Die Lockstock-Saison 2017 liefert für den BUND Thüringen ein erfreuliches Ergebnis: Mindestens zwei Wildkatzenindividuen konnten in der Südharzer Gipskarstlandschaft zweifelsfrei genetisch nachgewiesen werden. Der Nachweis erfolgte unter anderem auf BUND-eigenen Flächen zwischen den Naturschutzgebieten Himmelsberg und Mühlberg sowie im Kammerforst bei Gudersleben und im Harzfelder Holz bei Neustadt.

„Wir freuen uns, dass die seltenen Tiere noch immer durch den Südharz streifen“, so BUND Wildkatzenexperte Thomas Mölich, der das Projekt im Südharz u.a. begleitet. „Doch das täuscht nicht darüber hinweg, dass die Tiere auch durch die Zerschneidung der Gipskarstlandschaft, Flächenumbrüche und Beseitigung von Waldsaumbiotopen hier akut bedroht sind.“

Ursprünglich war der Südharz mit zusammenhängenden Laubwäldern bedeckt. Optimale Bedingungen für die Ausbreitung der scheuen Jäger. Doch durch den im Gipskarstgürtel flächenintensiven Gesteinsabbau und die damit verbundenen Lärmbelästigungen und Erschütterungen infolge Sprengungen und LKW-Verkehr, der bis in Naturschutzgebiete vordringt, wird der Lebensraum immer mehr bedroht und zerschnitten.

Durch gezielte Flächenkäufe in der Gipskarstlandschaft und den Schutz des Grünes Bandes versucht der BUND, die letzten „Trittsteine“ für die Wildkatze zu bewahren. „Nur so können Tiere, die aus dem benachbarten Lebensraum des Harzes abwandern müssen, da alle Reviere dort gut besetzt sind, auch in Zukunft nach Thüringen gelangen“, erklärt der Mölich. „Leider ist dies zwischen Nordhausen im Osten und Bad Sachsa im Westen mangels durchgängiger Waldverbindungen und der Autobahn A38 inzwischen kaum mehr möglich, wie auch entsprechende Computermodelle zeigen.“

Gute Wildkatzenwege liegen laut dem Experten noch westlich von Bad Sachsa und östlich von Nordhausen. “Deshalb müssen die Vernetzung der Wanderkorridore über die Gipskarstwälder vom Alten Stolberg über Rüdigsdorf im Osten und Mackerode im Westen unbedingt erhalten und verbessert werden. Weitere Eingriffe durch die Gipsindustrie hätten hier fatale Folgen.“

Die Forderung des BUND ist klar: „Weitere Naturschutzgebiete in der Südharzer Gipskarstlandschaft müssen zügig ausgewiesen werden, damit die Zerschneidung durch die Gipsindustrie nicht noch weiter voranschreiten kann. Davon profitieren in Zukunft nicht nur die Wildkatze und viele weitere bedrohte Arten, sondern auch die Menschen in der Region.“
http://www.bund-thueringen.de/

11. Juni 2017: Umweltministerin Claudia Dalbert zum Tag des Nationalen Naturerbes in Ilsenburg – Fotoausstellung wird eröffnet
Wernigerode – Ilsenburg. Am kommenden Wochenende wird bundesweit der Tag des Nationalen Naturerbes begangen. Auch der Nationalpark Harz beteiligt sich an dieser Aktion und lädt aus diesem Anlass zur Eröffnung der Fotoausstellung „Spektakuläres und Alltägliches“ – fotografiert von Mitgliedern der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (Regionalgruppe Sachsen / Sachsen-Anhalt) – herzlich für den

Sonntag, 11. Juni 2017 um 14:30 Uhr nach Ilsenburg

in das Nationalparkhaus Ilsetal (Navi: Ilsetal 5, 38871 Ilsenburg) ein. Die Umweltministerin des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Claudia Dalbert wird die Ausstellung eröffnen. Über Ihre Teilnahme und/oder Ihre Ankündigung dieses Termins würden wir uns sehr freuen.

Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 20.10.2017 täglich von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen) geöffnet. Eintritt frei.

Hintergrund
Deutschland trägt für sein Nationales Naturerbe – seine charakteristischen Natur- und Kulturlandschaften mit ihren vielfältigen Lebensräumen und heimischen Tier- und Pflanzenarten – eine besondere Verantwortung. Insgesamt 156.000 Hektar Bundesfläche konnten dauerhaft von Bundesländern, Naturschutzverbänden und dem DBU-Naturerbe für den Naturschutz gesichert werden. Letztere versteht sich als Treuhänderin der Flächen und hat sich zum Ziel gesetzt, die biologische Vielfalt in einem naturnahen Zustand für nachfolgende Generationen zu sichern. Vom 9. bis zum 11. Juni finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) initiierten Tags des Nationalen Naturerbes Präsentationen, Exkursionen und Fahrradtouren auf zahlreichen Naturerbeflächen in ganz Deutschland statt. Interessierten Teilnehmern werden die Aufgaben und Ziele des Nationalen Naturerbes bewusst gemacht. Offene Lebensräume mit seltenen Arten sollen durch Pflege bewahrt, wertvolle Wälder weitgehend ohne menschlichen Eingriff ihrer natürlichen Entwicklung überlassen, artenarme Forste zu naturnahen Wäldern entwickelt und Feuchtgebiete sowie Gewässer ökologisch aufgewertet oder erhalten werden.
http://www.nationalpark-harz.de

Buchneuerscheinung „Mordgeschichten – die blutige Seite des Harzes“
Gernrode. Mord und Totschlag gab es zu allen Zeiten der menschlichen Geschichte. Als Harzer Heimatforscher hat Bernd Sternal recherchiert und zahlreiche dieser Gewaltverbrechen zusammengetragen. Er hat für sein Buch einen Querschnitt dieser Taten über einen Zeitraum von etwa tausend Jahren ausgewählt. Es sind alles – fast alles … – wahre Geschichten. Bei den Mordgeschichten, die ausschließlich auf Sagen beruhen, ist der Wahrheitsgehalt natürlich strittig und zudem etwas dichterische Freiheit dabei. Jedoch werden auch ganze Gerichtsakten wiedergegeben, die einen Spiegel ihrer Zeit darstellen. Auch die NS-Morde im KZ Mittelbau-Dora sind in einem Kapitel dargestellt.

Viel Grusel ist also sicher bei den Harzer blutigen Mordgeschichten, denn Tatsachenberichte sind eben doch anders als phantasievolle Krimis.

Das Buch hat 132 Seiten, ist illustriert mit 18 zeitgenössischen Abbildungen in und schwarz/weiß, drei Zeichnungen, 12 Fotos und zehn Zeitungsausschnitten. Gestaltet und herausgegeben hat das Buch, mit strukturiertem Paperback-Einband, der Verlag Sternal Media in Gernrode. Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Das Buch ist unter ISBN 978-3-7448-1697-7 im Buchhandel zu erwerben und kann auch online unter http://www.buch.sternal-media.de/buecher-sternal/mordgeschichten.htm bezogen werden. Es kostet 15,99 Euro. Eine E-Book Version, die demnächst im Handel erhältlich sein wird, kostet 8,99 Euro.
http://www.buch.sternal-media.de/buecher-sternal/mordgeschichten.htm

Harzklub und Harzer Tourismusverband informieren: Offizielle Wanderkarten „Harzer Hexen-Stieg“ überarbeitet
Wernigerode. Pünktlich zu Beginn der Wandersaison erschien die mittlerweile 9. Auflage der offiziellen Hexen-Stieg-Wanderkarte im Schmidt-Buch-Verlag Wernigerode. Gemeinsam mit dem Harzklub und dem Harzer Tourismusverband (HTV), den Initiatoren des beliebten Prädikatswanderweges, wurde die detaillierte Karte im beliebten Wandermaßstab 1:30000 und in UTM-Projektion mit GPS-Gitter überarbeitet, aktualisiert und durch die im Gebiet der Karte befindlichen nummerierten Stempelstellen der Harzer Wandernadel ergänzt. Auch der Nationalpark Harz als geographisches "Herzstück" des Harzer Hexenstieges ist enthalten. Dem manchmal unbeständigen Harzer Wetter Rechnung tragend, gibt es das Karten-Werk nun zusätzlich auch in einer wasser- und reißfesten Ausgabe.

Das beidseitig bedruckte Kartenblatt im praktischen Leporello-Falz beinhaltet die Haupt- und die beiden Nebenstrecken des Harzer Hexen-Stiegs, Entfernungsangaben in 10-km-Schritten sowie die für den anerkannten Prädikatswanderweg relevanten Bushaltestellen mit Namen und Linien-Nummern. Selbstverständlich sind auch alle anderen Harzklubwanderwege mit Markierung und Nummerierung, sowie Radwege und Radrouten des Gebietes rund um den Hexen-Stieg dargestellt.

Der offizielle Wanderführer „Harzer Hexen-Stieg“ wird derzeit noch überarbeitet, und u.a. um eine Beschreibung in die Gegenrichtung Thale – Osterode erweitert. Das Buch erscheint im August dieses Jahres. Wer sich über die Schwierigkeitsgrade der einzelnen Etappen informieren möchte, kann sich unter www.harz-wanderkarten.de/harzer-hexen-stieg.html Höhenprofile und GPX-Tracks kostenlos herunterladen. Weitere Informationen stehen auch unter www.hexenstieg.de und www.harzer-hexen-stieg.de bereit.

Harzer Hexen-Stieg
Offizielle Karte zum anerkannten Prädikatswanderweg im Harz
9., aktualisierte Auflage Mai 2017
Maßstab 1 : 30 000, UTM-Gitter für GPS, Höhenlinien in 20m-Schritten, Harzklubwanderwege, ausgeschilderte Radwege und Radwegempfehlungen, nummerierte Stempelstellen der Harzer Wandernadel, Schummerung.

Weitere Informationen und Details finden sich im Internetauftritt des Schmidt-Buch-Verlages.
http://www.schmidt-buch-verlag.de/index.php?id=40

Freiwillige im Nationalpark Harz gesucht
Wernigerode. Mit dem Ökologischen Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) ist der gesetzliche Rahmen geschaffen, um aktiven Interessierten einen abgesichertes, befristetes Engagement auch im Nationalpark Harz anzubieten zu können.

Um sich für einen ÖBFD zu bewerben sollte man mindestens 27 Jahre alt sein und eine abgeschlossene Schulbildung haben. Der ÖBFD bietet die Möglichkeit, sich beruflich zu orientieren, sich neu auszurichten oder sich eine Auszeit aus dem Berufsalltag zu gönnen. Warum entscheidet man sich für einen Bundesfreiwilligendienst? Hier können Interessierte ihren persönlichen Beitrag leisten, um die Umwelt und die Umweltbildung aktiv mitzugestalten. Man kann sich ausprobieren und neue Tätigkeitsfelder entdecken.

Im Nationalpark Harz gab es auch bisher schon bewährte Einsatzstellen wie das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Auch im Natur-Erlebniszentrum HohneHof in Drei Annen Hohne, wo von Besucherbetreuung bis Instandhaltungsarbeiten vielfältige Arbeitsaufgaben warten, ist eine Freiwilligenstelle für ein Jahr zu besetzen. Hier arbeitet ein Team von engagierten Mitarbeitern, das den oder die Freiwillige gern einbindet und über diese tatkräftige Unterstützung sehr freut.

Interessierte sollten Freude an der Arbeit mit Kindern und erwachsenen Publikum mitbringen, offen für Menschen und die Natur sein, sich selbst für Natur begeistern und diese Begeisterung an Besucher weitergeben können.

Bei Interesse stehen die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen Anhalt in Magdeburg (Tel. 0391 / 4002903) oder der Nationalpark Harz in Wernigerode (03943 / 55020) gern für Fragen zur Verfügung.
http://www.nationalpark-harz.de

Biermaße, Handverlust und Sieden von Falschmünzern im Fass – Recht und Ordnung im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Goslar und Wernigerode – Band 32 der Harz-Forschungen erschienen
Goslar - Wernigerode. Der Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde hat den Band 32 seiner Reihe „Harz-Forschungen“ unter dem Titel „Stadtrechte, Willküren und Polizeiordnungen. Teil 1: Goslar und Wernigerode“ herausgegeben.

In einer Epoche der Stadtgeschichte, in der der städtische Rat an Einfluss gewann und sich von königlicher Herrschaft weiter zu lösen suchte, wurde das örtlich geltende Erbrecht, Strafrecht und die Regelungen zu Verfahren vor Gericht verschriftlicht. In Goslar erfolgte dies um 1330. Das Goslarer Stadtrecht wurde zum Vorbild für andere Städte. Wie sich das Goslarer Stadtrecht verbreitete, inwieweit es überhaupt Vorbild war und welchen Einfluss Landrechte auf das Recht in den Städten ausübte, behandelt der nun vorgelegte Band ebenso wie die vom Rat ohne Zustimmung des Stadtherren beschlossenen „Willküren“.

Die Vielfalt der Regeln erinnert bisweilen an einen „Bauchladen“: Es ging um die Rechte und Pflichten der in Gilden organisierten Kaufleute, Krämer, Bäcker, Fleischer, Schuhmacher, Schmiede und Kürschner. Es ging um Strafen, z. B. wenn die Brote oder Biermaße zu klein waren. Besonders hart traf es Münzer, die aus Silber Pfennige schlugen. Fand man bei ihnen Falschgeld, so drohte der Verlust einer Hand und bei erwiesener Falschmünzerei das Sieden im Fass. Fenster und Türen zur Straße durften nur nach innen aufgehen. Steuern für die Hofstelle wurden in Form von Zehnthühnern entrichtet.

In Osterwieck erhielt der Richter vom verkauften Wein literweise einen Anteil. Für die Bestrafung von im Streit erzeugten Wunden wurde ein Wundpegel verwendet, um die Tiefe der Wunde nachzuweisen. Die Städte schotteten aber auch ihre Märkte ab: Außerhalb gebackenes Brot und erzeugtes Fleisch durfte nur stark eingeschränkt angeboten werden. Tuchhändler konnten Hosen verkaufen, jedoch immer mindestens sechs Stück. So florierte das einheimische Handwerk.

Der vorliegende Band behandelt die Ausdehnung von Rechtsräumen. Die Inhalte des Goslarer und des von ihm abgeleiteten und umgearbeiteten Wernigeröder Stadtrechtes werden sorgfältig verglichen. Aber auch der Rechtssymbolik (Rolande) und der Frage von Gemeinsamkeiten zwischen Sakralraum und Stadtrechtsraum geht der Band nach. Er schließt mit der Zeit der Willküren und Polizeiordnungen im 16. und 17. Jahrhundert.

Autoren des Bandes sind Wilhelm Brauneder, Bernd Feicke, Lena Koch, Maik Lehmberg, Gerhard Lingelbach, Dieter Pötschke, Michael Scholz, Fred Sobik, Dirk Suckow und Frank Weissenborn.

Dieter Pötschke, Wilhelm Brauneder und Gerhard Lingelbach (Hrsg.): Stadtrechte, Willküren und Polizeiordnungen. Teil I: Goslar und Wernigerode. Harz-Forschungen 32. 41 Abb., 170 x 240 mm, Festeinband, 253 Seiten, 41 teilweise farbige Abbildungen, ISBN 978-3-86732-266-9, Bezug über den Buchhandel oder www.lukasverlag.com

Viehaustrieb Wildemann – Harzer Tradition Tauchen Sie ein in Harzer Tradition, Musik und Spezialitäten am 04. Juni 2017
Wildemann, 22.05.2017. Früh morgens um 7 Uhr beginnt am 04. Juni, also
am Pfingstsonntag, in Wildemann im Oberharz der große, traditionelle
Viehaustrieb. Diese bereits mehr als 30 Jahre währende Tradition lockt
jährlich Urlaubsgäste aus ganz Deutschland in den romantischen
Gebirgsort Wildemann. Der Weckruf erfolgt mit Hirtensignalen der Harzer
Hirten und mit Peitschenknallern, die die festlich geschmückte Kuhherde,
die sogenannte „Damenkapelle“, auf den Austrieb mit feierlichem
Festumzug vorbereitet. Der Umzug, der von allen Besuchern begleitet und
bestaunt werden kann, erfolgt ab 10.15 Uhr vom Bergbauernhof „Klein
Tirol“ in Wildemann aus. Der schmucke Oberharzer Ort lädt alle Harzer
und Gäste der Region auch in diesem Jahr zum feierlichen Viehaustrieb
und anschließendem ganztägig in Wildemann veranstalteten, bunten
Festprogramm ein.
Den Umzug mit zahlreichen Harzer Gruppen und Vereinen, darunter
Hirten, Kiepenfrauen, Peitschenknallern, Fuhrleuten, Oldtimer-Traktoren,
Blaskapellen und weiteren, sollte man nicht verpassen. Ziel ist die
Gartenwirtschaft am Schwarzewald, wo gegen 11 Uhr der Festumzug
eintrifft und die städtischen Kuhhirten feierlich ernannt werden. Das
Festprogramm für die ganze Familie sowie ein großer Hirtenstammtisch
werden eröffnet, anschließend findet die Pfingstandacht statt. Auf der
Festwiese erwarten die Gäste bunte Stände mit Harzer Spezialitäten,
Tiere, sowie Live-Programm mit verschiedenen Harzer
Brauchtumsgruppen auf der Show-Bühne.
Um ca. 16.30 Uhr findet dann der Kuhabtrieb zurück zum Bergbauernhof
statt, der wieder von den Kuhhirten und hoffentlich zahlreichen Gästen bei
strahlendem Wetter begleitet wird. Ein echt Oberharzer Erlebnis wartet am
Pfingstwochenende in Wildemann auf Sie.
Die GLC Glücksburg Consulting AG, Hamburg, Betreiber der Tourist-
Informationen Oberharz, zu denen auch Wildemann gehört, unterstützen
die Veranstaltung als Sponsor.
http://www.oberharz.de/

Freibäder eröffnen in der Harzregion ihre Badesaison
Aderstedt - Badeanstalt - geöffnet ab 20.05.
Altenbrak - Freibad - geöffnet ab Anfang Juni
Blankenburg - Freibad Am Thie - geöffnet ab 15.05.2017
Darlingerode - Waldbad - geöffnet ab 1. Juni
Derenburg - Freibad - geöffnet ab 15.05.
Elbingerode Freibad - geöffnet ab Mai
Elend - Waldbad - geöffnet ab 27.05.
Hasselfelde-Rotacker - Waldbad -geöffnet ab 01. Juni
Ilsenburg - Ludwigsbad - geöffnet ab 27. Mai
Langenstein Sommerbad - geöffnet ab 1. Juni
Rübeland - Freibad Bodeperle - geöffnet ab 27. Mai
Thale - Wasserwelt Thale - 25. Mai
Wernuigerode - Freibad - geöffnet ab 1. Juni
Westerhausen - Freibad am Königstein - geöffnet an 1. Juni

Vortrag am kommenden Sonntag 21. Mai 2017 in Sankt Andreasberg -------------------------- Die Harzer Schwermetalle in der Umwelt – Altlasten mit unsichtbaren Gefahren und ansehnlicher Flora. Kann man Pilze und Beeren aus dem Harz bedenkenlos essen?
Braunlage-Sankt Andreasberg. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen. Nach 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr. Doch für die Umwelt hat er bis heute gravierende Folgen: Die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet. Denn bei der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie bis heute über Innerste und Oker bis in die Nordsee. In der Folge weisen sie örtlich eine besondere Schwermetallflora auf.

Wie hat sich diese Belastung historisch entwickelt? Wo genau findet sie sich? Wer ist betroffen und was wird dagegen gemacht? Was kann man zu den Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung sagen? Auf diese Fragen geht der Harzer Geologe und Referent Dr. Friedhart Knolle am kommenden Sonntag ein:



21. Mai 2017 im Kurhaus Sankt Andreasberg, Konferenzraum, im Rahmen der 9. Naturheilkundetage Harz, um 14.00 Uhr

Eintritt frei. Zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!

Natur erleben in der Abenddämmerung
Am Freitag, den 19. Mai 2017 lädt das Natur-Erlebniszentrum HohneHof zu der alljährlichen Wanderung zur Abenddämmerung ein. Treff dazu ist um 20.00 Uhr auf dem Großparkplatz Drei Annen Hohne halbwegs zwischen Wernigerode und Schierke.

Eingeladen sind alle, die Interesse an Informationen rund um das Leben im Wald haben und einen besinnlichen Spaziergang zum Eintritt der Dunkelheit erleben möchten. Ganz besonders eingeladen sind auch Familien mit Kindern, um zu dieser ungewöhnlichen Tageszeit gemeinsam die Natur erkunden und genießen zu wollen.

Nach einigen Natur-Erfahrungsspielen, Informationen und Beobachtungen kann man in aller Ruhe erleben, wie der Wald schlafen geht und vielleicht einige Waldbewohner erst erwachen, um auf Nahrungssuche zu gehen. Mit etwas Glück kann man vielleicht den einen oder anderen dieser Waldbewohner dabei beobachten. An der großen Feuerschale am HohneHof besteht die Möglichkeit dieses Erlebnis bei Stockbrot und heißem Tee noch etwas nachwirken zu lassen.

Mitzubringen sind geeignete Kleidung und Taschenlampen, die nur für den Rückweg zum Parkplatz benötigt werden, so Irmtraud Theel, die für das Natur-Erlebniszentrum HohneHof zu dieser Veranstaltung einlädt.
http://www.nationalpark-harz.de

Junior-Ranger des Nationalparks Harz freuen sich über Sammelordner zum Thema „Abenteuer Wald“
Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Unlängst übergab der Nationalparkmitarbeiter Jens Ackert aus seinem Privatbesitz mehrere Sammelordner zum Thema „Abenteuer Wald“ an die Schierker Junior-Ranger des Nationalparks Harz. Die Ordner enthalten viel Wissenswertes über Pflanzen und Tiere des Waldes. Zudem enthält das Material für junge Entdecker auch vielfältige Anregungen, wie man spielerisch den Wald erkunden kann.

Diese Hinweise kamen gerade passend zum monatlichen Treff der Schierkeer Junior-Ranger im HohneHof, der diesmal unter dem Thema „Kräuterzwerge“ stand. Mit fachkundiger Anleitung durch Rangerin Birgit Patzelt wurden heimische Wiesenkräuter gesammelt und verarbeitet - von Tee über Kräuterquark bis zur heilenden Salbe gab es die vielseitigsten Verwendungsmöglichkeiten. Mit den neuen Sammelordnern werden sicher noch zahlreiche neue Ideen zum Lernen und Entdecken dazukommen, freut sich Imtraud Theel, die für die Umweltbildungsarbeit im Natur-Erlebniszentrum HohneHof zuständig ist.
http://www.nationalpark-harz.de

Beginn der Brockengartensaison am 15.5.2017
Auch in diesem Jahr hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, erst Mitte Mai mit der offiziellen Gartensaison zu beginnen. Der leichte Schneefall Anfang Mai und die niedrigen Temperaturen haben 2017 dazu beigetragen, dass bisher nur einige wenige Spezialisten-Pflanzen im Brockengarten ihre Blüten zeigen. Die Frühjahrs-Instandsetzungsarbeiten im Brockengarten haben zwar begonnen, werden bis zur ersten Gartenführung am 15. Mai allerdings noch nicht abgeschlossen sein.

Dennoch lohnt es sich für Interessierte der Hochgebirgsflora, gleich zu Beginn der Gartensaison unsere Anlage zu besuchen. Pflanzenarten, die in den oberen Regionen der Hochgebirge ihr zu Hause haben, sind in der Regel gut angepasst an die kurze Zeit, die ihnen dort zur Verfügung steht. Kurze Vegetationszeit bedeutet in der Regel frühen Blühbeginn.

Genau diese Spezialisten zeigen zur Zeit im Brockengarten ihre Blüten. Zu nennen sind hier der Gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia), alpin verbreitete Primeln wie z.B. Primula marginata und verschiedene Mannsschildarten, die auch zu den Primelgewächsen gehören. Besonders schön anzusehen ist der Fleischrote Mannsschild (Androsace carnea). Auch die Alpenglöckchen gehören zu den Primelgewächsen und zeigen im Garten erste Blüten.

Die Brocken-und Nationalparkbesucher werden ab dem 15.5.2017 regelmäßig montags bis freitags 11.30 und 14.00 Uhr von den Gartenmitarbeitern durch die Anlage begleitet. An den Wochenenden ist die Besichtigung des Gartens in Kombination mit der Rundwanderwegführung, die um 12.15 beginnt, durch den Ranger möglich. Zusätzlich werden botanisch- gärtnerisch interessierte Gruppen in der Woche, aber auch an den Wochenenden nach Anmeldung unter der Nr. 0170 570 90 15 und 03943 55 02-20 durch die Anlage geführt.

Da die meisten im Brockengarten kultivierten Hochgebirgspflanzenarten am Naturstandort eine lange Schneebedeckung gewohnt sind bzw. diese sogar zum guten Gedeihen benötigen, war der Witterungsverlauf für die im Garten kultivierten Arten bisher eher günstig. Ob es Ausfälle gab und wie hoch diese im Winter 2016/2017 waren, kann allerdings erst Mitte Juni richtig eingeschätzt werden.

Am 15.5.2017 um 11.30 Uhr findet also die erste Gartenführung der Saison 2017 statt. Es wird eine Vielzahl blühender Primelgewächse, Steinbrecharten oder auch blühender Felsenblümchen zu bestaunen sein. Ob es die Brockenanemone bis zum 15. Mai schafft, ihre Blüten auszubilden, ist noch nicht ganz sicher.
http://www.nationalpark-harz.de

UNSER HARZ Mai --------------------- Zum Reformationsjubiläum 1517 - 2017: Martin Luther war im Harz; Heinrich der Erste, Otto der Große und die Ungarn – Was vor über tausend Jahren im Nordharzvorland geschah; Das Sanatorium Dr. Barner in Braunlage; Die Walkenrieder Mönche waren nicht die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft
Wir feiern das Lutherjahr mit einer Fülle an Veröffentlichungen und Veranstaltungen. Luthers Thesen, ausgelöst durch den Ablasshandel, verbreiteten sich vor 500 Jahren im damaligen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation dank der Druckkunst mit unglaublicher Geschwindigkeit und lösten eine starke Erschütterung und Spaltung in Kirche und Gesellschaft aus. Das beleuchtet der erste Beitrag im Heft.

Zu Beginn des 10. Jahrhunderts wurde Heinrich I. von einfallenden Ungarn bedrängt. Es gelang ihm, einen 9jährigen Frieden auszuhandeln, der jedoch vorzeitig gebrochen wurde. In der entscheidenden Schlacht am Elm wurde Heinrichs Heer vernichtend geschlagen. Erst 955 gelang es Otto I., die Ungarn zu besiegen und schon 18 Jahre später wurden sie von ihm zu einem Hoftag nach Quedlinburg eingeladen, der wiederum 1030 Jahre später, im Jahre 2003 dort aufwendig nachgestellt wurde. Die Rolle der Pfalz Werla damals wie heute wird im Hintergrund beschrieben.

1900 wurde das Sanatorium Dr. Barner in Braunlage gegründet. Zunächst aus zwei benachbarten Villen hervorgegangen, erfuhr das Sanatorium nach und nach Erweiterungsbauten durch den Architekten Albin Müller, der auch seit 1903 den Innenausbau im reinen Jugendstil übernahm.

„Die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft waren die Zisterziensermönche in Kloster Walkenried, sie hatten bereits im frühen 13. Jahrhundert erste Teich- und Grabensysteme konstruiert.“ Dieser Satz des verstorbenen Denkmalpflegers Dr. Reinhard Roseneck aus dem Antrag zum Eintrag des Oberharzer Wasserregals in die UNESCO-Welterbeliste wurde schon oft angezweifelt, nun aber erscheint im Nationalparkforum ein differenziert belegter Beitrag zu dieser Behauptung. Diese Aussage ist nichts weiter als eine moderne Legende, so die Autoren Dr. Friedhart Knolle und Fritz Reinboth.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

Altenau: GLC-Touristinformation

Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B

Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark

Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,

Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus

Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage

Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Presseinformation des BUND Thüringen: Urwälder sind Schatzkammern der Artenvielfalt – BUND Thüringen fordert die Einlösung vom Koalitionsversprechen
Erfurt. Anlässlich der morgigen Anhörung im Petitionsausschuss hebt der BUND Thüringen erneut die Bedeutung von nutzungsfreien Wäldern für den Naturschutz hervor. Viele Arten sind auf nutzungsfreie Wälder angewiesen und haben in bewirtschafteten Wäldern kaum Überlebenschancen. Deshalb fordert der Umweltverband die Thüringer Landesregierung auf, endlich ihr Koalitionsversprechen umzusetzen und 5% des Waldes in Thüringen aus der Nutzung zu nehmen.

„Urwälder sind Schatzkammern der Artenvielfalt“, erklärt Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Das belegt auch eine Studie, in der 120 Vergleiche zwischen genutzten und ungenutzten Wäldern in ganz Europa ausgewertet wurden. Die wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass z.B. bei Pilzen, Moosen, holzbewohnenden Käfern oder Vögeln die Artenzahlen in ungenutzten Wäldern höher sind als in bewirtschafteten Wäldern.“

Auf dieser Grundlage wurde bereits eine Einigung über die Nutzungsfreistellung von 22.000 ha Wald erzielt. Hier handelt es sich zum Beispiel um Flächen im Nationalpark und Urwaldparzellen, die zum Teil schon seit Jahren nicht mehr bewirtschaftet werden. Vogel: „Wir können nicht nachvollziehen, dass der Konflikt über die verbleibenden 4.000 ha jetzt dermaßen eskaliert. Es handelt sich hier um weniger als 1% der Waldfläche in Thüringen, die aus wirtschaftlicher Sicht kaum relevant ist, dafür über umso mehr für den Naturschutz. Das gilt insbesondere für ein großflächiges Waldwildnisgebiet über 2.500 ha im Possenwald. Dieser bietet als unzerschnittener Buchenwald optimale Lebensbedingungen für eine Vielzahl von Arten. Die Thüringer Landesregierung muss hier endlich eine Einigung erzielen.“

Nach Angaben des Umweltverbandes kann sich nur in unbewirtschafteten Wäldern eine Vielfalt an Strukturen herausbilden, welche z.T. hochspezialisierten Arten einen Lebensraum bieten. Vogel: „Während es im ungenutzten Wald 250 bis 300 Strukturen pro Hektar gibt, wie z.B. alte Baumhöhlen, Rindentaschen, Mulmhöhlen oder Wurzelteller, sind im Wirtschaftswald nur etwa 50 Strukturen pro Hektar zu finden. Und das ist für viele Arten einfach zu wenig.“ Als Erfolgsbeispiel führt Vogel die Urwälder der Hohen Schrecke an: „Dort konnten bisher 13 sogenannte ‚Reliktarten‘ nachgewiesen werden. Es handelt sich hier um Arten, die als Überbleibsel vergangener Strukturen kaum noch in Europa zu finden sind. Diese Zahl ist die höchste in ganz Thüringen.“

Grundlage für die natürliche Entwicklung von Urwäldern sind nach Angaben des BUND Thüringen die Faktoren Größe und Zeit. Vogel erklärt, warum: „Je größer der unbewirtschaftete Wald ist und je länger er nicht mehr bewirtschaftet wird, desto höher ist die Artenvielfalt. Arten, wie der Mittelspecht, erreichen in Buchenwäldern ab einem Alter von 180 bis 200 Jahren ihre höchsten Siedlungsdichten. Erst ab diesem Alter bilden Buchen eine rissige Borke aus, in der die Spechte ihre Nahrung suchen. Weil Buchenwälder aber in der Bewirtschaftung bereits im Alter von 120 Jahren eingeschlagen werden, sind die Mittelspechte auf vom Menschen geschaffene Ausgleichsquartiere wie Streuobstwiesen angewiesen.“
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Eröffnung der längsten Fußgängerhängebrücke an der Rappbodetalsperre
Rund 17.000 Besucher wurden am Sonntag zur Eröffnung der längsten Fußgängerhängebrücke von Harzdrenalin an der Rappbodetalsperre angelockt.
Gefeiert wurde mit einem lauten und farbenfrohen Tagesfeuerwerk.
458 Meter schwingt sich die Brücke über die Talsperre und lädt die Besucher zu einem schwankenden Übergang ein, 210 Mutige können gleichzeitig die Brücke betreten und dabei den Blick über die Wendefurther Talsperre schweifen lassen.
Gleich nebenan schwingt sich die Megazipline über die Sperre, ein ebenfalls tolles Erlebnis für jeden Abenteurer. Viel Spaß!
http://www.harzdrenalin.de/

Von der „Klassischen Quadratmeile“ bis ins 21. Jahrhundert – Geotope im Wandel der Zeit
Goslar. Das Erzbergwerk Rammelsberg liegt inmitten der „Klassischen geologischen Quadratmeile“, die den Pionieren im 18. und 19. Jahrhundert auf engem Raum die Grundlagen ihres Fachgebietes vor Augen führte. Während Aufschlüsse ursprünglich bei der Rohstoffsuche beachtet wurden, kam ihnen danach mehr und mehr eine Schlüsselposition bei der Erforschung geologischer Vorgänge zu. Mit dem Rückgang der Rohstoff-Exploration im ausgehenden 20. Jahrhundert fanden Aufschlüsse fast nur noch als lebloser Rahmen schützenswerter Biotope Beachtung. Mit der Definition von Geotopen, die durch ihre wissenschaftliche Aussagekraft allein Bedeutung und Schutzwürdigkeit genießen, wurde vor 25 Jahren eine neue Ära eingeläutet. Heute werden Geotope vor allem auch in den Geoparks als Schlüssel-Orte für das nachhaltige Wirtschaften des Menschen mit den geologischen Ressourcen gepflegt. Auch die Geotope des Nationalparks Harz sind Thema eines Vortrages auf dieser Tagung. Begleitende Exkursionen am 20. und 21. Mai werden in den Oberharz und das westliche Braunschweiger Land führen.

Tagungsort: Museum & Besucherbergwerk Weltkulturerbe Rammelsberg , Bergtal 19, 38640 Goslar, www.rammelsberg.de

21. Fachtagung der Fachsektion Geotope & Geoparks in der DGGV im UNESCO-Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen vom 18. – 21. Mai 2017. Anmeldungen sind noch möglich: Geotop2017@email.de
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„Die Erde braucht Freunde“ - Der BUND informiert und wirbt für sich und seine Projekte in Goslar vom 2. bis 5. Mai 2017
Goslar. In der laufenden Woche wird ein Team des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) in der Goslarer Innenstadt über den gemeinnützigen Verein und seine Projekte informieren.

Der Goslarer BUND-Vorsitzende Dr. Friedhart Knolle, wünscht sich: „Es mögen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die Arbeit des BUND kennen lernen und das Angebot nutzen, die wertvolle Arbeit zu unterstützen. Besonders freuen wir uns über Menschen – ganz gleich ob jung oder alt – die sich ehrenamtlich engagieren wollen und natürlich über neue Mitglieder, welche unsere umweltpolitische und gemeinnützige Arbeit mit ihrer Stimme und einem frei zu wählenden finanziellen Beitrag unterstützen. Der BUND ist ein Mitgliederverband und je stärker unsere Gemeinschaft ist, desto mehr erreichen wir natürlich für Umwelt und Natur. Das berufliche Team ist direkt vom Verband und informiert Sie gerne über die bestehenden Möglichkeiten zur Mithilfe. Wir freuen uns auf Sie!“

Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland e.V. (BUND) ist ein gemeinnütziger Verband, der sich seit über dreißig Jahren vielfältigen Natur- und Umweltschutzthemen widmet. Dabei wirkt er überwiegend lokal und regional und ist zusätzlich im weltweit größten Umweltschutznetzwerk Friends Of The Earth International organisiert.

Nach § 63 des Bundesnaturschutzgesetzes ist der BUND als Umweltverband anerkannt und wird bei Eingriffen in den Naturhaushalt angehört. Dabei arbeitet er wirtschaftlich, parteipolitisch und konfessionell unabhängig.

Derzeit hat der BUND über 500.000 Mitglieder. Sie sind in einem flächendeckenden Netz von über 2.000 Kreis- und Ortsgruppen organisiert. Dazu kommen ca. 800 Kinder- und Jugendgruppen, mit insgesamt knapp 40.000 Mitgliedern, die in einer eigenen Jugendorganisation, der BUNDjugend, organisiert sind.

Der BUND will die natürliche Schönheit und Vielfalt unserer Heimat bewahren. Dabei verstehen wir uns als Anwalt für Natur, Landschaft und Mensch. Unser Ziel ist es, die natürlichen Lebensgrundlagen für Mensch, Tiere und Pflanzen zu erhalten.
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Bildvortrag von Dr. Friedhart Knolle in Sankt Andreasberg: „60 Millionen Jahre Fledermäuse im Harz – eine Landschaftsgeschichte der Nationalparkregion“
Sankt Andreasberg. Die ältesten Nachweise von Fledermäusen in der Harzregion sind schon rund 60 Millionen Jahre alt. Ein aus Sicht des Menschen geradezu unvorstellbar langer Zeitraum. Denn verglichen damit ist der Mensch eine viel jüngere Art, die erst vor wenigen Millionen Jahren das Antlitz der Erdoberfläche betrat, sagt Nationalpark-Hausleiter Thomas Appel, der den Referenten eingeladen hat.

Die spannende Verbindung zwischen geologischer, archäologischer und biologischer Perspektive ist genau die Sache des Referenten Dr. Friedhart Knolle. Als promovierter Geologe und Harzkenner ist er nicht nur Pressesprecher der Nationalparkverwaltung, sondern gemeinsam mit dem Kollegen Siegfried Wielert auch ehrenamtlicher, vom NLWKN bestellter Fledermaus-Regionalbetreuer für den Landkreis Goslar. Im Vortrag wird in Form einer spannenden Zeitreise die geologische Entwicklungsgeschichte des Harzes aufgezeigt und wie sich diese auf die Lebensbedingungen der Fledermäuse ausgewirkt hat – ein Fledermausflug durch die Erdgeschichte des Harzes sozusagen.

An der Konzeption der neuen Dauerausstellung „FledermausReich“ im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg war Dr. Knolle ebenfalls beteiligt. Nach dem Vortrag bietet es sich deshalb an, gleich auch noch in die Gegenwart im „FledermausReich“ einzutauchen, so Thomas Appel abschließend.

Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Ort des Vortrages:Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Zeit: 6. Mai, 10:00 Uhr
Dauer: ca. 1,5 Std.
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Geänderte Öffnungszeiten des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg: Jetzt wochentags schon ab 9:00 Uhr geöffnet
Wernigerode - Sankt Andreasberg. Das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg passt seine Öffnungszeiten den Besucherbedürfnissen an. Ab dem 2. Mai öffnet das Haus wochentags bereits ab 9:00 Uhr seine Pforten für die Öffentlichkeit. Dafür schließt es jetzt um 17:00 Uhr und damit eine Stunde früher als bisher. Die Öffnungszeiten an den Wochenenden, Feiertagen und im Winter bleiben unverändert.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Gäste das Haus bereits vor 10:00 Uhr besuchen möchten. In der Stunde zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr waren in der Vergangenheit dagegen oft sehr wenige Besucher im Haus.

Insbesondere haben Gäste jetzt genug Zeit für einen Besuch des Nationalparkhauses, bevor im nahegelegenen Bergwerksmuseum Grube Samson um 11:00 Uhr die erste Führung startet. Ein Besuch beider Einrichtungen bietet sich an, denn das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ist gemeinsam mit der Grube Samson offizielle Informationsstelle des 2015 zum UNESCO Global Geopark ernannten Geoparks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen.

Im Nationalparkhaus finden Besucher eine Sammlung ausgewählter Gesteine und Mineralien aus dem Harz, eine interaktive Tafel, ein beeindruckendes Modell eines Wasserrades samt Pumpenanlage und Pochwerk sowie zahlreiche Broschüren zu geologischen Zusammenhänge, Bergbau und Sehenswürdigkeiten der Region. Das Bergwerksmuseum zeigt Bergbautechnik aus dem 18. und 19. Jahrhundert und ist Teil des UNESCO-Welterbes Erzbergwerk Rammelsberg, Altstadt Goslar, Oberharzer Wasserwirtschaft. Es zeigt die letzte noch im Original erhaltene funktionstüchtige Drahtseil-Fahrkunst der Welt.
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Walpurgisnacht im Harz
Wieder fliegen die Hexen zum Brocken bei Schierke und zum Hexentanzplatz in Thale

Wir wünschen bei den zahlreichen Veranstaltungen viel Spaß und gute Unterhaltung.
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Aktiver Walpurgis-Auftakt mit Brockenblick Der Globetrotter Active Store auf Torfhaus ist Versorgungspartner des Ultralaufs auf dem Harzer Hexenstieg am 29.04.2017
Es geht auch in 2017 weiter. Die Saison der HARZER HEXENSTIEG EVENTAGE startet am 29.04.2017 mit einem Ultralauf über den Harzer Hexenstieg mit 218 km nonstop mit einem Zeitlimit von 48 Std. und dem Hexentanz, einem Ultralauf mit 110 km Laufstrecke und einem Zeitlimit von 22 Std. Die Streckenführung ist identisch mit der Rückstrecke des Hexenstieg Ultra und führt damit nicht über den Brocken, dafür aber über den Hexentanzplatz, Windeltreppe und Wolfswarte.

Der Globetrotter Active Store im Harz Welcome Center auf Torfhaus ist einer der Versorgungsposten des Ultralaufs und versorgt die etwa 80 Läufer mit Wasser, Bananen und Xenofit Produkten. Xenofit stellt als Sponsor reichlich Gels und Pulver zur Verfügung, u.a. die "Heiße Hexe". Ab ca. 9:00 Uhr kommen die Läufer auf dem Weg nach Thale auf Torfhaus vorbei und können neue Kräfte tanken.

Der Globetrotter Active Store ist kompetenter Partner in Sachen Outdoor-Ausrüstung. Ob Wetterschutzbekleidung, Gaskocher, Karabiner, Seile, neue Wanderstiefel oder Rucksäcke – auf rund 400 m² finden Gäste im Globetrotter Active Store alles, was das Wanderherz begehrt. Einmal ausgestattet, kann der Outdoor-Urlaub direkt vor der Ladentür beginnen, denn der Globetrotter Active Store liegt mitten im Nationalpark. Ein idealer Ausgangspunkt für eine Brockenwanderung oder eine etwas kleinere Rundwanderung durch die wunderschöne Moorlandschaft.

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Dem „Harztiger“ auf der Spur Mit dem Wildkatzenexperten unterwegs in der Südharzer Gipskarstlandschaft
Nordhausen. Die Wildkatze findet langsam den Weg zurück in die deutschen Wälder, auch in die Kalkbuchenwälder des Südharzes. Und das nicht ohne Grund: Die Gipskarstlandschaft bietet eine besonders hohe Vielfalt an Lebensräumen und wurde deshalb vom Bundesamt für Naturschutz als „Hotspot der biologischen Vielfalt“ ausgezeichnet. Erste Sichtungen belegen, dass die Wildkatze hier ideale Lebensbedingungen findet. Um die Bürger für die scheuen Jäger zu sensibilisieren, führt der BUND Nordhausen gemeinsam mit dem Wildkatzenexperten, Thomas Mölich, eine geführte Wanderung auf den Spuren der Samtpfoten durch.

Datum: 06.05.2017
Uhrzeit: 10:30 Uhr
Ort: Woffleben an der Kirche

Auf der ca. 3,5-stündigen Exkursion werden die Teilnehmer u.a. erfahren, ob und wo die Wildkatze bereits gesichtet wurde und warum die Südharzer Gipskarstlandschaft mit ihrer großen Biotopvielfalt einen idealen Lebensraum für diese und viele weitere bedrohte Tierarten darstellt. Die geführte Wanderung ist auch für Familien geeignet.

Die Teilnehmer sollten über eine gute Kondition verfügen, festes Schuhwerk und Verpflegung mitbringen.
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Harzer Wandernadel - Saison startet am 29. April 2017
Die Wandersaison der Harzer Wandernadel wird am 29. April mit einem Fest in Bad Sachsa/Neuhof eröffnet. Nun kann die Jagd auf die 222 Stempel und natürlich die Titel Wanderkaiser, Wanderprinz oder -prinzessin wieder beginnen.
Die einzelnen Strecken zu den sehenswerten Plätzen der Wandernadel sind unterschiedlich lang und haben verschiedene Schwierigkeitsgrade und Höhenlagen.
Zum Saisonstart hat der Kultur- und Heimatverein Neuhof ein abwechslungsreiches Programm zusammen gestellt. 10.30 Uhr beginnt es mit dem Anzünden des historischen Gipsbrennofens, bevor 11 Uhr die geführten Rundwanderungen zum Kranichstein und zum Sachsenstein erfolgen. Ab 11.30 Uhr spielen die Jagdhornbläser Birkenmoor und die Band Neue Hof. 12.30 Uhr geben dann die Ehrengäste den offiziellen Startschuss zur Eröffnung der Saison.
Gulschkanone, Fischstand, Grillstand, Kaffee und Kuchen lassen auch keinen Hunger aufkommen.
Natürlich ist auch ein Sonderstempel der Harzer Wandernadel erhältlich.
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Filz-Kurs im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg am 21.4.2017
Sankt Andreasberg. Am Freitag, den 21. April findet im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg unter der Leitung von Brigitte Rieger der „Filz-Kurs mit feiner Merinowolle“ statt. Der Kurs richtet sich an Erwachsene und Kinder ab 4 Jahre, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, so Thomas Appel, der Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg.

Wer mit den Händen die feine Merinowolle verarbeitet, kann dabei auf intensive Weise diesen Naturstoff erleben und im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“. Jeder Teilnehmer erschafft dabei mindestens ein einzigartiges Unikat – z.B. eine kleine Fledermaus, die über sehr lange Zeit Freude bereiten kann.

Die thematische Verbindung zur Ausstellung des Nationalparkhauses ist dabei schnell hergestellt. Ob man an die Kleidung der Andreasberger Bergleute denkt oder die Schafe, die noch heute Teile der Bergwiesen beweiden und damit zum Erhalt dieser geschützten und landesweit einzigartigen Biotope beitragen.

Ort: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Zeit: Fr. 21. April, 14:00 bis 18:00 Uhr
Anmeldung unter 05582 923074
Gebühr: 20,- € / Person inkl. Material
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Vortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: „Fledermäuse im Nationalpark Harz – Einblicke in die aktuelle Forschung“
Sankt Andreasberg. Am Mittwoch, den 19. April findet der Vortrag „Fledermäuse im Nationalpark Harz– Einblicke in die aktuelle Forschung“ um 19:30 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg statt. Die Referentin Annika Schröder ist seit Februar beim NABU im Nationalparkhaus angestellt und betreut seitdem auch die neue Dauerausstellung „FledermausReich“.

Zu diesem Vortrag laden wir die Öffentlichkeit herzlich ein.

Die Referentin Annika Schröder hat auf der gesamten Fläche des Nationalparks mit Bat-Rekordern Fledermausrufe und Daten zur Vegetationsstruktur erfasst, um damit ein Habitatmodell zu erstellen, das in ihre Masterarbeit im Bereich Wildtierökologie an der Universität für Bodenkultur Wien einfließt.Die bisherigen Ergebnisse dieser Arbeiten werden vorgestellt. Annika Schröder geht aber auch auf die anderen Erfassungs- und Forschungsarbeiten zur Artengruppe der Fledermäuse im Nationalpark ein, so Thomas Appel, der Leiter des Nationalparkhauses.

Gäste können spontan zum ca. 90-minütigen Vortrag kommen, eine Anmeldung ist nicht nötig. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Ort des Vortrages:Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
http://www.nationalpark-harz.de

Winterpause beendet: Naturmythenpfad bei Braunlage Eintauchen in das älteste Kulturgut des Menschen – seine Mythen und Sagen
Auch in Braunlage kehrt langsam der Frühling ein. Damit beendet auch der nahegelegene Naturmythenpfad seine Winterpause – zu Ostern wird es so weit sein, dass praktisch alle Stationen aufgebaut sind.

Die fantasievollen Installationen des Pfades waren im Winter im Warmen gelagert und werden nun wieder aufgebaut. Über die Sommermonate laden zehn Mitmach-Stationen Erwachsene und Kinder ein, den mythischen Spuren der Beziehung zwischen Mensch und Natur zu folgen.

Ein Besuch auf dem Naturmythenpfad lohnt sich – denn Mythen gehören wie Sagen und Märchen zum ältesten Kulturgut der Menschen. Sie geben Auskunft darüber, wie der Mensch dachte und empfand und wie er sich erklärte, was um ihn herum und mit ihm selbst geschah. Im Mythos beschrieben unsere Vorfahren Werden und Vergehen auf der Erde. Die Natur mit ihren alles umfassenden Lebensräumen steht dabei im Mittelpunkt.

Auf dem Pfad kann man sich vom Wunschbaum einen Wunsch erfüllen lassen und im Labyrinth einen Weg zu sich selbst finden. Es lässt sich erkunden, ob Wolf und Mensch vielleicht viel mehr verbindet, als wir ahnen, welche symbolische Kraft von einem Baum ausgeht und warum uns Schönheit und Gesang der Vögel verzaubern. Beim Märchenpuzzle ist Köpfchen gefragt und am Silberteich kann man mit Wasser ein klein wenig zaubern. Für alle, die noch mehr wissen möchten, ist jeder Station ein Buch zugeordnet ? die „Waldbibliothek“.

Der ca. vier Kilometer lange Rundwanderweg ist leicht begehbar und von Braunlage ohne PKW erreichbar. Der Naturmythenpfad führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft und Vegetation und man kann ihn in ca. drei Stunden Gehzeit erwandern. Den Einstieg zum Pfad erreicht man vom Nationalpark-Wandertreff an der Jugendherberge Braunlage nach ca. 600 Metern. Parkplätze gibt es an der Wetterwarte und am Sportplatz in der Von Langen-Straße.
http://www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/natur-erlebnispfade/naturmythenpfad/

Frühling im Hochharz: Der WaldWandelWeg bei Torfhaus ist einen Besuch wert
In diesen Tage wurden auch die informativen Tafeln des WaldWandelWeges bei Torfhaus wieder Installiert und der Pfad erwartet wieder zahlreiche Besucher. Was kann man hier erleben?

Beim Anblick von Kahlflächen oder toten Bäumen stellen wir uns Fragen: Wie wird der Harzer Wald der Zukunft aussehen? Wie wirken sich der Klimawandel und seine Folgen, z.B. Orkane oder Sommertrockenheit, auf das Wachstum der Fichte aus? Wie profitiert der Borkenkäfer davon? Wer sich da immer noch nicht ganz sicher ist, wie das nun alles zusammenhängt oder wer noch einen Tipp für einen schönen Rundgang benötigt, der ist herzlich eingeladen, sich im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus zu informieren.

Der Weg ist ausgehend vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus am Großparkplatz Torfhaus schnell erreichbar, und die Besucher können im Zuge eines Spaziergangs auf dem Rundweg sowohl die Schönheiten des Hochmoors genießen als auch die vitale, ursprüngliche Kraft des Waldes und die Walddynamik erleben.

Wie funktioniert ein natürlicher Wald?

Als Beitrag zur besseren Information über die Zusammenhänge von Werden und Vergehen der Bäume, Klima, Umweltverschmutzung und Borkenkäfern gibt es seit 2009 den WaldWandelWeg am Schubenstein bei Torfhaus. Hier sollen nicht nur die Besucher des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, sondern auch alle vorbeikommenden Wanderer dazu angeregt werden, die dynamische Waldentwicklung im „Urwald von morgen“ hautnah zu erleben. Das emotional besetzte Thema des Absterbens alter Fichten infolge der Massenvermehrung des Borkenkäfers wird hier sachlich moderiert.

Der Pfad ist ein Gemeinschaftsprojekt – er wurde vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus konzipiert, von der Revierförsterei Torfhaus und der Nationalpark-Werkstatt Oderhaus gebaut und mitfinanziert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Auf ca. 180 m Länge werden mittels attraktiv gestalteter Holztafeln Informationen gegeben, die hiesigen Borkenkäferaktivitäten, ihre biologischen Hintergründe, aktuelle Fragen der Borkenkäferentwicklung und der Zukunft des Waldes sowie die Ursachen für diese Entwicklung dargestellt.

Dem „Wind-Sturm“ folgt ein „Käfer-Sturm“ – so ist es auf einer der Info-Tafeln zu lesen, die Besucher neugierig machen soll. Was verbirgt sich hinter dieser Aussage? Oberhalb von etwa 800 m Höhe befindet sich der natürliche Lebensraum der Fichte. Dem rauen Klima widersteht sie in diesen Höhenlagen. Unterhalb von 800 m wächst sie zwar auch, wird aber zunehmend durch Sommertrockenheit beeinträchtigt. Im Falle eines Windwurfs profitiert der Fichtenborkenkäfer ebenfalls vom milderen Klima der mittleren Höhenlagen. Massenhaft umgeworfene und absterbende Fichten ermöglichen eine sprunghafte Vermehrung des Borkenkäfers. Dieser Vielzahl können sich dann auch viele der stehenden Fichten nicht mehr erwehren. Aber: „Kein Grund zur Sorge“, so Nationalparkleiter Andreas Pusch: „Am Ende steht nicht ein toter Wald, sondern sprießendes Leben aus jungen Fichten, Ebereschen, Weiden und Birken.“

Naturerlebnispunkt am Quitschenberg

In Ergänzung zum WaldWandelWeg wurde zusätzlich ein weiterer Naturerlebnispunkt eingerichtet. Auf der beliebten Wanderung über den Goetheweg zum Brocken erreichen die Wanderer nach ca. 3,5 km den Quitschenberg. Nach einer starken Borkenkäfer-Massenvermehrung ist hier seit den 1990er Jahren die neue Waldentwicklung in vollem Gang. Gerade auf den damals nicht aufgearbeiteten Flächen sprießen heute Ebereschen, Weiden und Fichten – die nachwachsende Waldgeneration prägt zunehmend das Bild. So zeigt sich: Der Borkenkäfer wird nicht der letzte Akteur sein in dem Schauspiel, das die Natur hier in ihrer ganzen Dynamik entfaltet.
http://www.nationalpark-harz.de

Mit dem „Weißen Reh" auf den Brockengipfel - Der Märchenpfad von Schierke zum Brocken ist wieder aufgebaut
Wernigerode. Wie kann man erreichen, dass Kinder wieder mehr Spaß am Wandern haben und nicht nur wandern, weil die Eltern es gern möchten? Diese Frage stellen sich viele Eltern. Das war unser Anstoß, diesen Weg einzurichten. Auf ihm können Eltern und Kinder entlang der sieben Stationen des Märchenpfades – hinauf durch das Eckerloch – die Abenteuer des Jungen Albert erleben, der sich im Harz auf die Suche nach dem Weißen Reh begibt.

Die einzelnen Stationen führen die neugierigen Wanderer hinauf auf den mystischen Brockengipfel und der Höhepunkt erwartet die Kinder dann im Brockenhaus. Hier treffen sie auf Albert und das Weiße Reh und werden für ihre Wanderleistung mit einem Sonderstempel im Märchenflyer belohnt.

Der Märchenpfad fügt sich nahtlos in das Motto „Sagenumwobene Bergwildnis“ des Nationalparks Harz ein und bringt den jüngsten Gästen des Schutzgebiets die Natur der Bergwildnis rund um den Brocken näher. Das Projekt ist das in die Tat umgesetzte Ergebnis einer Kooperation der Brockenhaus GmbH mit der Hochschule Magdeburg-Stendal. Während der Projektlaufzeit haben sich unterschiedliche Studentengruppen und Meisterklassen mit vielfältigen Themenfeldern rund um das Brockenhaus beschäftigt.

Das Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus und der Nationalpark Harz wünschen den jungen und älteren Wanderern viel Spaß bei ihren Erlebnissen entlang des Weges!
http://www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/natur-erlebnispfade/maerchenpfad_weisses_reh/

Der Löwenzahn-Entdeckerpfad erwacht aus dem Winterschlaf Der Erlebnispfad für Familien, Kinder und alle Junggebliebenen
Zum Frühlingsbeginn erwacht der beliebte Löwenzahn-Entdeckerpfad bei Drei Annen-Hohne wieder aus dem Winterschlaf. Die Infotafeln, Drehsäulen und auch die bei Alt und Jung gleichermaßen beliebte Höreule haben den Winter im Warmen verbracht, damit sie keinen Schaden nehmen. Wenn das beginnende Frühjahr den Frost aus dem Boden vertreibt, wird der Pfad erneut aufgebaut und kann sich wieder mit Leben füllen. Ab Ostern können Familien mit Kindern und Schulklassen auf dem etwa 1,2 Kilometer langen Weg wieder auf spielerische und spannende Weise die Pflanzen- und Tierwelt des Harzes entdecken.

Träumerbank, Hör-Eule, Barfußpfad, Waldmemory oder Wasserstation: Der Löwenzahn-Entdeckerpfad im Nationalpark Harz hat viel zu bieten. Unabhängig von festen Zeiten können Familien, Kinder und alle Junggebliebenenden Pfad in den Sommermonaten täglich kostenlos besuchen. Insgesamt acht verschiedene Mitmach-Stationen beantworten viele Fragen rund um die Pflanzen- und Tierwelt des Nationalparks Harz und laden zum Tüfteln und Forschen ein. Geheimnisvolle Fährten werden den Tieren zugeordnet, Totholz wird als Lebensraum präsent, Geräusche des Waldes lässt die Hör-Eule erklingen und Groß und Klein beim Weitsprung mit den Leistungen der Waldbewohner können sich messen. Auf der Träumerbank mit Blick in das imposante Kronendach der Hohne-Eiche kann man sich entspannen und die gesammelten Eindrücke verarbeiten.

Nach dem Ausprobieren der Archimedischen Schraube und viel Wissenswertem zum Kreislauf des Wassers endet der Pfad am Natur-Erlebniszentrum HohneHof. Hier kann man sich bei einem Imbiss stärken, die Forscherecke erkunden und auf dem Abenteuerspielplatz um die Wette turnen. Auch Kindergeburtstage oder Naturerlebnistage mit der Schulklasse bietet das Team des HohneHofs an.

Der Nationalpark Harz hatte den Löwenzahn-Entdeckerpfad 2005 ins Leben gerufen. Damals wurde der Pfad im Zuge des 25-jährigen Jubiläums der ZDF-Sendung „Löwenzahn“ als länderübergreifende Umweltbildungsaktion entwickelt. Auf der Hohnewiese bei Drei Annen-Hohne finden seitdem zahlreiche umweltpädagogische Veranstaltungen und Aktionen statt.
http://www.nationalpark-harz.de

UNSER HARZ April 2017
Steinhäuser und Kemenaten – Mittelalterliche Wohnhäuser in Goslar; Zur Waldgeschichte der Nationalparkregion Harz; Hahnenklee im April 1945 – 18 tote Säuglinge und Kinder im „Kurort für Mutter und Kind“; Dr. Carl Friedrich Eduard Mehlis aus Clausthal, Begründer des Naturalienkabinetts der Berg- und Forstschule in Clausthal und sein Fledermaus-Nachlass im Museum für Naturkund in Berlin; Kann der Brocken nicht mehr locken? Deutsch-Tunesische Umweltkooperation trägt erste Früchte
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Clausthal-Zellerfeld. Der Bergbau und die damit einhergehende Anziehungskraft der Siedlung Goslar auf die mittelalterlichen Herrscher zogen auch Kaufleute und Handwerker nach sich, Kirchen folgten und so entstanden hier neben den oft reich verzierten Fachwerkhäusern auch beeindruckende Steinbauten. Gerade was diese eindeutig den Blütezeiten des Bergbaus zuzuordnenden Stein-Bürgerhäuser betrifft, hat Goslar eine große Anzahl aufzuweisen, anhand derer noch viel über die damalige Lebensweise geforscht werden kann, wie der Autor Elmar Arnhold aus Braunschweig feststellt.

Anhand von Pollenuntersuchungen in Mooren kann die Waldentwicklung der letzten 20.000 Jahre im Harz nachvollzogen werden. Aber auch jüngeren und künftigen Entwicklungen widmet sich der Bericht über die Waldgeschichte der Nationalparkregion Harz von Dr. Friedhart Knolle, Dr. Hans-Ulrich Kison und Hildegard Rupp.

Ende April 1945 wurde von 18 toten Säuglingen in Hahnenklee-Bockswiese berichtet, wo sich damals mehrere Entbindungs- und Säuglingsheime befanden. Es handelte sich um lettische Säuglinge, die vor der heranrückenden sowjetischen Front nach Westen gebracht worden und hier im Harz an Unterernährung gestorben. Leider sind die ehemals an diese Tragödie erinnernden Kreuze auf dem Friedhof Hahnenklee längst verschwunden. Daher ist eine Erinnerung an diese fast vergessene Episode Hahnenklee-Bockswieser Geschichte heute wichtig, wie die Autoren Dr. Friedhart Knolle und Frank Jacobs vom Verein Spurensuche Harzregion e.V. schreiben.

Anfang des 19. Jahrhunderts unterrichtete Dr. Carl Friedrich Eduard Mehlis an der Berg- und Forstschule in Clausthal. Seine Fledermausforschungen gingen in das Buch seines Kollegen an der Berg- und Forstschule und Freundes, des Zeichenlehrers Wilhelm Saxesen, über die Fledermausfauna ein. Darüber berichtet Wolfgang Rackow aus Osterode am Harz.

Eine neue Reihe mit Gedichtinterpretationen beginnt mit dem Gedicht „Harz im April“ von Andreas Kley.

Im Nationalparkforum wird über die Fortschritte im tunesischen Wald-Nationalpark El Feija berichtet, ein Projekt deutsch-tunesischer Umweltkooperation.

Rübeländer Höhlen mit vielfältigen Angeboten
Die Rübeländer Höhlen - Baumannshöhle und Hermannshöhle - haben wieder verschiedene Veranstaltungen in ihrem Angebot:
- Taschenlampenführungen für Kinder ab 5 Jahre

- Kinderwalpurgis am 30.04.2017

- Dampflokfahrten zum Höhlentheater von Blankenburg nach Rübeland und zurück

-Höhlentheater 2017 mit den Stücken:
Der kleine Vampir, Atlantis, Carmilla - Tochter Draculas, Das Kalte Herz, sowie Hänsel & Gretel;
http://www.harzer-hoehlen.de

Luchsvortrag in Roßla
ROSSLA. Zu einem besonderen und sehr interessanten Vortrag lädt die Verwaltung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz am Dienstag, den 4. April nach Roßla ein. Lilli Middelhoff, freie Mitarbeiterin im Nationalpark Harz, stellt das Luchsprojekt im Harz vor. Sie berichtet über die aktuelle Verbreitung der Art und Ergebnisse des Fotofallen-Monitorings.

Der Vortrag findet im großen Saal statt. Beginn um 19 Uhr. Die Veranstaltung ist kostenlos.
http://www.bioreskarstsuedharz.de/

Abriss des Baudenkmals Offizierscasino Fliegerhorst Goslar - Denkmalschutz scheitert an Interessenverquickung von Klosterkammer Hannover, Niedersächsischem Landesamt für Denkmalpflege, Ministerium für Wissenschaft und Kultur als Aufsichtsbehörde und der Stadt Goslar
Goslar Es ist unverständlich und bitter: Die Bemühungen zur Erhaltung des Offizierscasinos auf dem Fliegerhorst Goslar sind an einer Interessenverquickung von Klosterkammer Hannover, Niedersächsischem Landesamt für Denkmalpflege, Ministerium für Wissenschaft und Kultur als Aufsichtsbehörde und der Stadt Goslar gescheitert.

Was für Jedermann gilt, gilt nicht für die Klosterkammer, die sich unter dem Motto „Werte bewahren – Identität stiften" einen Freifahrtschein zum Abriss von Kulturdenkmalen erteilt hat.

Das Institut für Denkmalpflege hat in seiner gutachterlichen Stellungnahme vom 6.1.1994 die Denkmaleigenschaft des ehemaligen Fliegerhorstes in Goslar wegen seiner national- und ortsgeschichtlichen Bedeutung, seiner städtebaulichen Zuordnung und Differenzierung sowie der mustergültigen Erhaltung des gesamten Gebäudebestandes festgestellt. Für das besonders repräsentative Offizierscasino wird darüber hinaus wegen dessen reicher und weitgehend erhaltener Ausstattung die Eigenschaft als Einzeldenkmal festgestellt.

Das Niedersächsisches Denkmalschutzgesetz bestimmt, dass Kulturdenkmale instandzuhalten, zu pflegen, vor Gefährdung zu schützen und, wenn nötig, instandzusetzen sind. Sie dürfen nicht zerstört, gefährdet oder so verändert oder von ihrem Platz entfernt werden, dass ihr Denkmalwert beeinträchtigt wird. Die Ausnahmen der Unwirtschaftlichkeit greifen im vorliegenden Fall nicht. Damit war und ist klar, dass das Offizierskasino zu erhalten ist. Doch diese Bestimmungen werden für den Abbruch des Casinos außer Kraft gesetzt.

Das Bündnis zur Erhaltung des Offizierscasinos ist von rechtsstaatlichem Handeln aller Beteiligten, vom Gleichbehandlungsgrundsatz und der bisher geübten Praxis der Rechtsanwendung durch die Denkmalbehörden ausgegangen. Diese Annahme war falsch. Wo kein Wille und keine Empathie für geschichtliche Werte vorhanden sind, und wo vorab Absprachen auf politischer Ebene erfolgen, stößt Bürgerengagement auf Wände – es sei denn, spektakuläre, aufmerksamkeitserregende Aktionen am Rande oder jenseits der Legalität sorgen für besonderes Aufsehen. Diesen Weg lehnten wir jedoch bewusst ab.

Das Bündnis hat sich davon in die Irre führen lassen, dass eine Stiftung, die sich den Erhalt von Denkmalen zum Ziel gesetzt hat und anderenorts hervorragende Leistungen der Denkmalpflege nachweisen kann, aus merkantilem Interesse das Denkmalrecht in ihrem Sinne ausnutzt. Ihr guter Ruf macht es Kritikern nicht leicht, mit Kritik am hier gezeigten Verhalten auf offene Ohren zu stoßen.

Der Ausgang der angestrengten Petition kam unerwartet. Der Abwägungsspielraum wurde seitens des zuständigen Ministeriums in Absprache mit der Klosterkammer weitgehend ausgenutzt. Zwar wäre aus denkmalpflegerischer Sicht „der Erhalt aller Bestandteile des ehemaligen Fliegerhorstes Goslar sicherlich wünschenswert, wenn eine Nutzung gefunden würde, die den dauerhaften Unterhalt der Gebäude und Anlagen sicherstellte" (Stellungnahme des Ministeriums zur Eingabe des Geschichtsvereins) – ernsthaft überprüft wurde das angeblich fehlende Nutzungsinteresse ebenso wenig wie die von der Klosterkammer behauptete Unwirtschaftlichkeit des intakten Gebäudes. Damit hat die Denkmalpflege Rechtspositionen und fachliche Ansprüche aufgegeben und sich auf Scheinargumente eingelassen. Wir stellen einen Paradigmenwechsel der Denkmalpflege fest. Die Präzedenzwirkung auf echte Problemfälle, wie das Odeontheater, ist absehbar.

Die Interessenverquickung und die Vernetzung der Abrissbefürworter wurde unterschätzt, die erwartete Diskussionskultur überschätzt. Mehr investigativer Journalismus wäre wünschenswert gewesen genauso wie die Bereitschaft der Kommunalpolitik, auf eine Vielzahl von Leserbriefen und mehr als 1.5oo Unterschriften argumentativ zu reagieren. Auch beim Niedersächsischen Heimatbund und beim Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz fand die Kritik an der Zerstörung eines Einzeldenkmals keine Unterstützung.

Eine Verbesserung der Versorgung mit sozialer Infrastruktur im schlechtversorgten Goslarer Stadtteil Jürgenohl durch Umnutzung des Casinos wäre realistisch und aufgrund neuer Fördertöpfe auch realisierbar gewesen. Darüberhinaus hätte – konstruktive und zielführende Investorensuche vorausgesetzt – ein noch andauernder Leerstand des intakten Gebäudes doch noch mögliche Alternativen eröffnet.

Die fragwürdige Handhabung von amtlicher Denkmalpflege und Kommunalpolitik und das Scheitern ehrenamtlichen Engagements bedürfen keiner beschönigenden Worte. Wir lassen uns dennoch nicht entmutigen. Wegen der befürchteten Präzedenzwirkung werden wir die Konversion des ehemaligen Fliegerhorstes weiterhin kritisch und konstruktiv begleiten. Die behauptete Umnutzung der erhaltenen Denkmale des Offiziersviertels ist noch zu beweisen. Wir werden Akteneinsicht verlangen, die Vorgänge aufarbeiten und dokumentieren. Geschichte hat einen langen Atem und die UNESCO-Welterbestadt Goslar hat hier weiterhin eine große Verantwortung.

Höchstwahrscheinlich wird später bewusst, welche historischen und welche gesellschaftlichen Werte hier aufgegeben wurden.

Geschichtsverein Goslar e.V., Kameradschaft ehemaliger Goslarer Jäger, SPD-Abteilung Nord/ Goslar, Spurensuche Harzregion e.V., Stadtführergilde, Stadtteilverein Jürgenohl/ Kramerswinkel und Stadtteilverein Ohlhof
http://www.geschichtsvereingoslar.de/

Ararat in Mitteldeutschland? Eine gläserne Arche strandet am Brocken
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Redaktion,
inmitten atemberaubender Landschafts- und Felsformationen, umgeben von der beeindruckenden Flora und Fauna des Nationalparks Harz, kann vom 26. Juni bis 4. September 2017 ein außergewöhnliches Kunstobjekt bestaunt werden: Eine fünf Meter große gläserne Arche, getragen von einer Hand aus Eichenholz.

Das rund sechs Tonnen schwere Kunstensemble entstand im vergangenen Jahr im Rahmen des Naturschutzprojektes „Glasarche 3“, initiiert vom Landschaftspflegeverband „Mittleres Elstertal“ e.V. Seit April 2016 befindet es sich auf Expedition zu den schönsten Natur- und Kulturgebieten Mitteldeutschlands.

Gläsernes Boot transportiert Botschaft des Nationalparks

Stolze 1095 Tage dauert die Expedition, die das Kunstwerk bis 2019 entlang 25 sorgsam ausgewählter Stationen unter anderem durch die Elsteraue, vorbei an der Arche Nebra und in die Nähe des Brockens führt. Das filigran anmutende Boot, das in Handarbeit aus Schichtglas gefertigt wurde, trägt dabei schwer: Es soll den Menschen die Zerbrechlichkeit der Natur bewusst machen und sie daran erinnern, dass der Schutz besonderer Orte – wie der sagenumwobenen Wildnis um den majestätischen Brocken mit ihren Jahrtausende alten Mooren, ursprünglichen Bachläufen und ausgedehnten Wäldern – in ihrer Hand liegt.

Dass die Glasarche während ihrer Expedition auch auf dem Weg zum Brocken vor Anker geht, ähnlich der Arche Noah, die der Legende nach auf dem Berg Ararat strandete, verleiht der symbolischen Botschaft des Kunstwerkes und der Intention des Nationalpark Harz dabei besonderes Gewicht. Denn ähnlich dem Projekt hat sich auch der Nationalpark dem Schutz der Natur verschrieben und es sich zur Aufgabe gemacht, die Begeisterung für deren Schönheit zu erwecken und bewahren.

Bis 2018 auf dem Landweg durch den Harz

Nach ihrem Aufenthalt im Nationalpark reist das gläserne Boot bis Januar 2018 weiter durch den Harz und geht dabei für jeweils sechs bis acht Wochen in Wendefurth, Blankenburg und Derenburg vor Anker. An allen Standorten wartet ein Sonderstempel der Harzer Wandernadel auf Stempelfreunde.

Wir möchten Sie herzlich einladen, die Glasarche 3 im Harz zu bestaunen und teilen jetzt bereits die Folgetermine mit:

Datum: 26. Juni bis 4. September 2017
Ort: Nationalpark Harz, Hohnewiese am Löwenzahn-Entdeckerpfad in Drei Annen Hohne am Wanderweg zum Brocken

Datum: 4. September bis 16. Oktober 2017
Ort: Wendefurth

Datum: 16. Oktober bis 27. November
Ort: Blankenburg

Datum: 27. November 2017 bis 29. Januar 2018
Ort: Derenburg

Glasarche 3 ist ein Kunst- und Naturschutzprojekt des Landschaftspflegeverbands „Mittleres Elstertal“ e.V., gefördert von der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt.
http://www.glasarche-3.de

13 Touren durch die Geheimnisse der Pflanzenwelt
Die 3. Auflage des Pflanzenführers "Unterwegs im Natur- und Geopark. Harzer Pflanzenwelt erleben" ist erschienen. Auf 13 Wanderungen können die Interessierten die vielfältige Flora im gesamten Harz entdecken.
erhältlich unter der Telefonnummer 0394696410 für 6 Euro.

Harzklub Hasselfelde spricht wieder platt
Einige Hasselfelder haben sich zusammen gefunden, um das Harzer Platt weiter zu pflegen. Sie treffen sich in der Begegnungsstätte der AWO an jedem zweiten Dienstag im Monat um 18 Uhr.
Wer nun das Harzer Platt erleben möchte oder aber auch nur seine eigenen Fähigkeiten darin nicht verkümmern lassen will, ist dazu herzlich eingelöden.

Historische Knaggenfiguren zurück in wernigerode
Der Geschichts- und Heimatverein Wernigerode konnte mit finanzieller Unterstützung der Stadtwerkestiftung der Kreissparkasse Wernigerode sowie des Harzkreises einige wertvolle historische Knaggenfiguren für das Wernigeröder Harzmuseum kaufen.
Die drei hölzernen Figuren, welche vor mehr als 500 Jahren das Gotische Haus schmückten, konnten von den ehemaligen Besitzern des Hauses erworben werden und sind nun im Harzmuseum zu besichtigen.
http://www.wernigerode.de/de/harzmuseum.html

Österliche Ausstellung im Mutterhaus Elbingerode
Unter dem Thema "Freude über Ostern - Passionsbräuche und Ostereier weltweit" ist in der Galerie im Mutterhaus Elbingerode in der Straße Unter den Birken 1 eine österliche Ausstellung eröffnet worden.
Zu sehen sind unter anderem fein verzierte Eiser aus dem Sorbenland, Bauernmalerei aus Süddeutschland sowie Arbeiten aus Polen und der Ukraine.
Geönnet ist die Ausstellung ab sofort jeden Dienstag und Donnerstag von 15 bis 17 Uhr sowie jeden Sonntag von 10.30 - 12 Uhr.

Harzer Urania eröffnet die Saison an der Rappbode-Talsperre
Die Harzer Urania bietet wieder ab 27.03.2017 an der Rappbode-Talsperre Vorträge und Informationen auf Schautafeln hoch über der Talsperre auf dem Vortragsplatz an.
Der Platz ist täglich von März bis Oktober ab 9.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.
http://www.harzer-urania-wernigerode.de

Kathrin R. Hotowetz - Hexen-Krimi erobert die Bühne in Benneckenstein
Das Buch von Kathrin R. Hotowetz "Im Schatten der Hexen - Hexenring" wird in diesem Sommer auf der Waldbühne in Benneckenstein aufgeführt. Janek Liebetruth, der künstlerische Leiter des Sommerfestivals "Theaternatur" einigte sich mit der Schriftstellerin den erfolgreichen Krimi als Stück umzusetzen. Besucher können wieder vom 4. bis 15. August 2017 verschiedene kulturelle Höhepunkte während des Harzfestivals genießen.
Weitere Informationen finden sie unter:
http://theaternatur.de/

Bildvortrag beim NABU im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: Metallophyten – Pflanzen auf schwermetallhaltigen Böden des Harzes
Sankt Andreasberg. Dr. Hans-Ulrich Kison, bis zu seiner Pensionierung im vergangenen Jahr stellvertretender Leiter des Nationalparks Harz, wird am Freitag, den 31. März um 19:00 Uhr zu diesem Thema im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg referieren.

Schwermetalle sind uns meist als Problemfaktoren in unserer Umwelt ein Begriff, wenn es um Kontaminationen, Bodenbelastungen oder Giftwirkungen geht. Im Harz hat das vor allem in historischen Zeiten immer eine Rolle gespielt, aber auch heute sind die Zeugen der Vergangenheit noch vielfach zu sehen. Das sind sowohl die alten Hüttenplätze, die sich zumeist an Flussläufen befinden – z.B. Ecker und Innerste – als auch die "Pyramidenlandschaft" im Ostharz im Umfeld von Hettstedt, wo der Kupferschieferbergbau bis ins vergangene Jahrhundert betrieben wurde.

Für den einen sind das lediglich "Altlasten", aus dem Betrachtungswinkel des anderen sind dort wertvolle Lebensräume entstanden, die gerade heute durch das Europäische Naturschutznetzwerk NATURA 2000 sehr aufgewertet wurden. Wie die Geschichte des Bergbaus und Hüttenwesens im Harz selbst, hat auch die Beschäftigung mit der sog. Schwermetallvegetation oder den Metallophyten (Schwermetall-Pflanzen) eine lange zurückreichende Tradition. Viele diesbezügliche Beobachtungen wurden erstmals überhaupt im Harz angestellt. Da dieser Aspekt hinter den vielfältigen geschichtlichen Besonderheiten des Harzes sehr im Hintergrund steht, ist er heute auch wenig bekannt. Das ist Grund genug, die Pflanzen einmal in den Mittelpunkt zu stellen, die einen Weg gefunden haben, mit dem giftigen Schwermetall zu leben und manches Interessante dazu zu berichten.

Der Eintritt ist frei, es besteht die Möglichkeit, eine Spende zu geben.

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Zeit: 19:00 Uhr - Dauer: ca. 1,5 Std.
http://www.nationalpark-harz.de

Internetauftritt vom TorfHaus in neuem Gewand - Website des Nationalpark-Besucherzentrums auch für Smartphones und Tablets leichter verfügbar
Altenau-Torfhaus. Passend zum Frühlingsanfang erscheint die Internetseite des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus seit dem 21. März 2017 in einem frischen Gewand und ist durch die responsive Programmierung auch für Smartphones und Tablets schnell erreichbar.

Mit deutlich aufgeräumterer Optik und einer klareren Strukturierung hat der Nationalpark dieses wichtige Tor zu den Informationen rund um Torfhaus noch attraktiver und leichter zugänglich gemacht. Auch der barrierearme Zugang zum Beispiel für Lesegeräte für Sehberhinderte wurde nochmals verbessert.

Auf den neuen Seiten finden die Internetsurfer Informationen zum Besucherzentrum, zur Ausstellung und auch zu den vielfältigen Führungen und Exkursionen, die das Team des Besucherzentrums anbietet. „Wir haben auch eine kleinen Onlineshop mit Nationalpark-Souvenirs integriert, wo die Nutzer harzige Fanartikel erwerben können“, so die Leiterin Heike Albrecht. „Und auch einen historischen Rückblick mit einigen Fotos finden sie auf den neuen Seiten.“

Am besten schauen Sie gleich selbst: unter der gewohnten Adresse www.torfhaus.info

Anl. Fotos: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus (Archiv Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus) frei mit dieser PI.

Ansprechpartner für Medienvertreter

Heike Albrecht, 05320/33179-13, albrecht@torfhaus.info
Dr. Friedhart Knolle, 03943/5502-32, knolle@nationalpark-harz.de
Weitere Informationen: www.torfhaus.info; www.nationalpark-harz.de?
http://www.torfhaus.info

Auerhahnbalz hautnah erleben
Herzberg-Lonau. In den wunderschönen Buchenwäldern des Südharzes, nahe des kleinen Dorfes Lonau, liegt das Auerhuhn-Schaugehege des Nationalparks Harz. Es beheimatet ehemals in Norddeutschland heimische Raufußhuhnarten – das Auerhuhn und das Birkhuhn. Von März bis Mai kann man hier mit etwas Geduld den gluckernden Balzlaute der imposanten Auerhähne lauschen.

Am Sonntag, den 26. März, können Sie gemeinsam mit unserem Ranger die eindrucksvolle Balz des Auerhahns erleben. In einem Vortrag und auf einer gemeinsamen leichten, ca.5 km langen Rund-Wanderung zum Schaugehege erfahren Sie Wissenswertes zum Thema.

Termin: 26.3.2017
Uhrzeit: 10:00 Uhr (Zeitumstellung beachten!)

Treffpunkt: Rangerstation im Dorfgemeinschaftshaus Lonau (Unterdorf 37, 37412 Herzberg am Harz)
Dauer: ca. 2 Stunden
http://www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/auerhuhngehege/

Nationalpark-Bürgerinformation in Schierke am 21.3.2017, 18 Uhr
Wernigerode. Zu einer öffentlichen Bürger-Informationsveranstaltung über aktuelle Fragen des Nationalparks Harz lädt die Nationalparkverwaltung Harz in Absprache mit der Stadtverwaltung Wernigerode herzlich ein.

Nach einem Vortrag von Andreas Pusch, dem Leiter des Nationalparks Harz, besteht anschließend die Möglichkeit der Diskussion aktueller Fragen, u.a. zu den Themen Nationalpark-Waldentwicklung, Borkenkäfer, Verkehrssicherung, Brockentourismus etc.

Termin: Dienstag, 21. März 2017
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Rathaus, Brockenstraße 5, Schierke.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher.
http://www.nationalpark-harz.de

Rüstungsaltlasten im Harz – Werk Tanne: kaum bekannt, aber immer noch brisant
Goslar. Am kommenden Donnerstag, 23. März 2017 um 18 Uhr referiert der BUND-Geologe Dr. Friedhart Knolle aus Goslar im Büro der Goslarer Umweltverbände, Petersilienstraße 23 in Goslar, zu einem bis heute oft verdrängten Thema – den Rüstungsaltlasten Werk Tanne in Clausthal-Zellerfeld und Werk Kiefer in Herzberg. Noch in diesem Jahr beginnen neue Untersuchungen des Landkreises Goslar auf einer Altlast des Werks Tanne mitten im Stadtgebiet von Clausthal-Zellerfeld. Was steckt dahinter?

Unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten begannen die ersten Planungen für einen massiven Ausbau der Spreng- und Kampfstoffproduktion in Deutschland. Dazu gehörte auch die heute nur unter seinem Tarnnamen „Werk Tanne“ bekannte TNT-Produktionsstätte am Stadtrand von Clausthal-Zellerfeld. Das Werksgelände ist zum größten Teil bewaldet und befindet sich im Besitz der IVG. Der Großteil der Fläche ist jedoch wegen des dort vorhandenen Gefährdungspotenzials immer noch nicht frei zugänglich. Bereits Anfang 1934 hielten Experten im Oberharz Ausschau nach einem geeigneten Gelände für eine „Tri-Fabrik“ („Tri“ = Trinitrotoluol). Dabei wurden sie auf dem Hochplateau zwischen Clausthal und Altenau fündig, wo alle erforderlichen Rahmenbedingungen wie Verkehrsanbindungen, Strom- und Wasserversorgung, Tarnung u.a. erfüllt waren. Ende 1936 war die Sprengstoffabrik in ihren Grundzügen bereits fertiggestellt. Wie viele seiner Schwesterwerke, so z.B. in Hessisch-Lichtenau, war auch Werk Tanne ein sog. "Schlafwerk", das nach seiner Fertigstellung zunächst "eingemottet" wurde, um dann kurz vor dem Überfall auf Polen in Betrieb genommen zu werden.

In der Sprengstoffabrik Tanne wurde zum einen der Sprengstoff Trinitrotoluol (TNT) hergestellt, weiterhin wurden TNT und andere angelieferte Sprengstoffe in Bomben, Minen und Granaten abgefüllt. Ein wichtiger dritter Bereich war die Sprengstoffaufbereitung aus Fehlchargen und Beutemunition. Reste der Sprengstoffe und ihre hochgiftigen Abbauprodukte, die z.T. krebserregend sind, finden sich bis heute im Werk und im Grundwasser unter dem Werk und belasten die Umwelt. Zwar wurden die Clausthaler Pfauenteiche jüngst saniert und mit Wasserrückhaltebecken versehen, aber das stoppt nur einen Teil der Umweltbelastung. Sogar im Wasser des 13 Lachter-Stollens bei Wildemann und des Ernst August-Stollens bei Gittelde konnte das Gift aus Werk Tanne nachgewiesen werden. Die Abwässer waren so giftig, dass eine Abwasserleitung des Werks bis nach Osterode ging, wo die Giftstoffe einst in Schluckbrunnen bei Petershütte versenkt wurden. Wohin sie von dort unterirdisch flossen, konnte nie geklärt werden. Der Neutralisationsschlamm der Kläranlage des Werks Tanne wurde z.T. mitten im Stadtgebiet von Clausthal-Zellerfeld abgelagert - er enthält bis heute ein erhebliches Potential krebserregender Stoffe und wird 2017 näher untersucht.



Noch unbekannter ist das Werk Kiefer in Herzberg. Auch hier besteht dringender Handlungsbedarf, denn auch hier sickern Giftstoffe aus der Sprengstoff-Abfüllung in den Untergrund und belasten das Grundwasser des Pöhlder Beckens. Das Werk liegt am Fuße des berühmten Fachwerkschlosses. Bevor im April 1945 eine verheerende Explosion das Ende der Fabrik besiegelte, wurden dort im Auftrag des Deutschen Reiches unter Verwendung von flüssigem Trinitrotoluol Tellerminen und Granaten gefüllt. Das Gelände ist aus diesem Grund mit einem Zaun abgesperrt, aber der hält die Schadstoffe nicht zurück. Der Untergrund des Mühlengrabens besteht nämlich aus gut durchlässigen Schottersedimenten, die die Schadstofffracht schnell weiter transportieren. Kiesige Niederterrassensedimente stehen auf verkarstetem Zechstein an, wodurch ein Transport in tiefere Grundwasserstockwerke gegeben ist. Bereits 1913 wurde durch den Geologen Thürnau auf den Grundwasserkontakt zum Pöhlder Becken und damit zur Trinkwasserversorgung von heute 20.000 Menschen hingewiesen. Vor diesem Hintergrund ist eine Kontamination des Sickerwassers im Herzberger Mühlengraben mit bis zu 13 mg TNT/l als eindeutig gefährlich einzustufen. Dieses Gefährdungspotential ist spätestens seit 1987 durch Gutachten bekannt. An mehr als 20 Messpunkten wurden damals am Pfingstanger die hochgiftigen Verbindungen Trinitrotoluol, Dinitrobenzol, Nitropenta, Hexogen und Pikrinsäure im Boden gefunden.

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Plakettenübergabe für 2017 im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg
Jüngst erhielten die ehrenamtlichen Nationalpark-Waldführerinnen und -Waldführer ihre diesjährigen Jahresplaketten aus der Hand der Leiterin des Fachbereiches Informations- und Bildungsarbeit und Nationalparkwacht Meike Hullen, die sich für ihr ehrenamtliches Engagement im Nationalpark bedankte. Damit kann die Waldführersaison 2017 im Park starten.

35 Waldführerinnen und Waldführer wurden im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg ausgezeichnet. Dafür mussten sie sich ganz schön ins Zeug legen – immerhin 5 der 13 vom Nationalpark organisierten und angebotenen dreistündigen Fortbildungsveranstaltungen waren zu belegen, um sich für ein weiteres Jahr die begehrte Plakette zu erarbeiten. Darüber hinaus wurde und wird den ehrenamtlichen Waldführerinnen und Waldführern auch die Teilnahme an den wissenschaftlichen Tagungen des Nationalparks und anderen Fortbildungen ermöglicht.

Im Zuge der Plakettenübergabe in Sankt Andreasberg wurde auch das Fortbildungsprogramm 2017 vorgestellt. Es enthält wieder vielfältige Veranstaltungen, wobei ein Schwerpunkt in diesem Jahr auf dem Gipskarstgebiet am Südrand des Harzes liegt. Außerdem können sich die Ehrenamtlichen auf Vorträgen und Exkursionen Kenntnisse zu den Harzer Mooren, zu Pilzen, Insekten und zu Wald und Wild aneignen. Eine botanische Wanderung, Informationen über Projekte aus dem Tourismusbereich und ein Erste-Hilfe-Kurs vervollständigen das Programm.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch den Vortrag „Die Entwicklung des Nationalparkgedankens und einige Probleme unserer Waldnationalparke" von Dr. Uwe Wegener, dem neuen Vorsitzenden des Nationalpark-Beirates.

Bereits seit 1995 werden im Nationalpark Harz Ehrenamtliche zu Nationalpark-Waldführerinnen und -Waldführern fortgebildet. Sie unterstützen den Nationalpark bei seiner Informations- und Bildungsarbeit und sind wichtige Multiplikatoren der Nationalpark-Philosophie in der Region.
http://www.nationalpark-harz.de

Bildvortrag von Walter Wimmer im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: „Der Waldkauz - Vogel des Jahres 2017“
Braunlage - Sankt Andreasberg. Am Freitag, den 17. März um 19:30 Uhr hält Walter Wimmer im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg diesen mit beeindruckenden Fotos bestückten Vortrag. Der Diplombiologe hat das Nationalparkhaus selbst von 2009 bis 2015 geleitet und engagiert sich weiterhin vielseitig ehrenamtlich im NABU.

Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU den Waldkauz zum Vogel des Jahres 2017 gewählt. Mit ihm soll für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks geworben werden und eine breite Öffentlichkeit soll für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert werden, so Thomas Appel, der heutige Leiter des Nationalparkhauses.

Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Es gilt, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder zu vermehren. Der Bestand des Waldkauzes in Deutschland beträgt laut dem Atlas deutscher Brutvogelarten 43.000 bis 75.000 Brutpaare und wird langfristig als stabil eingeschätzt. Der für die Arterhaltung entscheidende Bruterfolg hängt jedoch vor allem von der Qualität des Lebensraums ab. Das Fällen alter Höhlenbäume, eintönige Wälder und ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Nahrung sind damit die größten Gefahren für einen gesunden Waldkauzbestand. Waldkäuze sind lautlose Jäger der Nacht. Sie sehen und hören besonders gut, und finden so präzise ihre Beute. Die Bezeichnung „Kauz“ ist eine Besonderheit im deutschen Sprachraum, denn in anderen europäischen Ländern gibt es kein eigenes Wort für Eulen mit rundem Kopf ohne Federohren – sie werden wie andere Eulenarten allgemein als „Eulen“ bezeichnet.

Walter Wimmer wird auch besonders auf die Situation des Waldkauzes in der Region Harz und Harzvorland eingehen.

Eine Anmeldung ist nicht nötig, der Eintritt ist frei.

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Zeit: 19:30 Uhr - Dauer: ca. 1,5 Std.
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Neue Hängebrücke am Baumwipfelpfad Bad Harzburg
Im Mai 2017 wird erstmals die neue 30 Meter lange Hängebrücke am Bad Harzburger Baumwipfelpfad begehbar sein. Die Brücke verbindet zwei Punkte am Pfad und wird auch für Nervenkitzel sorgen, denn es wird wackelig. Die Besucher werden durch besondere Hindernisse - wie Balken und Seile - gefordert. Außerdem kann man jetzt den ungehinderten Blick nach unten richten.

Miniatur-Grubenmodell in Hüttenrode
Die Mitglieder des Bergvereines Hüttenrode können sich über ein Miniatur-Grubenmodell eines Pochwerkes freuen. Die Modellwerkstatt der Oskar-Kämmer-Schule Wernigerode fertigte es in filigraner Handarbeit, selbst die Aufstellung im Zechenhaus war Millimeterarbeit.
Am funktionsfähigen, detailgetreuen Modell kann der Besucher nun sehen, wie die Bergleute die Wasserkraft für die Erzeugung und Aufbereitung des geförderten Erzes nutzen.

Brockenhaus vorübergehend geschlossen
Wernigerode - Brocken. Wegen Baurbeiten muss das Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus vom 13. - 17. März 2017 leider geschlossen bleiben.

In den letzten Wochen fanden intensive Sanierungsarbeiten im Brockenhaus statt. Wegen Arbeiten an den Etagendecken muss das Haus daher in der kommenden Woche vollständig für den Besucherverkehr geschlossen werden.

Das Team des Brockenhauses bittet um Verständnis und freut sich wieder auf zahlreiche Besucher ab Samstag, dem 18. März.
http://www.nationalpark-harz.de

UNSER HARZ März 2017: Zahnradbahnen im Harz, Der „Erfurter Kammerofen“ am Hausberg bei Hörden, Ein Leben für die Musik – Helene Elster, Blankenburg, Alte Häusernamen im Bergdorf Lerbach: Sägemühle/Marienburg, Loipenspuren im Nationalpark Harz – was nicht jeder sieht
Clausthal-Zellerfeld. Auch im Bereich der Eisenbahntechnik gingen weltweit wirkende Impulse vom Harz aus. Das Zahnradsystem des Schweizers Roman Abt wurde hier zum ersten Mal bei der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn eingesetzt - nach vorherigen Testfahrten. Später kam es auch in Sankt Andreasberg und in Oker zum Einsatz.

Am Karstwanderweg des Südharzes bei Hörden finden sich Reste eines alten Gipsofens, der eine für die hiesige Gegend unübliche Bauweise zeigt. In der Gipsausstellung in der alten Grundschule in Walkenried finden sich jedoch Entwürfe über die Bauweise des Erfurter Kammerofens, die, wie hier dargelegt wird, mit der Ruine dieses Gipsofens übereinstimmen.

Helene Elster, 1860 in Blankenburg am Harz geboren, gründete dort gemeinsam mit der Klavierlehrerin Agnes Scheffler eine angesehene Musikschule zur Ausbildung von Musikern und Musiklehrern, die bis in die 1920er Jahre bestand. Durch ihr pädagogisches Geschick verstand es Frau Elster, ihre Schüler gezielt zu fördern, so dass die Schule schon bald einen guten Ruf hatte und in größere Räumlichkeiten umziehen musste. Auch bereicherte Frau Elster mit zahlreichen Musikveranstaltungen das gesellschaftliche Leben in Blankenburg.

Mit der Marienburg wird ein weiteres historisches Haus in Osterode-Lerbach mit seiner langen Geschichte beschrieben und im Nationalparkforum wird nochmal Rückschau auf den Winter genommen und das nicht immer Geschäft mit dem Loipenspuren auch bei widrigsten Witterungsbedingungen dargestellt.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Jahresbroschüre 2017 erschienen - Im Harz bisher nur im Landkreis Harz
Fahrtziel Natur – Im Urlaub kostenlos mobil mit Bus und Bahn
Wernigerode. Die drei großen Umweltverbände BUND, NABU, VCD und die Deutsche Bahn empfehlen Ihnen in ihrer soeben erschienen Broschüre 2017 Reiseziele, die Sie ohne Auto entdecken können. Reisen Sie umweltfreundlich mit der Bahn in atemberaubende Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate vom Wattenmeer bis zum Alpenraum.
Vor Ort ermöglichen Ihnen attraktive Angebote eine flexible, autofreie Mobilität. In zehn Fahrtziel Natur-Gebieten wird zum Beispiel die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bei Vorlage der Kur- bzw. Gästekarte angeboten. Die vorbildliche Zusammenarbeit aller Partner wurde mehrfach ausgezeichnet; unter anderem als internationales Vorzeigemodell mit dem Mobilitätspreis des Verkehrsclubs Österreich und als offizielles Projekt der UN-Dekade „Biologische Viefalt“.
Mit Fahrtziel Natur in Graubünden wurde die Kooperation 2016 in die Schweiz übertragen. Ziel ist es, den Besucherverkehr in den Bündner Pärke auf die öffentlichen Mobilitätsangebote zu verlagern. Initiatoren des Pilotprojektes sind das Netzwerk Schweizer Pärke, der Verkehrsclub der Schweiz, der Bündner Vogelschutz, die Rhätische Bahn und Postauto Graubünden.
Lassen Sie sich von der Vielfalt inspirieren. Reisen Sie umweltfreundlich in die Natur. So tragen Sie aktiv dazu bei, die Naturschätze auch für die nachfolgenden Generationen zu bewahren.
Kostenlos mobil mit Bus und Bahn – wo geht das?
Insgesamt zehn der 23 Fahrtziel Natur-Gebiete bieten Urlaubern die Mobilität vor Ort auf Gästekarte an. So einfach funktioniert es: Sie erhalten automatisch bei der Ankunft vom Gastgeber eine Kur- oder Gästekarte, die gleichzeitig als Fahrschein für den ÖPNV gilt. Mit diesem Service nutzen Sie während Ihres Aufenthalts öffentliche Nahverkehrsmittel kostenlos. Sie können entspannt den Ausblick genießen und müssen sich keine Sorgen um einen Parkplatz machen. Der Umstieg auf den ÖPNV ist mit der Gästekarte bequem und einfach. Dieses nachhaltige Mobilitätsangebot bieten Ihnen zum Beispiel Gastgeber in über 140 Gemeinden im Schwarzwald, in 23 Gemeinden im Bayerischen Wald, in sechs Gemeinden in den Ammergauer Alpen, in elf Orten im Thüringer Wald, im Landkreis Harz, in fünf Orten im Berchtesgadener Land, in den Ostseebädern Göhren, Sellin und Baabe auf Rügen und in Bad Hindelang im Allgäu.
Nachdem das Land Niedersachsen nach langen Vorbereitungen jüngst nunmehr die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen hat, kann das Erfolgsmodell HATIX hoffentlich bald auch auf den Westharz ausgedehnt werden.

Weitere Informationen zu den Mobilitätsangeboten in Fahrtziel Natur-Gebieten finden Sie in der neuen Broschüre oder auf:
http://www.fahrtziel-natur.de

Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Glanzlichter 2015 - Gewinner des internationalen Naturfoto-Wettbewerbs“
Zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung
„Glanzlichter 2015 - Gewinner des internationalen Naturfoto-Wettbewerbs“
laden wir Sie herzlich nach Ilsenburg in das Nationalparkhaus Ilsetal ein.
Die Eröffnung findet am Mittwoch, 1.3.2017 um 17 Uhr statt.
Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 5.6.2017
Di - So von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen)
geöffnet und eintrittsfrei.
http://www.nationalpark-harz.de

25.2.2017, Wernigerode: Jahrestreffen der Natur- und Umweltschutzverbände des Kreises Harz
Wernigerode. Am 25.2.2017 findet ab 9 Uhr in der Hochschule Harz, Wernigerode, Friedrichstraße 57 - 59, Hörsaal C, das Jahrestreffen der Natur- und Umweltschutzverbände des Kreises Harz statt. Da viele Verbände länderübergreifend arbeiten, werden auch Teilnehmer aus Niedersachsen und Thüringen erwartet.

Nach einer Eröffnung durch Dr. Uwe Wegener und den Jahresberichten der Verbände mit anschließender Diskussion und Kurzbeiträgen folgt ein Vortrag von Anje Weber (Büro für Wildforschung und Artenschutz) zur Populationsentwicklung von Iltis, Fischotter, Biber und Wolf in Sachsen-Anhalt. Ende ca. 14.30 Uhr. In der Mittagspause ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen. Der Eintritt ist frei, Gäste sind herzlich willkommen.
http://www.nationalpark-harz.de/

Blick über den Bauzaun – Sonntagsspaziergang auf Sichtweite des Offizierscasinos
Noch steht das Casino – unnahbar für Dritte. Geschichtsverein Goslar, Kameradschaft ehemaliger Goslarer Jäger, SPD-Abteilung Nord/Goslar, Spurensuche Harzregion e.V., Stadtführergilde und die Stadtteilvereine Jürgenohl / Kramerswinkel und Ohlhof laden ein, wenigstens über den Zaun einen Blick auf das Ensemble aus Unterkünften für Offiziere und Offizierscasino zu werfen. Am Sonntag, den 19.02.2017 laden sie zu einem Spaziergang entlang des Bauzauns und der Einfriedung des zukünftigen Wohngebietes „Am Brunnenkamp“ ein. Die Führung startet um 14:30 Uhr an der Zufahrt zur Asklepios Klinik Goslar.

Nach einer Einführung durch den Vorsitzenden des Geschichtsvereins, Günter Piegsa, geht es zur ehemaligen Zufahrt des Fliegerhorstes an der Ostwache. Umfangreiche Baumfällungen ermöglichen einen Blick auf den zukünftigen Wohnbereich und das Offizierscasino. Dr. Donald Giesecke, Chronist des Fliegerhorstes, wird hier über die Geschichte des Horstes informieren: Wo lag was, wieso gibt es einen abgesetzten Wohnbereich für Offiziere, was hat es mit dem Casino auf sich? Da die Baustelle nicht betreten werden darf, wäre eine Ausrüstung mit Operngläsern, Fernrohren und Feldstechern hilfreich.

Der Geologe Dr. Friedhart Knolle wird über die vermuteten und realen Altlasten auf dem Gelände des Fliegerhorstes berichten, aber auch über das nahegelegene Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. Dabei wird auch das Schicksal des „auf der Flucht“ erschossenen Häftlings Karl Peix angesprochen.

Am östlichen Grundstücksende wird der Vorsitzende der SPD-Abteilung Nord, Gert Kannenberg, die fehlende Bürgerbegegnungsstätte thematisieren und die Chancen, die eine Umnutzung des Casinos böten. Ein schöner Blick auf das Gut Grauhof und das Harzvorland wird die hervorragende Lage des Wohngebietes deutlich werden lassen.

Die etwa einstündige „Zaunbegehung“ soll einen Eindruck von der Lage des Geländes vermitteln und dabei helfen, das bisher verschlossene Grundstück und das verborgene Casino wenigstens „aus der Ferne“ und durch erläuternde Informationen kennen zu lernen und räumlich einordnen zu können. Er soll Auftakt für weitere Besuche werden, damit sich die Bürger auch auf diesem Wege den ehemaligen Fliegerhorst als Stadtteil Goslars und künftig zugängliches, benachbartes Quartier aneignen können.
http://www.geschichtsvereingoslar.de/

Öffentlicher Vortrag von Hansjörg Hörseljau im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: „Wale und Delfine vor La Gomera“
Sankt Andreasberg - Wernigerode. Nirgendwo in Europa gibt es so viele unterschiedliche Delfin- und Walarten zu beobachten wie vor der Küste La Gomeras. La Gomera gehört zu den Kanarischen Inseln und liegt rund 1300 Kilometer vom spanischen und 300 Kilometer vom afrikanischen Festland entfernt. Sie hat einen Durchmesser von etwa 30 Kilometern und gilt als grüne Wanderinsel.

Mitten im Nordatlantik teilt sich der Golfstrom, der Hauptstrom fließt weiter nordwärts und gilt als Heizung für Mitteleuropa, ein Teil des Wassers wird entlang der afrikanischen Küste als Kanarenstrom in Richtung Süden geführt und sorgt dort für gleichmäßige Temperaturen über das ganze Jahr hinweg. Die vorherrschende Windrichtung ist der Nordostpassat.

Neben der Kühlung der Inseln bringt der Kanarenstrom oft nährstoffreiches Wasser an die Oberfläche vor den Kanarischen Inseln. Der Süden La Gomeras liegt meist im Windschatten des Nordostpassats, daher bestehen hier vor der Küste oft ruhige Windverhältnisse. Gleichzeitig liegt die Meerestiefe schon nach 2,5 Meilen (etwa 4 km) bei über 1000 Metern, genau das Wasser, in dem sich viele Wale und Delfine besonders wohl fühlen.

Hansjörg Hörseljau hat die Inseln mehrfach besucht und erzählt und zeigt Bilder von den Meeresbewohnern, die er auf seinen Reisen getroffen hat. Darunter sind Pilotwale, Großer Tümmler und Fleckendelfine. „Wie faszinierend das ist, weiß man eigentlich erst, wenn man sie wirklich gesehen hat“, sagt Hansjörg Hörseljau. „Der Lebensraum Meer und Ozean kommt im öffentlichen Bewusstsein viel zu wenig vor, obwohl das Meer mehr als 70 % der Fläche unseres Planeten einnimmt“.
Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Tag: 17. Februar 2017, 19 Uhr
Dauer: ca. 1,5 Std.
http://www.nationalpark-harz.de/

Warnung vor Glätte auf Wanderwegen und Loipen
Wernigerode. Nicht nur die Loipen, auch zahlreiche Wanderwege im Nationalparkgebiet und im Harz allgemein sind durch die wechselnde Tau- und Frostwetterlage der letzten Tage aktuell stark vereist und dadurch extrem glatt. Bitte seien Sie deshalb beim Betreten von Wanderwegen und Loipen äußerst vorsichtig, damit es nicht zu Stürzen kommt.
http://www.nationalpark-harz.de

Zum Valentinstag ab 18:00 Uhr in Mandelholz:
Thomas Schicker und sein Saxophon – Klavier Duo begleiten Ihr Menü mit angenehmer Salon Musik:

Menü
Ein Glass Sekt um sich in die Augen zu schauen
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Herzblatt von Scampi
Salat von Scampi, Artischockenherzen und Gartenkräutern
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Verliebte, herzhafte Currycreme
mit Balsamico Herz
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Valentinsmedaillions vom Rinderfilet in feiner Rauchteesauce
Hausgemachter frischer Sahnewirsing
in der Pfanne gebratene Serviettenknödel

oder

Fangfrisches Filet vom Dorsch
in der Pfanne gebraten und serviert auf geschmorten Tomaten mit Basilikum, Butterreis
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4Das (fast) geschmolzene Herz
aus Schokolade auf heißen Kirschen

4 Gänge 28,50 Euro oder 3 Gänge 22,50 Euro inklusive Musik
http://www.mandelholz.de/

UNSER HARZ Februar
Arbeit im Zollgrenzdienst an der DDR-Grenze im Harz; Diabas im Harz – das Gestein des Jahres 2017; Rudolf Klas, ein Osteroder Maler; Einiges über Litfaßsäulen in Osterode am Harz; Dr. Karl Sanders stiftet dem Nationalpark Harz geologisch-gesteinskundliche Sammlung seines Vaters Dipl.-Ing. Karl-Wolfgang Sanders
Clausthal-Zellerfeld. Noch immer ist die ehemalige deutsch-deutsche Grenze im Harz sehr präsent. Viele Entwicklungen, Anekdoten und Begebenheiten aus dieser Zeit schildert der Bericht über den Zollgrenzdienst bei Braunlage. Darüber hinaus stellt er eine kleine Nachkriegsbiografie dar.

Das Gestein des Jahres 2017 ist der Diabas. Da er im Harz weit verbreitet ist, wird er mit seiner Entstehungsgeschichte, seinen Lagerstätten und seinen Verwendungsmöglichkeiten vorgestellt.

Auch Rudolf Klas, ein Osteroder Maler, dessen Bild schon auf der Titelseite bewundert werden kann, ist Thema des Februarheftes.

Seit 150 Jahren prägen Litfaßsäulen das Bild unserer Städte, auch wenn sie daraus mehr und mehr verschwinden. In Osterode existieren noch fünf dieser Säulen, die hier gezeigt werden, ebenso wie die nicht mehr vorhandenen. Außerdem wird auch ihr Erfinder, der vor 200 Jahren geborene Ernst Litfaß, vorgestellt.

Aufschlüsse in der „Klassischen Geologischen Quadratmeile“ am Nordwestrand des Harzes sind heute nicht mehr so zahlreich vorhanden wie in vergangenen Jahrhunderten, weshalb geologische Sammlungen aus diesem Raum an Bedeutung gewinnen. Eine solche Sammlung von Dr. Karl Sanders ist nun von seinem Sohn dem Nationalpark Harz gestiftet worden.

Der im Januar in der Vorschau angekündigte Beitrag über die Waldwirtschaft wird in einem späteren Heft erscheinen, da neueste Forschungsergebnisse noch in den Text eingearbeitet werden.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Enttäuschender Landtagsbeschluss bestätigt “lex Biallas” in Sachen des Goslarer Offizierscasinsos
Landtag bestätigt “lex Biallas”
Goslar. Die Petition des Geschichtsvereins Goslar zum Erhalt des Offizierscasinos auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Goslar blieb erfolglos: Der Wortlaut der Empfehlung ist bisher nur in Rudimenten durch die Presse und eine Email des örtlichen MdL Dr. Saipa an den Geschichtsverein Goslar bekannt. Danach folgte der Landtag der Empfehlung des Petitionsausschusses in dessen klosterkammerfreundlichen Auslegung des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes.

Nach § 10 Absatz 5 des Gesetzes bedürfen genehmigungspflichtige Maßnahmen an Kulturdenkmalen, die sich im Eigentum oder Besitz einer von der Klosterkammer Hannover verwalteten Stiftung befinden, zwar keiner Genehmigung der Denkmalschutzbehörde. Dass sich die Kammer aber wie jeder andere an die materiellen Vorschriften des Gesetzes zu halten hat, so an die Pflicht zur Erhaltung (§ 6), wird beiseitegeschoben. Das Niedersächsische Denkmalschutzgesetz: ein lex Biallas.

Das Denkmalschutzgesetz verfolgt anspruchsvolle Ziele: Denkmale werden ganz bewusst nicht aus dem Denkmalschutz entlassen. Anderenorts und üblicherweise müssen sie, soweit wirtschaftlich vertretbar, erhalten und notfalls jahrzehntelang leer auf eine bessere Zukunft harren. Eine wirtschaftliche Unvertretbarkeit liegt beim Casino nicht vor – entsprechende Nachweise wurden erbeten, konnten aber nicht vorgelegt werden. Damit zeigt sich gegenüber der üblichen Praxis eine nicht nachvollziehbare Ungleichbehandlung, wenn in diesem Fall die Klosterkammer Hannover unter der Überschrift „Stiftung“ mit dem Casino „kurzen Prozess“ machen darf. Nicht etwa zur Wahrung des Stiftungszweckes: Hier nutzt sie eine ihr eingeräumte Möglichkeit, um Geld zu machen, das anderenorts (nach Abzug der Verwaltungskosten) in Denkmäler investiert wird.

Von vornherein bestand seitens der Klosterkammer keinerlei Interesse am Erhalt des Offizierscasinos. Denn ausgehandelte Bedingung für ein Engagement der Klosterkammer war, dass das Offizierscasino abgerissen wird und so weitere Baugrundstücke akquiriert werden können. Das erklärt, weshalb potentielle Investoren und Interessenten mit überhöhten Kostenschätzungen konfrontiert und logischerweise auch abgeschreckt wurden.

Die Beziehungen der Klosterkammer zu Fliegerhorst und Stadt sind vielfältig. Zunächst wurde bei der Errichtung des Fliegerhorstes in den 1930er Jahren Gelände an den Reichsfiskus erstmals verkauft, mit der Gründung des Stadtteils Jürgenohl nach dem Zweiten Weltkrieg war die Klosterkammer wieder involviert und letztlich wurde 2016 der 15 ha große Bereich um das Offizierscasino für einen Euro „erworben“. Hier gehen die Erschließungskosten zu Lasten der Klosterkammer und nach der Portionierung des Geländes werden 2/3 für mehrere Millionen verkauft. Bei dieser monetären Zielsetzung ist kein Platz für ein Denkmal, das vielleicht auch im Hinblick auf die Geschichte der Klosterkammer Hannover unerwünscht ist: Sie feiert 2018 ihren 200. Geburtstag.

Innerhalb von 3 1/2 Wochen schnellte die Zahl der zum Erhalt des Casinos nur allein schon auf konventionellem Wege abgegebenen Unterschriften auf 1.300! Zur Übergabe an den Landtagspräsidenten kam es erst gar nicht wegen "vollendeter Tatsachen!" Es bleibt breites Unverständnis auch über die Haltung des Landtages. Und Unverständnis über politisches Handeln erzeugt Politikverdrossenheit.

Die Initiatoren der Unterschriftenaktion zum Erhalt des Casinos, der Geschichtsverein Goslar, die Kameradschaft ehemaliger Goslarer Jäger, die SPD-Abteilung Nord/ Goslar, der Verein Spurensuche Harzregion, der Stadtteilverein Jürgenohl/ Kramerswinkel und die dazu gestoßene Stadtführergilde, sind enttäuscht über diesen Umgang mit Geschichte. Die Beseitigung baulicher Zeugnisse macht Geschichte nicht ungeschehen und steht im Gegensatz zu vielen Sonntagsreden.

Da im Denkmalschutz kein Klagerecht für Bürger besteht, kann gegen die Entscheidung der Klosterkammer nicht vorgegangen werden. Für die Weiterführung der Unterschriftensammlung ist unter den jetzigen Umständen kein Raum mehr vorhanden. Die Initiatoren werden die vorliegenden Listen nach Auswertung und Kommentierung der Empfehlung des Landtages Herrn Ministerpräsidenten Stephan Weil übersenden. Der Fall wird als „Lehrstück“ von Demokratie aufgearbeitet. Die Klosterkammer wird vor der Veröffentlichung Gelegenheit bekommen, sich zu den Aussagen zu äußern.
http://geschichtsvereingoslar.de/

Winterspaß am Natur-Erlebniszentrum HohneHof
Wernigerode. Egal ob Schnee oder Frühlingswetter – das Natur-Erlebniszentrum HohneHof des Nationalparks Harz lädt zu einem abwechslungsreichen Ferienprogramm für die ganze Familie ein.

So wird am Dienstag, dem 7. Februar die Kreativität unserer Besucher gefordert. Bei Schnee soll die Wiese am HohneHof in eine Welt voller lustiger Schneefiguren verwandelt werden. Ob nun Tiere, Märchenfiguren oder Fantasiegestalten, hier ist Kreativität und Geschick gefordert! Sollten die Schneeverhältnisse dazu nicht ausreichen, so kann man im warmen Haus bei Basteleien aus Holz und Papier unter sachkundiger Anleitung kleine Kunstwerke entstehen lassen.

Am Mittwoch sind die kleinen Naturforscher mit ihrem Wissen gefragt. Hier gehen wir der Frage nach „Wie überstehen Tiere im Wald den Winter?“. Anschauliche Unterstützung gibt bei dieser Frage auch das Info-Mobil des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt, das für zwei Tage am HohneHof Station macht.

Am Donnerstag, den 9. Februar steht dann die große Feuerschale im Mittelpunkt. Ob nun Stockbrot backen, Basteln oder das Infomobil erkunden, hier sollte für alle Interessen etwas zu finden sein.

Der Freitag wird dann zu einem kleinen Ausflug in die Geschichte des HohneHofs eingeladen. Bei einem Treff am großen Backofen wollen wir erkunden, was die Bewohner des damaligen „gräflich-stolbergischen Meyerhofs“ hier wohl gegessen haben. Mit einigen Hintergrundinformationen und etwas Fantasie werden kleine Leckereien entstehen, die wir dann im Backofen backen und anschließend essen können. Ein spannendes Experiment, nicht nur für Kinder!

Alle unsere Veranstaltungen beginnen um 11.00 Uhr direkt am Natur-Erlebniszentrum HohneHof! Wir freuen uns auf viele große und kleine Gäste!

Irmtraud Theel
Natur-Erlebniszentrum HohneHof
http://www.nationalpark-harz.de

Kloster Wendhusen in Thale hat nun eine komplette Dauerausstellung
Die Nordharzer Altertumsgesellschaft hat die Ausstellung um die Geschichte des Kanonissenstiftes Kloster Wendhusen kompletiert. Nun können sich die Besucher in fünf Räumen auf 83 Erklärungstafeln über die wechselvolle Geschichte in einem Zeitrahmen von 1192 Jahren informieren. Für die Mitglieder der Nordharzer Altertumsgesellschaft ist aber jetzt nicht Schluss mit der Forschung und Gestaltung an der Anlage des Klosters, so soll zum Beispiel der Kanonissengarten mit historischen Gewächsen komplettiert werden, 17 Rosensorten werden im Sommer schon erblühen.
http://www.nag-history.de

Ski- und Rodelspass unter Flutlicht im Rodelzentrum Hohegeiß am 29.01. une 30.01.2017
Am Sonntag und am Montag jeweils von 19 - 21 Uhr wird im Ski- und Rodelzentrum Hohegeiß ein winterlicher Sportspaß unter Flutlicht angeboten, dazu sind die Skilifte Am Brande und der Rodellift Hasental geöffnet.

Harzer KulturWinter feiert 10. Geburtstag - Veranstaltungen vom 28. Januar bis 12. Februar
Wie in jedem Jahr werden zahlreiche Veranstaltungen zum KulturWinter im Harz angeboten. Vom 28. Januar bis zum 12. Februar können sich Besucher in 23 Harzer Orten auf 40 besondere Highlights der Kultur freuen. Die außergewöhnlichen Events finden in Schlössern, Museen, Theatern, Bergwerken, Handwerksbetrieben und Klöstern statt, die eine stilvolle Kulisse für die verschiedenen Veranstaltungen, wie Lesungen, Führungen, Theater und Konzerte, bieten.
Einige Veranstaltungen aus dem Programm:
Allstedt: Burg- und Schlossmuseum, 28.01., 19 Uhr Führung "Licht ins finstere Mittelalter";
Aschersleben: 10.2. um 20 Uhr, BRECHT-ABEND mit Gina Pietsch & Christine Reumschüssel „Um uns selber müssen wir uns selber kümmern“
Bestehornhaus Aschersleben, Hecknerstraße 6, Aschersleben, Tel. 03473 8 40 94 40
Bad Gandersheim: Öffentliche Führung durch Kloster und Sommerschloss
Portal zur Geschichte, Brunshausen 7, 37581 Bad Gandersheim
Termin: 28.1., 29.1., 4.2., 5.2., 11.2. und 12.2. jeweils um 14 Uhr
Bad Lauterberg: Haus des Gastes, 28.01., 13.15 Uhr, "Wandern geht auch in weiß";
Gernrode: Stiftskirche St. Cyriakus, 2.2. um 18 Uhr, Führung inkl. Heiligem Grab
Anmeldung bis 1.2. erforderlich! Tel. 03946 90 56 24
Goslar: Ein Blick hinter die Kulissen des UNESCO-Weltkulturerbes Rammelsberg
Termine: 28.01., 29.01., 04.02., 05.02., 11.02. und 12.02. jeweils um 14:30 Uhr
Goslar: "Tatort - Goslaria" Termin: 11.02. um 18 Uhr
Halberstadt: Neubau des Domschatzes, 28.01., 11 Uhr, "Winterliche Führung durch den Domschatz";
Hahnenklee: Stabkirche in Hahnenklee, 30.1., 16.30 Uhr, "Theater der Nacht" in der Stabkirche
Quedlinburg: Blick hinter die Kulissen im Julius Kühn-Institut, 3.2. um 16 Uhr,
Julius Kühn-Institut, Erwin-Baur-Straße 27, 06484 Quedlinburg, Anmeldung bis 2.2. erforderlich! Tel. 03946 90 56 24
Sangerhausen: Tourist-Info, 28.01., 17 Uhr, abendliche Stadtführung
Schierke: Kurpark, 28.01., 10 Uhr, Iglufest
Seesen: 10.2. um 20 Uhr, Jochen Malmsheimer – „Ermpftschnuggn trødå“
Aula im Schulzentrum Seesen, St. Annenstr.30, 38723 Seesen, Infos: Kulturforum Seesen e.V., Tel. 05381 39 67
Stolberg: 3.2. und 10.2. jeweils um 20 Uhr, Abendführung im Schloss Stolberg mit Kammerzofe Sophia von Habenichts
Schloss Stolberg, Eingang Schlossinnhof, Schlossberg 1, Stolberg, Anmeldung für Gruppen erforderlich!
Infos: Tourist-Information Stolberg, Tel. 034654 454 oder Schloss Stolberg Tel. 034654 85 88 80
Ströbeck: Schachmuseum Ströbeck, 4.2. und 11.2. jeweils um 15 Uhr, Lebendschach von Ströbeck bis Asien
Anmeldung bis 2.2. bzw. 9.2. erforderlich! Tel. 039427 9 98 50
Uftrungen: Unterirdische Welt erleben – Karsthöhle Heimkehle, 1.02., 3.02., 8.02. und 10.02., jeweils um 15 Uhr,
Bitte eigene Taschenlampen mitbringen. Anmeldung für Gruppen erforderlich! Tel. 034653 305
Walkenried: Zisterzienserkloster/Museum, 28.01., 17 Uhr, "Klosterführung im Kerzenschein";
Wendefurth: 9.2. um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr, Führung durch die Talsperre Wendefurth
Wernigerode: Schloss Wernigerode, 02.02., 18 Uhr, Taschelampenführung (Anmeldung erforderlich)
https://www.goslar.de/images/kultur-freizeit/veranstaltungen/HTV_KulturWinter.pdf

14. Mai 2017 Wanderung zur Stabkirche am Albrechtshaus
Wander- und Denkmalfreunde sind eingeladen zur Wanderung zur Stabkirche am Albrechtshaus. Der zweite Termin soll am Tag des Denkmals am 10. September 2017 stattfinden. Dann wird in und an der kleinen Holzkirche ein Fest vom Förderverein ausgerichtet.
Beide Veranstaltungen sollen für den Erhalt und die Umsetzung der Kirche werben.
http://stabkirche-stiege.de

Märchenstunden in der Heimatstube Benneckenstein
Die Mitglieder des Förderverein Benneckensteiner Kinder laden zur Märchenstunde in die Heimatstube im Haus des Gastes ein. So wird die Winterzeit zur Märchenzeit. Der Kultur- und Heimatverein, der die Heimatstube betreut will auch so manches Exponat als Kulisse zur Verfügung stellen. Alle 14 Tage um 14 Uhr soll es nun eine Märchenstunde für Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren geben, nächster Märchentreff ist der 27. Januar, was an diesem Tag gelesen wird, wird heute aber noch nicht verraten. Viel Spaß!

Seminarreihe: Thema Bergwiesen und Bergwiesenschutz im Harz - Mythen und Sagen am 4. Februar 2017
Bergwiesenkunde für Wanderführer/ -innen
Grundlagenseminare: 13. Mai 2017, 9:00-17:30 Uhr
10. Juni 2017, 9:00-17:30 Uhr
Bergwiesen sind schon seit Jahrhunderten Teil des sogenannten „Harzer Dreiklangs“: Ortschaften, Bergwiesen und Wälder.
Das Grundlagenseminar vermittelt Ihnen die wichtigsten Kenntnisse über Entstehung, Bedeutung, Gefährdung, Schutz und Pflege sowie über den Artenreichtum. Zusätzlich wird ein Einblick in die didaktischen Grundlagen gegeben.
Lernen Sie die Bergwiesen als typischen Bestandteil des Harzer Landschaftsbildes besser kennen und tragen Sie mit der Verbreitung des Wissens zum Schutz dieser bunten und lebendigen Schätze bei. Mit Ihrem Wissen können Sie anschließend das touristische Angebot im Bereich der Wanderführungen als Bergwiesenkundler bzw. Bergwiesenkundlerin mit gestalten und bereichern. Die fachliche Kompetenz wird durch die Seminarbescheinigung belegt.
Achtung! Die Teilnahme an einem der Grundlagenseminare ist verpflichtend für die Teilnahme an einem der Vertiefungsseminare.
Internationales Haus Sonnenberg
Clausthaler Str. 11
37444 St. Andreasberg
http://www.sonnenberg-international.de/index.php?id=176

Botanische und andere Schönheiten im Harz und im Harzvorland
Sankt Andreasberg. „Botanische und andere Schönheiten im Harz und im Harzvorland“ – das ist das Thema der Titel des Lichtbildvortrages, der am 27. Januar 2017 im Nationalparkhaus in Sankt Andreasberg angeboten wird. Referent ist Eberhard Müller aus Herzberg. Der pensionierte Konrektor ist Mitglied im Verein „Arbeitsgemeinschaft heimischer Orchideen“ und verfügt über einen reichhaltigen Fundus an wunderschönen Fotos.



Im botanischen Teil der Präsentation werden die seltenen, schönen und vom Aussterben bedrohten Pflanzen des Harzes und des nördlichen und südlichen Harzvorlandes in ihren Lebensräumen vorgestellt. Dabei bilden die heimischen Orchideen den Schwerpunkt.

Es geht aber nicht nur um Botanik. Auch Schmetterlinge, Landschaften, Städteansichten und sonstige Schönheiten aus dem Harz und Umland werden dem Publikum im Nationalparkhaus, das vom NABU Niedersachsen betrieben wird, präsentiert.

Ort: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Termin: Freitag, 27. Januar 2017, 17:30 Uhr

Der Eintritt ist frei
http://www.nationalpark-harz.de

Eisangeln an den Talsperren Hasselfelde und Trautenstein
Der langanhaltende Frost lockt die Eisangler zu den Talsperren Hasselfelde und trautenstein. Der Vorsitzende des Angelsportvereienes Ulrich Kaiser weist aber darauf hin, das immer ein Fischereischein und eine Angelkarte dazu notwendig sind. Petri Heil!

Der Frühling lässt grüßen - Ausstellung im Mutterhaus Elbingerode
In der Galerie im Mutterhaus in Elbingerode werden ab Dienstag 24.01.2017 Fotos von Ursula Fechtingen und Malereien von Michael Unger gezeigt. Bunte Blumen und Frühlingslandschaften wollen den Besucher auf die kommende Frühlingszeit einstimmen.
Geöffnet ist die Galerie an jedem Dienstag und Donnerstag von 15 - 17 Uhr und sonntags von 10.30 - 12 Uhr oder nach Absprache über Telefon 039454 - 80.
http://neuvandsburg.de

Vortrag über Eike von Repgow und den Sachsenspiegel am 18.01.2017 um 19 Uhr im Städtischen Museum Halberstadt
Im Vortrag wird das Buch "Speculum - der Spiegel der Zeit" von Jürgen R. Naumann vorgestellt, es befasst sich mit dem Leben des Eike von Repgow. Der Autor geht im Buch auf eine Spurensuche in die mittelalterliche Geschichte und lässt seine Zuhörer daran teilhaben. Man erfährt viel Wissenswertes über Recht und Unrecht, Leben und Tod in dieser uns fernen Zeit.

Premiere "Art & Senses" im Luftfahrtmuseum abgesagt
Die Premiere der Veranstaltung "Art &Sense" am Freitag, den 20.01.2017 ist abgesagt.
Der Ersatztermin wird rechtzeitig vom Museumsbetreiber öffentlich gemacht.
http://www.luftfahrtmuseum-wernigerode.de/

Museumshof "Ernst Koch" in Silstedt zeigt Märchenausstellung
Im Januar und Februar zeigt der Museumshof in Silstedt eine Märchenausstellung. Besichtigungen sind donnerstags von 14 - 17 Uhr möglich. Für Gruppen sind nach telefonischer Voranmeldung auch Sonderführungen möglich.

Kontakt
Museumshof "Ernst Koch"
Plan 4a
38855 Wernigerode / Ortsteil Silstedt
Tel. 03943 - 22029
http://www.wernigerode-tourismus.de/sehenswertes/museen-sehenswertes/museumshof-silstedt.html

Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das Jahr 2016 erschienen Schwerpunktthema Forschung und Dokumentation
Wernigerode. Mit dem 89 Seiten umfassenden Tätigkeitsbericht 2016 steht wieder eine Übersicht der Arbeit der Nationalparkverwaltung zur Verfügung, die über alle Bereiche der Nationalparkarbeit informiert. Schwerpunktthema des Heftes sind die verschiedenen Forschungsarbeiten im Nationalparkgebiet. Der Bericht kann unter www.nationalpark-harz.de heruntergeladen werden.

Im Vorwort des Tätigkeitsberichts 2016 berichtet Nationalpark-Leiter Andreas Pusch über ein großes Ereignis, das der der Nationalpark Harz gleich zu Beginn des Jahres 2016 feiern konnte – das zehnjährige Jubiläum der Fusion der beiden Nationalparkteile. Im feierlichen Rahmen der Kaiserpfalz Goslar gratulierten als Hauptredner die Ministerpräsidenten der beiden Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Stephan Weil und Dr. Reiner Haseloff. Sie betonten unisono, dass die Fusion eine ökologische und regionalpolitische Erfolgsgeschichte ist und beide Länder den gemeinsamen Weg auch zukünftig beschreiten wollen.

Bei der Würdigung des Erreichten nahm der Fortschritt in der natürlichen Waldentwicklung einen großen Raum ein. Die Buche kommt gut dabei voran, ihre natürlichen Standorte allmählich wieder zu besiedeln. Unterstützt durch Waldentwicklungsmaßnahmen konnte der Anteil der Naturdynamikzone an der Gesamtfläche von 41 % zu Beginn der Fusion auf nunmehr 60,3 % gesteigert werden. Damit konnte in 2016 ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg des Nationalparks Harz zu 75 % „Natur Natur sein lassen" bis zum Jahr 2022 gesetzt werden.

Im Bericht dargestellt werden weiterhin die Naturschutzarbeiten der Renaturierung, des Artenschutzes sowie die Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen. Die Forschungsarbeiten sind jedoch das Schwerpunktthema dieses Heftes – die Kapitel umfassen die Arbeiten an der Vegetationskarte, das Gewässermonitoring, die Waldforschung, das Luchsprojekt, die Fledermäuse über- und untertage, das Brutvogelmonitoring, die Wirbellosenfauna, den Brockengarten sowie Berichte über die Treffen der ehrenamtlichen Kartierer und die durchgeführten wissenschaftlichen Tagungen.

Abgerundet wird der Tätigkeitsbericht mit Inhalten der Waldentwicklung, der Arbeit der Werkstätten, des Wildtiermanagements sowie der Leistungen im Bereich EDV und Fotomonitoring. Weitere Themen sind die Öffentlichkeitsarbeit, die Besucherinformation und -lenkung sowie Wildnisbildung und Natur-Erleben. Weiterhin finden sich Informationen zur Arbeit in und mit der Nationalparkregion, zur Organisation des Parks, zu internationalen Kontakten sowie zur Arbeit des Fördervereins. Den Abschluss bildet ein Verzeichnis der im oder mit dem Nationalpark durchgeführten wissenschaftlichen Qualifizierungsarbeiten, Werkverträge, ehrenamtlichen Kartierungen, externen Projekte sowie der wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Mitarbeiter und von externen Partnern.
http://www.nationalpark-harz.de

UNSER HARZ Januar 2017 - Der Oderteich – Eine 300 Jahre alte Talsperre und ihre Reparatur; Die Konradsburg, Stammburg der Falkensteiner; Nachrichten vom Harz und Harzrand vor 100 Jahren (1916), Teil 2
Clausthal-Zellerfeld. Für 175 Jahre war der 1721 fertiggestellte Oderteich Deutschlands größte Talsperre. Fast 200 Jahre lang diente er der Versorgung des Sankt Andreasberger Bergbaus mit Aufschlagwasser, seit der Stilllegung des Bergbaus 1913 erzeugt sein immer noch durch den Rehberger Graben geleitetes Wasser Strom. Im letzten Jahr wurden die langwierigen Reparaturarbeiten an der Striegelanlage des zum Welterbe gehörenden Oderteichs beendet. Schon lange war bekannt, dass es Undichtigkeiten gab und immense Mengen Wasser am Striegel vorbeiflossen. Als klar wurde, dass sie in den Dammkörper drangen, war rasches Handeln gefragt. Was sich nun abspielte, wird in unserem Artikel über die Sanierung des Oderteichs detailliert beschrieben.

Südlich von Ermsleben, am Ende des Selketals, liegt die Konradsburg. Ihrer möglichen Gründung und wechselvollen Geschichte, vor allem als Benediktinerkloster, spürt der nächstfolgende Beitrag nach.

Der Inhalt wird ergänzt durch den zweiten Teil der Mitteilungen, was vor 100 Jahren im Harz die Zeitungsmeldungen verkündeten. Von Offiziersbeleidigung ist die Rede, von der Ansiedlung der Mufflons, wie die Gastronomie sich veränderte, aber auch weitere Berichte von Wildereien, Unglücken, Straftaten, Gefallenen und Kriegsgefangenen prägen das Themenspektrum.

Im Nationalparkforum wird die Kranzniederlegung auf dem Ehrenfriedhof am vergangenen Volkstrauertrag dokumentiert einschließlich der gehaltenen Reden, in denen angesichts der hier bestatteten sinnlos gefallenen jungen Soldaten und Zwangsarbeitern kritische Fragen gestellt werden.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Wintersport im Harz
In vielen Orten im Harz sind gute bis sehr gute Bedingungen für den Wintersport gegeben, gerade konnte das Schlittenhunderennen in Hasselfelde auf Schlitten durchgeführt werden und z.B. am Wurmberg sind die Pisten für den Abfahrtsski präpariert. Zahlreiche Loipen laden die Langläufer im gesamten Harz zu einer Tour durch den verschneiten Winterwald ein. Die Rodelhänge - zum Beispiel am Torfhaus - sind perfekt für eine Rodeltour ins Tal. Der Brocken ist verschneit und auch ein Winterwanderung auf den Gipfel ist immer ein Erlebnis, ob nun von Ilsenburg durch das Ilsetal, von Oderbrück, Torfhaus oder von Schierke.
http://www.highlights.harz-urlaub.de/wintersport/index.htm

Unterschriftensammlung zum Erhalt des Goslarer Offizierscasinos gestartet – „Werte bewahren – Identität stiften“
Goslar. Ein Bündnis unterschiedlicher Gruppierungen startet eine Unterschriftensammlung zur Erhaltung des Offizierscasinos auf dem Fliegerhorst in Goslar. Angestoßen von der SPD-Abteilung Nord/Goslar schließen sich die Kameradschaft ehemaliger Goslarer Jäger, der Verein Spurensuche in der Harzregion, der Stadtteilverein Jürgenohl/Kramerswinkel und der Geschichtsverein Goslar zusammen, um über die bisherigen Aktivitäten hinaus vielen Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Haltung zu äußern.



Der Protest ist dringend erforderlich: Offenbar hat die Klosterkammer Hannover bereits Unternehmen aufgefordert, Angebote zum Abbruch bis Mitte Februar abzugeben. Die Klosterkammer behauptet, das Gebäude sei baufällig und nennt Sanierungskosten von bis zu 5 Mio. Euro – eine Summe, die nach Ansicht des Vorsitzenden des Geschichtsvereins Günter Piegsa, selbst Architekt, aus der Luft gegriffen ist.



Nach wie vor verfolgt die Klosterkammer Hannover („Werte bewahren – Identität stiften“) den Abbruch des Offizierscasinos. Dabei handelt es sich um ein Gebäude, das das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege als Einzeldenkmal innerhalb eines Gesamtensembles von Denkmalen einstuft. Es ist ein herausragendes Zeugnis der Garnisonsgeschichte der Stadt Goslar und von baukünstlerischer Bedeutung. Errichtet unter den Nationalsozialisten, wurde es jahrzehntelang auch durch die Bundeswehr genutzt. Nachnutzungen sind denkbar: als Begegnungsstätte für Jürgenohl, als Kindertagesstätte, Seniorenresidenz, Gaststätte, Bürogebäude u.a.m. Doch daran hat die Klosterkammer kein Interesse: Angeblich fand sich bisher kein Nutzer. Tatsächlich wurden Nutzer abgeschreckt.



Während bei „normalen“ Eigentümern von Denkmalen hohe Bauunterhaltungsausgaben durch die Denkmalpflege verursacht werden, will die Klosterkammer sich der Unterhaltung entziehen. Obwohl sie das Gebäude für weniger als einen Euro quasi geschenkt bekam, will sie eine Gesetzeslücke für sich ausnutzen und sich entgegen der ansonsten üblichen Denkmalpraxis den Abbruch selber genehmigen. Offenbar will die Klosterkammer vollendete Tatsachen schaffen.



Für den Erhalt des Casinos als wichtiges Zeugnis der Geschichte Jürgenohls und der Stadt Goslar, für dessen Umnutzung, für die Einhaltung der Bestimmungen des Denkmalschutzgesetzes und gegen eine Ungleichbehandlung von Denkmaleigentümern sollen die Unterschriften gesammelt werden. Die Listen liegen aus beim Reisebüro Eine am Markt in Jürgenohl und in der dortigen Bürgerbücherei Robert-Koch-Straße. In der Altstadt kann unterschrieben werden beim Herrenausstatter Helmbrecht (Schuhhof), in der Bäckerei Bachmann (Breite Straße) und in den Buchhandlungen Bücherbär (Schilderstraße) und Tippach (Petersilienstraße). Unterschriften können auch bei den Trägern der Aktion und in deren Veranstaltungen abgegeben werden.



Damit das weithin unbekannte Gebäude, das wie der gesamte ehemalige Fliegerhorst von einem hohen Zaun abgeschirmt ist und bisher nur zu bestimmten Anlässen zugänglich war, einem größeren Kreis bekannt wird, haben die Mitglieder des Bündnisses ein Faltblatt zusammengestellt. Es enthält Grundriss und Ansichten, alte und neue Fotografien, die das Casino außen und innen zeigen und eine Beschreibung des Gebäudes und seiner Geschichte. „Diese Terra incognita muss endlich ans Licht geholt werden“, so Dr. Friedhart Knolle, durchaus doppeldeutig, für den Verein Spurensuche Harzregion. Auch weist er darauf hin, dass die Klosterkammer Hannover in der NS-Zeit bereits einmal für das gesamte Gelände des Fliegerhorstes entschädigt worden war und es nun von der Bundesrepublik Deutschland für einen Euro zurückerwarb, um am hier entstehenden Baugebiet erneut zu verdienen, so Dr. Knolle.
http://geschichtsvereingoslar.de/

Unterschriftensammlung zum Erhalt des Goslarer Offizierscasinos gestartet – „Werte bewahren – Identität stiften“
Goslar. Ein Bündnis unterschiedlicher Gruppierungen startet eine Unterschriftensammlung zur Erhaltung des Offizierscasinos auf dem Fliegerhorst in Goslar. Angestoßen von der SPD-Abteilung Nord/Goslar schließen sich die Kameradschaft ehemaliger Goslarer Jäger, der Verein Spurensuche in der Harzregion, der Stadtteilverein Jürgenohl/Kramerswinkel und der Geschichtsverein Goslar zusammen, um über die bisherigen Aktivitäten hinaus vielen Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Haltung zu äußern.



Der Protest ist dringend erforderlich: Offenbar hat die Klosterkammer Hannover bereits Unternehmen aufgefordert, Angebote zum Abbruch bis Mitte Februar abzugeben. Die Klosterkammer behauptet, das Gebäude sei baufällig und nennt Sanierungskosten von bis zu 5 Mio. Euro – eine Summe, die nach Ansicht des Vorsitzenden des Geschichtsvereins Günter Piegsa, selbst Architekt, aus der Luft gegriffen ist.



Nach wie vor verfolgt die Klosterkammer Hannover („Werte bewahren – Identität stiften“) den Abbruch des Offizierscasinos. Dabei handelt es sich um ein Gebäude, das das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege als Einzeldenkmal innerhalb eines Gesamtensembles von Denkmalen einstuft. Es ist ein herausragendes Zeugnis der Garnisonsgeschichte der Stadt Goslar und von baukünstlerischer Bedeutung. Errichtet unter den Nationalsozialisten, wurde es jahrzehntelang auch durch die Bundeswehr genutzt. Nachnutzungen sind denkbar: als Begegnungsstätte für Jürgenohl, als Kindertagesstätte, Seniorenresidenz, Gaststätte, Bürogebäude u.a.m. Doch daran hat die Klosterkammer kein Interesse: Angeblich fand sich bisher kein Nutzer. Tatsächlich wurden Nutzer abgeschreckt.



Während bei „normalen“ Eigentümern von Denkmalen hohe Bauunterhaltungsausgaben durch die Denkmalpflege verursacht werden, will die Klosterkammer sich der Unterhaltung entziehen. Obwohl sie das Gebäude für weniger als einen Euro quasi geschenkt bekam, will sie eine Gesetzeslücke für sich ausnutzen und sich entgegen der ansonsten üblichen Denkmalpraxis den Abbruch selber genehmigen. Offenbar will die Klosterkammer vollendete Tatsachen schaffen.



Für den Erhalt des Casinos als wichtiges Zeugnis der Geschichte Jürgenohls und der Stadt Goslar, für dessen Umnutzung, für die Einhaltung der Bestimmungen des Denkmalschutzgesetzes und gegen eine Ungleichbehandlung von Denkmaleigentümern sollen die Unterschriften gesammelt werden. Die Listen liegen aus beim Reisebüro Eine am Markt in Jürgenohl und in der dortigen Bürgerbücherei Robert-Koch-Straße. In der Altstadt kann unterschrieben werden beim Herrenausstatter Helmbrecht (Schuhhof), in der Bäckerei Bachmann (Breite Straße) und in den Buchhandlungen Bücherbär (Schilderstraße) und Tippach (Petersilienstraße). Unterschriften können auch bei den Trägern der Aktion und in deren Veranstaltungen abgegeben werden.



Damit das weithin unbekannte Gebäude, das wie der gesamte ehemalige Fliegerhorst von einem hohen Zaun abgeschirmt ist und bisher nur zu bestimmten Anlässen zugänglich war, einem größeren Kreis bekannt wird, haben die Mitglieder des Bündnisses ein Faltblatt zusammengestellt. Es enthält Grundriss und Ansichten, alte und neue Fotografien, die das Casino außen und innen zeigen und eine Beschreibung des Gebäudes und seiner Geschichte. „Diese Terra incognita muss endlich ans Licht geholt werden“, so Dr. Friedhart Knolle, durchaus doppeldeutig, für den Verein Spurensuche Harzregion. Auch weist er darauf hin, dass die Klosterkammer Hannover in der NS-Zeit bereits einmal für das gesamte Gelände des Fliegerhorstes entschädigt worden war und es nun von der Bundesrepublik Deutschland für einen Euro zurückerwarb, um am hier entstehenden Baugebiet erneut zu verdienen, so Dr. Knolle.
http://geschichtsvereingoslar.de/

Pullman City Quest Schlittenhunderennen Hasselfelde vom 7. Januar bis 8. Januar 2017
Das Schlittenhunderennen gehört in Pullman City schon seit vielen Jahren zum festen Jahresprogrammpunkt.
Auch in diesem Jahr freuen wir uns wieder auf viele Starter und ein tolles Rennen.
Samstag 07.01.2017 ***Änderungen vorbehalten***.
10:00 Uhr………….Big Moose Saloon wird geöffnet
ca. 10:30 Uhr…….Start des 1. laufes in allen Klassen (letzter Start ca. 14:30 Uhr)
ca. 15:00 Uhr…….Ende des Rennens des 1. Renntages
15:00 Uhr………….Kinderrennen (Treffen am Start)
18:00 Uhr………….Big Moose Dance Hall wird geöffnet
20:30 Uhr………….Live Music mit Open Road
Sonntag 08.01.2017 ***Änderungen vorbehalten***.
10:00 Uhr………….Big Moose Saloon wird geöffnet
10:30 Uhr………….Start des 1. laufes in allen Klassen (letzter Start ca. 14:30 Uhr)
ca. 14:30 Uhr…….Ende des Rennens
15:00 Uhr………….Siegerehrung der Starter in der Main Street
Eine bitte an die Hundebesitzer: Lassen Sie ihren vierbeinigen Freund an diesem besonderen Wochenende bitte zu Hause.
Die Husky’s verstehen sich Erfahrungsgemäß nicht mit anderen Rassen.
http://www.westernstadt-im-harz.de/veranstaltung/pullman-city-quest-schlittenhunderennen/

Unwetterwarnung für den Brocken und seine Umgebung
Wernigerode. Schon in den letzten Tagen war in den höheren Lagen des Harzes Eisglätte verbreitet und das Unfallgeschehen im Wald war deutlich erhöht. In den nächsten Tagen ist mit weiterem Schneefall und Verwehungen zu rechnen, im Brockenbereich sogar mit Orkanböen. Daher wird beim Betreten der Wälder in den nächsten Tagen zu erhöhter Vorsicht geraten – achten Sie auf waldgerechte Ausrüstung beim Wandern, auf Schneeglätte auf den Wanderwegen und beobachten Sie bei Windbewegung die Bäume. Gehen Sie kein unnötiges Risiko ein und meiden Sie bei stärkerem Sturm den Wald, denn am Nord- und Ostrand des Harzes ist mit Sturmböen bis 85 km/h und auf dem Brocken sogar mit Orkanböen bis 135 km/h zu rechnen.
http://www.nationalpark-harz.de

Glasmanufaktur Derenburg - Einschränkungen durch Umbau, bitte Info unter AKTUELLES beachten.
01.01.2017 00:00 bis 03.02.2017 23:59

Im Januar und Februar 2017 kommt es zu Einschränkungen bei den Hüttenführungen. Das Café & Restaurant HARZKRISTALL sowie die Verkaufsfläche sind von den gesamten Umbaumaßnahmen jedoch NICHT betroffen und können uneingeschränkt genutzt werden. In folgenden Zeiträumen kommt es zu Einschränkungen: Vom 01.01.2017 bis 29.01.2017 sind nur eingeschränkte Führungen durch die Manufaktur möglich. Da nur die obere Etage genutzt werden kann, kostet die „ManufaktOur“ während der Umbauphase nur zwei Euro pro Person Vom 30.01.2017 bis zum 03.02.2017 sind KEINE Führungen möglich Ab dem 04.02.2017 wird die neue „ManufaktOur“ wieder in vollem Umfang angeboten! Es wird sich einiges ändern – lassen sie sich überraschen! Wir bitten um Entschuldigung, falls es während Ihres nächsten Besuchs zu Unannehmlichkeiten während der Bauphase kommt. Wir freuen uns, Sie ab dem 04. Februar 2017 wieder zur „ManufaktOur“ begrüßen zu dürfen.
http://www.harzkristall.de/

Über 1000 Termine und Veranstaltungen – Naturerlebnis-Programm 2017 des Nationalparks Harz online
Wernigerode. Das Naturerlebnis-Programm 2017 des Nationalparks Harz steht ab sofort online. Über 1000 Termine und Veranstaltungen werden unseren Gästen angeboten. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Luchsfütterung, Brockengartenbesuch, Fledermaus-Exkursion, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.

Sie möchten nach Ihrem Feierabend die Natur erleben, am Lagerfeuer Interessantes erfahren oder in der Dämmerung den Stimmen der Natur lauschen? Unter der Rubrik „After-Work-Naturerlebnisse“ haben wir auch in diesem Jahr wieder spannende Veranstaltungen in den frühen Abendstunden zusammengestellt.

Das neue Naturerlebnis-Programm „Unterwegs im Nationalpark Harz 2017“ ist als Download verfügbar unter

http://www.nationalpark-harz.de/de/downloads/Unterwegs-im-Nationalpark-2017

Alle Termine sind außerdem bei uns im Internet in der Rubrik „Veranstaltungen“ einsehbar. Mit Hilfe der Suchfunktion können Besucherinnen und Besucher schon jetzt ihre Ausflüge für das Jahr 2017 in den Nationalpark planen.

Das Programm enthält nicht nur unsere Veranstaltungstermine, sondern sehr viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark darüber hinaus zu bieten hat, angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr.

Das gedruckte Programm steht nach Weihnachten zur Verfügung.
http://www.nationalpark-harz.de/de/downloads/Unterwegs-im-Nationalpark-2017

Zur Industriegeschichte im Südharz – von der Rohstoffgewinnung von Gips, Kali und Flussspat bis zur Kautabakherstellung – Band 31 der Harz-Forschungen erschienen
Wernigerode. Der Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde hat den Band 31 seiner Reihe „Harz-Forschungen“ unter dem Titel „Zur Industriegeschichte im Südharz“ herausgegeben.

Im Mittelalter war der Südharz ein Machtzentrum der deutschen Kaiser und Könige. Später, im 19. und 20. Jahrhundert, entwickelte sich hier ein bedeutendes Industriezentrum. Dank der immer besseren Infrastruktur, vor allem durch den Bau der Eisenbahnstrecken Halle - Kassel, Erfurt - Nordhausen sowie der Harzquerbahn, verbesserten sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Absatz- und Produktionsbedingungen. Dies betraf nicht zuletzt die Erzeugnisse des Maschinenbaus: Betriebe wie Gerlach & König, Montania, Orenstein & Koppel, Maschinenbau- und Bahn AG, VEB Schlepperwerk (später VEB IFA Motorenwerke) bzw. der heute noch bestehende Betrieb Schmidt, Kranz & Co. waren weit über die Region hinaus bekannt für ihre qualitätsvollen Produkte. Neben verschiedenen Branntweinbrennereien, die teilweise noch heute von Bedeutung sind, entfaltete sich im ersten Halbjahr des 19. Jahrhunderts die Kautabakproduktion, mit der man bis zum Zweiten Weltkrieg führend in Deutschland war, die heute aber leider nur noch in Witzenhausen ausgeübt wird. Mit der ersten Abteufung eines Kalischachtes 1893 bei Sondershausen und dem weiteren Abbau von Kali zwischen Hainleite und Harz etablierte sich ferner eine neue Berg- und Schachtbau-Industrie. Für die Eisen- und Stahlproduktion waren die Schwerspat-Lagerstätten bei Rottleberode von entscheidender Bedeutung, und auch die Gipsproduktion basierte auf hochwertigen Vorkommen. Nicht unterschätzt werden darf der Harz als Rohstofflieferant vor allem für die Holz- und Möbelindustrie im Südharz.

In dem jetzt erschienen Band wird die Geschichte ausgewählter Betriebe der genannten Industriezweige vorgestellt und mit vielen Fotos, Dokumenten und Zeitzeugenauskünften reichhaltig illustriert.

Hans-Jürgen Grönke, Hrsg.: Zur Industriegeschichte im Südharz. – Harz-Forschungen Bd. 31, 2016, ISBN 978-3-86732-223-2, 432 S., 290 Abb., 17,0 x 24,0 cm, Broschur, Bezug über den Buchhandel oder
http://www.lukasverlag.com

UNSER HARZ Dezember: „Es ist ein Ros´ entsprungen“ – Ein Rosenwunder zur Weihnacht; Er pries die eigenartige Schönheit des Harzes – Zum Gedenken an Ehm Welk; Nachrichten vom Harz und Harzrand vor 100 Jahren (1916), Teil 1; De wiehnachtliche Störenfried; Weihnachtsspaziergang; Harzer Künstlerpostkarten, Teil 10: Winter
Oberharz. Eines unserer schönsten Weihnachtslieder, „Es ist ein Ros´ entsprungen“, wurde der Legende nach von Pater Laurentius gedichtet, als er in der Christnacht des Jahres 1007 im Garten des Klosters Pöhlde eine blühende Rose fand. Überliefert ist es mit seinen ursprünglich 23 Strophen, in denen es die Weihnachtsgeschichte erzählt, im Mainzer Cantual von 1605 und zeugt von der tiefen Frömmigkeit der damaligen Zeit.

Vor 50 Jahren starb Ehm Welk, dessen Schaffen als Journalist und Schriftsteller im Ersten Weltkrieg im Harzer Raum mit pazifistischen Schriften begann. In seinen folgenden Romanen finden sich immer wieder Landschaftsbeschreibungen um fiktive Harzer Orte, in denen seine Liebe zum Harz Ausdruck findet. Von den Nazis verhaftet, wurde er auf Druck ausländischer Journalistenkollegen wieder aus dem KZ freigelassen. Sein erstes Buch nach seinem Publikationsverbot ist ein Sachbuch über den deutschen Wald, in dem der Harz eine herausragende Rolle einnimmt. Bekannt über die deutschen Grenzen hinaus ist er vor allem durch seinen Roman „Die Heiden von Kummerow“.

In dem Beitrag „Vor 100 Jahren“ wird diese Zeit im Spiegel damaliger Zeitungsartikel wieder lebendig. Natürlich war die Berichterstattung stark geprägt vom Ersten Weltkrieg. So werden die Auswirkungen dieses Krieges auf das zivile Leben nachvollziehbar, auch zum Thema der ausländischen Kriegsgefangenen. Doch auch andere Meldungen prägen das Bild der damaligen Zeit: Wilddiebereien, Todesfälle, unter anderem im Bergbau, Abbruch der Clausthaler Windmühle, neue Versuche der Erzgewinnung, nicht zuletzt mithilfe des neuen Flotationsverfahrens am Rammelsberg. Erschütternd wirken heute die vielen Festnahmen entflohener Kriegsgefangener.

Neben dem ersten Artikel sorgen eine kleine Weihnachtsgeschichte in Ostfalenplatt und ein Weihnachtsgedicht für weihnachtliche Stimmung. Der 10. und letzte Teil der Serie über Harzer Künstlerpostkarten liefert einen stimmungsvollen Nachgesang auf die schneereichen und strengen Harzer Winter, wie sie früher geherrscht haben. Selbst Goslar präsentiert sich im weißen Kleid.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi Bergmann-Str. 11.

Weihnachten am HohneHof
Wernigerode. Auch in der Weihnachtszeit erwartet das Natur-Erlebniszentrum HohneHof viele große und kleine Gäste. Ob nun als Ruhepunkt bei einer winterlichen Wanderung oder als Ausflugsziel für die Kinder - die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom HohneHof freuen sich auf zahlreiche Gäste.

So gibt es bereits am kommenden Sonntag, dem 11. Dezember 2016 im Rahmen des „Lebendigen Adventskalenders“ von 13.00 bis 15.00 Uhr den „Treff an der großen Feuerschale“. Bei wärmenden Feuer und heißen Getränken kann man Stockbrot backen und sich somit etwas auf das Weihnachtsfest einstimmen.

Am Samstag, dem 17. Dezember 2016 findet wieder das alljährliche Weihnachtsbasteln statt. Je nach Altersgruppe gibt es unterschiedliche Angebote, um letzte Geschenke selbst zu gestalten. In der Zeit von 11.00 bis ca. 15.00 Uhr findet man an verschiedenen Stationen im Haus Anregungen, wie man aus Naturmaterialien seine ganz persönliche Weihnachtsdekoration zusammenstellen kann.

Spontane Besucher sollten berücksichtigen, dass das Naturerlebniszentrum am Mittwoch, den 14.12.2016 wegen einer Weiterbildung bereits ab 13.30 Uhr geschlossen hat. Auch am 24., 25. und 31. 12.2016 ist das Haus geschlossen, doch sind wir zwischen den Feiertagen wieder für unsere Gäste da!
http://www.nationalpark-harz.de

Weihnachten im Harz
Wie in jedem Jahr beginnt am 1. Advent die schöne Vorfreude-Weihnacht im Harz. Zahlreiche Weihnachtsmärkte öffnen ihre Pforten und laden ihre Besucher zu vielfältigen Veranstaltungen und natürlich zu kulinarischen Genüssen ein. Die Harzer Schmalspurbahnen, die Selketalbahn und die Rübeländer Bahn bieten wieder Fahrten zum Brocken, zu Weihnachtsmärkten oder zu den Rübeländer Höhlen an. Konzerte, Theater und weitere Veranstaltungen begeistern die Besucher in der Vorweihnachtszeit. Wir haben versucht diese Höhepunkte zusammenzufassen, geben aber keine Garantie auf Vollständigkeit. Trotzdem wünschen wir eine besinnliche und gleichzeitig ereignisreiche Vorweihnachtszeit im Harz.
http://www.weihnachten.harz-urlaub.de/

Goslarer Programm für den Monat Dezember 2016
siehe Link >>>
http://informiert.de/home/_inf/Goslarer_Programm_12_2016/

Wieder vier Open-Air-Nationalpark-Semester ausgeschrieben – Commerzbank-Umweltpraktikanten können sich bewerben
Wernigerode – Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2017. Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com

Im Nationalpark Harz waren es 2016 vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum Hohne-Hof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.
http://www.umweltpraktikum.com/

Aktuelle Harz-Zeitschrift 2016 erschienen – Beiträge zur Harzgeschichte von Martin Luthers Wirken über die Salierkönige und den Rabensteiner Stollen bis zur Reichsbauernstadt Goslar und der Zwangsarbeit im Harz
Wernigerode. Soeben erschien im Lukas-Verlag Berlin der 68. Jahrgang der Harz-Zeitschrift für das Jahr 2016, die für den in Wernigerode Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e. V. von Jörg Brückner herausgegeben wird. Die Zeitschrift hat eine lange Geschichte – sie erschien erstmals 1868.

Der aktuelle Band beschäftigt sich mit mehreren historischen Fachdisziplinen zahlreicher Orte aus dem gesamten Harz. Beiträge kamen von Jan Habermann, Otmar Hesse, Mark Homann, Margarete Lemmel, Angela Martin, Fritz Reinboth, Uwe Schickedanz, Joachim Stüben und Hans-Joachim Winzer. Zu den Vorlagen für Luthers Editionen der Theologia Deutsch und einem unbekannten Sammelband aus der Bibliothek des Klosters Himmelpforten bei Wernigerode berichtet Joachim Stüben, gefolgt von einem Beitrag Hans-Joachim Winzers zu den Herren von Ührde, Stadt Osterode am Harz – Genealogie, Besitz, soziale Stellung und herrschaftliches Umfeld. Jan Habermann berichtet sodann über die königsherrschaftliche Raumerfassung am Nordharz unter den letzten Saliern, speziell zu Krongut, Reichsdienst und Burgenbau im 11. Jahrhundert. Der ehemalige Goslarer Oberbürgermeister Otmar Hesse hat den nachfolgenden Beitrag geliefert zu Martin Luthers Familie im 16. Jahrhundert – einer Unternehmerfamilie, die im Bergbau, in der Erzverhüttung sowie im Metallhandel im Mansfelder Land und in Goslar tätig war. Das Weingartenloch bei Osterhagen und seine Geschichte ist das Thema von Fritz Reinboth. Mit den Anfängen des Rabensteiner Stollens bei Ilfeld hat sich Uwe Schickedanz beschäftigt. Es folgen einige interessante Beiträge zur Erforschung der NS-Geschichte des Harzes: Goslar – Darrés Reichsbauernstadt (Margarete Lemmel), Zwangsarbeit für Bosch in Goslar (Angela Martin) und „Ein neuer Blick auf einen bekannten Ort. Die Geschichte der Mahn- und Gedenkstätte Wernigerode, Veckenstedter Weg aus überregionalen Quellen gelesen“ (Mark Homann). Nachrufen sind dem verstorbenen Goslarer Hausforscher Hans-Günther Griep (1923 - 2016) und dem früheren Vereinsvorsitzenden Bernd Feicke (1950 - 2016) gewidmet.
Berichte zu Veranstaltungen des Harz-Vereins und zahlreiche Rezensionen runden den Band ab. Er ist mit zahlreichen Abbildungen illustriert, hat einen Umfang von 252 Seiten und kann über den örtlichen Buchhandel oder den Lukas-Verlag http://www.lukasverlag.com bestellt werden.
Anl. Titelseite frei mit dieser PI.
http://www.lukasverlag.com

Nationalpark Harz mit neuer Webpräsenz, angepasst für Smartphones und Tablets und auch mit Texten in sieben Fremdsprachen
Wernigerode - Braunlage. Der Nationalpark Harz präsentiert sich jetzt auf seiner Internetseite www.nationalpark-harz.de mit frischem Look und vielen neuen Inhalten. Neben einer Erweiterung der Suchfunktion für Veranstaltungen und zahlreichen Informationen zu den Erlebnisangeboten finden Nutzer nun auch detaillierte Angaben zur Barrierefreiheit der Nationalpark-Einrichtungen.
Zudem reagiert der Nationalpark mit der neuen Gestaltung auf den wachsenden Anteil der mobilen Internetnutzer: „Vor allem in den Urlaubsmonaten greifen mittlerweile viele Gäste per Smartphone oder Tablet auf unsere Seiten zu“, erklärt Mandy Gebara, Mitarbeiterin im Nationalpark-Fachbereich Informations- und Bildungsarbeit. „Das neue responsive Design ermöglicht die optimale Anpassung an verschiedene Bildschirmgrößen und verbessert damit insbesondere die mobile Nutzung der Seite erheblich“.

Auf gute Benutzerfreundlichkeit legt der Nationalpark aber nicht erst seit der Neugestaltung seiner Webseite großen Wert. Schon 2010 wurde er als erstes Großschutzgebiet mit einem BIENE-Award für barrierefreies Internet ausgezeichnet. „Die bisher schon hohen Standards der alten Seite haben wir beibehalten oder weiter erhöht“, so Mandy Gebara. „Bewährte Funktionen wie einstellbare Kontrastlayouts oder die Möglichkeit zur Vergrößerung der Schrift stehen weiter zur Verfügung. Die beliebte Vorlesefunktion ist nun auch mobil ohne Zusatzprogramme verwendbar“.

Stark erweitert wurde zudem das Fremdsprachenangebot. Gäste können sich zusätzlich zur deutschen Hauptseite nun in insgesamt sieben Fremdsprachen über den Nationalpark, seine besonderen Lebensräume und die Erlebnismöglichkeiten im Gebiet informieren. Neben Englisch stehen Informationen und Flyer auch in Französisch, Spanisch, Dänisch, Polnisch, Niederländisch und Esperanto zur Verfügung.
http://www.nationalpark-harz.de

Jugendstunden des Stadtfeld-Gymnasiums Wernigerode für den Waldumbau im Nationalpark Harz
Wernigerode. Keine Gesprächsrunde und kein Workshop standen dieses Mal auf dem Programm – Outdoor war angesagt. In Vorbereitung der Jugendweihe zogen Schüler der Klasse 8a des Stadtfeldgymnasiums Wernigerode zu Jugendstunden ganz anderer Art in den Wald zwischen Drei Annen-Hohne und Schierke. Genauer gesagt in die Nationalpark-Revierförsterei Hohne.
Schüler der Klasse sind Mitstreiter einer Junior-Ranger-Arbeitsgruppe des Nationalparks. Mit deren Leiterin, der Rangerin Birgit Patzelt, entstand die Idee, einmal selber etwas Sinnvolles für den Wald vor der Haustür zu tun. So kam der Vorschlag, mit 14 tatendurstigen Schülern aktiv zu werden, nun zur Umsetzung. Unter Anleitung des zuständigen Revierförsters Martin Bollmann und einiger Väter wurden mit schweren Hacken Pflanzplätze vorbereitet und über 200 kleine Rotbuchen in die oftmals steinige Erde gebracht.
Dass junge Buchen nicht vom Klapperstorch gebracht werden, sondern aus Bucheckern wachsen, wurde auch noch einmal ins Gedächtnis gerufen. Unter dem Schirm von alten Fichten sollen nun die jungen Rotbuchen gedeihen und den Wald im Nationalpark wieder strukturreicher und vielfältiger machen unter dem Stichwort der Biodiversität. Nach fast drei Stunden war die schwere körperliche Arbeit getan – Hände und Hosen schmutzig und die Markenturnschuhe nass ... Trotzdem ein tolles Erlebnis, denn bei schönem Wetter kann jeder… Am Ende waren sich alle einig: In ein paar Jahren treffen sich alle dort wieder, um den Erfolg der Arbeit zu besichtigen.
http://www.nationalpark-harz.de

Einweihung „Bunter Hof“ in Osterwieck am 18.11.2016
Der „Bunte Hof“ in Osterwieck, ein ehemaliger Adelshof des 16. Jahrhunderts, war durch jahrelangen Leerstand sehr stark geschädigt. Da es sich bei dem Objekt um ein hochwertiges, schützenswertes Einzeldenkmal handelt, war der Wunsch der Stadt Osterwieck, das Gebäude im Rahmen eines Modellprojektes mit dem Deutschen Fachwerkzentrum Quedlinburg e. V. in eine nachhaltige Nutzung zu führen.
Die besondere Herausforderung dieses Modellprojektes bestand für das Fachwerkzentrum darin, die bislang erhalten gebliebene, besonders wertvolle historische Substanz und Ausstattung zu bewahren, zu restaurieren, energetisch zu ertüchtigen und eine verlässliche Nutzung zu definieren.
Das erarbeitete Nutzungskonzept orientiert sich an den öffentlichen Belangen der Stadt und dem benachbarten Fallstein-Gymnasium. Eine Entlastung und Verbesserung der Schulsituation schaffen behindertengerechte Wohneinheiten im Bunten Hof. Die öffentlichen Belange der Stadt werden mit der Nutzung des ehemaligen „Rittersaales“ im 2. Obergeschoss als Veranstaltungs- und Schulungsraum und der Unterbringung der Leseräume der Schulbibliothek im 1. Obergeschoss integriert.
Die integrative Planung bildete ein wichtiger Arbeitsschritt in der Sanierung. So wurde für die Ertüchtigung des inneren konstruktiven Gefüges durch intensive Beratung und Austausch von Fachwissen, gemeinsam mit den Statikern, Prüfstatikern und beratenden Statikern ein der historisch wertvollen Substanz entsprechendes Aussteifungskonzept gegen angreifende Windlasten erarbeitet. So behielt der 21 Meter lange Rittersaal, lediglich mit hölzernen Bohlen in den Ständerachsen und zusätzlichen Kopfbändern zur Aussteifung in Querrichtung, sein ursprüngliches Erscheinungsbild.
Zudem wurden im gesamten Gebäude nur ökologische und kapillar aktive Dämmstoffe – und damit bauverträgliche Dämmstoffe - verwandt wie Wärmedämmlehmplatten oder Holzweichfaserplatten.
Ein weiterer Schwerpunkt des Zentrums ist nicht nur die energetische und Ressourcen schonenden Sanierung von historischen Bauten, sondern seit 15 Jahren werden die Modellprojekte auch als Bildungsauftrag in Seminaren durchgeführt. Ziel der international besetzten Seminare ist es, nicht nur Kulturgüter behutsam wieder instand zu setzen und handwerkliche Fähigkeiten zu lehren, sondern Menschen verschiedener Herkunftsländer und verschiedener Kulturen in die Gesellschaft auf Augenhöhe zu integrieren, Vorurteile abzubauen und einen interkulturellen Austausch zu beginnen. Seit Juni 2016 arbeiteten während der Seminare auch Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Iran, Benin und Guinea Bissau in den Seminaren mit an der Vollendung des Gebäudes.
Im Rahmen dieser internationalen Bildungsseminare waren junge Menschen aus 25 Ländern zu Gast. Unter dem Aspekt der Weitergabe traditioneller Handwerkstechniken wurden die Türen sowie die historischen Dielen unter Anleitung des Tischlermeisters und der Lehrlinge des Fachwerkzentrums instand gesetzt. Des Weiteren wurden die historischen Putze teilweise mit Inschriften und historischen Tapeten ertüchtigt. Als letzter Arbeitsschritt wurden die Türen mit Bierlasuren gestrichen und die auf den Türen und Bekrönungsfeldern freigelegten Malereien retuschiert – zum Vorschein traten unter jüngeren Ölanstrichen verborgen Lady Lucretia mit dem Dolch in der Hand, Samson, Wappen, und Harlekine, gemalt im 16. Jahrhundert .
Das Modellprojekt wurde vom Land Sachsen-Anhalt, dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Lotto-Toto GmbH, der Commerzbank-Stiftung und der Murrmann Stiftung gefördert.
Am 18.11.2016 um 11:00 Uhr wird der von Ludolf von Rössing 1582 erbaute Renaissancebau von dem Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt und dem Fachwerkzentrum an die Stadt Osterwieck offiziell übergeben.
Der „Bunte Hof“ kann dann am 18.11.2016 von 13:00 bis 16:00 Uhr von jedermann besichtigt werden.
http://www.stadt-osterwieck.de/

Kunst und Kampf – Bernd Langer stellt sein neues Buch in Bad Lauterberg vor – Heimatgeschichte mal anders - Spurensuche Harzregion e.V. lädt zu einer Buchvorstellung am 20.11.2016 ein
Bad Lauterberg. Mit seinem neuen Buch „Kunst und Kampf“ legt der gebürtige Bad Lauterberger Bernd Langer ein autobiographisch gefärbtes Werk vor. Lebendig schildert Langer, wie der Westharz, vor allem der alte Landkreis Osterode und die Kreisstadt Göttingen, in den 1970er Jahren Ausgangspunkt seiner politisch-künstlerischen Entwicklung werden. Der Autor beginnt bei seiner Großeltern, erzählt, was ihn in früher Jugend prägte – von ersten politischen Erfahrungen in den neu eingerichteten Jugendzentren und dem Antifa-Arbeitskreis Bad Lauterberg.

Man erfährt vieles über die regionale Geschichte, geschildert werden aber auch die großen aufsehenerregenden Demonstrationen jener Zeit. Ein Fokus liegt auf der autonomen Szene in Göttingen, wo der Autor fast 20 Jahre wirkte, während sich der zweite Teil des Buchs auf Berlin konzentriert.

Seit den 1980er Jahren verfolgt Langer die Idee von Kunst und Kampf (KuK). Der Begriff Kampf steht dabei im übertragenen Sinne für Politik. So soll Kunst nicht mehr als individuelle Leistung verstanden werden, sondern aus einem politischen Kollektiv entstehen und Ausdruck gesellschaftlicher Auseinandersetzung und Veränderung sein. In diesem Zusammenhang entwarf Langer das heute allgemein bekannte Emblem „Antifaschistische Aktion“ auf der Grundlage einer historischen Vorlage neu und wurde mit seiner Plakatkunst bekannt.

Ideengeschichtlich bezieht sich KuK auf die Renaissance, die den Menschen in den Mittelpunkt rückt und Religion und Hierarchien infrage stellt. Ein wichtiger Bezugspunkt ist dabei der deutsche Bauernkrieg. Wesentlichen Raum nimmt außerdem die Auseinandersetzung mit den sich als avantgardistisch verstehenden Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts ein.

In fast 40 Jahren entstanden hunderte Plakate, daneben Gemälde und Straßentheater, sogenannte Agit-Prop-Aktionen. Bernd Langer stellt mit seinem Buch eine reich bebilderte Gesamtbetrachtung dieser antifaschistischen Kunst vor.

Multimedia-Vortrag zum Buch „Kunst und Kampf“ mit Bernd Langer

Bad Lauterberg, Sonntag, 20.11.2016, 15 Uhr

Gaststätte Goldene Aue, Scharzfelder Straße 43, 37431 Bad Lauterberg

Veranstalter: Spurensuche Harzregion e.V.

Das Buch „Kunst und Kampf“ ist im Unrast-Verlag erschienen, hat die ISBN 978-3-89771-582-0, ist durchgehend vierfarbig gestaltet mit 256 Seiten und kostet 19,80 €.
http://www.spurensuche-harzregion.de/

Schulschach-Kongress in Halberstadt und Ströbeck
Vom 11. - 13. November 2016 findet in Halberstadt der 9. Schulschach-Kongress statt. Hauptsächlich im Käthe-Kollwitz-Gymnasium und im Seminar- und Tagungshotel Spiegelsberge Halberstadt sowie im Schachdorf Ströbeck sind zahlreiche Veranstaltungen und Workshops geplant.
Halberstadt ist die Heimat von zwei Schachschulen, dem schon erwähnten Käthe-Kollwitz-Gymnasium und der Sekundarschule "Walter Gemm", nicht zu vergessen die Schachschule im nahe gelegenen Schachdorf Ströbeck.
In Ströbeck wird auch das Lebendschachensemble im Einsatz sein.
Die mehr als 250 Schachschülerinnen und -schüler werden ereignisreiche Tage auch mit zahlreichen kulturellen Angeboten verbringen können. Wir wünschen viel Erfolg!
https://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2016/schulschachkongress/

UNSER HARZ November: Erz für Hitlers Wahn – Aspekte der nationalsozialistischen Industriepolitik in den Besucherführungen am Weltkulturerbe Rammelsberg; Zur Erinnerung an den Heimatforscher Heinrich Spier; Serie Harzer Künstlerpostkarten, Teil 9; Dr. Hans-Ulrich Kison im Ruhestand
Clausthal-Zellerfeld. Von der ehemaligen Betreiberin des Erzbergwerks Rammelsberg, der PREUSSAG, nicht als Museum vorgesehen, nach Einschätzung des Direktors des Deutschen Bergbaumuseums in Bochum und lt. Gutachten des Deutschen Museums in München jedoch eines der bedeutendsten technischen Denkmäler in Deutschland, erhielt schließlich das Museum am Rammelsberg 1992 als erstes deutsches Industriemuseum den Status des Weltkulturerbes. Doch sollen die technischen Superlative des Rammelsberges nicht außer Acht lassen, in welcher Zeit und zu welchem Zweck der größte Teil der Übertageanlagen gebaut wurde. Die Autarkiebestrebungen der Nationalsozialisten im Hinblick auf den 2. Weltkrieg ließen ein millionenschweres Investitionsprogramm in das Erzbergwerk Rammelsberg, besonders die Erzaufbereitung nach dem neuen Flotationsverfahren, fließen. Diese nationalsozialistischen Spuren sollen nun stärker museal vermittelt werden.

Vor 20 Jahren verstarb der in Goslar geborene Heimatforscher Heinrich Spier, der zahlreiche Schriften über geschichtliche Zeugnisse aus Goslar und seiner Umgebung veröffentlicht hat (u. a. „Zur Geschichte des langen Tanzes in Goslar“) und für seine Verdienste um die Heimatforschung mit der Silbernen Ehrenplakette der Stadt Goslar ausgezeichnet worden ist.

Die 9. Folge der Serie über Harzer Künstlerpostkarten stellt diesmal verschiedene Künstler vor, die Motive aus der Goslarer Umgebung auf ihren Postkarten verewigt haben.

Das Nationalparkforum würdigt die Arbeit des stellvertretenden Leiters der Nationalparkverwaltung und Fachbereichsleiters Naturschutz, Forschung und Dokumentation Dr. Hans-Ulrich Kison, der sich am 1. September in den Ruhestand verabschiedet hat.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Bockschmidt, Dr. Willi Bergmann-Str. 11.

Fotowettbewerb HarzNATUR startet in die nächste Runde - Erneut übernimmt Hannes Jaenicke die Schirmherrschaft
Braunlage - Wernigerode. Bereits zum fünften Mal rufen der Nationalpark Harz und die Jungfer Druckerei und Verlag GmbH jetzt Fotografinnen und Fotografen auf, sich auf Motivjagd zu machen und ihre schönsten und spektakulärsten Bilder des Harzer Nationalparks einzureichen. Die besten Bilder werden ab August 2017 in einer Ausstellung präsentiert und gestalten den Nationalpark-Kalender 2018, dessen Einnahmen wieder das Harzer Luchsprojekt unterstützen werden. Aus den drei Wettbewerbskategorien wird jeweils ein Gewinnerbild ausgewählt. Der Gesamtsieger gewinnt einen Gutschein in Höhe von 500 € eines Fotogeschäfts seiner Wahl. Die beiden anderen Preisträger erhalten jeweils ein Jahresabonnement der Zeitschrift NaturFoto. Einsendeschluss für Ihre Fotos ist der 15. März 2017.

Erneut übernimmt Hannes Jaenicke die Schirmherrschaft für den Wettbewerb. Der aus zahlreichen Fernsehproduktionen bekannte und beliebte Schauspieler ist außerdem engagierter Umweltschützer. Und so freuen sich die Verantwortlichen beim Nationalpark und der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH, dass sie ihn für den Naturfotowettbewerb und das Luchsprojekt erneut für das Projekt gewinnen konnten.

Die vollständigen Teilnahmebedingungen können unter www.fotowettbewerb-harznatur.de nachgelesen oder per Post angefordert werden: Nationalpark Harz, z. Hd. Juliane Hentze, Lindenallee 35, 38855 Wernigerode, Tel. 03943 / 5502-36.

Anregungen für ihre Fotomotive können sich Fotografinnen und Fotografen im kürzlich erschienenen Nationalpark-Kalender 2017 holen. Für den Kalender im Format 48 x 35 cm wurden Bilder aus den Fotowettbewerben HarzNATUR der Jahre 2011 - 2015 ausgewählt. Er erscheint in einer limitierten Auflage von 1.200 Exemplaren und wird von der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. zur Verfügung gestellt. Zum Preis von 14,95 € ist er in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen der Region erhältlich. Der Erlös des Kalenders kommt zu 100 % dem Harzer Luchsprojekt zugute (www.luchsprojekt-harz.de). Bestellt werden kann er auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.
http://www.fotowettbewerb-harznatur.de

Der Natur unter die Arme gegriffen - Freiwillige pflanzen Buchen im Nationalpark Harz
Wernigerode – Braunlage. Das Thermometer zeigt 4 Grad, es nieselt leicht und der Wald ist in ein gleichmäßiges Grau getaucht. Obwohl kein Spaziergänger unterwegs ist, dringen Stimmen durch den Fichtenbestand. Wer sich nähert, erblickt junge Erwachsene, die mit Pflanzhacken und kleinen Buchen den Wald von morgen mitgestalten.

Es sind Praktikanten und Teilnehmer des „Freiwilligen Ökologischen Jahres“ (FÖJ), die eigentlich in verschiedenen Dienststellen des Nationalparks Harz sowie im Haus der Natur in Bad Harzburg arbeiten. In dieser Woche sind sie zusammengekommen, um eine Pflanzaktion im Nationalparkrevier Oderhaus zu unterstützen. Organisiert und betreut wurde die Pflanzung vom Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle - einer Umweltbildungseinrichtung, die zum Nationalpark Harz gehört.

Von Natur aus wären bis in diese Höhenlagen Laub- oder Laubmischwälder zu finden. Aus historischen Gründen der früheren Waldnutzung sind jedoch auch noch strukturarme Fichtenforste anzutreffen, daher wird im Nationalpark der Prozess hin zu einem höheren Laubbaumanteil durch Pflanzungen beschleunigt. Diese Buchen werden in Zukunft außerdem wertvolle Samenbäume ergeben, die eine natürliche Entwicklung weiter begünstigen.

Das Pflanzen ist eine ungewohnte Tätigkeit, die zum Arbeitsende am Nachmittag den einen oder anderen Freiwilligen seinen Rücken spüren lässt. Was bleibt, ist aber auch das gute Gefühl, etwas zur ökologischen Waldentwicklung beigetragen und der Natur unter die Arme gegriffen zu haben.
http://www.nationalpark-harz.de

Schokoladenfestival "chocolART" vom 28.10. - 01.11.2016
Vom 28. Oktober bis zum 01. November findet in Wernigerode wieder das größte deutsche Schokoladenfestival "chokolART" statt. Fünf Tage lang verzaubert ein verführerischer Schokoladenduft die "Bunte Stadt am Harz". Vor dem historischen Rathaus präsentieren Top-Chocolatiers ihre erlesenen Produkte, dazu reisen sie aus unterschiedlichen Ländern an. Interessant für Besucher sind die Kurse zur Herstellung feiner handgemachter Pralinen, der chocoMarkt in der historischen Altstadt oder auch die Kakao-Malerei. Restaurants und Cafés bieten natürlich zum Festival Schokoladen-Menüs an.
http://www.wernigerode-tourismus.de/veranstaltungen/hoehepunkte/schokoladenfestival.html

Holzkirche an der ehemaligen Lungenheilanstalt Albrechtshaus soll nach Stiege umgesetzt werden
Um die kleine im nordischen Stil erbaute Holzkirche am Albrechtshaus bemühen sich die 48 Mitglieder des Stieger Fördervereines. Das Gotteshaus soll ins Dorf, dort könnte sie mit ihrer nordischen Schönheit Besucher anlocken und den Tourismus fördern. Nach der Überlieferung hat ein skandinavischer Patient als Dank für die Heilung von der Tuberkulose das kleine Gotteshaus gestiftet. 1905 wurde die Kirche am Albrechtshaus feierlich geweiht. Sie ist ein Unikat, welches vom Zimmermeister Robert Witte aus Osterwieck erbaut wurde und fast im Original erhalten ist, nur die Holzschindeln auf dem Dach wurden durch Ziegel ersetzt. Alles andere ist aus Holz - die Wände, die Bänke, die Kanzel und der Altar mit den nordischen Ornamenten. Besonders schön die Drachenfiguren unterm Dach und die bunten Kirchenfenster. Der Verein hat noch einen weiten Weg vor sich, um das kleine Schmuckstück in den Ort zu holen, denn es wird ca. eine halbe Million Euro kosten, die Kirche umzusetzen. Wer sich beteiligen möchte oder sich weiter informieren, schaut auf die Homepage:
http://www.stabkirche-stiege.de

Artenreiches Grünland in Niedersachsen – Situation, Gefährdung, Schutz
Zu diesem Terminen laden der NABU und BUND Goslar zu einem Vortrag ein:

Donnerstag, 27. Oktober ab 19. 00 Uhr bis ca. 21:00 Uhr

Verbändebüro Petersilienstr. 23, Goslar

Goslar: Artenreiche Grünlandflächen haben eine herausragende Bedeutung für den Gewässer-, Boden- und Klimaschutz. Zudem sind sie Lebensraum für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Von den in Deutschland gefährdeten Arten der Farn- und Blütenpflanzen haben etwa 40 % ihren Verbreitungsschwerpunkt im Grünland. In den letzten Jahren ist es zu einem dramatischen Rückgang von artenreichen Grünlandflächen gekommen.

Neben dem Verlust von Grünlandflächen an sich ist zusätzlich von einer massiven Qualitätsverschlechterung der bestehenden Grünlandflächen hinsichtlich ihrer Biodiversität auszugehen. Der NABU hilft bei der Etablierung von artenreichem Grünland.

Das von der Niedersächsischen BINGO Umweltstiftung geförderte Projekt Kuckucks-Lichtnelke und Co. ermöglicht es NABU Gruppen, ihre bereits vorhandenen Grünlandflächen zu optimieren und neue artenreiche Grünlandflächen anzulegen. Zielarten des Projektes sind mittelhäufige Grünlandarten, die in den letzten Jahren einen Rückgang erfahren haben und von denen zu erwarten ist, dass sie ohne einen gezielten Schutz schon bald zu den gefährdeten Arten gehören werden. Die Unterstützung der Maßnahmen reicht von der Kartierung und Bewertung von Grünlandflächen bis zur Beratung bei der Auswahl geeigneter Spenderpopulationen für Neuansiedlungen. Das Projekt wird durch den Landesfachausschuss Botanik im NABU Niedersachsen durchgeführt.

Für Rückfragen:
Wolfgang Moldehn
NABU Kreisgruppe Goslar e. V.; Petersilienstr. 23, 38640 Goslar, w.moldehn@nabu-goslar.de

Tel.: 05326-93985, sowie
http://www.NABU-goslar.de

Spurensuche Harzregion e.V.: Statt Dr.-Otto-Fricke Platz Ehrung des „Gerechten unter den Völkern“ Walter Krämer, der in Goslar ermordet wurde
Goslar. Der Vorstand des Vereins Spurensuche Harzregion e. V. wendet sich gegen das Vorhaben, die Hildesheimer Straße im Bereich des Goslarer Bahnhofsvorplatzes in „Dr.-Otto-Fricke-Platz“ umzubenennen.

Eine solche Sitzungsvorlage mit der Nr. 2015/155-03 ist dem Bürgerinformationssystem ALLRIS der Stadt Goslar samt „Gutachten Otto Fricke“ des Historikers Dr. Peter Schyga zu entnehmen und liegt dem Goslarer Bauausschuss am 20.10.2016 zur Beschlussfassung vor. Sie soll offenbar bereits auf der konstituierenden Sitzung des gerade neu gewählten Rates der Stadt Goslar am 8.11.2016 beschlossen werden.

Nach Auffassung des Vereins Spurensuche Harzregion gibt es keinen Grund, Dr. Otto Fricke eine weitere Ehrung dieser Art zukommen zu lassen, wie Vorstandsmitglied Dr. Friedhart Knolle mitteilt. Dr. Otto Fricke ist bereits vielfach geehrt worden, u.a. als Ehrenbürger der Stadt Goslar, denn er hat zweifellos Verdienste, auch um den Wiederaufbau nach 1945.

1938/39 bis 1945 war Dr. Otto Fricke u.a. förderndes Mitglied der SS. Diese Facette mag seine Persönlichkeit nicht abschließend charakterisieren, doch muss man feststellen, dass er seine autoritär-volksgemeinschaftliche Einstellung nie wirklich hat ablegen können und die NS-Zeit für die starke Mehrung seines Vermögens und den Aufbau eines politisch-wirtschaftlichen Netzwerks genutzt hat, das ihm in der Nachkriegszeit hohen Einfluss verschaffte.

Es besteht für die politischen Gremien der Stadt nach Auffassung des Vereins keine Notwendigkeit, jetzt ohne intensive Diskussion der Inhalte des Gutachtens kurzfristig eine Entscheidung über die Umbenennung (Ursprungsantrag der CDU) quasi durchzupeitschen, zumal die neugewählten Ratsmitglieder sich mit dem Thema noch nicht befasst haben.

Ein Zeichen für die Stadt Goslar in Richtung von Demokratie und Weltoffenheit wäre vielmehr, unvoreingenommen zu prüfen, wie der am 6. November 1941 im Außenkommando Goslar des KZ Buchenwald ermordete Walter Krämer („Arzt von Buchenwald“) angemessen geehrt werden könnte. Walter Krämer steht auf der Liste der „Gerechten unter den Völkern“ der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem und befindet sich damit in einer ehrenvollen Reihe mit Oskar Schindler und anderen Persönlichkeiten. Das ist der in der Stadt Goslar wenig bekannt und Grund genug, diese nahe der Sandkuhle Försterberg bei Goslar-Hahndorf (heutiger Tennisplatz Hahndorf) ermordete Persönlichkeit endlich angemessen zu ehren. Am kommenden 6. November 2016 jährt sich der Tag der heimtückischen Ermordung von Walter Krämer „auf der Flucht“ zum 75. Mal, so Dr. Friedhart Knolle vom Verein Spurensuche Harzregion e.V. abschließend.
http://www.spurensuche-harzregion.de/

Petition "Nein zum Grauwacke Abbau zwischen Meisdorf, Ballenstedt und dem Selketal"
Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Dirk Reichel, ich komme aus Sachsen-Anhalt und wohne in Meisdorf in der Stadt Falkenstein Harz. Hier bei uns im Wald plant man, einen neuen großen Steinbruch zu eröffnen. Das Gebiet befindet sich zwischen Ballenstedt und Meisdorf. In unmittelbarer Nähe des geplanten Steinbruchs befindet sich eine Lungenklinik und das streng geschützte und für den Naturschutz wertvolle Selketal. Im Gebiet, wo der Steinbruch erschlossen werden soll, befinden sind zwei FFH-Schutzgebiete sowie angrenzend ein Europäisches Vogelschutzgebiet. Trotz dieser Lage verfolgt man diesen Plan.

Wir also die Bürger der umliegenden Orte haben uns jetzt dazu entschlossen, dagegen etwas zu unternehmen. Dazu haben wir eine Unterschriftensammlungen sowie eine open Petition ,,Nein zum Grauwacke Abbau zwischen Meisdorf, Ballenstedt und dem Selketal" gestartet. Durch diese Petition wollen wir erreichen, dass dieses Vorhaben noch einmal überprüft wird. Um unser Ziel aber zu erreichen, brauchen wir noch sehr viel Hilfe bzw. Unterschriften. Vielleicht können sie uns helfen: siehe Homepage!

Ich möchte mich in Namen der Bürger jetzt schon einmal bei ihnen bedanken.

Mit freundlichen Gruß

Dirk Reichel
Friedhofstraße 220
06463 Meisdorf
Tel. 0170 3400307
Schwarzepanther@t-online.de?
https://www.openpetition.de/petition/online/nein-zum-geplanten-grauwackeabbau-zwischen-meisdorf-ballenstedt-und-dem-selketal

Letzte Brockengartenführung des Jahres am 14.10.2016
Am Freitag, den 14.10.2016 findet um 14 Uhr die letzte Brockengartenführung in dieser Saison statt. Voraussetzung ist allerdings, dass der Garten nicht komplett vom Schnee bedeckt ist, was aber derzeit unwahrscheinlich ist.

Der 1890 gegründete Brockengarten ist Mitglied im Verband der Botanischen Gärten Deutschlands und der Arbeitsgruppe der arktisch-alpinen Gärten Europas, die in diesem Jahr in Pont-de-Nant in der Schweiz ihre 6. Konferenz durchführte. Es trafen sich Vertreter arktisch-alpiner Gärten aus Norwegen, Schottland, Italien, Frankreich, Estland, Georgien, der Schweiz und Deutschland, um über die Aufgaben der Gärten u.a. bei der Erfüllung von Naturschutzaufgaben zu diskutieren.

Von den fünf arktisch-alpinen Gärten in Deutschland waren der Schachengarten, der dem Botanischen Garten Nymphenburg in München angegliedert ist, und der Brockengarten, für den der Nationalpark Harz zuständig ist, vertreten.

Arktisch-alpine Gärten stehen für den Erhalt einer einzigartigen Hochgebirgsflora. Die meisten Gärten dieser Art wurden daher auch dort gegründet, wo die Flora des Gebietes besonders schützenswert ist. So ist es auch kein Wunder, dass Prof. Albert Peter 1890 den Brockengarten gründete, denn er wusste um die ökologischen Besonderheiten des höchsten Berges Norddeutschlands. Vorrangige Aufgabe des Gartens war damals wie auch heute der Erhalt der autochthonen Brockenflora. Neben praktischen Naturschutzaufgaben und der Forschung besitzen Hochgebirgspflanzengärten vielfältige Aufgaben. Hierzu zählt auch die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit.

2016 besuchten bisher insgesamt 5675 Gäste den Brockengarten. Darunter waren 4645 Besucher, die von den Mitarbeitern des Brockengartens betreut wurden, und 615 Garteninteressierte, die, meist an den Wochenenden, von den Rangern begleitet wurden. Weiterhin fanden 17 Sonderführungen mit 415 Personen statt.

Dass der Brockengarten auch für ausländische Gäste attraktiv ist, zeigte sich auch 2016. So besuchten uns Gäste u.a. aus Australien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Japan, Korea, Neuseeland, den Niederlanden, Polen, Russland und Schweden.

Auch in diesem Jahr beteiligte sich der Brockengarten, der unter Denkmalschutz steht, am Tag des offenen Denkmals mit einer Sonderführung. Weiterhin sind die Aussichten gestiegen, dass der Brockengarten 2017 Mitglied im Netzwerk „Gartenträume“ wird, so dass sich der Bekanntheitsgrad des Gartens kontinuierlich erhöht.

Festzustellen ist allerdings auch, dass es in den letzten Jahren immer schwieriger geworden ist, Hochgebirgspflanzen auch unter Brockenbedingungen zu kultivieren. So ist die Aussage, dass es auf dem Brocken nur alle vier Jahre einen Sommertag (Temperatur über 25 °C) gibt, in Zeiten des Klimawandels mindestens für die letzten Jahre zu relativieren. Auch längere Trockenphasen vor allem in der Hauptwachstumszeit sind festzustellen. Das Auftreten von extremen Wettersituationen, die sich in den Durchschnittswerten der Klimastationen nicht in jedem Fall wiederspiegeln, ist häufiger geworden. Und dies ist nicht nur auf dem Brocken so, wie die Kollegen aus anderen Gärten mitteilten.
http://www.nationalpark-harz.de

Buchneuerscheinung „Eroberer des Himmels: Lebensbilder – deutsche Luft- und Raumfahrtpioniere“
Gernrode. Wir jubeln Künstlern zu, Dichtern und Schriftstellern, mitunter auch religiösen Führern oder Politikern. Doch wer bejubelt schon Ingenieure und Erfinder? Bereits seit Beginn der Industriellen Revolution weisen Technikphilosophen auf die Bedeutung der Ingenieurskunst hin. Geändert hat sich bis heute nicht viel.
Bernd Sternal, selbst Ingenieur und zudem Flugzeugmechaniker, hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, sich mit dem Wirken und Schaffen von Luft- und Raumfahrtpionieren zu beschäftigen und von einigen dieser Persönlichkeiten Lebensbilder zu zeichnen. In diesem Band finden sich Darstellungen zu folgenden Eroberern des Luftraums:

- Friedrich Christiansen
- Hellmuth Hirth
- Max Valier
- Willy Messerschmitt
- Hans Ullrich Berkner
- Claudius Dornier
- Gerhard Fieseler
- Rudolf Nebel

Die Fülle des Materials ist so groß, dass es bald einen zweiten Band geben wird.

Das Buch hat 184 Seiten und ist illustriert mit 67 Zeitdokumenten sowie Schwarz/Weiß-Fotos. Gestaltet und herausgegeben hat das Buch mit strukturiertem Paperback-Einband der Verlag Sternal Media in Gernrode. Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Das Buch ist unter ISBN 978-3-7412-6393-4überall im Buchhandel zu erwerben oder zu bestellen und kann auch online unter http://www.buch.sternal-media.de bestellt werden. Es kostet 15,99 Euro, eine E-Book-Version, die demnächst im Handel erhältlich sein wird, kostet 6,99 Euro.

Herausgeber:
Bernd Sternal
Sternal Media & Verlag Sternal Media
Kirchweg 2
06485 Gernrode
www.sternal-media.de
http://WWW.buch.sternal-media.de

Öffentliche Vorstellung der neuen Geologisch-montanhistorischen Karte Harz
am 27. Oktober 2016, 18 Uhr

in der Remise, Marktstraße 1, Wernigerode
Tel. 03943 - 632630
http://www.nationalpark-harz.de

UNSER HARZ Oktober 2016: Das Jägerdenkmal in Goslar; Bergahorn – der Baum des Jahres 2009; Harzer Künstlerpostkarten, Teil 8 - Goslar; Nationalparkforum: 25 Jahre Brockenhaus – Grenzgeschichte und Nationalpark im Blick
Clausthal-Zellerfeld. Am 19. September 2016 wurde der 90. Geburtstag des Goslarer Jägerdenkmals gefeiert. Anlass für Dr. Donald Giesecke, sich Gedanken über die Bedeutung von Mahn- und Gedenkstätten im Allgemeinen und zum Goslarer Jägerdenkmal im Besonderen zu machen. Den deutlichsten Ausdruck findet der über die Jahrhunderte stattgefundene Sinneswandel bezüglich der Kriegerehrung in dem an der Kaiserpfalz aufgestellten Werk „Goslar Warrior“ des ersten Kaiserringträgers Henry Moore.

Gerade im Oktober ist das kräftig gefärbte Laub des Bergahorns bei uns vielerorts zu bewundern. Nicht nur über sein besonderes Holz, das in vielerlei Bereichen Verwendung findet, wird hier berichtet, auch auf botanische Besonderheiten wird hingewiesen und die besondere Geschichte dieses Baumes hier im Harz gestreift, wo er entlang der Anfahrtswege zu den meisten Gruben gepflanzt wurde.

Die vielen malerischen Motive, die die Stadt Goslar zu bieten hat, haben zahlreiche Künstler dazu angeregt, sie auf Postkarten zu verewigen. Glücklicherweise hat das Stadtarchiv diese zur Vervollständigung alter Stadtansichten gesammelt.

Im Nationalparkforum wird das Brockenhaus vorgestellt, frühere Abhörzentrale der Staatssicherheit der DDR, heute Nationalparkhaus, das in seinen Ausstellungen eine Fülle von Informationen über die Geschichte des Brockens vermittelt, seine berühmten Besucher, seine besondere Flora, die hier gut aufbereitet zu bestaunen ist, und natürlich seine besondere Funktion in der Zeit der deutsch-deutschen Teilung. Zukunftsgerichtete Fragen zu Natur und Umwelt werden ebenso an die Besucher herangetragen wie zur geologischen Entstehungsgeschichte des Harzes, zu der auch eine Fülle von Ausstellungsstücken präsentiert wird. Ein Café und ein gut sortierter Museumsshop runden das sehenswerte Angebot dieses Hauses ab.

Sonderausstellung: Ein neues Zeitalter der Musik - Vom Phonograph zum Radio in der Musikausstellung Kloster Michaelstein
Eine technische Errungenschaft führte im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in ein neues Zeitalter der Musik: die Erfindung der Tonaufzeichnung auf Walzen durch Thomas Alva Edison. Edisons Phonograph, Emil Berliners Grammophon sowie das Massenmedium Radio ließen den Musikkonsum, besonders von populären Musikformen, in bisher nicht gekanntem Ausmaß ansteigen.
Leihgaben aus verschiedenen Museen und Privatsammlungen zeigen die Entwicklung der Audiotechnik vom frühen Phonographen und Grammophonen über Drahtton- oder Schallbandgeräte bis zu Radios aus den 1920er bis 1950er Jahren. Historische Tondokumente mit der weltweit ersten Jazz-Aufzeichnung, dem legendären Operntenor Enrico Caruso oder Schlagern aus den 1920er Jahren mit dem Sound historischer Radios vermitteln einen Einblick in die Musikentwicklung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Sehen können Sie die Ausstellung zu unseren Öffnungszeiten im Rahmen des Museumbesuchs.
Musikausstellung Kloster Michaelstein, Michaelstein 3, 38889 Blankenburg (Harz)
Öffnungszeiten: April-Oktober: täglich 10:00-18:00 Uhr
November-März:
Dienstag-Freitag 14:00-17:00 Uhr
Sonnabend, Sonn- und Feiertag 10:00-17:00 Uhr
http://www2.kloster-michaelstein.de/

Heimat in der Fremde – Zwangsarbeiter, Vertriebene und Flüchtlinge in Deutschland nach 1945 8. Konferenz des Netzwerkes Topographie der Erinnerung in Südniedersachsen
Samstag, 1. Oktober 2016, ab 10 Uhr
Ort: Goslar, Jugendherberge, Rammelsberger Str. 25, 38644 Goslar
Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation in Europa und in Deutschland schauen wir zurück in die unmittelbaren Nachkriegsjahre. Europa und Deutschland waren durch den Krieg zerstört. Millionen Menschen befanden sich auf der Flucht, irrten als Verschleppte heimatlos herum, warteten als Kriegsgefangene auf ihre Entlassung. Im Mai 1945 lebten auf dem Gebiet des späteren Niedersachsen etwa 300.000 befreite Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen und Menschen, die aus den Konzentrationslagern befreit worden waren. Hinzu kamen mehr als 1,8 Mio. Flüchtlinge und Vertriebene, die einen Zuwachs der Wohnbevölkerung um beinahe 50% darstellten.

Im Vergleich zur aktuellen Situation heute stellte der damalige rasante Bevölkerungszuwachs ein substanzielles Problem dar. In der Nachkriegszeit fehlte es allen an Wohnung, Nahrung, Kleidung und Heizung. Die Bevölkerung musste zusammenrücken und mit den Schutzsuchenden teilen. An den Beispielen Goslar und Moringen zeigen wir, welche Anstrengungen Politik, Verwaltung und Bevölkerung unternahmen, Flüchtlinge und Vertriebene zu versorgen. Während die einen integriert wurden, warteten die anderen auf die Rückkehr in ihre Heimatländer oder die Emigration in ein sicheres Drittland. Dabei waren die Fremden Ressentiments und Vorurteilen sowie bürokratischen Hürden und manchen zwischenmenschlichen Schikanen ausgesetzt. Neben Anfeindungen und Ablehnung erlebten sie aber auch Menschlichkeit.

Verpflegungspauschale: 10 € für alle Mahlzeiten

Veranstaltet von der KZ-Gedenkstätte Moringen gemeinsam mit dem Verein Spurensuche Harzregion e.V.
http://www.spurensuche-harzregion.de/

18.9.2016: „Hier irrte Goethe!“ – Auf den geologischen Spuren des Dichters im Nationalpark Harz – Vortrag und Exkursion am Tag des Geotops im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Sankt Andreasberg. Goethe hatte immer recht? Beileibe nein! Auch der Altmeister irrte – zum Beispiel bei seiner Ansicht zur Granitentstehung. Wollen Sie wissen, warum?

Der Vortrag dazu findet am Sonntag, den 18. September um 10:00 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg statt. Dr. Friedhart Knolle, Geologe und Pressesprecher des Nationalparks Harz, führt zunächst in die Harzgeologie sowie den historischen Streit zwischen den „Plutonisten“ und den „Neptunisten“ ein und erläutert Goethes Standpunkt in dieser geologischen Fragestellung. Danach geht es gemeinsam an den historischen belegten Originalschauplatz, an dem sich Goethe mit diesem Thema im Harz befasste. Daher trägt dieser Platz mitten im Nationalpark Harz heute den Namen „Goetheplatz“.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, in der Nationalpark-Waldgaststätte Rehberger Grabenhaus einzukehren. Bitte festes Schuhwerk mitbringen!

Teilnahmegebühr: 6,- €/Person. Informationen unter Tel. 05582/9230-74.

Ort des Vortrags: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Dauer mit Exkursion: ca. 5 Std. (je nach Wetter)
http://www.nationalpark-harz.de

Sonderausstellung „Kalaallit Nunaat“
Zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung
„Kalaallit Nunaat“ – Landschaftsfotografien aus Grönland von Jutta Kalbitz
laden wir Sie herzlich nach Ilsenburg in das Nationalparkhaus Ilsetal ein.
Die Eröffnung findet am Donnerstag, 29.9.2016 um 17 Uhr statt.
Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 31.1.2017
Di - So von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen)
geöffnet und eintrittsfrei.
http://www.nationalpark-harz.de

UNSER HARZ September erschienen
Aus der Frühgeschichte der Radioaktivität – Forschungen im Harz und Umland; Forstliche Nachhaltigkeit – nicht im Harz erfunden, aber von Hans Dietrich von Zanthier gelehrt; Historische Gipsöfen am Nordharz; Serie Harzer Künstlerpostkarten, Teil 7, Brockenhexen; Nationalpark Harz von Anfang an dabei: 15 Jahre „Fahrtziel Natur“ – Klimaschutz durch Verkehrsverlagerung
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Harz. Vor 120 Jahren wurde die Radioaktivität entdeckt. Dass viele Erkenntnisse hierzu aus dem Umfeld der Wolfenbütteler Physiker Julius Elster und Hans Geitel gewonnen wurden, gründend auf Versuche in Bergwerksschächten und Höhlen der Harzregion, ist weitgehend in Vergessenheit geraten.

2017 kann der 300. Geburtstag des Forstmanns Hans Dietrich von Zanthier begangen werden – Zeit, einen Rückblick zu halten und Klarheit zu verschaffen über sein Wirken und seine zukunftsweisenden Gedanken. Er gründete die erste Forstschule im deutschsprachigen Raum, jedoch nicht weltweit, wie oft gesagt wird.

Über die Gipsbrennerei am Südharz gibt es bereits mehrere Veröffentlichungen. Doch auch, wenn dieses Gebiet zu den bedeutendsten Zechsteingipsvorkommen in Deutschland zählt, so wurde doch auch im Nordharz Gips gewonnen, wie die rudimentären Reste früherer Gipsöfen zeigen.

Das Geheimnisvolle des Brockens und sein Hexenmythos spiegeln sich auch in vielen Postkarten verschiedener Künstler wider. Auf einigen sind die früheren Wandfriese von Adolf Rettelbusch im Brockenhotel noch zu sehen.

Im Nationalparkforum wird das Projekt „Fahrziel Natur“ vorgestellt, ein Gemeinschaftsprojekt von National- und Naturparken sowie Biosphärenreservaten in Deutschland, der Schweiz und Österreich mit dem Ziel, Tourismus nachhaltiger zu gestalten und die Nahverkehrsmöglichkeiten zu verbessern.

Schierke - Ausverkauf der Natur im Harz Blamable Raumordnungsunterlagen der Stadt Wernigerode
Magdeburg - Wernigerode, 2016-09-07: „Die Stadt Wernigerode will für eine Skialpinum bei Schierke 20 Hektar Wald roden und wertvolle Moorflächen zerstören, hat aber nur unvollständige und z.T. blamable Unterlagen im derzeit laufenden Raumordnungsverfahren vorlegt.“. So fasst Oliver Wendenkampf, der Landesgeschäftsführer des BUND Sachsen-Anhalt, die Kritik seines Verbandes zusammen. „Wir hoffen, dass der morgen in Wernigerode-Schierke tagende Landes-Umweltausschuss dazu die Interessen der Umwelt und nicht nur die der Wirtschaft formuliert, zumal das Plangebiet mitten in einem FFH- und Vogelschutzgebiet liegt“, so Wendenkampf weiter.

Besonders erstaunlich ist, dass der Oberbürgermeister von Wernigerode, der diesen Ausverkauf der Natur plant, Vorsitzender des Bündnisses "Kommunen für biologische Vielfalt e.V." ist. Dieses Bündnis ist ein „Zusammenschluss von im Naturschutz engagierten Kommunen“ – so die Selbstbeschreibung im Internet. Wie kann es sein, dass eine solche Stadt 20 Hektar Wald und Moorgebiete in einem geschützten Gebiet des Naturparks Harz unmittelbar am Rande des Nationalparks Harz zerstören will und welches Signal setzt er damit für die anderen Kommunen, die sich ernsthaft für die Biologische Vielfalt einsetzen?

Die Kritik an den mangelhaften Unterlagen der Stadt Wernigerode im Raumordnungsverfahren "Natürlich Schierke – Wander- und Skigebiet Schierke" hat der BUND in Abstimmung mit anderen Naturschutzverbänden – in diesem länderübergreifenden Fall auch aus Niedersachsen – auf 6 Seiten zusammengefasst.
http://www.bund-sachsen-anhalt.de

Tag des offenen Denkmals am 11. September 2016
Wie in jedem Jahr im Herbst sind am Tag des offenen Denkmals zahlreiche kulturelle und geschichtliche Stätten und Denkmalen in Deutschland und damit auch im und um den Harz geöffnet. Diese Aktion wirbt bei den Bürgern für das Interesse an der Denkmalpflege sowie für die Erhaltung unseres kulturellen Erbes.
Hier nun einige offene Denkmale in und um Osterwieck:
Deersheim Edelhof mit ehemaligem Ochsenstall des Ritterguts, Edelhof 48
Hessen Schloss Hessen, Johann-Royer-Straße 1
Osterwieck Bunter Hof, Rössingstraße 5
Osterwieck Fachwerkwohnhaus, Schreiberhof 2
Osterwieck Heimatmuseum, Am Markt 1
Osterwieck Nikolaikirche, Nikolaistraße
Deersheim Edelhof mit ehemaligem Ochsenstall des Ritterguts, Edelhof 48
Hessen Schloss Hessen, Johann-Royer-Straße 1
Osterwieck Bunter Hof, Rössingstraße 5
Osterwieck Fachwerkwohnhaus, Schreiberhof 2
Osterwieck Heimatmuseum, Am Markt 1
Osterwieck Nikolaikirche, Nikolaistraße
http://www.tag-des-offenen-denkmals.de/

Neue “Wasserstation“ am Natur-Erlebniszentrum HohneHof im Nationalpark Harz
Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Unter dem Motto „Wasser ist Leben und Wasser lebt“ hat der Nationalpark Harz am Natur-Erlebniszentrum HohneHof einen kinder- und behindertengerechten Zugang zum Gewässer geschaffen. Hier können künftig junge Naturforscher und auch Behinderte die Lebewelt des Bachs erkunden. Dazu wurde der Zugang zum Gewässer neu gestaltet.

Die Idee dazu gab es schon lange, aber erst die Projektarbeit von Sarah Müller, die im Nationalpark Harz ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert, machte die Umsetzung möglich. Im Rahmen der meist einjährigen Tätigkeit im Nationalpark kann jede FÖJ-Kraft an eigenständigen Projekten arbeiten, die sie mit ihrer Einsatzstelle und dem Nationalpark abspricht. Das können Forschungsprojekte sein, aber wie in diesem Fall auch Ideen zur Verbesserung der Bildungsarbeit.

Unterstützung erhielt Sarah Müller von Natalie Kracht, der zweiten FÖJ-Kraft, der Chefin des Hohne-Hofs Irmtraud Theel und den Rangern des Natur-Erlebniszentrums. Die Bauausführung übernahmen die Mitarbeiter der Lebenshilfe Wernigerode gGmbH.

Mit der neuen „Wasserstation“ ist der Nationalpark Harz um einen Anziehungspunkt reicher. Alle Beteiligten hoffen, dass die „Wasserstation“ zukünftig von vielen jungen Forschern und auch Behinderten genutzt wird, um die interessante Wasserlebewelt des Baches zu erkunden.
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Spende für den Nationalpark Harz: Baltic Sea Circle: Ein Roadtrip um die Ostsee
Goslar. Die beiden Goslarer Patrik Werner und Mona Tiltsch starteten Mitte Juni 2016 zu den Mittsommernächten für eine zweiwöchige Fahrt, die Baltic Sea Rallye. Innerhalb der folgenden 16 Tage ging es ohne Navigation und GPS und auch ohne das Benutzen von Autobahnen durch 10 Länder rund um die Ostsee. Hintergrund der Rallye war neben dem unglaublichen Natur- und Kultur-Abenteuer, das über holprige Straßen, vorbei an weißen Stränden, einsamen Schären, rauen Kliffs und tiefen Fjorden ging, vor allem der soziale Zweck für vorbildliche Projekte.

Um an der Rallye teilzunehmen, musste jedes Team mindestens 750 Euro an Spendengeldern sammeln. Diese kommen verschiedenen Projekten zu Gute. Neben umweltverbessernden und sozialen Projekten der Hamburger Rallye-Organisatoren und Begründern des Superlative Adventure Clubs sollten die Gelder auch regionalen Organisationen und Vereinen zugehen.

Gesagt – getan, innerhalb der drei Monate vor dem Rallyestart am 18. Juni sammelte das Team knappe 7.000 EUR an Spendengeldern. Lokale und überregionale Sponsoren erhielten durch ihren Beitrag einen Logoplatz auf dem 27 Jahre alten Mercedes.

Die Spendengelder wurden bereits an die Wahl-Organisationen übergeben. Der Verein Leben mit Krebs in Goslar (www.leben-mit-krebs-goslar.de/durch-helfen-lebensmutstaerken.html) und die Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz (www.gfn-harz.de) erhielten jeweils 2.656 Euro. Eine weitere Spende ging an die Autonomen Jugendwerkstätten in Hamburg (www.ajw-hamburg.de). In den Projekten kommen die Spenden dann zu 100 % den zu fördernden sozialen bzw. ökologischen Aktivitäten zu Gute.
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Im Nationalpark werden wieder Bucheckern für die Waldumwandlung geerntet
Wernigerode. Der Frühling im Wald war in diesem Jahr von der intensiven Blüte vieler Baumarten geprägt. Nicht nur viele Autofahrer werden sich noch an den gelben Blütenstaub auf den Fensterscheiben erinnern, auch in vielen Haushalten fiel der Staub auf.

Nun neigt sich der Sommer dem Ende entgegen und unsere Waldbäume tragen Früchte im Überfluss. Das freut natürlich die „Waldumwandler“, denn wir hoffen auf gutes Ankommen der Naturverjüngung von Rotbuche, Bergahorn, Eberesche und Co. im Wald der Zukunft des Nationalparks Harz.

Leider gibt es in vielen Fichtenforsten im Bereich des Nationalparks Harz keine Altbuchen als Samenbäume. Deshalb werden auch in diesem Jahr Bucheckern im Nationalpark-Revier Scharfenstein in der Nähe von Ilsenburg geerntet. Dazu wurden unter den Buchen, die besonders viele Bucheckern tragen, Netze ausgelegt, um die herunterfallenden Früchte aufzufangen.

Dieses Saatgut geht zur Lohnanzucht in eine Baumschule. Damit können dann ab dem kommenden Jahr 500.000 – 600.000 kleine Buchen in den Fichtenbeständen der mittleren Lagen gepflanzt werden. Die Pflanzenzahl reicht etwa für 250 bis 300 ha Waldumwandlungsfläche. Damit werden Initiale für die Samenbäume der Zukunft gesetzt und wir kommen dem Ziel ein Stück näher, die Wälder des Nationalparks Harz, die jahrhundertelang durch den Menschen beeinflusst wurden, in Richtung mehr Naturnähe zu entwickeln.
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Braunschweigischer Geschichtsverein und Spurensuche Harzregion e.V.: Der Autor Markus Weber präsentiert ein zentrales Kapitel Bad Harzburger Geschichte – Jüdisches Leben zwischen Akzeptanz und Verfolgung. Buchvorstellung am Mittwoch, 24. August 17.00 Uhr im Plumbohms, Herzog-Wilhelm Straße 97, Bad Harzburg
Braunschweig - Wolfenbüttel - Bad Harzburg. Die Erforschung der engen Verbindung zwischen dem Aufstieg der Stadt Bad Harzburg als Kur- und Badeort seit der letzten Dekade des 19. Jahrhundert und dem jüdischen Leben in der Stadt bildet den hintergründigen Leitfaden in Markus Webers historischer Erzählung. Dass und wie diese Verbindung im Zuge der Ausgrenzungs-, Verfolgungs-, und Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten seit 1933 zerrissen wird, steht im Fokus der vorliegenden Untersuchung.



Antisemitische Anfeindungen und Diskriminierungen waren immer Bestandteil jüdischen Lebens. Diese wurden nicht widerspruchslos in Wort und Tat hingenommen, auch nicht von Teilen der städtischen Bevölkerung. Dies nicht nur, weil die jüdischen Gäste einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Stadt darstellten und man sie nicht vergraulen wollte, sondern auch, weil sich so etwas wie eine Assimilation von Lebensstilen entwickelte.



Bemerkenswert und äußerst fruchtbar ist die Herangehensweise des Autors an sein wahrlich nicht leicht zu bearbeitendes Thema, seine Methode. Markus Weber widmet sich akribisch und detailkonzentriert der Erforschung von Lebenslinien und Schicksalen jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die in der Stadt lebten, arbeiteten und Geschäfte machten, und derjenigen, die hierher zur Erholung, Genesung, Entspannung kamen. Er sucht mit der Lupe und präsentiert genaue Porträts und Biografien. Er widmet sich kleinteilig erscheinenden Feinheiten in Lebensläufen und Handlungen. Doch es gelingt ihm, diese Mosaiksteinchen, wie er sagt, zu einem Geschichtsbild zu komponieren, das die politische Entwicklung hin zum rassistischen Vernichtungsantisemitismus scharf konturiert.



Die hier abgedruckten Dokumente und Bilder geben Auskunft von einem jüdischen Leben in der Stadt, das nicht nur vergangen ist, sondern dessen Zeugnisse im Stadtbild weitestgehend verschwunden sind. Die Bildelemente bilden somit einen einzigartigen Fundus überlieferter jüdischer Vergangenheit. Das Buch stellt den Ort seiner Präsentation dar. Diese erforderte eine aufwändige Gestaltung des Bandes, deren erhebliche Kosten durch großzügige finanzielle Unterstützung von Stiftungen und Einzelpersonen und durch eine fruchtbare Herausgeberzusammenarbeit zwischen Spurensuche Harzregion e.V., dessen Mitglied Markus Weber ist, und dem Braunschweigischen Geschichtsverein aufgebracht werden konnten.



Markus Weber: „Das ist Deutschland und es gehört uns allen" Juden zwischen Akzeptanz und Verfolgung im Kurort Bad Harzburg, Quellen und Forschungen zur Braunschweigischen Landesgeschichte, Band 51, herausgegeben vom Braunschweigischen Geschichtsverein und als Band 6 der Spuren Harzer Zeitgeschichte herausgegeben von Spurensuche Harzregion e.V., Braunschweig 2016, appelhans Verlag, Braunschweig, 288 Seiten, Preis 19,80 €

Das FledermausReich lädt ein - Feiern Sie mit uns! Öffentliches Eröffnungsfest zur Batnight am 27. August 2016 im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg von 14.30 - 17.30 Uhr
Braunlage - Sankt Andreasberg. Zum öffentlichen Eröffnungsfest der neuen Dauerausstellung „FledermausReich“ lädt das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg am Samstag, 27.8. ab 14.30 Uhr ein. Es gibt ein buntes Programm für die ganze Familie: Erkundung der neuen Ausstellung, Bastelangebote, eine Tombola, Speisen und Getränke. Das Nationalparkhaus wird dabei in diesem Jahr tatkräftig unterstützt von der Interessengemeinschaft Fledermausschutz Südniedersachsen im NABU. Die Veranstaltung findet genau im passenden Rahmen statt, zum sogenannten „Batnight-Wochenende“. Ende August wird nun bereits seit 20 Jahren mit den Europäischen Fledermausnächten auf den Fledermausschutz international aufmerksam gemacht.

Das Nationalparkhaus-Team um Leiter Thomas Appel, Ausstellungsgestalter Jens Oehmigen und NABU-Projektleiterin Wiebke Warmbold freut sich darauf, die neue Ausstellung einem breiten Publikum vorzustellen und in diesem Rahmen allen beteiligten Ehrenamtlichen ihren besonderen Dank auszusprechen: „Ohne die große Unterstützung vieler ehrenamtlicher Fledermausschützer aus dem Harz und weit darüber hinaus wäre die Ausstellung nicht in dieser Form möglich geworden. Für die tolle Zusammenarbeit möchten wir uns ganz herzlich bedanken!“

Eingebettet in eine spannende Nachtinszenierung kann das FledermausReich mit einigen Highlights aufwarten: 3000 Jahre alte filigrane Fledermausknochen aus der Lichtensteinhöhle werden hier erstmals präsentiert. Kunstvoll gestaltete Dioramen mit wertvollen Originalpräparaten, eine gewitzte Hörgeschichte, Mitmach-Stationen für Jung und Alt und ein eigenes Fledermauskino: spannende, eigens produzierte Filmaufnahmen machen die Ausstellung besonders lebendig. Entstanden ist eine moderne und ökologisch durchdachte, interaktive Dauerausstellung für alle Generationen.

An diesem Nachmittag besteht auch die Möglichkeit, mit den anwesenden Fachleuten ins Gespräch zu kommen und sich in Fledermausfragen beraten zu lassen.

Mit dem „FledermausReich“ erweitert das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg seine Dauerausstellung um das Thema „Fledermäuse und Fledermausschutz im Harz“. Durch die Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung als Hauptmittelgeber sowie der Klosterkammer Hannover wurde die lange gewünschte Erweiterung der Dauerausstellung jetzt möglich. Ein ausgesprochener Dank gilt auch dem Vorsitzenden des Nationalpark-Beirats Werner Grübmeyer, dessen engagierte Unterstützung half, dieses Projekt zu ermöglichen. Das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg wird mit Zuwendungen von Landesmitteln über den Nationalpark Harz vom NABU-Landesverband Niedersachsen getragen. Der NABU Niedersachsen ist Partner bzw. Träger von vier Nationalparkhäusern an der Küste und im Harz.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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Buchneuerscheinung: Im Anflug auf Planquadrat Kaufmann – Anton/Berta/Caesar – Flugzeugabstürze des 2. Weltkrieges in der Harzregion
Gernrode. Im Zeitraum der alliierten Bombenangriffe von 1941 - 1945 war das Harzgebiet nur selten Angriffsziel. Jedoch lag dieses Gebiet häufig auf der Anflugstrecke der Bombergeschwader in das mitteldeutsche Industriegebiet. Dennoch blieben Wernigerode, Halberstadt, Oschersleben und insbesondere Nordhausen nicht verschont. Oftmals war die Harzregion zudem für die deutsche Luftwaffe Abfanggebiet für die alliierten Bomberverbände, was zu unzähligen Luftkämpfen führte. Wie viele Flugzeuge im Harzgebiet angestürzt sind, darüber lässt sich nur spekulieren. Von 244 Abstürzen, die in jahrzehntelanger Arbeit von Werner Hartmann aus Halberstadt recherchiert wurden, berichtet der Autor Bernd Sternal in diesem Buch. Doch es waren mit Sicherheit viel mehr Flugzeuge, wovon die meisten bis heute als verschollen gelten.

Das Buch hat 108 Seiten, ist illustriert mit einer farbigen Übersichtskarte der Flugzeugabstürze, drei weiteren Karten sowie mit 36 zeitgenössischen Abbildungen. Gestaltet und herausgegeben hat dies Buch, mit farbig-strukturiertem Paperback-Einband, der Verlag Sternal Media in Gernrode. Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Das Buch ist unter ISBN 978-3-7412-6650-8 überall im Buchhandel zu erwerben oder zu bestellen und kann auch online unter http://www.buch.sternal-media.de bestellt werden. Es kostet 14,99 Euro, eine E-Book Version, die demnächst im Handel erhältlich sein wird, kostet 5,99 Euro.

19.8.2016: Was Sie schon immer über den Nationalpark Harz und seine Ranger wissen wollten…
19. August - Freitag, 18.00 Uhr
Braunlage-Königskrug, Kamphütte

Laben, Lauschen, Lagerfeuer – Geschichten und Wahres über Jagd, Wild und Borkenkäfer (ca. 3 Stunden)

Bitte Mückenschutz mitbringen, Unkostenbeitrag für Verzehr 5 € pro Person, Getränke nicht incl., Anmeldung erforderlich unter 05320 269, dort auch genaue Wegebeschreibung zur Kamphütte.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung und Teilnahme!
http://www.nationalpark-harz.de

UNSER HARZ August 2016: Geschichte des Klosters Ballenstedt – Begräbnisstätte der frühen Askanier; Ein Wanderweg und die Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt für Werner Grübmeyer; Auf der Spur des Verbrechens; Die Kamelfichte am Achtermann; Die Kirchenbrücke in Oker; Der Fledermausbestand des Zoologischen Museums der Universität in Göttingen (ZMUG); Serie Harzer Künstlerpostkarten – Teil 6: Der Brocken und seine Wetterlage; Nationalparkforum: Nationalpark Harz arbeitet mit tunesischem Wald-Nationalpark zusammen
Clausthal-Zellerfeld. Ballenstedt, „die Wiege Anhalts“, wird urkundlich erstmals 1036 erwähnt, im Zusammenhang mit Graf Esiko, verwandt mit den Saliern. Wohl 1043 gründete Esiko auf dem Schlossberg in Ballenstedt ein Kloster. In unserem ersten Artikel bringt Autor Horst Lange Klarheit in die vielen Rätsel um dieses Kloster, das im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde.

Werner Grübmeyer, dem langjährigen Vorsitzenden des Nationalpark-Beirats, wurden anlässlich seines 90. Geburtstages und der letzten von ihm vorbereiteten Beiratssitzung diverse Ehrungen zuteil, um sein engagiertes Wirken für den länderübergreifenden Nationalpark Harz zu würdigen. Dr. Friedhart Knolle stellt hier das vielfältige Wirken Werner Grübmeyers, der über 37 Jahre lang Bürgermeister in Sankt Andreasberg war, für die Belange des Harzes vor.

Ein Spaziergang der besonderen Art hat Christian Dolle an verschiedene Harzorte geführt: Er begleitete Krimiautor Roland Lange an die Schauplätze seines neuen Buchs „Stöberhai“.

Am 3. Juli wurde in Braunlage der Nachbau der Kamelfichte übergeben, der nun wahrscheinlich im Kurpark seinen Platz finden wird. Seine Kindheit in Braunlage und die Kamelfichte auf dem Achtermann haben Helmut Fricke auf besondere Weise in sein Leben begleitet, weshalb er die Kamelfichte rekonstruieren ließ.

Wie wird das Schicksal der alten Kirchenbrücke in Oker aussehen? Wäre sie es nicht wert, unter Denkmalschutz zu stehen mit ihrer heute selten gewordenen Konstruktion aus „Puddelstahl“? Fragen, die Heinz Severitt zur Situation in Oker stellt.

Der Fledermausexperte Wolfgang Rackow beschreibt, was es im Fledermausbestand des Zoologischen Museums der Universität Göttingen zu sehen gibt.

Die Serie über Harzer Künstlerpostkarten widmet sich diesmal dem Brocken, der auch viele Künstler, allen voran Adolf Rettelbusch, aber auch Ulrich Bornemann, inspirierte.

Das Nationalparkforum berichtet über die deutsch-tunesische Zusammenarbeit im Hinblick auf die Realisierung verschiedener Projekte mit gegenseitigem Erfahrungsaustausch.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage.

Ausstellungseröffnung mit den besten Fotos des Fotowettbewerbs HarzNATUR 2015 im Haus der Natur Bad Harzburg – Vorstellung des Nationalpark-Kalenders 2017 zugunsten des Harzer Luchsprojekts
Auch für das Jahr 2017 hat der Nationalpark Harz einen Fotokalender mit Motiven aus dem Nationalpark herausgegeben. Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, und Roger Mellinghausen, Gesellschafter der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH und Leiter Finanzen, präsentieren ihn gemeinsam
am 22.8.2016 um 17 Uhr im Haus der Natur Bad Harzburg.

Gleichzeitig eröffnet das Haus der Natur, ein Kooperationsprojekt der Niedersächsischen Landesforsten und des Nationalparks Harz, eine Ausstellung mit den besten Fotos des Fotowettbewerbs HarzNATUR 2015. Darunter sind auch die drei Gewinner-Bilder „Sommergewitter über dem Hochmoor des Bruchbergs“ von Joachim Gleichmann aus Clausthal-Zellerfeld, „Wildschweinrotte beim Prüfen des Windes“ von Stefan Völkel aus Bad Berleburg und „Herbstlorchel“ von Marko König aus Bad Hersfeld. Und auch einige der Kalenderfotos werden die Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung finden. Zu sehen sind die Fotos bis zum 28.11.2016.

Zur Ausstellungseröffnung mit gleichzeitiger Kalenderpräsentation sind Sie herzlich eingeladen.

Für den Kalender im Format 48 x 35 cm wurden Bilder aus den Fotowettbewerben HarzNATUR der Jahre 2011 - 2015 ausgewählt. Er erscheint in einer limitierten Auflage von 1.200 Exemplaren und wird von der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. zur Verfügung gestellt. Zum Preis von 14,95 € ist er in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen der Region erhältlich. Der Erlös des Kalenders kommt zu 100 % dem Harzer Luchsprojekt zugute (www.luchsprojekt-harz.de). Bestellt werden kann er auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.

In Ausstellung und Kalender können sich Fotografinnen und Fotografen schon jetzt Anregungen für ihre nächsten Fotomotive holen, denn der Fotowettbewerb HarzNATUR 2017 startet bereits im Oktober 2016. Wiederum hat Hannes Jaenicke, Schauspieler und engagierter Umweltschützer, die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen.
http://www.nationalpark-harz.de

TheaterNatur 2016 vom 05.08. - 14.08.2016 in Benneckenstein
Das TheaterNatur- Festival steht für 10 Tage kreativen Überfluss an einem besonderen Ort - der Waldbühne
Benneckenstein im Dreiländereck zwischen Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen. Mitten im üppigen grünen Harzwald bietet das TheaterNatur2016 einen Genre-Mix aus Schauspiel, Tanz und Musik auf internationalem Niveau sowie interessante Workshops., ein buntes Kinderprogramm und künstlerische Performance.
Unsere Gäste erwartet eine faszinierende Symphonie aus nahezu allen Gattungen der darstellenden Künste. Hier wird sich inhaltlich sowohl mit dem Harz und seinen Menschen als auch mit der reichen Kultur und spannenden Geschichte der Region theatral auseinandergesetzt.

Erleben 'Sie mit uns einen einzigartigen Theatersommer #ImDickichtDesWaldes - wir freuen uns auf Ihren Besuch!
http://www.theaternatur.de

Terra Preta: Moorschutz im eigenen Garten
BUND und Nabu laden zu einem Infoabend in Goslar über naturnahes
Gärtnern ein
Die Senkung des Torfverbrauchs und damit die Suche nach geeigneten Alternativen für
den Gartenbau liegt im Interesse der Natur- und Umweltverbände BUND und Nabu. Aus
diesem Grund lädt der BUND gemeinsam mit dem NABU Goslar am 4. August 2016 zu
einem Informationsabend über den Torfersatzstoff Terra Preta (portugiesisch für Schwarze
Erde) ein. „Die Forderung der Umweltverbände, dass Torf in die Moore und nicht in private
Haushalte gehört, erhält in der Öffentlichkeit immer mehr Aufmerksamkeit. Wir sehen im
Einsatz von Terra Preta eine Chance, im Hobbybereich auf Torf im Garten und auf dem
Balkon zu verzichten‘‘, sagt Dr. Mona Gharib, Leiterin des Terra Preta-Projektes im BUND
Niedersachsen.
Zwei Referenten des BUND Niedersachsen informieren auf der Veranstaltung über den
Moor- und Klimaschutz und die Anwendung von Terra Preta: Professor Dr. Harm Glashoff
erläutert die Entstehung und Bedeutung von Mooren und nennt konkrete Beispiele,
welche Maßnahmen im Garten dem Klima zugutekommen. Die eigene Herstellung von
Terra Preta als Torfersatzstoff erläutert Dr. Mona Gharib. Sie kann mit wenig Mühe selbst
hergestellt werden. Welche Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung von Terra Preta zu
berücksichtigen sind und in welchen Mengen ihr Einsatz sinnvoll ist, stellt die Chemikerin
in ihrem Vortrag vor.
Die Informationsveranstaltung findet im Rahmen des von der Niedersächsischen Bingo-
Umweltstiftung geförderten Projekts „Terra Preta in Niedersachsen‘‘ statt. Treffpunkt ist
das Verbändebüro NABU/BUND Goslar. Ergänzend dazu wird es am 25. August 2016
einen Workshop zur Herstellung von Terra Preta in Goslar geben.
Terra Preta: Moorschutz im eigenen Garten
Donnerstag, 4. August 2016
19 - 20 Uhr
Verbändebüro NABU/BUND
Petersilienstraße 23, 38640 Goslar
Die Veranstaltung ist kostenlos.
Für Informationen zur Veranstaltung: Lara Schmidt, Tel. (0511) 96569-76.
Weitere Informationen finden Sie im Netz unter >>>
http://www.bund-niedersachsen.de/terrapreta

„Keiner kommt durch“ – Jugendintegration bei Harzfahrt mit internationalen Teilnehmern aus fünf Ländern
Goslar – Spreewald. Jüngst reisten 16 Jugendliche aus dem Landkreis Dahme-Spreewald unter Leitung von Dietmar Schultke in den Harz – die Unterbringung erfolgte in der Jugendherberge Goslar. Während der fünftägigen Tour ging es insbesondere um das interkulturelle Miteinander: Deutsche Jugendliche und Jugendliche aus Syrien, Afghanistan, Tschetschenien sowie dem Tschad lernten einander bei offenen Angeboten kennen. Auf dem Programm standen Wandern, Fußball, Volleyball und Tischtennis, aber auch die regionale Kultur und Geschichte wurde erkundet. Dunkel ging es zuweilen bei der Besichtigung der Rübeländer Tropfsteinhöhlen zu, die bei den schwülwarmen Temperaturen eine schöne Abkühlung boten. Höhepunkt der Fahrt war im geografischen wie im sportlichen Sinne die Besteigung des höchsten Berges in Norddeutschland, des 1141 Meter hohen Brockens im Nationalpark Harz. Alle Teilnehmer bestanden den Aufstieg mit Bravour. Der Brocken befand sich zu DDR-Zeiten unmittelbar an der einstigen innerdeutschen Grenze und teilweise konnten die Jugendlichen den gut erhaltenen Kolonnenweg entlangwandern. Dieser Weg befand sich einst am ersten Zaun des Eisernen Vorhangs. Dabei entwickelten sich auch Gespräche über Flucht und Verfolgung. So berichtete die 14-jährige Afghanin Soraya aus dem Flüchtlingsheim Zützen: „Wir mussten in Griechenland über 60 Kilometer laufen.“

Wer wollte, konnte am Abend den Vortrag über die Geschichte der innerdeutschen Grenze des Zeitzeugens und Autors Dietmar Schultke besuchen, der das bekannte Buch „Keiner kommt durch“ verfasst hat. Er berichtete unter anderem, dass bis zum Berliner Mauerbau 2,7 Millionen DDR-Bürger nach Westdeutschland geflüchtet waren. Die aus Tschetschenien stammende 14-jährige Zareta, die ebenfalls im Heim Zützen wohnt, meinte nach dem Vortrag: „Das ist ja furchtbar, dass an der Grenze auf Flüchtlinge geschossen wurde.“ Und der aus Groß Wasserburg stammende 15-jährige Henry zeigte sich froh: „Der Vortrag hat mir so gut gefallen, da habe ich mir gleich ein Buch gekauft und signieren lassen.“

Der Vortrag in der Jugendherberge Goslar stand allen Bürgern offen und wurde entsprechend vom Verein Spurensuche Harzregion e.V. beworben, so dass insgesamt über 60 Teilnehmer die Veranstaltung besuchten und anschließend teilweise rege diskutierten.

Die Integrationsfahrt wurde vom DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald in Kooperation mit dem Nationalpark Harz und Spurensuche Harzregion e.V. durchgeführt.

Interessierten Lehrern steht der Autor Dietmar Schultke gern für Vorträge zur Geschichte der deutschen Teilung zur Verfügung. Er bietet diese kostenfrei an. Kontakt: www.dietmar-schultke.com
http://www.spurensuche-harzregion.de/

15 Jahre „Fahrtziel Natur“ – Klimaschutz durch Verkehrsverlagerung – Nationalpark Harz von Anfang an dabei
Wernigerode - Braunlage. „Fahrtziel Natur“ ist ein Gemeinschaftsprojekt, das sich für Klimaschutz durch Verkehrsverlagerung engagiert. Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate in Deutschland, der Schweiz und Österreich sind mit attraktiven Angeboten zur Mobilität vor Ort dabei. Es wurde vor 15 Jahren gegründet – dieser Anlass wurde jüngst im berühmten „Kaiserbahnhof“ in Potsdam gebührend gefeiert.

Wie ging es los? Am 25. April 2001 hatten sich die großen Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und die Deutsche Bahn (DB) zur Kooperation Fahrtziel Natur zusammengeschlossen. Starthilfe gab damals auch noch der WWF. Zum Start einte alle Träger das Ziel, Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate in Deutschland als attraktive Reiseziele bekannt zu machen. Weiterhin wollten sie dazu beitragen, das Naturerbe und die Biodiversität in Deutschland durch die aktive Förderung des nachhaltigen Tourismus langfristig zu sichern.

Die ersten Beteiligten waren die Nationalparke im Wattenmeer, Harz und Jasmund, die Biosphärenreservate Südost-Rügen und Schorfheide-Chorin sowie der Naturpark Uckermärkische Seen. Fast jährlich kamen dann weitere Schutzgebiete hinzu: Heute können 28 Naturparadiese in Deutschland, der Schweiz (seit 2007) und Österreich (seit 2011) in 22 Fahrtziel Natur-Gebieten erkundet werden. Damit die sensiblen Naturlandschaften umweltschonend entdeckt werden können, informiert Fahrtziel Natur über die Reisemöglichkeiten mit der Deutschen Bahn sowie über Mobilitätsangebote vor Ort und bietet somit eine nachhaltige Reisekette von Tür zu Tür.

Öffentlichkeitsarbeit, Projektförderung und Umweltbildung

In den ersten Jahren lag das Hauptaugenmerk der Partner neben der Ausweitung der kooperierenden Gebiete auf der Öffentlichkeitsarbeit. Plakate, Broschüren sowie der Internetauftritt www.fahrtziel-natur.de bilden die Basis. Hinzu kamen Pressereisen in die Schutzgebiete sowie Auftritte auf Messen und Veranstaltungen. Über Newsletter, Medienkooperationen oder Hörfunkbeiträge wird die Kooperation einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Auch die inhaltliche Arbeit zu den Themen Mobilität, Tourismus und Naturschutz war allen Partnern von Beginn an wichtig. Von 2002 bis 2008 förderte Fahrtziel Natur 27 ausgewählte Projekte in den Schutzgebieten, um nachhaltige Mobilität vor Ort zu unterstützen. Auch mit Fachveranstaltungen zu „Aktivurlaub in Großschutzgebieten“ oder „Naturtourismus im Wandel“ setzt Fahrtziel Natur wichtige Akzente.

2007 kam mit dem Schweizer Nationalpark ein erster internationaler Partner hinzu. Die inhaltliche Ausrichtung von Fahrtziel Natur wird 2008 neu definiert: qualitative statt quantitative Weiterentwicklung und das Engagement der Schutzgebiete deutlich verstärken – so lautete die Marschroute für die folgenden Jahre.

Der Fahrtziel Natur-Award

2008 wurde der „Fahrtziel Natur-Award“ ins Leben in gerufen – ein Preis, um Projekte auszuzeichnen, die touristische Angebote und nachhaltige Mobilitätslösungen auf eine besonders kundenfreundliche Weise miteinander verbinden. Im September 2009 wurde der Fahrtziel Natur-Award erstmals auf der Messe „TourNatur“ in Düsseldorf verliehen. Mit dem Gewinn – einem von Umweltverbänden und Deutscher Bahn zur Verfügung gestellten Kommunikationspaket im Wert von 25.000 Euro – wird das Siegerprojekt beworben. Große Resonanz fanden die jeweiligen Gewinnerprojekte: 2009 zuerst das Bayerwaldticket mit den Igelbussen, 2010 die Bad Hindelang PLUS/Allgäu Walser Card, 2012 der Urlauberbus am Wattenmeer, 2014 die KONUS-Gästekarte im Schwarzwald und 2016 das Gästeservice Umwelt-Ticket GUTi des Bayerischen Walds. Auch der Nationalpark Harz wurde gemeinsam mit der Harz AG 2012 im Rahmen des Awards ausgezeichnet – für das Harzer Urlaubs-Ticket (HATIX), das seit 2010 allen Übernachtungsgästen im Landkreis Harz die kostenlose Nutzung des ÖPNV ermöglicht.

Das Konzept von Fahrtziel Natur wird beständig weiterentwickelt: Ende 2009 bot Ameropa als erster Reiseveranstalter im deutschen Tourismus die Bahnreisen für Fahrtziel Natur-Angebote ohne Mehrkosten für den Kunden mit 100 % Ökostrom an. 2010 wurde von Outdooractive für Fahrtziel Natur das erste Wanderportal entwickelt, in dem alle Ausgangspunkte der Wanderungen mit den aktuellen Fahrplandaten der DB-Reiseauskunft verbunden sind. Zudem wurde der gesamte Internetauftritt www.fahrtziel-natur.de überarbeitet.

Fahrtziel Natur-Gebiete – Innovationsführer im nachhaltigen Tourismus

Nicht nur kontinuierlich verbesserte Mobilitätsangebote zeichnen viele Fahrtziel Natur-Gebiete aus; sie entwickeln sich sukzessive zu Innovationsführern im nachhaltigen Tourismus. Fahrtziel Natur berät die Akteure in den bestehenden Fahrtziel Natur-Gebieten und erhöht gleichzeitig die Bedingungen für die Neuaufnahme in die Kooperation. Wissenstransfer über das Netzwerk hinaus war Ziel des 2013 veranstalteten Fachkongresses „Nachhaltige Mobilität im Tourismus“ in Bad Wildbad mit über 120 Experten aus Tourismus, Verkehr und Umwelt aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Mittelpunkt stand der Erfahrungsaustausch zu den Mobilitätskonzepten der einzelnen Gebiete. Bereits 2014 war die Zahl der Gebiete mit Angeboten zur kostenlosen Mobilität auf Gästekarte so hoch, dass eine übergreifende Kommunikation startete.

Fahrtziel Natur nutzt alle Möglichkeiten, um diese attraktiven Angebote bei Urlaubsgästen bekannt zu machen. Im selben Jahr wird Fahrtziel Natur mit dem Mobilitätspreis des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) als Internationales Best Practice-Projekt ausgezeichnet. Damit wurde der engagierte Einsatz aller Partner für eine Mobilitätswende im Tourismus- und Freizeitverkehr gewürdigt. Weitere Anerkennung erfuhr die Kooperation 2013 und 2015 durch die Auszeichnung als „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“.

2016 wurde die Marke Fahrtziel Natur in die Schweiz übertragen. Fahrtziel Natur in Graubünden setzt sich, wie das deutsche Vorbild, für nachhaltigen Naturtourismus und umweltfreundliche Mobilität in sensiblen Naturräumen ein. Dort engagieren sich das Netzwerk Schweizer Pärke, der Verkehrsclub der Schweiz, der Bündner Vogelschutz, die Rhätische Bahn und PostAuto Graubünden. Gemeinsames Ziel ist es, den Besucherverkehr in den Bündner Pärken noch stärker auf die öffentlichen Mobilitätsangebote zu verlagern.

Weiterführende Informationen zu Fahrtziel Natur gibt es im Internet unter www.fahrtziel-natur.de. Eine Broschüre, in der alle 22 Fahrtziel Natur-Gebiete vorgestellt werden, ist in DB-Reisezentren erhältlich.
http://www.nationalpark-harz.de

Renaissance in Holz – Das Brusttuch in Goslar
Goslar. Wer kennt nicht die "Butterhanne" am Brusttuch in Goslar - fast ist sie schon eines der inoffiziellen Wahrzeichen der alten Kaiserstadt geworden.... Und in der Tat ist das „Brusttuch“ eines der interessantesten Häuser in der Altstadt von Goslar. Der wohlhabende Patrizier Magister Johannes Thiling ließ es 1526 errichten. Seine Bildung, seine Geisteshaltung und seinen Reichtum präsentierte er im sowohl derb gewitzten als auch hoch gelehrten Bildprogramm seines Hauses. Darunter auch die "Butterhanne", die dem Teufel ihr Hinterteil beim Buttermachen präsentiert. Das außergewöhnlich aufwändig beschnitzte Fachwerk über dem steinernen Erdgeschoss ist ein einzigartiges Dokument vom Übergang des Mittelalters in die Neuzeit. Vergleiche lassen sich zum Huneborstelschen Haus in Braunschweig und zu anderen Fachwerkgebäuden in Norddeutschland herstellen. Die Schnitzereien des Brusttuches, aber auch tragende Teile seiner Konstruktion wurden seit 2009 mit Hilfe des Bundesförderprogramms für Welterbestätten saniert.



Die Sanierung war Anlass, die Geschichte des Hauses und seines Erbauers, die Arbeiten zur Restaurierung der Fassaden und das Bildprogramm einem größeren Kreis Interessierter zugänglich zu machen. Der Geschichtsverein Goslar e. V. hatte für das von ihm jüngst herausgegebene Buch „Renaissance in Holz – Das Brusttuch in Goslar“ als Autoren die am Haus tätigen Ingenieure, Restauratoren und Denkmalpfleger gewonnen, die ihre Sanierung der baukonstruktiven Bauteile wie der Renaissanceschnitzereien anschaulich in zahlreichen farbigen Fotografien und Zeichnungen darstellen.



Daneben befassen sich weitere Beiträge damit, wie sich das Gedankengut der Renaissance in den Schnitzereien von Fachwerkhäusern in Norddeutschland niederschlug, mit der Baugeschichte des Brusttuches und der Biografie seines Bauherren Johannes Thiling. Aufschlussreich sind die Beiträge zur Interpretation des Figurenschmucks an Knaggen und Erker und zum astrologisch-alchemistischen Bildprogramm. Auch diese kunstgeschichtlichen Beiträge sind reich bebildert. Mit dem Buch und seiner grafisch ansprechenden Ausstattung gewinnt der Leser einen Einblick in die Vorstellungswelt Magister Thilings und seiner Zeit, aber auch in den Aufwand, ein solches Bauwerk der Nachwelt zu erhalten. Piktogramme ermöglichen, die Schnitzereien vor Ort wiederzufinden.

Verlag für Regionalgeschichte, 21 x 26 cm, 224 Seiten, 24 €, ISBN 978-3-7395-1055-2
http://www.geschichtsvereingoslar.de

„Keiner kommt durch“ – Dietmar Schultke liest in Goslar aus seinem Buch. Erlebnisse eines DDR-Grenzsoldaten auf dem Brocken – Beamerpräsentation mit zahlreichen historischen Fotos am 21.7.2016 um 20 Uhr in der Jugendherberge Goslar
Goslar. „Keiner kommt durch – Die Geschichte der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer“ erschien bereits in der 4. Auflage beim Aufbau-Verlag Berlin. In dem spannend zu lesenden Buch berichtet der Autor Dietmar Schultke u.a. über seinen Einsatz als Hundeführer in den Jahren 1987/88 am Brocken im heutigen Nationalpark Harz. In seinem mit Fotos illustrierten Vortrag am

21. Juli 2016 um 20 Uhr in der Jugendherberge Goslar, Rammelsberger Str. 25, 38644 Goslar

schildert er seine persönlichen Erlebnisse als Grenzer. Dazu dürfen wir Sie herzlich einladen. Der Eintritt ist frei.

Dietmar Schultke ist Autor und DDR-Zeitzeuge zur Geschichte der Deutschen Teilung mit Schwerpunkt Harz. Als 19-jähriger erhielt Schultke den Einberufungsbefehl an den Eisernen Vorhang, doch sein sehnlichster Wunsch war die Überwindung der einst sichersten Grenze der Welt. Bereits seit seinem zehnten Lebensjahr unterhielt Schultke eine Brieffreundschaft mit der in New York lebenden Elisabeth Rosner. Sie lud ihn in den Sommerferien in die USA ein, doch laut DDR-Reisegesetz war das verboten. Erst mit Erlangung des Rentenalters hätte Schultke reisen dürfen.

In seinem Vortrag erzählt Schultke von seinen Erlebnissen als Grundwehrdienst-Soldat am Brocken. Er berichtet auch vom engen Kontakt zu seiner Grenzerhündin Nena vom Brockenblick und dem harten Alltag innerhalb des Grenzregimes – jeder zehnte Grenzer war ein IM. Ganz nach oben auf die Brockenkuppe durfte er nicht, davor stand die Brockenmauer, hinter der Mauer waren Rote Armee und die Stasi.

Niemandem konnte Schultke von seiner Freundin in New York erzählen. Sollte er in seiner Grenzerzeit eine Fluchtchance erhalten? Antwort darauf gibt sein Vortrag, der mit vielen historischen Lichtbildern aus der Zeit der deutschen Teilung einen spannenden Abend verspricht.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Verein Spurensuche Harzregion e.V., www.spurensuche-harzregion.de

Weitere Informationen zum Autor:
http://dietmar-schultke.com

15. Juli 2016, Freitag, 19.00 Uhr: Was Sie schon immer über den Nationalpark Harz wissen wollten...
Braunlage-Königskrug, Kamphütte: Lagerfeuerromantik im Nationalpark Harz (ca. 3 Stunden).

Wissenswertes über den Nationalpark Harz - Gespräche am Lagerfeuer.

Bitte Mückenschutz mitbringen, Unkostenbeitrag für Getränke.

Anmeldung erforderlich unter 05320 269.

Wir freuen uns über Ihren Besuch!
http://www.nationalpark-harz.de

Ferienprogramm am HohneHof des Nationalparks Harz
Wernigerode. Auch das Natur-Erlebniszentrum HohneHof bietet großen und kleinen Gästen ein abwechslungsreiches Ferienprogramm.

So wird am Montag, dem 11. Juli 2016 ab 11.00 Uhr unter der dem Motto „Vom Korn zum Brot“ zu einer Mitmachbäckerei am großen Backofen direkt am HohneHof eingeladen. Vom Mahlen, Kneten bis zum Backen dreht sich alles um die Herstellung von selbstgefertigten Leckereien, die eventuell mit frischen Wiesenkräutern eine ganz besondere Note erhalten.

Jeden Dienstag geht es ab 10.30 Uhr auf Entdeckungstour auf den Löwenzahnpfad. Treffpunkt ist auf dem Parkplatz in Drei Annen Hohne.

Am Mittwoch, den 13.07.2016 ist ab 11.00 Uhr „Kräutertag“ angesagt. Vom Kennenlernen, Riechen, Verarbeiten bis zum Probieren dreht sich alles um Kräuter von der Wiese und vom Kräuterbeet.

Auch ohne Veranstaltungstermine sind die Mitarbeiter vom HohneHof auf Feriengäste eingestellt und freuen sich auf zahlreiche Besucher.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.nationalpark-harz.de, teilt Irmtraud Theel vom Natur-Erlebniszentrum HohneHof mit.
http://www.nationalpark-harz.de

Vögel/ Natur

„Schwalben willkommen“ ernst genommen! NABU zeichnet Schwalbenfreunde aus und ruft weiter zur Meldung der gefiederten Untermieter auf

Goslar – Die Schwalben sind wieder in ihre Brutgebiete vor unserer Haustür zurückgekehrt.
„Ihr fröhliches Gezwitscher lässt gute Laune aufkommen – sie sind die Vorboten des Sommers!
Wenn sie hoch in das Himmelblau steigen, können wir uns auf gutes Wetter freuen“, erklärte der
Altenauer Daniel Dürholt vom NABU Goslar und rief dazu auf, den Mehl- und Rauchschwalben,
sowie den Mauerseglern tatkräftig ‚unter die Flügel zu greifen’. Dieser Aufruf war sehr
erfolgreich und fand in der Bevölkerung eine erfreuliche Resonanz. Daniel war in den letzten
Wochen unermüdlich unterwegs um alle „Meldungen“ abarbeiten zu können.
In St Andreasberg hat er gestern wieder einen Schwalbenfreund die Plakette überreicht und ihn
mit einer Urkunde ausgezeichnet.
Peter Spei aus Sankt Andreasberg freut sich über die Mehlschwalben und Mauersegler, die an
seinem Haus in einer Höhe von ziemlich genau 605 m über dem Meeresspiegel nisten.
Um ihnen gute Brutmöglichkeiten zu bieten, hat er mehrere künstliche Schwalbennester sowie
einen Mauerseglerkasten an seinem Haus angebracht.
Für sein Engagement beim Schwalbenschutz hat ihm jetzt Daniel Dürholt vom NABU Goslar die
Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ des NABU Niedersachsen überreicht und ihm den Dank
der NABU-Kreisgruppe Goslar ausgesprochen.
Die Schwalben, die am Hause Spei leben, genießen dabei einen wunderbaren Ausblick über den
Ort und auf den Glockenturm, dem Wahrzeichen von Sankt Andreasberg. Wahrscheinlich ist
ihnen jedoch der proteinhaltige Insektenreichtum in den luftigen Höhen über dem Luftkurort
viel wichtiger, denn den brauchen sie, um ihren Nachwuchs zu versorgen.
Peter Spei hat sich eine pfiffige Ergänzung für die Schwalbennester ausgedacht und diese kleine
technische Änderung auch gleich in die Tat umgesetzt. An die Bretter, an denen die
Schwalbennester angebracht sind, hat er mittig abgewinkelte Blechschlaufen befestigt. Mit einer
einfachen Dachlatte kann er so die Nester aus der Aufhängung herausnehmen und auch wieder
einsetzen wenn die jährliche Reinigung ansteht, ohne auf eine Leiter steigen zu müssen. Eine
ausgefuchste Idee aus dem Harz, die zum Artenschutz wie zur Unfallverhütung gleichermaßen
beitragen kann. Chapeau, Herr Spei!
Jahrhunderte lang waren Schwalben in jedem Dorf, auf jedem Bauernhof und in jeder Stadt zu
Hause. Während sich Rauchschwalben auf Balken und Mauervorsprüngen in warmen Ställen
einnisten, bauen Mehlschwalben ihr kunstvolles Nest meist außen, an rauen Hauswänden, hoch
unterm Dachvorsprung. Der Mauersegler lässt sich lediglich zur Brutzeit im Nest nieder, den
Großteil seines Lebens verbringt er in der Luft. „Schwalben ernähren sich vor allem von Fliegen,
Mücken und Schnaken. So vertilgt eine Familie während der Jungenaufzucht zahllose Insekten”,
erklärt Daniel Dürholt. Kein Wunder, dass die fleißigen Untermieterinnen von jeher als
Glücksbringer betrachtet wurden.
Daniel Dürholt rief alle Menschen im Landkreis Goslar und Umgebung dazu auf, Standorte von
Nestern und Kolonien von Mehl- und Rauchschwalben, sowie von Mauerseglern, an ihn
weiterzugeben. Auf diese Art und Weise will der NABU Goslar einen besseren Überblick über die
Situation der Akrobaten der Lüfte erhalten. Viele, viele Menschen machten mit und melden Ihre
Untermieter!
„Schwalbenfreundliches Haus“ - Menschen, die sich für Schwalben engagieren und an ihren
Häusern dulden, wurden vom NABU mit einer Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“
ausgezeichnet. Mit der Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" hofft der NABU dazu beizutragen,
die Akzeptanz für Schwalben und ihre Nester in der Nähe des Menschen zu erhöhen sowie
bestehende Quartiere zu erhalten und neue zu schaffen. Bewerben können sich weiterhin
Hausbesitzer, die das Brutgeschehen der wendigen Flugkünstler und Sommerboten dulden und
fördern. Ganz gleich, ob es sich bei dem Gebäude um ein Wohnhaus, Hotel, Bauernhof oder
Fabrikgebäude handelt. Helfen wir ihnen, damit sie gesund und gestärkt in ihre Winterquartiere
fliegen können und im nächsten Frühjahr wieder zu uns kommen.
Alles rund um das Thema Schwalben sowie Anträge auf Auszeichnung als ‚Schwalbenfreundliches
Haus‘ finden Sie im Netz unter: https://niedersachsen.nabu.de/Schwalben
Die Intensivierung der Landwirtschaft, verstärkte Hygieneanforderungen sowie die starke
Versiegelung der Landschaft machen den Vögeln zu schaffen. Der Rauchschwalbe, die ihr Nest im
Innern von Gebäuden baut, fehlt es zunehmend an offenen Ställen, Schuppen, Toreinfahrten und
Hausfluren. An modernen, glatten Häuserfassaden kann die Mehlschwalbe ihr Nest nicht
anheften. Lehm, das Baumaterial für die Nester, wird knapp, denn auf asphaltierten und
betonierten Wegen, Plätzen und Höfen gibt es keine schlammigen Pfützen mehr. Dem
Mauersegler gehen durch Gebäudesanierungen die Brutplätze aus. Der NABU Goslar bittet
deshalb die Bevölkerung darum, Rücksicht auf am Haus brütende Vögel zu nehmen.
https://niedersachsen.nabu.de/Schwalben

UNSER HARZ Juli erschienen ----------------------- „Internationales Haus Sonnenberg“ und Schullandheim „Haus Sonnenberg“ – Gründung und Verwandtschaft; Der Hackelberg-Sagenkreis und der wilde Jäger (Teil 2); Einiges über die Schwarzpappel – Baum des Jahres 2006; Serie: Harzer Künstlerpostkarten – Teil 5 Urlaubsgrüße; Nationalparkforum: Tagungsband zum 125jährigen Bestehen des Brockengartens
Clausthal-Zellerfeld. Aus dem Verantwortungsgefühl einiger Wolfenbütteler Lehrer, sowohl das Bild der Deutschen international wieder aus der Ächtung zu befreien, als auch, ihre Schüler positiv zu prägen, entstand nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Großen Sonnenberg zunächst das bald weithin bekannte Schullandheim Haus Sonnenberg. Da hier nicht nur Schüleraufenthalte, sondern auch sehr erfolgreiche länderübergreifende Lehrertagungen stattfanden, für die das Schullandheim bald zu klein war, wurde schließlich auf dem Rehberg bei Sankt Andreasberg ein Grundstück erworben und in Zusammenarbeit Jugendlicher aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Nordamerika, Australien und Indien das Internationale Haus Sonnenberg gebaut. Die hier verfolgten Ziele der Völkerverständigung und politischen Aufklärung strahlten in viele Länder aus, bis 1958 in Kopenhagen die „International Sonnenberg Association“ gegründet wurde. Dieses Tagungshaus existiert noch heute, wohingegen das ehemalige Schullandheim aus Kostengründen aufgegeben werden musste.

Im zweiten Teil des Beitrags über den Hackelberg-Sagenkreis werden Orte benannt, an denen Hans Hackelberg möglicherweise gelebt hat bzw. wo er den Eber erlegt haben soll (vielleicht im Schimmerwald, wo ein Stein diese Stelle bezeichnen soll?). Schriftlich hinterlassene Zeugnisse und literarische Ausführungen siedeln ihn an vielen Orten an.

Der dritte Bericht ist der Pappel gewidmet, einem von Wuchs und Rinde her sehr eindrucksvollen Baum, der häufig an Flüssen und Seen anzutreffen ist.

Die Ansichtskarten der „Collection Stolle“ des mit seiner Buch- und Kunsthandlung in Bad Harzburg ansässigen Rudolf Stolle verbanden eine im Zentrum der Karte angeordnete Fotografie mit darauf bezogenen jugendstilartigen Zeichnungen. Auch Otto Hammel (auch Hamel), der lange Zeit als Professor für dekorativ